Das Warten auf die Entscheidung: Wohin führt der Weg von Eric Martel? Welche Optionen hat der 1. FC Köln?

Marvin Schwäbe und Eric Martel nach dem Spiel gegen Wolfsburg
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Das Warten auf die Entscheidung: Wohin führt der Weg von Eric Martel? Welche Optionen hat der 1. FC Köln?

Der FC muss sich möglicherweise im Sommer nach einem Ersatz für Leistungsträger Eric Martel umsehen. Die Situation ist nach wie vor nicht geklärt, eine Tendenz noch nicht absehbar. Wie geht es weiter mit Eric Martel und dem 1. FC Köln?

Es ist wohl eine der spannendsten Personalien dieser Saison – zumindest wird schon sehr lange darüber diskutiert und spekuliert. Wie geht es weiter mit Eric Martel? Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Aber für Spieler und Verein gibt es Pro und Contra.

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Nach wie vor ist es eine Hängepartie. Und eine, die sich wie ein Kaugummi zieht. Schon im vergangenen Frühling war die Personalie um Eric Martel eine heiß diskutierte. Spekulationen um die Vertragsverlängerung, Gerüchte um einen Abschied, Interessenten aus dem In- und Ausland. In einem Nebensatz droppte der Sechser im Trainingslager in Bad Waltersdorf, dass er beim FC bleiben würde – allerdings vorerst ohne Vertragsverlängerung. Im Februar soll die Entscheidung nun folgen. Und sie wird mit Spannung erwartet und in den Sozialen Medien weiterhin heiß diskutiert. Doch wie sehen die Optionen für Verein und Spieler überhaupt aus?

Unauffälliger Anführer

Für den 1. FC Köln wäre ein Abgang von Eric Martel aus sportlicher Perspektive definitiv ein herber Verlust, gehört er doch zu den Leistungsträgern im Team von Cheftrainer Lukas Kwasniok. Der ehemalige Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft gilt als zweikampfstark und spielintelligent, verfügt über ein gepflegtes Passspiel und kann sowohl im Mittelfeldzentrum als auch zentral in der Abwehrkette auflaufen. Darüber hinaus bringt er mit gerade einmal 23 Jahren bereits die Erfahrung aus mehr als 150 Pflichtspielen auf nationalen, aber auch internationalem Niveau mit. Ein sehr attraktives Paket, zumal er in Zukunft durchaus auch in den Dunstkreis der A-Nationalmannschaft stoßen könnte. Das wissen auch andere Clubs, Clubs aus dem In- und Ausland. Die Tatsache, dass er aktuell ablösefrei zu haben wäre, bringt ihn wohl ziemlich sicher in die Notizbücher von zahlreichen Vereinen.

Neben der sportlichen Komponente wäre ein ablösefreier Abschied des Leistungsträgers aus Kölner Sicht wirtschaftlich für den FC mehr als schwierig. Martels Marktwert wird laut transfermarkt.de derzeit auf rund acht Millionen Euro geschätzt, ein ablösefreier Abgang wäre ein herber Verlust. Selbst eine Vertragsverlängerung für eine weitere Saison dürfte den Kölnern bei einem dann kurzen Vertrag nur eine Summe deutlich unter dem Marktwert bescheren. Dass die FC-Bosse sich aber nicht lange hinhalten lassen wollen, scheint auch klar. So ist das Interesse an vielversprechenden Sechsern wie Dan Neil oder Silas Andersen zu erklären, an denen der FC stark interessiert war. Der FC braucht Planungssicherheit und die möglichst schnell.

Felipe Chávez spielt indes eine andere fußballerische Rolle. Martel ist kein dominanter Spielgestalter, kein Spieler mit Glamour-Faktor. Ebenso wenig ist er Torvorbereiter oder gar Torschütze. Er ist Motor und Antreiber, ein Kämpfertyp in der Spielfeldzentrale. Und genau einen solchen Spielertyp braucht es im Kampf um den Klassenerhalt und gegen den Abstieg. Einen Spieler seiner Qualität zu finden, noch dazu ohne die finanziellen Einbußen bei einem ablösefreien Wechsel, dürfte für den FC mindestens schwierig werden. In seinem Alter ist das Potenzial noch groß und die Zukunft vielversprechend.

Ambition vs. Emotion

Der Spieler selbst hält sich bislang weiterhin bedeckt und lässt sich seine Zukunft offen. Seinen Aussagen zufolge wolle er sich nun nach dem Winter-Transferfenster entscheiden, was für ihn der richtige nächste Schritt ist. In der Bundesliga wird es im Sommer mehrere Optionen geben. Clubs wie der SC Freiburg, Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart oder die TSG 1899 Hoffenheim könnten in Frage kommen. Allerdings ist nicht sicher, ob Martel dort auch einen Stammplatz sicher hätte. Anders ist die Situation beim FC: Mit seinen Leistungen in Köln und seinem jungen Alter von 23 Jahren hat sich Martel in jedem Fall ein ordentliches Standing erspielt, war in den vergangenen zwei Jahren unumstrittener Stammspieler und dürfte es auch wieder werden.

Auf der anderen Seite ist Martel durch seinen auslaufenden Vertrag und das gegebene Interesse zudem in einer guten Verhandlungsposition. Ein Wechsel würde für ihn wohl ziemlich sicher zu einem Club mit Europapokal-Ambitionen führen, inklusive einer deutlichen Gehaltssteigerung. Martel selbst machte nie einen Hehl aus seiner Verbundenheit zum Club. Dennoch sagte er bereits im Vorjahr, dass er von der Champions League träume. Dass er dieses Ziel in Köln irgendwann erreichen könnte, scheint bei allem kölschen Optimismus dann doch eher unwahrscheinlich.


Mit der Viererkette zu mehr Stabilität beim 1. FC Köln?

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Mit der Viererkette zu mehr Stabilität beim 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln hat mit dem 1:0-Erfolg über den VfL Wolfsburg einen möglichen direkten Konkurrenten auf Distanz gehalten und hält zumindest tabellarisch einen Platz im gesicherten Mittelfeld. Trainer Lukas Kwasniok setzte gegen die Niedersachsen erneut auf eine Viererkette in der Defensive: Gewinnt der 1. FC Köln durch die Viererkette an Stabilität?

Auch wenn die Neubesetzungen von Sebastian Sebulonsen in der Innenverteidigung und Alessio Castro-Montes auf der Rechtsverteidigerposition sicher noch nicht ganz eingespielt sein kann, so zeichnet sich doch eine gewisse Zukunftstauglichkeit im neuen System ab. Oder wechselt der Köln Coach wieder auf die Dreierformation?

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Der Heimsieg gegen die „Wölfe“ bescherte der Mannschaft von Coach Lukas Kwasniok den ersten Zu-Null-Erfolg der laufenden Spielzeit seit Spieltag sechs Anfang Oktober vergangenen Jahres. In der Zwischenzeit ließ der Trainer immer wieder zwischen Dreier- und Viererkette wechseln. Kwasniok ließ sich nie auf ein bestimmtes System festnageln. Flexibel müsse der FC sein, je nach Gegner bedarf es Überraschungsmomenten und individuellen Anpassungen von System und Positionen, so die Worte des Trainers. Damit könnte nun womöglich aber Schluss sein. Der knappe Heimsieg gegen die Mannschaft von VfL-Coach Daniel Bauer lieferte durchaus einige Erkenntnisse, warum eine Viererkette in der defensiven Grundordnung womöglich auch langfristig der Schlüssel zu mehr Stabilität sein könnte.

Mehr Raumabdeckung, weniger Platz für den Gegner

In erster Linie bietet eine Abwehr mit vier Spielern und somit logischerweise zwei Außenverteidigern zumindest in der Theorie weniger Platz für den Gegner. Gerade die Außenbahnen sind rund um den eigenen Strafraum besser abgedeckt als beispielsweise mit einer Dreier bzw. Fünferkette. Gegnerische Flügelspieler und Spielzüge können so zumindest theoretisch besser verteidigt und Flanken unterbunden werden. In der Bundesliga agieren viele Mannschaften wie auch Wolfsburg und Freiburg mit zwei offensiven Flügeln. Wenngleich der Däne Christian Eriksen auf Seiten des Gegners am Freitagabend eine Halbposition bekleidete.

In Bezug auf die Raumverteidigung können sich ebenfalls Vorteile ergeben. Die Spieler können besser auf einer gemeinsamen Linie verteidigen und verschieben. Je nach Situation kann auch die Abseitsfalle für den Gegner besser organisiert und umgesetzt werden. Oft sind im eigenen Spielaufbau auch die Abstände zwischen den Spielern geringer als mit einer Dreierreihe. Sofern sich bei eben dieser kein Mittelfeldspieler zurückfallen lässt, um den Ball hinten abzuholen. Bei schnellen Gegenzügen senkt eine Grundordnung mit vier Abwehrspielern zudem die Wahrscheinlichkeit, dem Gegner aussichtsreiche Eins-gegen-eins-Situationen zu bieten. Vor allem schnelle und riskante Gegenstöße können so minimiert werden.

Zwei Neuzugänge im Fokus

Trotz genannter Vorteile gilt es natürlich auch mit einer Viererkette, die theoretischen Vorteile und Unterschiede in der Praxis gewinnbringend um- und einzusetzen. Beim 1. FC Köln haben sich in den vergangenen drei Spielen vor allem zwei Neubesetzungen hervorgetan. Zum Einen hat sich Coach Kwasniok dafür entschieden, den Norweger Sebastian Sebulonsen von der rechten Schiene eine Position weiter in die Zentrale zu rücken. Der 26-Jährige bringt mit 1,87 Meter gute Voraussetzungen mit, um Kopfballduelle in der Luft und harte Zweikämpfe gegen wuchtige gegnerische Angreifer zu gewinnen. Dazu ist er körperlich recht robust und bringt eine ordentliche Grundgeschwindigkeit mit, die heutzutage vor allem bei Innenverteidigern immer gefragter wird.

Als zweite Personalie kommt auch der Belgier Alessio Castro-Montes aus Kölner Sicht immer besser in Fahrt. Zu Saisonbeginn noch außen vor, stand der Neuzugang aus Saint-Gilloise in den letzten fünf Ligapartien vier Mal in der Startelf. Nachdem er gegen Heidenheim und Mainz nominell im linken Mittelfeld eingesetzt wurde und mit drei Vorlagen überzeugte, beorderte Kwasniok ihn gegen die (vermeintlich) stärkeren Gegner auf die Rechtsverteidigerposition. Der 28-Jährige bringt eine gute Dynamik mit, schlägt immer wieder gute Flanken und Standards in Richtung gegnerischen Strafraum. Zudem verfügt er über ein ordentliches Passspiel. In der Rückwärtsbewegung ist Castro-Montes laufstark und taktisch flexibel. Er kann sowohl auf den Außenbahnen agieren als auch im zentralen defensiven oder offensiven Mittelfeld.

Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass die Dreierkette auch ihre Vorteile hat. Etwa steht ein Offensivspieler mehr zur Verfügung. Die Defensive kann viel flexibler verteidigen. Das Zentrum im Schlussdrittel ist kompakter, dadurch vielleicht sicherer. Dennoch: der 1. FC Köln hat mit dem Heimsieg gegen Wolfsburg einen wichtigen, aber noch lange nicht den letzten Schritt zum Saisonziel Klassenerhalt gemacht. Die neuen Optionen dürften Trainer Kwasniok zum aktuellen Zeitpunkt und unter Berücksichtigung der Verletztenliste dennoch gefallen. Mit Blick auf die künftigen Bundesligapartien könnte eine Viererkette bei den Rheinländern nun also vielleicht endlich die lang ersehnte Stabilität liefern. Eine Stabilität, auf die die Fans auch wegen wechselnder Aufstellungen und Systemänderungen bislang vergeblich warten.


Gegen Freiburg erstmals mit Viererkette gestartet: Lukas Kwasniok zeigt den richtigen Grad an Pragmatismus

Lukas Kwasniok mit Eric Martel nach dem Sieg gegen Freiburg
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Gegen Freiburg erstmals mit Viererkette gestartet: Lukas Kwasniok zeigt den richtigen Grad an Pragmatismus

Bisher hat der FC in allen Spielen unter Lukas Kwasniok mit einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette agiert. Im ersten Heimspiel starteten die Kölner dann mit einer Viererkette: Der 1. FC Köln zeigt sich gegen Freiburg taktisch variabel.

Mit einer starken Leistung besiegte der FC den SC Freiburg mit 4:1. Auffällig war dabei das Kölner System, denn erstmal agierten die Geißböcke von Beginn an mit einer Viererkette. Der 1. FC Köln zeigt sich gegen Freiburg taktisch variabel.

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Normalerweise ist man von Lukas Kwasniok eine Sache gewohnt: Der Kölner Coach lässt seine Mannschaften gerne mit einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette agieren. Dieses System hatte der Trainer schon in Paderborn in fast allen Partien spielen lassen. Und auch in der Vorbereitung bei seinem neuen Verein trainierte er diese Art zu spielen ein. Wie genau sich seine Mannschaft dann anordnet, ist variabel. Möglich sind zum Beispiel eine Spitze und zwei Offensive dahinter oder umgekehrt. Gegen Freiburg überraschte Kwasniok dann aber erstmals mit seiner Aufstellung. Denn gegen die Breisgauer ließ er seine Schützlinge mit einer Viererkette agieren. „Durch das Ausweichen von Grifo und das Überlaufen von Kübler auf der rechten Seite sind die Wege in einem 4-3-3 etwas näher“ erklärte der Coach seinen taktischen Kniff.

Starke Defensivleistung

Damit hat der Trainer die richtige Wahl getroffen. Denn die Kölner Defensive stand von Beginn an sehr gut und sicher. Freiburg kam in der gesamten Partie nur auf wenige Torchancen und wenn dann gerade zu Beginn aus etwas größerer Entfernung vom Strafraumrand und nicht im Sechzehner. Und das von Kwasniok gefürchtete Freiburger Überlaufen konnten die Geißböcke mit ein, zwei Ausnahmen meistens verhindern. So entwickelten die Freiburger auf diese Art nur wenig Gefahr.

Für den Trainer war die Systemfrage aber ohnehin gar nicht so wichtig: „Das heißt aber, aus einem 5-2 mit sieben verteidigenden Spielern hat sich ja nichts geändert. Du musst die Jungs dann ein wenig davon überzeugen, dass das der bessere Weg ist, weil die Wege dann einfach auch ein bisschen kürzer sind. Auch wenn das ein gewisses Risiko mit sich bringt, weil wir tatsächlich so noch nicht gespielt haben. Aber das sind schon auch Fußballprofis und deswegen ist mir die Systemthematik natürlich auch immer viel zu aufgebauscht.“ Seine Spieler hatten jedenfalls mit der Umstellung kein Problem. Kwasnioks Risiko zahlte sich voll aus. Und im eigenen Ballbesitz blieben die Muster sowieso mindestens ähnlich zu sonst. So entstand immer wieder im Spielaufbau eine Dreierkette. Dafür ließ sich zum Beispiel einer der Mittelfeldspieler zurückfallen. Genauso agierten in der Offensive erneut Jakub Kaminski, Marius Bülter und Jan Thielmann als offensive Dreierreihen wie beim Auftakt gegen Mainz.

Mut zur Anpassung kann Punkte bringen

Dass Kwasniok aber bereit war, gegen Freiburg seinen Ansatz an den Gegner anzupassen, zeigt, dass er als Trainer auch pragmatisch agiert. Der Coach ist niemand, der aus Prinzip an einem System festhält, sondern nach der besten Lösung für die jeweilige Aufgabe sucht. Diese kann der Trainer wie im Duell mit den Breisgauern seinen Profis anscheinend auch gut vermitteln. Die taktische Flexibilität kann für die Kölner im Saisonverlauf sehr wichtig werden. Denn gerade als Aufsteiger kann der FC nicht immer einfach nur sein Spiel durchzuziehen. Er muss sich auch mal mehr an den Gegner anpassen.

Gleichzeitig können die Geißböcke so auf unterschiedliche Situationen in einem Spiel reagieren. Wie bereits gegen Jahn Regensburg im Pokal geschehen, als der Trainer nach dem Rückstand das erste Mal auf eine Viererkette umstellte. Gleichzeitig verändert Kwasniok aber (bisher) nicht zu viel, sondern lässt die Grundsätze, wie seine Mannschaft spielen soll, gleich beziehungsweise ähnlich. Auch wenn bestimmt nicht jede Umstellung so gut wie gegen Freiburg aufgehen wird, dürfte die Variabilität dem FC helfen, in der Bundesliga zu bestehen.


Warum Alessio Castro-Montes eine Verstärkung für den 1. FC Köln ist

Alessio Castro-Montes könnte für den FC eine große Verstärkung sein
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Warum Alessio Castro-Montes eine Verstärkung für den 1. FC Köln ist

Nach dem 4:1-Sieg über den SC Freiburg hat der FC auch am Transfermarkt einen weiteren Erfolg zu vermelden. Alessio Castro-Montes kommt nach Köln. Und bei der Verpflichtung könnte es sich tatsächlich um einen Coup handeln. Darum passt Alessio Castro-Montes zum 1. FC Köln.

Nun haben die Geißböcke ihr Puzzle beisammen, das letzte Steinchen verpflichtet. Darum passt Alessio Castro-Montes zum 1. FC Köln.

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Der Belgier war in seiner bisherigen Karriere bislang nur in seinem Heimatland aktiv. Nachdem der heute 28-Jährige sämtliche Jugendmannschaften des RSC Anderlecht durchlaufen hat, wechselte der etatmäßige Mittelfeldspieler im Sommer 2015 in die Nachwuchsabteilung von VV St. Truiden. Bei St. Truiden feierte Castro-Montes in der Spielzeit 2015/2016 sein Profidebüt, kam danach jedoch nicht mehr zum Einsatz. Aufgrund dessen zog der Mittelfeldspieler 2017 zu KAS Eupen weiter. In Eupen gehörte er in seiner ersten Spielzeit eher zum Ersatzpersonal, entwickelte sich jedoch in der zweiten Saison zum Stammspieler. Durch seine guten Leistungen machte sich Castro-Montes auch für andere Vereine interessant und wechselte nach zwei Jahren in Eupen zum Ligakonkurrenten KAA Gent.

In dieser Spielzeit bislang Joker

Bei den Blau-Weißen hatte der Rechtsfuß keine Anlaufschwierigkeiten und kam in drei Jahren auf 182 Pflichtspiele, in denen er 15 Treffer erzielte und 22 weitere vorbereitete. In seiner Zeit bei Gent sammelte der Belgier auch internationale Erfahrung und gewann 2022 den belgischen Pokal. Im Sommer 2023 ging Castro-Montes dann zu Union Saint-Gilloise, wo er direkt in seiner Premierensaison zu den absoluten Leistungsträgern zählte und auch den belgischen Pokal gewann. In der vergangenen Saison wurden die Einsätze des Mittelfeldspielers dann aufgrund mehrerer Verletzungen weniger. Bei den entscheidenden Meisterschaftsspielen stand der 28-Jährige allerdings wieder zur Verfügung und half dabei mit, dass seine Mannschaft belgischer Meister wurde. In der neuen Saison kam der Belgier zwar bereits fünfmal zum Einsatz, agierte jedoch eher als Ersatzspieler. Vermutlich wurde der Wechsel dadurch möglich.


Stärken und Schwächen des 28-Jährigen

Der gebürtige Belgier ist ein vielseitiger und konstanter Spieler, der sowohl auf der rechten als auch auf der linken Außenbahn eingesetzt werden kann. Bei seinen vergangenen Stationen beim KAA Gent und Union Saint-Gilloise hat sich der Belgier als Leistungsträger des Teams etabliert und überzeugte vorwiegend durch seine Kreativität und Übersicht im Spielaufbau. Seine Pässe sind präzise und er trägt regelmäßig zu Torchancen bei, auch wenn er selbst nur selten torgefährlich wird. Besonders wertvoll sind seine Spielintelligenz, seine Robustheit in Zweikämpfen und die Fähigkeit, in wichtigen Momenten Akzente zu setzen.

Dennoch hat der 28-Jährige auch einige Schwächen. So hat er insbesondere im Torabschluss noch einiges an Potenzial und ist eher Vorlagengeber als Vollstrecker. Auch im Dribbling und beim Tragen des Balls nach vorne hat der Mittelfeldspieler noch Luft nach oben. Zwar ist der Rechtsfuß defensiv solide und kann sich auch im Zweikampf behaupten, allerdings gibt es in der Strafraumsicherung und Positionsarbeit noch deutliches Verbesserungspotenzial. Insgesamt ist Castro-Montes ein spielstarker, mannschaftsdienlicher Profi, der durch Flexibilität, Kreativität und Einsatz überzeugt.

Allerdings muss die Frage erlaubt sein, wie sinnvoll dieser Transfer für die Kölner ist. Zwar bringt der Belgier einiges an Erfahrung auch internationaler Natur mit, jedoch ist Castro-Montes kein gelernter Außenverteidiger. Zwar spielte der Belgier diese Rolle bereits, allerdings selten und dann eher auf der rechten Seite. Auf den defensiven Außenpositionen sind die Kölner mit Kristoffer Lund, Sebastian Sebulonsen und Jusuf Gazibegovic weiterhin dünn besetzt.


Die Rückkehr zur Viererkette – einen großen Impact hatte das aber nicht

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
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Die Rückkehr zur Viererkette – einen großen Impact hatte das aber nicht

Der 1. FC Köln spielte gegen den SSV Ulm zum ersten Mal seit dem zehnten Spieltag wieder mit einer Viererkette von Beginn an. Das Offensivspiel des FC wurde aber nicht sonderlich angekurbelt, dagegen hielt die Defensive die Null. Wird die Viererkette wieder zur Option beim 1. FC Köln?

Die Geißböcke gewinnen mit der alten 4-2-3-1-Formation gegen Ulm. Dabei zeigten die Kölner, dass immerhin die Defensive, mit wenigen Ausnahmen, stabil stand und für eine erneute weiße Weste für Marvin Schwäbe sorgte. Im Spiel nach vorne konnte der FC keine Offensivpower entfalten. Dennoch bleibt die Frage: Wird die Viererkette wieder zur Option beim 1. FC Köln?

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Zurück zum alten System: Gerhard Struber stellte gegen Ulm wieder auf eine Viererformation um. Mit der veränderten Aufstellung kehrte der Effzeh wieder auf ein System zurück, mit dem Struber zu Beginn der Saison gestartet war. Auch wenn es kein Feuerwerk der Offensivspieler wurde, verbuchte die Mannschaft wieder ein Spiel zu Null. In der Verteidigung spielten zu Beginn Yusuf Gazibegovic hinten rechts, Timo Hübers und Joel Schmied in der Innenverteidigung sowie Max Finkgräfe auf der linken Abwehrseite. Natürlich auch, weil durch den Ausfall von Eric Martel und der Erkrankung von Dominique Heintz kaum noch andere Optionen als eine Umstellung auf eine Abwehrreihe mit vier Spielern vorhanden waren.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Die Viererkette: Defensiv überzeugend, aber offensiv kaum Impulse   

Dennoch stand die Defensivreihe insgesamt sehr ordentlich vor Schwäbe, auch, wenn nicht alles wegverteidigt werden konnte. So hatten die Geißböcke durch den Pfostentreffer von Batista Meier und der vergebenen Chance von Telalovic durchaus etwas Glück, aber über weite Strecken blieb es bei einem ruhigen Nachmittag für Schwäbe. Das zeigt sich auch an den Statistiken seiner Vorderleute: Schmied konnte 71 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnen, Gazibegovic endete mit für einen Außenverteidiger starken 67 Prozent. Hübers (61 Prozent) und Finkgräfe (50 Prozent) konnten ebenfalls in vielen Zweikämpfen die Duelle für sich entscheiden, Finkgräge sogar die meisten aller Spieler. Die Passquote der vier Abwehrspieler war mehr als ordentlich. Auch hier stachen mit Schmied (95-prozentige Passquote), Finkgräfe und Gazibegovic (je 90 Prozent) hervor, lediglich Kapitän Hübers hatte mit 79 Prozent eine eher geringe Passsicherheit erreicht.

Hinzu kommt, dass Hübers mit 89 Prozent gewonnenen Luftzweikämpfen so ziemlich alles aus der Luft weggeräumte. Auch der Spielaufbau von hinten ging eher über Hübers als von Schmied aus. Der Kapitän hatte mit 72 Ballkontakten mehr als doppelt so viele Ballaktionen wie sein Schweizer Nebenmann (33 Ballkontakte), konnte aber an der Spielgestaltung genauso wenig ändern. Die hohen Passquoten aller Verteidiger kamen vor allem dadurch zustande, dass weniger Pässe mit Risiko, sondern mit hoher Sicherheit gespielt wurden. Ein kreativer Aufbauspieler wie Dominique Heintz fehlte besonders in der zweiten Halbzeit. Die Hintermannschaft war zunehmend mit dem Verteidigen als mit dem eigenen Aufbauspiel beschäftigt. Der anfängliche Schwung auf der rechten Seite von Gazibegovic zusammen mit Jan Thielmann verpuffte in der zweiten Halbzeit komplett.

Hält Struber an der Viererkette fest?

Trotz der durchwachsenen Leistung in Ulm stellt sich die Frage, ob Struber nun auch in Zukunft an der Viererkette festhält. Denn der erhoffte Effekt, so mehr Schwung in der Offensive zu entwickeln, verpuffte. Dem FC fiel gerade im Vorwärtsgang einmal mehr herzlich wenig ein. Das war zu Saisonbeginn mit der Viererformation bekanntlich anders. Auch das sicherlich dem fehlenden Personal geschuldet. Auch, aber eben nicht nur. Denn der Angriff lahmt bekanntlich seit einigen Monaten. Und der fehlende Schwung aus den ersten Saisonspielen hängt zweifelsohne auch mit der gesamten taktischen Ausrichtung zusammen. Gegen Ulm presste der FC nicht so aggressiv und früh wie noch in den ersten zehn Spielen. Wirklich viel hat sich also nicht verändert.

Spätestens mit der Rückkehr der aktuellen Ausfälle in der Verteidigung wird sich zeigen, ob der FC bei der Formation bleibt. Oder ob eine weitere Systemumstellung notwendig ist. Der Hurra-Fußball nach vorne ist noch nicht in Erscheinung getreten. Daran hat die Viererkette bisher nichts geändert.     



Kommt jetzt die Viererkette?

Viele Möglichkeiten zur Umstellung hat FC-Trainer Gerhard Struber zumindest personell nicht. So bleibt dem Coach eigentlich nur eine taktische Veränderung, um die Mannschaft neu einzustellen. Denn die bisherigen Leistungen in der Rückrunde ließen zu wünschen übrig beim 1. FC Köln: Kehrt Gerhard Struber gegen Ulm zurück zur Viererkette?