„Sind zu unruhig und ungenau“: Carlson zeigt die Probleme der Frauen des 1. FC Köln auf

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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„Sind zu unruhig und ungenau“: Carlson zeigt die Probleme der Frauen des 1. FC Köln auf

So richtig rund läuft es aktuell nicht für die Fußballerinnen der Geißböcke. Die Frauen des 1. FC Köln stecken in einer Ergebniskrise: Das Team von Trainerin Britta Carlson wartet seit vier Bundesliga-Spielen auf einen Sieg.

Die FC-Frauen lassen auffallend häufig Punkte in der Favoriten-Rolle liegen und die anstehende dreiwöchige Länderspielpause kommt da vielleicht gerade recht.

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0:1 gegen Jena kurz vor Weihnachten. 0:0 gegen Essen erst Anfang des Monats. Und nun ein 1:2 bei Union Berlin. Dreimal gingen die FC-Frauen als Favorit in diese Duelle – und am Ende sprang lediglich ein magerer Punkt dabei heraus. Die acht verpassten Zähler aus diesen Begegnungen tun jedoch weh – wäre der FC damit doch auch ganz dick im Rennen um die internationalen Startplätze und stünde noch besser da, als er es mit den aktuell 25 Punkten zweifellos immer noch tut.

„Das ist gerade der Unterschied zu uns“

Aber der nächste Entwicklungsschritt will partout nicht gelingen. Es ist mittlerweile ein Muster zu erkennen. Gegen die Top-Teams der Liga präsentiert sich das Team ebenbürtig und wirft alles in die Waagschale. Schlüpfen die Kölnerinnen aber selbst in die Favoritenrolle, bleiben die Ergebnisse noch viel zu oft aus. Auch das Pokal-Aus beim Zweitligisten SC Sand im Herbst sei erwähnt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kölner Offensive ins Stocken geraten ist. Sandra Jessen, die sich vor der Winterpause mit ihren Toren in den Fokus der englischen Top-Vereine geschossen hat, ist in 2026 noch ohne Erfolgserlebnis und wartet seit 402 Minuten auf ihren nächsten Treffer.

Doch es liegt keineswegs an der Isländerin allein. Weronika Zawistowska hätte etwa in Berlin in der siebten Minute zwingend das 1:0 erzielen müssen. Gerade diese offensive Harmlosigkeit im Vergleich zu den Gegnern machte auch die Trainerin Britta Carlson als entscheidenden Faktor aus: „Das ist gerade der Unterschied zu uns, dass wir unsere Chancen gerade nicht nutzen. Wenn wir das am Anfang des Spiels machen, dann sieht es vielleicht ganz anders aus“, ergänzte die Trainerin mit Blick auf Zawistowskas vergebene Großchance, „dann haben wir eine andere Stimmung, auch wenn das Fußballspiel vielleicht dann nicht perfekt läuft.“

„Zu unruhig und zu ungenau“

Die Ergebnis-Flaute scheint jedoch auch die Spielerinnen auf dem Platz zu beschäftigen, die Leichtigkeit der Hinrunde ist aktuell abhandengekommen. „Wir sind im Moment einfach, was den Ballbesitz betrifft, zu unruhig und zu ungenau“, konstatierte Carlson, „weil wir da ein bisschen verkopft sind und alles dann unbedingt erzwingen wollen, anstatt auch mal Situationen für uns zu nutzen.“ Auch bei ruhenden Bällen seien die Kölnerinnen aktuell zu harmlos: „Das ist gerade so, dass wir unsere Standards gerade gar nicht gut ausspielen, sicherlich ordentlich verteidigen, aber selbst die Chancen, die wir durch Standards haben, nicht wirklich nutzen. Das ist dann schade. Wenn das Spiel mal nicht so läuft, dann kann sicherlich auch ein Standard-Tor mal helfen und davon haben wir eigentlich genug. Es geht jetzt darum, daran zu arbeiten.“

Dafür haben Trainer und Mannschaft auch ausreichend Zeit – zumindest die Spielerinnen, die in der Länderspielpause am Geißbockheim bleiben werden. Das nächste Liga-Spiel steht erst am 15. März an – ausgerechnet gegen Bayern München. Immerhin: Die Favoritenrolle wird der FC dann nicht innehaben, auch das kann ja eine gute Chance sein.


Bremers Jokertor zu wenig: Frauen des 1. FC Köln nach 1:2 in Berlin schon vier Spiele sieglos

Anna Gerhardt vom 1. FC Köln (Foto: Chridtof Koepsel / Getty Images)
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Bremers Jokertor zu wenig: Frauen des 1. FC Köln nach 1:2 in Berlin schon vier Spiele sieglos

Die Durststrecke der FC-Frauen setzt sich fort: Die Rheinländerinnen zeigten beim Aufsteiger 1. FC Union Berlin eine größtenteils enttäuschende Leistung. Die Frauen des 1. FC Köln verlieren gegen Union Berlin.

Die 1:2-(0:1)-Niederlage war bereits das vierte Bundesliga-Spiel in Folge ohne Dreier für das Team, das allmählich seine gute Ausgangslage zu verspielen droht.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zur 1:2-Derby-Niederlage bei Bayer Leverkusen eine Woche zuvor auf zwei Positionen: Carlotta Imping und Anna-Lena Stolze ersetzten Zoe Hasenauer und die verletzte Sylwia Matysik. Die Kölnerinnen dominierten die ersten Minuten und hätten in Führung gehen müssen. Laura Vogt spielte den Ball hoch in die Spitze in den Lauf von Weronika Zawistowska. Die Polin war frei durch und muss eigentlich verwandeln, doch Berlins Torhüterin Cara Bösl lenkte den Schuss mit einer Hand zur Seite ab (7.).

Pauline Bremer erzielt den Ausgleich

Nach rund einer Viertelstunde fanden die Gastgeberinnen besser ins Spiel. Der FC hatte Glück, dass es nach einem Zweikampf von Anna Gerhardt gegen Hannah Eurlings keinen Elfmeter für Union gab, der Kontakt war zumindest vorhanden (22.). Die beste Kölner Aktion in dieser Phase war ein Freistoß von Vogt aus 18 Metern, der auf dem Tornetz landete (25.). Letztlich war es wieder ein Aussetzer der Defensive, der den FC wie schon in Leverkusen in Rückstand brachte. Diesmal spielte Sara Agrez einen viel zu kurzen Rückpass Richtung Irina Fuchs. Dina Orschmann umkurvte die machtlose Torhüterin und schob zum 1:0 für den Aufsteiger ins Tor (31.). Carlotta Imping hätte den Einschlag fast noch verhindert, kam mit der Rettungsgrätsche jedoch einen Schritt zu spät.

Kurz vor der Pause hatte der FC sogar Glück, dass Orschmanns platzierter Flachschuss von der Strafraumgrenze ins lange Eck wegen einer Abseitsposition nicht zählte (42.). Carlson reagierte auf den insgesamt enttäuschenden Auftritt ihres Teams zur zweiten Hälfte mit einem Dreifach-Wechsel. Und das machte sich bezahlt: Die Kölnerinnen wurden stärker, auch wenn es zu nennenswerten Torszenen zunächst nicht reichte. Das änderte sich, als Laura Feiersinger den Ball am Sechzehner zur eingewechselten Pauline Bremer durchsteckte, die das Zuspiel annahm und flach ins lange Eck zum 1:1 vollstreckte (67.).

FC-Frauen lassen Punkte liegen

Doch statt den Aufschwung zu nutzen, setzte es hinten den nächsten Gegentreffer. Sophie Weidauer passte den Ball vom Sechzehner an die Fünferkante zu Eileen Campbell, die flach ins lange Eck zum 2:1 für Union traf (78.). Celina Degen hätte beinahe den erneuten Ausgleich erzielt, doch abermals war Bösl im Union-Tor aufmerksam und lenkte den platzierten Distanzschuss über die Latte (88.).

Unterm Strich sorgten zwei Unachtsamkeiten in der Abwehr für eine vermeidbare Niederlage an der alten Försterei. Die Gastgeber präsentierten sich effizient, was den größten Unterschied zu den Kölnerinnen ausmachte. Die FC-Frauen laufen allmählich Gefahr, ihre gute Ausgangslage zu verspielen, indem sie Punkte gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller liegenlassen. Bis zum nächsten Auftritt der FC-Frauen wird nun einige Zeit vergehen. Erst nach der Länderspielpause geht es am 15. März (17 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Bayern München weiter.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Degen, Agrez, Imping (46. Wiankowska) – Zawistowska (84. Donhauser), Vogt (81. Bohnen), Feiersinger, Stolze (46. Andrade) – Achcinska (46. Bremer), Jessen. Tore: 1:0 Orschmann (31.), 1:1 Bremer (67.), 2:1 Campbell (78.).


Frauen des 1. FC Köln: Britta Carlson blickt kritisch zurück und optimistisch auf Union Berlin

Britta Carlson, Frauen-Trainerin des 1. FC Köln
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Frauen des 1. FC Köln: Britta Carlson blickt kritisch zurück und optimistisch auf Union Berlin

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln durchleben zum Start ins neue Jahr eine kleine Ergebnis-Krise: Die knappe Derby-Niederlage in Leverkusen war bereits das dritte Bundesliga-Spiel in Folge ohne Sieg. Die Frauen des 1. FC Köln treffen nun am Freitagabend auf Union Berlin.

Vor dem Duell gegen Union Berlin war die Stimmung bei den Frauen der Kölner nicht ganz so gut. FC-Trainerin Britta Carlson war zumindest mit der zweiten Hälfte in Leverkusen halbwegs zufrieden, haderte aber mit dem Auftritt vor der Pause.

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Es hätte ein rauschender Fastelovend werden können für die Fußballerinnen des 1. FC Köln. Die FC-Frauen wären mit einem Sieg in Leverkusen in der Tabelle am großen Rivalen vom Rhein vorbeigezogen – und das drei Tage vor Rosenmontag. Doch es kam anders. Die Kölnerinnen verloren das Duell im Ulrich-Haberland-Stadion – am Ende insbesondere aufgrund des schwachen Auftritts vor der Pause auch verdient. In der zweiten Hälfte hätten die Gastgeberinnen mit dem dritten Tor auch bereits für die Entscheidung sorgen können – ehe den Kölnerinnen doch noch der Anschlusstreffer gelang und es eine spannende Schlussphase wurde.

Ein Ausgleich wäre „durchaus verdient gewesen“

„Ich finde, dass wir in der zweiten Halbzeit genau das Derby angenommen haben, wie wir es eigentlich ab der ersten Halbzeit schon machen wollten“, konstatierte Kölns Trainerin Britta Carlson, „und ich denke, dass da auch ein Ausgleich durchaus verdient gewesen wäre.“ Carlson legte den Finger in die Wunde: „Uns hat einfach am Anfang wirklich das gefehlt, was es braucht für so ein Spiel, das Derby anzunehmen, die ersten und zweiten Bälle zu gewinnen.“

Trainerin Carlson arbeitete in ihrer Analyse aber trotz der Kritik immerhin auch die stabile Defensiv-Leistung heraus: „Wir haben nicht so viel zugelassen in der ersten Halbzeit. Das waren eher individuelle Fehler. Es ist nicht so, dass Leverkusen uns an die Wand gespielt hätte.“ Eine Erklärung, warum es ihrer Mannschaft am Anfang noch am nötigen Fokus fehlte, hatte Carlson direkt nach dem Schlusspfiff nicht: „Wenn das so einfach wäre, dann hätten wir es ja schon drehen können innerhalb der Halbzeit. Es ist nicht einfach, hier zu spielen. Leverkusen wollte es einfach mehr in der ersten Hälfte. Ich habe sie selten so feurig gesehen und mit so viel Energie. Wir haben uns einfach zu sehr versteckt und nicht genug dagegen gehalten.“

“Ich bin kein Mensch, der rumschreit“

Letztlich habe es die Halbzeit-Ansprache gebraucht „um dann reinzukommen und eine andere Körpersprache zu zeigen“. Dabei, das verriet die Trainerin, sei sie in der Kabine jedoch nicht laut geworden: „Ich bin kein Mensch, der rumschreit. Ich versuche die Spielerinnen auch ein bisschen bei der Ehre zu packen.“ Die Derby-Niederlage war das dritte Bundesliga-Spiel in Folge ohne Sieg, womit die Europapokal-Träume geplatzt sein dürften – zumindest für diese Saison. Diesen Gedanken schob Carlson jedoch beiseite: „Die Medien haben uns immer dazu gebracht, über die Champions League zu sprechen. Wir sind da aber sehr realistisch. Ich habe immer einen einstelligen Tabellenplatz betont, davon bin ich auch nicht abgewichen, weil ich weiß, was uns in gewissen Momenten noch fehlt.“

Nun geht es am Freitagabend gegen Union Berlin weiter. Und das an der Alten Försterei. Ein besonderes Erlebnis für die Kölner Fußballerinnen. „Wir freuen uns darauf, bei Union zu spielen, in einem tollen Stadion vor vielen Fans – das hat richtig Fußballatmosphäre“; sagte Carlson bei fc.de. „Union hat einen sehr guten Kader und sie haben sich im Winter noch einmal verstärkt. Der Schritt von der zweiten in die erste Liga dauert eine Zeit.“ Die Kölner Trainerin weiß um die Schwere der Aufgabe. „Union ist eine Mannschaft, die vieles spielerisch lösen möchte und ein gutes Offensivtempo hat, besonders in der ersten Reihe“, so Carlson. „Im Hinspiel hat man gesehen, dass wir einen Schritt weiter waren als Union in der damaligen Phase und verdient gewonnen haben. Auch wenn es eine schwere Aufgabe wird, wollen wir dieses Mal gegen Union wieder drei Punkte holen. “


Ragnar Ache hat sein Glück beim 1. FC Köln noch nicht gefunden

Lukas Kwasniok und Ragnar Ache vom 1. FC Köln
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Ragnar Ache hat sein Glück beim 1. FC Köln noch nicht gefunden

Der Wechsel des Stürmers wird mit der Erwartung einhergegangen sein, sich in der Bundesliga zu beweisen. So richtig geht der Plan aber noch nicht auf beim 1. FC Köln: Ragnar Ache hat momentan einen schweren Stand.

Gegen Union Berlin nutzte der Kölner Angreifer seine Kopfballstärke vornehmlich zur Abwehr in der Verteidigung. Dabei stände dem FC die Torgefahr des Stürmers sicherlich gut zu Gesicht. Doch der letzte Treffer liegt bereits zwei Monate zurück beim 1. FC Köln: Ragnar Ache hat momentan einen schweren Stand.

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Ragnar Ache war sichtbar berührt. Der Stürmer saß nach seiner Auswechslung auf der Bank, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Es bedurfte ganz offensichtlich der besonderen Worte von Jan Thielmann, der versuchte, den Angreifer wieder aufzubauen. „Ich glaube nicht, dass er persönlich wegen der Auswechslung enttäuscht war, sondern weil wir das Spiel verloren haben“, sagte FC-Trainer Lukas Kwasniok später auf der Pressekonferenz. Tatsächlich war Ache beim Stand von 0:0 vom Platz gegangen, die Begegnung eigentlich noch offen. Auch, wenn die Geißböcke zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr oft ins Schlussdrittel der Berliner kamen – zumindest nicht sonderlich gefährlich. In der Theorie war also noch alles möglich. Die genauen Gründe für den Frust wird wohl nur Ragnar Ache selbst kennen.

Hohe Erwartungen zu selten erfüllt?

Es ist aber schon sehr wahrscheinlich, dass Ache sich seine Zeit beim FC dann doch anders vorgestellt hat. Der Stürmer kam mit großen Erwartungen, wollte in Köln beweisen, dass er das Zeug hat, Bundesliga zu spielen. Der erste Versuch bei Eintracht Frankfurt wollte bekanntlich nicht so recht funktionieren, über eine starke Zeit bei Kaiserslautern empfahl sich der Angreifer für mehr. Die Bilanz ist insgesamt keine schlechte. Wettbewerbsübergreifend kommt Ache auf zwei Tore und sechs Vorlagen, also acht Scorerpunkte. Doch liegt der letzte Scorer nun schon einen Monat, der letzte Treffer fast zwei Monate zurück. Auch gegen Union konnte der Stürmer seine Scorerbilanz nicht aufpolieren. Ein Schussversuch wurde im letzten Moment geblockt, bei einer Top-Ablage von Sebastian Sebulonsen kam der 27-Jährige einen Schritt zu spät.

Auf der anderen Seite zeigte Ache aber auch mit seinen Ablagen, wie wichtig er sein kann. Der gebürtige Frankfurter macht den Ball im Zentrum fest, dienst als Wandspieler und über sein Kopfballspiel schwärmte Lukas Kwasniok ebenfalls des Öfteren. Gerade in der Defensive zeigte Ache diese Qualität am Samstag, als der Stürmer gleich mehrere Standards der Eisernen sicher wegklärte. Und doch ist Angreifer in der Zentrale eben nicht – oder nur selten – erste Wahl. In den 17 Pflichtspielen kam Ache bis auf die Begegnung gegen Bremen aufgrund einer Gehirnerschütterung immer zum Einsatz. In der Startelf stand der 27-Jährige aber nur fünf Mal. Einen bleibenden Eindruck hinterließ er in den Begegnungen gegen die Bayern und den Hamburger SV.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Angreifer zu wenig gefüttert wird. Zwar schlugen Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Co. am Samstag einige Flanken, diese erreichten Ache aber viel zu selten. Auch bei den Standards wird der bullige Stürmer zu selten in die richtige Position gebracht, zu selten gefunden.


Kaderplanung: Der 1. FC Köln wird mit diesen Leistungen an Transfers nicht vorbeikommen

Lukas Kwasniok wirkt ratlos
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Kaderplanung: Der 1. FC Köln wird mit diesen Leistungen an Transfers nicht vorbeikommen

Bei der 0:1-Niederlage gegen Union Berlin wurde einmal mehr deutlich, wie sehr Abwehrchef Timo Hübers den Geißböcken fehlt. Es ist nicht die einzige Position auf der es Bedarf gibt beim 1. FC Köln: Auf diesen Positionen muss der FC nachlegen.

Zugegebenermaßen ist der FC in dieser Saison vom Verletzungspech verfolgt. Doch nicht nur die Ausfälle machen Veränderungen im Kader nötig beim 1. FC Köln: Auf diesen Positionen muss der FC nachlegen.

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Gewohnt sachlich und ruhig, aber durchaus bedient trat Thomas Kessler am Samstagnachmittag nach dem verlorenen Heimspiel der Geißböcke gegen Union Berlin in der Mixed Zone vor die Mikrofone. Der Sportdirektor der Geißböcke berichtete über seine Enttäuschung nach dem 0:1, erklärte seine Sicht der Dinge zu der Roten Karte gegen Rav van den Berg und kündigte auch eine Aufarbeitung an. „Wir können jetzt in Ruhe eine Analyse für das Jahr machen. Die Hinserie ist ja noch nicht vorbei, sondern wir haben noch zwei Spiele in der Hinrunde. Wir können jetzt mal so ein Strich drunter machen und schauen, was ist uns gut gelungen, was ist uns nicht gut gelungen“, sagte der Sportdirektor. „Wir werden ganz nüchtern und rational bewerten, was wir gut gemacht haben und was wir nicht so gut gemacht haben. Und dann werden wir an den Themen arbeiten, um dann im Januar in Heidenheim wieder um die drei Punkte kämpfen zu können.“

Lies auch: „Rote Karte gegen den 1. FC Köln: Der DFB sperrt Rav van den Berg“

Der Ausfall von Timo Hübers muss kompensiert werden

Die Analyse des Sportdirektors, der dem Vernehmen nach unmittelbar vor der Unterschrift eines neuen Arbeitspapiers stehen soll, wird wohl kaum eine Diskussion um den Trainer entfachen. Denn jene Aufarbeitung hätte es laut Kessler auch bei einem Sieg gegen die Eisernen gegeben. Um neue Positionen im Kader könnte und sollte es aber durchaus gehen. Denn nicht erst das 0:1 gegen Union Berlin hat einmal mehr offenbart, dass es größere Baustellen im Mannschaftsverbund gibt, als es die ausgiebige Sommertransferphase inklusive Traumstart in die Saison hat vermuten lassen. Damals wurden Kessler und Co. mit Komplimenten für ihre Aktivitäten überhäuft. Zu recht. Der FC investierte erstmals seit Jahren wieder mächtig in die Mannschaft, schnitt etliche alte Zöpfe ab und fuhr damit zunächst auch gut.

Wie Lukas Kwasniok zuletzt ebenfalls erklärte, hat man natürlich nicht mit einer ähnlichen Verletzungsmisere in der Defensive rechnen können. Und möglicherweise wäre die Saison bislang ohne das Pech um Rav van den Berg, Timo Hübers, Luca Kilian und zuletzt auch Joel Schmied anders verlaufen. Der Kölner Coach vertrat bislang die Meinung, dass man die Ausfälle durch ein Verschieben innerhalb der Positionsgruppen auch auffangen könne. Gleichzeitig betonte der 44-Jährig aber auch, dass die Verschiebung dann wiederum zu einer Vernachlässigung der optimalen Offensivbetreuung geführt hat. Die vergangenen Wochen haben in jedem Fall den Eindruck erweckt, dass Timo Hübers aktuell nicht adäquat zu ersetzen ist. Der Kölner Abwehrchef ist in den Zweikampfsituationen sicherlich nicht immer sattelfest, für den Spielaufbau aber umso wichtiger.

Wie geht es auf den Schienen weiter?

Die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass aktuell kein nomineller Innenverteidiger die Rolle übernehmen kann. Eric Martel wird eigentlich auf der Sechs gebraucht. Daher führt – zumindest von Außen betrachtet – auch eigentlich kein Weg an einer adäquaten Nachbesetzung eines Innenverteidigers vorbei. Und eigentlich muss dieser Routine und Qualitäten im Spielaufbau mitbringen. Der FC hat nach den Erkenntnissen der vergangenen Spiele auch großen Bedarf auf der linken Schiene. Kristoffer Lund hat stark in die Saison begonnen, aber auch stark nachgelassen. Aktuell ist der US-Amerikaner der große Unsicherheitsfaktor im Kölner Defensivverbund. Lund unterliefen zuletzt so viele kapitale Fehler, dass der Begriff des Unglücksraben eigentlich schon ein wenig überstrapaziert ist. Da sich Alessio Castro-Montes bislang nicht in den Fokus spielen konnte, hat der FC großen Bedarf.

Zudem fehlt dem FC augenscheinlich ein kreativer Spieler, der das Spiel mit Ball so ankurbelt, dass der FC eine Dominanz wie gegen Berlin dann auch in Torgefahr ummünzen kann. De facto verlässt sich Köln bislang zu sehr auf die beiden Offensivkräfte Said El Mala und Jakub Kaminski, die gemeinsam nahezu die Hälfte aller Kölner Treffer erzielt haben. Die Hinweise, dass es zu Saisonbeginn mit dem Kader doch auch geklappt hat oder, dass die Breite des Kaders personelle Engpässe auffangen kann, werden am Ende nicht reichen. Es braucht externe Verstärkungen und das als Soforthilfe. Allerdings ist der Winter-Transfermarkt kein einfacher. Spieler, die in ihren Clubs Leistung bringen, werden eher selten abgegeben. Auf die Analyse folgt also ein großes Stück Arbeit.


Kommentar zum 1. FC Köln: Der Frust rund ums Geißbockheim ist verständlich, die Sorge berechtigt

1. FC Köln gegen Leverkusen
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Kommentar zum 1. FC Köln: Der Frust rund ums Geißbockheim ist verständlich, die Sorge berechtigt

Mit nur einem Sieg aus zehn Pflichtspielen und zwei Punkten aus den vergangenen sechs steuert der FC geradewegs auf die Abstiegsränge zu. Auch, wenn die Tabellensituation komfortabel ist, sind Sorge und Frust berechtigt. Ein Kommentar zum Jahresabschluss des 1. FC Köln.

Nur zwei Punkte holte der FC aus den vergangenen sechs Pflichtspielen. Kein anderes Team der Liga beweist eine ähnlich schwache Form. Der FC wird in den kommenden Wochen sicherlich einige Dinge hinterfragen. Ein Kommentar zum Jahresabschluss des 1. FC Köln.

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Unter der Woche betonte Lukas Kwasniok, kein großer Freund vergangener Statistiken zu sein. Kein Wunder, denn diese spiegeln dann auch des Öfteren eine etwas verschobene Realität wider. Die Geißböcke können sich zum Beispiel wenig dafür kaufen, dass sie gegen Union Berlin deutlich mehr Ballbesitz, mehr Torabschlüsse und sogar deutlich mehr gewonnene Zweikämpfe auf dem Konto hatten. Am Ende standen am Samstagabend Null Punkte. Die spielen in Statistiken ein, an denen der Trainer eher schlecht vorbeikommt, die die aktuelle Realität und vor allem Gefühlslage aber dann auch nicht widerspiegelt. Die Kölner belegen nach der Niederlage das erste Mal in dieser Saison einen schlechteren Platz als Rang zehn. Aber: Als Aufsteiger liest sich die Tabelle aktuell sehr beachtlich: Köln ist zum Jahreswechsel Tabellenelfter, hat noch eine Menge Gegner und vier Punkte zwischen sich und den Abstiegsrängen.

Der Absturz ist mehr als brutal

Zur Wahrheit gehört natürlich, dass die Geißböcke aktuell noch von dem starken Saisonauftakt zehren. Ein Polster, das man sich in Köln angefuttert hat. Kwasniok erklärte, dass der Auftakt den ein oder anderen hat träumen lassen. Ganz sicher haben die frühen Punkte aber auch über schon damalige Probleme hinweggetäuscht. Die Erfolge über Regensburg und Mainz waren mehr als glücklich und zeigten schon früh in der Saison, dass es der Aufsteiger schwer haben würde, wenn er den Ball hat, das Spiel machen muss. Möglicherweise ist das auch nicht die Kernaufgabe eines Liga-Neulings. Der Absturz von dem vermeintlich besten Transfersommer der Vereinsgeschichte bis zur Weihnachtstristesse mit gerade einmal einem einzigen Sieg aus zehn Pflichtspielen ist mehr als brutal. Die Enttäuschung, die Trainer und Team in den Sozialen Netzwerken entgegenströmt, ist also durchaus verständlich.

Nur zwei Punkte aus sechs Spielen

Der FC wollte sich eigentlich mit einem guten Gefühl in die Winterpause verabschieden, der Frust kurz vor Weihnachten ist rund ums Geißbockheim aber groß. Und berechtigt. Zwei Punkte holten die Kölner aus den Begegnungen seit dem Erfolg über den Hamburger SV. Und das, obwohl sich der FC mit den Gegnern wie Borussia Mönchengladbach, St. Pauli, Werder Bremen und auch Union Berlin auf Augenhöhe wähnte. Kwasniok würde die Begegnungen sicherlich als Highlight-Spiele bezeichnen. Nur sollten genau diese, zumindest das ein oder andere, gewonnen werden. Und sowohl Union als auch St. Pauli waren Kontrahenten, bei denen das hätte gelingen können, eigentlich müssen. Und da hilft es auch nicht, dass Kleinigkeiten sicherlich hier und da den Unterschied gemacht haben. Gelinde gesagt, ist die Entwicklung der Kölner besorgniserregend.

Thomas Kessler kündigte indes an, dass man nun in Ruhe schauen werde, welche Dinge gut gelaufen seien, welche nicht. Es wird die ein oder andere Analyse geben, zu der auch sicher seine Transfers gehören werden, von denen unterm Strich dann doch nicht alle eingeschlagen sind. Ein emotionaler Schnellschuss ist nicht zu erwarten. In keine Richtung. Dennoch: Der FC wird wohl nicht daran vorbeikommen, auf dem Transfermarkt nachzubessern. Denn schon das kommende Spiel hat einen besonderen Charakter. Sollte der FC auch gegen den 1. FC Heidenheim nicht gewinnen und dann in das Duell gegen die Bayern gehen, dann könnte der Abschluss der Hinrunde ungemütlicher werden als der Weihnachtsfrust nach Samstag.

Nach Pleite des 1. FC Köln: „Willkommen in der Bundesliga“? Willkommen im Abstiegskampf

Lukas Kwasniok im Duell gegen den FC St. Pauli
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Nach Pleite des 1. FC Köln: „Willkommen in der Bundesliga“? Willkommen im Abstiegskampf

Nach dem furiosen Saisonstart lief es zuletzt nicht mehr rund bei den Geißböcken. Das erarbeitete Punkte-Polster auf die Abstiegsränge ist aktuell auf vier Zähler geschmolzen für den 1. FC Köln: Der FC ist im Abstiegskampf angekommen.

Die beiden verbleibenden Duelle der Hinrunde gegen Heidenheim und die Bayern werden nicht einfach werden für Trainer Lukas Kwasniok und sein Team beim1. FC Köln: Der FC ist im Abstiegskampf angekommen.

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Dominique Heintz hat in seiner Karriere schon viel erlebt. Der ehemalige U21-Nationalspieler kommt auf mehr als 300 Pflichtspiele in den höchsten beiden deutschen Spielklassen, Europa League und DFB-Pokal. Der 32-Jährige weiß, wovon er spricht, wenn er denn vor den Mikrofonen spricht. „Willkommen in der Bundesliga, jeder kleine Fehler wird sofort bestraft“, sagte der Innenverteidiger beispielsweise nach dem bitteren 0:1 gegen Union Berlin. Fußball gilt tatsächlich als Fehlersport, es gibt Experten, die behaupten, jedes Spiel würde ohne individuelle Fehler torlos ausgehen. Rein statistisch unterliefen den Eisernen am Samstagnachmittag mehr Fehler als den Geißböcken, doch waren die der Kölner folgenschwerer. Der schwache Klärungsversuch vor dem 0:1, die Rote Karte von Rav van den Berg.

Das Punkte-Polster beim FC schmilzt

Der FC hat vor allem durch individuelle Fehler in den vergangenen Wochen den Faden des Saisonauftakts verloren und eben viel zu wenig Spiele gewonnen. Sei es durch die kapitale Aussetzer wie von Kristoffer Lund, die zu den Elfmetern gegen Gladbach führten oder Aktionen wie jüngst die Rote Karte von Rav van den Berg. Nur zwei von möglichen 18 Punkten gab es seit dem Erfolg über den Hamburger SV Anfang November. In den Duellen gegen vermeintliche Gegner auf Augenhöhe wie Bremen, Union, St. Pauli oder Gladbach erzielten die Geißböcke insgesamt drei Treffer. Vor allem die spielerischen Elemente fehlten, die dem FC Punkte hätten bescheren können. Auf der anderen Seite liegt das letzte Duell ohne Gegentreffer fast zwölf Wochen zurück.

„Wir müssen nüchtern und ruhig einordnen“, sagte Lukas Kwasniok. „Ein Punkt hätte uns heute sicher gutgetan, aber wir sind mittendrin in diesem Klassenerhaltskampf. Mittendrin statt nur dabei.“ Am Ende des Spieltags konnten die Kölner sogar glücklich sein, dass sich das 0:1 gegen die Truppe von Steffen Baumgart nicht noch negativer auswirkte. Die beiden Abstiegskandidaten aus Mainz und St. Pauli trennten sich torlos, der 1. FC Heidenheim kassierte eine derbe 0:4-Klatsche gegen die Bayern. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt zur Winterpause noch satte vier Zähler. Auch die Ausbeute von 16 Punkten aus den bisherigen 15 Spielen ist durchaus eine, mit der ein Aufsteiger leben kann.

Als nächstes ein richtungweisendes Spiel gegen Heidenheim

Auf den ersten Blick scheint die Situation also noch recht komfortabel zu sein für den FC. Doch der Schein trügt. Denn nach der Winterpause geht es zunächst auswärts gegen Heidenheim. Sollten die Geißböcke Anfang Januar dort ebenfalls keine Punkte mitnehmen, schmilzt das Polster auf das Team von der Ostalb auf nur noch einen Zähler an. Während Heidenheim gegen den Abstiegskonkurrenten Mainz spielt, wartet auf den FC der FC Bayern München. Ein Duell, bei dem Kwasniok und Co. wohl eher keine Punkte eingeplant haben dürften. Mit zwei Niederlagen in den verbleibenden beiden Spielen würde sich der FC also ausgerechnet zum Ende der Hinrunde Richtung Abstiegsrang bewegen. Mit der Ruhe wäre es dann in Köln gänzlich vorbei.

Heintz kommt nicht nur auf mehr als 300 Pflichtspiele, der Innenverteidiger hat in seiner Karriere gleich mit mehreren Clubs gegen den Abstieg gespielt. Der Routinier weiß also nicht nur, wovon er redet, er weiß, dass die Stunde bereits jetzt geschlagen hat. Der FC ist im Abstiegskampf angekommen.


Der ewige Dominique Heintz überzeugt auch gegen Union Berlin

Dominique Heintz vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin
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Der ewige Dominique Heintz überzeugt auch gegen Union Berlin

Nach der Niederlage gegen Union Berlin ist der FC mit sechs Spielen ohne Sieg auf dem harten Boden der Bundesliga-Realität angekommen. Ein Abwehr-Routinier stand nach seiner Verletzung wieder auf dem Platz mit dem 1. FC Köln: Dominique Heintz überzeugt einmal mehr.

Nach dem Duell gegen die Hauptstädter ärgerte sich der 32-Jährige über den Punktverlust. Kein Wunder, denn der Abwehrspieler war einer der besseren Akteure beim 1. FC Köln: Dominique Heintz überzeugt einmal mehr.

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Im Nachhinein wirkten die Worte des Kölner Abwehrspielers ein wenig so, wie ein Blick in die Glaskugel. Nachdem Dominique Heintz unter der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen war, sprach der 32-Jährige über die Schwäche seiner Mannschaft: “Wir tun uns ein bisschen schwer, den letzten Pass vorne an den Mann zu bringen und torgefährlich zu werden“, sagte Heintz. „Am Anfang der Saison hatten wir noch ein bisschen mehr Power vorne, wo wir den Gegner mehr überraschen konnten. Da müssen wir wieder hinkommen, dass wir uns einfache Torchancen erspielen.“ Gegen die Mannschaft von Steffen Baumgart wurde dieses Vorhaben am Samstagnachmittag nicht in die Tat umgesetzt. Es waren die gleiche Probleme, wie in den vergangenen Spielen, in denen die Geißböcke das Spiel machen mussten.

Heintz mit starken Werten

Während der FC also auch im sechsten Spiel in Folge eine Enttäuschung einstecken musste, lief die Begegnung für den Abwehrspieler persönlich wieder gut. Heintz war von Beginn an präsent, nahm Wooyeong Jeong und Christopher Trimmel jegliche Spielfreude, luchste auch Stürmer Oliver Burke den Ball ab. Insgesamt gewann Heintz 80 Prozent (!) seiner Zweikämpfe, kam auf 110 Ballkontakte (nur van den Berg hatte mit 116 mehr) und erreichte eine Passquote von 84 Prozent. Und das gegen seinen Ex-Verein, bei dem der Pfälzer nicht so wirklich zum Zug kam.

Heintz untermauert aktuell einmal mehr das Narrativ des Stehauf-Männchens. „Ich brauche keine Bestätigung von außen oder dass die Medien mich immer als den Spieler beschreiben, der nicht aufgibt. Auf der anderen Seite entsteht dieser Eindruck ja durch die harte Arbeit und schafft so ein positives Gefühl. Das kannst du aber nur schaffen, wenn du täglich in der Arbeit sauber bleibst, eine gute Haltung hast, gut zu deinen Mitstreitern bist“, sagte Heintz im Oktober im Interview mit come-on-fc.com über seine Arbeitseinstellung. Den Lohn dafür erntet der 32-Jährige durch das Vertrauen des Trainers „Egal, in welcher Phase du bist, ob Du spielst oder nicht, du musst immer dran bleiben. Du darfst einfach nichts in deiner Mentalität oder an deiner Art in der täglichen Arbeit ändern. Dann wirst du irgendwann wieder belohnt. Dazu versuche ich immer, die Mannschaft zu unterstützen“, sagte der Routinier im Oktober weiter.

Heintz profitiert natürlich auch von der extremen Verletzungsmisere in der Innenverteidigung, war auch selbst kürzlich davon betroffen. Zu Beginn der Saison wurde der Kölner Routinier von Trainer Lukas Kwasniok noch nicht berücksichtigt, war zunächst außen vor. Möglicherweise aufgrund eines Tempodefizits, das ihm nachgesagt wurde. Heintz belehrte die Kritiker allerdings eines besseren und weiß durch seine Erfahrung mögliche Schwachstellen an anderer Stelle gekonnt auszugleichen. In den vergangenen Spielen, in denen der 32-Jährig auflief, lieferte er durchweg gute Leistungen ab und arbeitete stets für die Mannschaft.

„Willkommen in der Bundesliga“

Gearbeitet hat Heintz auch am vergangenen Samstag. Und dennoch sind die Geißböcke nun sechs Spiele in Folge sieglos. Der Vorsprung auf Rang 16 ist geschrumpft, der FC steht aktuell auf dem elften Tabellenplatz. „Wir sind aufgestiegen, wir wissen, wo wir herkommen. Wir wissen, wie viele Punkte wir uns schon hart erarbeitet haben, was für tolle Spiele wir schon gezeigt haben“, ordnet der Abwehrspieler ein. „Aber trotzdem dürfen wir uns darauf nicht ausruhen, sondern müssen das klar analysieren, die Winterpause gut nutzen, gut dran arbeiten im Trainingslager, um dann in Heidenheim bereit zu sein.“ Denn die Partie gegen den FCH wird wohl bereits zu einer Art Wegweiser für die Rückrunde werden. Deutlich wurde am Samstag einmal mehr, dass der FC im Oberhaus angekommen ist: „Das sind alles Top-Mannschaften. Jeder kleine Fehler wird bestraft“, sagte Heintz und ergänzte: „Willkommen in der Bundesliga“.


Die Rote Karte war unnötig und wird den FC in den Januar begleiten, spielentscheidend war sie nicht

Rav van den Berg sieht die Rote Karte
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Die Rote Karte war unnötig und wird den FC in den Januar begleiten, spielentscheidend war sie nicht

Mit der Roten Karte gegen Rav van den Berg veränderte sich die Dynamik des Spiels der Geißböcke gegen Union. Möglicherweise war sie spielentscheidend für den 1. FC Köln: Der Platzverweis war unnötig und verschärft die Abwehr-Misere.

Lange war es ein typisches 0:0-Spiel gegen die Köpenicker. So richtig überlegen war keine der beiden Mannschaften am Samstagnachmittag im Kölner Stadion. Nach der Roten Karte für Rav van den Berg gab es in der Nachspielzeit noch den Gegentreffer für den 1. FC Köln: Der Platzverweis war unnötig und verschärft die Abwehr-Misere.

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Eigentlich hatte Rav van den Berg einen mindestens soliden Abend abgerissen. Der Innenverteidiger der Kölner, der in den vergangenen Wochen so ein wenig als Hoffnungsträger der Kölner Abwehrmisere diente, kam auf die meisten Ballkontakte der Viererkette, baute das Spiel mit zahlreichen Pässen auf, von denen überragende 98 Prozent auch den Mitspieler fanden. Dann verpennte der Niederländer ein Abspiel von Marvin Schwäbe, bog den Fehler aber mit einer Grätsche geradeso noch aus. Anschließend folgte die folgenschwere Fehleinschätzung des Abfangens eines Diagonalpasses. Van den Berg unterband den Pass mit einem Handspiel, sah zur Überraschung der Zuschauer umgehend die Rote Karte. Nach Ansicht der Fernsehbilder eine mindestens vertretbare Entscheidung.

Lies auch: DFB spricht Strafe für Rav van den Berg aus

„Eine hundertprozentige Torchance“

Zwar wies van den Berg immer wieder daraufhin, den Ball mit der Schulter gespielt zu haben, doch die Bilder waren eindeutig. „Ich habe den Schiedsrichter nach dem Spiel kurz darauf angesprochen.
Er sagt zu mir, dass der Spieler blank alleine aufs Tor zuläuft. Ich habe ehrlicherweise nicht die gleiche Wahrnehmung gehabt“, sagte Thomas Kessler später. „Er sagt zu mir, es ist für ihn eine hundertprozentige Torchance, wenn er den Arm nicht dazu nimmt. Was soll ich jetzt anders dazu sagen, außer dass ich ihm das ja glauben muss.“ Tatsächlich gab es keinen Grund, die Rote Karte zurückzunehmen. „Wenn ich es jetzt so sehe auf dem Bild, dann geht er klar zur Hand und wenn der Schiri sagt, der geht danach allein aufs Tor, dann ist es eine Rote Karte“, sagte Dominique Heintz.

In Unterzahl war es für die Geißböcke natürlich fortan schwer. Für Lukas Kwasniok war sie am Ende des Tages „spielentscheidend“. Doch zur Wahrheit gehört eben auch, dass der FC bereits nach gut 20 Minuten den Faden zunehmend verloren hatte, ihn in der zweiten Halbzeit schon gar nicht mehr fand. So hatte Leopold Querfeld die Führung schon nach einer Stunde auf dem Kopf, aber Marvin Schwäbe rettete weltklasse. Die Kölner fanden dagegen in der Offensive überhaupt kein Mittel mehr, steigerten den xGoals-Wert von 0,3 zur Pause nur noch auf 0,5, während Union im Schlussdrittel erst in der letzten halben Stunde des Spiels in Erscheinung trat. Die Rote Karte veränderte sicherlich die Dynamik des Spiels, aber ob sie Spiel entscheidend war, ist im Nachhinein nicht zu klären.

Und wieder fehlt ein Innenverteidiger

Fakt ist, Union war in dieser Phase schon am Drücker, dem FC unterliefen in der Rückwärtsbewegung zunehmend Fehler und die Offensive war harmlos. Allerdings war die Kölner Hintermannschaft bei der gegnerischen Ecke absolut unsortiert. „Du kannst natürlich auch eine Standardsituation verteidigen. Aber gerade das Tor fällt aus dem Rückraum. Da rückt dann einer ins Zentrum, weil ein Mann weniger auf dem Platz ist und der Ball fällt ihm dann genau vor die Füße“, sagte Kessler. Sicher hätte sich der FC aber auch in Unterzahl besser sortieren können. So oder so wird van den Berg den Kölnern nun erst einmal fehlen. Wie lange ist noch unklar. Eine Rote Karte zieht bekanntlich mindestens ein Spiel Sperre mit sich. Bei der Verhinderung einer klaren Torchance kann es auch mehr geben.

Ein bitterer Rückschlag. Denn der FC ist bekanntlich besonders in der Defensive gebeutelt. Gerade ist Dominique Heintz als dritter nomineller Innenverteidiger wieder in den Kader zurückgekehrt. Joel Schmied wird frühestens im Trainingslager wieder eingreifen können. Ob es für Heidenheim schon reicht, erscheint aber mehr als fraglich. Die Rote Karte war also nicht nur unnötig und für die Begegnung gegen Union besonders ungünstig, sie wird dem FC auch zum Jahresbeginn noch wehtun.


Said El Mala als Joker? Zurück zur alten Marschroute, aber die Probleme bleiben die gleichen beim 1. FC Köln

Lukas Kwasniok mit Denis Huseinbasic und Said El Mala
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Said El Mala als Joker? Zurück zur alten Marschroute, aber die Probleme bleiben die gleichen beim 1. FC Köln

Etwas überraschend war die Aufstellung der Kölner gegen Union Berlin am Samstagnachmittag schon. Lukas Kwasniok entschied sich gegen seinen Topscorer in der Startelf, wollte zunächst wie schon zu Beginn der Saison Abarbeiten. Erst schien der Plan auch aufzugehen beim 1. FC Köln: Es gibt wieder Diskussionen um die Rolle von Said El Mala.

Die 0:1-Niederlage gegen Union Berlin dämpfte die vorweihnachtliche Stimmung im Stadion schon sehr. Gegen die Mannschaft von Ex-Trainer Steffen Baumgart wollte der FC wieder punkten und sich mit einem guten Gefühl in die Winterpause verabschieden. Coach Lukas Kwasniok versuchte, wie zu Beginn der Saison durch ein Abarbeiten und frische Einwechselspieler zu bestehen mit dem 1. FC Köln: Es gibt wieder Diskussionen um die Rolle von Said El Mala.

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Eine gute Viertelstunde schien der Plan von Lukas Kwasniok aufzugehen. Gegen Union Berlin startete der FC druckvoll, körperbetont und vor allem dominant. So kamen die Geißböcke in der Anfangsphase gegen die Eisernen auf einen Ballbesitz von 80 Prozent, hatten bereits zwei Mal den freien Torabschluss gesucht und 60 Prozent der Zweikämpfe für sich entschieden. Union wirkte dagegen fahrig, hatte zu diesem Zeitpunkt im Schnitt nur etwas mehr als jeden zweiten Pass zum Mitspieler gebracht. Der Beginn war also durchaus verheißungsvoll. Und dennoch war es durchaus überraschend, dass Said El Mala den Beginn des Spiels von der Bank aus beobachten sollte. Lukas Kwasniok hatte den Shootingstar zunächst nicht aufgestellt, dafür agierte Jakub Kaminski mal wieder in vorderster Front.

Zurück zur alten Marschroute

Eine durchaus überraschende Maßnahme. Denn El Mala war in den vergangenen Wochen eine Art Lebensversicherung der Kölner. Mit sechs Toren und drei Vorlagen hatte der 19-Jährige maßgeblichen Anteil an einigen Punkten, war mitunter Spiel entscheidend. Nicht umsonst bekam er bereits hier und da den Beinamen „Kölner Lebensversicherung“ verpasst. Und dennoch war die Rück-Beorderung von Kaminski in die Offensive offenbar eine sehr gute Maßnahme. Der Pole war sofort wieder Aktivposten und erinnerte an die starken Auftritte zu Saisonbeginn, die dem 23-Jährigen immerhin ebenfalls fünf Tore und einen Assist eingebracht hatten. Kwasniok hatte bereits auf der Pressekonferenz am Donnerstag angedeutet, dass er in Sachen Aufstellung wieder ein wenig „Back to the roots“ wolle. Eben zu den Formationen, die in der Anfangsphase Punkte beschert hatten.

Und so erklärte Kwasniok auch später die Maßnahme, El Mala erst einmal auf die Bank zu setzen. „Wir haben unsere beste Phase in dieser Saison gehabt, als wir uns einfach darauf fokussiert haben gegen Mannschaften so zu spielen, dass wir abarbeiten“, erklärte der Coach. „Dass wir Spieler aufs Feld bekommen, die in der Lage sind, in allererster Linie die – auf gut Deutsch gesagt – „Drecksarbeit“ zu verrichten, um dann hinten raus eben noch ein paar Künstler mehr auf dem Feld zu haben, die dann die Spiele für uns entscheiden.“ Eine Maßnahme, die gerade zu Saisonbeginn regelmäßig aufging. Immerhin kommen die Kölner auf 15 Torbeteiligungen durch eingewechselte Spieler in dieser Saison, sieben davon erzielten die Joker selbst.

Der FC erzeugt kaum Torgefahr

Wiederum sechs Torbeteiligungen erzielte Said El Mala als Joker. Es scheiden sich aber die Geister, ob der Kölner Youngster effektiver von der Bank oder von Beginn an ist. Kaminski belebte die Kölner Offensive sichtbar, war ein Aktivposten. Allerdings auch gegen eine erschreckend schwach aufspielende Berliner Mannschaft. Und die Kölner Offensivbemühungen nahmen nach dem vielversprechenden Beginn von Minute zu Minute ab, kamen in der zweiten Halbzeit nahezu komplett zum Erliegen. Auch Kaminski baute sichtbar ab, wurde in der Schlussphase zum ersten Mal in dieser Saison ausgewechselt. Dagegen witterte das Team von Steffen Baumgart im zweiten Abschnitt seine Chance und nutzte sie nach der berechtigten aber unnötigen Roten Karte und wieder einmal nach einer Standardsituation.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Kölner trotz einem gefühlten Chancenplus in Halbzeit eins auf einen xGoals-Wert von 0,5 kamen – die Qualität der Chancen insgesamt also noch nicht einmal einen Treffer hätte annähernd erwarten lassen, ganz anders als die 1,5 der Berliner. Wie gehabt zeigte sich einmal mehr, dass die Kölner große Probleme haben, ein Spiel selbst zu gestalten, sich Möglichkeiten zu erspielen.