Der 1. FC Köln und das Verletzungspech: Der wahre Preis der Ausfälle

Ragnar Ache muss verletzt vom Platz
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Der 1. FC Köln und das Verletzungspech: Der wahre Preis der Ausfälle

Ragnar Ache kämpft nach seiner Muskelverletzung um ein Comeback, während der 1. FC Köln am Ende einer Saison voller Ausfälle um den Klassenerhalt ringt. Eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln zeigt nun auf, wie teuer diese sind für den 1. FC Köln: Der wahre Preis der Verletzungen.

Dass Verletzungen nicht nur den Kader, sondern auch die Tabellenlage und die finanziellen Perspektiven eines Vereins beeinflussen können, zeigt eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln, an der ausgerechnet FC-Kapitän Timo Hübers als wissenschaftliche Hilfskraft mitgearbeitet hat.

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Ragnar Ache zeigte sich im Interview mit Sky am Samstag, unmittelbar vor Anpfiff der Partie gegen Leverkusen, kämpferisch. „Wir arbeiten jeden Tag hart daran, mich wieder fit zu machen. Ich habe immer noch die Hoffnung, diese Saison ein Spiel zu machen“, sagte der 27-Jährige. Worte, die symptomatisch für eine Saison sind, in der einige Spieler des 1. FC Köln erhebliche Teile im Behandlungsraum verbringen. Seit dem 8. Spieltag stand den Geißböcken mit nur einer einzigen Ausnahme stets mindestens ein Akteur verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Neun Spieler allein wegen Muskelbeschwerden. Insgesamt über 30 Ausfälle verzeichneten die Rheinländer in der laufenden Spielzeit.

Jüngst hatte sich Ache eine Blessur im Spiel gegen den FC St. Pauli zugezogen. Ausgerechnet in einer Phase, in der er sich in anhaltend guter Form präsentierte und zu einem der wichtigsten Akteure in der FC-Offensive avancierte. Sein Fall steht exemplarisch für ein Problem, das auch wissenschaftlich messbar ist: Eine im Jahr 2025 veröffentlichte Studie der Deutschen Sporthochschule Köln zeigt, wie sehr Verletzungen und Spielerausfälle die Tabellenplatzierung beeinflussen können.

Verletzungen als messbarer Misserfolgsfaktor

Auffällig in diesem Zusammenhang ist ein prominenter Mitwirkender: Ausgerechnet der derzeit rekonvaleszente FC-Kapitän Timo Hübers war als wissenschaftliche Hilfskraft an einer im Jahr 2025 veröffentlichten Studie der Deutschen Sporthochschule Köln beteiligt. In der Untersuchung wurden sieben Bundesliga-Spielzeiten zwischen 2014/15 und 2020/21 analysiert, um der Frage nachzugehen, wie sich Verletzungen auf den Tabellenplatz, die Punkteausbeute und die damit verbundenen Einnahmen auswirken.

Das zentrale Ergebnis zeigt eine signifikant negative Beziehung zwischen der Schwere von Verletzungen und der sportlichen Leistung in den beiden höchsten deutschen Spielklassen. Je größer die Belastung durch Ausfälle, desto schlechter fällt die Platzierung aus. Konkret belegt die Studie für die 2. Bundesliga, dass 333 zusätzliche Verletzungstage einem Verlust von einem Tabellenplatz entsprechen. Auch die Verletzungsinzidenz wirkt sich messbar aus: 2,64 zusätzlich verletzte Spieler bzw. 0,71 pro Spieltag fehlende Akteure führen jeweils zu einem Rangverlust.

In der 1. Bundesliga liegt die Schwelle höher. Hier entspricht ein Verlust von einem Tabellenplatz 4,33 zusätzlich verletzten Spielern oder 1,62 pro Spieltag fehlenden Spielern. Insgesamt zeigt sich somit, dass sich Verletzungen in der 2. Liga schneller und deutlicher auf die Tabelle auswirken als im Oberhaus. Gleichzeitig sind die finanziellen Einbußen durch verletzungsbedingte Leistungseinbrüche erheblich – insbesondere für Teams, die in der 1. Bundesliga um die vorderen Plätze kämpfen.

Grenzen der Aussagekraft

So deutlich die Zusammenhänge auch erscheinen mögen, ganz ohne Einschränkungen lassen sich die Ergebnisse nicht übertragen. Zwar weist die Studie eine statistisch signifikante Beziehung zwischen Verletzungen und Tabellenplatz nach, sie kann jedoch keine eindeutige Kausalität belegen. Denkbar ist beispielsweise, dass sportlich schwächere Teams zugleich über eine weniger gut ausgebaute medizinische Infrastruktur verfügen, wobei das eine nicht zwangsläufig die Ursache des anderen ist.

Hinzu kommt, dass die Qualität der Ausfälle unberücksichtigt bleibt. Zwar erfasst die Untersuchung Kennzahlen wie die Spieltagsabwesenheit, sie unterscheidet aber nicht systematisch zwischen Schlüsselspielern und Ergänzungsspielern. Der Ausfall eines Leistungsträgers wird statistisch gleich behandelt wie der eines Reservisten, obwohl die sportlichen und finanziellen Folgen erheblich variieren können. Gerade beim 1. FC Köln fällt dieser Aspekt ins Gewicht, da mit Abwehrchef Hübers bereits früh in der Saison und nun zum Saisonfinale Ache zwei zentrale Akteure betroffen waren.

Zudem bleiben externe Einflussfaktoren unberücksichtigt. Trainerwechsel, Wintertransfers, taktische Anpassungen oder individuelle Formschwankungen können sowohl die Verletzungshäufigkeit als auch die sportliche Leistung beeinflussen. In der Analyse werden diese Faktoren jedoch nicht gesondert berücksichtigt.

Ohne Ache zum Ziel

Den Geißböcken bleiben drei Spieltage, um nach einer turbulenten Saison mit zwischenzeitlich erheblichen Personalsorgen dennoch den Klassenerhalt zu sichern. In der Spitze fehlten dem FC acht Spieler mit Muskelverletzungen. Bereits am kommenden Samstag gegen Union Berlin kann die Mannschaft von René Wagner ihr Saisonziel erreichen. Damit die Kölner aus Köpenick Zählbares mitnehmen, wird es erneut darauf ankommen, eine Lösung ohne ihren Zielspieler zu finden, ähnlich wie zuletzt gegen Leverkusen. Für Ache selbst dürfte ein Einsatz, wenn überhaupt, erst im Saisonendspurt gegen den FC Bayern realistisch sein. Zu wünschen wäre es ihm.


Zwei Vereine, ein Problem: Wie der lange Ausfall eines Schlüsselspielers den FC und Werder Bremen jeweils entscheidend schwächt 

Timo Hübers fehlt dem 1. FC Köln seit Monaten verletzt
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Zwei Vereine, ein Problem: Wie der lange Ausfall eines Schlüsselspielers den FC und Werder Bremen jeweils entscheidend schwächt 

Am Sonntag steht für den FC das wichtige Spiel im Abstiegskampf gegen Werder Bremen an. Dass beide Mannschaften so weit unten in der Tabelle stehen, liegt auch am langfristigen Ausfall jeweils eines Schlüsselspielers. Der 1. FC Köln und Bremen stehen mit einem gleichen Problem im Abstiegskampf.

Sowohl beim 1. FC Köln als auch bei Werder Bremen hat jeweils der Ausfall eines wichtigen Spielers für (fast) die gesamte Saison für einige Probleme gesorgt. Die Verletzung von Timo Hübers auf Kölner und von Mitchell Weiser auf Bremer Seiten ist jeweils einer der Gründe, warum die Lage bei beiden Mannschaften so kritisch ist.

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Er sollte eine der Stützen unter Lukas Kwasniok sein: In den ersten acht Partien der Liga sowie in der ersten Pokalrunde der aktuellen Saison stand Timo Hübers immer in der Startformation, spielte meistens durch. Dabei zeigte der Innenverteidiger einige gute Leistungen und stellte seinen Wert für das Team unter Beweis. So war der 29-Jährige wichtig als Abwehrchef und im Spielaufbau. Dann kam jedoch kurz vor Schluss im Spiel gegen Borussia Dortmund: Der Defensivspezialist verletzte sich bekanntermaßen schwer am Knie, fiel seitdem aus.

FC ohne Abwehrchef

Wie wichtig der ehemalige Kölner Kapitän für die FC-Defensive war, zeigte sich noch mehr, als er dann fehlte. So feierten die Geißböcke zwar erst noch einen 4:1-Sieg gegen den HSV. Danach blieben die Ergebnisse aber aus. In den 19 Partien nach dem Erfolg gegen die Hamburger holten die Domstädter nur zwei Siege. Und eine der größten Problemzonen war die Abwehr. Denn genau der Abwehrchef, den Hübers zuvor dargestellt hatte, fehlte nun. So stand die Abwehr immer wieder wackelig, spielte nur noch eine einzige Partie (gegen den VfL Wolfsburg) zu Null. Diese Defensivprobleme wurden noch dadurch verstärkt, dass sich auch viele der anderen Innenverteidiger immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatten und sich die Verteidigung nicht einspielen konnte.

Aber nicht nur der FC wurde schwer vom langfristigen Ausfall eines Schlüsselspielers getroffen. Beim kommenden Gegner Werder Bremen ist die Lage sehr ähnlich. Denn bei den Grün-Weißen riss sich Mitchell Weiser in der Sommervorbereitung das Kreuzband und konnte diese Spielzeit noch kein einziges Spiel absolvieren. In den vorherigen Saisons war der 31-Jährige unumstritten auf der rechten Schiene gesetzt. Von dort aus war der beim FC ausgebildete Profi der wahrscheinlich wichtigste Kreativspieler der Werderaner. So gelangen Weiser 2024/25 in 32 Bundesligaspielen starke fünf Tore und neun Vorlagen und hatte einen großen Anteil daran, dass Bremen nicht nur eine sorgenfreie Saison spielte, sondern sogar nur einen Punkt hinter dem internationalen Geschäft landete. Und auch in der aktuellen Spielzeit hätte der Schienenspieler eine zentrale Rolle spielen sollen. Ohne den Routinier blieb die Offensive der Grün-Weißen jedoch viel zu oft harmlos und ist wohl die größte Baustelle bei Werder.

Schlüsselspieler schwer zu ersetzen

Ob Köln und Bremen ohne die Verletzungen von Hübers beziehungsweise Weiser momentan besser dastehen würden, ist natürlich spekulativ. Aber beide hätten auf jeden Fall die Qualität ihres jeweiligen Teams deutlich erhöht. Sowohl für die Geißböcke als auch für die Grün-Weißen ist es dabei nicht so einfach möglich, so wichtige Spieler einfach zu ersetzen – sei es durch Transfers oder durch möglichst gleichwertige Alternativen im Kader. Daher ist es durchaus wahrscheinlich, dass die Mannschaften mit ihnen im Abstiegskampf besser dastehen würden. Aber so lange Hübers und Weiser weiter nicht fit sind, müssen die Kölner und die Werderaner wohl oder übel mit der Situation zurechtkommen und weiter Alternativen finden. Wer von beiden die besseren im Saisonendspurt hat, wird sich dann schon am Sonntag in der Domstadt das erste Mal zeigen.


Muskelverletzungen beim 1. FC Köln: Mögliche Ursachen und Prävention – das sagt ein Experte

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Muskelverletzungen beim 1. FC Köln: Mögliche Ursachen und Prävention – das sagt ein Experte

Eine ungewöhnliche Verletzungsserie schränkt den 1. FC Köln vor dem Augsburg-Spiel stark ein. Trainerstab und Experten suchen nach Ursachen beim 1. FC Köln: Was läuft falsch am Geißbockheim?

Die Verletzungsprobleme beim 1. FC Köln spitzen sich zu. Eine ungewöhnlich hohe Zahl von Muskelverletzungen bereitet den Geißböcken Kopfschmerzen. Muskelverletzungen beim 1. FC Köln: Das sagt ein Experte.

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Vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg steht Kölns Trainer Lukas Kwasniok vor einer kniffligen Aufgabe. Der 44-Jährige, bekannt für seine Rotationsfreude, ist mit der Frage konfrontiert, welche seiner Spieler für die anstehende Partie überhaupt zur Verfügung stehen. Die aktuelle Häufung von Verletzungen hat den Handlungsspielraum von Kwasniok spürbar eingeschränkt, der FC steckt mitten in der größten Verletzungswelle dieser Saison. Besonders die muskulären Probleme machen dem Team zu schaffen. „Eine so kuriose Situation habe ich in dieser Form noch nicht erlebt“, sagte Kwasniok auf der Pressekonferenz am Mittwoch. „Natürlich sind wir jetzt auf der Suche nach den Ursachen. Bis zum Spiel in Gladbach hatten wir keine einzige Muskelverletzung. Dann kam Jan Thielmann als Erster, bis zur Winterpause noch Joel Schmied. Seitdem häuft sich das Ganze extrem.“

Kwasniok: „Müssen jetzt auf Ursachenforschung gehen“

Auf der Pressekonferenz bemühte sich der FC-Coach, Anhaltspunkte für die „kuriose Situation“ zu finden. „Wir müssen jetzt auf Ursachenforschung gehen, wobei es in der Kürze der Zeit nicht ganz so einfach ist, das zu eruieren“, erklärte Kwasniok. Einen möglichen Grund sieht er in der hohen Intensität der Liga. „Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Intensität der Bundesliga und dass wir versuchen, in jedem Spiel voll dagegenzuhalten.“ Ganz überzeugt diese Erklärung jedoch nicht. Ausgerechnet Hoffenheim, der jüngste Kölner Gegner und statistisch das laufstärkste Team der Liga, blieb bislang ohne muskuläre Ausfälle. Offenbar liegt die Ursache also tiefer.

Um die Hintergründe besser einzuordnen, hat come-on-fc.com mit Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Potthast von der Deutschen Sporthochschule Köln gesprochen. Der Biomechanik-Experte forscht seit Jahren zu Belastungssteuerung und Verletzungsprävention im Leistungssport (unter anderem in Zusammenarbeit mit Hoffenheim) und warnt hinsichtlich der Verletzungen vor vorschnellen Schuldzuweisungen.

Fehler in der Trainingsbelastung?

Potthast betont, dass die aktuelle Misere beim FC schon ungewöhnlich sei, Muskelverletzungen aber nicht auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen sind. „Es gibt eine ganze Reihe von Einflussgrößen, die solche Verletzungen begünstigen können“, erklärte er. Auch die Trainingssteuerung könne eine Rolle spielen. Hier könne man den Verantwortlichen allerdings nur schwerlich Vorwürfe machen. „Man muss den Trainern aber zugutehalten, dass die Wissenschaft bislang kaum Parameter kennt, mit denen sich eindeutig vorhersagen lässt, wann ein Spieler aufhören sollte zu trainieren. Es also von außen auf die Trainingssteuerung zu schieben, wäre anmaßend.“ Möglichkeiten, sich die Muskeln genauer anzuschauen, gibt es, diese seien aber sehr aufwendig. „Es ist sicher nicht wie bei einer Laktatleistungsdiagnostik, bei der man nach einer Laufeinheit eine Empfehlung über die Intensität des Trainings abgeben kann“, so der Experte.

Neben der Trainingsbelastung könnten weitere Faktoren eine Rolle spielen, die die Suche nach Antworten auf die Frage nach den vielen Spielern mit ähnlichen Verletzungen erschweren. „Dazu gehört etwa die Ernährung, auch wenn das im Profibereich eher selten ein Problem ist“, so Potthast. „Möglicherweise bestehen muskuläre Dysbalancen zwischen Agonist und Antagonist, oder es gibt Zusammenhänge mit der Wirbelsäule oder der neuronalen Ansteuerung.“

Dennoch sieht der Wissenschaftler einen Punkt, an dem die Clubs grundsätzlich ansetzen müssen: „Der Verein darf sich die Frage stellen, ob er präventiv genug gehandelt hat, etwa was die Diagnostik betrifft“, sagte der Experte. „Jetzt gilt es, jede einzelne Verletzung genau zu analysieren. Wann ist sie aufgetreten? Unter welchen Bedingungen? Welche Besonderheiten hatte der betroffene Spieler? Mit gezielten Untersuchungen lässt sich das systematisch aufarbeiten“, so der Experte weiter. „Auch wenn die Wissenschaft bisher keine vorgefertigten vollständigen Diagnostikverfahren zur Prophylaxe von Muskelverletzung anbietet, wäre ein engerer Austausch von Verantwortlichen mit Forschenden gegebenenfalls schon hilfreich. Ich denke durchaus, dass wir an bestimmten Stellen schon weiterhelfen können.“ Eine wissenschaftliche Begleitung, die es beispielsweise bei der TSG durchaus gibt.

Hartes Programm für ersatzgeschwächte Geißböcke

Lukas Kwasniok ließ hingegen keine Zweifel zu: „Ich habe das Glück, schon einige Vereine erlebt zu haben. Und die medizinisch-athletische Abteilung ist hier absolut top. Die Geräte werden immer besser, das heißt, wir werden immer vorsichtiger. Das ist auch gut so, damit keinem so richtig der Muskel zerfetzt wird.“ Tatsächlich lassen sich laut Experten in den aktuellen MRTs leichter Mikro-Läsionen darstellen. Das Vorgehen der Vereine ist daher oft ein besonders vorsichtiges. Eine Verbindung zwischen Verletzungen sowie dem Natur- und Hybridrasen am Geißbockheim und im Stadion sieht der Experte jedenfalls nicht.

Ungeachtet der Ursachenanalyse bleibt die sportliche Realität bestehen: Der 1. FC Köln muss in einer entscheidenden Saisonphase mit einem ausgedünnten Kader auskommen. Spiele gegen direkte und indirekte Konkurrenten – darunter das Derby gegen Borussia Mönchengladbach – gewinnen zusätzlich an Brisanz, wenn personelle Alternativen fehlen. Resignation ist dennoch kein Thema. Kwasniok versucht, der Situation auch mental etwas Positives abzugewinnen. „Schwund macht stärker“, habe er der Mannschaft mitgegeben. Ob dieser Leitsatz im Abstiegskampf trägt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.


Lukas Kwasniok reagiert emotional auf die jüngsten Diskussionen: „Ich bitte um Entschuldigung“

Lukas Kwansiok auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bayern
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Lukas Kwasniok reagiert emotional auf die jüngsten Diskussionen: „Ich bitte um Entschuldigung“

Die Begegnung gegen die TSG Hoffenheim hatte vor allem zwei große Themen im Nachgang: Das Traumtor von Ragnar Ache und der medizinische Notfall im Stadion, der eine unglückliche PK nach sich zog rund um den 1. FC Köln: Lukas Kwasniok bittet um Entschuldigung.

Der Fußball geriet am Samstag zur Nebensache. Ein FC-Fan war im Zuge des Spiels der Geißböcke eine Treppe herabgestürzt. Der Anhänger musste vor Ort reanimiert werden. Später stellte sich heraus, dass der Zuschauer verstorben war. Die Fans hatten während der Partie den Support weitgehend eingestellt. Nach dem Spiel hatte sich auch Lukas Kwasniok zu den Vorgängen geäußert. Und damit eine Diskussion ausgelöst.

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Denn der Kölner Coach hatte bedauert, dass der Support der Fans gefehlt hätte, sein Mitleid bekundete der Trainer nicht. Die Pressekonferenz im Vorfeld der Begegnung gegen den FC Augsburg nutzte der Coach dann aber, um „einige Dinge klarzustellen“. „Es ist natürlich so, dass wenn eine gewisse Stille im Stadion ist, dann ist klar, dass etwas vorgefallen ist. Die Kommunikationslage für uns war relativ unübersichtlich“, sagte der Trainer. „Mittlerweile haben wir aus den Medien entnommen, dass ein FC-Fan verstorben ist und es ist logischerweise das Selbstverständlichste dieser Welt, den Angehörigen im richtigen Moment – und ich hoffe, dass das jetzt der Fall ist – mein Beileid auszusprechen und ihnen viel Kraft zu wünschen. Denn es gibt im Leben nichts Schlimmeres als einem geliebten Menschen zu verlieren.“ Das sei ihm extrem wichtig, betonte der Trainer.

„Es gibt zwei Dinge, die wichtiger sind als der Fußball: Die Geburt und der Tod eines Menschen“

„Darüber hinaus ist es so, dass ich aufgrund der damals unklaren Situation auf den Support unserer Süd angesprochen worden bin, der über 90 Minuten nicht stattgefunden hat“, so Kwasniok weiter. Der Trainer betonte noch einmal, wie wichtig ihm die Unterstützung der Fans und der FC als Aufsteiger auf diese eben angewiesen sei. „Wir hatten bislang in drei Heimspielen aus unterschiedlichen Gründen diesen Support nicht, dazu fehlten sie in Teilen bei drei Auswärtsspielen. Unsere Ausbeute liegt da bei einem Punkt. Ohne sie sind wir schwächer als mit ihr. Wir brauchen unsere Fans, um den Klassenerhalt zu schaffen“, so der Trainer weiter.

Für Kritik hatte am Samstag auch ein Vergleich gesorgt. Kwasniok hatte auf der PK den Monolog von Bayern-Trainer Vincent Kompany angesprochen, der erst wenige Tage zuvor eindrucksvoll nach einem Rassismus-Eklat gesprochen hatte. „Die Dauer meines Monologs war einzig und allein der Bezugspunkt zum Monolog von Vincent Kompany. Erstens ist er ein viel besserer Trainer, zweitens hat er über ein Thema gesprochen, bei dem es keine andere Meinung gibt. Wer da einer anderen Meinung ist, der hat Lack gesoffen. Deswegen diese Themenfelder vermischen zu wollen, das ist dann ein bisschen zu viel des Guten“, sagte Kwasniok. „Ich habe hier angefangen, um nach Möglichkeit über Jahre hinweg etwas aufzubauen. Gemeinsam mit den Fans. Deswegen dieser Apell, dass das, was die Fans in Hoffenheim veranstaltet haben, das ist, was wir brauchen – jetzt auch am Freitag gegen Augsburg.“

Und mit einer Entschuldigung beendete der Coach seinen Monolog: „Ich hoffe, dass Missverständnisse ausgeräumt sind. Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich irgendjemanden auf den Schlips getreten bin, etwas missachtet habe. Das war in keinster Form meine Absicht. Es gibt zwei Dinge, die wichtiger sind als der Fußball: Das sind die Geburt und der Tod eines Menschen.“

Der 1. FC Köln und die muskulären Verletzungen – eine unglaubliche und offenbar unendliche Geschichte

Jan Thielmann blieb nur die Rolle des Zuschauers
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Der 1. FC Köln und die muskulären Verletzungen – eine unglaubliche und offenbar unendliche Geschichte

Wie ein roter Faden zieht sich die Verletzungsmisere bei den Geißböcken durch die Saison. Das 2:2 gegen die TSG Hoffenheim erscheint in diesem Zusammenhang besonders teuer erkauft. Der 1. FC Köln und die muskulären Verletzungen.

Jan Thielmann, Joel Schmied, Dominique Heintz, Jahmai Simpson-Pusey, Alessio Castro-Montes und Sebastian Sebulonsen – die Spieler, die beim FC mit muskulären Problemen ausfallen, sind nicht mehr an einer Hand abzuzählen.

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Das 2:2-Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim sorgte am Samstagnachmittag für rundum gute Stimmung beim FC und nun im Nachgang dann doch für Katerstimmung. Denn der Punkt gegen ein Top-Team war offenbar ein besonders teuer erkaufter. Schon vor der Begegnung hatte Jan Thielmann das Aufwärmen aufgrund von muskulären Beschwerden abbrechen müssen, sie stellten sich als eine Verletzung der Muskulatur heraus. Nach 70 Minuten war die Partie gegen die Sinsheimer dann für Sebastian Sebulonsen beendet, ebenfalls aufgrund einer muskulären Verletzung. Und zu Beginn der Woche gesellte sich dann auch noch Joel Schmied dazu, die Diagnose die gleiche. Was sich wie ein Treppenwitz anhört, könnte noch in einer weiteren Verletzung münden, denn auch Said El Mala brach die Einheit am Dienstag ab.

30 Spiele verpasst

Sollte es sich auch bei ihm um eine Verletzung aufgrund der Begegnung gegen die TSG handeln, würden unterm Strich zwar ein Punkt, aber eben auch vier verletzte Spieler stehen. Und eben jene Verletzungen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Spielzeit. Im Oktober machte Thielmann den leidlichen Anfang. Das Eigengewächs musste eine Trainingseinheit abbrechen, verpasste daraufhin drei Liga-Spiele sowie den Pokal-Fight gegen die Bayern. Der gebürtige Föhrener war gerade zurück, da erwischte es Joel Schmied. Und das härter als erwartet. Der Innenverteidiger fiel mit seiner muskulären Verletzung bis ins neue Jahr aus. Insgesamt verpasste der Schweizer neun Partien. Zur gleichen Zeit fiel auch Dominique Heintz aus – und das doppelt. Der Routinier verletzte sich im November, kehrte für eine Begegnung wieder auf die Bank zurück, bevor er wieder ausfiel. Heintz verpasste gleich zehn Partien.

Mit der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey reagierten die Kölner auf die Verletzungsmisere in der Defensive. Doch der Engländer musste nach drei Einsätzen für die Geißböcke ebenfalls verletzt aussetzen. Nach vier Spielen Pause, kehrte Simpson-Pusey jetzt wieder zurück. Doch die Personalsituation hat sich nicht wie erhofft entspannt. Mit Alessio Castro-Montes fehlt ein FC-Profi nun seit drei Wochen. Der Belgier hat bislang drei Spiele verpasst. Nun werden mindestens drei weitere Spieler ausfallen. Insgesamt haben FC-Profis nur aufgrund von muskulären Verletzungen vor der Begegnung gegen Augsburg 30 Spiele verpasst. Bis auf den 11. Spieltag war seit dem 8. Spieltag immer mindestens ein Kölner Spieler aufgrund eben jener Blessur außen vor.

Auch, wenn Lukas Kwasniok zuletzt betonte, dass jene Art der Verletzung auch häufiger vorkommt, weil sich die Diagnoseverfahren verändert haben, ist der FC besonders hart betroffen. Auffallend auch, dass es mit Heintz, Thielmann und Schmied Spieler in dieser Saison bereits zum zweiten Mal erwischt hat.


Die rechte Defensive bricht dem 1. FC Köln weg: Chance für den Nachwuchs oder Einfallsreichtum?

Sebastian Sebulonsen und Jahmai Simpson -Pusey vom 1 FC Köln
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Die rechte Defensive bricht dem 1. FC Köln weg: Chance für den Nachwuchs oder Einfallsreichtum?

Mit Jan Thielmann und Sebastian Sebulonsen fallen gleich zwei Spieler beim FC aus, die eigentlich auf der rechten Defensivseite zu Hause sind. Lukas Kwasniok wird also wieder seinen Einfallsreichtum beweisen müssen beim 1. FC Köln: Der FC ist auf der Suche nach einem Rechtsverteidiger.

Eigentlich schien die Baustelle des rechten Verteidigers beim FC geschlossen. Nun fallen allerdings gleich zwei Abwehrspieler zeitgleich aus und Trainer Lukas Kwasniok muss erneut puzzeln beim 1. FC Köln.

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Die Nachricht, dass Jan Thielmann vorerst ausfallen würde, war bereits seit Samstagabend erwartet worden. Doch der FC hatte am Sonntagmittag noch eine weitere Hiobsbotschaft mit am Start: Neben dem Eigengewächs fehlt den Geißböcken in den kommenden Wochen wohl auch Sebastian Sebulonsen. Beide zogen sich eine muskuläre Verletzung zu und fallen demnach aus. Das ergaben MRT-Untersuchungen der FC-Profis. Und damit tut sich erneut eine Baustelle auf, die aus der Vergangenheit durchaus bekannt ist, die man beim FC aber eigentlich seit dem Sommer geschlossen hatte oder glaubte. Nun aber brechen dem FC in nur einer Partie beide etatmäßigen Rechtsverteidiger-Alternativen weg.

Chance für den Nachwuchs?

Gerade zu Saisonbeginn war Sebastian Sebulonsen auf der rechten Seite sowohl in der Dreier- als auch in der Viererkette im Defensivverbund gesetzt. Sebulonsen spielte in der Liga in zwölf Begegnungen von Beginn an auf der rechten Seite. Als der 26-Jährige immer wieder in die Innenverteidigung gezogen wurde, übernahm Thielmann seine ungeliebte Position, auf der er schon in der Vergangenheit immer wieder zum Einsatz kam, wenn auch nicht immer glücklich. Thielmann startete sechs Mal auf der rechten Seite im Fünferverbund. Und da mit Alessio Castro-Montes aktuell auch der Wingback-Backup ebenfalls mit einer muskulären Verletzung fehlt, stellt sich durchaus die Frage, wie der Kölner Coach die Verletzungsmisere dieses Mal kompensieren will.

Mit Jakub Kaminski und Linton Maina haben in dieser Spielzeit bereits zwei Akteure auf der rechten Seite ausgeholfen, die eigentlich eher in der Offensive und auf der linken Seite ihre Stärken haben. Gerade Maina war auch deutlich offensiver eingesetzt. Der 26-Jährige soll nach seiner Verletzung am Dienstag wieder ins Training einsteigen. Kwasniok hat in der jüngeren Vergangenheit bekanntlich immer wieder einen gewissen Einfallsreichtum an den Tag gelegt, lässt sich von nominellen Positionen nicht beeinträchtigen. Joel Schmied wäre möglicherweise eine Option, die der Kölner Coach auf der rechten Seite probieren könnte, Jahmai Simpson-Pusey wäre eine Alternative als rechter Innenverteidiger. Möglich aber auch, dass der Trainer in der personellen Not dem ein oder anderen Nachwuchsspieler eine Chance eröffnet. Mit David Fürst und Cenny Neumman standen bereits zwei Youngster im Kader, die auf der rechten Abwehrseite zu Hause sind.

Im Winter hatte es immer wieder Spekulationen gegeben, ob auf der RV-Position nachgebessert werden müsse. Beim FC entschied man sich dagegen. Natürlich nicht ahnend, dass gleich mehrere Alternativen für die Position ausfallen würden.


Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzten und dem Co-Trainer-Aus „In erster Linie tut es mir leid“

Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz des 1. FC Köln
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Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzten und dem Co-Trainer-Aus „In erster Linie tut es mir leid“

Für die Geißböcke steht am Wochenende das schwere Spiel gegen Hoffenheim am. Am Donnerstag gab es die obligatorische Pressekonferenz beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok spricht über das Co-Trainer-Aus, die Personalie Said El Mala und den Verletztenstand.

Für die Geißböcke steht am 23. Spieltag das Heimspiel gegen Hoffenheim auf dem Programm. Zuvor gab es die Spieltags-Pressekonferenz beim FC.

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Vor einigen Wochen musste Lukas Kwasniok noch puzzeln, um eine Hintermannschaft für die Begegnungen der Geißböcke zu finden. Nun hat der Kölner Coach zu viele Steinchen, die er in ein Gesamtbild für die Partie gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker bei come-on-fc.com). Denn nach und nach kehren die zuletzt angeschlagenen Defensivspieler zurück. Zuletzt eben Jahmai Simpson-Pusey. Und der Engländer, der zu Beginn des Jahres direkt zu überzeugen wusste, könnte tatsächlich eine Alternative werden – zumindest in Teilen. „Ich habe mit Jahmai gerade noch gesprochen. Er ist eine Kader-Option, aber keine Startelf-Option“, so Kwasniok auf der Pressekonferenz am Donnerstag. „Er hat diese Woche an jeder Einheit teilgenommen, allerdings gesteuert.“

„Wir begleiten ihn dabei“

Der 20-Jährige ist nicht der einzige Innenverteidiger, der wieder zur Verfügung steht. „Heintzi hat alles mitgemacht, er ist damit auch eine Option.“ Keine Probleme gibt es bei Youssoupha Niang, der leichte muskuläre Probleme hatte. Ob die Youngsters aber eine Möglichkeit bei den Profis bekommen, ließ der Coach offen. Es geht um das Abwägen zwischen Einsatzzeit beim Nachwuchs und den Erfahrungen bei den Profis. In Geduld müssen sich weiterhin zwei Spieler üben, die zum Jahresbeginn ebenfalls überzeugten. „Linton und Monti, da dauert es noch ein wenig. Linton ist schon wieder auf dem Platz herumgeturnt“, so der Trainer weiter. „Da kann ich noch nicht absehen, wann sie zurückkommen werden. Am Wochenende jedenfalls noch nicht.“

Auch zu Said El Mala äußerte sich der Coach. „Es ist nun mal so, unabhängig davon, ob er anfängt oder nicht. Wir wissen, dass wir mit Said einen sehr talentierten Spieler haben. Unser Auftrag ist es, auf der einen Seite Spiele zu gewinnen und auf der anderen Seite ihn bei seiner Entwicklung zu begleiten, besser zu werden“, so Kwasniok. „Ich glaube, dass wir das ist in den vergangenen Monaten nicht so schlecht hinbekommen haben. Unabhängig ob er beginnt oder später kommt, wird es schwerer für ihn. Der Gegner stellt sich vielmehr auf ihn ein. Das wird für ihn der nächste Step sein. Und wir begleiten ihn dabei.“ Ob der 19-Jährige beginnt, ließ Kwasniok offen.

„Ich schätze Hannes sehr“

Der Kölner Coach äußerte sich auch zu der Personalie Hannes Dold. „In erster Linie tut es mir menschlich sehr sehr leid. Ich schätze Hannes sehr“, sagte der Coach. „Wir sind aber trotzdem im Profifußball und wir haben dem Hannes als langjährigen Analysten die Möglichkeit gegeben, das Trainerteam zu erweitern.“ Dold sollte dabei den Fokus auf die Standardsituationen richten. „Er hat sich der Aufgabe total verschrieben. Er war unheimlich fleißig. Und trotzdem ist es dann manchmal so, dass Dinge einfach nicht mehr so funktionieren. Der Glaube geht dann verloren. Wenn man den Glauben in den Trainer verliert, dann muss man sich als Verantwortlicher auch mal von jemandem trennen.“ Gemeinsam habe man dann die Entscheidung getroffen.

Schon in den vergangenen Wochen war Dold nicht immer mit von der Partie. Der bisherige Co-Trainer ist jüngst Vater geworden. „Das ist schon in den vergangenen Wochen intern aufgefangen worden. Ich hatte schon das Gefühl, dass wir mehr Klarheit in den ganzen Angelegenheit hatten. In der Rückserie haben wir noch kein Standardgegentor nach einem Eckball kassiert. Man sieht, man kann sich entwickeln. Das heißt noch lange nicht, dass alles perfekt ist“, sagte der Trainer. Wie es für Dold weitergeht, ist offen.

1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zur frühen Abreise und dem Personal vor Stuttgart

Lukas Kwansiok auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bayern
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1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zur frühen Abreise und dem Personal vor Stuttgart

An Weiberfastnacht bricht der FC zum Auswärtsspiel nach Stuttgart auf. Für die Kölner eine ungewohnt frühe Abreise. Aber eine, die für den Coach des 1. FC Köln durchaus Sinn ergibt: Das sagt Lukas Kwasniok zur frühen Abreise.

Einen Tag früher als gewohnt bricht der FC-Tross zum Spiel nach Stuttgart auf. Der Kölner Coach erklärte noch einmal, warum die Kölner Weiberfastnacht aufbrechen. Lukas Kwasniok erklärte zudem den Plan mit dem Personal.

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Während mit Weiberfastnacht der Straßenkarneval seinen ersten Höhepunkt erreicht, reist der FC früher als gewöhnlich, aber mit gut gefüllter Personaldecke zum Auswärtsspiel in Stuttgart. „Es ist keine Flucht, es ist einfach Professionalität“, erklärte Kölns Trainer Lukas Kwasniok. „Es geht um Ergebnisse. Die Ergebnisse sind rund um Karneval in der Vergangenheit nicht so berauschend gewesen.“ Tatsächlich haben die Kölner in den vergangenen 26 Jahren gerade einmal drei Karnevalsspiele gewonnen. Ausgerechnet jetzt geht es gegen ein weiteres Topteam, den VfB Stuttgart. Und darauf liegt der gesamte Fokus, Karneval wäre ein unnötiges Störfeuer. „Logischerweise, wenn du vor Ort bist, ist der Fokus nicht komplett auf dem, wofür du bezahlt wirst. Die Ablenkungsgefahr ist extrem groß.“

Fragezeichen hinter Johannesson

Somit wird der FC also am Donnerstag aufbrechen. „Es geht nach Frankfurt, mit einer Trainingseinheit in Frankfurt. Der Gedanke ist, dass wir nicht eine lange Fahrt nach Stuttgart, sondern einen Zwischenstopp haben“, sagte der Coach. „Und nicht drei Tage an einem Ort verweilen, weil es sich sonst zieht. Ich fand die Idee von Kess gut und freue mich auf das Training und die Fahrt.“ Kwasniok erklärte, dass er auch verfrüht nicht den gesamten Kader mitnehmen werde. 18 Spieler plus drei Torhüter sollen es sein. Dabei steht noch ein Fragezeichen hinter einem Mittelfeldspieler. „Isak Johannesson hat zwar individuell trainiert, aber seinen Lauf auf dem Laufband nicht zu Ende bringen können. Da müssen wir schauen, wie es ihm nachher geht. Da müssen wir abwarten“, sagte Kwasniok. Der Isländer wird aber im Bus sitzen.

„Die Langzeitverletzten sind natürlich noch kein Thema.“ Heißt: Timo Hübers, Luca Kilian fehlen aufgrund ihrer schweren Knieverletzungen, Linton Maina nach seinem Rippenbruch und Alessio Castro-Montes mit muskulären Problemen. Die beiden Akteure hatten sich zuletzt in absoluter Topform befunden, fehlten aber schon gegen Leipzig. Und wie sieht es mit den weiteren Rekonvaleszenten aus? „Jahmai ist noch nicht so weit, Heintzi hat wieder mit trainiert, ist auch rein theoretisch wieder eine Kaderoption, hat aber noch nicht so viel gemacht. Joel ist schon wieder im Kader“, sagte der Trainer. „Ragnar und Said konnten wieder voll umfänglich trainieren. Die Frage stellt sich demnach nicht.“ Ob Felipe Chávez mehr Einsatzzeit bekommt, ließ der Kölner Trainer zunächst offen. Für die Startelf scheint der Spieler aber keine Option zu sein. Kwasniok sprach davon, dass es für solche Spieler erst einmal „andere Kaliber“ benötige.

Rav van den Berg könnte dagegen eine Option wieder für die Startelf werden. Der Niederländer hatte zuletzt im Training überzeugt. „Sebulonsen hat es einfach sehr gut gemacht. Mit Cenk haben wir auch jemanden, der sich stabilisiert hat und einen linken Fuß mitbringt. Und wenn du dann viel verteidigen musst, dann ist eine aufopferungsvolle Spielweise von Eric Martel vielleicht das, was einen Tick mehr benötigt wird, als die spielerischen Qualitäten von Rav“, so Kwasniok. „Ich habe aber das Gefühl gehabt, er will es mir jetzt zeigen. Die Tür ist immer offen.“ Ob der Niederländer von Beginn an spielt, „wird sich zeigen“.

„Er ist ein harter Hund“ – Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzungen beim 1. FC Köln

Lukas Kwasniok auf der PK vor dem Stuttgart-Spiel
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„Er ist ein harter Hund“ – Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzungen beim 1. FC Köln

Mit Alessio Castro-Montes und Linton Maina fallen erneut zwei Spieler beim FC aus. Während Maina unter einem Rippenbruch leidet, zog sich der Belgier eine Muskelverletzung zu und beide fehlen dem 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzungen.

Wieder fallen beim FC zwei Spieler aus, die Krankenakte wird dicker und dicker bei den Geißböcken. Genau dazu äußerte sich nun der Trainer auf der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Duell mit Leipzig.

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Ausgerechnet vor den schweren Spielen gegen Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim hat sich die Personalsituation beim FC wieder verschlechtert. Linton Maina und Alessio Castro-Montes gesellen sich zu der ohnehin schon langen Verletzten-Akte der Kölner hinzu. Während sich Maina eine Rippe gebrochen hat, muss Castro-Montes aufgrund einer Muskelverletzung passen. Mal wieder. Der Belgier ist nicht der erste Spieler, der mit muskulären Problemen passen muss. Aktuell fehlen Jahmai Simpson-Pusey und Dominique Heintz aus ähnlichen Gründen, Joel Schmied hat sich gerade zurück gekämpft. Und so wird die Frage nach der Belastungssteuerung in den Sozialen Medien bereits heiß diskutiert. „Ich weiß jetzt nicht, ob es die dritte oder vierte Muskelverletzung in dieser Saison war. Es ist nicht so, dass es dauerhaft der Fall ist“, sagte Kwasniok am Freitag auf der Pressekonferenz.

„Ich tue mich schwer mit Optionen“

Gerade in Englischen Wochen würden schon die Fragen aufkommen, warum der ein oder andere Spieler denn nicht auflaufe. „Monti hatte halt lange nicht gespielt, bei Jahmai hatte ich kaum eine Alternative. Er hat es gut gemacht, außerdem waren Innenverteidiger nicht gerade üppig vorhanden“, so Kwasniok. „Ich glaube schon, dass die Muskelverletzungen grundsätzlich zunehmen werden, weil du in der Diagnostik so weit bist. Weder bei Monti noch bei Jahmai war es so, dass sie ein Spiel oder ein Training nicht hätten beenden können“, so der Coach weiter. „Sie haben zwischen einem Spiel und einer Trainingseinheit etwas gespürt, dann gehen sie ins MRT und sind zwei bis vier Wochen dann nicht da. Heute nimmt man die Spieler ein, zwei Wochen raus, damit nichts Schlimmes passiert.“ Man müsse eine gewisse Vorsicht walten lassen. Diese Verletzungen lassen sich nicht immer verhindern, gerade wenn sie performen.

Eine Einschätzung wie lange Linton Maina fehlen werde, wollte der Coach nicht geben. „Es gab ja keinen Impact, es ist bei einer Torabschlussaktion passiert“, sagte der Trainer. „Ich tue mich schwer mit Prognosen. Bei einer Rippenthematik wird es auch davon abhängen, wie Linton damit umgehen kann. Aber er ist ja ein harter Hund.“ Marius Bülter hatte sich derweil unter der Woche das Knie leicht „verrenkt“. „Da habe ich schlimmeres befürchtet“, sagte der Coach. Der Spieler trainierte wieder. „Wir haben ihn nicht ins MRT geschickt, da können wir also auch nichts finden.“ Joel Schmied könnte derweil wieder zur Kaderoption werden. „Er hat im vergangenen Jahr sein letztes Spiel gegen Frankfurt gemacht“, so der Trainer weiter. Schmied wird nicht beginnen. Dafür aber ganz sicher Sebulonsen – und das in der Innenverteidigung.

Felipe Chávez wird noch nicht ins kalte Wasser geschmissen. „Ich finde schon, dass wir die Dinge im Mittelfeld sehr gut machen“, sagte Kwasniok und glaubt, dem Spieler gegen den Gegner „auch keinen Gefallen“ mit einem Einsatz zu tun.

Nach Verletzungspech beim 1. FC Köln: Rücken jetzt die nächsten Youngster auf?

Bernie Lennemann und Cenny Neumann in La Nucia (Foto: come-on-fc.com)
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Nach Verletzungspech beim 1. FC Köln: Rücken jetzt die nächsten Youngster auf?

Durch die aktuelle Verletzungsmisere bei den Geißböcken könnten sich nun neue Möglichkeiten eröffnen. So könnte es für Talente wie Cenny Neumann die Option geben, vielleicht schon gegen RB Leipzig einen Platz im Kader der Profis zu erlangen: Rücken die Talente nun auf beim 1. FC Köln?

Bereits ins Trainingslager nach La Nucia hatte FC-Trainer Lukas Kwasniok einige „Jungdachse“ zu Beginn des Jahres mitgenommen – und diese gelobt. Nun könnte es durch die verletzungsbedingten Ausfälle zu Nominierungen bei den Profis kommen.

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Dass Lukas Kwasniok gerne bei seinen Aufstellungen rotiert, ist mittlerweile bekannt. Die Diskussionen um die Maßnahme reißen in den Sozialen Medien nicht ab. Zur Wahrheit gehört natürlich auch die Verletzungsmisere der Geißböcke. Die Ausfälle von Alessio Castro-Montes und Linton Maina treffen den FC in der Vorbereitung auf die kommenden Spiele auf dem komplett falschen Fuß. Beide befinden sich zurzeit in Topform und ausgerechnet jetzt stehen die ohnehin schweren Spiele gegen Mannschaften wie RB Leipzig, den VfB Stuttgart und die TSG Hoffenheim an. Und so wird Kwasniok auch für die kommenden Begegnungen wieder kräftig puzzeln müssen – wenn auch gar nicht so sehr in der Defensive – wie in den vergangenen Wochen.

Rücken andere Youngster in den Fokus

Möglicherweise bietet die Misere allerdings auch anderen Spielern eine Chance. Denn offensichtlich hat der Kölner Coach zuletzt seine Liebe für den eigenen Nachwuchs gefunden. Noch in der Hinrunde war der Tenor meist, dass die Eigengewächse eher 90 Minuten beim Nachwuchs spielen als 85 Minuten bei den Profis die Bank drücken sollen. Mit Fynn Schenten und Youssoupha Niang wurden zuletzt aber zwei Youngster hochgezogen, die ihre ersten Einsätze und Minuten im Profikader sammeln durften. Schon ins Trainingslager nach La Nucia im Januar hatte Kwasniok einige Talente mitgenommen und seinen „Jungdachsen“ zumindest die Option auf Spielzeit bei den Profis in Aussicht gestellt. Nun könnten die jüngsten Verletzungen durchaus auch weitere Youngster in den Fokus rücken.

Gut möglich zum Beispiel, dass Cenny Neumann gegen Leipzig erneut in den Kader rückt. Der Rechtsverteidiger schnupperte gegen Bayer Leverkusen Mitte Dezember erstmals Profi-Luft. Nun könnte die nächste Berufung anstehen und das ausgerechnet gegen Leipzig. Von den Sachsen war der Rechtsverteidiger im Sommer an den Rhein gewechselt, bei den Sachsen spielte der 19-Jährige seit seinem elften Lebensjahr. Es wäre sicher ein besonderes Spiel für den Youngster, der aktuell bei der U21 spielt und dem man beim FC durchaus auch viel zutraut. Auch andere Spieler trainierten unter der Woche bei den Profis mit und könnten nun ihre Kader-Chance erhalten – zumindest in der Theorie. Nilas Yacobi und Etienne Borie rückten auch aufgrund der jüngsten Verletzungen in den Kader auf.

Stürmer Yacobi dürfte es aber angesichts der Chancen von Schenten und Niang aktuell noch schwer haben, für Borie ist die Konkurrenz durch die Verpflichtung von Felipe Chávez nicht kleiner geworden. Der offensive Mittelfeldspieler hatte allerdings im Trainingslager in Bad Waltersdorf schon sehr überzeugt.