1. FC Köln testet im Trainingslager gegen den FC Lugano
Redaktion
Anfang Januar geht es für den FC nach Spanien ins bevorstehende Trainingslager: Der 1. FC Köln testet gegen den FC Lugano. Das Spiel findet am 5. Januar statt.
Der FC hat den ersten Termin bekannt gegeben für das anstehende Trainingslager: Der 1. FC Köln testet gegen den FC Lugano. Bereits vor einem Jahr testeten die ebenden Teams gegeneinander.
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Anderthalb Wochen vor der Abreise ins Trainingslager nach La Nucia in der Nähe von Benidorm in Spanien hat der FC nun auch sein Testspiel terminiert. Im Zuge des Trainingslagers trifft die Mannschaft von FC-Trainer Lukas Kwasniok dann auf den FC Lugano. Die Begegnung findet am 5. Januar 2026 statt. Anpfiff ist um 15:30 Uhr. Der Schweizer Erstligist steht aktuell auf dem dritten Tabellenplatz der Super League, wurde bisher drei Mal Meister und vier Mal Pokalsieger. Der Kaderwert liegt laut Online-Portal transfermarkt.de bei knapp 52 Millionen Euro. Der FC wird derzeit mit gut 133 Millionen Euro gelistet. Die Schweizer haben fünf Nationalspieler im Kader, die für Nordmazedonien, Algerien, den Kosovo, Tunesien und Martinique spielen. Denen stehen beim FC Isak Johannesson (Island), Jakub Kaminski (Polen), Denis Huseinbasic (Bosnien), Sebastian Sebulonsen (Norwegen) und Said El Mala (Deutschland) entgegen.
Vorbereitung in Spanien
Bereits im Januar dieses Jahres hatten die Geißböcke an der Costa del Sol gegen die Schweizer gespielt. Damals endete das Duell 3:3 nach Toren von Dominique Heintz, Meiko Sponsel und Steffen Tigges. Das Winter-Trainingslager findet vom 2. Januar 2026 bis zum 9. Januar 2026 statt. In La Nucia werden die Kölner im Hotel Barcelo La Nucia Hills absteigen und auf der Anlage des Estadi Olimpic Camilo Cano trainieren. Die Vorbereitung auf die beiden verbleibenden Hinrunden-Spiele gegen den 1. FC Heidenheim und den FC Bayern München soll in Spanien stattfinden. Das Duell gegen den FCH steht am 10. Januar an. Von Spanien aus werden die Geißböcke über Heidenheim zurück nach Köln reisen.
Thomas Kessler kann zufrieden auf seine Arbeit blicken und im Winter wohl nochmal nachlegen
Redaktion
Seit diesem Sommer ist Thomas Kessler nun beim FC verantwortlich für die sportlichen Entscheidungen. Und gerade für seine Transfers wurde der Sportdirektor zuletzt gefeiert. Im Interview mit dem FC äußert sich der Ex-Keeper auch dazu: Thomas Kessler über seine neue Rolle beim 1. FC Köln.
Die vergangenen Monate waren sicher keine ruhigen für den neuen FC-Sportdirektor. Kaderplanungen, Transfers und der Druck, einen bundesligatauglichen Kader zu formen, waren unter anderem die Aufgaben des 39-Jährigen: Thomas Kessler über seine neue Rolle beim 1. FC Köln.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Tag für Tag fährt der neue Sportdirektor des 1. FC Köln nun die Franz-Kremer-Allee entlang, um seinen Wagen dann vor dem Geißbockheim zu parken. Ein Weg, der dem 39-Jährigen bereits seit 1999 bestens bekannt ist. Denn damals stand der junge Thomas Kessler „mit leuchtenden Augen zum ersten Mal beim Probetraining am Geißbockheim“, verrät Kessler im vereinseigenen Interview des 1. FC Köln. Er lebe seinen Traum, sehe es als Privileg, dass er „für diesen großartigen Club in entscheidender Funktion tätig sein darf.“ Gleichzeitig bedeutet dieser Traum für den ehemaligen Torhüter der Geißböcke allerdings auch jede Menge Verantwortung – Tag für Tag. Und die hatten es bereits im Sommer in sich.
“Ich fühle mich gut gerüstet für diese Aufgabe“
Denn den Posten des Sportdirektors zu übernehmen, war für Kessler eher ein Sprung ins kalte Wasser als eine von langer Hand geplante Entscheidung. „Am Ende der letzten Saison gab es keine lange Bedenkzeit, da galt es einfach, anzupacken und den Aufstieg über die Ziellinie zu bringen. Dass der Vorstand mir danach dauerhaft das Vertrauen geschenkt hat, hat mich sehr gefreut“, so der 39-Jährige. Die Übernahme von Verantwortung ist hingegen nicht neu für den ehemaligen FC-Spieler. „Für meine Aufgabe helfen mir die Jahre als Profi und die Erfahrungen aus der Kabine. Ich habe schon immer gerne Verantwortung übernommen. Nach dem Karriereende durfte ich auf der Geschäftsstelle und im sportlichen Bereich wertvolle Erfahrungen sammeln“, erklärt Kessler. Zudem nahm Kessler am Lehrgang Management im Profifußball von der DFL und dem DFB teil. „Ich fühle mich gut gerüstet für diese Aufgabe.“
Und die Aufgaben waren im ersten Transfersommer nach der Transfersperre für den 1. FC Köln nicht wenige. Zumal die Kölner nach dem direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga und dem zuvor harten Sparkurs von Christian Keller doch einiges am Kader verändern wollten und mussten. „Um in der Bundesliga bestehen zu können, war uns klar, dass wir die Qualität in unserem Kader in der Breite und in der Spitze verbessern müssen“, sagt Kessler. So sei bereits früh klar gewesen, dass man bei den Geißböcken neue Akzente setzen wolle. Mit zwölf Neuzugängen ist viel frisches Blut in den Kölner Kader geflossen, auf der anderen Seite haben auch etliche Akteure den Verein verlassen. „Ein Mannschaftsgefüge lebt auch ein Stück weit davon, dass es Veränderungen gibt, wir wollten neue Reize setzen und den Konkurrenzkampf wieder deutlich erhöhen. Dafür bedarf es Impulsen von außen“, erklärt Kessler.
Kessler hofft auf die Wettbewerbsfähigkeit
Dass der Wandel auch vollzogen werden konnte, liegt nicht zuletzt daran, dass dem FC „in diesem Sommer wieder mehr Mittel zur Verfügung“ gestanden haben, „ohne dabei in Saus und Braus leben zu können.“ Hilfreich waren dabei zudem die Transfereinnahmen. „Mit dem Verkauf allen voran von Jonas Urbig im Winter sowie Damion Downs und Max Finkgräfe im Sommer, die alle bei uns in der FC-Akademie ausgebildet wurden, haben wir auch eine ordentliche Summe eingenommen“, so der Sportdirektor. Gemeinsam mit den Geschäftsführer-Kollegen Philipp Türoff und Philipp Liesenfeld habe man entschieden, „dieses Geld bewusst in den Kader zu investieren, um unsere Wettbewerbsfähigkeit in der Bundesliga zu erhöhen.“ Dass der FC wettbewerbsfähig sein könnte, zeigen die bisher sieben in fünf Duellen eingefahrenen Punkte in der Bundesliga und das Erreichen der zweiten Runde des DFB-Pokals.
Kessler muss „im Sinne des Clubs die beste Entscheidung treffen“
Und mit den Transfers im Sommer muss das Ende der Transfer-Fahnenstange in dieser Saison noch nicht beendet sein. Denn Philipp Türoff deutete auf der Mitgliederversammlung an, dass es auch in diesem Winter noch ein Budget gibt. Der FC wäre also in der Lage, falls die erhofften Ziele im Winter weit weg sind, noch einmal nachzulegen. In welcher Höhe, ist nicht klar. Doch der Abstieg soll mit allen Mitteln verhindert werden. Aber nicht nur frisches Blut sieht Kessler als Möglichkeit, den Kader zu verbreitern. „Definitiv würden wir uns wünschen, dass möglichst viele Eigengewächse bei uns im RheinEnergieSTADION für die Profis auflaufen“, erklärt Kessler im Bezug auf die Nachwuchsarbeit. „Letztendlich muss es dafür aber auch immer eine Überzeugung auf Seiten des Spielers geben. Wenn wir diese nicht spüren und der Spieler den Wunsch äußert, sich zu verändern, dann müssen wir im Sinne des Clubs die beste Entscheidung treffen.“
Im Sinne des Clubs zu entscheiden, gehört nun seit Sommer zur Hauptaufgabe Kesslers. Bei der Fahrt durch die Franz-Kremer-Allee wird der 39-Jährige heute möglicherweise dem ein oder anderen Jungspieler begegnen, der mit leuchtenden Augen das erste Mal zum Probetraining ans Geißbockheim kommt.
Vorstandswahl beim 1. FC Köln: Der große Kandidaten-Check im Überblick
Simon Bartsch
Am morgigen Samstag steht die wichtige Wahl bei den Geißböcken auf dem Plan. Die FC-Mitglieder wählen den neuen Vorstand. Um bei der Wahlentscheidung zu helfen, hat come-on-fc.com mit den Präsidentschaftskandidaten gesprochen. Vorstandswahl beim 1. FC Köln: Der Kandidaten-Check.
Am 27. September wird das neue Präsidium bei den Geißböcken gewählt. Und schon jetzt ist klar, dass es einige Veränderungen gibt. Erstmals sind drei Teams dabei, die sich um die Posten bewerben. In einigen Punkten ticken die Kandidaten gleich, in anderen gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Auch come-on-fc.com will bei der Wahlentscheidung helfen. Die Vorstandswahl beim 1. FC Köln: Der Kandidaten-Check in aller Kürze.
Jörn Stobbe, Wilke Stroman und Sven-Georg Adenauer
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Ganz gleich, welches Team am Samstag die Wahl gewinnt und der neue Vorstand des 1. FC Köln wird, mit dem Wechsel im Präsidium wird sich einiges ändern. Die Teams sprachen mit come-on-fc.com im Vorfeld der Wahl über die entscheidenden Themen und ihre Einstellung dazu. Hier findet ihr den Überblick zu den wichtigsten Fragen.
Wie geht es mit dem Geißbockheim weiter?
Das sagen die Kandidaten Sven-Georg Adenauer, Jörn Stobbe und Wilke Stroman zum Thema Ausbau des Geißbockheims.
Lukas Kwasniok und der 1. FC Köln: Wie gut passt das emotional zusammen?
Simon Hense
Seit Anfang Juli betreut Lukas Kwasniok inzwischen seine Mannschaft beim FC. In der Zeit hat der Coach schon die eine oder andere Schlagzeile hervorgerufen. Wie gut passt Kwasniok nach etwa zwei Monaten zum 1. FC Köln?
Sieben Punkte nach drei Spielen, die 2. Runde des DFB-Pokals – natürlich gibt es immer mehr Befürworter des Coachs und immer weniger kritische Stimmen über die Art des Trainers: Wie gut passt Kwasniok nach etwa zwei Monaten zum 1. FC Köln?
Lukas Kwasniok coacht beim 1. FC Köln
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Es war wohl eine der Aktionen, die bis jetzt in seiner noch kurzen Amtszeit für am meisten Aufsehen gesorgt hat: Beim ersten Bundesligaspiel der Saison trug Lukas Kwasniok das Heimtrikot des 1. FC Köln. Damit sorgte der Coach für ein gewaltiges Echo. Viele FC-Fans feierten die Aktion ihres neuen Trainers und sahen es als ein Bekenntnis, dass er sich in seiner Zeit in der Domstadt komplett mit dem Verein identifiziert. Genau das betonte Kwasniok auch selber immer wieder, zuletzt in einem Interview mit der Sport Bild: „Ich lasse mich voll auf den FC ein. Es ist eine besondere Verbindung in einem guten Moment.“ In der vergangenen Spielzeit gab es bekanntlich einige Kritiker, die das Gefühl hatten, Gerhard Struber würde genau das eben nicht tun. Auch bei Timo Schultz schien das Verhältnis zu Köln ein angespanntes.
Risiko für Zündstoff
Doch auch bei Kwasniok gab es in den sozialen Medien ein paar Misstöne. So kursierte hier und da der Vorwurf des Anbiederns. Der Trainer würde das Trikot nur anziehen, um sich bei den Fans beliebt zu machen. Es gibt aber deutlich mehr Anhänger, die gerade die Authentizität und Bodenständigkeit des neuen Trainers mögen. Bei ihnen kommt gut an, wie Kwasniok Dinge offen anspricht und sich aus ihrer Sicht nicht verstellt. „Man darf nicht immer alles auf die Goldwaage legen. Die Kölner singen gern, aber sie lachen auch gern und bringen dabei eine gehörige Portion Selbstironie zum Ausdruck“, sagte Kwasniok in einem Interview der „Welt am Sonntag“ bezogen auf die Fans, die bereits Europapokal-Lieder anstimmten. Der Trainer hat verstanden, wie er die Fans auf seine Seite bringt, vielleicht sogar wie Köln tickt. „Hier genießt man den Moment, aber niemand wird sich darauf ausruhen.“
Kwasniok fordert Leistung, Intensität und Willen und ist damit Sprachrohr der Anhänger. Zudem lässt er sich auf die Fans ein, spricht nach dem Training mit ihnen, nimmt sich Zeit. „Ich mag es nicht, wenn die Menschen das Gefühl haben, ich arbeite hier einfach nur einen Job ab“, sagt Kwasniok. Mit dieser Art erinnert er an die Anfangszeit von Steffen Baumgart, den viele Fans damals als einen von ihnen ausgemacht hatten. Es scheint ein gutes Match zu sein, auch wenn es für andere Fans offenbar ein wenig „to much“ wirkt. So eckte Kwasniok direkt zu Beginn nach dem zweiten Testspiel mit seiner Aussage an, dass es bei manchen Spielern noch nicht oder nicht mehr für die Bundesliga reicht. Doch gerade das bisherige Auftreten der Mannschaft lässt die Kritiker zunehmend verstummen. Sieben Zähler aus drei Spielen, gegen Mannschaften, die sich durchaus mehr versprochen haben, sind eine eindeutige Sprache.
Wie wird Kwasniok mit Gegenwind umgehen?
Und mit jedem Erfolg und jeder guten Leistung wird das Hadern weniger. Es dürfte durchaus spannend werden, wie der Trainer sich nach außen gibt und dann auch wahrgenommen wird, wenn es beim FC in dieser Saison mal nicht so gut laufen sollte. In Paderborn hatte der Coach mit öffentlichen Aussagen ein paar Mal für ganz schön Wirbel gesorgt. Etwa im Dezember 2024, als er seinen Spielern mangelnde Qualität attestierte und „Kracher“ als Neuzugänge forderte. Das löste selbst im vergleichsweise ruhigen Paderborn viel Unruhe aus. Wenn Kwasniok solche Aussagen in Köln treffen sollte, könnte das in dem noch größeren und emotionaleren Umfeld ganz schön für Zündstoff sorgen. Denn in seinem Auftreten mäßigen oder mit seinem Aussagen zurückhalten wird sich Kwasniok bestimmt auch weiterhin nicht. Und vermutlich auch weiter im Trikot am Spielfeldrand stehen. Egal, was die Kritiker sagen.
Gibt es beim 1. FC Köln den nächsten Bundesliga-Debütanten?
Simon Bartsch
Alessio Castro-Montes ist für den Kader für die Begegnung gegen den VfL Wolfsburg nominiert worden. Eine Option für die Startelf ist der Belgier sicherlich noch nicht, wird aber vielleicht die ersten Minuten sammeln für den 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes steht vor seinem Debüt.
Einer der Gründe für den Erfolg der Geißböcke ist der breite Kader. Am Samstag könnte bereits der 20. Spieler zum Einsatz kommen für den 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes steht vor seinem Debüt.
Alessio Castro-Montes bei seinem ersten Training für den FC
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Kurz vor Toresschluss schlug der FC dann noch einmal erwartungsgemäß zu. Alessio Castro-Montes wurde am Deadline Day noch unter Vertrag genommen. Zwar hatten sich die Kölner lange mit SCP-Kapitän Raphael Obermair befasst, Castro-Montes stand aber ebenfalls auf der FC-Liste, eine besonders kurzfristige Alternative war der Belgier offenbar also nicht – wenn es am Ende mit dem Vertrag auch sehr schnell gehen musste. Der 28-Jährige soll den FC rund zwei Millionen Euro gekostet haben, der Marktwert wird auf fünf Millionen Euro geschätzt – und spätestens mit diesen Zahlen ist wohl klar, dass Castro-Montes nicht mit dem Masterplan „Bankdrücker“ verpflichtet wurde. Vielmehr wurde die Breite des Kaders qualitativ gestärkt und damit der Konkurrenzkampf noch einmal erhöht. Die Maxime ist dieser Tage „Konkurrenz belebt das Geschäft“ – und das offenbar mit Erfolg.
Feiert der nächste Kölner sein Debüt?
Sechs Punkte aus zwei Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Am Donnerstag betonte Lukas Kwasniok noch einmal, dass es doch „Spaß“ mache, allen Jungs einen Startplatz in Aussicht zu stellen. Kein Wunder, der Coach hat aktuell die Qual der Wahl. Und das nun auch auf den Außenbahnen. Mit Catsro-Montes haben die Kölner einen polyvalenten Schienenspieler bekommen, der die Offensive der Geißböcke noch einmal beleben kann. Eine Offensive, die bislang ohnehin schon ziemlich lebt. Und gerade deswegen ist in der Anfangsformation am Samstag gegen die Wölfe auf den Außenbahnen auch nicht mit großen Veränderungen zu rechnen. Er gehe das ziemlich „konservativ“ an, sagte Lukas Kwasniok, denn die Jungs auf dieser Position hätten es in den vergangenen Wochen ja auch ziemlich gut gemacht.
Dennoch ist Castro-Montes für Kwasniok ein Mann für den Kader. Nicht umsonst stieg der 28-Jährige am Freitagnachmittag auch in den Zug nach Wolfsburg. Der Belgier könnte gegen die Niedersachsen also zu den Spielern gehören, die – ganz nach Kwasnioks Credo – „hintenraus den Unterschied“ machen. Der Neuzugang erhielt nicht nur den Vorrang vor Jusuf Gazibegovic, auch Linton Maina wurde nicht für den Kader am Samstag nominiert. Der Belgier hat Trainer Kwasniok in den Einheiten während der Länderspielpause offenbar überzeugt. Und so wird der 28-Jährige wohl der 20. Spieler sein, der in dieser Saison für den FC in der Liga zum Einsatz kommt. Mehr hat kein anderer Bundesligist auf die Platte gebracht.
Der jüngste Neuzugang wäre damit der neunte Kölner Spieler, der für den FC sein Bundesliga-Debüt in dieser Saison feiern würde.
Kader des 1. FC Köln: Des einen Freud, des anderen Leid
Simon Bartsch
In der vergangenen Spielzeit einer der Erfolgsgaranten, in dieser Saison erst einmal hinten dran. Linton Maina dürfte sich den Start in die Spielzeit anders vorgestellt haben beim 1. FC Köln: Nicht alle profitieren vom großen Kader.
Mit Alessio Castro-Montes rückt ein weiterer Schienenspieler in den Kader der Geißböcke, dafür wurden am Freitag gleich einige Akteure nicht für das kommende Pflichtspiel nominiert beim 1. FC Köln: Nicht alle Spieler profitieren vom großen Kader.
Alessio Castro-Montes, Linton Maina und Jusuf Gazibegovic
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Linton Maina hatte eine besondere Nachricht im Gepäck. Als der FC den Aufstieg vor gut 100 Tagen perfekt machte, erklärte der Flügelflitzer, dass er bereits zuvor seinen Vertrag verlängert habe und künftig bei einem Bundesliga-Verein spielen werde. „Auf einmal hat mir jemand das Mikro gegeben und meinte, dass ich etwas sagen soll. Das war vorher nicht so abgesprochen“, hatte der Außenbahnspieler im Sommer come-on-fc.com im Interview verraten. Im Aufstiegstaumel im Kölner Stadion war es so etwas wie das Krönchen auf einem nahezu perfekten Tag. Schließlich war Maina als FC-Topscorer einer der absoluten Erfolgsgaranten in der Aufstiegssaison.
Großer Konkurrenzkampf
116 Tage später hat Mainas Freude einen herben Dämpfer erfahren. Der 25-Jährige wurde nicht für den FC-Kader für die Begegnung gegen Wolfsburg nominiert. Eine Verletzung wie etwa gegen Mainz lag allerdings nicht vor. Damals hatte sich der Flügelspieler das Knie verdreht, fehlte im Duell gegen die Rheinhessen. Gegen Freiburg wurde Maina dann wieder in den Kader berufen, zum Einsatz kam der gebürtige Berliner aber nicht. Wenn man so will, ist der 26-Jährige Stand jetzt ein Opfer des Umbruchs beim FC geworden. Elf neue Spieler, dazu mit Said El Mala noch den Shootingstar der aktuellen Spielzeit. Immer wieder haben die Kölner Verantwortlichen betont, dass es bei den Transferaktivitäten auch darum ging, die Qualität im Kader zu erhöhen. Bislang gibt der Erfolg dem FC recht.
Tatsächlich hatte Kwasniok genau aus diesem Grund schon zu Beginn der Saison erklärt, dass er sich nicht auf eine Startelf festlegen werde. Es gebe einen Pool an Stammspielern, aus denen er wählen werde. „Es macht doch Spaß, allen Jungs auch so ein bisschen das Gefühl zu geben, dass sie beim nächsten Spiel wieder beginnen können“, sagte Kwasniok am Donnerstag auf der Spieltags-Pressekonferenz. „Denis hat das gefreut, einen anderen dann vielleicht nicht“, so Kwasniok, der Denis Huseinbasic ansprach, der im Pokal gegen Regensburg nicht im Kader stand und gegen Mainz nicht ran durfte, gegen Freiburg dann aber in der Anfangsformation auflief. Für Maina besteht die Chance natürlich auch, allerdings war mit den Verpflichtungen der Offensivspieler wie etwa Jakub Kaminski klar, dass es einen großen Konkurrenzkampf geben würde.
Wie geht es weiter mit Jusuf Gazibegovic?
Ähnlich dürfte sich aktuell Jusuf Gazibegovic fühlen. Der Rechtsverteidiger sammelte gegen Freiburg seine ersten Minuten. Doch der Bosnier fand nicht die Bindung zum Spiel, sammelte keine weiteren Pluspunkte, gab keine Bewerbung ab. Durch die Verpflichtung von Alessio Castro-Montes, der ja auch schon oft auf der rechten Verteidigerposition gespielt hat und ein von Kwasniok gewünschter Schienenspieler ist, hat sich die Situation nicht verbessert. Auch Gazibegovic dürfte es demnach aktuell schwer haben, wieder auf den Platz zu kommen. Der Kölner Trainer sieht darin noch kein großes Problem. „Weil alle [Spieler, Anm. d. Red.] eine reelle Chance haben, regelmäßig zu spielen, freuen sie sich auch miteinander über Erfolge. Und das ist ja gerade in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr.“
Wie selbstverständlich dieses Verständnis im Laufe der Saison ist, wird sich wohl erst noch zeigen müssen. Vor allem, wenn es in der Saison dann auch mal Negativ-Erlebnisse geben wird. Die Freude über die Nicht-Nominierung wird sich bei den Daheimgebliebenen sicher in Grenzen halten.
Der FC braucht auch gegen Wolfsburg einen Masterplan
Simon Bartsch
Mit dem Duell bei den Wölfen startet der FC in den zweiten Block der aktuellen Bundesliga-Saison. Keine leichte Aufgabe, aber für FC-Coach Lukas Kwasniok keine unlösbare. So will der 1. FC Köln in Wolfsburg punkten.
Nach dem perfekten Saisonauftakt und mit einem kleinen Punktepolster geht es für die Geißböcke in den zweiten Block der aktuellen Spielzeit. Den Auftakt gibt es beim VfL in Niedersachen und der Kölner Trainer erwartet ein hartes Stück Arbeit. Aber einen Plan wird sich der Coach auch wieder zurecht legen. So will der 1. FC Köln in Wolfsburg punkten.
Jan Thielmann beim Torversuch gegen Wolfsburg (Foto: Oliver Hardt/GettyImages)
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13 Tage nach dem überraschend deutlichen 4:1-Erfolg über den SC Freiburg geht es für die Geißböcke mit dem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg in der Bundesliga weiter. Und rund ums Geißbockheim entsteht der Eindruck, dass die Länderspielpause der Euphorie keinen Abbruch getan hat. Kein Wunder, nach zwei Siegen zum Auftakt belegen die Kölner mit sechs Zählern den dritten Rang der Tabelle, haben die Chance, zum ersten Mal seit nahezu drei Jahrzehnten wieder mit drei Liga-Siegen in die Spielzeit zu starten und sogar die Tabellenführung für ein paar Stunden zu übernehmen. Dass die Stimmung in Köln keine schlechte ist, ist also nur folgerichtig, aber auch nicht selbstverständlich. „In allererster Linie müssen wir etwas dazu beitragen, dann werden die Leute freudvoll ins Stadion kommen und freudvoll nach Hause gehen“, sagt Lukas Kwasniok. „Und dann supporten sie uns auswärts mit einer noch größeren Begeisterung.“
Kwasniok erwartet ein hartes Stück Arbeit
Nach Wolfsburg begleiten den FC rund 3.500 Fans. Und die will Kwasniok wieder schnell auf seine Seite bringen. „Unser Auftrag ist es, sie immer wieder davon zu überzeugen, dass wir im jeden Spiel am Anschlag sind und jedes Spiel in der Lage sind, zu gewinnen und immer ein gutes Spiel abzuliefern. Und gutes Spiel heißt auch schon mal wie gegen Mainz mit allem was du hast zu verteidigen“, sagt der Trainer. „Es kann ja sein, dass der Gegner schon mal besser ist. Aber die Zuschauer spüren ja trotzdem, dass die alles geben, wenn auch nicht alles gelingt.“ Das habe sich der Club auf die Fahnen geschrieben, so Kwasniok weiter. Das aller Wichtigste sei nun aber etwas anderes. „Wir tun jetzt gut daran, dass wir die zwei Siege abhaken. Dass sich die Menschen darüber freuen, aber in erster Linie, dass wir demütig bleiben und beim Anpfiff wieder Fußball spielen und arbeiten wollen.“
Der Kölner Coach sieht ganz offensichtlich eben jenes Stück Arbeit auf sein Team zukommen. Zwar kommen die Wölfe bislang „nur“ auf vier Zähler, die Auftritte des VfL waren aber durchaus ansprechend, das Remis gegen Mainz kann mit dem Ausgleich in letzter Minute durchaus als unglücklich bezeichnet werden. Das weiß auch Kwasniok. „Sie haben schon viele gute Fußballer in ihren Reihen. Im vorderen Bereich, auf der Sechs mit Maxi Arnold, der als Taktgeber die Bälle in den offensiven Bereich bringt. Die Spieler haben Tempo, aber auch fußballerische Qualität“, sagt der 44-Jährige. „Sie haben sehr robuste Innenverteidiger, haben da noch mal nachgelegt. Sie suchen fußballerische Lösungen. Und dann haben sie auch gute Schützen. Der Aaron Zehnter hat eine gute linke Klebe, der Arnold – da können schon einige aus der Distanz Tore erzielen.“
Die gleiche Startelf wie gegen Freiburg?
Und so kommt der Trainer zum Fazit, als „Underdog nach Wolfsburg“ zu fahren, aber „chancenlos sind wir ganz sicher nicht“, sagt Kwasniok. Personell kann der Trainer nahezu aus dem Vollen schöpfen. Luca Kilian wird nach seinem dritten Kreuzbandriss bis auf Weiteres fehlen, hinter Isak Johannesson steht nach einem Pferdekuss im Länderspiel gegen Frankreich ein Fragezeichen. Aufschluss werde wohl erst die Einheit am Freitag bringen. Ansonsten ist der Kader komplett. Zumindest in der Theorie könnte also die gleiche Elf auflaufen, wie gegen Freiburg – auch, wenn Kwasniok mehrfach betont hat, keine explizite Startelf zu haben. „Ich bin jetzt kein Trainer, der obwohl er das Gefühl hat, die letzte Startelf ist die beste fürs nächste Spiel, auf keinen Fall dabei bleibt, nur damit ich mir selbst treu bleibe“, sagt der Coach. „Ich bin Pragmatiker. Und wenn ich überzeugt bin, dass vier Mal die gleiche Startelf die richtige Wahl ist, dann werde ich das tun.“
Anpassungen seien durchaus normal. Und der Konkurrenzkampf belebt ganz offensichtlich das Kölner Geschäft. „Es macht doch Spaß, allen Jungs das Gefühl zu geben, sie können es beim Spiel in die Anfangself schaffen. Denis Huseinbasic hat es zuletzt echt gefreut, ein anderer war vielleicht nicht ganz so happy“, sagt der Trainer. So wirklich lässt sich Kwasniok nicht in die Karten schauen, arbeitet wohl wieder an einem Masterplan. Das Ziel gibt der Trainer aber schon vor: „Es wäre schon ganz cool, wenn wir in Wolfsburg wieder überraschen können.“
Kwasniok, Kader, Kapitänsfrage: So fielen Kesslers Entscheidungen
Simon Bartsch
Seit gut vier Monaten ist Thomas Kessler nun beim FC verantwortlich für die sportlichen Entscheidungen. Das Zwischenfazit fällt bislang doch sehr positiv aus. Gemessen wird der Sportchef am Ende aber am Erfolg der Mannschaft. Nun äußerte sich der 39-Jährige im WDR-Podcast zur Anfangsphase: So beurteilt Thomas Kessler den Umbruch beim 1. FC Köln.
Aufstieg, Trainerwechsel, Kaderumstellung – Die ersten Monate im Amt des Kölner Sportchefs waren alles andere als ruhig. Die Bilanz fällt insgesamt allerdings durchaus positiv aus: So beurteilt Thomas Kessler den Umbruch beim 1. FC Köln.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Gut vier Monate ist Thomas Kessler beim 1. FC Köln nun hauptverantwortlich für die sportlichen Entscheidungen im Amt und man kann wahrlich nicht behaupten, dass diese Zeit ruhig verlaufen ist. Der Sportchef der Geißböcke musste das Ziel Aufstieg über die Linie bringen, gleich zwei neue Trainer verpflichten und dann auch noch eine schlagfertige Truppe für die Bundesliga zusammenstellen. Zumindest in den ersten Wochen musste der ehemalige Kölner Keeper zudem auch noch zweigleisig fahren. Elf Neuverpflichtungen und anderthalb Dutzend Abgänge später scheint der Umbruch geglückt zu sein. Und unter vielen Fans ist längst der Eindruck entstanden, dass Kessler aus dem Schatten von Christian Keller getreten ist, viel richtig gemacht, aus Fansicht vielleicht auch gerade gebogen hat.
„Ich versuche jetzt meine eigenen Ideen“
Das sieht der 39-Jährige allerdings anders. „Eine Korrektur ist für mich immer extrem negativ konnotiert. Ich habe die Chance, in einer Situation, den Club übernehmen zu dürfen, in der wir ja trotzdem in die erste Liga aufgestiegen sind. Wir hatten Probleme am Ende der Saison und der Club hat sich entschieden, eine Kurskorrektur vorzunehmen und ich habe die Verantwortung bekommen“, erklärt Kessler im WDR-Podcast „Einfach Fußball„. „Jetzt hast du aufgrund von guten wirtschaftlichen Entscheidungen in der Vergangenheit Spielraum und mit der Strahlkraft dieses Clubs, meine eigenen Ideen umzusetzen. Und es liegt völlig in der Natur der Sache, dass der ein oder andere auch mal eine andere Idee hat. Das war auch Teil meiner Aufgabe der letzten Jahre.“ Kessler habe „loyal“ der Geschäftsführung zugearbeitet, aber es sei völlig normal, dass man auch mal sagt, man würde es anders machen, sagt der Sportchef.
„Ich versuche jetzt meine eigenen Ideen und Sicht auf die Dinge, umzusetzen“, so Kessler weiter. Das ist dem 39-Jährigen offenbar gelungen. Zumindest wurden zahlreiche Spieler neu verpflichtet, der Kader hat ein neues Gesicht bekommen. „Dass das für Außenstehende nach einer Korrektur aussieht, das mag sein. Ich empfinde es so, dass ich das Vertrauen bekommen habe, meine Ideen umzusetzen und das gepaart mit der wirtschaftlichen Möglichkeit, diesen Kader zu verbessern“, sagt Kessler und weist auf die schwierige Zeit mit und nach der Transfersperre hin. „Die Situation, die ich vorgefunden habe, um meine Ideen umzusetzen, die hat eine andere Grundlage gehabt.“ Auch eine ungewisse, schließlich war die Ligazugehörigkeit nicht geklärt. „Dann musst du alle einnorden und sagen: ,Das ist der Plan für einen Zweitliga-Verbleib und da müssen wir sofort ran, sollten wir aufsteigen‘.“
„Lukas hat ohne Frage in Paderborn einen sehr guten Job gemacht“
Dazu gehörte die Verpflichtung von Spielern mit einer Ausstiegsklausel wie Isak Johannesson, aber auch die Auswahl eines neuen Trainers, eben Lukas Kwasniok. Kessler hatte sich mit dem Coach zunächst zu einem Gespräch in einem Frankfurter Hotel getroffen. Schnell habe man gemerkt, dass die Wellenlänge eine ähnliche war. „Für mich war es wichtig, dass ich von den fußballerischen Inhalten überzeugt bin, die der Trainer versucht, umzusetzen. Lukas hat ohne Frage in Paderborn einen sehr guten Job gemacht und gezeigt, dass er dieses Spiel versteht“, so Kessler, der besonders hervorhebt, dass der Trainer gleich mehrfach im Spiel gegen Mainz auf Situationen reagiert hat. „Es hat mich einfach bestätigt und das haben die Gespräche mit ihm auch von Beginn an gezeigt, dass er das Spiel versteht und auch für sich selbst sehr uneitel ist, Dinge zu korrigieren, die er für einen kurzen Zeitraum anders gesehen hat.“
„Einer der Garanten, warum wir jetzt wieder Bundesliga spielen dürfen“
Aber auch Kessler hat eine erste Meinung schnell korrigiert. Als der Trainer dem Sportchef die Idee der beiden Keeper als Kapitän unterbreitete, habe Kessler erst einmal gelacht, um dann schnell zu merken, dass Kwasniok seine Wahl ernst meinte. „Marvin hat sich gerade in der vergangenen Saison noch einmal extrem zu einem Führungsspieler entwickelt, weil er sich natürlich auch mit der Situation der Nummer zwei schwer getan hat, dann hat er sich reingekämpft, gute Leistungen gezeigt und war einer der Garanten, warum wir jetzt wieder Bundesliga spielen dürfen. Über die Verpflichtung von Ron habe ich mich extrem gefreut, weil er einfach eine Persönlichkeit und ein Charakter ist“, so Kessler. „Er hat viel erlebt und hat ab dem ersten Tag den Eindruck hinterlassen, dass es ihn total reizen würde, seine Karriere hier in Köln zu beenden.“ Zieler könne eine Rolle einnehmen, „die weit über das hinausgeht, was er auf dem Platz macht.“
Genau das hätten Trainer und Jungs in der Kabine sehr schnell gespürt, sagt Kessler. Der Keeper kennt die Situation. Denn auch Kessler war als zweiter Keeper ein Spieler, der in der Kabine viel zu sagen hatte. Nun hat Kessler viel über die sportlichen Geschicke beim FC zu sagen. Dabei sei es für den 39-Jährigen irrelevant, ob er Geschäftsführer oder Sportdirektor sei. Am Ende des Tages wird Kessler ohnehin an seinem Erfolg gemessen und den ersten Schritt ist er dazu gegangen.
Länderspielpause: Der 1. FC Köln testet gegen ETB Schwarz-Weiß Essen
Redaktion
Am Wochenende geht es noch gegen Freiburg. Für die Länderspielpause steht nun aber ein weiteres Testspiel an: Der 1. FC Köln testet gegen ETB Schwarz-Weiß Essen.
Bereits Mitte kommender Woche und kurz nach dem Duell gegen den SC Freiburg im heimischen Stadion steht für den FC das nächste Duell an. Diesmal allerdings nur ein Test: Der 1. FC Köln testet gegen ETB Schwarz-Weiß Essen.
Marius Bülter im Test gegen Vitesse Arnheim
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Nachdem Trainer Lukas Kwasniok im Sommer die Geschicke beim FC übernommen hatte, hat sich einiges verändert bei den Geißböcken. Nicht nur das Trainerteam ist neu zusammengestellt, auch auf der Führungsebene schaltet und waltet nun Thomas Kessler als Sportdirektor und hat auch den Kader des Vereins auf links gedreht. Bisher kommen die Geißböcke auf zehn Neuverpflichtungen, über weitere Zugänge wird spekuliert, das Transferfenster hat noch bis Montagabend geöffnet. Und so musste Kwasniok schnell eine neue Mannschaft formen, die sich in der Bundesliga und im DFB-Pokal beweisen kann.
Je nach Zugang blieb bisher nicht viel Zeit, die Spieler unter Wettbewerbsbedingungen einzusetzen. So hat der Trainer bisher zum Beispiel Neuzugang Rav van den Berg noch nicht in einem Pflichtspiel begutachten können. Sollte der Niederländer gegen den Sportclub nicht zum Einsatz kommen, dann hat Kwasniok spätestens am Mittwochabend die Chance dazu. Denn dann ist in der Länderspielpause für 19 Uhr das hummel-Testspiel beim ETB Schwarz-Weiß Essen anberaumt. Im Stadion Uhlenkrug trifft der FC dann anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Gegners auf Essen.
Das ist der Gegner
Während der vergangenen 125 Jahre haben die Schwarz-Weißen bereits einige Erfolge feiern können. So setzte sich Essen1959 im Endspiel des DFB-Pokals 5:2 gegen Borussia Neunkirchen durch. Zu der Zeit war ETB nahezu immer in der höchsten Spielklasse angesiedelt, bis 1963 die Bundesliga eingeführt wurde. Seitdem verpassen die „Schwatten“ vor allem in den 70er Jahren mehrfach nur knapp den Aufstieg ins Oberhaus. 1978 fasste der Club dann den Entschluss, sich aus dem Profigeschäft zurück zu ziehen. Gegen Essen wird Kwasniok nun die Möglichkeit haben, die Mannschaft erneut zu testen. Tickets sind ab sofort über die Homepage des Vereins zu haben.
Kommentar: Ein perfekter Start, aber ein zwiespältiger
Simon Bartsch
Mit zwei Pflichtspiel-Siegen und diese auch auswärts ist der FC nach den Ergebnissen perfekt in die neue Saison gestartet. Das versprochene Spektakel lässt noch auf sich warten. Ob es das aber am Ende braucht, ist eine andere Frage. Ein Kommentar zum Auftakt des 1. FC Köln.
Zwei Siege zum Saisonauftakt hätten im Frühsommer wohl viele Fans unterschrieben. Die Auftritte gegen Regensburg und Mainz lassen den Beobachter aber auch in einem Zwiespalt zurück. Ein Kommentar zum Auftakt des 1. FC Köln.
Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln nach dem Erfolg über Mainz (Foto: Alex Grimm/GettyImages)
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Zwei Auswärtsspiele, zwei Siege, zwei emotionale Explosionen in der Nachspielzeit – nach den nackten Ergebnissen ist dem FC ein ziemlich guter Start in die neue Saison gelungen. Das sollte man trotz der doch überschaubaren spielerischen Leistung nicht herunterspielen. Der FC ist nach der Tabelle in der Bundesliga bereits nach dem ersten Spieltag angekommen, hat sehr früh die ersten wichtigen Punkte auf dem Konto und gleichzeitig bewiesen, dass die Kölner mit einer neu zusammengewürfelten Truppe gegen einen Bundesligisten mithalten können, sogar gegen einen, der in dieser Spielzeit (noch) europäisch unterwegs ist. Das hätten sicherlich viele Fans sofort unterschrieben, als die DFL den Spielplan für die nun laufende Saison herausgegeben hat.
Der FC kann von der Bank nachlegen
Der Start ist geglückt und das ermöglicht Lukas Kwasniok und seinem Team Luft, um die kommenden Wochen in ruhigen Fahrgewässern anzugehen. Ein Pokal-Aus verbunden mit einer Auftakt-Niederlage hätte Zweifel an dem Unterfangen Klassenerhalt und dann natürlich auch an der Kaderzusammenstellung genährt. Insofern kann der FC aus den beiden Pflichtspiel-Siegen Kraft, Selbstvertrauen und Motivation schöpfen. Man sollte aber nicht den Fehler machen, hinter den Erfolgen eine Zermürbungs-Taktik als Allheilmittel für die Bundesliga abzuleiten. Sicherlich wird die Doppelbelastung der Mainzer in den taktischen Überlegungen der Kölner eine Rolle gespielt haben. Das gaben Marvin Schwäbe und Lukas Kwasniok nach der Begegnung auch zu. Allerdings darf, kann und wird das nicht der Masterplan für die Begegnung gewesen und erst recht nicht für die kommenden Aufgaben sein.
Fakt ist, dass der FC von der Bank qualitativ nachlegen kann. Gegen Mainz brachte der Coach vor allem Akteure, die spielerische Lösungen suchen und sie wie im Fall von Luca Waldschmidt mit seiner grandiosen Flanke vor dem 1:0 auch gefunden haben. Fakt ist aber auch, dass das Spiel erst durch die Rote Karte eine neue Dynamik bekommen hat. Zur Wahrheit gehört zudem, dass sich die Kölner sowohl gegen Regensburg als auch gegen die Rheinhessen in der Vorwärtsbewegung extrem schwer getan haben. Natürlich spricht der 1:0-Erfolg für eine stabile Defensivleistung – aber war sie das? Marvin Schwäbe bekam so gut wie gar nichts zu tun. Sicherlich auch, weil die Kölner Abwehrspieler bei den Mainzer Versuchen immer wieder ein Bein, ja auch mal einen Arm oder den Körper an der Kugel hatten.
Noch kein Spektakel
Dass den 05ern nicht viel im Schlussdrittel gelang, lag aber ganz sicher auch daran, dass mit Jonathan Burkardt die Mainzer Torgefahr der Vorsaison die wenigen Kilometer nach Frankfurt abgewandert ist. Weder Benedict Hollerbach noch Nelson Weiper erfüllten die Aufgabe eines klassischen Mittelstürmers ausreichend. Nur deutete auf den Siegtreffer der Kölner mindestens genauso wenig hin. Denn nach vorne war das Heilmittel viel zu oft der lange Ball. Der Kölner Spielaufbau war überschaubar, nicht selten war der sichere Pass das bevorzugte Mittel – und das ganz offensichtlich nicht im Sinne des Trainers, der an der Seitenlinie nicht nur durch das FC-Trikot auffiel. Von dem versprochenen Spektakel sind die Geißböcke bislang noch ein Stück weit entfernt.
Nun wissen die FC-Fans ja schon seit der vergangenen Spielzeit, dass das Ergebnis vor der Schönspielerei steht. Schließlich werden einzig die Punkte über den Verbleib in der Liga entscheiden. Das muss nicht gefallen, kann aber am Ende der Saison den Ausschlag geben. Und da ist noch ein anderer nicht unwesentlicher Punkt: Den Geißböcken gelangen die beiden Erfolge auch durch Willen, Leidenschaft, Glaube und Moral. Anders sind die späten Tore in dem eigentlich verloren geglaubten Spiel in Regensburg und dem Abnutzungskampf in Mainz nicht zu erklären. Bekanntlich sind genau das die Tugenden, um im Abstiegskampf zu bestehen – und an dem wird sich der FC sicherlich erst einmal orientieren müssen.