Das sagen die Vorstands-Teams nach der Wahl beim 1. FC Köln

Die drei Teams um das Amt des Vorstands beim 1. FC Köln
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Das sagen die Vorstands-Teams nach der Wahl beim 1. FC Köln

Am Samstagabend gab es einen klaren Wahlsieg für das vom Mitgliederrat vorgeschlagene Team um Jörn Stobbe beim 1. FC Köln: Nach der Wahl äußerten sich die Teams zum Ergebnis.

Knapp ist die Entscheidung der Mitglieder im RheinEnergieSTADION nicht ausgefallen. Mit einer deutlichen Mehrheit wurde das Team FC gewählt. Nun gibt es einen neuen Vorstand beim 1. FC Köln: Nach der Wahl äußerten sich die Teams zum Ergebnis

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Die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln erreichte am Samstagabend nach etwa acht Stunden ihren Höhepunkt. Die anwesenden Mitglieder wählten nach einer langen Aussprache im Vorfeld ihr Team für das Präsidentschafts-Amt. Mit einer absoluten Mehrheit von 64,97 Prozent der gut 5700 Stimmen setzte sich das Team bestehend aus Jörn Stobbe, Jörg Alvermann und Ulf Sobek gegen die Mitstreiter durch. Im Nachgang der Veranstaltung äußerten sich sowohl die Wahl-Verlierer, als auch das Siegerteam.

Das sagt Sven-Georg Adenauer

“Ich nehme das sportlich auf. Ich hätte mir schon ein paar Prozente mehr gewünscht. Aber das hätte sich das Team Stroman wahrscheinlich auch gewünscht. Es war eine eindeutige Entscheidung und das muss man respektieren. Ich bin stolz darauf, dass wir so ein tolles Team hatten und überhaupt die Unterschriften bekommen haben und dass wir damit den Mitgliedern die Chance gegeben haben, auszuwählen. Ich bin mit mir im Reinen und gratuliere dem Gewinner und drücke ihm die Daumen, dass sie den FC so nach vorne bringen, wie es der FC verdient hat.“

„Ich habe auch mit einer Stichwahl gerechnet. Das muss ich schon ganz ehrlich sagen. Ob die Kurve, wie man so schön sagt, dann vielleicht doch mit so vielen Leuten da war und wie auch immer Druck ausgeübt hat, dass es dann so gekommen ist, wie es gekommen ist, das weiß ich aber nicht. Es waren sehr viele junge Leute da. Wenn jetzt mehr grauhaarige Menschen dagewesen wären, wären meine Chancen vielleicht ein bisschen größer gewesen. Es ist wie es ist.“ Auf die Nachfrage, ob das Druck ausüben, vielleicht ein wenig übertrieben sei: „Ja, das ist übertrieben“.

„Ich habe mich richtig reingehangen“

„Ich hatte schon den Eindruck, dass wir an der ein oder anderen Stelle schon viel Beifall bekommen haben. Es haben dann möglicherweise auch viele Leute das Stadion verlassen, weil es dann doch lange wurde. Ich fand es war eine super Sitzungsleitung von Michael Vesper. Dass das vom Mitgliederrat vorgeschlagene Team den meisten Applaus bekommen hat und auch favorisiert war, das hat man schon gemerkt.“

„Der 1. FC Köln ist mein Verein und das wird immer so bleiben“

„Ich habe gelernt, dass die Welt in Ostwestfalen – ich hätte jetzt fast gesagt noch in Ordnung ist. Hier ist sie jedenfalls anders. Ich habe mich richtig reingehangen. Wir haben mit unserem Team den Mitgliedern ein Angebot gemacht und es ist abgelehnt worden. Wenn man mich fragt und meine Expertise einfordert, dann werde ich sicher nicht nein sagen. Der 1. FC Köln ist mein Verein und das wird immer so bleiben, egal was passiert.“

Das sagt Wilke Stroman

„Ich bin unendlich traurig. Das ging mir gerade und meinen beiden Kollegen auch sehr sehr nah. Wir haben alles gegeben. Wir haben jetzt sechs Monate unglaublich viel Arbeit investiert. Am Ende des Tages ist das Ergebnis relativ deutlich. Wir gratulieren dem Team Stobbe von Herzen zu diesem Sieg und wünschen ihm und seinem Team für die kommenden drei Jahre alles Gute und ein gutes Händchen für unseren Verein.“

Zur Frage nach den Gründen zum klaren Votum: „Die Frage stelle ich mir selbst. Ich hätte nicht gedacht, dass das hier ein lupenreiner Heimsieg wird, sondern, dass das eine knappe Kiste wird. Es wurde gut mobilisiert, es waren viele Leute im Stadion, was natürlich schön ist. Woran es gelegen hat, kann ich wirklich nicht sagen.“

Zu dem emotionalen Wahlkampf des Teams: „Wir haben das ganz bewusst gemacht, weil der Wahlkampf relativ lange war. Wir hatten sehr sehr viele Interviews. Unser Gefühl war, dass die Leute, die hier herkommen inhaltlich gut informiert sind. Man hat an den Wortbeiträgen auch gemerkt, dass der überwiegende Teil, der hier herkommt, sich eine Meinung gebildet hat. Wir haben deswegen bewusst, dass ein Statement von Herzen das ist, dass die Leute vielleicht dazu bringt, den Knopf drei zu drücken. Es hat nicht sollen sein. Ich bin mir aber sicher, dass es nichts geändert hätte, wenn wir 20 Minuten lang unser Programm dargestellt hätten.“

Eine weitere Kandidatur?

Zu einer möglichen weiteren Kandidatur: „Ich weiß, dass es abgedroschen klingt, aber das ist mein Verein. Die Aufgabe wäre eine Herzensangelegenheit, die ich wirklich mit 1948 Prozent gemacht hätte. Deswegen war am Dienstag meine Überzeugung, dass man mit einer Niederlage hier rausgeht, nicht direkt aufgibt, sondern es nochmal probiert. Heute Abend würde ich das nicht direkt sagen. Lasst mir mal ein, zwei Wochen oder ein, zwei Jahre Zeit und dann schauen wir mal. Die Tür ist nicht zu. Jetzt gerade fühlt es sich nicht so gut an.“

Warum es nicht gelungen ist, mehr Befürworter ins Stadion zu holen: „Ich glaube, dass die Variante Unterschriften zu sammeln eine gute ist. Ich würde dafür werben, die Hürde etwas geringer zulegen. Zumindest technisch. Meines Erachtens geht es darum, Ernsthaftigkeit zu zeigen. Es sollen ja keine 12 Teams antreten.“

„In Summe ist es fair gelaufen“

Zum langen Wahlkampf: „Die Zeit danach war sehr sehr lang. Wir waren drei, vier Monate unterwegs. Es war unfassbar anstrengend mit Höhen und Tiefen. In Summe ist es fair gelaufen. Wir haben uns mit Respekt verhalten. Dass man von außen schon merkt, dass dieses Amt eins ist, dass ein hohes Ansehen hat und dass da Interessen mitschwingen, hat man gemerkt. Wir hätten uns von Außen den einen oder anderen Gegenwind gerne gespart.“

„Bei den Stimmen, die wir analog in den Kneipen, in den Parks, in den Cafés gesammelt haben, war das Hybrid-Thema das absolute Thema Nummer eins. Ich hätte das so nicht erwartet, das Team hat es nicht erwartet und das Team Adenauer haben das genauso empfunden. Ich glaube, die digitale Teilhabe würde dem Verein guttun. Das ist nicht der entscheidende Punkt, warum wir nicht gewonnen haben. Aber je mehr Leute teilgenommen hätten, wäre unsere Chance größer gewesen. Das war unsere Überzeugung.“

Das sagt Jörn Stobbe

„Es bedeutet mir unheimlich viel, dass als Team hinbekommen zu haben. Dankeschön an alle Mitglieder. Wir haben so viel vor. Wir dürften ja nicht sagen, was wir alle machen dürfen. Jetzt machen wir ein bisschen mehr.“

„Es war ein überraschendes Votum, weil wir ja auf Augenhöhe gekämpft haben. Die Gründe kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich freue mich erstmal.“

„Es war ein wunderschöner Tag, wunderbares Wetter. Die Sonne hat geschienen. Es war einfach nur phantastisch. Es war für die FC-Familie eine gute Sache, auf die man aufbauen kann. Es geht um den Zusammenhalt, für den wir von Tag eins stehen. Das ist das Wichtigste. Wir haben schon viele gute Ideen. Jetzt sollen sich die Kräfte bündeln.“

Als erstes gibt es Gespräche mit den drei Geschäftsführern des FC

„Da wir auf diesen Moment nicht vorbereitet sind, weil wir aus Karma-Gründen gesagt haben, dass wir erst einmal nur auf uns und auf heute schauen, werden wir uns dann erst einmal zusammensetzen. Wir machen ja keinen Aktionismus. Wir werden uns jetzt erstmal mit dem Team am Geißbockheim sehr schnell zusammensetzen. Das sind unsere ersten Ansprechpartner. Wir werden aber auch nicht lange warten. Ab morgen früh geben wir alle Kraft, die wir haben für den FC. Als erstes gibt es Gespräche mit den drei Geschäftsführern des FC.“

„Werner Wolf hat uns ein tolles Angebot gemacht“

„Werner Wolf hat uns ein tolles Angebot gemacht an uns mit der Übergabe. Und dann werden wir genau schauen, wie wir die Kräfte bündeln.“

„Wir schauen morgen erst einmal auf die Mitglieder, auf die ganzen Unterstützer. Wir wollen auch die überzeugen, die uns nicht gewählt haben. Ich glaube schon, dass die Grenzen da ein bisschen vermischt sind. Wir haben eine riesen Chance, mit denen richtig etwas zu rocken.“

„Die Zuversicht ist im Laufe des Abends größer geworden, aber mit dem Ergebnis haben wir nicht gerechnet.“

Auch Alvermann und Sobek äußern sich

Jörg Alvermann: „Ein paar Tränchen habe ich schon verdrückt. Man hat es an den Reaktionen während der Veranstaltung gemerkt, es fühlte sich gut an. Deshalb sind wir optimistisch reingegangen. Als dann das positive Ergebnis mit dem recht deutlichen Votum kam, da kamen die Emotionen richtig raus.“

Ulf Sobek: „Ich liebe diesen Verein und ich fand es absolut großartig, das Vertrauen auch in dieser Höhe ausgesprochen zu bekommen. Das ist ein klarer Auftrag an uns.“



Vorstandswahl beim 1. FC Köln: Der große Kandidaten-Check im Überblick

Wilke Stroman, Jörn Stobbe und Sven-Georg Adenauer
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Vorstandswahl beim 1. FC Köln: Der große Kandidaten-Check im Überblick

Am morgigen Samstag steht die wichtige Wahl bei den Geißböcken auf dem Plan. Die FC-Mitglieder wählen den neuen Vorstand. Um bei der Wahlentscheidung zu helfen, hat come-on-fc.com mit den Präsidentschaftskandidaten gesprochen. Vorstandswahl beim 1. FC Köln: Der Kandidaten-Check.

Am 27. September wird das neue Präsidium bei den Geißböcken gewählt. Und schon jetzt ist klar, dass es einige Veränderungen gibt. Erstmals sind drei Teams dabei, die sich um die Posten bewerben. In einigen Punkten ticken die Kandidaten gleich, in anderen gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Auch come-on-fc.com will bei der Wahlentscheidung helfen. Die Vorstandswahl beim 1. FC Köln: Der Kandidaten-Check in aller Kürze.

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Ganz gleich, welches Team am Samstag die Wahl gewinnt und der neue Vorstand des 1. FC Köln wird, mit dem Wechsel im Präsidium wird sich einiges ändern. Die Teams sprachen mit come-on-fc.com im Vorfeld der Wahl über die entscheidenden Themen und ihre Einstellung dazu. Hier findet ihr den Überblick zu den wichtigsten Fragen.

Geißbockheim-Gelände des 1. FC Köln

Wie geht es mit dem Geißbockheim weiter?

Das sagen die Kandidaten Sven-Georg Adenauer, Jörn Stobbe und Wilke Stroman zum Thema Ausbau des Geißbockheims.

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Choreo im Kölner Stadion

Was bedeutet die aktive Fanszene für dich?

Das sagen die Kandidaten Sven-Georg Adenauer, Jörn Stobbe und Wilke Stroman zu der aktiven Fanszene.

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Pyrotechnik beim 1. FC Köln

Pyrotechnik: Dafür oder dagegen?

Das sagen die Kandidaten Sven-Georg Adenauer, Jörn Stobbe und Wilke Stroman zum Thema Pyrotechnik.

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Das Stadion des 1. FC Köln

Stadionneubau: Ja oder nein?

Das sagen die Kandidaten Sven-Georg Adenauer, Jörn Stobbe und Wilke Stroman zum Stadionausbau.

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Eckfahne des 1. FC Köln

Wie soll sich der FC in Zukunft besser finanzieren?

Das sagen die Kandidaten Sven-Georg Adenauer, Jörn Stobbe und Wilke Stroman zum Thema Finanzierung.

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Geißbockheim-Gelände des 1. FC Köln

Diese drei Topthemen wollen die Kandidaten angehen

Das sagen die Kandidaten Sven-Georg Adenauer, Jörn Stobbe und Wilke Stroman zu ihren wichtigsten Themen.

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Tradition oder Innovation

Das sagen die Kandidaten Sven-Georg Adenauer, Jörn Stobbe und Wilke Stroman zur Balance zwischen Tradition und Innovation.

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Said El Mala jubelt nach seinem Treffer beim 1. FC Köln
Said El Mala jubelt nach seinem Treffer beim 1. FC Köln

Wie kann der FC die Top-Talente langfristiger binden?

Das sagen die Kandidaten Sven-Georg Adenauer, Jörn Stobbe und Wilke Stroman zur Möglichkeit, Top-Talente längerfristig zu binden.

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Welcher Moment hat dich zum FC-Fan gemacht?

Das sagen die Kandidaten Sven-Georg Adenauer, Jörn Stobbe und Wilke Stroman zu ihrem FC-Moment

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FC-Wahlarena: Unterschiedliche Ansätze, einige Gemeinsamkeiten und Pfiffe

Jörn Stobbe, Sven-Georg Adenauer, Wilke Stroman
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FC-Wahlarena: Unterschiedliche Ansätze, einige Gemeinsamkeiten und Pfiffe

In knapp zwei Wochen steht die Präsidentschaftswahl an beim 1. FC Köln: Die Präsidentschafts-Kandidaten äußern sich in der Wahlarena. Geleitet wurde der Abend von Fabian Köster und Jonas Hector.

Am Montagabend duellierten sich die Kandidaten für das Präsidentschaftsamt Jörn Stobbe, Sven-Georg Adenauer und Wilke Stroman für das Amt beim 1. FC Köln: Die Präsidentschafts-Kandidaten äußern sich in der Wahlarena zu den wichtigen Themen.

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Beim FC geht es dieser Tage nicht nur erfolgreich, es geht aktuell auch politisch zu. In knapp zwei Wochen steht die Präsidentschaftswahl bei den Geißböcken an und wie im Wahlkampf üblich, gab es auch im Kampf um den Vorstand beim Bundesligisten ein Duell oder in dem Fall ein Triell der antretenden Kandidaten. Moderiert von Jonas Hector sowie Fabian Köster unter dem Mantel des „Schlag und Fertig“-Podcasts. Sollten die rund 1000 anwesenden Fans in der Halle 2 in Köln sowie die Anhänger, die den auch beim FC ausgestrahlten Stream verfolgten, einen Kampf mit harten Bandagen, zumindest hitzigen Wortgefechten erwartet haben, dann wurden sie am Ende des Abends vielleicht doch ein wenig enttäuscht. Es ging doch recht einheitlich zwischen Wilke Stroman, Jörn Stobbe und Sven-Georg Adenauer zu.

Wie ist der Plan bei Pyros?

In mehreren Blöcken führten Hector und Köster durch die gut 2,5 Stunden – mal mit spitzer Zunge, mal mit kleinem Seitenhieb, aber doch unterm Strich meist fair. Inhaltlich blieben die Teams bei einigen wenigen der Blöcke auf einer ähnlichen Ebene. Gänzliche Einheit herrschte erwartungsgemäß darin, dass Thomas Kessler möglichst schnell zum Geschäftsführer Sport ernannt werden soll. Er sei damit schon mal der einzige sichere Gewinner, witzelte Köster. Tatsächlich würden auch alle Kandidaten Kesslers Weg vor dem von Christian Keller bevorzugen. Auch beim Thema Pyrotechnik herrschte in Teilen Konsens. Alle Kandidaten betonten, dass der Strafenkatalog überholt werden müsse. Den Frauenfußball wollen alle Bewerber erfolgreicher machen, der Weg dorthin ist aber unterschiedlich.

Doch es gab auch Themen, in denen sich die Meinungen der Teams doch stark unterschieden. Unter anderem betonte Adenauer, dass er sich in den aktuellen Zeiten durchaus auch eine Firma wie Rheinmetall als Sponsor vorstellen könne, während Stroman und Stobbe erklärten, dass Rüstungs- und Glücksspielfirmen keine Option seien. Über das Thema Ticketing kamen die Bewerber auch auf einen möglichen Stadionausbau. Adenauer erklärte, er könne sich als finalen Schritt auch einen Stadionneubau an anderer Stelle vorstellen und erntete dafür einige Pfiffe. Alle drei Kandidaten halten den Ausbau des Stadions aber für wichtig – wenn möglich. Auch in Sachen Finanzierung sind die Ansätze unterschiedlich.

Für einen peinlichen Moment sorgten die Kandidaten unterdessen bei einem kurzen Quiz, bei dem keiner der drei den Geburtstag des Clubs noch beide Fusionsclubs von damals kannten – alle drei nannten nur „Sülz 07“.


Nach Wirbel um Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: Das sagt Rechtsexperte Professor Alexander Scheuch

Die Kandidatenteams zur FC-Wahl
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Nach Wirbel um Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: Das sagt Rechtsexperte Professor Alexander Scheuch

In drei Wochen wird beim 1. FC Köln ein neues Präsidium gewählt. Zuletzt gab es Wirbel um eine öffentliche Wahlempfehlung des Kölner Beirats, dem daraufhin fehlende Neutralität und eine Beeinflussung der Wahl vorgeworfen wurde. Viel Wirbel um die Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: So schätzt ein Jurist die Lage ein.

Viel Wirbel gab es unter der Woche über die Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: So schätzt ein Jurist die Lage ein. Wir haben mit Professor Dr. Alexander Scheuch gesprochen.

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Der Wahlkampf um das Präsidentenamt beim FC geht so langsam auf die Zielgerade und die Bandagen werden ganz offensichtlich härter. Unter der Woche sprach der Beirat des 1. FC Köln eine Wahlempfehlung aus und sorgte damit gerade bei den nicht empfohlenen Teams für Irritation – zumindest folgte die Antwort vom Team Adenauer recht schnell. „Wir sind zutiefst irritiert über das Vorgehen des Beirats, weil wir im Vorfeld des Gesprächs nicht darüber informiert wurden, dass am Ende eine öffentliche Wahl-Empfehlung durch dieses Gremium abgegeben wird“, hieß es in einem Statement und weiter: „Wir sind zudem enttäuscht darüber, dass die immer wieder kommunizierte Neutralität des Vereins durch die zugehörigen Gremien erneut verletzt wird. Sowohl Mitgliederrat als auch der Beirat haben eine Wahl-Empfehlung ausgesprochen und wollen die Wahl damit erheblich beeinflussen.“

Hätte der Beirat die Empfehlung aussprechen dürfen?

Auch Professor Dr. Alexander Scheuch war von der Empfehlung grundsätzlich überrascht. „Dass es noch eine Empfehlung des Beirats geben würde, hatte ich so konkret nicht auf dem Schirm. Welche Gremien bei der Wahl des Vorstands ein Vorschlagsrecht haben, eine Empfehlung abgeben oder sonst wie involviert sind, ist von Verein zu Verein sehr unterschiedlich“, sagt der Jurist, der einst selbst in der Rechtsabteilung der Kölner tätig war. „Der FC verfügt über relativ viele Gremien, sodass sich die Frage, wer hier wann wie aktiv werden muss oder darf eher stellt, als bei anderen Clubs.“ Und dieses Thema treibt offenbar nicht nur die Teams um. Auch in den Sozialen Medien wird über das Thema diskutiert. Vor allem eine Frage: Hätte der Beirat die Empfehlung überhaupt aussprechen dürfen?

„Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn dass ein Verein bei der Vorstandswahl in gewissem Maß auf Chancengleichheit und damit auch auf Neutralität achten muss, ist sicher so“, sagt Scheuch. So dürften beispielsweise Namen auf Stimmzetteln nicht unterschiedlich groß oder dick geschrieben sein. „Was Empfehlungen im Vorfeld zur Wahl angeht, ist das aber schwieriger zu beurteilen. Der Mitgliederrat hat ja zum Beispiel ausdrücklich die Aufgabe, ein Team vorzuschlagen. Hinter diesen Vorschlag muss er sich dann natürlich auch stellen dürfen“, so der Experte weiter. Werbung dürfe er insofern durchaus machen. „Der Beirat hat hingegen primär die Aufgabe, den Vorstand zu beraten. Dazu gehören erstmal keine Wahlempfehlungen. Aber selbstredend hat der Beirat ein Interesse, dass Personen gewählt werden, mit denen er gut zusammenarbeiten kann.“

„Das wird auch das Ziel gewesen sein“

Und Scheuch weiter: „Die Satzung sagt auch, dass der Beirat den Verein und dessen Ansehen fördern soll. Da kann man schon auf den Gedanken kommen, dass eine halbwegs zurückhaltend formulierte Empfehlung für eine solche Wahl zu seinen Aufgaben zählt.“ Und es gibt noch einen anderen Aspekt: „Beim FC kommt dazu, dass der Mitgliederrat laut Satzung vor seinem Wahlvorschlag auch den Beiratsvorsitzenden anhören muss. Insofern ist der Beirat also selbst ein Stück weit in die Auswahl involviert. Auch das ist ein Argument dafür, dass der Beirat eine Empfehlung aussprechen darf. Ich will aber nicht verhehlen, dass es bei einer so wenig konkreten Grundlage in der Satzung auch Argumente für die Gegenmeinung gibt“, sagt Scheuch.

Unterm Strich steht dennoch der vom Team Adenauer öffentlich geäußerte Vorwurf, dass der Beirat in die Wahl eingegriffen habe. Es bleibt ein Geschmack. „Eingegriffen hat er sicherlich. Das wird auch das Ziel gewesen sein“, sagt Scheuch. „Wenn der Beirat davon ausginge, seine Empfehlung sei ohnehin wirkungslos, hätte er sie nicht ausgesprochen. Die Frage ist allerdings: Durfte er eingreifen? Dafür sehe ich, wie gesagt, einige ganz ordentliche Argumente. Eindeutig ist die Lage aber nicht. Ich hoffe, dass der Beirat Für und Wider gut abgewogen hat, bevor er die Empfehlung ausgesprochen hat.“