Zwischen Frust, Unmut und Zuversicht – Wahlempfehlung beim 1. FC Köln sorgt für Wirbel

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Zwischen Frust, Unmut und Zuversicht – Wahlempfehlung beim 1. FC Köln sorgt für Wirbel

Der Kampf um die Spitze der Geißböcke geht in die heiße Phase und wird immer schärfer. Der Beirat des 1. FC Köln hat sich nach einem Gespräch mit den Kandidaten am Mittwoch für das „Team FC” ausgesprochen. So kurz vor der Vollversammlung erhitzt das einige Gemüter im Wahlkampf um die Spitzenpositionen beim 1. FC Köln: Wahlempfehlung des Beirats sorgt für Wirbel.

Den Vorstands-Aspiranten bleiben noch gut drei Wochen, um die Stimmen der FC-Mitglieder bei der Vollversammlung am 27. September für sich zu gewinnen. Je näher der Stichtag rückt, desto mehr scheint sich der Wahlkampf zuzuspitzen. Dazu passt auch die Empfehlung des Beirats des 1. FC Köln. Das Gremium stellt sich hinter das „Team FC“ für die Vorstandswahlen beim 1. FC Köln: Wahlempfehlung des Beirats sorgt für Wirbel.

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Von Hendrik Broschart und Simon Bartsch

Bei den diesjährigen Vorstandswahlen des 1. FC Köln treten zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins drei Teams gegeneinander an. Damit einher geht dann auch ein handfester Wahlkampf um die Vorstandspositionen, der nun, knapp drei Wochen vor der Wahl, erheblich an Fahrt aufzunehmen scheint. Am Mittwochnachmittag empfing der FC-Beirat die Teams um die drei Spitzenkandidaten Wilke Stroman, Sven-Georg Adenauer und Jörn Stobbe zu Gesprächen, von denen man sich auf Seiten des Beirates erhoffte, die Kandidaten und ihre Positionen zu zentralen Themen rund um den 1. FC Köln noch ein wenig genauer kennenzulernen.

Nach dem Gespräch veröffentlichte der Beirat, dem unter anderem Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Dr. Klaus Behrenbeck, Michael Mronz, Lionel Souque und Dr. Nicole Grünewald angehören, schließlich eine Stellungnahme, in der er seine Unterstützung für das „Team FC“ aussprach. Aus Sicht des Vereinsorgans bringe das Trio “die besten Voraussetzungen [mit], um den 1. FC Köln als Vorstand in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“.

Irritation bei Team Adenauer

Ein wohl eher ungewöhnlicher Schritt, der auch nicht überall gut ankam. In einem offiziellen Statement kritisierte Sven-Georg Adenauer die Entscheidung des Beirats, öffentlich Stellung zu beziehen, nun am Donnerstag deutlich. Demnach sei diese Maßnahme den Kandidaten gegenüber nicht vorab kommuniziert worden: „Wir sind zutiefst irritiert über das Vorgehen des Beirats, weil wir im Vorfeld des Gesprächs nicht darüber informiert wurden, dass am Ende eine öffentliche Wahlempfehlung durch dieses Gremium abgegeben wird.“ Das ist nach Informationen von come-on-fc.com nicht möglich gewesen, weil sich der Beirat erst nach dem Gespräch und nachdem sich offenbar ein nahezu einheitliches Bild für ein Team abzeichnete zu diesem Schritt entschieden hat. Zudem sind wohl alle Teams über die Empfehlung informiert worden, bevor der Beirat die Empfehlung via FC öffentlich gemacht hat und die Kandidaten haben die Nachricht nach Informationen von come-on-fc.com auch sehr sachlich aufgenommen.

Einstimmig ist das Pro für das Team FC aber auch nicht verlaufen, immerhin war in der Mitteilung die Rede von einer „deutlichen Mehrheit“. In seiner Stellungnahme geht Adenauer noch weiter und bezichtigt den Beirat eines erheblichen Eingriffs in den Wahlkampf: „Wir sind zudem enttäuscht darüber, dass die immer wieder kommunizierte Neutralität des Vereins durch die zugehörigen Gremien erneut verletzt wird. Sowohl Mitgliederrat als auch der Beirat haben eine Wahlempfehlung ausgesprochen und wollen die Wahl damit erheblich beeinflussen“, heißt es in dem Statement. Tatsächlich steht in der Satzung weder etwas davon, dass der Beirat eine Empfehlung aussprechen soll oder darf noch, dass es ihm untersagt ist. Dennoch bleibt mindestens ein Geschmack.

Vorwürfe gegenüber Jörn Stobbe

Damit nicht genug: Adenauer feuerte schließlich auch gegen das vom Beirat befürwortete „Team FC“: „Wir empfehlen dem Beirat dringend über die jeweiligen 45-minütigen Gespräche hinaus die bisherigen Aktivitäten des Teams Stobbe bei anderen Vereinen zu recherchieren, um sich ein vollständigeres Bild zu verschaffen und den Vorschlag zu überdenken“, heißt es weiter. Adenauer spielte womöglich damit auf die Tätigkeit Stobbes bei den Kickers Offenbach und dem Hamburger SV als potenzieller Investor an.


Für Stobbe, Alvermann und Sobeck selbst ist die Rückendeckung des Beirats ein Grund zur Freude. Auf Anfrage von come-on-fc.com begrüßte das Team die Entscheidung des Gremiums: „Wir freuen uns, dass wir nach der Nominierung durch den Mitgliederrat nun auch den Beirat des 1. FC Köln von unseren Inhalten und Zielen überzeugen konnten“, heißt es in einem Statement. Das Team FC geht auf die Vorwürfe des Team Adenauers nicht ein und besteht auf die Urteilsfähigkeit des Beirats: „Der Beirat hat alle drei Teams eingehend geprüft und befragt und ist zu dem klaren Ergebnis gekommen, dass wir als Team FC die besten Voraussetzungen mitbringen, um den 1. FC Köln als Vorstandsteam in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“

Unbeirrt von Adenauers Breitseite will das Team FC alle Augen auf die Wahlen Ende September richten: „Wir bedanken uns für das Vertrauen und die intensiven Gespräche. Nun wollen wir bei der Mitgliederversammlung am 27. September auch die Mitglieder überzeugen.“

Das Team um Wilke Stroman wird sich nach Informationen von come-on-fc.com zu dem Kontext sicher in einem aus ihrer Sicht passenden Moment äußern.



Vor der Vorstandswahl: Beirat spricht Empfehlung aus

Dr. Klaus Behrenbeck ist Vorsitzender des Beirats
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Vor der Vorstandswahl: Beirat spricht Empfehlung aus

Ende September wird beim FC ein neuer Vorstand gewählt. Gleich drei Teams stehen zur Auswahl bei der Vorstandswahl: Der Beirat des 1. FC Köln gibt eine Empfehlung ab.

In ein paar Wochen wird gewählt beim FC. Jetzt gibt es eine neue Entwicklung für die Vorstandswahl: Der Beirat des 1. FC Köln gibt eine Empfehlung ab. Das Gremium spricht sich für das „Team FC“ aus.

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Am 27. September ist die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln. Auf dieser wird auch ein neuer Vorstand gewählt. Dabei haben sich drei Teams aufstellen lassen. Nun gibt der Beirat des FC eine Wahlempfehlung: Das Gremium spricht sich für das „Team FC“ aus. Dieses besteht aus Jörn Stobbe, Prof. Dr. Ulf Sobek sowie Dr. Jörg Alvermann. Aus Sicht des Vereinsorgans bringt das Trio “die besten Voraussetzungen [mit|, um den 1. FC Köln als Vorstand in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“.

Intensiver Austausch mit allen Teams

Bevor der Beirat seine Empfehlung abgab, habe er sich intensiv mit den verschiedenen Teams auseinandergesetzt. Am vergangenen Mittwoch fand außerdem ein Treffen statt, um sich ein Bild von den Kandidierenden zu machen. Dabei hatte das Gremium einen gewissen Fokus gesetzt: „Der Beirat hat in diesem Dialog vor allem die zentralen Aspekte für die erfolgreiche Zukunft des Vereins in den Blick genommen, insbesondere die strategischen und finanziellen Perspektiven des Clubs, den nachhaltigen Erfolg der Profi-Teams und der Nachwuchsarbeit, die Aussichten bzgl. Geißbockheim und Stadion, das Verständnis von Mitgliedschaft und Gremien sowie die Bedeutung des sozialen Engagements in Stadt und Region. Darüber hinaus waren auch die persönlichen Hintergründe, Erfahrungen und spezifischen Fähigkeiten der jeweiligen Teammitglieder für den Beirat von Belang.“

Insgesamt begrüßt es das Gremium, dass sich gleich drei Teams um den Vorstand bewerben. Das spreche für das „hohe Engagement der Mitglieder für den Verein und das lebendige Demokratieverständnis des Clubs.“ Außerdem ruft es die Mitglieder dazu auf, „in großer Zahl von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und so aktiv an der Gestaltung der Zukunft des Vereins mitzuwirken“.  Der Beirat selber, der den Vorstand berät, setzt sich aus Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben und der Wirtschaft zusammen. Ihm gehören beispielsweise Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Dr. Klaus Behrenbeck, Michael Mronz, Lionel Souque und Dr. Nicole Grünewald an.


FC-Bosse erklären Aus: Dr. Werner Wolf und Eckhard Sauren stellen sich nicht zur Wiederwahl

Werner Wolf, Präsident des 1. FC Köln bei der Mitglliederversammlung
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FC-Bosse erklären Aus: Dr. Werner Wolf und Eckhard Sauren stellen sich nicht zur Wiederwahl

Transfersperre, Abstieg und Nicht-Entlastung – keine guten Vorzeichen für eine Wiederwahl beim 1. FC Köln: Dr. Werner Wolf und Eckhard Sauren treten nicht mehr zur Wahl an.

Im Herbst kommt es zu Vorstandswahlen beim 1. FC Köln: Dr. Werner Wolf und Eckhard Sauren treten nicht mehr zur Wahl an.

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Der 1. FC Köln befindet sich dieser Tage nicht nur den Kader betreffend im Umbruch. Abgänge werden diskutiert, Neuzugänge verpflichtet, ein neuer Sportdirektor ist mit Thomas Kessler gefunden und auch die Trainersuche scheint sich auf der Zielgeraden zu bewegen. Doch nicht nur das. Bekanntlich stehen im Herbst diesen Jahres die Vorstandswahlen an beim 1. FC Köln. Nachdem sich Carsten Wettig bereits frühzeitig für eine Wiederkandidatur mit neuem Team ausgesprochen hat, ist nun auch klar, wie es mit Dr. Werner Wolf und Eckhard Sauren weitergeht. Denn die beiden FC-Bosse gaben im FC-Podcast von „Radio Köln“ bekannt, dass es für sie nicht weitergehen werde beim FC. „Nach knapp 25 Jahren werde ich Abschied nehmen vom 1. FC Köln. Aber ich werde immer ein Fan und dem Verein verbunden bleiben“, so Wolf.

„Es ist der richtige Zeitpunkt, das öffentlich zu sagen“

Nach der Nicht-Entlastung des Vorstands bei der vergangenen Mitgliederversammlung waren die Chancen auf einen Vorschlag zur Wahl des Dreier-Teams mit Wolf, Sauren und Wettig vom Gremium des Mitgliederrats gegen Null gesunken. Der Vorstand entschied sich schnell gegen eine erneute gemeinsame Kandidatur. „Nach intensiven Überlegungen und Gesprächen sind wir – Werner Wolf, Carsten Wettich und Eckhard Sauren – zu dem Schluss gekommen, als Vorstandsteam in der aktuellen Zusammensetzung nicht für eine weitere Amtszeit zu kandidieren“, hieß es damals im Mitgliederbrief. Wettig hatte sich schnell und deutlich neu orientiert, tritt zusammen mit Wilke Stroman (Präsidentschafts-Kandidat) und Tugba Tekkal (Vize-Kandidatin) an.

Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?

Neben Wettich kündigte auch Adenauer-Enkel Sven-Georg Adenauer mit seinem Team an, für die Wahl kandidieren zu wollen. Zusammen mit Thorsten Kiesewetter und Martin Hollweck sammelt der 65-Jährige aktuell Unterschriften, um die benötigten 4500 Mitglieder-Stimmen zu sammeln. Diese braucht das Team, um auch ohne Unterstützung des Mitgliederrats zur Wahl zugelassen zu werden. Welchen Weg Wolf und Sauren einschlagen würden, war lange nicht klar. Auch Sauren nahm aber nun deutlich Stellung. „Natürlich hat man sich die Entscheidung sehr reiflich überlegt und blickt mit ein bisschen Wehmut zurück. Ich glaube, es ist der richtige Zeitpunkt, das öffentlich zu sagen“, so der 53-Jährige zu seiner Entscheidung, nicht erneut anzutreten.