Sbonias-Jubiläum und Spieler-Abschiede: U21 des 1. FC Köln geht zum Abschluss gegen Schalke unter

Patrik Kristal für den 1. FC Köln
,

Sbonias-Jubiläum und Spieler-Abschiede: U21 des 1. FC Köln geht zum Abschluss gegen Schalke unter

Die FC-Reserve hat einen gelungenen Abschluss der Regionalliga West verpasst: Die U21 des 1. FC Köln ging am letzten Spieltag zuhause unter und verlor gegen die U23 des FC Schalke 04 deutlich mit 1:5 (0:1).

Trainer Evangelos Sbonias stand beim Duell gegen Schalke zum 100. Mal an der Seitenlinie, fünf Spieler wurden verabschiedet.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

U21-Trainer Evangelos Sbonias nahm im Vergleich zum Last-Minute-1:1 in Dortmund am Sonntag zwei Änderungen an seiner Startelf vor. Ilias Elyazidi und Maik Akumu ersetzten Max Lippert und Luca Dürholtz. Für Sbonias selbst war das letzte Spiel der Saison ein Jubiläum: Für den 43-Jährigen war es seit Sommer 2023 das 100. Spiel als Coach der U21. Während für den Trainer nach der Sommerpause noch weitere Partien dazukommen werden, war es für ein Sechstett der letzte Arbeitstag am Geißbockheim. Sargis Adamyan, Mikail Özkan, Arda Süne, San-Luca Spitali, Bernie Lennemann und Artem Belousov verlassen den Verein.

Bittere zweite Halbzeit

Die Spieler wurden unter der Woche bereits bei einem Teamabend intern verabschiedet, bei dem neben Trainer Sbonias auch der Technische Direktor Lukas Berg einige Worte an die sechs richtete. Beim Duell gegen Schalke erfolgte noch die öffentliche Verabschiedung auf dem Rasen des Franz-Kremer-Stadions vor 590 Zuschauern. Auf dem Rasen gelang der U21 jedoch an diesem Nachmittag wenig. Die Kölner starteten zwar gut in die Partie, Maik Akumu verpasste den Führungstreffer für die Gastgeber. Stattdessen ging es mit 0:1 in die Halbzeit, nachdem Ingyom Jung für die Königsblauen traf (19.).

Die zweite Hälfte wurde noch bitterer. Bereits 40 Sekunden nach dem Wiederanpfiff erhöhte Yassin Ben Ball auf 0:2 (46.). Nilas Yacobi brachte die U21 nochmals heran (58.). Die drei Schalker Treffer in der Schlussphase besiegelten jedoch eine am Ende deutliche Heim-Niederlage der U21 (77./80./90.). „Nach unserem guten Start in das Spiel kassieren wir nach einem Fehler im Aufbau das erste Tor. Danach sind wir ein Stück weit zusammengebrochen und uns hat im ersten Durchgang die Gegenwehr gefehlt“, konstatierte Sbonias, „nach unserem Anschlusstreffer war es vom Gefühl her so, dass bei Schalke alles funktioniert hat und bei uns nichts. Das haben wir uns ganz anders vorgestellt. Wir wollten unsere gute Serie zum Saisonende bestätigen und mit einem Sieg in die Sommerpause gehen. Dass Spiel heute soll aber nicht unsere gute Saisonleistung schmälern, wir haben viele Jungs super weiterentwickelt und freuen uns jetzt über die Pause und dann auf die neue Spielzeit.“

Die U21 rutschte durch die insgesamt 15. Saison-Niederlage im Abschluss-Ranking der Regionalliga noch hinter den Bonner SC und die U21 des SC Paderborn auf den zehnten Platz ab.

1. FC Köln U21: Marutzki – Ajani (64. Lippert), Mausehund, Özkan, Neumann – Elyazidi (46. Süne), Harchaoui, Kristal (77. M. El Mala) – Akumu (46. Lennemann), Yacobi, Toure (64. Labenz). Tore: 0:1 Jung (19.), 0:2 Ben Balla (46.), 1:2 Yacobi (58.), 1:3/1:4 Ndiaye (77./80.), 1:5 Buzolli (90.). Zuschauer: 590.

U21 des 1. FC Köln empfängt Schalke: Am Tag der Abschiede den achten Platz verteidigen

Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln
,

U21 des 1. FC Köln empfängt Schalke: Am Tag der Abschiede den achten Platz verteidigen

Die U21 des 1. FC Köln empfängt am Samstag (14 Uhr) die U23 des FC Schalke 04 zum Abschluss der aktuellen Regionalliga-Saison. Die FC-Reserve will in den letzten 90 Minuten den achten Platz verteidigen, ehe mit dem Abpfiff für die Spieler die Sommerpause beginnt.

Für einige Spieler wird es der letzte Auftritt im FC-Trikot.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Evangelos Sbonias konnte kaum glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist: „Es kommt ein kurzes Gefühl auf: Wo ist die ganze Zeit hingegangen“, sagte der U21-Trainer im Gespräch mit come-on-fc.com vor dem anstehenden Saison-Finale. Hinter seiner Mannschaft liegt eine Saison mit vielen Aufs und einigen Abs, unterm Strich dürfte der Coach aber zufrieden sein mit der Bilanz seiner Schützlinge.

“Wir wollen unsere beste Leistung bringen am Ende der Saison“

Im letzten Auftritt geht es noch darum, den aktuellen achten Platz in der Tabelle zu verteidigen. Dafür soll gegen die U23 des FC Schalke, die aktuell auf dem dritten Rang liegt, ein Heimsieg zum Abschluss her: „Wir wollen unsere beste Leistung bringen am Ende der Saison. Wir haben jetzt eine sehr gute Phase nach einer nicht so guten Phase.“ Ein Selbstläufer werde dies jedoch nicht: „Wir spielen gegen einen sehr starken Gegner, der eine sehr stabile Saison gespielt hat in der es zwischendurch so aussah, als könnten sie um den Aufstieg mitspielen. Das ist ihnen nicht ganz gelungen, aber auch die letzten Ergebnisse waren sehr beeindruckend. Daher hängen die Trauben noch mal sehr hoch im Franz-Kremer-Stadion.“

Doch auch die U21 beeindruckte zuletzt am Sonntag noch beim 1:1 in Dortmund. „Deshalb erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe, ein hochklassiges Spiel. Darauf freuen wir uns“, sagte Sbonias. Der Coach kann dabei wieder auf Sargis Adamyan zurückgreifen, der in Dortmund seine Gelb-Sperre abgesessen hat.  Bernie Lennemann sei wieder im Training: „Da müssen wir aber schauen, wie der Muskel reagiert“, ließ der Trainer den Einsatz des Stürmers noch offen. Für Adamyan und Lennemann wird es mutmaßlich der letzte Spieltag für den FC sein. Bei dem Duo enden die Verträge Ende Juni, Verlängerungen dürfte es eher nicht geben. Auch bei Mikail Özkan, Arda Süne, San-Luca Spitali sowie den beiden Torhütern Tobias Trautner und Gavin Didzilatis laufen die Arbeitspapiere aus. Die Leihe von Max Lippert aus Bielefeld endet zudem. Der Samstag wird daher auch ein Tag der Abschiede.

Keine großen Rotationen

Eine große Rotation zugunsten der Spieler mit bislang weniger Einsatzzeiten sei nicht geplant: „Das ist nicht der Plan. Wir haben das natürlich im Blick und müssen den Spielverlauf abwarten. Die anderen Jungs haben sich das aber auch verdient. Ich habe deswegen nicht den Plan, groß zu rotieren. Es ist ein normales Spiel.“ Malek El Mala habe sein Comeback in Dortmund derweil gut verkraftet und könnte daher zum Saison-Abschluss weitere Einsatzminuten sammeln. Aus der U19 bleibt Maik Akumu  für die Offensive weiterhin bei der U21 und nimmt daher weiter nicht am U19-Höhenflug in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil.

Zuverlässiger Back-up des 1. FC Köln: Joel Schmied überzeugt gegen Heidenheim

Joel Schmied vom 1. FC Köln
,

Zuverlässiger Back-up des 1. FC Köln: Joel Schmied überzeugt gegen Heidenheim

Einiges an Wirbel gab es am Sonntag beim FC, nachdem bekannt wurde, dass Jahmai Simpson-Pusey kurzfristig aus dem Kader gestrichen wurde. Einen ließ der kurzfristige Wechsel jedoch völlig unbeeindruckt beim 1. FC Köln: Joel Schmied zeigt seinen Wert als Back-up.

Weil Jahmai Simpson-Pusey zu spät zum Anschwitzen kam, gab es gegen den 1. FC Heidenheim eine völlig unerwartete Chance für Joel Schmied, sich mal wieder von Beginn an zu zeigen. Und diese Möglichkeit nutzte der Innenverteidiger. Trotz zuletzt wenig Spielpraxis empfahl er sich mit einer soliden Leistung.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Es war der erste Moment, der die Stimmung bei den Geißböcken am Sonntagabend trübte. Gut eine Stunde vor Anpfiff gab der Verein bekannt, dass Jahmai Simpson-Pusey nicht im Kader für das Spiel gegen den 1. FC Heidenheim stehen würde. Der Innenverteidiger war zu spät zum Anschwitzen gekommen, worauf Trainer René Wagner hart durchgriff. „Wir haben die ganze Woche darüber gesprochen, dass das Spiel für uns wichtig ist. Dann müssen wir Haltung zeigen. Wenn ein Spieler zu spät ist, muss es Konsequenzen geben und die Mannschaft es zu spüren bekommen,“ erklärte der Trainer bei DAZN. Für den Leistungsträger Simpson-Pusey rückte Joel Schmied kurzfristig in die Startformation. Keine leichte Aufgabe für den Schweizer. Schließlich war es für den 27-Jährigen der erste Startelfeinsatz seit dem 23. Spieltag gegen Hoffenheim und das ohne große Vorbereitung.

Solider Auftritt ohne große Eingewöhnung

Aber davon ließ sich Schmied nicht beeindrucken. Während etwa sein Nebenmann Cenk Özkacar einen Tag zum Vergessen mit einigen Fehlern erlebte, war der Schweizer einer der wenigen Spieler in der Kölner Defensive, die zumindest eine gewisse Sicherheit ausstrahlten. So war der 27-Jährige gut in den Zweikämpfen, gewann 71 Prozent seiner Duelle am Boden und zeigte auch seine Kopfballstärke. Auch im Aufbauspiel war der im Winter 2025 vom FC Sion in die Domstadt gewechselte Profi stark eingebunden, brachte von seinen 56 Pässen gute 89 Prozent an den Mann und dribbelte immer mal wieder mutig gegen die tief stehenden Heihenheimer an. Zwar ließ Schmied, wie eigentlich die gesamte FC-Verteidigung, Eren Dinkçi vor dem 1:2 zu leicht gewähren, ansonsten war es aber eine sehr solide Vorstellung des Abwehrspielers bis zu seiner Auswechslung in der 71. Minute.

Damit bewies der Schweizer den Wert, den er für die Geißböcke haben kann. In den Wochen zuvor war er noch kaum zum Zug gekommen. Seinen Stammplatz, den er zu Saisonbeginn unter Lukas Kwasniok hatte, verlor der 27-Jährige zuletzt. Denn nach seinem vor Sonntag letzten Einsatz von Beginn an im Februar gegen Hoffenheim fiel der Defensivspezialist das zweite Mal in dieser Saison für einige Wochen mit einer Muskelverletzung aus. Erst Mitte April gegen St. Pauli gab er sein Comeback im Kader. In der Zwischenzeit hatte sich jedoch unter dem neuen Coach René Wagner das Duo aus Simpson-Pusey und Özkacar mit guten Leistungen festgespielt. So blieb Schmied zweimal ohne Einsatz im Kader, wurde dann gegen Union Berlin in der Schlussphase eingewechselt.

Schmied als zuverlässiger Back-up

Mit seinem überraschenden Startelf-Comeback gegen den FCH konnte der Innenverteidiger aber mal wieder zeigen, dass auf ihn Verlass ist. So kann der Abwehrspieler mindestens als zuverlässiger Back-up sehr wichtig sein. Denn wie am vergangenen Sonntag zu sehen war, braucht der Schweizer keine große Eingewöhnungszeit, wenn er gefordert ist. So gibt der Defensivspieler seinem Trainer die Sicherheit, immer eine Option in der Hinterhand zu haben, die er ohne große Sorgen bringen kann.

Ob Schmied in Zukunft vielleicht auch wieder mehr sein kann als nur der souveräne Ersatz, bleibt aber abzuwarten. So ist schließlich noch nicht klar, ob der FC bei Simpson-Pusey die Kaufoption von wohl ungefähr acht Millionen Euro ziehen wird. Und mit Özkacar, bei dem der Verein die Option zur festen Verpflichtung wohl ziehen möchte, Rav van den Berg und in der neuen Saison dem dann wieder genesenen Timo Hübers gibt es auch ohne weitere Neuzugänge schon einiges an Konkurrenz in der Kölner Innenverteidigung. Aber mit der soliden Leistung gegen Heidenheim hat Schmied zumindest mal wieder zeigen können, dass er auf jeden Fall bereit ist, wenn er gebraucht wird, und sich die Mannschaft auf ihn verlassen kann.

U21-Coach Evangelos Sbonias vom 1. FC Köln verriet: So kam es zum überraschenden El-Mala-Comeback beim BVB

Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln
,

U21-Coach Evangelos Sbonias vom 1. FC Köln verriet: So kam es zum überraschenden El-Mala-Comeback beim BVB

Die U21 des 1. FC Köln hat am vorletzten Spieltag einen Punkt für die Moral geholt – und hätte mit etwas mehr Spielglück und Konsequenz im Abschluss sogar drei Punkte aus der Roten Erde entführen können. Das sagt Evangelos Sbonias vom 1. FC Köln zum U21 Duell gegen den BVB.

Das Comeback von Malek El Mala rundete den Nachmittag ab. Der Trainer war nach dem Abpfiff entsprechend zufrieden.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Am Ende wurde es noch richtig dramatisch: Die U21 hatte gerade das 1:1 erzielt und es lief bereits die fünfte Minute der Nachspielzeit, als der eingewechselte Maik Akumu plötzlich im spitzen Winkel frei vor dem Dortmunder Tor auftauchte. Dortmunds Torwart Silas Ostrzinski wehrte den Schuss mit dem Fuß zur Ecke ab. Es hätte der späte Siegtreffer für die U21 sein können, der nicht gänzlich unverdient gewesen wäre. Bitter: In der Mitte standen gleich mehrere Kölner blank und hätten bei einem Querpass wohl nur noch einschieben müssen.

„Das ist schade“

„Er ist aus der U19, ein 2008er Jahrgang, das darf man nicht vergessen“, nahm der Trainer Evangelos Sbonias seinen Stürmer nach dem Abpfiff in Schutz, konstatierte aber auch: „Da muss er nur den Kopf hochnehmen, im Zentrum sind drei Leute frei. Wenn er querlegt, können wir uns belohnen mit dem 2:1. Das ist schade.“ Unmittelbar danach gab es noch eine Auseinandersetzung zwischen beiden Trainerbänken. Dortmunds Co-Trainer Marcel Schmelzer echauffierte sich lautstark in Richtung Kölner Bank, weil mit Patrick Göbel bei der Entstehung des FC-Angriffs ein Dortmunder Spieler angeschlagen liegengeblieben war. Dies war nach dem Schlusspfiff zwar schnell abgehakt, offenbarte aber, dass beide Mannschaften am Ende mit dem Punktgewinn nur bedingt zufrieden waren.

„Wir haben endlos viele Torchancen gehabt. Du musst heute zwei, drei Tore machen“, ärgerte sich Sbonias über die verpassten Gelegenheiten in der ersten Hälfte aber insbesondere in der Schlussphase. Luiz Labenz hatte den Ausgleich allein zweimal auf dem Fuß, ehe er im dritten Anlauf endlich fiel. Für den 20-Jährigen war es eine besondere Genugtuung, schaffte der Stürmer doch bisher nicht den erhofften Durchbruch am Geißbockheim. „Es freut mich für ihn, er hatte eine komplizierte Saison“, kommentierte Sbonias hinterher. Labenz war dabei Wiederholungstäter: Im November traf der Offensivspieler ebenfalls als Joker zum 2:2-Ausgleich in Rödinghausen. Damals gewann die U21 am Ende sogar noch, dieser Schlusspunkt blieb dem Team diesmal verwehrt.

“Es ist wichtig, auch für die Entwicklung“

„Es ist wichtig, auch für die Entwicklung, für den Aufwand, der betrieben wird, wenigstens einen Punkt mitzunehmen“, unterstich Sbonias das Positive. Das Comeback von Malek El Mala sorgte ebenfalls für gute Laune. Viel deutete darauf hin, dass der Stürmer in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen würde. Doch Sbonias überraschte mit El Mala auf der Ersatzbank und der Einwechslung in der Schlussphase: „Jetzt ging es, es war die Woche okay. Das freut uns natürlich“, sagte Sbonias.

Gut möglich, dass El Mala zum Saison-Abschluss zuhause gegen Schalke weitere Einsatz-Minuten bekommen wird. Zumal mit dem Schlusspfiff am Samstagnachmittag auch die Sommerpause beginnen wird, ehe am 22. Juni die Vorbereitung auf die neue Saison bei der U21 startet.

1. FC Köln unterliegt Heidenheim: Eine Niederlage, die Fragen und Ratlosigkeit hinterlässt

,

1. FC Köln unterliegt Heidenheim: Eine Niederlage, die Fragen und Ratlosigkeit hinterlässt

Der 1. FC Köln stolpert durch den letzten Heimspieltag der Saison. Und mittendrin steht René Wagner, dessen Zukunft als Cheftrainer nach 96 enttäuschenden Minuten so ungewiss erscheint, wie selten zuvor erscheint. Der 1. FC Köln verliert gegen Heidenheim – eine Niederlage mit Folgen?

Der 1. FC Köln präsentiert sich beim 1:3 gegen den 1. FC Heidenheim strukturschwach und zweikampfarm. Zu wenig für René Wagner, dessen Trainerbank am Geißbockheim wieder ins Wanken zu geraten scheint.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Selbstbewusst hatte René Wagner vor dem letzten Heimspieltag drei Punkte gefordert. Selbst, wenn der Klassenerhalt zu diesem Zeitpunkt in trockenen Tüchern sein sollte, wolle er die Spannung bei seinem Team aufrecht halten. Der Cheftrainer des 1. FC Köln wollte auch nach dem gesicherten Klassenerhalt ein Zeichen setzen, wollte seinen Geißböcken gegen Frank Schmidts Heidenheimer, die noch vor dem vergangenen Spieltag längst als abgestiegen abgeschrieben worden waren, noch einmal Haltung und Siegermentalität abverlangen.

96 Minuten später stand Wagner am DAZN-Mikrophon und suchte nach Erklärungen für eine 1:3-Niederlage, die mehr Fragen aufwarf als sie beantwortete. „Das war mir einfach in vielen Situationen dann ein oder zwei Zweikämpfe zu viel“, räumte der Trainer ein. Ein Satz, der symptomatisch klang. Und der im Umfeld des FC längst auf eine andere, weitaus größere Frage abfärbt: Wer steht in der kommenden Saison an der Seitenlinie?

Fehlender Zugriff, mangelnde Stabilität

Noch in der vergangenen Woche wurde kolportiert, Wagner sei auch in der kommenden Saison Trainer der Geißböcke, der 37-Jährige würde zum Cheftrainer befördert werden. Nach Informationen von come-on-fc.com war die Entscheidung zu diesem Zeitpunkt noch nicht gänzlich gefallen. Immerhin standen noch zwei Spiele aus, die Leistungen gegen Heidenheim und die Bayern sollten sehr wohl noch in die Bewertung fallen. Und die Leistung gegen den Abstiegskandidaten war sicherlich kein Bewerbungsschreiben. Nun deuteten Wagners Worte auf eines von zwei großen Problemfeldern hin, mit denen seine Mannschaft an diesem Nachmittag zu kämpfen hatte. Auffällig war zunächst, wie sehr der Ausfall des gelbgesperrten Martel im Zentrum ins Gewicht fiel. Allzu oft machten es die Geißböcke den Heidenheimern zu leicht, wenn diese den Ball durch die Mitte trugen.

Besonders anschaulich wurde das beim zweiten Treffer der Heidenheimer. Erin Dinkçi tankte sich zentral bis in den Strafraum durch, wurde kurz vor dem Abschluss zwar vom Ball getrennt, doch das Spielgerät prallte nach links zu Arijon Ibrahimović, der aus 13 Metern die rechte untere Ecke anvisierte. Lund wollte vor der Linie klären und fälschte den Ball dabei unglücklich ins eigene Netz ab. Ein weiteres Problemfeld war taktischer Natur. Wagner verlangte seinen Außenverteidigern Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen enorm viel ab: Beide bewegten sich im Angriffsspiel auffällig hoch und weit ins gegnerische Drittel vor.

Das Risiko, das mit dieser Rolleninterpretation einhergeht, offenbarte sich in einer Szene, die glimpflich ausging. Heidenheim schaltete über Pieringer auf Konter um; der Stürmer wollte links den mitgelaufenen Dinkçi bedienen. Doch Maina startete einen Sprint und unterband das Zuspiel noch am Sechzehner. Einmal mehr war es kein strukturelles Kölner Mittel, das die Gefahr bannte, sondern individuelles Engagement im letzten Moment.

Wagners Grande Finale steigt in München

Die Kölner wirkten in der Offensive nicht zielstrebig, in der Defensive unterliefen dem FC erstaunlich viele Fehler, die Zuordnung stimmte nicht, Heidenheim hatte mitunter leichtes Spiel. Von der erhofften Spannung fehlte so ziemlich jede Spur. Unterm Strich eine Leistung, die zum ausgerufenen Spieltagsziel in keinem Verhältnis stand. Und das stimmte auch FC-Keeper Marvin Schwäbe ärgerlich, der seinem Unmut Luft machte: „Wir haben uns eigentlich viel vorgenommen, gerade für die Abschiede, für uns selbst, nochmal für die Fans im Stadion, nochmal einen draufzulegen.“ Dementsprechend blieb der Torwart mit dem Ergebnis und der Vorstellung seiner Mannschaft nicht einverstanden und wurde sogar sehr deutlich: „Das reicht nicht, eine Bundesliga zu bestehen.“

So verwunderte es auch nicht, dass die Fans die Spieler mit einem gellenden Pfeifkonzert zur Verabschiedung von Luca Kilian, Dominique Heintz und Florian Kainz schickten. Ganz offensichtlich ist die Frage nach dem Trainer bei den Fans offener oder kritischer als zuvor. Geschäftsführer Thomas Kessler ließ sich vom schwachen Auftritt seiner Mannschaft nicht zu voreiligen Schlüssen verleiten. „Ich glaube, wir haben viele Dinge gesehen in dieser Saison, die haben mir gut gefallen. Es haben mir aber auch viele Dinge gezeigt, dass wir an Themen arbeiten müssen“, so der 40-Jährige. „Und dass wir unsere Stellschrauben auch noch weiter drehen müssen, um es einfach zu verbessern. Als Aufsteiger 1. FC Köln jetzt zwei Spieltage vor Schluss die Klasse gehalten zu haben, war für uns sehr positiv. Aber das werden wir in Ruhe analysieren. Und dann kommt logischerweise ja die Trainerthematik auf den Tisch.“

Zum Spiel beim Rekordmeister erklärte der Geschäftsführer, dass man auch dort drei Punkte holen könne. Eine Aussage, die mehr nach Pflichtoptimismus klang als nach echter Überzeugung. Für René Wagner aber ist sie die entscheidende: In der Allianz Arena bekommt der Cheftrainer des 1. FC Köln seine letzte Möglichkeit, Argumente für den eigenen Verbleib auf dem Trainerstuhl am Geißbockheim zu liefern.

Bei El-Mala-Comeback: U21 Des 1. FC Köln holt Last-Minute-Punkt in Überzahl beim BVB

Malek El Mala wird dem 1. FC Köln vorerst fehlen
,

Bei El-Mala-Comeback: U21 Des 1. FC Köln holt Last-Minute-Punkt in Überzahl beim BVB

Die U21 des 1. FC Köln hat beim Comeback von Malek El Mala in der Nachspielzeit noch einen Punkt bei der U23 von Borussia Dortmund gerettet: Der eingewechselte Luiz Labenz erzielte in der Nachspielzeit in Überzahl den hochverdienten Ausgleich für die FC-Talente. Die U21 des 1. FC Köln spielt remis gegen den BVB II.

Am Sonntagnachmittag trafen die Talente des 1. FC Köln auf die Youngster des BVB. Für die gewünschten drei Zähler reichte es allerdings nicht.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

U21-Trainer Evangelos Sbonias nahm im Vergleich zum 2:1-Erfolg gegen Rödinghausen zwei Änderungen an seiner Startelf vor. Max Lippert und Luca Dürholtz ersetzten den muskulär angeschlagenen Bernie Lennemann und den gelbgesperrten Sargis Adamyan. Malek El Mala stand überraschend erstmals seit November wieder im Kader und kam in der Schlussphase als Joker ins Spiel.

Chancen auf beiden Seiten

Die Kölner starteten forsch in das Duell in der Roten Erde und setzten den ersten Offensiv-Akzent. Marvin Ajani scheiterte freistehend mit seinem wenig platzierten Kopfball an Dortmunds Torwart Silas Ostrzinski (4.). Fayssal Harchaoui prüfte kurz danach Ostrzinski mit einem strammen Distanzschuss, den der Schlussmann aber abwehren konnte (10.). Und Luca Dürholtz hätte nach einer hohen Hereingabe von der rechten Seite am zweiten Pfosten die Kölner Führung erzielen müssen, schoss aber freistehend neben das Tor (14.).

Die Dortmunder kamen nur zaghaft und wenig gefährlich vor das FC-Tor, dafür landete ein Schlenzer von Ajani auf dem BVB-Gehäuse (27.). Die beste Chance des Spiels besaßen jedoch die Gastgeber. Max Lippert spielte einen Fehlpass quer vor dem eigenen Strafraum, der bei Ousmane Diallo landete. Dessen Schuss klatschte an den Pfosten und prallte danach von Mikolaj Marutzkis Rücken zur Ecke ins Aus (35.). Auf der Gegenseite lud ein Ballverlust von Dortmunds Ismael Mansaray Nilas Yacobi zu einem Abschluss aus der Distanz ein, bei dem sich Dortmunds Torwart Ostrzinski strecken musste, um den Ball um den Pfosten zu lenken (41.).

BVB geht in Führung, Köln gleicht aus

Die Kölner gaben das Heft des Handelns nach der Pause zunehmend aus den Händen, die Gastgeber wurden druckvoller. Die Konsequenz war der Führungstreffer für den BVB. Elias Benkara köpfte einen Freistoß von der rechten Seite am ersten Pfosten zum 1:0 ins Netz (62.). Der Treffer wurde jedoch vom halbherzigen Rauslaufen Marutzkis begünstigt, der am Ball vorbeiflog.

Die U21 wurde in der Schlussphase aber wieder aktiver und zeigte mehr Zug zum gegnerischen Tor. Die Gastgeber dezimierten sich derweil selbst: Der bereits verwarnte Jonas Feddersen sah nach einem Foul an Arda Süne die Gelb-Rote Karte (79.). Die Kölner drückten in Überzahl auf den Ausgleich. Arda Süne und Luiz Labenz verpassten bei einer Doppelchance den mittlerweile verdienten Ausgleich, beide Schüsse wurden kurz vor der Torlinie geblockt (83.). Nur Sekunden später landete ein Schuss von Labenz am Lattenkreuz (84.). Ein Unentschieden wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen. Und der Treffer fiel noch spät: Arda Süne passte den Ball von der rechten Seite ins Zentrum, Cenny Neumann verlängerte und Luiz Labenz drückte die Kugel zum hochverdienten 1:1 über die Linie (90.+3).

Für die U21 endet die Regionalliga-Saison am kommenden Samstag (14 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die U23 des FC Schalke 04.

1. FC Köln U21: Marutzki – Neumann, Mausehund, Özkan, Lippert – Kristal (82. Elyazidi), Harchaoui – Toure (63. Akumu), Dürholtz (63. Süne), Ajani (82. Labenz) – Yacobi (75. M. El Mala). Tore: 1:0 Benkara (62.), 1:1 Labenz (90.+3). Zuschauer: 1296. Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Benkara (79.).

Auf Schmitz-Patzer folgt Zellers Joker-Tor: Frauen des 1. FC Köln jubeln zum Heim-Abschied spät gegen den HSV

Die Spielerinnen des 1. FC Köln vor dem Duell gegen Leipzig
,

Auf Schmitz-Patzer folgt Zellers Joker-Tor: Frauen des 1. FC Köln jubeln zum Heim-Abschied spät gegen den HSV

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben auch das zweite Heimspiel innerhalb von sieben Tagen gegen einen Gegner aus dem Norden gewonnen: Auf das 3:0 gegen Werder Bremen folgte ein 2:1 (1:0) gegen den HSV: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen gegen den Hamburger SV.

Dora Zeller erzielte spät in der Nachspielzeit den verdienten und umjubelten Siegtreffer für den FC. Zuvor hatte Lisa Schmitz mit einem Patzer den Ausgleich für den HSV ermöglicht.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Kölns Trainerin Britta Carlson schickte dieselbe Startelf aufs Feld, die sieben Tage zuvor in Müngersdorf einen Gala-Auftritt gegen Bremen (3:0) hinlegte. Die Gäste aus dem Norden wurden bereits am Freitagabend auf dem Hotel-Sofa in Köln den größten Druck im Kampf um den Klassenerhalt los. Da die auf dem ersten Abstiegsplatz stehende SGS Essen beim 1. FC Nürnberg mit 0:3 verlor, wäre der am rettenden Ufer stehende HSV mit mindestens drei Punkten Vorsprung und dem deutlich besseren Torverhältnis in den letzten Spieltag gegangen. Der Ligaverbleib war damit für den Aufsteiger schon vor dem Anpfiff nahezu greifbar.

Köln die spielbestimmende Mannschaft

Die Kölnerinnen versuchten dem Spiel von Anfang an den Stempel aufzudrücken, kamen dabei allerdings zunächst zu keinen gefährlichen Aktionen rund um den Hamburger Strafraum. Die Gäste wiederum spielten forsch mit, holten einer Vielzahl ruhender Bälle im Angriffsdrittel heraus, aus denen sie aber kein Kapital schlagen konnten. Ein flacher Distanzschuss von Anna-Lena Stolze vom Sechzehner genau in die Arme von Hamburgs Torfrau Lea Paulick war die beste Offensiv-Aktion der Anfangsphase (18.). Kurz danach hätte Lydia Andrade jedoch zwingend die Kölner Führung erzielen müssen. Eine Hamburgerin rutschte im Mittelkreis im Zweikampf mit Andrade aus und die Kölner Stürmerin konnte unbedrängt aufs HSV-Tor zulaufen. Der Schweizerin versagten aber offenbar die Nerven, sodass ihr Flach-Schuss genau in den Beinen von Paulick landete (23.).

Die Kölnerinnen waren mittlerweile die spielbestimmende Mannschaft – und Andrade machte ihren Aussetzer kurz danach wett. Laura Vogt köpfte in den Lauf von Stolze, die den Ball an Hamburgs Torfrau vorbeilegte, Andrade drückte ihn mühelos über die Linie zum 1:0 (30.). Die Kölner Überlegenheit war auch nach der Halbzeit sichtbar, allerdings entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit vielen Unterbrechungen und gelben Karten auf beiden Seiten. Den 1895 Zuschauern im Franz-Kremer-Stadion boten sich derweil kaum gefährliche Aktionen in den beiden Strafräumen.

Spätes Tor verhilft zum Dreier

Pauline Bremer ließ das eigentlich sichere 2:0 liegen, als sie – analog zu Andrade in der ersten Hälfte – frei aufs Tor zulief, aber ebenfalls mit ihrem Schuss an Paulick scheiterte und auch bei den Nachsetzern an der Hamburger Keeperin hängenblieb (67.). Und das Pech blieb der Stürmerin treu: Nach Zuspiel von Laura Vogt flog Bremers Schuss knapp am Hamburger Tor vorbei (74.). Die Gäste wurden in der Schlussphase bissiger, was sich nicht nur in einem Platzverweis eines Hamburger Betreuers auf der Ersatzbank widerspiegelte (78.). Ein Patzer von Lisa Schmitz bescherte dem HSV schließlich den Ausgleich. Kölns Torfrau segelte unter einem Freistoß von Mia Büchele aus dem Mittelfeld durch und Annaleen Böhler köpfte mühelos zum 1:1 am langen Pfosten ein (83.).

Als alles nach einer Punkteteilung und dem damit verbundenen sicheren Klassenerhalt des HSV aussah, schlug der FC nochmals zu. Pauline Bremer setzte sich auf dem linken Flügel durch und legte die Kugel ins Zentrum. Die eingewechselte Dora Zeller traf aus der Drehung mit Wucht in den Winkel zum 2:1 (90.+7). Über die gesamte Spieldauer war der Heimsieg für die Gastgeberinnen komplett verdient. Nach dem Schlusspfiff wurde es besonders emotional, als mit Adriana Achcinska, Sara Agrez, Sylwia Matysik, Aurora Mikalsen und Martyna Wiankowska fünf Spielerinnen vom Vizepräsidenten Ulf Sobek und Nicole Bender-Rummler, Direktorin Frauen- und Mädchenfußball, verabschiedet wurden.

Die Saison endet für die FC-Frauen nächste Woche Sonntag (14 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim als Absteiger feststehenden Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena.

1. FC Köln: Schmitz – Imping (66. Wiankowska), Degen, Hegering, Agrez (90. Hasenauer), Jessen – Vogt, Bohnen – Bremer, Andrade (75. Zeller), Stolze (46. Achcinska). Tore: 1:0 Andrade (30.), 1:1 Böhler (83.), 2:1 Zeller (90.+7). Zuschauer: 1895.

„Werden mit dem bestmöglichen Team auflaufen“ – Die Frauen des 1. FC Köln möchten auch das letzte Heimspiel der Saison gewinnen

Frauen des 1. FC Köln
,

„Werden mit dem bestmöglichen Team auflaufen“ – Die Frauen des 1. FC Köln möchten auch das letzte Heimspiel der Saison gewinnen

Nach dem Highlightspiel des vergangenen Wochenendes folgt nun direkt das nächste Heimspiel. Vor den Augen der über 30.000 Fans bezwangen die FC-Frauen den SV Werder Bremen mit 3:0. Damit stehen sie bei noch zwei verbleibenden Spielen auf Rang acht mit 16 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und 17 Punkten Rückstand auf einen Europapokalplatz. Am Samstag spielen die Frauen des 1. FC Köln gegen Hamburg.

Für Britta Carlson kein Grund, das Spiel gegen den HSV auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Frauen des 1. FC Köln möchten sich erfolgreich aus der Saison verabschieden.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Während es für die Kölnerinnen tabellarisch um nicht wirklich viel geht, kämpfen die Damen des HSV um den Klassenerhalt. Mit drei Punkten Vorsprung auf die SGS Essen stehen die Hamburgerinnen knapp auf dem rettenden Ufer. „Gerade für den HSV geht es ja noch um ganz viel. Sie kämpfen um den Klassenerhalt und deswegen werden wir auch wieder mit allem was wir haben, auflaufen“, stellte Carlson klar. Man wolle sein Spiel durchziehen anstatt extra junge oder bisher weniger häufig zum Zug gekommene Spielerinnen einzusetzen. Die FC-Frauen haben vor, das Spiel so ernst anzugehen, wie jede andere Partie auch, um sich erfolgreich vom heimischen Publikum zu verabschieden.

Die gute Leistung bestätigen 

Der Heimsieg gegen Bremen am vorherigen Spieltag dürfte dafür sicherlich Motivation genug sein. „Das Highlightspiel gibt auch noch mal ein bisschen Auftrieb und man sieht einfach, was in der Mannschaft steckt. Die paar Prozente mehr, die vielleicht die Kulisse gebracht haben, werden auch wieder da sein.“, stellte Carlson in Aussicht. Das vergangene Wochenende scheint die Truppe zu beflügeln. „Es war einfach ein ganz schöner Rahmen. Man merkt die ganze Woche, wie die Freude auch im Training noch da ist. Wir sind ein gutes Team und eine gute Einheit und jetzt geht es darum, diese Freude auch auf den Platz zu bringen“, sagte die Cheftrainerin.

Das Hinspiel konnten die Domstädterinnen mit 4:1 für sich entscheiden. Laut Carlson spiegelt dieses Ergebnis aber nicht die Qualität des Gegners wider. „Das Hinspiel ist natürlich sehr gut für uns gelaufen und war ein deutlicher Sieg. So eindeutig war das Spiel aber nicht. Wir hatten sehr gute Umschaltmomente, die wir gut zu Ende gespielt haben und waren sehr effizient. Aber auch da hat man schon gesehen, dass der HSV uns zwischendurch echt gefordert hat. Ein 4:1 war das glaube ich nicht“, ordnete Carlson das Hinspiel ein. Und auch in den letzten Spielen erkennt die gebürtige Kielerin eine Steigerung bei den Hanseatinnen.

Denn Hamburg habe immer gute Leistungen gezeigt, sich aber nicht belohnt. Auch gegen Union sei es so gewesen, dass sie sich viele Chancen erspielt hätten, aber dann die Effizienz vor dem Tor gefehlt habe. Somit erwarte Calson einen Gegner, welcher dem Team alles abverlangen werde, um nochmal zu punkten. Zumal die Hamburgerinnen am letzten Spieltag der Saison auf den FC Bayern München treffen.

Wiedersehen alter (Un)bekannter

Seit wenigen Wochen steht bei den HSV-Frauen Rodolfo Cardoso an der Seitenlinie. Der Argentinier hat genau wie Carlson eine Vergangenheit als Spieler des HSV und das sogar größtenteils zur selben Zeit. „Wir lagen öfter mal beide auf der Pritsche beim Physio Hermann Rieger, aber da wird er sich wahrscheinlich eher nicht dran erinnern, aber unbewusst oder bewusst kennen wir uns ein bisschen“, erinnert sich die 48-Jährige. 

Nahezu volle Kapelle 

Für das Spiel gegen ihren Ex-Verein muss die Kielerin weiterhin auf Laura Feiersinger verzichten. Die Österreicherin befindet sich zwar auf einem guten Weg, fällt jedoch weiterhin aus. Anna Gerhard hat nach wie vor mit muskulären Problemen zu kämpfen. Merle Hokamp macht währenddessen gute Fortschritte in der Reha. Zusätzlich konnte Sylwia Matysik erstmals seit ihrer Verletzung im Februar vollständig am Mannschaftstraining teilnehmen. Somit können die Kölnerinnen fast aus dem Vollen schöpfen. Ob das dann für die nächsten drei Punkte reicht, wird sich am Samstagmittag im Franz-Kremer-Stadion zeigen. Anstoß ist um 12 Uhr. 

„Sind momentan gut drauf“: Die U21 des 1. FC Köln möchte die steigende Formkurve in Dortmund bestätigen

Malek El Mala und Fayssal Harchaoui vom 1. FC Köln
,

„Sind momentan gut drauf“: Die U21 des 1. FC Köln möchte die steigende Formkurve in Dortmund bestätigen

Die U21 des 1. FC Köln trifft am Sonntagabend auf Borussia Dortmund II. Um 17 Uhr wird im traditionsreichen Stadion Rote Erde angepfiffen. Nach zuvor fünf Niederlagen am Stück trotz solider Auftritte, stabilisierte sich das Team von Evangelos Sbonias. Sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen stehen zu Buche. Diese Form möchte man gegen den Viertplatzierten der Regionalliga West untermauern. 

Mit ordentlich Selbstvertrauen geht es für die Kölner U21 am Wochenende Richtung Dortmund. „Wir sind momentan gut drauf. Wir haben sieben Punkte aus den letzten drei Spielen geholt. Das ist gut. Aber die Dinge, die wir bei den Niederlagen gemacht haben, waren auch nicht so schlecht. Da hat eher das Ergebnis nicht gepasst“, sagte der Coach. „Es war nicht alles so schlecht, wie es das Ergebnis ausgesagt hat, genauso wie jetzt noch nicht alles so rosig ist, wie die Ergebnisse der letzten drei Spiele.“ 

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Das Hinspiel gegen die Schwarz-Gelben ging im heimischen Franz-Kremer-Stadion mit 3:5 verloren. Ein wildes Torfestival dieser Art möchte Sbonias  verhindern. „Am Wochenende kommt es darauf an, kein typisches U-Spiel daraus werden zu lassen, sondern auch in der Entwicklung in Richtung Ende der Saison dann auch erwachsen und seriös zu spielen und damit keinen offenen Schlagabtausch zuzulassen“, sagte Evangelos Sbonias. Der Gegner spielt dabei keine besondere Rolle. „Mir ist es eigentlich relativ egal, auf wen wir treffen. Der Ansatz ist immer gleich und wir versuchen, unsere Inhalte aufs Parkett zu bekommen. Wir haben uns für die letzten zwei Saisonspiele in eine sehr gute Ausgangssituation gebracht.“ Allerdings warnt der Trainer vor dem kommenden Gegner. „Ich erwarte eine sehr spielstarke und mit Ball dominante Mannschaft mit hoher Geschwindigkeit in vorderster Linie mit guten Eins-gegen-eins-Spielern. Das ist schon ein sehr starkes Paket, das da auf uns wartet“, schätzt der 43-Jährige den BVB ein.

Rückkehrer nach langer Leidenszeit

Sargis Adamyan wird am Wochenende gelbgesperrt fehlen. Der Armenier sah beim 2:1-Heimerfolg gegen den SV Rödinghausen seine fünfte Gelbe Karte. Somit fehlt in Dortmund der beste Scorer des Teams. Dafür gibt es eine andere erfreuliche Nachricht. „Diese Woche trainiert Malek El Mala zum ersten Mal wieder voll mit“, sagte der Übungsleiter. „Wir müssen dann am Ende der Woche schauen, inwiefern die Kräfte für einen Kaderplatz reichen. Das wird sich dann kurzfristig entscheiden“. Sonst soll sich am Kader jedoch nicht viel verändern. „Die U19-Spieler bleiben im U19-Setting. Maik Akumu bleibt wie letzte Woche im U21-Setting, das werden wir diese Woche weiterhin so handhaben.“, stellte Sbonias in Aussicht.

Leader auf und neben dem Platz

Die Gefahr und die Torbeteiligungen des ausfallenden Armeniers scheinen aber aktuell von seinen Mitspielern kompensiert zu werden. Das gilt zurzeit vor allem für Marvin Ajani. Der Sommerneuzugang kommt in den vergangenen beiden Spielen auf drei Tore und eine Vorlage. Gegen Rödinghausen wurde er mit seinem Doppelpack zum Matchwinner und sicherte den Jungböcken somit drei Punkte. „Für Marvin freut es mich einfach. Auch für ihn persönlich, dass er sich belohnt, weil er auf dem Platz ein absolutes Vorbild ist. Er geht immer voran, gibt immer Vollgas“, lobte Sbonias den 32-Jährigen. „Er hat scoringtechnisch viel für uns getan, um auch die nötigen Punkte zu holen. Er ist dann einer, der eher über seine Art und Weise wie er auf dem Feld auftritt, als Vorbild vorangeht.“ 

Am Sonntag bietet sich Ajani dann die nächste Chance seine Torgefahr unter Beweis zu stellen, um mit seiner Mannschaft die nächsten drei Punkte aus Dortmund mitzunehmen. Für beide Teams geht es tabellarisch um nichts mehr. Dennoch werden alle Akteure ihre Saison mit Erfolgserlebnissen abschließen wollen. Ob dies der Truppe von Sbonias gelingt, wird man dann am Wochenende im Stadion Rote Erde sehen. Anstoß ist um 17 Uhr. 

„Mit einem Grinsen spazieren gegangen“: Das sind die Stimmen nach dem Fußballfest der FC-Frauen gegen Bremen

Frauen des 1. FC Köln jubeln beim Sieg gegen Werder Bremen
,

„Mit einem Grinsen spazieren gegangen“: Das sind die Stimmen nach dem Fußballfest der FC-Frauen gegen Bremen

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben sich und die 30.000 Zuschauer mit einem fulminanten Nachmittag belohnt. Das 3:0 gegen Werder Bremen war ein rauschendes Fußballfest, von dem die Spielerinnen noch lange zehren dürften. Die Stimmen zum Spiel der Frauen des 1. FC Köln gegen Werder Bremen.

Zudem sprang der FC im Zuschauer-Ranking deutlich nach vorne. Wir haben die Stimmen nach dem Spiel zusammengetragen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Das Gewitter am Ende des Spiels über Müngersdorf spiegelte die Gefühlslage beim 1. FC Köln nicht wieder. Die Kölnerinnen strahlten stattdessen – und das nicht nur aufgrund des deutlichen 3:0-Erfolgs. Der stimmungsvolle Mittag im Rhein-Energie-Stadion sorgte einmal mehr für unvergessliche Momente bei den Spielerinnen. Ein ganz besonders großes Grinsen hatte Lydia Andrade im Gesicht. Der Sommer-Neuzugang des Vorjahrs nimmt zum Saison-Ende Fahrt auf, stach im Offensiv-Spiel nicht nur aufgrund ihres Führungstreffers hervor. „Heute hat alles gepasst, ich bin stolz auf die Mannschaft“, sagte die Schweizerin nach dem Abpfiff, „ich konnte es nicht so glauben, ich bin echt froh und dankbar, dass ich meiner Mannschaft helfen konnte.“

“Es ist einfach schön, wenn die Spielerin sich dann auch belohnt“

Trainerin Britta Carlson fand ebenfalls lobende Worte für ihre Spielerin: „Lydia hatte keine einfache Zeit bei uns. Es hat ein bisschen gedauert, bis sie adaptiert hat, wie unsere Intensität ist, wie unser Spiel ist. Wir haben jetzt auch erst die hundertprozentige Position für sie gefunden, eher in der Spitze zu spielen. Vorher war sie eine Spielerin, die eher auf dem Flügel agiert hat. Mich freut es ungemein, weil sie nie aufgegeben hat. Sie hat im Training weiterhin Gas gegeben, hat versucht, an sich zu arbeiten, fordert gefühlt von jedem Training eine Analyse ein, ist da also auch hungrig. Es ist einfach schön, wenn die Spielerin sich dann auch belohnt.“

Doch über allem standen am Samstagmittag die Kulisse und die Atmosphäre. „Man spürt, was für eine große Familie das ist, wir haben die Unterstützung von allen gespürt und alles gegeben“, äußerte Sandra Jessen, die erstmals im FC-Trikot in Müngersdorf auf dem Rasen stand, „ich bin mir ganz sicher, dass es von der ersten Minute ganz klar war, welche Mannschaft die drei Punkte mitnimmt.“ Ein besonderer Moment war es auch für die Kapitänin Marina Hegering. Für die Wahl-Kölnerin war es nach der Fahrt auf dem Rosenmontagszug der nächste große emotionale Höhepunkt in diesen Wochen.

“Das macht das ganze Spiel einfach super emotional“

„Ich habe mich total gefreut. Ich hatte ja einen Countdown-Timer für dieses Spiel eingerichtet auf meinem Handy. Ich glaube, ich habe bei 70 Tagen angefangen und habe die Tage runtergezählt. Ich kann von Zuhause auf das Stadion sehen. Die Vorfreude heute Morgen beim Spaziergang war sehr groß. Ich bin mit einem Grinsen in der Sonne spazieren gegangen und habe mich einfach nur gefreut. Dann durfte ich auch noch meinen Neffen und meine Nichte mit zum Einlaufen nehmen, das war natürlich das Sahnehäubchen auf der Torte. Das macht das ganze Spiel einfach super emotional.“ Der Tag ging auch der 36-Jährigen nahe, die schon so viel in ihrer Karriere erlebt hat: „Wenn man das auf dem Platz hört, wenn man eine Aktion nach vorne startet, wie laut das Stadion dann wird, macht es schon einfach Bock, das kribbelt dann schon und es beflügelt auch.“

Etwas norddeutsch zurückhaltender äußerte sich Britta Carlson, die in Kiel geborene Trainerin des FC: „Ich möchte keine einzelne Spielerin bei uns hervorheben, weil ich finde, dass das gesamte Team sehr gut performt hat nach den letzten Leistungen und ich glaube, diese Belohnung für das Team vor so einer Kulisse war extrem wichtig, wieder mal zu null zu spielen. Es hat mich extrem gefreut, dass wir nicht nur vorne alles reingeworfen haben, sondern auch wenig zugelassen haben, weil jede Spielerin mit allem, was sie hat, verteidigt hat. Das ist auch das, was uns die ganze Saison ausgezeichnet hatte.“

Comeback nach fast einem Jahr

Und dann wurde Carlson doch auch ein wenig euphorisch: „Es pusht ungemein, wenn knapp 30.000 uns anfeuern. Das ist eine Sache, die wir so nicht kennen. Gerade unser Stadion hier beim FC ist auch noch mal besonders. Ich glaube, das hat man heute gesehen, was die Fans leisten von der ersten Sekunde an. Wenn du von der Sekunde die Intensität hochhältst und auch da schon deine Möglichkeiten hast, dann wird es auch ein bisschen leichter mit der Kulisse positiv umzugehen.“

Zudem konnte Taylor Ziemer nach fast einem Jahr Verletzungspause ihr Comeback als Jokerin feiern. Der FC wiederum sprang durch das Heimspiel in der Zuschauertabelle der laufenden Saison vom achten auf den fünften Platz mit einem Schnitt von nunmehr 4.377 Zuschauern pro Partie. Einzig Bremen, Hamburg, Bayern und Union Berlin konnten bisher noch mehr Zuschauer begrüßen. Bemerkenswert: Mit Hamburg (6.042/Spiel) und dem Primus aus Köpenick (7.728) sind gleich zwei Aufsteiger in den Top 3. Apropos Hamburg: Gegen diesen Gegner geht es am Samstag mit dem nächsten Heimspiel weiter. Dann wieder im Franz-Kremer-Stadion vor deutlich kleinerer Kulisse.