Kommentar: Thomas Kessler wird zu recht gefeiert, geht aber auch ein Risiko ein

Thomas Kessler wirkt nachdenklich
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Kommentar: Thomas Kessler wird zu recht gefeiert, geht aber auch ein Risiko ein

Zehn Spieler hat der FC in diesem Sommer bereits verpflichtet. Dafür haben die Kölner viel Geld in die Hand genommen. Das macht Hoffnung, es nimmt aber auch das Team, den Trainer, vor allem aber Thomas Kessler in die Pflicht. Ein Kommentar zu den Transfers des 1. FC Köln.

Zehn neue Spieler, rund 25 Millionen Euro Ausgaben – Thomas Kessler hat viel investiert, um die Gefahr eines Abstiegs zu minimieren. Der ist aber nur durch die Investitionen nicht vom Tisch. Und Kessler selbst wird am Ende des Tages am Erfolg der Mannschaft gemessen. Ein Kommentar zu den Transfers des 1. FC Köln.

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Ein Königreich für die Gedanken, die Christian Keller dieser Tage umgeben. Der ehemalige Kölner Sportdirektor wird ganz sicher mitbekommen haben, was gerade rund um das Geißbockheim geschieht. Rund 25 Millionen Euro hat der FC in diesem Sommer in den Kader investiert und damit mehr als Keller in seiner gesamten Amtszeit in Köln in die Hand genommen hat. Natürlich ist nicht bekannt, ob der 46-Jährige sein Kölner Gesundungs-Gebilde in sich zusammenstürzen sieht oder vielleicht sogar den Hut vor der Arbeit seines Nachfolgers zieht. Es ist genauso wenig bekannt, ob Keller nicht ebenfalls im ersten Sommer nach dem Registrierungsverbot die Transfer-Offensive gewagt hätte, wenngleich nicht wirklich davon auszugehen ist. De facto weht aktuell ein neuer Wind beim FC und Keller dürfte zumindest Genugtuung verspüren, dass er diesen Umbruch sicherlich zu großen Teilen mit ermöglicht hat.

Neuverpflichtungen als Hoffnungsträger

Zehn neue Spieler wurden verpflichtet, möglicherweise kommen mit Derrick Köhn oder Raphael Obermair Nummer elf und zwölf dazu. Und auch ein weiterer Zugang im Angriff würde ebenfalls nicht sonderlich überraschen. Ob alle Neuverpflichtungen einschlagen, ist wie immer komplett offen. Zumal die Geißböcke in der jüngeren Vergangenheit bekanntlich auch den ein oder vielmehr die anderen Fehlgriffe im Repertoire hatten. Mit jedem getätigten Transfer will Thomas Kessler das Risiko jedenfalls minimieren, dass es direkt wieder in Richtung Liga zwei geht. Gerade die Transfers von Ragnar Ache, Isak Johannesson, Jakub Kaminski und zuletzt auch Rav van den Berg nähren die Hoffnung auf eine gute Saison, Kristoffer Lund, Thomas Krauß und Sebastian Sebulonsen haben bereits in der Vorbereitung überzeugt und könnten somit die positiven Überraschungen der Saison werden. Unterm Strich hat Kessler ganz offensichtlich gute Arbeit geleistet.

Richtige Reaktion auf Absagen

Der FC scheint auf einem guten Weg zu sein. Und alle Fans, die sich in den vergangenen Jahren vergeblich die Top-Investitionen gewünscht haben, die der Meinung waren, ein gewisses Risiko muss man dann auch mal eingehen, werden sich nun gestärkt fühlen. Doch da ist eben auch die andere Seite. Denn der Kauf von Spielern alleine, die Millionen-Investitionen, garantieren eben nicht zwangsläufig den Klassenerhalt. Geld alleine bringt eben nicht folgerichtig den Erfolg wie selbst die Geschichte des FC zeigt. 2017 investierte Köln rund 40 Millionen Euro vor der bevorstehenden Europa-League-Saison und stieg am Ende ab. Das hat nichts mit Schwarzmalerei zu tun, die Situation ist eine andere, die Euphorie soll nicht gebremst werden, eine Mahnung ist durchaus angebracht. Denn obwohl Kessler mit Investitionen die Gefahr eines Abstiegs minimiert, steigt das Risiko eines erneuten Umbruchs, wenn der Plan am Ende der Saison eben nicht aufgeht.

Kessler hat nach den Absagen zu Beginn der Transferphase einige richtige Entscheidungen getroffen, Transfers aus dem Hut gezaubert, mit denen keiner mehr gerechnet hat und nun die Chance, sich endgültig in die Herzen der Fans zu bewegen. Der ehemalige Keeper hat gleichzeitig aber auch die Latte sehr hoch gehängt. Christian Keller hat in der Vergangenheit immer wieder sehr sachlich betont, dass ein Sportchef am Erfolg der Mannschaft gemessen wird. Recht hat er. Das galt für ihn und wird nun auch für Thomas Kessler gelten. Die Neuverpflichtungen machen große Hoffnung, es bleibt das Risiko.

Nach Millionen-Einnahmen und -Ausgaben für Transfers: Wie viel Budget hat der 1. FC Köln noch für Neuzugänge?

Thomas Kessler sucht nach einem neuen Trainer für den 1. FC Köln
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Nach Millionen-Einnahmen und -Ausgaben für Transfers: Wie viel Budget hat der 1. FC Köln noch für Neuzugänge?

Es hat diesen Sommer schon einige Zu- und Abgänge beim FC gegeben. Und es sollen noch ein paar Spieler kommen. Diese müssen jedoch finanzierbar sein für den 1. FC Köln: Wie viel Budget ist für Transfers noch übrig?

Alleine für Ragnar Ache und Isak Johannesson hat der FC zusammen wohl zehn Millionen Euro ausgegeben, mit Max Finkgräfe und Damion Downs aber auch einiges wieder eingenommen. Nun sollen noch für die Abwehr und den Angriff weitere Neuzugänge geholt werden beim 1. FC Köln: Wie viel Budget ist für Transfers noch übrig?

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Jahrelang hat der 1. FC Köln unter dem ehemaligen Sportvorstand Christian Keller sich auf dem Transfermarkt eher zurückgehalten und wenig Geld ausgegeben. Das hatte zum Teil natürlich auch mit der Transfersperre zu tun. Aber auch wenn die Geißböcke Spieler verpflichten durften, gab es eher geringe Ausgaben. Die wirtschaftliche Konsolidierung stand im Vordergrund. Das ändert sich in diesem Sommer – auch durch die verbesserte finanzielle Situation. Direkt für die ersten beiden Neuzugänge Ragnar Ache und Isak Johannesson zahlte Sportdirektor Thomas Kessler 4,5 Millionen beziehungsweise 5,5 Millionen Euro. Und auch in den vergangenen Tagen und Wochen wurde und wird der Verein mit mehreren teuren Spielern in Verbindung gebracht. Für Danilho Doekhi etwa soll Union Berlin neun Millionen Euro wollen. Bei Ahmetcan Kaplan von Ajax Amsterdam wiederum kommt der FC nicht weiter. Die Niederländer würden nicht von ihrer Ablöseforderung von kolportierten sechs Millionen Euro abrücken. Daher stellt sich die Frage, ob die Kölner für einen Transfer in der Größenordnung von Doekhi überhaupt genügend Geld übrig hätten.

Wie viel Budget hat der FC übrig?

Insgesamt sollten ursprünglich um die zwölf Millionen Euro für Transfers zur Verfügung stehen. Das bestätigte Geschäftsführer Philipp Türoff gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ Ende Mai. Hiervon müssen die schon erwähnten Ache und Johannesson abgezogen werden, bedeutet minus zehn Millionen Euro. Für die weiteren Zugänge Tom Krauß, Ron-Robert Zieler, Sebastian Sebulonsen und Marius Bülter zahlten die Kölner dem Vernehmen nach insgesamt um die 4,2 Millionen Euro an Ablöse beziehungsweise Leihgebühr. Bei Sebulonsen sollen außerdem noch 500.000 Euro an Bonuszahlungen möglich sein. Die werden aber eher nicht in diesem Transferfenster anfallen. Bei Jakub Kaminski wiederum ist die Höhe einer möglichen Leihgebühr nicht bekannt. Die Ablöse für den Coach soll eine Millionen Euro betragen haben. Nimmt man alles zusammen wären die Geißböcke Stand jetzt bei einem ungefähren Minus von rund drei Millionen Euro – gemessen an den kolportierten zwölf Millionen, die aber ohnehin unter der Überschrift „in diesem Rahmen“ laufen.

Allerdings gab es auch bereits zwei Verkäufe, von denen der Club die Einnahmen in Transfers investieren kann. Für Damion Downs und Max Finkgräfe nimmt der FC zusammen kolportierte zwölf Millionen Euro direkt ein. Bei Downs könnten auch noch zwei Millionen Euro an Bonuszahlungen oben drauf kommen. Da mit diesen wie bei Sebulonsen auf der Zugangsseite wenn dann aber nicht in diesem Sommer zu rechnen ist, können sie nicht zum Budget dazuzählen. So hätten die Geißböcke noch insgesamt zwischen acht und neun Millionen Euro für Verpflichtungen übrig. Allerdings können die Verantwortlichen um Kessler nicht die kompletten Transfereinnahmen wieder für Neuzugänge ausgeben. So muss der Verein Beträge etwa wie Solidaritätszahlungen abgeben. Daher dürfte die Summe insgesamt niedriger liegen.

Noch mehrere Baustellen

Auf der anderen Seite gibt es aber auch Einnahmen durch Weiterverkäufe ehemaliger Nachwuchsspieler – so wie durch den Liverpool-Wechsel von Florian Wirtz (etwa 2,5 Millionen Euro). Diese Gelder werden aber auch nicht gänzlich auf dem Transfer-Tisch der Kölner landen. Es bleibt in etwa eine Summe, die Union Berlin für Doekhi fordert. Außerdem möchte der FC auch nicht nur einen neuen Innenverteidiger, sondern auch eine Verstärkung für die Linksverteidiger-Position holen. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass der 1. FC Köln fast sein ganzes restliches verfügbares Geld für nur einen Spieler ausgibt. Wenn dann müssten sie auf den restlichen Positionen wie bei Kaminski und Krauß mit Leihgeschäften arbeiten. Oder es müsste noch ein Profi verkauft werden. Das würde dann aber gleichzeitig auf der Position, auf der jemand geht, eine neue Baustelle aufmachen. Wenn der Verein aber seinen jetzigen Kader beisammenhält und auch Doekhi nicht holt, hat er mit um die neun Millionen Euro trotzdem noch ein ordentliches Budget übrig, um sich weiter zu verstärken.