Der richtige Ton als die erhoffte Stellschraube: René Wagner sucht den Schlüssel zur Wende

René Wagner will vor allem den richtigen Ton treffen
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Der richtige Ton als die erhoffte Stellschraube: René Wagner sucht den Schlüssel zur Wende

Am Sonntag leitet René Wagner erstmals bei einem Pflichtspiel die Geschicke der Geißböcke. Über den viel zitierten Impuls hat der Trainer noch nicht gesprochen, aber es gibt Lösungsansätze beim 1. FC Köln: René Wagner will mit der richtigen Ansprache zum Erfolg.

Die Leistungen der Geißböcke waren in den vergangenen Spielen sicherlich nicht schlecht, das letzte Quäntchen zum Punktgewinn fehlte jedoch häufig. Interimstrainer René Wagner will kleine Dinge anpassen, damit sich der Erflog einstellt im Kampf um den Klassenerhalt und sieht dabei eine Möglichkeit in der Kommunikation.

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Auch zwei Tage vor dem so wichtigen Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt stehen noch Fragezeichen hinter der jüngsten personellen Veränderung bei den Geißböcken. Zumindest wollte sich René Wagner am Freitag nicht aus der Reserve locken lassen, an welchen Stellschrauben denn so ganz konkret gedreht wurde. Zumindest zur taktischen Ausrichtung und dem Personal wurde der 37-Jährige nur selten deutlich. Klar ist eigentlich nur, dass Said El Mala wie berichtet mit sehr großer Wahrscheinlichkeit beginnen wird, dagegen Joel Schmied keinen Kaderplatz für das Duell bei den Hessen erhalten wird. Am ganz großen Rad wird also nicht gedreht. „Wir kennen alle die Spieltagsleistungen der Jungs und die waren in der Regel gut. Bei den Sachen, die wir sehr gut gemacht haben, werden wir auch bleiben und stattdessen an den zwei, drei Dingen arbeiten, bei denen wir glauben, dass wir da noch ein paar Prozentpunkte mehr herausholen können“, so Wagner.

„Das ist meine Stärke“

Der Kölner Trainer wiederholte damit den Tenor der vergangenen Wochen. Da die Leistungen durchaus in Ordnung waren, seien ganz großer Veränderungen also nicht zu erwarten. Und so dürften die großen Skeptiker, die sich nach der Entlassung von Lukas Kwasniok große Veränderungen versprochen hatten, vergeblich auf das Umkrempeln warten. Denn der Schlüssel zur ergebnistechnischen Grenze liege, so der Subtext, eben nicht an der sportlichen Leistung, vielmehr auf einer anderen Ebene. „Ich versuche immer sachlich und analytisch zu bleiben, das ist meine Stärke. In Richtung Frankfurt müssen wir jetzt den Fokus und die Spannung erhöhen. Damit haben wir heute im Training begonnen und dann werde ich am Sonntag ein paar Worte wählen, die ich bislang als Co-Trainer noch nicht finden durfte“, so Wagner.


Motivation, Einstellung, Willen könnten also ein Teil der Lösung sein. „Emotionen kann man in die Mannschaft über die Ansprache hineintragen. Man kann aber auch versuchen, in der täglichen Arbeit eine Bindung zu den Spielern herzustellen. Das ist mein Ansatz. Ich will, dass wir alle als Gruppe funktionieren. Ich werde mir die Jungs im ein oder anderen Moment vor dem Spiel packen. Das ist einfach mein Weg und den werde ich jetzt die nächsten Spiele verfolgen“, so der neue Coach. Der Interimstrainer hatte schon unter der Woche versucht, möglichst viele Gespräche zu führen – möglichst jeden seiner Spieler zu erreichen.

„Solche Sachen sind mir wichtig“

Denn auch wenn Wagner angibt, dass sich durch seine Rolle auch das Verhältnis zur Mannschaft verändert habe, der persönliche Draht ist ihn nach wie vor wichtig. „Ich habe unter der Woche mit Matthias Köbbing gesprochen, weil ich auch von den Spielern gerne Sachen mitnehme. Vor vier Jahren hat er mir mal gesagt, dass Steffen Baumgart bisher der einzige Cheftrainer war, der von vier Torhütern gesprochen hat. Vom ersten, vom zweiten, vom dritten und vom vierten. Und das hat ihm einfach ein gutes Gefühl gegeben als vierter Trainingstorhüter auch Part der Mannschaft zu sein. Solche Sachen sind mir wichtig und wenn ich sowas höre, dann nehme ich das auf, nehme das für mich mit“, erklärte Wagner.

Am Ende des Tages wird es nicht nur über Motivation und die richtige Tonalität gehen. Das weiß natürlich auch Wagner, der auch spielerische und taktische Stellschrauben finden wird. Ob diese wiederum von Erfolg gekrönt sind, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.


Worte, Wechsel, Widerspruch: Die erstaunlichen Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Frankfurt-Trainer Albert Riera

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Worte, Wechsel, Widerspruch: Die erstaunlichen Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Frankfurt-Trainer Albert Riera

Mit Frankfurts Albert Riera steht ein Coach auf dem Platz, der dem entlassenen FC-Trainer Lukas Kwasnsiok in Stil, Auftreten und Risikofreude verblüffend ähnelt und für reichlich Unterhaltung sorgen wird im Duell seiner Frankfurter gegen den 1. FC Köln: Erstaunliche Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Albert Riera.

Auch wenn Lukas Kwasniok gegen Frankfurt nicht mehr auf der Trainerbank der Geißböcke Platz nehmen wird, wird im Duell gegen die Eintracht mit Albert Riera ein ganz ähnlicher Coach an der Seitenlinie stehen. Denn der Ex-Cheftrainer der Kölner und der aktuelle Frankfurter sind sich erstaunlich ähnlich.

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Auch wenn Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt nicht mehr an der Seitenlinie stehen wird, dürfte er gedanklich dennoch präsent sein. Für viele FC-Anhänger wird die Begegnung unweigerlich Erinnerungen an den geschassten Coach wecken. Das liegt nicht nur daran, dass sein früherer Co-Trainer und jetziger Chefcoach René Wagner in der Kürze der Zeit kaum die Möglichkeit haben wird, Kader und Spielidee grundlegend umzubauen. Die eigentliche Parallele findet sich vielmehr auf der Gegenseite, genauer gesagt ebenfalls an der Seitenlinie. Albert Riera, der vor wenigen Wochen auf Dino Toppmöller folgte, erinnert in vielerlei Hinsicht an seinen Kölner Kollegen.

Entertainer auf der Trainerbank

Und Kwasniok hielt sein Versprechen. Unter ihm wurde es am Geißbockheim nie langweilig, wenngleich sich die Chefetage das wohl gerne gewünscht hätte. Kwasnioks Selbstverständnis, ein Zahnrädchen in der Showmaschinerie Bundesliga zu sein, legt einen Vergleich mit Albert Riera nahe. Beide genießen es, ihre Botschaften in bildhafter Sprache zu vermitteln. „Im Vergleich zum Tennis haben wir den ersten Satz in dieser Saison vielleicht 7:5 gewonnen. Den zweiten haben wir 1:6 verloren. Aber wir sind in der Lage, zurückzuschlagen“, teilte Kwasniok etwa nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund vor drei Wochen mit und trug damit in der Öffentlichkeit dick auf, um seinen zu diesem Zeitpunkt wackeligen Cheftrainerposten zu verteidigen. Auch Riera bedient sich gerne bildhafter Sprache und zieht Vergleiche. Mal geht es um Spieler, die von Balkonen springen. Mal sind es Haie, die Blut riechen. Oder darum, dass seine Spieler die Schönsten in der Liga sein sollten.

Überforderung durch Variabilität

Die Parallelen gehen jedoch über die Rhetorik hinaus. Sowohl Kwasniok als auch Riera fordern ihre Teams mit einem hohen Maß an taktischer Variabilität. Häufige Wechsel in der Startelf und Positionsrochaden gehören bei beiden zum Alltag. Kontinuität ist selten, Anpassungsfähigkeit dagegen zwingend erforderlich. Beide stellen ihre Mannschaft durch extreme Variabilität hinsichtlich ihrer taktischen Vorgaben vor enorme Herausforderungen. Das Personal wird häufiger ausgetauscht und die Positionen einzelner Spieler regelmäßig verändert.

Kontinuierliche Einsatzzeit bekamen unter Kwasniok nur Torhüter Marvin Schwäbe und Allrounder Jakub Kaminski. Der Rest musste sich aus Verletzungsgründen oder aus anderen Gründen mit der Bank begnügen. In der Domstadt stand Kwasniok für die häufige Rotation der Anfangself in der Kritik. Auch in Frankfurt lässt Riera Spieler fernab ihrer nominellen Positionen starten. Nationalspieler Nathaniel Brown ist beispielsweise fast überall zu finden, ebenso wie Nnamdi Collins, der ebenfalls auf seiner vermeintlich schwächeren Seite spielt. Arnaud Kalimuendo spielte bereits als Rechtsaußen, Rechtsverteidiger und siegbringenden Mittelstürmer.

„Am Ende zählt die Qualität“

Zudem ist das komplizierte Verhältnis zwischen den Trainern und einigen ihrer Spieler nicht von der Hand zu weisen. Für Unverständnis sorgte am vergangenen Spieltag die Nichtberücksichtigung von Weltmeister Mario Götze für das Derby gegen Mainz, die Riera auf Nachfrage nicht plausibel begründen konnte. Nach der Niederlage gegen die Mainzer sprach der Spanier seinem Team dann auch noch die nötige Klasse ab: „Ich sage immer, dass wir Trainer den Spielern alles beibringen können, aber am Ende zählt die Qualität.“ Damit erinnert er stark an das überraschend deutliche und kontroverse Urteil von Kwasniok über seine Mannschaft, das dieser noch in der Saisonvorbereitung nach dem Spiel gegen Fortuna Köln geäußert hatte.

Auch wenn Kwasniok am Sonntag beim Auswärtsspiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17:30 Uhr, abrufbar im Liveticker via comeon-fc.com) nicht mehr in der Coachingzone stehen wird, wird es durch Riera an Unterhaltung neben dem Platz kaum mangeln.


Thomas Kessler und das Wagnis Wagner – Der Geschäftsführer Sport geht ins Risiko

Thomas Kessler und René Wagner
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Thomas Kessler und das Wagnis Wagner – Der Geschäftsführer Sport geht ins Risiko

Am vergangenen Sonntag hat sich der FC von Lukas Kwasniok als Cheftrainer getrennt und den bisherigen Co-Trainer René Wagner befördert. Ob die Entscheidung am Ende die richtige war wird sich zeigen beim 1. FC Köln: Thomas Kessler steht vor spannenden Wochen der Entscheidung.

Nach dem Aus von Lukas Kwasniok gab sich Thomas Kessler zuletzt selbstkritisch. Der Geschäftsführer hatte sich im Sommer für eine Verpflichtung des Trainers stark gemacht. Nun gestand er sich ein, dass der Plan nicht aufgegangen sei. Mit René Wagner setzt der 40-Jährige auf einen Cheftrainer-Neuling ein und geht damit ins Risiko.

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Thomas Kessler wirkte durchaus aufgeräumt, als der ehemalige Keeper der Geißböcke gewohnt sachlich am vergangenen Montag vor die Presse trat. Der Geschäftsführer erklärte noch einmal, warum er Lukas Kwasniok am Sonntagabend freigestellt hatte und wieso man glaubt, dass René Wagner der richtige Mann sei. Kessler war allerdings auch selbstkritisch. „Wir würden lügen, wenn ich jetzt sagen würde, dass ich zufrieden damit bin, dass wir uns jetzt von einem Trainer trennen mussten“, erklärte der 40-Jährige. „Natürlich werde ich mir in der Rückbetrachtung Gedanken machen, was man hätte anders machen können, damit es nicht zu diesem Punkt kommt.“ Kessler hatte sich im Sommer für eine Verpflichtung von Lukas Kwasniok stark gemacht, der 44-Jährige war die Wunschlösung. Der gemeinsame Weg ist nicht aufgegangen. „Das ist mir in dem Fall nicht geglückt.“

Erste kleine Niederlage

Man könnte also durchaus in die Trainerentlassung eine erste kleine Niederlage für Kessler interpretieren. Der Geschäftsführer hatte viel investiert, um dem Trainer eine starke Truppe auf den Rasen zu stellen. Mal abgesehen von den externen Umständen wie Verletzungen und Schiedsrichter-Entscheidungen ist das Scheitern des Coachs auch ein Stückweit in der Verantwortung der FC-Bosse. Und das, nachdem Kessler im Sommer noch als Chefkoch von den Fans gefeiert wurde. Dass der Kader der Kölner aber die Qualität zum Klassenerhalt und vielleicht sogar noch ein wenig mehr hat, sehen Vereinsverantwortliche, Fans und Experten ähnlich. Die meisten Verpflichtungen sind eingeschlagen, in der Gänze ergeben sie Sinn und gerade die jungen Spieler lassen auf eine sportliche, vor allem aber wirtschaftliche Entwicklung hoffen.

Und die Leihkonstrukte bieten zudem die Chance, jene Entwicklung der Spieler abwartend zu beobachten. Die Vertragsverlängerung von Said El Mala ist wohl der größte Transfercoup, der dem FC möglicherweise schon im kommenden Sommer eine hübsche Summe einspielen kann. Und doch steht auch Kessler nach der Trainer-Entlassung ein wenig unter Druck. Und mit der Nachbesetzung durch den Bundesliga-Cheftrainer-Novizen René Wagner gehen die Geißböcke auch ein gewisses Risiko ein. Die Kritik wächst in den Sozialen Medien. Viele, aber nicht jeder Kölner Anhänger sieht in Wagner eine Chance. Die Kommentare sind durchaus kritisch, skeptisch. Der 37-Jährige hat in der Tat sein Können noch nicht beweisen können. Und der Abstiegskampf ist da gefühlt schon ein Kopfsprung ins kalte Wasser.

Wie viele Spiele bekommt René Wagner?

Kesslers Einsatz ist hoch. Sollten die Kölner am Ende der Spielzeit absteigen, würde der Druck auf den Geschäftsführer dann doch immens steigen. Rund 25 Millionen Euro hat der Sportchef im Sommer investiert. Wie der Kader im Falle des Abstiegs aussehen würde, ist schwer zu sagen. Nur ist es kaum vorstellbar, dass Spieler wie Rav van den Berg und Said El Mala trotz Vertrag mit in die 2. Bundesliga gehen – selbst ohne Ausstiegsklausel. Das dürfte auch für den ein oder anderen Leihkandidaten gelten. Zwar könnte der FC die Kaufoption von beispielsweise Jakub Kaminski ziehen, nur soll der Vertrag dem Vernehmen nach dann über eine Ausstiegsklausel verfügen. Und Kaminski würde man keinen Gefallen damit tun, eine Liga tiefer zu spielen.

Der FC würde also ganz sicher einen weiteren dann doch größeren Umbruch angehen und vermutlich auch wieder Geld in die Hand nehmen müssen. Wie viel dafür dann reinkommt, ist ebenfalls offen. Nur dürften die Ablösen beim Absteiger dann deutlich niedriger ausfallen. Um dieses Szenario zu verhindern, ist nun der Trainer gewechselt worden. Ob René Wagner den FC in Spur bringen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Sollte das nicht der Fall sein, wäre auch ein weiterer Wechsel noch vor dem Saison-Aus ein mögliches Szenario. Nur wäre das dann auch keine Klassenerhalt-Garantie und ein weiterer Fehlgriff von Kessler.


Offiziell: Lukas Sinkiewicz wird neuer Co-Trainer beim 1. FC Köln – Das sagt Thomas Kessler

Lukas Sinkiewicz wird das Trainerteam der Geißböcke verstärken
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Offiziell: Lukas Sinkiewicz wird neuer Co-Trainer beim 1. FC Köln – Das sagt Thomas Kessler

Bereits am Donnerstagabend war klar, dass der 37-Jährige die Geißböcke als neuer Assistenz-Coach unterstützen würde. Nun bestätigt der Verein auch offiziell die Zusammenarbeit mit dem 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler zum neuen Co-Trainer Lukas Sinkiewicz.

Wie bereits am Donnerstag von come-on-fc.com berichtet, wird das Trainerteam am Geißbockheim noch einmal erweitert. Nun äußert sich auch FC-Geschäftsführer Thomas Kessler zur Personalie.

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Die vergangene Woche brachte für die Geißböcke einige Umstrukturierungen mit sich. Nach dem Trainer-Aus von Lukas Kwasniok als Reaktion auf zu wenig eingefahrene Punkte, beförderte der FC Co-Trainer René Wagner interimsmäßig zum neuen Cheftrainer der Kölner. Bereits am Montag leitete der 37-Jährige die Trainingseinheit am Geißbockheim. Dabei wurde ihm Armin Reutershahn als erfahrener Co-Trainer zur Seite gestellt. Nun wird das Team um eine weitere Personalie erweitert.

“Lukas kennt den FC“

Am Freitagmorgen machte der FC die Verpflichtung von Lukas Sinkiewicz bekannt. „Für uns war es wichtig, unser Trainerteam um eine Persönlichkeit zu erweitern, die selbst auf eine erfolgreiche Profikarriere zurückblickt und diese Erfahrung tagtäglich in die Arbeit mit der Mannschaft einbringen kann“, so FC-Geschäftsführer Thomas Kessler. Und Sinkiewicz ist bei den Geißböcken kein Unbekannter. Im Alter von zehn Jahren kam der heute 40-Jährige zum Kölner Klub und durchlief anschließend sämtliche Juniorenmannschaften. 2004 feierte er sein Debüt bei den Profis. Beim FC spielte der Abwehrmann bis 2007, bevor es zum Nachbarn Leverkusen ging. Für die Kölner lief Sinkiewicz 76 Mal auf. Im Verlauf seiner Karriere absolvierte der gebürtige Pole drei Spiele für die deutsche Nationalmannschaft. Nach Stationen in Leverkusen, beim FC Augsburg, dem VfL Bochum sowie Jahn Regensburg entschied sich der ehemalige Nationalspieler, seine aktive Karriere zu beenden und startete 2017 bei der U23 des 1. FC Köln als Co-Trainer seine Laufbahn an der Seitenlinie.

Im weiteren Verlauf seiner Karriere betreute der 40-Jährige von 2018-2022 die U23 von Fortuna Düsseldorf, bevor er für ein Jahr den Bonner SC als Cheftrainer übernahm. Die letzte Station vor dem Wechsel zurück zu den Geißböcken absolvierte Sinkiewicz bis 2024 beim SV Bergisch Gladbach. Nun wird der ehemalige FC-Profi bei den Geißböcken an der Seitenlinie stehen. „Lukas kennt den FC, ist ein guter Typ und damit eine ideale Ergänzung für unser Trainerteam. Ich freue mich sehr, dass die Gespräche gemeinsam mit René dazu geführt haben, dass wir Lukas davon überzeugen konnten, uns bei den Herausforderungen der kommenden Wochen zu unterstützen“, so Kessler.

Transfergerücht: Baggert der 1. FC Köln an diesem Mittelfeldspieler?

Stefano Russo im DFB-Pokalfinale gegen Nick Woltemade
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Transfergerücht: Baggert der 1. FC Köln an diesem Mittelfeldspieler?

Der FC sucht offenbar weiterhin nach einem defensiven Mittelfeldspieler. Zumindest deutet der TV-Sender Sky auf ein dementsprechendes Interesse der Geißböcke hin. Der 1. FC Köln ist angeblich an Stefano Russo interessiert.

Die Geißböcke sollen angeblich Stefano Russo auf dem Zettel haben. Aktuell steht der Mittelfeldspieler bei Arminia Bielefeld unter Vertrag, ist dort unumstrittener Stammspieler. Wie der TV-Sender „Sky“ berichtet, sind die Kölner erneut an dem Spieler interessiert.

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Schon im vergangenen Sommer sollen die Kölner den Mittelfeldspieler auf der Liste gehabt haben. Nun scheint sich das Interesse an dem Ostwestfalen erneuert zu haben. Das berichtet zumindest der TV-Sender „Sky“. Für den 25-Jährigen wäre ein Wechsel nach Köln eine Rückkehr – zumindest in die Domstadt. Denn Russo spielte von 2023 bis 2024 ein Jahr bei der Viktoria. Dort lief er 38 Mal auf. Russo ist ein defensiver Mittelfeldspieler, kann aber auch in der Innenverteidigung ran. Der 25-Jährige spielt zwischen den Ketten einen variablen Sechser, der von der Anlage an Eric Martel erinnert, allerdings im Vorwärtsgang effektiver erscheint. Zudem gilt Russo als Freistoßspezialist. Der gebürtige Ludwigshafener sagt von sich selbst, dass er stark im Zweikampf und im Spielaufbau sei.

Wie geht es weiter mit Eric Martel?

Ob der Mittelfeldspieler aber tatsächlich ein konkreter Kandidat für die Kölner im Falle des Klassenerhalts ist, darf zumindest hinterfragt werden. Bundesliga-Erfahrung hat der 25-Jährige noch nicht, spielte bislang in der 2. und 3. Liga. Im DFB-Pokal war der 25-Jährige allerdings Stammspieler der Pokal-Schreck-Mannschaft. Ein direkter Ersatz für Eric Martel wäre der Spieler der Ostwestfalen sicherlich nicht. Martel hat bekanntlich noch bis zum kommenden Sommer Vertrag. Bislang gibt es noch keine Information über das weitere Vorhaben des Mittelfeldspielers. Martel hatte sich Bedenkzeit erbeten. Eigentlich bis zum Ende der Hinrunde. Doch nach Außen sieht es momentan wie eine Hängepartie aus. Der FC fährt ganz offensichtlich zweigleisig.

Schon im Winter hatten sich Thomas Kessler und Co. mit möglichen Alternativen für das Zentrum auseinandergesetzt. Dan Neil vom FC Sunderland (jetzt Ipswich) und Silas Anderson (BK Häcken) galten als mögliche Kandidaten. Aus den Wechseln ist aus verschiedenen Gründen bekanntlich nichts geworden. Sollte der FC die Klasse halten, dürften die Chancen steigen, Martel zu halten. Tom Krauß bleibt im Falle des Klassenerhalts ganz sicher bei den Geißböcken. Wie es allerdings bei Abstieg aussieht, ist aktuell offen. Russo hat erst im Mai seinen Kontrakt bei den Ostwestfalen ausgeweitet. Der Marktwert wird von dem Online-Portal transfermarkt.de auf eine Millionen Euro eingeschätzt.


Weitere Personalie beim 1. FC Köln: Lukas Sinkiewicz wird Co-Trainer von René Wagner

Lukas Sinkiewicz
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Weitere Personalie beim 1. FC Köln: Lukas Sinkiewicz wird Co-Trainer von René Wagner

Der FC wird auf der Co-Trainer-Position noch einmal nachlegen. Es gibt eine weitere wichtige Personalie beim 1. FC Köln: Lukas Sinkiewicz wird Co-Trainer von René Wagner. Der FC hatte Wagner am vergangenen Sonntag zum Cheftrainer befördert.

Nach Informationen von come-on-fc.com gibt es noch einen weiteren Co-Trainer bei den Geißböcken: Demnach wollen die Kölner ihren Ex-Spieler Lukas Sinkiewicz als Assistenztrainer unter Vertrag nehmen.

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Thomas Kessler wird einen alten Bekannten ans Geißbockheim holen. Come-on-fc.com kann die Erstmeldung von Sky bestätigen, dass der FC Lukas Sinkiewicz als weiterer Assistenztrainer unter Vertrag nehmen wird. Am vergangenen Sonntag hatte der FC den bisherigen Trainer Lukas Kwasniok freigestellt und den bisherigen Assistenzcoach René Wagner befördert. Dem 37-Jährigen wurde mit Armin Reutershahn ein besonders erfahrener Co-Trainer an die Seite gestellt. Der 66-Jährige war bereits für diverse Bundesligisten, wie unter anderem Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund tätig. Sowohl Kessler als auch Wagner betonten, dass man ganz bewusst einen sehr erfahrenen Assistenten ausgewählt habe. Nun wird es einen weiteren Co-Trainer geben.

76 Spiele für den FC

Und der ist am Geißbockheim alles andere als ein Unbekannter. Sinkiewicz kam im Alter von zehn Jahren ans Geißbockheim, durchlief anschließend sämtliche Juniorenmannschaften und feierte 2004 sein Debüt bei den Profis. Beim FC spielte der Abwehrmann bis 2007, bevor es zum Nachbarn Leverkusen ging. Für die Kölner lief Sinkiewicz 76 Mal auf. Später spielte er auch für den VfL Bochum und den FC Augsburg. Für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte der Innenverteidiger drei Spiele. Von 2017 bis 2018 sammelte der gebürtige Pole erste Trainererfahrungen als Assistenztrainer der Kölner U21. Es folgten weitere Stationen bei Fortuna Düsseldorf II und beim Regionalligisten Bonner SC.

Seine Trainerkarriere startet der heute 40-Jährige, nachdem er aufgrund mehrerer schwerer Verletzungen während seiner Laufbahn nach der Saison 2014/15 die Fußballschuhe an den den Nagel hing und seine aktive Laufbahn beendete. Bei den Geißböcken soll der neue Co-Trainer zusammen mit Armin Reutershahn und Cheftrainer René Wagner für den Klassenerhalt sorgen. Schon am Freitag geht es für Sinkiewicz wohl los, denn dann soll er bereits am Geißbockheim mit den FC-Profis trainieren. Die Trainingseinheit ist für neun Uhr morgens angesetzt.


Die Zeichen stehen für Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln offenbar auf Abschied: So könnte es weitergehen

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln ist nicht glücklich mit der Situation (Foto: Sebastian Widmann/Getty Images)
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Die Zeichen stehen für Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln offenbar auf Abschied: So könnte es weitergehen

Nach dem Derby gegen Gladbach betonte der Kölner Coach noch einmal, dass er der richtige Mann für das Traineramt bei den Geißböcken sei. Ganz so sicher schien sich Geschäftsführer Thomas Kessler hingegen da nicht mehr. Trennt sich der 1. FC Köln von Lukas Kwasniok?

Zwei Siege aus den vergangenen 18 Spielen könnten dann zu wenig gewesen sein. Die Zeichen stehen bei Lukas Kwasniok und dem 1. FC Köln offenbar auf Trennung. Auch, wenn der FC am Samstag leidenschaftlich gegen den Rivalen vom Niederrhein agierte, am Ende stand erneut kein Sieg.

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Lukas Kwasniok fand nach dem Remis gegen Mönchengladbach noch einmal deutliche Worte. Der 44-Jährige stemmte sich wie ein kämpfender Löwe verbal gegen das drohende Aus. Es sei das Normalste der Welt, dass man Dinge in Ruhe analysiere, sagte der Coach. „Das Wichtigste an einem Trainer in einem Verein ist die Überzeugung von dem Kollegen, der vor der Mannschaft steht. Man muss erst einmal einen finden, der mehr Überzeugung in sich trägt.“, so Kwasniok. „Ich werde um diesen verdammten Job kämpfen, mit allem was ich hab. Ich bin der richtige Mann am richtigen Ort mit der richtigen Mannschaft im richtigen Verein.“ Er habe die Überzeugung zu 100 Prozent, dass er die Wende noch herbeiführen würde. Er spüre zudem die Rückendeckung des Vereins – ebenfalls zu 100 Prozent. Er habe nichts Gegenteiliges gehört oder gespürt.

„Es gibt natürlich Gründe“

Doch nach ganz großer Rückendeckung klang es bei den FC-Verantwortlichen dann nicht. „Wenn du jetzt wieder zum wiederholten Mal das Spiel nicht gewinnst und die Tabellensituation natürlich von Woche für Woche prekärer wird, steht eins über allem. Und das, was über allem steht, ist, dass der 1. FC Köln in der Bundesliga bleibt“, sagte Thomas Kessler schon im Anschluss an die Begegnung. „Ich glaube, alle beteiligten Personen haben die absolute Überzeugung, dass wir mit der Qualität, mit der wir beisammen sind, die Klasse halten können. Aber es gibt natürlich Gründe, und die muss man dann auch erörtern und auch offen erörtern, warum man es heute wieder nicht geschafft hat, drei Punkte zu holen.“ Der Geschäftsführer hatte erklärt, man wolle die Situation nun in Ruhe analysieren und er noch einmal eine Nacht darüber schlafen.

Doch nach Informationen von come-on-fc.com tat der Geschäftsführer das nicht, ohne sich vorher noch einmal mit weiteren Verantwortlichen auszutauschen. Am Samstag hat es Gespräche gegeben, am Sonntagmorgen sollen weitere folgen. Dann mit dem gemeinsamen Ausschuss, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Das Training ist abgesagt. Allerdings steht aufgrund der Länderspielpause auch keine „normale“ Trainingswoche an. Und tatsächlich soll bereits hinter den Kulissen über mögliche Nachfolger diskutiert werden. So stehen der bisherige Assistenz-Trainer René Wagner sowie U19-Coach Stefan Ruthenbeck im Fokus. Ruthenbeck hatten den FC bekanntlich schon einmal 2017/18 übernommen, damals den Klassenerhalt aber knapp verpasst. Friedhelm Funkel soll in den aktuellen Planungen – zumindest stand jetzt – keine große Rolle spielen.

Schon vor drei Spieltagen hatte die „Bild“ von einem Ultimatum berichtet, Kwasniok müsse aus den bevorstehenden drei Spielen vier Punkte holen, es wurden zwei Zähler – und das gegen die direkte Konkurrenz. Kwasniok hatte eine etwaige Vorgabe immer bestritten. Nun erscheint sie zumindest möglich. Nach wie vor befinden sich die Geißböcke in der Tabelle in freiem Fall. Am Sonntag könnte St. Pauli die Geißböcke noch überholen, der FC würde erstmals in der Saison einen Rang unter dem Strich einnehmen.


Schicksalsspiel oder nicht? Unterschiedliche Wahrnehmung vor dem Derby

Lukas Kwasniok beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV
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Schicksalsspiel oder nicht? Unterschiedliche Wahrnehmung vor dem Derby

Kurz vor dem Derby am kommenden Samstag steht Lukas Kwasniok mächtig unter Druck. Auf der Pressekonferenz vor Gladbach sprach der Coach über das „Narrativ“ des Schicksalsspiels und betonte die Kölner Stärke und den Zusammenhalt des Vereins. Gemeinsam werde man auch schlechte Zeiten überstehen beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok kämpft vor dem Derby um seinen Job

Das Derby gegen Gladbach hat am Wochenende besondere Brisanz. Denn für Lukas Kwasniok soll wohl ein Schicksalsspiel bevorstehen. Der Trainer selbst ist da anderer Auffassung und kämpft um seinen Job bei den Geißböcken.

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Als Lukas Kwasniok vor etwas mehr als acht Monaten seinen Dienst beim 1. FC Köln antrat, da wollte sich der Coach nicht auf ein festes Saisonziel einlassen. Der Trainer setzte ein breites Grinsen auf und kündigte an, am Ende der Saison auf jeden Fall vor dem großen Rivalen aus Mönchengladbach stehen zu wollen. Eine Antwort, die den meisten Fans sicherlich gefiel. Acht Monate später könnte ausgerechnet die Mannschaft vom Niederrhein die Aussage bitterböse einholen. Denn auch wenn Lukas Kwasniok verständlicherweise eine andere Auffassung von dem bevorstehenden Spiel hat, es könnte das letzte für den 44-Jährigen als Trainer werden. Zumindest würde eine Freistellung nach einer ähnlich bitteren Bilanz den im Fußball üblichen Mechanismen entsprechen – wohlgemerkt nicht nur in Köln.

„Diese Ansage gab es nie“

Die Vorfreude auf das Derby, sicherlich eins der Highlights im Programm der Kölner Protagonisten, dürfte insofern zumindest ein wenig getrübt sein. „Ich glaube jede Aufgabe, jede Situation, die vor dir im Leben liegt, kannst du je nach Mindset unterschiedlich gewichten und bewerten und du kannst es natürlich als Problem wahrnehmen, hast Angst vor irgendwas, du kannst es wahrnehmen als Herausforderung“, sagte der Coach. „Du kannst es aber eben auch als Gelegenheit und Chance wahrnehmen und das ist halt ein Mindset von Leistungssportlern, die gewinnen wollen.“ Der Kölner Trainer will die aktuelle Situation also eher als Gelegenheit, als Chance sehen. Gut möglich, dass es seine letzte Chance ist. Schon vor einigen Wochen wurde kolportiert, dass dem Coach ein Ultimatum auferlegt worden sei.

Kwasniok müsse aus den Begegnungen gegen Dortmund, Hamburg und Gladbach mindestens vier Punkte holen hieß es. Bislang ist es einer, die Partie gegen die Fohlen steht noch aus. Allerdings soll es einen etwaigen Dialog gar nicht gegeben haben. „Also, ich habe die Frage vor drei Wochen, vor zwei Wochen und jetzt eine Woche später auch noch mal beantworten dürfen und es hat sich genauso wenig an dieser Konstellation geändert: Diese Ansage gab es nie“, sagte der Trainer deutlich. Kwasniok ergänzte, er wisse, worauf er sich beim 1. FC Köln eingelassen habe und wie schon in der vergangenen Woche hatte Kwasniok sich auch dieses Mal ein paar Worte zurecht gelegt, die seine Wahrnehmung der aktuellen Situation darstellen sollten.

Schlechte Bilanz

In der vergangenen Woche erklärte Kwasniok, dass die bisherigen Trainerwechsel bei den Vereinen stattgefunden hätten, die sich deutlich weiter oben in der Tabelle wähnten. Ein Punkt. Allerdings werden die Trainerentlassungen auch mit den sportlichen Leistungen zu tun gehabt haben. Nun deutete der 44-Jährige an, dass das vermeintliche Schicksalsspiel, der Druck ein aufgebauschtes Narrativ sei. Kwasniok erklärte, dass man es in Köln in den vergangenen Jahren immer mit Trainerwechseln in kritischen Situationen versucht habe, mit „der Unterstützung der Medien“. In Köln wolle man gemeinsam stark sein, so der Coach weiter. „Wir sind – glaube ich – sehr sehr gut aufgestellt, den Verein auch auf links drehen zu können, um einfach gewappnet für die Zukunft zu zu sein, denn jeder will arbeiten wie in Freiburg, festhalten, wenn es mal irgendwie schlecht läuft. Aber gleichzeitig versucht man über sehr viel medial Begleiterscheinung und Berichterstattung die Dinge doch zu konterkarieren.“

Kwasniok sei beeindruckt, wie die Vereinsführung mit „diesen Dingen“ umgehe. Die Zahlen haben allerdings wenig mit „Konterkarieren“ zu tun. Der FC hat aus den vergangenen 17 Spielen (also eine Partie gegen jeden Gegner der Liga) elf Punkte geholt, nur zwei Siege. Dass mit einer solchen Bilanz die Trainerfrage gestellt wird, ist wohl verständlich. Und das eher selten von den Medien. Vielmehr in den Sozialen Medien, in denen der Trainer nach den Kommentaren einen eher schweren Stand hat. Dass über die Situation aber diskutiert wird, ist auch dem Trainer klar. „Das liegt doch auf der Hand“, sagt Kwasniok. „Das Wichtige ist einfach die Emotionen, die es rund um den Verein gibt, sowohl positiv als auch negativ, dann eben auch aufkommen zuzulassen.“ Sie müssten aber eben sachlich analysiert werden.

Zur Analyse des Coachs gehörte dann wiederum eine weitere Einordnung: „Nach den ersten Spielen der Saison haben keine Daten dafür gesprochen, dass wir dauerhaft dort oben bleiben würden. Jetzt sagen die Daten aber auch, dass wir in der Rückrunde eigentlich besser sind als in der Hinrunde“, sagte Kwasniok. Damals habe der FC überperformt, nun würde man nach den Ergebnissen unterperformen. An der Einstellung der Mannschaft liegt es laut Coach nicht. “Die Jungs hauen sich rein, geben ihr letztes Hemd“, so Kwasniok. „Und ich hoffe und glaube, dass man spürt, dass der Trainer auch alles tut für die Möglichkeit, dauerhaft Trainer beim 1. FC Köln bleiben zu können. Dass ich darum kämpfe, dass ich alles dafür tue.“


Zu wenig Punkte, zu wenig Siege, eine verständliche Trainerdiskussion – Es gibt aber auch Argumente für Lukas Kwasniok

Wie geht es weiter mit Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln?
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Zu wenig Punkte, zu wenig Siege, eine verständliche Trainerdiskussion – Es gibt aber auch Argumente für Lukas Kwasniok

Der Punkt in Hamburg verschafft dem 1. FC Köln nur kurz und ein wenig Luft. Vor dem Derby gegen Gladbach steht Lukas Kwasniok weiter unter Druck. Bei vielen Fans ist das Urteil über die Zukunft des Coachs bereits gefällt. Dabei gibt es auch Argumente, warum ein Trainerwechsel beim FC jetzt der falsche Schritt sein könnte beim 1. FC Köln: Drei Gründe gegen einen Trainerwechsel.

Der Punkt in Hamburg hilft dem 1. FC Köln nur kurzfristig. Vor dem Derby gegen Gladbach wird der Druck auf Lukas Kwasniok größer und die Trainerdebatte lauter. Doch es gibt auch Argumente, dass ein Wechsel auf der Bank derzeit der falsche Weg wäre.

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Die Geißböcke nahmen einen Punkt aus dem Spiel in Hamburg mit zurück ans Geißbockheim, der sich aufgrund der Leistung auf dem Platz eher wie eine Verlust anfühlte als ein Fortschritt. Rein rechnerisch treten sie damit im Tabellenkeller auf der Stelle: Aufgrund der Schützenhilfe des kommenden Gegners Borussia Mönchengladbach reichte das Unentschieden, um vorübergehend den Relegationsplatz auf Distanz zu halten. Die Elf von Eugen Polanski hatte am Freitag St. Pauli mit 2:0 geschlagen. Dennoch ist der Tenor in der Domstadt eindeutig: Nur ein Sieg hätte den Druck auf Trainer Lukas Kwasniok mindern können. So spitzt sich die Lage vor dem Derby gegen Gladbach am kommenden Samstag zu.

In regelmäßigen Abständen tauchen schon jetzt Gerüchte über mögliche Nachfolger auf der Trainerposition auf. Im Falle einer Niederlage gegen die Fohlen ist man sich vielerorts sicher: Die Zusammenarbeit mit Kwasniok würde damit ein Ende finden. Dabei sprechen gleich mehrere Gründe dafür, warum das keine gute Idee wäre.

Grund eins: Anpassungen tragen Früchte

Kurz vor Anpfiff kam dem Stadionsprecher des HSV, Christian Stübinger, eine Idee, wie er die Stimmung im Volksparkstadion zum Anpfiff hin noch weiter anheizen könnte. Er schnappte sich das Mikrofon und schoss gegen den FC, indem er auf die Schwäche der Geißböcke bei ruhenden Bällen hinwies. Bekanntlich flog ihm das in der 45. Minute um die Ohren, als Rav van den Berg eine Ecke per Kopf verlängerte und Said El Mala den Ball aus kurzer Distanz im Hamburger Tor versenkte. Die Gefahr nach ruhenden Bällen ist kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat der Umstrukturierung der Verantwortlichkeiten im Trainerteam für das Coaching bei Standards. Mitte Februar hatte man sich dazu entschieden, Hannes Dold von seinen Aufgaben zu entbinden und diese intern aufzufangen.

Mit Erfolg, wie die folgenden Wochen defensiver Stabilität nach Standards gegen den FC zeigten – und nun auch ganz offensichtlich in der Offensive beim Spiel in Hamburg. „Das Tor heute war ein Co-Trainer-Tor. Said war die ausübende Gewalt, indem er auf dem zweiten Pfosten durchgelaufen ist. Hinten am zweiten Pfosten wird das Geld verdient, vor allem bei Ecken. Das sind einfache Tore. Said hat das zu 100 Prozent umgesetzt. Und das ist ein Entwicklungsschritt, sich nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf einen Co-Trainer zu verlassen, der sagt: ‚Lauf durch!‘“, so Kwasniok. Fest steht, dass es den Verantwortlichen des 1. FC Köln durch eine ihnen sicherlich nicht leichtgefallene Personalentscheidung gelungen ist, eine der größten Problemherde erfolgreich anzugehen. Mit starren Strukturen und geringer Bereitschaft zur Selbstreflexion wäre dies nicht möglich gewesen.

Grund zwei: Das FC-Torverhältnis spricht Bände

Es ist fast schon zur Tradition geworden, dass, wenn beim 1. FC Köln der Haussegen schief hängt, Friedhelm Funkel als möglicher Interimstrainer gehandelt wird. Der 72-Jährige stärkte Kwasniok am Sonntag in der Sky-Sendung „Sky 90” den Rücken und führte ein überzeugendes Argument ins Feld: „Die Art und Weise, wie sie bisher gespielt haben, war in Ordnung! Man darf nicht vergessen, dass sie in dieser Saison noch keine einzige hohe Niederlage hinnehmen mussten. Sie haben von den Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen, mit Abstand das beste Torverhältnis. Das ist sehr wichtig. Das kann den entscheidenden Punkt bringen.“ Allein das Torverhältnis bewahrte Köln nach der Niederlage gegen den BVB vor dem Relegationsplatz. Kwasniok selbst hatte schon vor geraumer Zeit betont, dass er plane, für den Klassenerhalt über die volle Distanz gehen zu müssen. Dass es für die Geißböcke knapp werden würde, sollte deshalb nicht weiter überraschen. Und weil es so knapp ist, muss das vergleichsweise gute Torverhältnis im Tabellenkeller als Trumpf durchgehen.

Grund drei: Gegner von Kölner Kragenweite – diesmal aber richtig

Ein Blick auf die vergangenen Wochen zeigt, dass der Spielplan dem FC einiges abverlangt hat. Seit Beginn der Rückrunde traf Köln auf neun Gegner, sechs davon stehen aktuell in der oberen Tabellenhälfte. Vier dieser Teams gehören sogar zu den Top fünf. Gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte gab es bislang nur drei Spiele. Zwei davon gewann der FC gegen Mainz und Wolfsburg. Nun folgen Gegner, die eher von der Kragenweite der Kölner sind. Nach dem Derby gegen Mönchengladbach auf Rang zwölf warten Werder Bremen auf Rang fünfzehn und St. Pauli auf Rang sechzehn. Der HSV lässt sich gepflegt aus dieser Rechnung herausnehmen. Die Mannschaft von Merlin Polzin hat sich zuletzt deutlich von der Abstiegszone entfernt. Die letzte Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller liegt für Hamburg mit dem 4:1 in Köln im November bereits einige Zeit zurück. Mit Heidenheim steht auch noch die Partie gegen das Schlusslicht an.

Zwischen Derby-Emotionen und Krisen-Management

Mit dem Heimspiel gegen Mönchengladbach bekommt Lukas Kwasniok vor der Länderspielpause die attraktive Chance, Ruhe in die Trainerdiskussionen in der Domstadt einkehren zu lassen. Er kann sich dabei auf die Unterstützung von Geschäftsführer Thomas Kessler verlassen. Noch vor dem Spiel gegen den HSV machte Kwasniok deutlich, wie sehr er Kesslers rationale Art, mit der aufgeheizten Stimmung in Köln umzugehen, schätzt. Ein unaufgeregtes Krisenmanagement kann Kwasniok am Standort Köln angesichts der Wucht der unzufriedenen und laut polternden Fanszene und Medien mehr gebrauchen denn je.


Der 1. FC Köln und Lukas Kwasniok starten in die entscheidenden Wochen

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln und Lukas Kwasniok starten in die entscheidenden Wochen

Nach dem 1:2 gegen Borussia Dortmund wird die Luft für Trainer Lukas Kwasniok beim FC immer dünner. Schon gegen den Hamburger SV muss der Trainer alles daran setzen, die Wende herbeizuführen. Für den 1. FC Köln und Lukas Kwasniok starten nun die entscheidenden Wochen.

Am Dienstagnachmittag beginnt für den FC die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim Hamburger SV am Samstagabend und damit auf eine möglicherweise entscheidende Begegnung. Denn für Trainer Lukas Kwasniok könnte es bei einer Niederlage je nach Leistung eng werden.

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Am Ende waren die Kölner am Samstagabend wieder einmal nah dran. Aber nah dran ist halt nicht gut genug. Der FC verlor das siebte Topspiel dieser Saison gegen Borussia Dortmund 1:2. Und wie Lukas Kwasniok zurecht nach der Begegnung betonte – wenn auch in anderem Kontext – ist Fußball am Ende ein Ergebnissport. Es zählen nur die reinen Ergebnisse, die Punkte und davon haben die Kölner zuletzt erstaunlich wenige gesammelt. Aus den vergangenen 16 Partien holte der FC zehn Punkte – nur Heidenheim im gleichen Zeitraum weniger. Köln gewann zudem nur zwei Spiele. Der Punkteschnitt liegt bei etwas mehr als 0,6 pro Spiel. Ein Schnitt, mit dem die Geißböcke geradewegs auf die 2. Liga zusteuern. Und nach 16 Spielen ist die Annahme, dass die Punkte eben nur nicht gegen die Top-Teams geholt hätten, eine falsche.

Mannschaften auf Augenhöhe

Auch in der Formtabelle ist der FC mit nur einem Punkt aus den vergangenen fünf Begegnungen im Keller angekommen. Nur aufgrund der Tordifferenz von einem Gegentreffer liegen die Kölner auch hier vor Heidenheim und dem VfL Wolfsburg. Letzterer hat gerade auf die anhaltende Negativserie reagiert und Dieter Hecking für Daniel Bauer als Trainer an Bord geholt. Einen Trainerwechsel will man in Köln möglichst umschiffen. Fachlich ist man eigentlich von Lukas Kwasniok überzeugt, nur fehlen eben die Ergebnisse und irgendwann ist die Maschinerie dann nicht mehr aufzuhalten. Vor dem Dortmund-Spiel wurde kolportiert, dass Kwasniok ein Ultimatum von vier Punkten bis zur Länderspielpause aufgebrummt worden ist. Das bestätigte der Trainer zuletzt bekanntlich nicht, sprach davon, dass man von Spiel zu Spiel schaue.

Nur könnte tatsächlich das kommende Spiel beim Hamburger SV bereits das letzte sein. Sollten die Kölner eine ähnliche Leistung wie gegen den FC Augsburg abrufen und eben nicht punkten, dürfte es für den 44-Jährigen schon jetzt am Wochenende eng werden. Sollte der FC aus den Begegnungen gegen die Rothosen und gegen Borussia Mönchengladbach nicht einen Sieg holen, wäre der Coach wohl nicht mehr haltbar. Immerhin ist die Mannschaft intakt, stärkt dem Trainer den Rücken. „Jetzt kommen die Mannschaften, mit denen wir auf Augenhöhe sind und wo wir die Punkte holen müssen und darauf kommt es dann an“, hatte Marvin Schwäbe am vergangenen Samstag gesagt. Erfolge gegen die beiden Mitkonkurrenten hätten mindestens den Vorteil, dass der FC die Teams wieder mit oder noch tiefer in den Abstiegsstrudel reißen könnten.

Sollte der HSV aber gegen den FC gewinnen, wäre für die Nordlichter ein wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Hamburg käme auf 32 Punkte und hätte mit dem Abstiegskampf erst einmal nichts mehr zu tun. Und da St. Pauli in Gladbach und Bremen gegen Mainz in direkten Duellen spielen, ist die Chance recht groß, dass Köln im Falle einer Niederlage in die Abstiegszone rutscht. Trotz der Niederlage gegen den BVB wollte Thomas Kessler in die kommenden beiden Begegnungen „positiv gestimmt“ gehen. Ob die Stimmung beim FC weiterhin positiv ist, wird sich dann am Samstagabend zeigen.