Ist der eigentliche Martel-Ersatz schon längst beim 1. FC Köln? So gut schneidet Tom Krauß im direkten Vergleich ab

Tom Krauß überzeugt zunehmend
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Ist der eigentliche Martel-Ersatz schon längst beim 1. FC Köln? So gut schneidet Tom Krauß im direkten Vergleich ab

Tom Krauß ist einer der Lichtblicke der abgelaufenen Saison. Durch den Klassenerhalt griff die Kaufpflicht, womit der 24-Jährige fest in die Domstadt wechselt. Gleichzeitig wird die Personaldecke auf seiner Position immer dünner. Eric Martel wechselte bekanntlich ablösefrei nach Mainz, Denis Huseinbasic zum SC Braga. Die Kaufoption für Felipe Chavez ließ der FC verstreichen. Somit sind Krauß und Isak Johannesson die einzigen verbliebenen zentralen Mittelfeldspieler und die Geißböcke müssen sich zwangsläufig nach Verstärkungen umsehen. Doch welche Profile sollte man suchen? Kann Tom Krauß Eric Martel beim 1. FC Köln ersetzen?

Mit Martel verliert der FC einen besonders gegen den Ball starken Spieler. Der Straubinger fiel durch seine Defensivarbeit und seine physische Stärke positiv auf. Mit dem Ball waren jedoch immer wieder Defizite zu erkennen. Dennoch geht einer der wichtigen Stammspieler der vergangenen Jahre. Aber wie sehr schmerzt sein Abgang wirklich? Wenn man die statistischen Profile von Krauß und Martel vergleicht, erkennt man, dass beide Spieler sich ähneln.

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Von Erik Stalleicken

Beide stechen insbesondere bei den Defensivstatistiken positiv heraus. Mit einem Wert von 5,49 Interceptions pro 90 Minuten unterstreicht Martel seine Stärke das Spiel zu lesen und Passwege zuzustellen. Krauß kann mit 4,95 Interceptions einen ähnlich starken Wert ausweisen. Zum Vergleich: Denis Huseinbasic kommt lediglich auf einen Wert von 2,54. Bei der generellen Aktivität gegen den Ball ist der Ex-Schalker der klare Sieger. Krauß kommt auf 6,98 Defensive Duelle pro 90 Minuten und sucht damit häufiger das Defensivduell als Martel, der auf 5,55 kommt. Insgesamt scheinen beide Sechser aber ähnlich stark gegen den Ball zu sein, allerdings ist die Zweikampfquote von Krauß höher (66 Prozent zu 63 Prozent).

Limitierungen mit Ball?

Dass kreatives Passspiel nicht unbedingt zu Martels Kernkompetenzen zählt, fiel in der Vergangenheit immer wieder auf. Die spielerische Entwicklung blieb aus, was in den vergangen Monaten zunehmend kritisiert wurde. Bei Tom Krauß scheint dies kein großes Problem zu sein. Natürlich liegen die Stärken des Leipzigers ebenfalls in der Arbeit gegen den Ball, dennoch scheint er einem spielerischen Ansatz mehr beitragen zu können. Denn die Statistiken zeigen: Krauß spielt deutlich mehr Progressive Pässe. Während Martel auf gerade einmal 4,38 progressive Pässe pro 90 Minuten kommt, erreicht er einen Wert von 5,92. Zusätzlich erreichen 67,19 Prozent davon den Mitspieler während bei dem Neu-Mainzer nur 59,71 Prozent der progressiven Pässe ihr Ziel fanden.

Das bedeutet Krauß sucht häufiger den vertikalen Pass in die nächste Spielfeldzone und sorgt damit dafür, dass der FC schneller in offensive Räume gelangt. Durch seine Pässe kann er gegnerische Linien überspielen und Angriffe aus dem Zentrum ankurbeln. Martel hingegen agiert etwas abwartender und spielt eher risikoarm.

Was fehlte Huseinbasic?

Spannend ist hierbei der Blick auf Denis Huseinbasic. In den Defensivstatistiken hängt er erwartungsgemäß hinter den beiden Sechsern. Seine Stärken liegen nunmal im Spiel mit dem Ball. Das untermauert der Wert von 80,95 Prozent der angekommenen progressiven Pässe. Die Werte von Krauß (67,19 Prozent) und Martel (59,71 Prozent) lagen weit darunter. Was dann jedoch verwundert, ist die Häufigkeit dieser gespielten Pässe. Da erreicht Huseinbasic einen Wert von 4,64 pro 90 Minuten. Damit spielt er weniger progressive Pässe als Krauß. Für einen spielstarken Mittelfeldspieler sicherlich zu wenig. Insgesamt verlief diese Saison mehr als nur enttäuschend für den gebürtigen Erbacher. 16 Einsätze stehen zu Buche. In der Rückrunde kommt er auf gerade einmal 73 Einsatzminuten. Nur selten konnte er seine Leistungen aus seiner Anfangszeit in Köln bestätigen und spielte unter Wagner keine Rolle mehr. Folglich ist der Wechsel zum SC Braga die logische Konsequenz.

Wenn man den Statistiken vertraut, kann man sich berechtigte Hoffnung machen, dass Krauß den Abgang von Martel kompensieren kann und vielleicht sogar eine spielerische Qualität mitbringt, die Martel so oft vermissen ließ. Der FC wird im Sommer nichtsdestotrotz nach Verstärkungen im Mittelfeldzentrum Ausschau halten. Welchen Spielertyp die Verantwortlichen also schließlich an Land ziehen werden, wird sich zeigen.


Spieler des 1. FC Köln fällt gegen Bayern aus: Der aufopferungsvolle Kampf des Tom Krauß

Tom Krauß im Spiel gegen den FC Bayern München
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Spieler des 1. FC Köln fällt gegen Bayern aus: Der aufopferungsvolle Kampf des Tom Krauß

Seit Wochen ist Tom Krauß einer der Leistungsträger beim FC. Aber in den ersten Spielen unter René Wagner kam der 24-Jährige kaum zum Einsatz. Und das hatte Gründe, wie der Trainer nun auf der Pressekonferenz erklärte. Am Samstag fehlt der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln: Tom Krauß fällt gegen den FC Bayern aus.

Die Personale Tom Krauß ist beim FC spätestens seit dem erreichten Klassenerhalt klar. Auch kommende Saison wird der Mittelfeldspieler für die Geißböcke auflaufen. Vorher gibt es nun aber eine Pause.

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Sollte es noch einen Beweis gebraucht haben, warum Tom Krauß ein absolut perfektes Beispiel für absolute Leidenschaft und puren Willen ist, so hatte René Wagner diesen am Donnerstag auf der Pressekonferenz im Gepäck. Der Mittelfeldspieler wird die Reise zu den Bayern am Samstag nicht mit antreten, so der erste Teil der Nachricht. Doch die Gründe sind erstaunlich. „Tom hat sich in den letzten sechs Wochen mit massiven Knieschmerzen für den Verein, für die Mannschaft, für das Ziel durchgebissen“, sagte der Trainer. Tatsächlich hatte Krauß im ersten Spiel unter dem neuen Coach eine ordentliche Partie gegen Frankfurt abgeliefert und war fortan wenn überhaupt nur noch Ergänzungsspieler. Gegen St. Pauli und Leverkusen spielte der 24-Jährige gar nicht, gegen Bremen die letzten Minuten. Die Nicht-Berücksichtigung hatte Fragen aufgeworfen. Die Wagner nun also mit der Verletzung beantwortete.

„Er hat sich aufgeopfert“

Krauß war also kein Verlierer unter dem neuen Coach, vielmehr ein Spieler, der sich trotz der Knieprobleme in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Gegen Union Berlin lief der Sechser wieder 90 Minuten auf, am vergangenen Sonntag eine knappe Stunde. „Gegen Heidenheim wurden die Schmerzen dann wieder im Spiel akuter und wir mussten wechseln“, sagte Wagner. „Jetzt war es einfach an der Zeit, sein Knie ruhen zu lassen. Er hat sich die vergangenen fünf, sechs Wochen für die Mannschaft aufgeopfert.“ Eine Eigenschaft, die der Mittelfeldspieler auch in den bisherigen Begegnungen an den Tag gelegt hatte. Krauß ist sich für keinen Grätsche, keinen Einsatz zu Schade. Und auch für keine Position. Zu Beginn der Saison war die unter Lukas Kwasniok noch nicht genau definiert. Krauß spielte in der Defensive gefühlt alles. Die Leistungsexplosion kam dann Ende des vergangenen Jahres.

Der Mittelfeldspieler war aus der ersten Elf nicht mehr wegzudenken, brachte Woche für Woche konstant seine Leistung und avancierte zum Leader im Zentrum. Nach einigen Jahren mit Leihen und Unzufriedenheit, scheint der 24-Jährige in Köln glücklich zu werden. Und das wird dem FC wohl in der kommenden Spielzeit in die Karten spielen. Denn die Zukunft des Spielers ist längst geklärt. Es gibt keine Kaufpflicht, die aus zwei Teilen bestand. Sowohl die Anzahl der Spiele als auch der Klassenerhalt sind erreicht – Krauß spielt in der kommenden Saison für den FC. Und das hoffentlich mit kuriertem Knie.

Auch Tom Krauß kehrt ins Mannschaftstraining zurück

Tom Krauß beim 1. FC Köln
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Auch Tom Krauß kehrt ins Mannschaftstraining zurück

Das Lazarett lichtet sich weiter beim 1. FC Köln: Tom Krauß kehrt ins Mannschaftstraining zurück. Der nominelle Mittelfeldspieler wird aufgrund der Gelb-Roten Karte von Eric Martel auch dringend gebraucht.

René Wagner wird bei seinem ersten Pflichtspiel als Cheftrainer der Geißböcke nahezu aus dem Vollen schöpfen können. Nachdem am Montag schon die beiden Rekonvaleszenten Joel Schmied und Alessio Castro-Montes ins Mannschaftstraining eingestiegen sind, kehrte am Dienstag auch Tom Krauß zurück.

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Der Mittelfeldspieler hatte beim Aufwärmen vor dem Rheinderby etwas im Knie gespürt. Ein Einsatz kam nicht mehr in Frage. Dafür lief Cenny Neumann auf und erlebte einen rabenschwarzen Nachmittag. Krauß hatte zuletzt auf der rechten Abwehrseite ausgeholfen, da Sebastian Sebulonsen gesperrt ausgefallen war und Castro-Montes verletzt ausfiel. Der gebürtige Leipziger machte seine Sache gut. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit wird Krauß gegen Frankfurt wohl wieder das Zentrum bekleiden. Sebulonsen und Castro-Montes sind wieder zurück, Krauß wird auf der Sechs wohl gebraucht. Denn mit Eric Martel fehlt der etatmäßige Sechser aufgrund seiner Gelb-Roten Karte. Diese hatte sich der Mittelfeldspieler im Duell gegen Mönchengladbach abgeholt.

Krauß wohl ein Kandidat fürs Zentrum

Krauß war vor allem in der Rückrunde bislang einer der absoluten Leistungsträger. Der Mittelfeldspieler geht mit Leidenschaft, Willen und Kampfgeist voran und könnte so ein wichtiger Teil im Klassenerhalts-Puzzle sein. Unterdessen haben die Kölner den Trainingsplan kurzfristig noch einmal angepasst. Das Training am Dienstag findet nun doch öffentlich statt. Am Montag hieß es noch, dass sämtliche Einheiten diese Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden würden. Das hat sich zumindest für den Dienstag verändert. Weiterhin bleibt es aber dabei, dass die Kölner keinen freien Tag in dieser Woche haben werden. Am Samstag steht das Abschlusstraining an, bevor dann am Sonntag das Auswärtsspiel in Frankfurt angepfiffen wird.

Neben Eric Martel muss Wagner dann „nur“ noch auf die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian verzichten. Bei der Trainingseinheit am Dienstag fehlten noch die Nationalspieler, die sich auf Länderspielreise befinden. Am Abend spielen Said El Mala mit der deutschen U21 gegen Griechenland und Jakub Kaminski mit Polen gegen Schweden um das WM-Ticket.


„Das ist meine Spielweise“ – Tom Krauß und Eric Martel überzeugen im Fight des 1. FC Köln gegen Hoffenheim

Eric Martel und Tom Krauss vom 1. FC Köln
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„Das ist meine Spielweise“ – Tom Krauß und Eric Martel überzeugen im Fight des 1. FC Köln gegen Hoffenheim

Gegen die TSG Hoffenheim zeigte der FC eine starke Leistung. Auch im Zentrum überzeugten zwei Akteure des 1. FC Köln: So ließen Eric Martel und Tom Krauß Hoffenheim verzweifeln.

Bei dem Unentschieden gegen den Champions-League-Aspiranten aus dem Kraichgau nahmen sie Schlüsselrollen ein für den 1. FC Köln. Eric Martel und Tom Krauß überzeugte als Doppelsechs gegen die TSG.

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Das Zahlenwerk des Duells zwischen dem 1. FC Köln und der TSG 1899 Hoffenheim belegte eindrucksvoll, wie groß die Herausforderung für die Geißböcke war, gegen die Gäste aus dem Kraichgau zumindest einen Punkt in Müngersdorf zu behalten. Hoffenheim verbuchte 60 Prozent Ballbesitz, gewann mehr Zweikämpfe. Zudem gaben die Gäste mehr als doppelt so viele Schüsse auf das Tor der Hausherren ab und leisteten sich mit zwölf Fouls ebenfalls die doppelte Anzahl. Dass FC-Trainer Lukas Kwasniok die Sinsheimer im Vorfeld sogar in ihrer Intensität auf eine Stufe mit dem FC Bayern München gestellt hatte, wirkte angesichts dieser Werte keineswegs überzogen. Und doch war dieses Kräftemessen wie geschaffen für insbesondere zwei Akteure im Kölner Trikot, die sich der Wucht entgegenstemmen sollten: Tom Krauß und Eric Martel.

Krauß: „Das gefällt mir, wenn jemand sowas sagt“

Der 24-jährige Krauß führte die meisten erfolgreichen Zweikämpfe für die Geißböcke und verlieh dem Spiel des 1. FC Köln jene physische Präsenz, die es brauchte, um der hohen Intensität der TSG Hoffenheim Paroli zu bieten. Krauß’ destruktive Fertigkeiten waren gefragt. Er störte, schob an, biss sich in direkte Duelle. Der Auftritt des Mittelfeldspielers hat auch beim Gegner Eindruck geschunden: „Andrej Kramaric hat nach dem Spiel gesagt, dass ich nur auf seinen Füßen stand. Das gefällt mir, wenn jemand sowas sagt. Das ist meine Spielweise”, teilte Krauß mit.

Gemeinsam mit seinen hervorragend aufgelegten Kollegen im Kölner Defensivverbund stemmte sich der 24-Jährige gegen eine Hoffenheimer Angriffswelle nach der anderen, so gut es gegen die Gäste in ihrer aktuellen Form eben möglich war. Auch Martel zeigte gegen Hoffenheim, dass die FC-Anhänger sich weiterhin auf ihn verlassen können. In der kritischen Phase kurz nach dem Ausgleich der Gäste durch Ozan Kabak, schickte sich die Ilzer-Elf an, vor dem Halbzeitpfiff sogar noch in Führung zu gehen. Nach einem missglückten Angriff der Geißböcke landete der Ball über einige Stationen im Kölner Sechzehner bei Wouter Burger, der dank eines cleveren Anspiels durch Fisnik Asllani freies Schussfeld hatte. Grätsche im allerletzten Moment verhinderte schließlich, dass sich der Effzeh kurz vor Ende der ersten Hälfte noch das zweite Gegentor fing.

Nachfolge gesichert?

Vor allem nach dem Wechsel schwamm die Kölner Defensive. „In den ersten zehn, fünfzehn Minuten hatten wir gar keinen Plan, das muss man ehrlich zugeben, wir haben gar keinen Zugriff bekommen“, sagte Krauß am Samstag. „Zum Glück machen wir das 2:2, aber ich bin dann zum Trainer gegangen und habe gefragt, was wir machen können, weil die Phase war nicht zufriedenstellend.“ Doch die Kölner fingen sich wieder, waren in der letzten halben Stunde besser. Auch, weil Krauß und Martel auf der Doppelsechs eine richtig gute Leistung abriefen.

Die anhaltend stabilen Leistungen von Krauß sorgen gleich aus mehreren Gründen für Entlastung bei den Domstädtern. Zum einen für den Mittelfeldspieler selbst, der im Falle des Klassenerhalts fest verpflichtet werden dürfte und nach zahlreichen Stationen trotz seines jungen Alters nun eine dauerhafte sportliche Heimat gefunden haben könnte. Zum anderen auf Clubebene: Geschäftsführer Thomas Kessler und Trainer Lukas Kwasniok werden mit Genugtuung registrieren, dass ein möglicher Abgang von Martel mit dem noch geliehenen Mainzer in der aktuellen Verfassung deutlich weniger schwer wiegen würde. Natürlich wäre der Verlust von Martel immer noch schmerzhaft, aber immerhin ist sicher: Krauß ist bereit, die mögliche Vakanz auszufüllen – wenn nicht sogar mehr. Spannend wird sein, ob der 24-Jährige gegen den FC Augsburg (Freitag, 20.30 Uhr) am kommenden Spieltag an die Leistungen vom vergangenen Samstag anknüpfen kann.


Endlich angekommen: Tom Krauß hat nicht nur seine Rolle beim 1. FC Köln gefunden

Tom Krauß nach dem Spiel gegen Mainz
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Endlich angekommen: Tom Krauß hat nicht nur seine Rolle beim 1. FC Köln gefunden

Nicht nur aufgrund seiner Leistung fällt Tom Krauß seit Beginn des Jahres besonders positiv auf. Der Sechser avanciert immer mehr zum emotionalen Leader beim 1. FC Köln: Tom Krauß ist beim FC angekommen und trifft nun auf seinen Heimatclub.

Für Tom Krauß steht am kommenden Spieltag eine besondere Begegnung auf dem Programm. Der 24-Jährige trifft mit dem FC auf seinen Heimat- und Ausbildungsclub Leipzig. Nach zahlreichen Profi-Stationen scheint der Mittelfeldspieler nun aber auch in Köln angekommen zu sein.

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Gefühlt war es jeder Ball, in den sich Tom Krauß im Duell gegen den VfL Wolfsburg reinschmiss. Mit vollem Einsatz verteidigte der Sechser das Zentrum gegen die Wölfe, nicht immer glücklich, am Ende aber sehr erfolgreich – drei Punkte für den FC, drei Punkte gegen den Abstieg. „Das bin ich. Meine Mentalität ist einer der Gründe, weshalb ich Profi geworden bin“, sagt Krauß im Interview mit fc.de. „Ich mag diese Situationen. Das passt zu meiner ekligen Spielweise.“ Und diese Spielweise hat den 24-Jährigen in die Startelf gebracht und ihn als Stammspieler etabliert. Fünf Spiele im Jahr 2026, vier Mal von Beginn an. „Ich hatte schon in den letzten Spielen vor der Pause einige Einsätze. Da kam ich so langsam ins Rollen“, so Krauß. „Man kann schon sagen, dass ich jetzt voll angekommen bin.“  

Gegen den Ex-Club

So angekommen, dass der Mittelfeldspieler zuletzt sogar Eric Martel, der seit März 2024 immer in der Anfangsformation gestanden hatte, aus der Startelf drängte. „Am Ende bleibt es aber ein Tagesgeschäft und ich will auch gegen Leipzig wieder performen“, sagt Krauß. Kein Wunder, denn da trifft der 24-Jährige auf seine Geburtsstadt, seinen Ex-Verein. Als Zehnjähriger kam Krauß von Sachsen Leipzig zu RB, durchlief sämtliche Junioren-Mannschaften, wurde U-Nationalspieler, sammelte mehr als 40 Spiele mit diversen DFB-Teams und spielte an der Seite von Spielern wir Dayot Upamecano, Malik Tillmann oder Leipzigs Neuzugang Brajan Gruda. Der 24-Jährige kennt den RB-Fußball. „Seitdem ich aus Leipzig weg bin, hat sich der Spielstil ein Stück weit verändert. Damals war es viel Pressing, heute haben sie viel Struktur mit Ball“, sagt Krauß.

Die Wurzeln sind geblieben. Noch heute ist der Mittelfeldspieler der Stadt verbunden. Schon vor dem Hinspiel im Sommer hatte Krauß betont, dass Leipzig seine Heimat sei, seine Familie und Freunde dort leben. Über Umwege ist der Spieler beim FC angekommen, spielte zwischenzeitlich für Nürnberg, Schalke, Luton, Mainz und Bochum. Im Sommer hatte der Spieler erklärt, er wolle endlich bei einem Verein ankommen. Das könnte diese Spielzeit rein vertraglich gelingen. 15 Spiele hat der Akteur für den FC absolviert und damit einen Teil der Kaufpflicht erfüllt, nun müssen die Kölner „nur noch“ die Klasse halten. Aber auch privat scheinen Köln und Krauß zusammenzupassen.

„Die ganze Stadt lebt den Verein“

Vor allem die Emotionalität hat es dem 24-Jährigen angetan. „Die ganze Stadt lebt den Verein. Das bekommst du mit, wenn du zum Spiel hin oder nach dem Spiel nach Hause fährst. Die ganze Woche wird nur über den FC geredet“, sagt Krauß. „Das kenne ich schon von ein, zwei anderen Clubs, aber Köln hebt sich im Vergleich schon sehr ab. Dazu zählt natürlich auch die Stimmung. Die Hymne ist schon sehr besonders. Bei der Youth League konnte ich sie mal anders erleben und auf mich wirken lassen, ohne mich auf ein Spiel zu fokussieren.“ Am Sonntag (15.30 Uhr, ab 14.15 Uhr im Liveticker bei come-on-fc.com) liegt der volle Fokus auf Leipzig, seinem Ex-Verein, der Vergangenheit und in gewisser Weise damit auch auf seiner Zukunft in Köln.


Die Formstärke als Schlüssel des Erfolgs

Alessio Castro-Montes und Tom Krauß vom 1. FC Köln
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Die Formstärke als Schlüssel des Erfolgs

In den vergangenen Duellen machten zwei Akteure besonders auf sich aufmerksam und drängten in die Startelf. Die Sommer-Neuverpflichtungen sorgen für mehr Optionen beim 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes und Tom Krauß mit starker Form.

Die Hinrunde lief für den Alessio Castro-Montes alles andere als rund. Aktuell spielte der Belgier allerdings häufig von Beginn an. Auch Tom Krauß konnte zuletzt von sich überzeugen und verdrängte zwischenzeitlich sogar Eric Martel von der Sechs.

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Am Freitagabend hatte sich FC-Trainer Lukas Kwasniok gegen den VfL Wolfsburg für eine Doppelsechs mit Eric Martel und Tom Krauß entschieden. Dass der Coach der Geißböcke so beide Sechser zum Einsatz bringt, war nach dem Duell gegen den SC Freiburg eine Woche zuvor nicht unbedingt abzusehen. Denn gegen den SCF hatte der Kölner Cheftrainer Martel noch aus der Startelf gestrichen, Krauß dafür spielen lassen. Und das kam nicht von ungefähr. Denn der 24-Jährige überzeugte zuletzt mit starken Leistungen. In den Begegnungen gegen die Bayern und Mainz 05 war er einer der besten Kölner Akteure, wurde gegen die Rheinhessen nach 45 Minuten für Martel eingewechselt und rechtfertigte seinen Einsatz. Kwasniok betitelte den Mittelfeldspieler nach dem 2:1-Erfolg gegen die Mannschaft von Urs Fischer als „Gamechanger“.

Gute Leistungen im neuen Jahr

Die Chance, sich zu beweisen nutzte zuletzt auch ein weiterer Sommer-Neuzugang der Geißböcke für sich. Nachdem Alessio Castro-Montes in der Hinrunde alles andere als positiv aufgefallen war, stellte Kwasniok den Belgier gegen Heidenheim, Mainz, Freiburg und Wolfsburg von Beginn an auf. Sicherlich war zunächst die gerissene Lücke in der Kölner Verteidigung mit ein Grund für die Startelf-Einsätze, nachdem Rav van den Berg und Martel gesperrt ausfielen und die Verletzungen von Dominique Heintz sowie später auch Neuzugang von Jahmai Simpson-Pusey die Kölner Defensive zusätzlich schwächten. Die guten Leistungen in den Duellen, vor allem aber auch der Einsatz im Trainingslager im spanischen La Nucia, waren aber ein weiterer Grund für die Chance, die Castro-Montes vom Coach bekam.

Der 28-Jährige schloss die Vorbereitung in Spanien als einer der großen Gewinner ab, hat Kwasniok zu Beginn des neuen Jahres offensichtlich ein anderes Gesicht von sich gezeigt. „Ich bin sehr glücklich, dass ich jetzt mehr Chancen bekomme, zu spielen“, sagte der Abwehrspieler nach dem Duell gegen Mainz. „Ich habe jetzt die Chance genutzt, als ich sie bekommen habe und hoffe, dass es nun auch so weitergeht.“ Bisher ging es so weiter und Castro-Montes bietet aktuell eine echte Alternative für die Schienen – auf beiden Seiten.

Ebenso wie Krauß nannte Kwasniok nach dem Duell gegen Wolfsburg auch Castro-Montes in der Gruppe von Spielern, die sich positiv hervorgetan haben und sprach über die Ausrichtung mit „Cenk, mit Seb, Lundi, Monty und den zwei Sechsern“. „Wenn die Menschen ins Stadion kommen und wollen Zauberfußball sehen, dann müssen sie in ein anderes Stadion gehen. Aber sie werden von den Jungs unfassbare Aufopferungsbereitschaft bekommen“, sagte der Trainer.

Mehr Optionen für Lukas Kwasniok

Auch am kommenden Wochenende werden die Fans im Kölner Stadion die Attribute des FC wie Laufbereitschaft, Kampfgeist und Aufopferungsbereitschaft zu sehen bekommen, die die Mannschaft ausmachen. Dann werden wohl auch die zwei Neuverpflichtungen Krauß und Castro-Montes wieder mit von der Partie sein. Denn beide befinden sich aktuell in einem Formhoch, das sich möglicherweise auch auf die komplette Mannschaft überträgt. Seit einigen Partien zeigt sich der FC wieder deutlich leistungsstärker. Durch Krauß und Castro-Montes stehen Coach Kwasniok nun aber auch mehr Optionen zur Verfügung.

Der Belgier kann auf beiden Schienen eingesetzt werden und erweitert die noch geschwächte Kölner Abwehr um einen weiteren Akteur. Krauß unterstützt das Mittelfeld, wobei der 24-Jährige zuletzt die Position des Sechsers sowohl alleine als auch mit einer Doppelsechs neben Martel stark ausfüllt. Somit kann nun ein Ausfall in der Defensive kompensiert werden und ein Martel muss nicht zwangsläufig auflaufen – gerade im Hinblick auf die noch offene Vertragssituation des Kölner Sechsers vielleicht eine beruhigende Erkenntnis.


Tom Krauß bewirbt sich für einen Stammplatz beim 1. FC Köln – was bedeutet das für Eric Martel?

Tom Krauß überzeugt zunehmend
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Tom Krauß bewirbt sich für einen Stammplatz beim 1. FC Köln – was bedeutet das für Eric Martel?

In den Begegnungen gegen die Bayern und Mainz war er einer der besten Kölner, hatte am Erfolg gegen die Rheinhessen einen großen Einfluss. Damit gibt der Sechser eine Bewerbung ab. Tom Krauß erhöht beim 1. FC Köln den Konkurrenzkampf.

Lukas Kwasniok bezeichnete ihn später als Gamechanger. Tatsächlich veränderte sich die Spieldynamik nach seiner Einwechslung. Tom Krauß erhöht beim 1. FC Köln den Konkurrenzkampf. Und das offensichtlich auch auf bisherige Stammspieler wie Eric Martel.

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Im Fokus standen mit Doppeltorschütze Ragnar Ache oder Neuverpflichtung Jahmai Simpson-Pusey nach den aufreibenden 90 Minuten gegen Mainz andere. Den Unterschied machte beim 2:1-Erfolg aber auch ein zentraler Mittelfeldspieler: Tom Krauß kam zur zweiten Halbzeit für Eric Martel und der 24-Jährige veränderte die Spieldynamik. Schon gegen die Bayern war der Sechser einer der absoluten Lichtblicke und hatte sich eigentlich einen Einsatz von Beginn an verdient. Doch zum einen hatte Lukas Kwasniok Sorge vor einer Verschlechterung der leicht lädierten Hüfte des Spielers, zum anderen kehrte mit Martel einer der absoluten Leistungsträger der aktuellen Saison nach abgesessener Sperre zurück.

Krauß für Kwasniok der Gamechanger

„Bis gestern Mittag war er noch in der Startelf“, sagte Lukas Kwasniok über Neuzugang Krauß nach dem Mainz-Spiel. „Ich habe mich dann aber entschlossen, mehr Körpergröße auf das Feld zu bringen und wollte ihn lieber am Ende des Spiels auf dem Platz haben.“ So kam mit Martel ein Spieler, auf den man wohl nur ungerne verzichtet. Doch der 23-Jährige war gegen Mainz nicht so recht bei der Sache, fand nicht ins Spiel und ließ sich beim 0:1 ungewöhnlich leicht vernaschen. Martels Auftritt wirkte insgesamt fahrig und auch deswegen war die Begegnung für den Mittelfeldspieler nach 45 Minuten beendet. So kam eben Krauß und wurde für den Kölner Coach zum „Gamechanger“. Kwasniok lobte vor allem die Energie, die der 24-Jährige in die Begegnung brachte.

Und so stellt sich natürlich durchaus die Frage, ob Krauß nicht auch gegen den SC Freiburg einen Startelf-Platz verdient hat. Nach den vergangenen beiden Spielen eigentlich schon. Eigentlich, weil Krauß den Kölner Trainer wohl in eine gewisse Not bringt. Denn auch in der Innenverteidigung hat Kwasniok keinen großen Grund, die Mannschaft umzustellen. Was würde also mit Eric Martel passieren, wenn Krauß in der Startelf steht? Eine Frage, die angesichts der aktuellen Vertragssituation des Kölner Sechsers durchaus interessant sein könnte. Immerhin läuft Martels Kontrakt im kommenden Sommer aus und zumindest nach außen ist noch keine Entscheidung darüber gefallen, wie es dann für den gebürtigen Bayer in der kommenden Spielzeit weitergeht. Zuletzt hieß es, dass diese erst nach der Schließung des Winter-Transferfenster fallen werde.

Wie geht es weiter mit Eric Martel?

Martel hatte im Trainingslager in Bad Waltersdorf im Sommer angekündigt, dass er die Entwicklung in der Hinrunde abwarten wolle. Abwarten, wohin die Reise der Geißböcke, aber auch seine eigene Reise beim FC geht. Bislang war der 23-Jährige unumstrittener Stammspieler, stand immer in der Startelf (abgesehen von der Gelb-Sperre gegen die Bayern). Die Rolle von Martel in der Anfangsformation scheint plötzlich gar nicht mehr so sicher zu sein. Und die sportliche Entwicklung? Die Kölner stehen nach dem 2:1-Erfolg über Mainz mit 20 Zählern und Rang zehn nach dem 18. Spieltag ordentlich da. Allerdings werden die stürmischen Wochen vor Weihnachten und um den Jahreswechsel sicherlich auch an dem Sechser nicht einfach vorbei gegangen sein. Aktuell scheint noch alles möglich.

Krauß kratzt zumindest an der zentralen Position in der Formation der Geißböcke. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Montag berichtet hat, braucht der 24-Jährige nur noch einen Einsatz, damit die Kaufpflicht des FC greift – wenn die Kölner denn die Klasse halten. Daran wird der FC natürlich alles setzen und ein Tom Krauß in dieser Form wohl in der Anfangsformation.


Ordentliche Leistung gegen St. Pauli: Tom Krauß bietet sich als Alternative an

Tom Krauß im Spiel gegen den FC St. Pauli
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Ordentliche Leistung gegen St. Pauli: Tom Krauß bietet sich als Alternative an

Das erste Mal seit über einem Monat stand Tom Krauß mal wieder in der Startelf des FC. Dabei zeigte der Mittelfeldspieler eine sehr ordentliche Leistung und empfahl sich für mehr beim 1. FC Köln: Tom Krauß bietet sich als Alternative an.

Nachdem Tom Krauß in den vergangenen Wochen eher wenig gespielt hatte, bekam er gegen St. Pauli eine neue Chance, sich zu zeigen beim 1. FC Köln: Tom Krauß bietet sich als Alternative an.

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Es war ein kurzer Schockmoment zum Schluss des Spiels, aber wahrscheinlich einer ohne größere Folgen: In der 82. Minute musste Tom Krauß im Spiel gegen den FC St. Pauli angeschlagen ausgewechselt werden. Aber bereits auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gab Trainer Lukas Kwasniok eine leichte Entwarnung: „Er hat lange nicht gespielt, heute dann so eine Leistung abgespult, aber musste leider dann verletzungsbedingt runter. Jetzt nichts Wildes, aber es ging dann einfach auch nicht mehr“, so Kwasniok. Wenn sich die Einschätzung des Coaches bewahrheitet, dürften alle im Kölner Umfeld aufatmen. Denn wie Kwasniok selber auch bemerkte, hatte der 24-Jährige zuvor eine sehr ordentliche Leistung gezeigt. So empfahl sich der zentrale Mittelfeldspieler wieder für mehr Spielzeit.

Erster Startelfeinsatz seit dem Pokalspiel gegen Bayern

Denn bisher in der Saison kam der Sommerneuzugang noch nicht so zum Zug, wie er es sich vor der Spielzeit wahrscheinlich erhofft hat. Erst viermal inklusive der Partie gegen St. Pauli kam der frühere deutsche U21-Nationalspieler in der Liga von Anfang an zum Einsatz. Außerdem stand der Defensive-Allrounder noch einmal im Pokal gegen den FC Bayern München in der ersten Elf. Ganze fünfmal saß Krauß dagegen sogar komplett auf der Bank. Nun gab es aber die neue Chance in der Startelf, nachdem der 24-Jährige in der Woche zuvor gegen Werder Bremen bereits die gesamte zweite Hälfte ran durfte. Dabei überzeugte der aus Mainz geliehene Profi mit einigen Balleroberungen und einer starken Passquote. So brachte er 96 Prozent seiner Pässe an den Mann.

Hin und wieder schaltete sich der Mittelfeldspieler auch in die Offensive ein. So hatte Krauß in der 76. Minute einen Abschluss aus gut 22 Metern nach einer Ablage von Ragnar Ache. Bei diesem zu zentralen Schuss wurde aber auch deutlich, dass der offensive Einfluss weniger der Grund ist, warum ihn der 1. FC Köln im Sommer geholt hat. Dafür war der 24-Jährige aber in der Defensive sehr sicher. Dort ließ er sich immer wieder in die letzte Kette fallen. So trug der Mittelfeldspieler seinen Teil dazu bei, dass die Hamburger offensiv fast gar nicht stattfanden. Beim Ausgleich und ein paar Minuten davor bei der vielleicht besten Chance der Gäste, als Abdoulie Ceesay bei einer flachen Hereingabe der Hackentrick misslang, war Krauß bereits nicht mehr auf dem Platz.

Signal an Kwasniok

So zeigte Krauß seinem Trainer mit seiner ordentlichen Leistung, dass dieser auf ihn bauen kann, wenn er gebraucht wird. Das ist gerade bei der momentan personell angespannten Lage in der Kölner Defensive ein gutes Zeichen für Kwasniok. Denn der Coach hatte in den vergangenen Partien wegen der vielen Ausfälle immer bei der Aufstellung puzzeln müssen, um eine funktionierende Defensive aufzustellen. Da wird es ihm sehr gelegen kommen, dass er sich auf Krauß verlassen kann, auch wenn dieser in den Wochen zuvor weniger gespielt hat.

Damit gibt der 24-Jährige Kwasniok auch mehr Optionen im zentralen Mittelfeld. So kann dieser die Belastung besser steuern. Das war auch einer der Gründe, warum der Sommerneuzugang gegen St. Pauli in der Startelf gestanden hatte. Denn gerade Isak Johannesson, der sonst gesetzt war, wirkte zuletzt etwas ausgelaugt. „Man hat jetzt schon auch ein bisschen gemerkt, dass er ein Ticken überspielt ist. Du bist die ganze Zeit am Anschlag“, sagte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel über den Isländer. Also gab es für den 22-Jährigen am Samstag eine Pause. Dafür sprang Krauß in die Bresche und nutzte seine Chance. So hat Kwasniok vor dem nächsten Spiel nun die Qual der Wahl, wen er im zentralen Mittelfeld ranlässt. Und vielleicht reicht es für Krauß ja zum zweiten Startelfeinsatz in Folge.

Wir wollen „keinen Angsthasenfußball spielen“ – So sieht Tom Krauß seine Rolle und das Duell gegen Leipzig

Tom Krauß vom 1. FC Köln
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Wir wollen „keinen Angsthasenfußball spielen“ – So sieht Tom Krauß seine Rolle und das Duell gegen Leipzig

Der Konkurrenzkampf ist hart bei den Geißböcken. Auch der Neuzugang der Kölner muss ich um Einsatzzeit bemühen beim 1. FC Köln: Tom Krauß über den kommenden Gegner und seine Rolle im Team.

Die Chancen auf Spielzeit steigen aktuell bei dem 24-Jährigen, denn gegen Wolfsburg verletzte sich mit RAV van den Berg ein Konkurrent um den Platz in der Mannschaft beim 1. FC Köln: Tom Krauß über den kommenden Gegner und seine Rolle im Team.

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Am Samstagnachmittag blieb „nur“ die Rolle des Zuschauers. Beim wilden Ritt gegen gegen Wolfsburg saß Tom Krauß 90 Minuten auf der Bank. Der Sprung zum Stammspieler ist dem Neuzugang noch nicht gelungen. Wobei es die Rolle in der Fülle beim FC in dieser Spielzeit dann auch nicht geben soll. Bislang haben nur Eric Martel, Marvin Schwäbe und Jakub Kaminski die volle Bundesliga-Arbeitszeit in den Knochen. Der Konkurrenzkampf ist groß beim FC. „Man sieht, dass wir eine gute Kaderbreite haben. Es ist ein gewisser Konkurrenzkampf, dass sich jeder zeigen will, dass jeder spielen will“, so Krauß am Mittwoch nach dem Training. „Ich glaube, so pusht sich jeder nach oben und entwickelt sich noch mal weiter. Das ist eminent wichtig, um solche Spiele zu ziehen. Es zeigt, wie wir ticken.“

„Unruhig bin ich nicht“

Wie das Team von Trainer Lukas Kwasniok tickt, hat es zu Beginn der Saison bereits mehrfach bewiesen. Die Marschroute, nicht auf eine Stammelf sondern eine Startelf zu setzen, scheint aufzugehen, denn die Motivation ist derzeit groß bei den Akteueren. Das weiß auch Krauß: „Am Ende will man immer spielen. Das ist klar. Am Ende muss man aber auch ruhig bleiben, gut trainieren, um dem Trainer zu zeigen, dass man da ist. Egal wann.“ Wenige Einsatzzeit führt jedoch häufig zu Unmut innerhalb der Mannschaft. Beim FC scheint dies allerdings kein Problem dazustellen. „Unruhig bin ich nicht. Es ist erst der 3. Spieltag. Ich war einmal auf der Bank. Das ist auch okay“, so Krauß über seine Rolle als Joker.

„Die Akzeptanz ist da, weil ein Konkurrenzkampf da ist. Das Niveau ist sehr hoch.“ So scheint Kwasniok seinen Spielern durchaus den Sinn der wechselnden Einsätze nahegebracht zu haben. Dieser hängt auch mit der flexiblen Aufstellung des Trainers zusammen. “Es kommt natürlich auch darauf an, was wir für eine Formation spielen. Wir haben jetzt gesehen, dass wir immer eine andere Formation gespielt haben“, erläutert Krauß die Situation.

“Wir rechnen uns immer Chancen aus“

Am Wochenende steht für Krauß dann die Chance auf Einsatzzeit in der alten Heimat an. „Ich bin da geboren und war da bis ich 19 war“, sagt der 24-Jährige über Leipzig. Eine leichte Aufgabe wird es für den Mittelfeldspieler trotz großen Selbstvertrauens aber sicherlich nicht. „Wir rechnen uns immer Chancen aus, sonst brauchen wir da nicht hinfahren. Wir gehen wie gegen Wolfsburg als Underdog in das Spiel. Wir wollen jeden Gegner ärgern und von Spiel zu Spiel schauen. Wir wissen, dass es schwierig ist und dass wir vielleicht auch leiden müssen. Aber wir rechnen uns immer Chancen aus.“

Und das nach dem gelungen Saisonstart wohl auch nicht zu Unrecht. „Es ist ja auch ein Verdienst, wie wir uns in den letzten Spielen gezeigt haben. Wir kommen mit einer breiten Brust und wollen keinen Angsthasenfußball spielen.“ Eine Einstellung, die sich die Kölner Mannschaft seit vergangener Saison hart erarbeitet hat. Dennoch ist für Krauß eins klar: „Mich interessiert aber auch nicht, wer wieviel Respekt vor uns hat.“ Und so fährt die Kölner Mannschaft am Wochenende zu vierten Duell der Bundesliga-Saison. Möglicherweise kann sich Krauß dort dann erneut zeigen.


Deswegen glaubt Tom Krauß schon jetzt an den Klassenerhalt des 1. FC Köln

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln
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Deswegen glaubt Tom Krauß schon jetzt an den Klassenerhalt des 1. FC Köln

Tom Krauß macht als Sommer-Neuzugang bei den Geißböcken eine gute Figur. Der 24-Jährige scheint angekommen zu sein und hat eine klare Meinung zum 1. FC Köln: Tom Krauß schätzt die Chancen des Klassenerhalts ein.

Mit dem FC Schalke 04 und dem VfL Bochum ist er bereits abgestiegen, mit den Geißböcken soll das nicht passieren. Und der 24-Jährige sieht gute Gründe, warum das nicht passieren wird beim 1. FC Köln: Tom Krauß schätzt die Chancen des Klassenerhalts ein.

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Mit einem so deutlichen Sieg – wenn überhaupt mit drei Punkten – hatten im ersten Heimspiel der Saison gegen den SC Freiburg wohl die wenigsten gerechnet. Noch dazu war es bereits der zweite Dreier aus zwei Spielen. Der Bundesligaauftakt ist den Geißböcken mit Trainer Lukas Kwasniok geglückt und lässt die Hoffnungen der Kölner Fans auf den Klassenerhalt nach dem Wiederausstieg durchaus realistisch erscheinen. Nicht zuletzt werden diese Hoffnungen auch durch den Umbruch im Kader der Kölner genährt. Der FC hat bekanntlich elf Neuzugänge zu verzeichnen und dafür knapp 25 Millionen Euro investiert. Einer dieser Neuzugänge ist Tom Krauß, der sich im Rahmen des Testspiels in Essen gegenüber der WAZ zu seinem neuen Verein äußerte.

„So kannst du dann auch Siege einfahren“

Krauß, der nach seiner letzten Station in Bochum im Sommer auf Leihbasis vom FSV Mainz 05 ins Rheinland nach Köln gewechselt ist, hat sich gut eingelebt. „Ich fühle mich hier in der Region generell wohl – egal, ob im Ruhrgebiet oder in Köln. Ich habe mich dort sehr gut eingelebt“, so der 24-Jährige. Ankommen sei dem Mittelfeldspieler sehr wichtig. „Das ist mir in den ersten Wochen auch gelungen, mich in der Mannschaft, dem Verein und der Stadt wohlzufühlen. Das ist für mich schon mal sehr, sehr positiv.“ Gegen Mainz, bei denen Krauß noch bis 2027 unter Vertrag steht, gelang den Kölnern im ersten Saisonspiel ein 1:0-Erfolg. Das allerdings mit Krauß als linkem Innenverteidiger. Im Duell gegen den SCF kam er als Sechser für Denis Huseinbasic zum Einsatz – die Kölner gewannen bekanntlich 4:1.

Das sei aber auch nur der Anfang. “Jetzt ruhen wir uns vier Tage aus, nächste Woche geht es dann mit vollem Fokus in Wolfsburg weiter“, so Krauß. Die bisherigen Zähler sieht der 24-Jährige als wichtigen Anfang für den Klassenerhalt der Geißböcke. Am Ende sei es sehr wichtig, wie du am Anfang startest, meint Krauß. „Wir haben in den ersten beiden Spielen sechs Punkte geholt. Da musst du dranbleiben.“

„Jeder will spielen“

Der etatmäßige Mittelfeldspieler weiß, wovon er spricht. Mit Schalke und Bochum stieg der 24-Jährige jeweils ab. In beiden Spielzeiten verloren die Teams schon zu Saisonbeginn an Boden. Doch der perfekte Auftakt ist für den gebürtigen Leipziger nur ein Grund für den möglichen Klassenerhalt. Unter dem anderen leidet Krauß in gewisser Weise auch. Denn Thomas Kessler hat in diesem Sommer nicht nur den 24-Jährigen verpflichtet. Insgesamt holte der Sportchef elf Spieler für knapp 25 Millionen Euro. Das bedeutet Konkurrenz und stärkt den Kader. „Jeder will spielen. Ich finde, das ist sehr, sehr wichtig, dass du immer diesen Konkurrenzkampf hast und viele Leute, die darauf lauern zu spielen“, erklärt Krauß. „Das ist dann auch ein Ansporn für die Startelf, dass sie nicht nachlässt. Dann entwickelt sich jeder weiter. So kannst du dann auch Siege einfahren.“