Verträge bis 2027 – bei diesen FC-Profis muss Thomas Kessler bald eine Entscheidung treffen

Thomas Kessler hat mit seinen Transfers bereits Euphorie ausgelöst
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Verträge bis 2027 – bei diesen FC-Profis muss Thomas Kessler bald eine Entscheidung treffen

Am 30. Juni 2027 laufen die Verträge von gleich sieben FC-Profis aus. Marvin Schwäbe ist Kapitän und unumstrittener Stammtorwart, Offensivtalent Youssoupha Niang gilt als Versprechen für die Zukunft. Unterdessen kommen Luca Waldschmidt und Marius Bülter nicht über ihre Rollen als Ersatzspieler hinaus. Bei allen Spielern gibt es Gründe für und gegen einen Verbleib beim 1. FC Köln: Diese Vertragsentscheidungen stehen bald an.

Die Situationen der Spieler, deren Verträge auslaufen, sind geklärt. Es wurden Kaufoptionen gezogen, Leihen beendet, Kontrakte ausgeweitet. Neben den fehlenden Neuzugängen dürfte der Fokus aber auch auf den Verträgen liegen, die 2027 auslaufen. Denn wenn die Geißböcke noch an diesen Spielern verdienen wollen, wäre jetzt der letzte Zeitpunkt. Die Alternative sind wohl Vertragsverlängerungen, aber auch da müsste Kessler aktiv werden.

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Die Spieler mit auslaufenden Verträgen sind eine der Baustellen, die FC-Sportchef Thomas Kessler im Rahmen der Kaderplanung angehen muss. Bei manchen Profis stehen die Zeichen auf Verlängerung. Andere Kandidaten kommen für einen vorzeitigen Abschied in Frage. Erst einmal vom Tisch ist auf jeden Fall die Causa Timo Hübers. Zwar hat das Arbeitspapier des Innenverteidigers auch nur eine Gültigkeit bis zum 30. Juni 2027, allerdings wurde der Vertrag des Ex-Kapitäns erst vor ein paar Wochen bis zu ebenjenem Zeitpunkt verlängert (come-on-fc.com berichtete). Hübers hatte sich im vergangenen Jahr schwer am Knie verletzt und arbeitet derzeit an seinem Comeback. Wann er wieder in einem Bundesligaspiel auf dem Platz stehen kann und wie der Innenverteidiger danach Fuß fasst, steht noch in den Sternen.

Drei offene Torwart-Fragen

Ganz anders ist die Situation bei Marvin Schwäbe. Der gebürtige Dieburger gehört als Stammtorwart und Kapitän zweifellos zu den Stützen des FC-Teams. Ein Abgang wäre menschlich und sportlich ein Verlust. Dank seiner Fähigkeiten auf der Linie und in 1-zu-1-Situationen muss er sich vor den besten Bundesliga-Torhütern nicht verstecken. Und im Spielaufbau hat Schwäbe ebenfalls Stärken. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der FC-Keeper in punkto Strafraumbeherrschung nicht immer den sichersten Eindruck macht.

Schwäbe selbst kann sich eine Zukunft in Köln vorstellen, wurde von seinem Managment angeblich aber auch schon auf dem Markt angeboten. Offenbar ist der FC hinsichtlich einer vorzeitigen Vertragsverlängerung aber gar nicht im Zugzwang. Denn laut einem Bericht der BILD-Zeitung besagt eine Vertragsklausel, dass sich Schwäbes Kontrakt bis 2028 verlängert, wenn er in der kommenden Spielzeit rund zwanzig Mal zum Einsatz kommt. Kessler könnte hier also erst einmal die weitere Entwicklung abwarten und zunächst die weiteren Kader-Baustellen angehen.

Ron-Robert Zieler und Mathias Köbbing komplettieren das Torwart-Trio mit auslaufenden Verträgen. Aber auch hier drängt eine zeitnahe Entscheidung aus Sicht des 1. FC Köln nicht, zumal beide Keeper für die Position als Nummer 1 im FC-Tor ohnehin nicht in Frage kommen.

Offensiv-Routiniers mit Zukunft beim FC?

In der Offensive stehen mit Luca Waldschmidt und Marius Bülter zwei erfahrene Akteure im Fokus, deren Verträge ebenfalls 2027 enden. Waldschmidt ist ein feiner Techniker und zudem variabel einsetzbar. Er machte vor allem in der zweiten Saisonhälfte 2025/26 mit einigen Scorer-Punkten auf sich aufmerksam – allerdings in erster Linie als Joker. Denn als Stammspieler konnte sich Waldschmidt beim FC bislang nicht etablieren, dafür sind seine Leistungen zu inkonstant. Das spricht auch gegen eine vorzeitige Vertragsverlängerung. Zumal Waldschmidt mit der Rolle des Ergänzungsspielers ohnehin unzufrieden sein dürfte. Sollte es also einen Markt für den Spieler geben, könnten die Zeichen im Sommer eher auf Trennung stehen, bei der Köln dann noch Transfereinnahmen generieren könnte.

Auch für Marius Bülter könnte man in diesem Sommer noch eine marktgerechte Ablöse kassieren. „Bülti“ legte beim FC mit vier Scorerpunkten in den ersten beiden Saisonspielen einen Traumstart hin. Anschließend wurde es aber lange Zeit ziemlich ruhig um den Offensivakteur, der erst Richtung Saisonende wieder Fahrt aufnahm und bei Union Berlin ein Traumtor schoss. Bülter fehlt aber genau wie Waldschmidt die Konstanz, um eine dauerhafte Startelf-Option zu sein. Zudem ist er mit 33 Jahren auch schon im gehobenen Fußballalter.

Für einen Verbleib des gelernten Linksaußen könnte aber sprechen, dass Thomas Kessler mit Said El Mala und Jakub Kaminski seine besten linken Offensivspieler möglicherweise noch verkauft. Zwar werden sich die Geißböcke dann zweifellos nach Alternativen umschauen, könnten aber mit Bülter als Backup planen. Eine Vertragsverlängerung würde aber wohl nur zu leistungsbezogenen Konditionen Sinn ergeben.

Wie geht es weiter mit Niang?

Bliebe noch Youssoupha Niang. Das junge Sturmtalent gilt als Versprechen für die Zukunft, deshalb wäre ein ablösefreier Wechsel im Sommer 2027 besonders schmerzhaft. Unter Lukas Kwasniok gab Niang in der Rückrunde gegen den BVB sein Startelfdebüt in der Bundesliga. Bei René Wagner kam er aber bislang nur zu einigen Kurzeinsätzen.

Trotzdem würde eine Vertragsverlängerung Sinn machen. Damit könnte der 1. FC Köln verhindern, im nächsten Jahr ein weiteres Talent ohne angemessenen Transfererlös zu verlieren. Und sollte Niang in Wagners Kaderplanungen für die kommende Saison keine Rolle spielen, könnte man dem jungen Spieler mit einer Leihe mehr Einsatzzeit und den nächsten Entwicklungsschritt ermöglichen.



Die ersten Entscheidungen sind gefallen – wer geht, wer bleibt, wer soll gehen

Die Kölner Spieler feiern den Sieg gegen Freiburg mit den Fans
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Die ersten Entscheidungen sind gefallen – wer geht, wer bleibt, wer soll gehen

Die ersten Abgänge stehen mittlerweile fest. Doch es wird ganz sicher weitere geben. Und bei einigen zeichnen sich schon bald Lösungen ab. Übersicht zur aktuellen Kader-Situation beim 1. FC Köln.

Seit dem Wochenende häufen sich auch die Gerüchte um mögliche Abgänge oder nicht gezogene Kaufoptionen. Fix ist noch nicht viel, doch erste Konturen sind sichtbar.

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Diese Spieler werden den FC verlassen

Für Florian Kainz gab es am Wochenende noch einmal ein besonderes Erlebnis. Der Ex-Kapitän der Kölner war gemeinsam mit Linton Maina in Berlin und verfolgte das DFB-Pokalfinale live vor Ort. Für den Österreicher beginnt bekanntlich nun ein anderes Kapitel, der Mittelfeldspieler hat sein Karriereende bekannt gegeben. Genauso wurden Luca Kilian und Dominique Heintz nach dem letzten Heimspiel gegen Heidenheim offiziell verabschiedet. Eric Martel macht das Quartett der ganz sicheren Abgänge komplett. Der Mittelfeldspieler hat bekanntlich bei Mainz unterschrieben und wurde dort auch schon vorgestellt. Zwar wurde der Abgang noch nicht bestätigt, doch sickerte am Sonntagabend durch, dass die Kölner die Kaufoption bei Felipe Chávez nicht ziehen werden. Das Talent kehrt demnach zu den Bayern zurück.

Das sind die aktuellen Wackelkandidaten beim FC

Nicht ganz so sicher, aber sehr wahrscheinlich erscheint ein Abgang von Kristoffer Lund. Der Wahl-Amerikaner konnte auf der linken Schiene nicht wie erhofft überzeugen, leistete sich einige folgenschwere Patzer und wird wohl nach Palermo zurückkehren. Bei dem italienischen Zweitligisten ist man sich zurzeit auch nicht sicher, wie es weitergeht. Offen ist die Situation bei Jahmai Simpson-Pusey. Der FC will den Spieler behalten, würde auch die Ablöse von acht Millionen Euro aufbringen, nur ist nicht klar, wie Manchester City die Personalie bewertet. Die „Sky Blues“ haben das letzte Wort.

Keine konkreten Wechselbewegungen gibt es bei einer Handvoll weiterer Spieler, die aber durchaus in eine Rubrik fallen könnten, die Thomas Kessler in der Vergangenheit bereits angesprochen hat. Der Geschäftsführer erklärte, dass durchaus Akteure geben könnte, die mit ihrer aktuellen oder künftigen Situation nicht zufrieden seien und daraus könnten sich dann doch Wechselabsichten ergeben. Unzufrieden dürfte etwa Denis Huseinbasic sein. Der spielte unter René Wagner keine Rolle und soll darüber alles andere als glücklich sein. Da der Trainer nun bleibt, könnte der Mittelfeldspieler um seine Chancen bei den Geißböcken fürchten. Entschieden ist da aber noch nichts. Weitere potenzielle Kandidaten könnten Spieler wie Luca Waldschmidt oder Linton Maina sein.

Um diese Spieler gibt es Transfergerüchte

Schon über die gesamte Saison ranken sich die Transfergerüchte um Said El Mala. Es wird wohl Richtung England gehen. Das ist die einzige Konstante in den Spekulationen, nachdem sich die deutschen Vereine aufgrund der kolportierten Wunschablöse aus dem Rennen verabschiedet haben. Sollte aber ein Club die offenbar geforderten 50 Millionen (oder mehr) auf den Tisch legen, wird der Kölner Youngster den Verein verlassen. Das gilt auch für Jakub Kaminski. Nur mit dem Unterschied, dass dem FC die Hände gebunden sind, sollte ein Interessent die festgeschriebene Ausstiegsklausel bezahlen. Die liegt bei rund 20 Millionen Euro. Auch dort soll es Interessenten aus der Premier League geben, konkret ist nach Informationen von come-on-fc.com noch nichts. Genauso wenig wie bei Marvin Schwäbe, dessen Abgang ohnehin sehr unwahrscheinlich ist.

Bei Cenk Özkacar ist die Situation offenbar verzwickt. Nach Informationen von come-on-fc.com laufen aktuell noch die Gespräche mit Valencia und dem Spieler, allerdings sind sie ein wenig ins Stocken geraten. Knackpunkt soll das Gehalt des Akteurs sein. Der Innenverteidiger hatte sich zuletzt zwar festgespielt, doch unumstritten ist der 25-Jährige nicht.

Wer kommt zurück?

Rein vertraglich werden nahezu alle Leihspieler erst einmal zum FC zurückkehren. Bei Rasmus Carstensen ist der Abschied so gut wie sicher. Für Imad Rondic wird man eine andere Lösung finden wollen. Dass der Stürmer noch einmal für den FC aufläuft, gilt als unwahrscheinlich. Jusuf Gazibegovic kündigte an, seine Chance nutzen zu wollen. Beim Verein soll das allerdings mindestens skeptisch gesehen werden. Mit Jaka Potocnik und Mansour Ouro-Tagba würde man am liebsten weitere Leihkonstrukte angehen. Julian Pauli und Elias Bakatukanda sollen dem Vernehmen nach ihre Chance in der Vorbereitung bekommen.

Das ist der Kader des 1. FC Köln für die kommende Saison – nach jetzigem offiziellen Stand (ohne die Leihspieler)

Tor
Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler, Matthias Köbbing

Abwehr
Joel Schmied, Timo Hübers, Jahmais Simpson-Pusey, Rav van den Berg, Cenk Özkacar, Sebastian Sebulonsen, Kristoffer Lund, Alessio Castro-Montes

Mittelfeld
Tom Krauß, Denis Huseinbasic, Said El Mala, Jakub Kaminski, Isak Johannesson, Felipe Chávez, Jan Thielmann, Linton Maina,

Sturm
Luca Waldschmidt, Ragnar Ache, Malek El Mala, Marius Bülter (+Youssoupha Niang, Fynn Schenten)

Offene Verträge beim 1. FC Köln: Desolater Auftritt zur Unzeit

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Offene Verträge beim 1. FC Köln: Desolater Auftritt zur Unzeit

Beim letzten Heimspiel der Saison mit ungewisser Zukunft lieferten Cenk Özkacar und Kristoffer Lund schwache Auftritte zum ungünstigsten Zeitpunkt ab. Beide Leihspieler hätten gegen Heidenheim Argumente für ihren Verbleib sammeln können. 1. FC Köln: Offene Verträge, schwache Auftritte

Der Klassenerhalt war längst gesichert, die Saison so gut wie abgehakt. Und doch hatte das letzte Heimspiel des 1. FC Köln gegen den FC Heidenheim für einige Akteure im Kader eine ganz eigene Bedeutung. Für Leihspieler wie Cenk Özkacar und Kristoffer Lund war es eine von zwei letzten Gelegenheiten, Geschäftsführer Thomas Kessler von ihrer Qualität zu überzeugen. Was die Auftritte der beiden über ihre Zukunft am Geißbockheim verraten.

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Das übergeordnete Saisonziel der Geißböcke war bereits vor Anpfiff erreicht. Und dennoch war der Auftritt gegen Heidenheim ein Gradmesser – nicht nur für Trainer René Wagner, sondern auch für diverse Personalien im Kader. Geschäftsführer Thomas Kessler muss sich in den kommenden Wochen die Frage stellen, ob diese Spieler über den Sommer hinaus für die Domstädter auflaufen werden. Umso bedenklicher stimmt daher der Auftritt am Sonntagnachmittag. Coach Wagner blickt auf diese Angelegenheit mit mittlerweile bekannter Besonnenheit. „Es war ein Bundesligaspiel, das wir verloren haben. Am Ende geht es immer um die Aufgabe. Wir haben versucht, in der Halbzeitpause ein, zwei Dinge anzupassen. Das ist uns in der zweiten Hälfte teilweise gelungen, teilweise aber auch nicht. Wir können uns nicht damit beschäftigen, was drum herum passiert, auch nicht, was in den nächsten Tagen passiert.“

Cenk Özkacars gebrauchter Tag

Insbesondere zwei Akteuren gelang es auf dem Platz nicht, das Spiel gegen Heidenheim zu nutzen, um Zweifel an einem möglichen Verbleib in der Domstadt zu zerstreuen. Dazu gehörte Innenverteidiger Cenk Özkacar, der einen gebrauchten Tag erwischte – obwohl er sich das zu diesem Zeitpunkt wohl am wenigsten leisten konnte. Wie der „Kicker” in der vergangenen Woche berichtete, wollen die Verantwortlichen des 1. FC Köln den 25-jährigen Türken fest vom FC Valencia verpflichten und die Kaufoption von rund zwei Millionen Euro ziehen. Nach Informationen von Sky ist ein Verbleib des Innenverteidigers jedoch noch keine beschlossene Sache. Genau deshalb hätte sich das Spiel gegen Heidenheim angeboten, um überzeugende Argumente für die anstehenden Verhandlungen zu sammeln. Das Gegenteil war jedoch der Fall. Özkacar leitete das 0:1 mit einem katastrophalen Fehlpass durch das Zentrum selbst ein, war beim Gegentreffer nicht eng genug am Torschützen und verlor über die gesamte Partie hinweg ungewohnt viele direkte Duelle auf der letzten Linie. Auch beim zwischenzeitlichen 1:2 fehlte ihm im entscheidenden Moment der Zugriff. Ein Auftritt zum Vergessen zur Unzeit.

Kristoffer Lund wusste nicht zu überzeugen

In diesem Zusammenhang rückt neben Özkacar auch Kristoffer Lund in den Fokus. Zwar sah er beim zweiten Treffer der Heidenheimer unglücklich aus, letztlich konnte er gegen den Abschluss von Arijon Ibrahimović jedoch wenig ausrichten. Und doch lässt sich diese Szene als sinnbildlich für seinen Gesamtauftritt gegen die Mannschaft von der Brenz lesen. In der offensiv ausgerichteten Rolle des Wingbacks warf Lund alles hinein, was er hatte, doch gegen den überragend aufgelegten Eren Dinkçi hatte er über weite Strecken das Nachsehen.

Wie bei Özkacar hatte Geschäftsführer Thomas Kessler auch für Lund eine Kaufoption vereinbart: Rund zwei Millionen Euro würden fällig, wollte der FC den Spieler fest verpflichten. Wie come-on-fc.com berichtet, ist ein Verbleib des Abwehrspielers daher alles andere als sicher. „Sky“ berichtet zudem, dass der FC die Kaufoption nicht ziehen wird. Dann würde Lund im Sommer zurück nach Italien zum SSC Palermo gehen. Thomas Kessler ließ sich am Donnerstag diesbezüglich nicht in die Karten schauen, als er über die Leihen sprach. Er erklärte jedoch, dass man ganz bewusst Kaufoptionen in die Leihverträge verankert habe.

Kein Grund für voreilige Schlüsse

Fest steht: In der spannenden Situation beider Spieler wäre ein starkes Signal wichtig gewesen. Und dennoch gilt es, nach dem desolaten Spiel gegen Heidenheim keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Özkacar und Lund haben in dieser Saison effektiv zum Klassenerhalt beigetragen und sind sowohl unter Kwasniok als auch unter Wagner zu festen Größen bei den Rheinländern aufgestiegen. Ihre Bilanz spricht für sich. Doch genau darin liegt das Dilemma, vor dem Thomas Kessler in den kommenden Wochen steht. Auftritte wie gegen Heidenheim streuen Zweifel, ob die vorhandenen Optionen tatsächlich ausreichen, um die sportliche Weiterentwicklung des 1. FC Köln in der kommenden Saison voranzutreiben. Oder ob es nicht an der Zeit wäre, auch andere Wege zu prüfen.

Hübers, Kaminski, Martel und Krauß – Das sagt Thomas Kessler zu den offenen Verträgen

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an
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Hübers, Kaminski, Martel und Krauß – Das sagt Thomas Kessler zu den offenen Verträgen

Der Geschäftsführer Sport der Geißböcke steckt bereits mitten in den Kaderplanungen für die kommende Saison. Und sowohl hinter der Zukunft von altgedienten Akteuren als auch von aktuellen Leihspielern standen bisher noch Fragezeichen. Das sagt Thomas Kessler zu offenen Verträgen beim 1. FC Köln.

Kaufoption, gute Gespräche und zeitnahe Entscheidungen: Beim 1. FC Köln wird auf Hochtouren an der Zusammenstellung des Kaders für die anstehende Saison gearbeitet. Thomas Kessler verriet am Donnerstag auf Nachfrage von come-on-fc.com, wie es unter anderem um Eric Martel steht.

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Noch zwei Spiele stehen in der aktuellen Saison aus für den 1. FC Köln – und der Klassenerhalt ist bekanntermaßen so gut wie in trockenen Tüchern. Bisher fuhr FC-Geschäftsführer Sport Thomas Kessler auf Grund der ungewissen Lage zweigleisig, kann sich nun aber mit ziemlicher Sicherheit auf die Kaderplanung für eine weitere Saison in der Bundesliga konzentrieren. „Wenn die Wahrscheinlichkeit steigt, dass du in der Bundesliga bleibst, dann vereinfacht dir das natürlich die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen“, sagte Kessler am Donnerstag in einer Medienrunde.

Dabei geht es für den Verantwortlichen mitsamt seinem Team allerdings nicht alleine um die Planung weiterer Neuzugänge. Auch die Frage nach der Zukunft von Spielern der aktuellen Mannschaft muss sich der 40-Jährige stellen. Wer soll dem FC in der kommenden Spielzeit erhalten bleiben, von wem trennt man sich? Bekanntlich sind noch eine Vertragssituationen unklar, bei anderen deutet sich eine Lösung an.

Mit Hübers in guten Gesprächen

So zum Beispiel bei Timo Hübers, der bekanntermaßen aufgrund seiner schweren Knieverletzung aus dem Duell gegen Borussia Dortmund weiterhin ausfällt. Ende April äußerte sich der Ex-Kapitän bereits zum Stand. „Wir sind da auf einem ganz guten Weg, uns dann auch einig zu werden“, sagt Hübers in der aktuellen Folge des FC-Podcasts von Radio Köln. „Ich glaube auch nicht, dass das noch so lange dauert.“ Und das bekräftigte Kessler nun auch noch einmal am Donnerstag in einer Medienrunde. „Wir sind in sehr guten Gesprächen, so dass ich glaube, dass wir uns sehr schnell einigen könnten“, so der 40-Jährige. „Dass er den Vertrag noch nicht unterschrieben hat, liegt nicht daran, dass beide Seiten pokern, sondern weil er auch viel von außen gearbeitet hat.“ Intern gehe man davon aus, dass es vielleicht mit dem Comeback „Richtung Rückrunde“ gehen kann. „Da bekommt er null Zeitdruck, sondern bekommt die Unterstützung von uns.“

Kaufoption wird gezogen

Ebenfalls kurz vorm Abschluss steht die Verpflichtung von Jakub Kaminski. Der Pole hatte in dieser Spielzeit total überzeugt. Zu Beginn der Saison deutete sich schon an, welches Potenzial der polnische Nationalspieler mitbringt. Kessler betonte noch einmal, “dass wir die Kaufoption für ihn ziehen werden. Ich glaube, dass er das das umgesetzt hat, was wir uns durch die Leihe versprochen haben“, sagte Kessler und betonte, dass er das dem VfL Wolfsburg auch schon „per Tonspur“ mitgeteilt habe. Eine Kaufoption, die für den FC perfekt aufgegangen ist und deswegen auch als Beispiel für mehr dienen soll. „Deswegen haben wir ja auch bei allen Leihen die Möglichkeit genutzt, eben auch eine Kaufoption zu hinterlegen und die werden wir bei Kuba definitiv ziehen.“ Dabei besteht zumindest in der Theorie die Chance, dass der Offensivspieler per Ausstiegsklausel wechseln könnte. Genau wollte sich Kessler dazu nicht äußern.

Zeitnahe Entscheidung

Sicher dürfte auch der Verbleib eines weiteren Mittelfeldspielers sein. “Bei Tom Kraus ist es so, dass es eine Kaufpflicht gibt, die an die Anzahl von Spielen gekoppelt ist und eben an den Klassenerhalt. Der ist jetzt noch nicht bei 100 Prozent, aber wir werden ja spätestens am Sonntag alles dafür tun, dass es soweit ist und und auch Tom deswegen Teil unserer Mannschaft bleibt.“ Der Mittelfeldspieler hatte vor allem zum Jahresbeginn überzeugt, sich festgespielt, war dann aber nach einer Verletzung wieder außen vor. Ob er sich auch in der kommenden Saison dem Konkurrenzkampf mit Eric Martel stellen muss, ist nach wie vor nicht klar. „Da gibt es keinen neuen Stand, wir sind da im Austausch“, sagte Kessler. „Ich denke, da wird es zeitnah eine Entscheidung geben.“


Ungewisse Zukunft und Suche nach Alternativen: Diese Spieler könnten Eric Martel beim 1. FC Köln ersetzen

Eric Martel vom 1. FC Köln
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Ungewisse Zukunft und Suche nach Alternativen: Diese Spieler könnten Eric Martel beim 1. FC Köln ersetzen

Die Zukunft von Eric Martel beim 1. FC Köln ist auch drei Spieltage vor Saisonende weiter ungewiss. Der Vertrag des defensiven Mittelfeldspielers läuft im Sommer aus, Interessenten ploppen auf. Und so verwundert es nicht, dass man sich nach Alternativen umschaut beim 1. FC Köln: Wer könnte auf Eric Martel folgen?

Eric Martel gehört beim 1. FC Köln zum Stammpersonal und bestritt in der laufenden Saison bislang 29 von 31 Bundesligaspielen. Einzig am 17. sowie am 28. Spieltag musste er aufgrund einer Gelb- bzw. Gelb-Rot-Sperre pausieren. Auch wenn der gebürtige Straubinger in der Rückrunde nicht mehr ganz an die starke Hinrunde anknüpfen kann, so ist er auch unter (Interims-)Coach René Wagner nach dem Abgang von Cheftrainer Lukas Kwasniok weiter gesetzt. Hinter der Zukunft in Köln stehen aber weiter Fragezeichen. Zuletzt ploppt ein kolportiertes Interesse des VfL Wolfsburg auf.

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Auch zuletzt stand Eric Martel im rheinischen Duell gegen Bayer 04 Leverkusen (1:2) 85 Minuten auf dem Rasen. In der Schlussphase wurde er aus taktischen Gründen für eine offensivere Ausrichtung ausgewechselt. Aus Kölner Sicht ist die Situation klar. Man würde den Mittelfeldspieler gerne halten und den im Sommer auslaufenden Vertrag verlängern. Allerdings hat auch das Zögern Martels seine Verhandlungsposition beeinflusst und dem FC zu denken gegeben. Der Club beschäftigt sich längst bereits mit möglichen Optionen. Bei den aufgeführten Alternativen handelt es sich jedoch nicht um konkrete Gerüchte, sondern um eine Aufzählung möglicher Alternativen. Eine der ersten genannten war schon im Winter der dänische U21-Nationalspieler Silas Andersen vom schwedischen Erstligisten BK Häcken. Er gilt als robuster Abräumer im Mittelfeld und soll dem Vernehmen nach für eine Summe im Bereich von sieben Millionen Euro zu haben sein. Ein Angebot der Kölner in Höhe von rund vier Millionen Euro soll bereits eingegangen sein. Jedoch war dies zu wenig für den schwedischen Meister von 2022. Andersen hat seinen Vertrag mittlerweile allerdings verlängert.

Zwei alte Bekannte

Mit Ellyes Skhiri könnte ein Spieler interessant werden, der bereits von Sommer 2019 bis Sommer 2023 für den „Effzeh“ auflief. Seit seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt stagniert die Karriere des Tunesiers jedoch ein wenig. In der laufenden Saison kam er zwar wettbewerbsübergreifend in 31 Partien zum Einsatz, dabei stand er allerdings nur 17 Mal in der Anfangsformation. An Köln hat der laufstarke Mittelfeldmann gute Erinnerungen, war er doch unangefochtener Stammspieler und Leistungsträger. Mit bald 31 Jahren könnte der kommende Sommer für Skhiri möglicherweise die letzte Chance sein, noch einmal woanders anzugreifen und einen längerfristigen Vertrag zu unterschreiben. Sein Arbeitspapier in Frankfurt ist noch bis Sommer 2027 datiert. Daher können die Hessen ihn wohl nur noch in diesem Sommer für eine vergleichsweise angemessene Ablösesumme verkaufen. Mit CAA Stellar hat Skhiri zudem den gleichen Berater wie Köln-Neuzugang Isak Johanesson.

Ein weiterer Name mit Kölner Vergangenheit, der medial bereits genannt wurde, ist der von Yannick Gerhardt. Der Bruder von Anna Gerhardt aus der Frauenmannschaft des 1. FC Köln spielt seit mittlerweile knapp zehn Jahren beim VfL Wolfsburg, der 2016 rund 13 Millionen Euro für den gebürtigen Würselener an den Rhein überwies. Mit mittlerweile 32 Jahren hat Gerhardt viel erlebt, spielte mit den Wölfen vor einigen Jahren sogar in der Champions League. Die Realität und Gegenwart sieht allerdings anders aus. Mit 25 Punkten steht der VfL Wolfsburg auf dem vorletzten Tabellenplatz und steht somit kurz vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga. Ob der flexibel einsetzbare Defensivmann den Weg nach fast 300 Pflichtspielen für die Niedersachsen allerdings mit antritt, erscheint mehr als nur fraglich. In Köln wäre Gerhardt im Falle einer Rückkehr sicher auf Anhieb ein Führungsspieler, der mit seiner Erfahrung und Variabilität viel Unterstützung für die jungen Spieler und Soforthilfe auf mehreren Positionen liefern kann.

Der 1. FC Köln als Karriere-Anheizer

Neben zwei Ex-Kölnern brachte DERWESTEN zuletzt weitere Namen ins Gespräch. Die Rede ist unter anderem von Mahmoud Dahoud, der wie Skhiri bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag steht. Mittlerweile 30 Jahre alt, spielt der zentrale Mittelfeldspieler seit der Ankunft von SGE-Coach Albert Riera keine Rolle mehr in den Planungen der Hessen und wird den Club nach Ablauf seines Vertrags im Sommer verlassen. Auch wenn Dahoud mit knapp 200 Bundesligaeinsätzen wie Gerhardt zuvor eine Menge an Erfahrung im deutschen Oberhaus mitbringt, dürfte seine Vergangenheit bei Borussia Mönchengladbach bei einigen Fans für Unverständnis sorgen. Der Spieler wäre zwar ablösefrei zu haben, die Kölner Verantwortlichen werden sich die Verpflichtung eines ehemaligen „Fohlen“ aber sicher überlegen.

Ein weiterer Spieler, der für die Kölner möglicherweise eine interessante Option sein könnte, ist Gerhardts Teamkollege Matthias Svanberg. Der schwedische Nationalspieler ist mit 27 Jahren noch relativ jung und hat noch einige Jahre vor sich, dazu ist er von seiner Statur und Körpergröße her Eric Martel ziemlich ähnlich. Ähnlich wie auch Gerhardt ist er kein Stammspieler in Wolfsburg und könnte sich vor allem bei einem Abstieg auf die Suche nach einer neuen sportlichen Herausforderung machen. Svanbergs Vertrag beim VfL läuft noch bis Sommer 2027, sein Marktwert wird derzeit auf rund 9 Millionen Euro taxiert. Mit Elvis Rexhbecaj hat der VfL Wolfsburg zudem bereits einen alten bekannten als Rückkehrer für das zentrale Mittelfeld verpflichtet.

Egal, wie sich Martel und/oder der 1. FC Köln entscheiden werden, mit einer Verkündung dürfte wohl nicht allzu schnell zu rechnen sein. Zu unwahrscheinlich erscheint eine Entscheidung beider Partien aktuell inmitten einer Phase, in der man um die sportliche Zukunft in der höchsten deutschen Spielklasse kämpft. Vermutlich ein entscheidender Punkt in Martels Vorstellung vom Verbleib in Köln.

Kommt es zum Abgang beim 1. FC Köln? Eric Martel im Fokus des VfL Wolfsburg

Wie geht es weiter mit Eric Martel?
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Kommt es zum Abgang beim 1. FC Köln? Eric Martel im Fokus des VfL Wolfsburg

Am Wochenende stand der Mittelfeldspieler aufgrund eines vermeintlichen Handspiels im Fokus. Thema bleibt aber nach wie vor die Vertragssituation des Sechsers. Nun gibt es offenbar einen Interessenten für den Spieler des 1. FC Köln: Der VfL Wolfsburg ist an Eric Martel interessiert.

Bleibt er oder gibt es den Wechsel? Die Vertragssituation von Eric Martel ist nicht geklärt. Nun bringt sich ein direkter Konkurrent in Stellung.

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Eric Martel war noch sichtbar angefressen, da war die Begegnung für den Sechser auf dem Platz schon längst beendet. Der Mittelfeldspieler war ausgewechselt worden und haderte nun von der Bank aus mit so einigen Entscheidungen von Robert Hartmann. Dass Spieler und Unparteiischer in diesem Duell nicht mehr zukommen würden, lag wohl vor allem an der Szene der ersten Halbzeit. Der 23-Jährige hatte den Ball mit irgendwas zwischen Schulter und Arm berührt, sich aber zugegebenermaßen unglücklich Richtung Kugel bewegt. Hartmann entschied auf Strafstoß, zum Ärger Martels und dem Rest des Teams. Wirklich glücklich war der Mittelfeldspieler verständlicher Weise nach der Niederlage nicht mehr. Ob er das in der kommenden Saison beim FC sein wird, ist nach wie vor offen. Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft bekanntlich im Sommer aus. Martel hatte sich die Hinrunde Bedenkzeit erbeten, mittlerweile ist die Rückrunde fast dazugekommen.

Gespräche wurden bereits geführt

Viel Zeit, die beim FC dazu geführt hat, dass man sich durchaus nach Alternativen umschaut. Die Kölner Verantwortlichen würden den Sechser gerne halten, wissen um die Qualitäten, schätzen die Zuverlässigkeit, die Konstanz. Ein Angebot soll dem Vernehmen nach auf dem Tisch liegen. Doch der Club wird nicht ewig warten. Bislang sah es so aus, als läge der Verhandlungsdruck eher bei Martel. Denn die Interessenten standen noch nicht Schlange. Das dürfte sich in den kommenden Wochen ändern. Immerhin wäre der ehemalige Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft dann ablösefrei zu haben, einen Markt wird es für ihn geben. Und tatsächlich scheint sich nun ein direkter Konkurrent in Stellung zu bringen. Wie die „Wolfsburger Allgemeine Zeitung“ berichtet, soll sich der VfL Wolfsburg mit dem Kölner Spieler beschäftigen. Ein konkretes Angebot haben die Wölfe dem Mittelfeldspieler demnach noch nicht unterbreitet, Gespräche soll es bereits gegeben haben.

Dass der VfL Interesse zeigt, ist nicht überraschend. Denn die Wölfe hatten den Mittelfeldspieler schon in der Vergangenheit auf der Liste gehabt. Ein Wechsel zum VfL käme ohnehin – wenn überhaupt – nur beim Klassenerhalt der Niedersachsen zu Stande und nach dem jetzigen Stand auch überraschend. Martel hatte sich Bedenkzeit erbeten, um eine Entwicklung beim FC wahrzunehmen. Die des VfL war in dieser Saison sicherlich keine positive. Allerdings will sich Wolfsburg in der kommenden Spielzeit neu aufstellen. Namen wie Niclas Füllkrug werden gehandelt. Mit Elvis Rexhbecaj hat bereits ein zentraler Mittelfeldspieler unterschrieben. Die Chancen, dass Martel beim FC bleibt, dürften mit dem Klassenerhalt sicher steigen und daran wird der Sechser mitarbeiten. Gleichzeitig dürften sich schon bald aber weitere Clubs in Stellung bringen. „Ich habe noch keine Entscheidung getroffen. Wir sind in Gesprächen“, sagte Martel noch am Samstag. Da war die Stimmung schon wieder besser.


Talente, höhere Transfererlöse, wirtschaftlicher Fortschritt – Wird der 1. FC Köln unter Thomas Kessler zum Entwicklungsclub?

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Talente, höhere Transfererlöse, wirtschaftlicher Fortschritt – Wird der 1. FC Köln unter Thomas Kessler zum Entwicklungsclub?

Im Sommer wurde Thomas Kessler für seine Transferpolitik gefeiert. Mittlerweile sind nicht mehr alle Fans restlos von der Arbeit des Geschäftsführers überzeugt. Dabei bewies der 40-Jährige zuletzt erneut sein Verhandlungsgeschick. Wird der 1. FC Köln unter Thomas Kessler zum Entwicklungslcub?

Bereits seit einiger Zeit ist das Vorhaben, aus jungen Spielern und ihrer Weiterentwicklung sportlichen und wirtschaftlichen Profit zu schlagen, eine angestrebte Strategie beim 1. FC Köln. Mit seinen Verpflichtungen und Verhandlungen im vergangenen Sommer hat Thomas Kessler diesen Weg nun maßgeblich in eine vielversprechende Richtung gelenkt. Und das Vorhaben soll die kommenden Jahre weiter ausgebaut werden – nicht umsonst haben die Geißböcke seit kurzen Tim Steidten mit an Bord.

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Die Meldung am Freitagabend wird die Fans des 1. FC Köln durchaus erfreut haben. Thomas Kessler überraschte ein wenig damit, dass er eine Personalie ausplauderte. Am Geißbockheim hält man sich eigentlich grundsätzlich bedeckt, was Verträge, Vertragslaufzeiten und Co. angeht. Doch bei Sky erklärte der ehemalige Keeper der Kölner, dass man die Kaufoption von Jakub Kaminski ziehen werde. Möglicherweise sprach Kessler so offen über die Entscheidung, weil ohnehin kaum noch einer Zweifel an der festen Verpflichtung hatte. Denn die Entwicklung von Kaminski ist wohl neben der von Said El Mala die ganz große Überraschung in Köln. Bei Wolfsburg kam der Pole nicht mehr so richtig zurecht, beim FC blüht „Kuba“ zunehmend auf, ist in dieser Saison absoluter Leistungsträger – und das nicht nur aufgrund seiner zwölf Scorerpunkte. Die feste Verpflichtung des polnischen Nationalspielers ist also nur folgerichtig.

Ablöse von Kaminski bei 20 Millionen Euro

Bereits im Sommer war die sportliche Leitung für ihre Transfers gefeiert worden. Kessler hatte ein Dutzend neuer Spieler verpflichtet, rund 25 Millionen Euro in die Hand genommen und dem FC ein neues Gesicht verpasst. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt wurde der Sportboss über den grünen Klee gelobt, von Fans, von Experten. Angesichts der zwischenzeitlichen Bilanz von zwei Siegen aus 18 Spielen ebbte die Euphorie aber auch wieder ab. Nicht alle Transfers konnten die Form vom Sommer halten und dennoch hat der Geschäftsführer ganz offensichtlich viel richtig gemacht. Denn die Geißböcke gehen unter Kessler in eine Richtung, die man schon vor längerer Zeit einschlagen wollte, aber entweder falsch interpretierte oder einfach nicht umgesetzt bekam. Alleine die Vertragsverlängerung von Said El Mala war schon ein Meisterstück des 40-Jährigen. Der Kölner Shootingstar hat den FC-Fans viel Freude bereitet, war lange eine Art Lebensversicherung der Geißböcke.

Ein Abgang würde emotional schmerzen, wirtschaftlich nicht. Sollte El Mala den FC im Sommer verlassen, könnten die Kölner alleine von diesem Erlös finanziell sämtliche Kaufoptionen der Leihspieler bedenkenlos ziehen und den Kader zudem weiter aufpolieren. Wohlgemerkt die Ablöse für einen Spieler, der den FC gerade einmal 300.000 Euro gekostet hat. Bei der Verpflichtung hatte auch Christian Keller seine Finger im Spiel, doch die Vertragsverlängerung ohne Ausstiegsklausel wird dem FC viel Geld einbringen. Und auch beim Deal von Kaminski hat der Geschäftsführer offenbar viel richtig gemacht. Köln kann den Wolfsburger Leihspieler für rund fünf Millionen Euro verpflichten, laut „Kicker“ soll Kaminski dann einen Vertrag mit Ausstiegsklausel erhalten. Die liegt dem Artikel nach bei 20 Millionen Euro. 20! Eine Summe, die der Spieler sicherlich bald schon wert sein wird und die man in England vielleicht auch gerne bezahlt. Aber eben auch eine Summe, die vier Mal über dem Kaufpreis läge.

Der FC auf dem Weg zu einem Entwicklungsclub?

Wenn es nach den Kölner Verantwortlichen geht soll Kaminski ohnehin beim FC bleiben, wird das in der kommenden Spielzeit auch tun. Doch ist durchaus eine Linie zu erkennen. Die Kölner verpflichten junge Spieler, die den FC bei positiver Entwicklung sportlich und/oder wirtschaftlich weiterbringen. Ein Weg, den Keller schon in Köln gehen wollte. Nur ging der Plan in nur wenigen Fällen auf. Auch Thomas Kessler geht ins Risiko. Rav van den Berg wurde für rund acht Millionen Euro verpflichtet. Der 21-Jährige gilt als großes Talent, das irgendwann in England Fuß fassen will. Aktuell hinkt der Niederländer den Erwartungen hinterher. Doch das Potenzial ist groß. Geht van den Berg den Weg seines Bruders Sepp dürfte für den FC ebenfalls eine stolze Ablösesumme fällig werden. Auch Spieler wie Isak Johannesson befinden sich in einem Alter, in dem mit einer weiteren Entwicklung zu rechnen ist und damit auch einer Steigerung des Marktwerts.

Vorbild Frankfurt?

Das Vorgehen ist in der Bundesliga bekanntlich kein neues. Eintracht Frankfurt ist wohl das Paradebeispiel. Mehr als 450 Millionen Euro hat die Eintracht in den vergangenen sechs Jahren an ihren Talenten verdient. An Spielern wie Omar Marmoush, Hugo Ekitiké oder Randal Kolo Muani, die alleine knapp 280 Millionen Euro in die Kassen spülten. Jean-Mattéo Bahoya wurde im vergangenen Jahr ebenfalls heiß umworben, eine Ablöse von rund 80 Millionen Euro stand im Raum. Der Marktwert von Can Uzun soll bei 45 Millionen Euro liegen. 

„Ich sage meinen Scouts: ,Leute, das Wichtigste sind die Stärken, aber achtet auch auf die Schwächen, denn vielleicht können wir an diesem Problem arbeiten’“, sagte Krösche im vergangenen Jahr im „The Athletic“. „Bevor wir Omar (Marmoush, Anm. d. Red) verpflichtet haben, gab es schon eine Diskussion. Er war ein Spieler mit zahlreichen Schwächen, aber nur zwei, drei deutlichen Stärken“, so Krösche weiter. „Hätten wir uns also nur auf die Schwächen konzentriert, hätten wir ihn nie unter Vertrag genommen. Aber wir kamen zu dem Schluss, dass der Grund für seine schlechte Entscheidungsfindung darin lag, dass er nicht regelmäßig genug spielte.“ Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass auch externe Faktoren und eine gehörige Portion Glück bei den Transferbewegungen mitspielen. So war die Ablöse für Kolo Muani seinerseits vielleicht ein wenig hoch gegriffen.

Ein Glück, das den Kölner Verantwortlichen oft fehlte. Die Entwicklung beim FC ist aktuell eine Momentaufnahme. Doch ist die Richtung zum Entwicklungsclub aktuell eine spannende. Nicht zuletzt wird auch Tim Steidten in diesen Planungen künftig eine große Rolle spielen. Doch der 46-Jährige ist als „Perlentaucher“ bekannt, der ausgerechnet beim kommenden Gegner mit seiner Kaderplanung schon ein gutes Händchen bewiesen hat und Leverkusen zum Meister machte. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, bauen die FC-Verantwortlichen dazu gerade die Scouting-Abteilung personell um. Insofern sollten potenzielle Talente, mit denen sich der FC aktuell befasst, nicht frühzeitig als zu schlecht abgestempelt werden, nur weil sie nicht in den höchsten Klassenspielten. Ein El Mala spielte in der vergangenen Saison auch noch 3. Liga.

Ein wichtiger Faktor können aber natürlich auch die Eigengewächse spielen. Finn Schenten, Youssoupha Niang und Cenny Neumann haben in dieser Saison schon ihr Profi-Debüt gefeiert. Mit Schenten wurde erst jüngst der Vertrag bis 2030 verlängert. Ein klares Zeichen. Denn auch von den Talenten will man in Köln künftig noch mehr profitieren. Erst einmal sportlich – im Vergleich zu einigen Abgängen in der Vergangenheit im Fall der Fälle dann aber auch wirtschaftlich.


Talent Benjamin Ley bleibt langfristig beim 1. FC Köln

Benjamin Ley verlängert seinen Vertrag bei den Geißböcken
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Talent Benjamin Ley bleibt langfristig beim 1. FC Köln

Der FC hat den Kontrakt mit einem seiner großen Talente ausgedehnt. Benjamin Ley verlängert beim 1. FC Köln. Der 17-Jährige spielt seit elf Jahren mit dem Geißbock auf der Brust.

Noch vor wenigen Monaten hinterließ er einen guten Eindruck bei der U17-Weltmeisterschaft, nun hat er sich langfristig an die Geißböcke gebunden. Benjamin Ley bleibt noch einige Jahre beim FC.

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Die Geißböcke arbeiten weiter an der mittelfristigen Zukunft. Die Kölner haben eins ihrer größten Talente langfristig an sich gebunden. Wie der Verein am Mittag mitteilte bleibt Benjamin Ley weiterhin Teil der Geißböcke. „Wir freuen uns sehr, dass Ben seine sportliche Zukunft beim FC sieht und die nächsten Schritte seiner noch jungen Laufbahn gemeinsam mit uns gehen möchte. Ben ist am Geißbockheim groß geworden und zeichnet sich nicht nur durch sein großes Talent, sondern auch durch seinen Ehrgeiz und seine Mentalität aus“, sagt Lukas Berg, technischer Direktor der Kölner. „Diese Eigenschaften haben ihm von der U8 bis zur Unterschrift dieses Vertrags verholfen und bieten eine hervorragende Basis, um sich hier zum Profi zu entwickeln. Auf diesen Traum werden wir weiterhin gezielt zusammen hinarbeiten.“ 

„Ich werde weiter an meinem Traum hart arbeiten“

Der gebürtige Berliner wechselte 2015 ans Geißbockheim, ist seitdem fester Bestandteil jeglicher Juniorenmannschaften. Aktuell bei der U19 von Stefan Ruthenbeck. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Verantwortlichen und danke allen, die mich auf meinem Weg bis hierhin begleitet haben“, sagt Ley. „Für mich geht heute ein großer Traum in Erfüllung und ich freue mich, bei meinem Heimatverein, den ich, seit ich denken kann, liebe, verlängert zu haben. Ich werde weiter hart an meinem Traum arbeiten, vor 50.000 Fans im RheinEnergieSTADION zu spielen.“ Einen Vorgeschmack erhielt der 17-Jährige im Februar als er mit der U19 in der Youth League vor ausverkauften Haus gegen Inter Mailand spielte.

Der Mittefeldspieler kommt in dieser Saison wettbewerbsübergreifend auf 25 Einsätze für die U19. Insgesamt erzielte Ley vier Tore und bereitete sechs weitere vor. Für die deutsche U17 lief der Berliner mittlerweile sechs Mal auf. Bei der bitteren Halbfinal-Niederlage im DFB-Pokal am vergangenen Sonntag stand der Youngster 120 Minuten auf dem Feld. Der FC unterlag dem VfL Wolfsburg nach hartem Kampf 2:3.


Stammtorhüterin Irina Fuchs verlängert beim 1. FC Köln: „Alle haben es mir sehr leicht gemacht“

Irina Fuchs hat ihren Vertrag beim FC verlängert
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Stammtorhüterin Irina Fuchs verlängert beim 1. FC Köln: „Alle haben es mir sehr leicht gemacht“

Die mittelfristige Kaderplanung bei den Kölner Fußball-Frauen schreitet weiter voran. Auch Irina Fuchs verlängert ihren Vertrag beim 1. FC Köln. Die Stammtorhüterin hat einen Kontrakt bis 2028 bei den Geißböcken unterschrieben.

Sie kam als Talent, ist mittlerweile Stammtorhüterin bei den Geißböcken und hat nun ihren Vertrag verlängert. Auch Irina Fuchs bleibt den Kölner Fußballerinnen weiterhin erhalten. Die Keeperin hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben.

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Nach Amelie Bohnen, Vanessa Leimenstoll, Laura Vogt, Celina Degen, Anna-Lena Stolze, Sandra Maria Jessen und Laura Feiersinger hat nun auch Irina Fuchs ihren Kontrakt bei den Kölner Fußballerinnen verlängert. „Bereits bei der Verpflichtung von Irina Fuchs waren wir von ihrem großen Entwicklungspotenzial überzeugt. Es freut uns sehr, dass sie sich so schnell an die Frauen-Bundesliga angepasst und sich zu einem verlässlichen Rückhalt für unsere Mannschaft entwickelt hat“, sagt Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauenfußball beim FC. „Wir sind überzeugt, dass ihr Entwicklungspotenzial noch nicht ausgeschöpft ist.“  Die Keeperin kam im vergangenen Sommer zum Geißbockheim. Bereits am fünften Spieltag feierte die Schweizerin ihr Debüt beim FC.

„Es ist perfekt für mich gelaufen“

„Ich bin sehr glücklich hier und hätte vor meinem Wechsel nach Köln nicht erwartet, dass ich so schnell in der Bundesliga im Tor stehen würde. Es ist perfekt für mich gelaufen und die Vertragsverlängerung ist für mich ein Vertrauensbeweis des Clubs, über den ich mich sehr freue“, sagt Fuchs. „Köln ist meine erste Auslandsstation und alle haben es mir sehr leicht gemacht, dass ich mich von Anfang an hier super wohlgefühlt habe.“ Als Zwölfjährige war Fuchs zum FC Basel gekommen, feierte dort mit 17 ihr Debüt im Schweizer Cup. Fuchs bestritt bisher 16 Bundesligaspiele für die FC-Frauen und eins im DFB-Pokal. Sie wurde in dieser Saison zudem in den Kader für Spiele der Schweizer A-Nationalmannschaft berufen. 

Neben den nun acht Spielerinnen haben auch die Trainerinnen Britta Carlson und Jacqueline Dünker ihre Verträge in diesem Jahr schon ausgeweitet.


Auch Laura Feiersinger verlängert bei den Frauen des 1. FC Köln: „Das passt zu mir“

Laura Feiersinger in einem Spiel des 1. FC Köln
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Auch Laura Feiersinger verlängert bei den Frauen des 1. FC Köln: „Das passt zu mir“

Der FC macht bei seinen Fußballerinnen Nägeln mit Köpfen und hat die nächste Vertragsverlängerung eingetütet. Auch Laura Feiersinger bleibt beim 1. FC Köln. Die Vizekapitänin hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben.

Der FC hat eine weitere wichtige Personalie verkündet. Laura Feiersinger bleibt bis zum Sommer 2028 bei den Geißböcken. Die 32-Jährige hat ihren Vertrag verlängert.

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Nach Amelie Bohnen, Vanessa Leimenstoll, Laura Vogt, Celina Degen, Anna-Lena Stolze und Sandra Maria Jessen ist das halbe Dutzend nun überschritten. Der FC hat auch den Vertrag mit Laura Feiersinger verlängert. „Laura Feiersinger ist eine charakterstarke Führungsspielerin, bringt viel Erfahrung mit und ist ein Vorbild an Professionalität“, sagt Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauenfußball beim FC. „Sie ist eine Taktgeberin auf dem Platz, und wir freuen uns, auch in Zukunft gemeinsam mit ihr unsere ambitionierten Ziele voranzutreiben.“ Feiersinger kam 2024 von der AS Roma nach Köln, ist aktuell die Vize-Kapitänin bei den Geißböcken. Die Leistungsträgerin spielte aber auch schon für die Bayern und Eintracht Frankfurt.

„Ich fühle mich hier super wohl“

„Ich fühle mich hier super wohl. Ich habe schon bei einigen guten Clubs in meiner Karriere gespielt, aber ich kann bestätigen, dass es hier beim FC absolut besonders ist“, sagte die Österreicherin. „Wir entwickeln uns als Mannschaft, wir haben ein tolles Trainer-Team und ambitionierte Ziele. Das passt zu mir, gepaart damit, dass sich die Verbindung zu Köln und dem FC echt und authentisch anfühlt.“ Neben den erfolgreichen Zeiten bei den Bayern und in Rom hat die Spielerin auch 126 Länderspiele für die Nationalmannschaft von Österreich absolviert. Im vergangenen Oktober trat die Mittelfeldspielerin aus der Mannschaft zurück.

Neben den sieben Spielerinnen haben auch die Trainerinnen Britta Carlson und Jacqueline Dünker ihre Verträge in diesem Jahr schon ausgeweitet.