„Mit einem Grinsen spazieren gegangen“: Das sind die Stimmen nach dem Fußballfest der FC-Frauen gegen Bremen

Frauen des 1. FC Köln jubeln beim Sieg gegen Werder Bremen
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„Mit einem Grinsen spazieren gegangen“: Das sind die Stimmen nach dem Fußballfest der FC-Frauen gegen Bremen

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben sich und die 30.000 Zuschauer mit einem fulminanten Nachmittag belohnt. Das 3:0 gegen Werder Bremen war ein rauschendes Fußballfest, von dem die Spielerinnen noch lange zehren dürften. Die Stimmen zum Spiel der Frauen des 1. FC Köln gegen Werder Bremen.

Zudem sprang der FC im Zuschauer-Ranking deutlich nach vorne. Wir haben die Stimmen nach dem Spiel zusammengetragen.

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Das Gewitter am Ende des Spiels über Müngersdorf spiegelte die Gefühlslage beim 1. FC Köln nicht wieder. Die Kölnerinnen strahlten stattdessen – und das nicht nur aufgrund des deutlichen 3:0-Erfolgs. Der stimmungsvolle Mittag im Rhein-Energie-Stadion sorgte einmal mehr für unvergessliche Momente bei den Spielerinnen. Ein ganz besonders großes Grinsen hatte Lydia Andrade im Gesicht. Der Sommer-Neuzugang des Vorjahrs nimmt zum Saison-Ende Fahrt auf, stach im Offensiv-Spiel nicht nur aufgrund ihres Führungstreffers hervor. „Heute hat alles gepasst, ich bin stolz auf die Mannschaft“, sagte die Schweizerin nach dem Abpfiff, „ich konnte es nicht so glauben, ich bin echt froh und dankbar, dass ich meiner Mannschaft helfen konnte.“

“Es ist einfach schön, wenn die Spielerin sich dann auch belohnt“

Trainerin Britta Carlson fand ebenfalls lobende Worte für ihre Spielerin: „Lydia hatte keine einfache Zeit bei uns. Es hat ein bisschen gedauert, bis sie adaptiert hat, wie unsere Intensität ist, wie unser Spiel ist. Wir haben jetzt auch erst die hundertprozentige Position für sie gefunden, eher in der Spitze zu spielen. Vorher war sie eine Spielerin, die eher auf dem Flügel agiert hat. Mich freut es ungemein, weil sie nie aufgegeben hat. Sie hat im Training weiterhin Gas gegeben, hat versucht, an sich zu arbeiten, fordert gefühlt von jedem Training eine Analyse ein, ist da also auch hungrig. Es ist einfach schön, wenn die Spielerin sich dann auch belohnt.“

Doch über allem standen am Samstagmittag die Kulisse und die Atmosphäre. „Man spürt, was für eine große Familie das ist, wir haben die Unterstützung von allen gespürt und alles gegeben“, äußerte Sandra Jessen, die erstmals im FC-Trikot in Müngersdorf auf dem Rasen stand, „ich bin mir ganz sicher, dass es von der ersten Minute ganz klar war, welche Mannschaft die drei Punkte mitnimmt.“ Ein besonderer Moment war es auch für die Kapitänin Marina Hegering. Für die Wahl-Kölnerin war es nach der Fahrt auf dem Rosenmontagszug der nächste große emotionale Höhepunkt in diesen Wochen.

“Das macht das ganze Spiel einfach super emotional“

„Ich habe mich total gefreut. Ich hatte ja einen Countdown-Timer für dieses Spiel eingerichtet auf meinem Handy. Ich glaube, ich habe bei 70 Tagen angefangen und habe die Tage runtergezählt. Ich kann von Zuhause auf das Stadion sehen. Die Vorfreude heute Morgen beim Spaziergang war sehr groß. Ich bin mit einem Grinsen in der Sonne spazieren gegangen und habe mich einfach nur gefreut. Dann durfte ich auch noch meinen Neffen und meine Nichte mit zum Einlaufen nehmen, das war natürlich das Sahnehäubchen auf der Torte. Das macht das ganze Spiel einfach super emotional.“ Der Tag ging auch der 36-Jährigen nahe, die schon so viel in ihrer Karriere erlebt hat: „Wenn man das auf dem Platz hört, wenn man eine Aktion nach vorne startet, wie laut das Stadion dann wird, macht es schon einfach Bock, das kribbelt dann schon und es beflügelt auch.“

Etwas norddeutsch zurückhaltender äußerte sich Britta Carlson, die in Kiel geborene Trainerin des FC: „Ich möchte keine einzelne Spielerin bei uns hervorheben, weil ich finde, dass das gesamte Team sehr gut performt hat nach den letzten Leistungen und ich glaube, diese Belohnung für das Team vor so einer Kulisse war extrem wichtig, wieder mal zu null zu spielen. Es hat mich extrem gefreut, dass wir nicht nur vorne alles reingeworfen haben, sondern auch wenig zugelassen haben, weil jede Spielerin mit allem, was sie hat, verteidigt hat. Das ist auch das, was uns die ganze Saison ausgezeichnet hatte.“

Comeback nach fast einem Jahr

Und dann wurde Carlson doch auch ein wenig euphorisch: „Es pusht ungemein, wenn knapp 30.000 uns anfeuern. Das ist eine Sache, die wir so nicht kennen. Gerade unser Stadion hier beim FC ist auch noch mal besonders. Ich glaube, das hat man heute gesehen, was die Fans leisten von der ersten Sekunde an. Wenn du von der Sekunde die Intensität hochhältst und auch da schon deine Möglichkeiten hast, dann wird es auch ein bisschen leichter mit der Kulisse positiv umzugehen.“

Zudem konnte Taylor Ziemer nach fast einem Jahr Verletzungspause ihr Comeback als Jokerin feiern. Der FC wiederum sprang durch das Heimspiel in der Zuschauertabelle der laufenden Saison vom achten auf den fünften Platz mit einem Schnitt von nunmehr 4.377 Zuschauern pro Partie. Einzig Bremen, Hamburg, Bayern und Union Berlin konnten bisher noch mehr Zuschauer begrüßen. Bemerkenswert: Mit Hamburg (6.042/Spiel) und dem Primus aus Köpenick (7.728) sind gleich zwei Aufsteiger in den Top 3. Apropos Hamburg: Gegen diesen Gegner geht es am Samstag mit dem nächsten Heimspiel weiter. Dann wieder im Franz-Kremer-Stadion vor deutlich kleinerer Kulisse.

Highlights zum Highlight-Spiel: Frauen des 1. FC Köln gewinnen vor beeindruckender Kulisse

Jubel bei den Frauen des 1. FC Köln
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Highlights zum Highlight-Spiel: Frauen des 1. FC Köln gewinnen vor beeindruckender Kulisse

Werder Bremen entwickelt sich zum Lieblingsgegner des 1. FC Köln im Rhein-Energie-Stadion. Die Hanseatinnen waren zum zweiten Mal Gegner beim Bundesliga-Highlight-Spiel in Müngersdorf und zum zweiten Mal gewannen die FC-Damen die Partie. Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen 3:0 gegen Werder Bremen.

Diesmal sahen 30.411 Zuschauer einen ungefährdeten Heim-Erfolg der Kölnerinnen, die mit diesem Auftritt beste Eigenwerbung betreiben konnten.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre erste Elf im Vergleich zur 2:6-Klatsche fünf Tage zuvor bei der TSG Hoffenheim auf drei Positionen: Sara Agrez, Celina Degen und Anna-Lena Stolze starteten für Martyna Wiankowska, Adriana Achcinska und Zoe Hasenauer. Carlson formierte ihre Mannschaft, wie schon in der zweiten Hälfte im Kraichgau, mit einer Dreierkette in der Abwehr. Sandra Jessen und Carlotta Imping bildeten das Flügel-Duo, das seine Position jeweils sehr offensiv interpretierte.

Überlegner Start

Die Kölnerinnen starteten überlegen in die Partie, näherten sich dem Bremer Tor in der Anfangsphase aber ausschließlich mit Distanzschüssen. Die Führung für die Gastgeberinnen war folgerichtig, entsprang allerdings einem Bremer Aussetzer. Larissa Mühlhaus spielte einen viel zu kurzen und unplatzierten Rückpass Richtung Torhüterin. Die bis dahin ohnehin auffällige Lydia Andrade ersprintete sich den Ball, umkurvte Mariella El Sherif und schob zum 1:0 ins leere Tor (20.). Die FC-Frauen blieben am Drücker, Bremen präsentierte sich weiterhin als dankbarer Aufbau-Gegner. Pauline Bremer besaß die beste Chance nach einem Einwurf, El Sherif war bei dem Flachschuss aus der Drehung aber aufmerksam und lenkte den Ball zur Seite ab (33.).

Kurz danach durften die Kölner Fans aber erneut jubeln: Lydia Andrade bediente Bremer mit einem hohen Ball an den Sechzehner. Den strammen Schuss der Stürmerin konnte El Sherif noch abwehren, der Abpraller landete bei der heranlaufenden Anna-Lena Stolze, die mit zum 2:0 traf (36.). Weit in der Nachspielzeit gab es noch einen weiteren Aufreger: Laura Vogt schoss einen Freistoß von der Strafraumgrenze stramm aufs Tor, El Sherif wehrte mit Mühe nach vorne ab, Sandra Jessen köpfte den Abpraller über das Tor (45.+4).

Kölner Sieg hätte noch höher ausfallen können

An der Einseitigkeit der Partie änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Ein Eckball von Sara Agrez von der rechten Seite rutschte durch den Strafraum auf den linken Kölner Angriffsflügel. Von dort brachte Pauline Bremer die Kugel hoch zurück in den Sechzehner. Jessen köpfte am ersten Pfosten komplett freistehend ins lange Eck zum 3:0 (54.). Danach schleppte sich eine entschiedene Partie dem Schlusspfiff entgegen. Mit etwas mehr Konsequenz und Glück im Abschluss hätte der Kölner Sieg noch höher ausfallen können.

Der klare Heimsieg war am Ende komplett verdient. Bremen, das eigentlich eine beachtliche Saison spielt, war an diesem Nachmittag überraschend harmlos und fand offensiv kaum statt. Für die FC-Frauen geht es am kommenden Samstag (12 Uhr) direkt mit dem nächsten Heimspiel weiter, dann aber wieder im Franz-Kremer-Stadion. Der Gegner kommt mit dem Hamburger SV erneut aus dem Norden.

1. FC Köln: Schmitz – Imping (76. Leimenstoll), Degen, Hegering, Agrez, Jessen – Vogt, Bohnen (83. Achcinska) – Andrade (59. Donhauser), Stolze (59. Wiankowska), Bremer (83. Ziemer). Tore: 1:0 Andrade (20.), 2:0 Stolze (36.), 3:0 Jessen (54.). Zuschauer: 30.411.

Frauen des 1. FC Köln verlieren nach Cerci-Gala in Hoffenheim deutlich

Laura Vogt vom 1. FC Köln
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Frauen des 1. FC Köln verlieren nach Cerci-Gala in Hoffenheim deutlich

Das hatten sich die Fußballerinnen des 1. FC Köln anders vorgestellt: Fünf Tage vor der Fußball-Party in Müngersdorf gegen Werder Bremen gab es kein frisches Selbstvertrauen. Die Ex-Kölnerin Selina Cerci wirbelte den FC durcheinander, war an allen fünf Toren der TSG Hoffenheim beteiligt, traf dabei dreimal selbst. Die Frauen des 1. FC Köln verlieren gegen Werder Bremen.

Die Leistungssteigerung der Kölnerinnen nach der Pause kam zu spät, am Ende stand eine 2:5-(1:4)-Niederlage.

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Kölns Trainerin Britta Carlson tauschte im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt rund einen Monat zuvor die halbe Startelf aus. Lisa Schmitz, Adriana Achcinska, Zoe Hasenauer, Lydia Andrade und Martyna Wiankowska ersetzten die angeschlagene Irina Fuchs sowie Sara Agrez, Anna-Lena Stolze, Laura Donhauser und die erkrankte Laura Feiersinger. Das bedeutete gleich zwei Comebacks nach vielen Monaten in der Anfangsformation. Lisa Schmitz stand erstmals seit dem vierten Spieltag in Essen Ende September wieder auf dem Platz. Die 33-Jährige hatte während ihrer Verletzungspause den Stammplatz an Irina Fuchs verloren. Lydia Andrade stand sogar erstmals seit dem ersten Spieltag in Leipzig wieder in der ersten Elf.

Vier Tore in 20 Minuten

Der Anstoß im Kraichgau war kaum verhallt, da klingelte es bereits im Kölner Tor. Marie Steiner leitete den Angriff selbst ein, legte ab zu Selina Cerci, die dabei möglicherweise im Abseits gestanden haben könnte. Die Ex-Kölnerin legte direkt quer in den Sechzehner zurück zu Steiner, die mühelos zum 1:0 für die TSG nach 90 Sekunden einschob (2.). Die FC-Defensive ließ sich hier viel zu leicht düpieren. Und es kam noch schlimmer: Pauline Bremer spielte vor dem eigenen Sechzehner einen Fehlpass in die Füße von Hoffenheims Nikee van Dijk, die in den Lauf von Cerci spielte. Cerci vollendete freistehend ins lange Eck zum 2:0 für die Gastgeberinnen, stand beim Zuspiel diesmal aber eindeutig im Abseits, sodass der Treffer nicht hätte zählen dürfen (7.).

Die Kölnerinnen ließen die Köpfe jedoch nicht hängen. Bei einem Rückpass auf Laura Dick setzte Lydia Andrade nach – und wurde belohnt. Hoffenheims Torfrau schoss Andrade beim Versuch des Befreiungsschlags an und von der Kölnerin trudelte der Ball zum 2:1 ins Tor (10.). Doch die FC-Frauen brachten sich abermals selbst in Bedrängnis: Adriana Achcinska spielte einen langen Pass von der Mittellinie zurück vor den eigenen Sechzehner, der aber im Zentrum bei Cerci landete. Die agile Stürmerin legte nach rechts raus zu van Dijk, die durch die Beine von Schmitz hindurch zum 3:1 für die TSG traf (19.).

Umstellung auf Dreierkette zahlt sich aus

Nach der aufregenden Startphase verflachte das Spiel, doch kurz vor der Pause wurde die Kölner Abwehr ein weiteres Mal bei einem schnellen Angriff überrumpelt. Martyna Wiankowska kam auf der linken Abwehrseite bei Jill Janssens nicht hinterher, deren Querpass die mitgelaufene Cerci in der Mitte freistehend zum 4:1 (41.) nur noch über die Linie drücken musste. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste, die zwei personelle Änderungen vornahmen, den besseren Start. Laura Vogt flankte den Ball ins Zentrum. Hoffenheims Torfrau wehrte zur Seite genau zu Jessen ab, die mit Wucht zum 4:2 traf (50.).

Carlson hatte zur zweiten Hälfte auf eine Dreierkette in der Abwehr mit Agrez, Hegering und Bohnen umgestellt – und das zahlte sich aus. Die Rheinländerinnen waren nun die agilere Mannschaft und schnupperten am Anschlusstreffer. Hoffenheims Torhüterin rettete jedoch mit einem starken Reflex gegen den Abschluss der freistehenden Pauline Bremer (64.). Auf der Gegenseite hätte Cerci nach einer Einzelleistung beinahe für die Entscheidung gesorgt, traf mit ihrem Schuss aus spitzem Winkel aber nur die Latte (68.).

Unterm Strich kam die deutliche Leistungssteigerung nach der Pause jedoch zu spät, die Hypothek der ersten Hälfte war zu groß. Cerci sorgte nach ihrem Sololauf ohne ernsthafte Gegenwehr der Kölner Abwehr mit ihrem dritten Treffer für das 5:2 (90.). Den Schlusspunkt setzte Janna Grimm nach einem Ballverlust von Vogt vor dem Strafraum mit dem 6:2 (90.+4). Damit fiel der verdiente Hoffenheimer Sieg am Ende jedoch zu hoch aus.

1. FC Köln: Schmitz – Imping, Bohnen, Hegering (86. Degen), Wiankowska (46. Agrez) – Achcinska (46. Stolze), Vogt, Hasenauer (75. Wiankowska) – Bremer, Andrade (60. Zeller), Jessen. Tore: 1:0 Steiner (2.), 2:0 Cerci (7.), 2:1 Andrade (10.), 3:1 van Dijk (19.), 4:1 Cerci (41.), 4:2 Jessen (50.), 5:2 Cerci (90.), 6:2 Grimm (90.+4).

Kommentar: Der FC hat die Chance auf die frühe Vorentscheidung – Baustellen darf das 3:1 aber nicht kaschieren

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Kommentar: Der FC hat die Chance auf die frühe Vorentscheidung – Baustellen darf das 3:1 aber nicht kaschieren

Nach acht sieglosen Spielen in Folge haben die Kölner wieder einen Dreier eingefahren und sich damit die Chance auf die Vorentscheidung am kommenden Freitag erspielt. Geschafft ist der Klassenerhalt aber noch nicht. Ein Kommentar zum wichtigen Sieg des 1. FC Köln gegen Bremen.

Mit dem ersten Sieg seit Ende Januar haben die Kölner einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. In Köln hat man das Gefühl eines kollektiven Aufatmens. Dabei ist das Ziel noch nicht erreicht.

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Es trägt schon eine gewisse Komik in sich, dass Lukas Kwasniok am Ende recht behalten könnte. Der Ex-Trainer der Geißböcke wurde bis kurz vor seinem Aus nicht müde zu betonen, dass seine Mannschaft das Zeug zum Klassenerhalt habe. Dass eben nur ein Quäntchen fehle und dass das Spielglück nicht auf Seiten der Kölner sei. Als Argumente hielten unter anderem die 50:50-Schiedsrichter-Entscheidungen her, der mitunter seltsame Eingriff oder eben Nicht-Eingriff des VARs und ja, auch der Ausfall zahlreicher Spieler wurde selten, aber ab und an genannt. Durch den 3:1-Erfolg gegen Werder Bremen hat sich die Situation beim FC grundlegend verändert. René Wagner hat in den vergangenen beiden Spielen mehr Punkte eingefahren als sein Vorgänger in den sieben Partien zuvor. Der FC hat nun ein beruhigendes Polster von fünf Zählern auf Rang 16, von neun auf Rang 17. Gewinnt Köln am Freitag, ist die Vorentscheidung in Sachen Klassenerhalt gefallen.

Eine andere Ausgangslage

Und das dann vier Spieltage vor Saisonende. Tatsächlich hat sich die Ausgangslage innerhalb von zwei Spieltagen komplett verändert. Rund um das Geißbockheim ist wieder eine gewisse Euphorie zu spüren. Das Ziel Klassenerhalt scheint plötzlich so greifbar nahe. Denn nun lautet die Bilanz nicht mehr acht sieglose Spiele in Folge, sondern vier Partien ohne Niederlage in Serie. Wagner spielt bei seiner bisherigen Ausbeute als Cheftrainer in die Karten, dass die Schiedsrichter-Entscheidungen gegen Bremen zum Großteil mal pro FC ausgefallen sind (zu Recht!) und dass dem Interimscoach nahezu der gesamte Kader wieder zur Verfügung steht. Bis auf die beiden Langzeitverletzten hat der 37-Jährige die Qual der Wahl, muss schmerzhafte Entscheidungen treffen. Quantitativ stellt sich der Kader nicht mehr von alleine auf.

Vor allem aber profitierten die Kölner am Sonntag von dem von Kwasniok angesprochenen Spielglück, das dem FC lange fehlte. Und da liegt dann auch wieder der andere Teil der Wahrheit. Denn auf Glück alleine können und sollten sich die Geißböcke im Saisonfinale nicht verlassen. Der 3:1-Erfolg gegen Bremen darf nicht die Probleme kaschieren, die auch unter René Wagner (noch) nicht abgestellt sind. Der Sieg war zweifelsfrei verdient, die Leistung gegen ein dezimiertes Werder aber ganz sicher nicht beeindruckend. Und das nicht nur aufgrund der eklatant schwachen Chancenverwertung. Der FC tat sich gerade im Spielaufbau in Überzahl doch schwer. Die Geißböcke offenbarten erneut Unkonzentriertheiten, Stockfehler, Ungenauigkeiten und gerieten am Ende des Spiels sogar noch einmal in Bedrängnis.

Der FC kann am Freitag einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen, eine Art Vorentscheidung herbeiführen. Acht (durch die Torbilanz eigentlich neun) Punkte Vorsprung wären schon ziemlich nah am Klassenerhalt. Er kann! Gespielt ist die Begegnung noch nicht, gewonnen erst recht nicht – wie das Hinspiel in Köln (1:1) enttäuschend bewiesen hat. Aber: Der FC hat die Rettung in der eigenen Hand, hat den Ball im Grunde auf dem Elfmeterpunkt liegen und es wirkt so, als haben die Kölner unter dem neuen Trainer auch eine ergebnisorientierte Idee, wie Siege gelingen können. Mit dem ersten Erfolg seit Ende Januar dürfte sich das Team das nötige Selbstvertrauen geholt haben, am Millerntor die nächsten Punkte einzufahren – möglicherweise die entscheidenden. Sollte dem FC der Klassenerhalt gelingen, hätte Kwasniok recht gehabt. Nur würde der Erfolg der personellen Entscheidung unterm Strich genauso recht geben.


Der 1. FC Köln verdient sich den Erfolg gegen Bremen, hat dabei aber auch endlich das nötige Spielglück

Ragnar Ache erzielte gegen Bremen das zwischenzeitliche 2:0
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Der 1. FC Köln verdient sich den Erfolg gegen Bremen, hat dabei aber auch endlich das nötige Spielglück

Nach acht sieglosen Spielen konnte der FC gegen Bremen endlich wieder einen Dreier einfahren. Im Gegensatz zu den vorherigen Wochen war dabei der Spielverlauf von Beginn an auf der Seite des 1. FC Köln: Mit Spielglück und guter Leistung zum ersehnten Erfolg.

Mit dem Sieg gegen Werder Bremen holte der FC wichtige Punkte im Abstiegskampf. Dabei waren die Weichen wegen zweier Schlüsselszenen früh auf Sieg für die Geißböcke gestellt – die sich nach längerer Zeit mal wieder für eine ordentliche Leistung belohnen konnten.

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Es waren wohl die beiden Schlüsselszenen im Duell zwischen dem FC und Werder Bremen. Bereits nach nichtmal fünf Minuten foulte Bremens Olivier Deman Jakub Kaminski im Strafraum. Eine sehr unnötige Aktion aus Werder-Sicht, weil der Kölner nur gerade so im Sechzehner war und von der Situation eigentlich nicht die größte Gefahr ausging. Den Geißböcken konnte es egal sein, Said El Mala verwandelte den fälligen Strafstoß eiskalt. Mitte der ersten Halbzeit spielte dann noch der Ex-Kölner Leonardo Bittencourt einen schwachen Pass zurück auf Marco Friedl. Ragnar Ache kam dazwischen und wurde im Anschluss vom Bremer Kapitän gefoult. Weil dieser der letzte Mann war, sah er folgerichtig die Rote Karte. Spätestens damit waren die Weichen sehr stark auf einen Sieg für den FC gestellt. „Natürlich hat uns die Rote Karte geholfen. Die Führung vorneweg hat gut getan“, meinte daher auch Marvin Schwäbe.

Nach längerer Zeit mal wieder kein Rückstand

Denn durch die Situationen waren nach längerer Zeit endlich mal wieder das Spielglück und der Spielverlauf auf Seiten der Kölner. In der vorherigen Sieglos-Serie waren die Geißböcke nämlich – bis auf im Spiel gegen die TSG Hoffenheim – immer erst in Rückstand geraten. Darum hatte Trainer René Wagner vor dem Spiel noch betont, dass genau das nicht schon wieder passieren dürfe. Was den Kölnern mit eben etwas Spielglück auch gelang. „Das Tor war auch ein bisschen eine Erleichterung. Ich habe es auch den Fans angesehen im Stadion, wie die sich gefreut haben und das ist einfach ein geiles Gefühl“, betonte etwa Torschütze El Mala die Bedeutung des frühen Treffers.

Dabei war es ebenfalls günstig für den FC, dass es ein Elfmeter war. Denn dass die Chancenverwertung nicht zu den Stärken des Teams zählt, zeigte sich im weiteren Spielverlauf. Hätte es da noch Unentschieden gestanden, wäre die Mannschaft nach den ersten vergebenen, guten Chancen vielleicht nervöser geworden. Aber das ist hypothetisch, da der Spielverlauf eben auf Seiten der Kölner war. Und die machten, wie sich an den vielen vergebenen Möglichkeiten ablesen lässt, außerdem ein gutes Spiel. „Großes Lob an meine Mannschaft. Ich bin überglücklich wegen meiner Spieler, die heute gute Leistungen gezeigt haben“, stimmte die Performance seines Teams René Wagner insgesamt zufrieden. Auch wenn er sich den dritten Treffer früher gewünscht hätte.

Keine Bestrafung nach unnötigem Anschlusstreffer

Denn zur Wahrheit gehört ebenfalls, dass es sich die Kölner am Ende wieder selber schwerer als unbedingt nötig gemacht hatten. Neben dem Chancenwucher ist da vor allem der Elfmeter für Bremen zu nennen, nur recht kurz nachdem sie es eigentlich mit dem 2:0 durch Ragnar Ache deutlich sicherer gestaltet hatten. Der Umstand gefiel Schwäbe bei allen positiven Aspekten nicht: „Gebraucht hätte ich den nicht. Ich glaube, es ist natürlich, dass sie gerade am Ende noch ein bisschen aufmachen, dann kriegen sie noch den Elfmeter und machen den Anschlusstreffer. Ich glaube, wir hätten vorher einfach die Situation ein bisschen mehr und besser ausspielen können, um das einfach nicht so zuzulassen.“  

Bestraft wurde es jedoch dieses Mal am Ende nicht, dass die Geißböcke die Bremer so nochmal ins Spiel brachten, da Köln in Überzahl ansonsten sicher stand. Und sich in der einen weiteren kritischen Situation auf Schwäbe im Tor verlassen konnten. Der hielt beim Stand von 1:0, kurz nach dem wegen hauchdünnen Abseits aberkannten Treffer von Alessio Castro-Montes, nach einem abgefälschten Distanzschuss von Senne Lynen mit einer überragenden Parade die Führung fest. Erneut ein Punkt, an dem der Spielverlauf in diesem Spiel auf Seiten der Kölner war, die dank ihres Keepers an der Stelle gar nicht erst in die schwierige Situation kamen, mal wieder ein unglückliches Gegentor und damit den Ausgleich zu bekommen.

„Wir haben Bock zu kicken“

So konnten die Kölner mit Spielglück und einer guten Leistung schlussendlich den ersten Dreier seit dem 20. Spieltag feiern. Und können so mit ordentlich Rückenwind in das nächste direkte Duell im Abstiegskampf gegen St. Pauli am kommenden Freitag gehen. „Der Sieg gibt extrem viel Energie für die nächsten Spiele. Wir sind noch mal mehr als Team zusammengewachsen in den letzten Tagen, Wochen und das spürt glaube ich auch das ganze Stadion draußen. Wir haben Bock zu kicken“, meinte El Mala. Mit dieser Einstellung und Energie gibt es schonmal gute Voraussetzungen, dass die Geißböcke das Spielglück und den Spielverlauf auch gegen die Hamburger auf ihre Seite ziehen können.


Wenig Ausreißer nach oben, zwei nach unten – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bremen

Jan Thielmann probiert es direkt
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Wenig Ausreißer nach oben, zwei nach unten – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bremen

Endlich etwas Aufatmen heißt es für die Kölner nach dem Sieg gegen die Bremer im Kampf gegen den Abstieg. Allerdings überzeugten nicht alle Geißböcke. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bremen.

Der FC hat die erhofften Punkte gegen Bremen eingefahren, profitierte aber auch von zwei frühen – und berechtigten – Schiedsrichterentscheidungen. Trotz des absolut verdienten Siegs war nicht alles gut bei den Geißböcken.

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Ordentliche Defensive gegen schwache Bremer

Marvin Schwäbe Einzelkritik 3

Marvin Schwäbe

Lange kaum geprüft, dann in der 52. Minute per Abfälscher erstmals gefordert und direkt zur Stelle. Der Kapitän wurde immer wieder ins Aufbauspiel eingebunden, vor allem über lange Bälle. Beim Elfmeter dann aber ohne Chance. Insgesamt eine souveräne und routinierte Leistung.


Kristoffer Lund Einzelkritik Note 4

Kristoffer Lund

Rotierte viel und versuchte, über die linke Seite offensive Impulse zu setzen, blieb dabei aber insgesamt zu unauffällig. Defensiv mit unnötigen Fouls und sichtbaren Abstimmungsproblemen in der Abwehrkette im Zusammenspiel mit Özkacar. Wirkte nicht immer eingebunden ins Spiel. Wurde zur Halbzeit folgerichtig ausgewechselt.


Cenk Özkacar Einzellkritik 3+

Cenk Özkacar

Defensiv mit wichtigen Klärungsaktionen und Präsenz auf der letzten Linie, vor allem in der Luft. Bei dem Innverteidiger zeigten sich aber auch einige Unsicherheiten im Aufbau mit teils abenteuerlichen Fehlpässen. Hatte offensiv Pech bei einem Kopfball vorm Tor. Da der Ball anschließend aber vor den Füßen von Ache landete, der auf 2:0 erhöhte, sogar eine Vorlage. Insgesamt mehr Licht als Schatten.


Jahmai Simpson-Pusey Einzelkritik 3

Jahmai Simpson-Pusey

Als letzter Mann nicht aufzufallen, ist im Fußball ja bekanntlich nichts Schlechtes, eher im Gegenteil. Genau das zeichnete den Abwehrspieler nach einer kleinen Unsauberkeit zu Beginn erneut aus. Defensiv wieder einmal extrem zuverlässig, zweikampfstark und sicher im Stellungsspiel. Sah spät noch Gelb, blieb aber auch in der Schlussphase stabil und abgeklärt.


Sebastian Sebulonsen, Einzelkritik 2-

Sebastian Sebulonsen

Ein sehr auffälliger Auftritt von Sebastian Sebulonsen gegen die Bremer. Auf der rechten Seite, immer wieder mit viel Raum vor sich, den er ordentlich aufmischte. Schaltete sich regelmäßig offensiv ein und harmonierte im ständigen Austausch mit Thielmann. Insgesamt ein sehr ordentliches, aktives Spiel ob vorne oder hinten.


Einzelkritik Eric Martel 2-

Eric Martel

Der Motor im Zentrum ist wieder da: gedankenschnell, zweikampfstark und immer anspielbar. Eric Martel war seinem Gegenspieler meist einen Schritt voraus und brachte die gewohnte Struktur und gewünschte Ruhe zurück ins FC-Spiel. Leitete mit wichtigen Verlagerungen und Pässen viele Angriffe ein.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<

Überzeugendes Mittelfeld


Isak Johannesson Einzelkritik 2-

Isak Johannesson

Tat sich zunächst im ersten Kontakt und in Anschlusssituationen schwer, steigerte sich aber im Laufe des Spiels deutlich. Krönte seine insgesamt ordentliche Leistung in der Nachspielzeit mit einem starken Lupfer über den zu diesem Zeitpunkt überragenden Mio Backhaus zum 3:1.


Jakub Kaminski Einzelkritik 3

Jakub Kaminski

Holte den frühen Elfmeter raus und war wie gewohnt im Aufbau extrem präsent. Ließ sich immer wieder fallen, bot sich an und wirbelte das Mittelfeld mit vielen Ballaktionen auf. Mit einem technisch sehr sauberen ersten Kontakt und mit guten Seitenwechseln, auch wenn seine Standards heute ungefährlich blieben. Seine Laufleistung sticht wie immer hervor.


Jan Thielmann Einzelkritik, Note 4

Jan Thielmann

Insgesamt sehr aktiv, mit vielen Positionswechseln und Zug zum Tor. Hatte das 2:0 gleich zweimal auf dem Fuß, seine Abschlüsse blieben aber zu harmlos – sinnbildlich für seine fehlende Effizienz heute. Zeigte dafür starke Gegenpressing-Momente und holte sich verlorene Bälle wieder. Defensiv stabil, offensiv mit vielen Flanken, die aber keinen Abnehmer fanden.


Ragnar Ache, Einzelkritik Note 3+

Ragnar Ache

Ackerte viel gegen den Ball und provozierte so auch die Rote Karte gegen Friedl (24). Als Zielspieler aktuell in der Spitze unverzichtbar, machte Bälle fest und verteilte sie. Vergab zunächst mehrere gute, wenn nicht sogar sehr gute Chancen. Belohnte sich dann aber in der 65. Minute im zweiten Versuch per Nachschuss. Überschattet wurde sein Auftritt später mit dem verursachten Elfmeter und dem folgerichtigen gelben Karton.


Said El Mala, Einzelktirik Note 3+

Said El Mala

Übernahm früh Verantwortung und verwandelte den Elfmeter souverän zur Führung. Machte insgesamt einen wachen und selbstbewussten Eindruck. Vor allem im Gegenpressing war der Youngstar sehr aggressiv. In Eins-gegen-Eins-Situationen mit guten Ansätzen, ließ seinen Gegenspieler Yukinari Sugawara mehrfach im ersten Kontakt nach Innen aussteigen, konnte daraus aber nichts Nennenswertes erreichen. Viele Hereingaben zu ungenau und aus dem Spiel kaum eigene Abschlüsse.


Einzelkritik Castro-Montes 2-

Alessio Castro-Montes

Kam zur zweiten Halbzeit und traf direkt – der Treffer wurde jedoch wegen Abseits wieder aberkannt. Brachte sofort das erhoffte Tempo auf die linke Seite und gewohnte Dynamik mit ins Umschaltspiel. Wirkte sehr präsent und knüpfte an seine gute Form aus der Vorwoche an. Kein Vergleich zum erster Bremen-Auftritt.


Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.


„Ich hatte Bock!- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen

Said El Mala jubelt nach der Führung
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„Ich hatte Bock!- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen

Mit dem 3:1-Erfolg über Bremen hat der FC am Sonntagnachmittag drei Punkte wichtige eingefahren. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Werder Bremen.

Für René Wagner war es das erste Bundesliga-Duell als Chefcoach an der Seitenlinie im Kölner Stadion. Gegen die Bremer gelang den Geißböcken der erste Sieg nach acht Spielen ohne Dreier.


„Wir haben Bock zu kicken“

Said El Mala vom 1. FC Köln

Said El Mala

Zu seinem Elfmeter: „Ich hatte Kuba gefragt. Der wollte aber nicht schießen. Ich habe mich gut gefühlt, habe den Ball genommen, angelegt geschossen. Das war auch Druck und nicht leicht, aber ich hatte Bock. Ich wollte wieder ein Tor machen. Das ist tatsächlich mein erster Elfmeter. Auch bei Viktoria gab es immer andere. Das ist eine selbstbewusste Entscheidung, da brauche ich auch nicht zum Trainer gucken. Der vertraut mir da schon genug.“

Zu seinem elften Saisontor und dem Knacken des Podolski-Rekords: „Wenn man Rekorde knackt, die dann auch noch vom Poldi waren, ist das schon was Besonderes. Es ist die Bestätigung für die Leistung. Ich freue mich, dass ich das geknackt habe. Ich hoffe, es kann noch jemand toppen irgendwann. Es ist einfach eine schöne Auszeichnung jetzt heißt es einfach weitermachen.“

„Das Tor war auch ein bisschen eine Erleichterung. Ich habe es auch den Fans angesehen im Stadion, wie die sich gefreut haben und das ist einfach ein geiles Gefühl.“

„Der Sieg gibt extrem viel Energie für die nächsten Spiele. Wir sind noch mal mehr als Team zusammengewachsen in den letzten Tagen, Wochen und das spürt glaube ich auch das ganze Stadion draußen. Wir haben Bock zu kicken.“

Zu seinen Wadenkrämpfen: „Ich habe die ganze Woche nicht trainiert, das habe ich schon nach 15 Minuten gespürt.“


„Es hat einfach gut funktioniert“

Marvin Schwäbe ist ein starker Rückhalt des 1. FC Köln

Marvin Schwäbe

„Das war heute unfassbar wichtig. Ich glaube, wir haben einfach gesehen, was wir für einen großen Schritt machen können. Das war wahrscheinlich die Extra-Motivation, die wir so gebraucht haben. Ich muss sagen, wir haben einen sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Natürlich hat uns die Rote Karte gut getan. Die Führung vorneweg hat gutgetan.“

Zum Elfmeter der Bremer: „Gebraucht hätte ich den nicht. Ich glaube, es ist natürlich, dass sie gerade am Ende noch ein bisschen aufmachen, dann kriegen sie noch den Elfmeter und machen den Anschlusstreffer. Ich glaube, wir hätten vorher einfach die Situation ein bisschen mehr und besser ausspielen können um das einfach nicht so zuzulassen.“  

„Wenn wir jetzt zu Hause gegen eine Mannschaft spielen, die jetzt vielleicht auch nicht vor Selbstbewusstsein strotzt, ist es klar, dass sie auch ein bisschen abwartender spielen und wir mehr Ballbesitz haben. Und dann versuchen wir einfach die Stärken auszuspielen und ihre Schwächen zu bespielen. Es hat einfach gut funktioniert.“


„Said hat sich gut gefüht“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf

René Wagner

„Wir kommen gut ins Spiel mit dem Elfmeter. Die rote Karte half uns natürlich. Bremen war gefährlich nach Umschaltsituationen. Es war wichtig, dass wir das zweite Tor gemacht haben. Trotzdem ist es dann nicht einfach, auch bei elf gegen zehn nicht. Das dritte Tor hätte für uns schon früher fallen können. Aber großes Lob an meine Mannschaft. Ich bin überglücklich wegen meiner Spieler, die heute gute Leistungen gezeigt haben.“

„Auch mit einem Mann mehr hatten wir nicht immer die absolute Sicherheit mit Ball. Da geht es darum, den Jungs in diesen Phasen Selbstbewusstsein zu geben. Der Sieg sollte der Mannschaft Selbstvertrauen geben für die nächsten Aufgaben.“

„Said hat sich gut gefühlt vor dem Elfmeter und hat ihn deshalb geschossen. Ich freue mich, dass er sich mit dem Tor belohnt hat.“

Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Werder Bremen 3:1

Said El Mala erzielte gegen Bremen die frühe Führung
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Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Werder Bremen 3:1

Im ersten Heimspiel unter Cheftrainer René Wagner gelang den Geißböcken gegen den direkten Konkurrenten Werder Bremen der langersehnte Befreiungsschlag: Der 1. FC Köln spielt gegen Werder Bremen 3:1. Damit klettert der FC in der Tabelle an den Grün-Weißen und an Borussia Mönchengladbach vorbei bis auf Platz 13. 

Mit 3:1 besiegt der 1. FC Köln Werder Bremen und verschafft sich so ordentlich Luft im Abstiegskampf. Ein früher FC-Elfmeter und eine Rote Karte für Werder-Kapitän Marco Friedl Mitte der ersten Hälfte stellten die Weichen früh auf Sieg für die Kölner. Durch den Erfolg stehen die Geißböcke nun mit 30 Punkten fünf Zähler vor dem Relegationsplatz, auf dem mit dem FC St. Pauli der nächste Gegner steht. 

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Vor dem Duell mit dem Konkurrenten im Abstiegskampf hatte FC-Coach René Wagner noch versucht, den Druck möglichst von seiner Mannschaft fernzuhalten. „Wir wissen, dass es Druck gibt von außen, müssen den intern aber so gering wie möglich halten“, erklärte der Trainer. So wollte der Coach es schaffen, dass seine Mannschaft trotz zuvor acht Spielen ohne Sieg möglichst befreit aufspielen konnte. Um wieder ein Erfolgserlebnis und damit wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu feiern, nahm der Coach drei Änderungen in der Startelf im Vergleich zur Partie in Frankfurt vor. Eric Martel rückte nach seiner Gelbsperre für Tom Krauß in die Anfangsformation. Neben ihm erhielt Isak Johannesson den Vorzug vor Denis Huseinbasic. Zusätzlich musste in der Innenverteidigung Rav van den Berg seinen Platz für Jahmai Simpson-Pusey räumen.

Früher Elfmeter für den FC

Schon nach fünf Minuten kam es dann direkt zur ersten Schlüsselszene des Spiels. Johannesson spielte von der rechten Seite Jakub Kaminski im Strafraum an, der von Olivier Deman gefoult wurde. Schiedsrichter Tobias Reichel entschied sofort auf Elfmeter. Den verwandelte Said El Mala sicher zur frühen Kölner Führung. Und der FC hätte nach etwas über zehn Minuten fast kurios nachgelegt: Werder-Keeper Mio Backhaus schoss bei einem langen Befreiungsschlag Ragnar Ache an, der Ball ging jedoch knapp vorbei. Aber auch Bremen kam besser in die Partie und zeigte sich erstmals in der Offensive. Bei einer Ecke rutschte der Ball auf Marco Grüll durch, der von der Strafraumkante knapp verzog. Ebenso nicht genau genug zielten in den Minuten danach Leonardo Bittencourt mit einem Schlenzer aus linker Position im Strafraum sowie Senne Lynen mit einem Distanzschuss nach einem geklärten Bremer Freistoß.

Etwas später verlängerte Ache auf Höhe der Mittellinie einen langen Ball auf Jan Thielmann. Der wurde jedoch am Ende im Strafraum noch von Deman gestoppt wurde. Nach knapp 25 Minuten stand Ache dieses Mal selber im Mittelpunkt. Der Angreifer kam bei einem schwachen Rückpass von Bittencourt auf Marco Friedl dazwischen. Der Bremer-Verteidiger rutschte darauf etwas weg und foulte so als letzter Mann den Kölner Stürmer – eine klare Rote Karte. Der FC agierte also fortan in Überzahl, übernahm deshalb immer mehr die Kontrolle. Und forderte kurz darauf erneut Elfmeter. Deman hatte nach einer Flanke gegen Ache den Arm ausgefahren – zu wenig dieses Mal für Referee Reichel. Davon ließen sich die Geißböcke nicht beirren. So konterte der FC nach einem Ballverlust von Yukinara Sugawara über Kaminski und El Mala. Johannesson kam zentral zum Abschluss, zielte aber zu ungenau auf Backhaus. Der war auch kurz danach bei einer Doppelchance von El Mala, der vor seinem Abschluss schön Amos Pieper aussteigen ließ, und Thielmann erneut auf dem Posten.

Dreifach-Chance führt zum 2:0

In der Nachspielzeit hätte Ache nach einem etwas missglückten Abschluss von Johannesson den Ball fast noch ins Tor gelenkt, verpasste aber haarscharf. Keine zwei Zeigerumdrehungen später eroberte Sebastian Sebulonsen im Gegenpressing stark den Ball, sodass der FC-Stürmer dieses Mal wirklich zum Abschluss kam, aber im Bremer Keeper seinen Meister fand. So ging es mit der knappen Führung in die Pause. Direkt zu Beginn der zweiten Hälfte konnten die Geißböcke dann aber jubeln – wenn auch nur für kurze Zeit. Nach einem tollen Steckpass von Ache war der zur Halbzeit eingewechselte Alessio Castro-Montes frei durch. Der Belgier behielt zwar die Nerven, war zuvor jedoch minimal im Abseits. Bremen blieb also im Spiel und hätte in der 52. fast den Ausgleich erzielt. Lynen versuchte es aus dem Rückraum per Dropkick. Den tückisch abgefälschten Versuch konnte Marvin Schwäbe nur gerade so über die Latte lenken.

Die Kölner behielten die Partie ansonsten unter Kontrolle, konnten aber erstmal weiter nicht erhöhen. Erneut Ache schoss aus ein paar Metern Entfernung volley knapp drüber, nachdem Werder eine FC-Flanke nicht richtig klären konnte. Es musste erst eine Dreifach-Chance für das 2:0 herhalten. Nach einer schönen Ecke von Castro-Montes köpfte Özkacar an den Pfosten. Aches ersten Nachschuss hielt Backhaus noch, den dritten machte der 27-Jährige dann endlich rein. Kurz darauf stand der Angreifer allerdings im eigenen Strafraum im Mittelpunkt: Nach einer Hereingabe kam der Stürmer gegen Deman zu spät und traf seinen Gegenspieler am Fuß. Nach Eingriff des VARs gab es folgerichtig Elfmeter. Den verwandelte Romano Schmid eiskalt.

Waldschmidt an die Latte – Johannesson mit der Entscheidung

Damit war Werder ergebnistechnisch wieder dran. Die Grün-Weißen hatte aber erstmal Glück, dass sie nicht direkt erneut zwei Tore im Rückstand lagen. Nach einem Doppelpass mit Johannesson am Strafraumrand zirkelte der eingewechselte Luca Waldschmidt die Kugel ans Lattenkreuz. Auch Kaminski verpasste das Bremer Tor nach einer Ecke knapp. Der FC hielt in dieser Phase den Druck auf die Gäste hoch, drängte auf die Entscheidung. Kurz vor Schluss scheiterten dann erst Waldschmidt und dann Bülter im Eins-gegen-Eins am jeweils stark reagierenden Backhaus. Letzterer behielt auch in der Nachspielzeit gegen Eric Martel die Oberhand. In der letzten offiziellen Minute der Nachspielzeit patzte der Bremer-Schlussmann dann aber. Johannesson erzielte aus sehr spitzem Winkel bei einem Konter die Entscheidung.

So geht der FC mit Rückenwind in das nächste direkte Duell im Abstiegskampf am kommenden Freitag um 20:30 Uhr (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com). Dann müssen die Kölner nach Hamburg zum FC St. Pauli.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund (46. Castro-Montes), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen (86. Krauß) – Kaminski, Martel, Johannesson, Thielmann (67. Maina) – El Mala (67. Bülter), Ache (76. Waldschmidt); Gelbe Karten 1. FC Köln: Ache (71.), Simpson-Pusey (84.), Martel (90.+1); Tore: El Mala (7.); Ache (65.), Johannesson (90.+7)


Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Werder Bremen: Johannesson mit der Entscheidung in der Nachspielzeit – Köln gewinnt mit 3:1

Eric Martel und Said El Mala nach dem Spiel gegen Leipzig
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Werder Bremen: Johannesson mit der Entscheidung in der Nachspielzeit – Köln gewinnt mit 3:1

Am Sonntagnachmittag empfängt der FC Werder Bremen. Dann steht für die Geißböcke das 29. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Werder Bremen.

Nach dem 2:2-Unentschieden im Derby vor der Länderspielpause müssen die Geißböcke heute zu Hause gegen die Mannschaft von Daniel Thioune  zeigen, was in ihnen steckt. Keine leichte Aufgabe für das Team von René Wagner, denn der Erfolgsdruck ist hoch.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und Werder Bremen. Spannend wird sein, wie der René Wagner seine Mannschaft aufstellen wird und ob es Veränderungen gegenüber der Startelf gegen Frankfurt geben wird. Personell kann der Trainer, abgesehen von den Langzeitverletzten, aus dem Vollen schöpfen. Denn Eric Martel ist nach seiner Sperre der vergangenen Woche zurück und auch Jahmai Simpson-Pusey steht wieder zur Verfügung. Unter der Woche trainierte Said El Mala noch individuell, wird allerdings gegen die Hanseaten zur Verfügung stehen.

Gegen Bremen stehen die Kölner vor einer schweren Aufgabe. Denn der Druck auf den neuen Trainer und das Team ist enorm im Kampf um den Klassenerhalt. Das weiß auch Wagner, sieht in der Herausforderung allerdings das Positive. „Es ist einfach eine sehr stabile Mannschaft gegen den Ball. Die schaffen es immer wieder sehr, sehr gefährlich umzuschalten, haben viele Spieler mit hoher Geschwindigkeit auf der letzten Linie“, so der Kölner Trainer. Daher müsste seine Mannschaft Restverteidigung aufmerksam sein, aber auch selber auf Umschaltmomente setzen, da er dort bei den Bremern Probleme sehe. Trotzdem ist es für Wagner ebenfalls Teil des Planes, „das wir mit Ball weiter daran arbeiten, was wir die letzten drei Wochen besprochen haben. Dass wir auch mal Kontrolle über das Spiel bekommen.“



Rustikales Einsteigen, harmlose Offensive – das erwartet den 1. FC Köln gegen Bremen

Romano Schmidt erobert den Ball
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Rustikales Einsteigen, harmlose Offensive – das erwartet den 1. FC Köln gegen Bremen

Nach dem 2:2-Unentschieden bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende steht für den 1. FC Köln nun das nächste Heimspiel auf dem Programm. Am Sonntagnachmittag empfängt das Team von Trainer René Wagner die Hanseaten. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Werder Bremen.

Nach der Premiere als Cheftrainer in Frankfurt steht für FC-Trainer René Wagner am Sonntag gegen Bremen das erste Heimspiel als Hauptverantwortlicher vor der Tür. Nach dem Punkt gegen die Eintracht möchte der 37-Jährige nun den ersten Dreier in seiner noch jungen Amtszeit einfahren und wichtige Zähler im Abstiegskampf sammeln.

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Form: Werder Bremen erlebte zwischen Ende November und Ende Januar eine Sieglosserie von zehn Partien. Als Reaktion darauf entließen die Verantwortlichen Anfang Februar Horst Steffen und verpflichteten Daniel Thioune als neuen Cheftrainer. Allerdings ging dieser Wechsel nicht sofort auf. In den ersten drei Spielen unter Thioune unterlag Werder dem SC Freiburg, den Bayern und St. Pauli. Nach dann 13 Spielen ohne Dreier gelang Bremen mit den Siegen gegen Heidenheim und bei Union Berlin die Wende. Im Anschluss an eine Heimpleite gegen Mainz sowie einen Auswärtssieg in Wolfsburg war der SVW am vergangenen Wochenende gegen RB Leipzig gefordert. Gegen die Roten Bullen mussten sich die Grün-Weißen in einer engen Partie am Ende mit 1:2 geschlagen geben. Aktuell steht Werder mit 28 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz.

Viele Abschlüsse, viele Flanken

Schlechte Offensive: Werder Bremen stellt mit lediglich 31 Toren die drittschlechteste Offensive der Liga. Nur der 1. FC Heidenheim (29) und St. Pauli (25) erzielten bislang noch weniger Treffer als die Grün-Weißen.

Schwach in der Luft: Das Team von Trainer Daniel Thioune gehört zu den schwächsten Teams in der Luft. In dieser Spielzeit gewannen die Bremer 428 Kopfballduelle und damit die zweitwenigsten aller Bundesligisten. Lediglich der FC Bayern weist in dieser Statistik mit 320 noch weniger erfolgreiche Luftduelle auf.

Rustikale Spielweise: Die Grün-Weißen sahen bereits 60 Gelbe Karten und damit gemeinsam mit Mainz und Union Berlin die zweitmeisten der Liga. Überdies kassierte Bremen drei Rote Karten. Mit insgesamt 63 Karten liegt Bremen in dieser Statistik mit Union und hinter Augsburg, Mainz und Hamburg auf dem vierten Rang.

Bremer Juwel

Im Fokus: Mit Karim Coulibaly hat Werder Bremen ein echtes Juwel in den eigenen Reihen. Der Innenverteidiger, der im Sommer vom HSV in die Jugend von Werder gewechselt war, rückte vor der Saison in die Profimannschaft der Bremer. Dort etablierte sich der 18-Jährige auf Anhieb und ist eigentlich gesetzt. In dieser Saison kommt Coulibaly bislang auf 22 Ligaspiele und einen Treffer. Durch das Tor gegen Leverkusen machte sich der Abwehrspieler zum jüngsten Bremer Torschützen in der Bundesliga. Die Entwicklung von Coulibaly ist auch anderen Vereinen aufgefallen. So sollen mehrere Top-Vereine aus den verschiedenen Top-Ligen an den Diensten des Linksfußes interessiert sein. Ein Wechsel scheint daher im kommenden Sommer realistisch. Coulibaly, dessen Marktwert aktuell auf 22 Millionen Euro taxiert wird, besitzt an der Weser noch einen Vertrag bis 2029 und dürfte den Bremern eine enorme Ablöse einbringen.

4-3-3-System

Formation: Daniel Thioune setzt in Bremen auf ein 4-3-3-System. Im Kasten ist Mio Backhaus die klare Nummer eins. Vor dem Schlussmann sind Yukinari Sugawara rechts, Olivier Deman links und Marco Friedl auf eine der beiden Innenverteidigerpositionen gesetzt. Den verbliebenen Platz in der Abwehr hat eigentlich Karim Coulibaly sicher. Durch die Verletzung des 18-Jährigen hat allerdings aktuell Niklas Stark die Nase vorn. Im zentralen Mittelfeld haben sich Leonardo Bittencourt, Cameron Puertas und Jens Stage einen Vorsprung erarbeitet und sind dort die erste Wahl. In der offensiven Dreierreihe setzt Bremen auf Tempo und Technik. Während Romano Schmid schon in der gesamten Spielzeit zu den Leistungsträgern zählt, hat sich Justin Njinmah unter Thioune seinen Platz in der ersten Elf erarbeitet. Die verbliebene Position machen Marco Grüll und Samuel Mbangula unter sich aus. Allerdings könnte Thioune auch Jovan Milosevic in die Spitze setzen und Njinmah dafür nach rechts ziehen.

Mögliche Aufstellung: Backhaus – Agu, Friedl, Coulibaly, Deman – Lynen – Stage, Bittencourt – Grüll, Schmid – Milosevic