Starke Defensiv-Leistung des 1. FC Köln: Aber Eric Martel und Rav van den Berg kehren zurück
Simon Bartsch
Lange hielt die Kölner Defensive dem Druck des Rekordmeisters stand. Auch deswegen fand FC-Trainer Lukas Kwasniok positive Worte. Doch nun wird es wieder Veränderungen geben beim 1. FC Köln: Eric Martel und Rav van den Berg kehren zurück.
Sehr zufrieden zeigte sich Lukas Kwasniok mit der Defensiv-Leistung seiner Mannschaft gegen den FC Bayern München. Und dennoch wird es am Samstag sicher eine andere Elf geben beim 1. FC Köln: Eric Martel und Rav van den Berg kehren zurück.
Lukas Kwasniok gibt Rav van den Berg Anweisungen
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Auch im 17. Ligaspiel blieb sich der Trainer am Mittwochabend gegen den FC Bayern München treu, er wählte zum 16. Mal eine andere Aufstellung. Wieder rotierte Lukas Kwasniok und wird auch weiterhin für die Wechsel seiner Anfangsformationen Kritik einstecken müssen. Dass der Coach in dieser Saison der Meister der Rotation ist, ist nicht nur der Unberechenbarkeit geschuldet, die Kwasniok offenbar schätzt und immer wieder anbringt. Tatsächlich muss der Kölner Trainer immer wieder auf Ausfälle in der Defensive reagieren. So eben auch am Mittwoch. Zu den Dauerverletzten Luca Kilian, Timo Hübers und Joel Schmied gesellten sich noch Dominique Heintz sowie die gesperrten Rav van den Berg und Eric Martel. Auch deswegen hatten viele Fans Sorge, die Partie gegen den Rekordmeister könnte zu einem Debakel werden.
Zwei vermeintliche Stammspieler kehren zurück
Das tat es nicht, weil der zuletzt wenig berücksichtigte Cenk Özkacar gemeinsam mit der Neuverpflichtung Jahmai Simpson-Pusey sowie dem nominellen Schienenspieler Sebastian Sebulonsen die Aufgabe gegen den FCB gut löste. „Es ist sensationell, wie die Jungs sechs Ausfälle in der Innenverteidigung aushalten. Nach dem Spiel geht man runter und da stehen sechs Büffel in den Katakomben, die uns alle fehlen“, sagte Kwasniok. Und doch ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass es auch am Samstag in der Begegnung gegen den 1. FSV Mainz 05 wieder eine neu formierte Defensivreihe geben wird. Denn mit Martel und van den Berg kehren zwei Abwehrspieler wieder zurück, die in den vergangenen Wochen immer wieder andeuteten, wie wichtig sie für die Mannschaft in der letzten Reihe sind.
Kwasniok steht also eher vor einem fast schon vergessenen – wenn auch kleinen – Luxusproblem. Der Kölner Coach hat drei nominelle Innenverteidiger zur Verfügung, dazu eben die Interims-Verteidiger Martel und Sebulonsen. Es wird sicherlich Verschiebungen geben, die sich auch auf den Rest des Teams auswirken werden. Martel ist unumstritten, es stellt sich nur die Frage nach der Rolle. Auch der teuerste Defensiv-Einkauf der FC-Historie ist ein Spieler für die Anfangsformation. Van den Berg wird wohl ebenfalls in die Innenverteidigung zurückkehren. Sollte Kwasniok an dem erstaunlich ruhig aufspielenden Jahmai Simpson-Pusey festhalten, dürfte Sebastian Sebulonsen wieder auf die Schienen ausweichen. So oder so dürfte Cenk Özkacar einmal mehr nur die Rolle des Bankdrückers bleiben.
Möglicherweise besteht für Martel pünktlich zum Ende der Hinrunde die Chance, sich wieder auf der Sechs zu beweisen. Der ehemalige Kapitän der U21-Nationalmannschaft will wohl im Januar die Entscheidung zu seiner Zukunft treffen.
Calvin Brackelmann soll wieder zur Option werden beim 1. FC Köln
Redaktion
Gerüchte gab es bereits im Sommer einige, ein Transfer scheiterte aber wohl an der hohen Ablösesumme. Nun kochen die Gerüchte um ein erneutes Interesse wieder hoch: Calvin Brackelmann ist wieder eine Option beim 1. FC Köln.
Das Verletzungspech der Geißböcke in den vergangenen Wochen war gerade in der Defensive immens. Zum Winter kann der Club allerdings noch einmal nachlegen. Ein Name, der bereits im Sommer mit dem FC in Verbindung gebracht wurde, kommt nun wieder ins Gespräch: Calvin Brackelmann ist wieder eine Option beim 1. FC Köln.
Calvin Brackelmann im Trikot des SC Paderborn (Foto: Pau Barrena / Getty Images)
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Erst am Dienstag kehrte mit Dominique Heintz ein Innenverteidiger des 1. FC Köln aus der Verletzungspause zurück ins Mannschaftstraining der Geißböcke. Somit entspannt sich die angespannte Lage in der Verteidigung wohl zumindest ein wenig. Doch wirklich gut aufgestellt ist die Kölner Defensive nicht. Gerade deshalb kocht nun ein im Sommer bereits heiß gewesenes Gerücht wieder hoch. So soll der FC nun erneut Interesse an Paderborns Calvin Brackelmann haben. Das berichtet die Bild.
Wechsel nach Köln wohl erneut ein Thema
Und die Vorzeichen habe sich im Vergleich zum Sommer geändert. Wollte der SC Paderborn für den 26-Jährigen vor einem halben Jahr noch rund 2,5 Millionen Euro Ablösesumme, ist die Situation aktuell eine andere. Damals ließ die Forderung den FC von einem Transfer Abstand nehmen. Nun hat der Innenverteidiger nur noch einen Vertrag bis kommenden Sommer. Somit soll der SCP die Ablöseforderung auf knapp eine Million Euro heruntergeschraubt haben. Somit könnte die Personalie für die Geißböcke wieder interessant werden. Ein Trumpf für die Kölner könnte Trainer Lukas Kwasniok sein. Dieser hatte den 26-Jährigen in der vergangenen Saison in Paderborn trainiert und ihn zu seinem Abwehrchef gemacht. So war Kwasniok ein großer Faktor dafür, dass sich Brackelmann zu einem guten Verteidiger in der zweiten Liga entwickelt hat.
Besonders herausragend ist die Geschwindigkeit des Innenverteidigers. So wurde Brackelmann in der abgelaufenen Saison mit einem Wert von 35,83 km/h geblitzt. Das könnte für die eher langsame Kölner Defensive gerade in der noch schnelleren Bundesliga ein wichtiger Faktor sein. Auch verfügt der Paderborner Spieler über eine gute Zweikampfführung und mit 1,96 Metern über ein gutes Kopfballspiel. Sein Marktwert wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Allerdings soll der FC nach Informationen der „Bild“ nicht der einzige Interessent im Werben um den Defensivspieler sein.
Marius Bülter wieder fit, Said El Mala und Ragnar Ache in Form: Wer stürmt beim 1. FC Köln?
Simon Bartsch
Nach Verletzungs- und Babypause trainierte Marius Bülter am Mittwoch wieder voll mit. Der Stürmer wird also wieder eine Option. Doch es gibt noch Alternativen beim 1. FC Köln: Wer stürmt gegen Augsburg?
Am Dienstag war er noch teilintegriert, am Mittwoch mischte Marius Bülter wieder voll mit und wird damit für die kommende Begegnung wieder eine Startelf-Option. Doch es gibt noch andere Angreifer, die sich Chancen ausrechnen beim 1. FC Köln: Wer stürmt gegen Augsburg?
Marius Bülter trainierte am Mittwoch wieder voll mit
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Die Meldung am Dienstagnachmittag klang noch nicht so richtig gut. Marius Bülter würde zunächst einmal teilintegriert trainieren, hieß es von Seiten des Vereins. Tatsächlich wurde der Stürmer in der Nachmittagseinheit noch ein wenig geschont. Aufgrund einer hartnäckigen Achillessehnen-Entzündung, dann aber auch der wiederum erfreulichen Babypause hatte der Stürmer die Spiele gegen den VfB Stuttgart sowie gegen die TSG Hoffenheim verpasst und auch an dem Benefiz-Turnier, dem Cologne Cup, nicht teilgenommen. Eben jener Stürmer, der mit zwei Toren und zwei Vorlagen die interne Scorerliste anführt. Nach seinem fulminanten Auftakt gegen Mainz und Freiburg ruhen die Kölner Hoffnungen auf dem Stürmer. Bülter ist beim FC schneller angekommen, als es ihm im Sommer einige Experten vorausgesagt hätten.
Kehrt Bülter zurück in die Startelf?
Kein Wunder also, dass die Kölner Fans einer Rückkehr des Stürmers entgegenfiebern. Seit Mittwoch stehen die Chancen auf einen Einsatz gegen den FC Augsburg deutlich besser. Bülter war wieder voll im Training dabei, ging in die volle Belastung und zog die Einheit durch. Der Stürmer scheint dem Kölner Trainer also wieder zur Verfügung zu stehen. Zwar gehörte Bülter der Auftakt in diese Spielzeit. Ob Lukas Kwasniok den Angreifer aber in die Startelf packt, scheint aktuell offen. Zum einen, weil Kwasniok immer wieder betont hat, keine Stammelf zu haben. Der Kölner Coach probiert Dinge aus, sucht die richtigen Schlüssel für den jeweils richtigen Gegner. Ob Bülter aus seiner Sicht zum FC Augsburg passt, könnte auf der Pressekonferenz am Donnerstag beantwortet werden.
Könnte, denn Kwasniok lässt sich eher nicht in die Karten schauen. Und der Kölner Coach hat noch Alternativen im Ärmel. Wenn ein Spieler den Cologne Cup nutzte, um auf sich aufmerksam zu machen, dann war es wohl Ragnar Ache mit einigen Chancen, vor allem aber den beiden Kölner Toren. In der letzten Länderspielpause hatte Luca Waldschmidt den Test gegen Schwarz-Weiß Essen für eine Duftmarke und damit die Rückkehr in die Anfangsformation genutzt. Nun könnte sich der Angreifer empfohlen haben. Ache kommt zudem in dieser Spielzeit, inklusive Pokalspiel auf vier Assists. Und dann ist da natürlich auch Said El Mala. Der Kölner Youngster hatte gegen die TSG Hoffenheim erstmals in dieser Saison von Beginn an gespielt und mit dem entscheidenden Treffer direkt abgeliefert.
In Sinsheim hatte Jakub Kaminski in der Spitze gespielt. Er wäre mitunter aber auch erneut eine Variante auf der Außenbahn. Möglicherweise findet Trainer Kwasniok aber auch einen ganz anderen Schlüssel. Überraschen würde das nicht mehr.
Hot Take oder Cold Take beim 1. FC Köln? Der Hype um (den künftigen Nationalspieler?) Said El Mala
Hendrik Broschart
In einem neuen Format von come-on-fc.com blicken wir auf die aktuellen Gedankenspiele, Hirngespinste und Meinungen rund um den 1. FC Köln: Ist Said El Mala ein Kandidat für die DFB-Elf?
Said El Mala sorgt in Köln und darüber hinaus für Gesprächsstoff. Am Dienstagabend steht er mit der U21 gegen Nordirland auf dem Platz. Viele sehen ihn schon als Kandidaten für den Kader der A-Nationalmannschaft bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Andere wollen den Hype möglichst im Keim ersticken. Ein streitbarer Take, bei dem es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Ein Meinungsbild rund um den 1. FC Köln: Ist Said El Mala ein Kandidat für die DFB-Elf?
Said El Mala nach seinem Treffer gegen Hoffenheim (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
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Said El Mala ist spätestens nach seinem wuchtigen Tor gegen den SC Freiburg in der Bundesliga angekommen. Nach seinem Auftritt gegen die TSG Hoffenheim werden die ersten Stimmen, die fordern, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann den Namen des Kölner Sturmjuwels bei der Kaderplanung für die anstehende WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko auf dem Zettel haben muss, lauter. Nüchtern betrachtet: Wie viel ist dran an der Vorstellung des Supertalents in der Nationalmannschaft, ohne sich beim Blick in die Glaskugel zu verlieren? Und was könnte diesen kölschen Wunschtraum des nächsten Geißbocks mit dem Adler auf der Brust nach Jonas Hector unerfüllt lassen?
Mit kühlem Kopf durch das Rampenlicht
Vergleicht man die Kölner Medienlandschaft, die den 19-Jährigen emotionalisiert und heroisiert, mit einem Orkan, der über das Talent hinwegfegt, dann führt der Weg zur A-Nationalmannschaft für El Mala nur über ein schützendes Umfeld, das ihn sorgfältig abschirmt und eventuellen Höhenflügen vorbeugt. Lukas Kwasniok sagt dazu passend: „Wir haben so viele Talente gesehen, die schon im Alter von 17 Jahren zum Weltstar hochgeschrieben wurden, von denen hört man heute nichts mehr. Das Einzige, was hilft, ist hart zu arbeiten und demütig zu bleiben. Und dann musst du die Qualitäten, die du zweifellos hast, Woche für Woche abrufen. Darum wird’s gehen. Aber er hat das Glück, dass er viel mitbringt, und wir werden ihn auf dem Weg begleiten.“
Beim FC ist man um Ruhe um das Talent bemüht. In der Hoffnung, dass sich El Mala so eben am besten weiterentwickelt. Nur konterkariert eben jeder Entwicklungsschritt dieses Vorhaben. Und das lässt auch die Sorgenfalten auf der Stirn von El Malas Berater hinsichtlich des medialen Treibens um seinen Schützling tiefer werden. In einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ sagte dieser: „Es gibt leider auch ein paar Sachen, die dem Jungen und dem FC schaden. Unruhe bringen zu viele mediale Spekulationen und Influencer, die um jeden Klick und jedes Like kämpfen. Und es kommen plötzlich andere Berater, die sich früher nie für den Spieler interessiert haben, aus jeder Ecke und buhlen um Said.“
“Wir müssen ihn behutsam aufbauen“
Die Aufgabe der Medien ist es nun mal, über Leistungen und Qualität zu berichten. Wenn ein 19-Jähriger in der Bundesliga die Fans verzaubert, ist es ein relevantes Thema. Dass die Medien dabei aber auch mal ein Regalfach zu hoch greifen, steht außer Frage. Auch U21-Nationalmannschaftscoach Antonio di Salvo dämpft die Euphorie: „Wir müssen ihn behutsam aufbauen, ihm aber auch die Chance geben, zu spielen. Man sollte nicht jede Aktion hochjubeln, zumal er in seinem Alter noch nicht durchgehend konstant spielt.“
Stand jetzt scheint El Mala mit dem derzeitigen Medienrummel keine größeren Probleme zu haben. Das hat jüngst Teamkollege Linton Maina im Podcast mit Radio Köln bestätigt: „Said ist eigentlich relativ klar im Kopf. Ich glaube, dass wir es auch ganz gut machen, ihn jetzt nicht zu jedem Interview zu schicken. So etwas habe ich mit 19 Jahren auch selten erlebt: dass man so unaufgeregt ist, sich so schnell anpassen will und auch schon so viel lernt.“
El Mala: Ein echter Straßenkicker
Das Talent des Youngsters ist mittlerweile unumstritten. Mittlerweile, weil es in dem heutigen Ausmaß offenbar nicht erkannt worden ist. Die Ausbootung bei Borussia Mönchengladbach im Nachwuchsfußball ist kein Narrativ. Und auch bei den Fohlen werden im Talentscouting Menschen sitzen, die genau das hauptberuflich machen. Ob Versäumnis, krasser Entwicklungsschub oder einfach eine andere Einschätzung lässt sich heute nicht sagen. Fakt ist, dass El Mala viel mitbringt. Immer wieder wird dem 19-Jährigen das Prädikat Straßenfußballer ausgestellt. Jene Fußballer, die auf engstem Raum, mit hohem Tempo das Dribbling suchen, Lösungen finden und diese dann auch nutzen. Kicker, die im deutschen Fußball mittlerweile selten, aber dennoch dringend gebraucht werden.
Ex-DFB-Funktionär Oliver Bierhoff beschrieb in einem Beitrag zur U21-Europameisterschaft 2019 in Italien und San Marino die Notwendigkeit, den Straßenfußball in die Talententwicklung zurückzubringen: „Wir brauchen wieder mehr Variabilität, Spielfreude und Cleverness“, forderte Bierhoff damals. „Wir müssen eine Mentalität fördern, wie wir sie von früher auf dem Bolzplatz kannten: schnell, direkt, Individualität zulassend und Kreativität fördernd.“ Genau diese Eigenschaft zeichnet El Mala aus. Er selbst sagte über sich in einem Interview mit dem „Geißbockecho“: „Ich denke schon, dass man uns als Straßenkicker bezeichnen kann.“
Sein Bruder Malek bestätigt: „Als wir nicht mehr im NLZ gespielt haben, waren wir häufiger mit Freunden nach der Schule zusätzlich zum Vereinstraining auf dem Bolzplatz. Da konnten wir uns ausprobieren, viel dribbeln und Eins-gegen-Eins-Situationen spielen.“ Druck von außen verspüren die beiden dabei nicht. „Wir haben keinen Druck, sondern spielen einfach und wir machen uns keinen großen Kopf, sondern haben einfach Spaß am Fußball. Wir dürfen das machen, was wir lieben, und wir genießen es“, so Said El Mala weiter. Und das zeigt der Kölner Youngster eindrucksvoll in der Liga. Nicht umsonst ist der 19-Jährige aktuell der Dribbelkönig der Liga, eben vor Spielern wie Michael Olise oder Karim Adeyemi.
Linton Maina: „Dann werden noch viel mehr Leute Spaß mit ihm haben“
Aus rein sportlicher Sicht liefert der Spielertyp El Mala also ganz sicher Argumente dafür, seinen Namen irgendwann auf der erweiterten Liste für die Nationalmannschaft zu lesen. Daran zweifeln rund ums Geißbockheim immer weniger Menschen. Auch nicht Teamkollege Linton Maina: „Er hat einen kleinen “Schuss“ und das soll auch so bleiben. Ich glaube, das macht ihn auch so gut. Ich glaube, dass wir alle noch viel Spaß mit ihm haben werden und dass auch andere Leute noch viel Spaß mit ihm haben werden. Wenn er so weitermacht, wird er sicherlich auch irgendwann für die Nationalmannschaft spielen. Dann werden noch viel mehr Leute viel Spaß mit ihm haben.“
Das entscheidende Wörtchen ist dann aber womöglich das „irgendwann“. El Mala bringt viel mit, das steht außer Frage. Dem Kölner Youngster wird zudem ein großes Potenzial vorausgesagt. Fertig entwickelt ist er sicher nicht. Und da wird es dann vielleicht auch noch nicht reichen, der Dribbelkönig der Liga zu sein. Eine Nominierung für die WM 2026 ist nicht ausgeschlossen, aber ganz sicher auch nicht sehr wahrscheinlich. Der Offensivspieler hat noch einige Felder, an denen er arbeiten muss. Beispielsweise seine Schussgenauigkeit, seine Arbeit gegen den Ball. Das wurde in seinen 45 Minuten bei der 3:2-Niederlage der U21-Nationalmannschaft gegen die griechische Auswahl deutlich.
Da kam er zur Halbzeit, nachdem die DFB-Elf eine träge erste Hälfte gespielt hatte, und bestach durch Zielstrebigkeit, Überzeugung, Dynamik, Selbstverständnis und Unbekümmertheit, allerdings auch vielfach mit einfachen Ballverlusten und liegengelassenen hochkarätigen Chancen. Angesprochen auf die Energieleistung El Malas auf seiner starken linken Seite, ordnete Coach Di Salvio die Leistung des 19-Jährigen wie folgt ein: „Das haben wir auch erwartet. Aber leider war auch er in der einen oder anderen Situation noch zu unsauber und hätte noch cleverer agieren können.“ Ob der Youngster das Zeug zum Nationalspieler für die WM 2026 hat, liegt genauso in seinen eigenen Händen, wie die Größe des Hypes, die er damit auslösen würde.
Saisonauftakt beim 1. FC Köln: Für diese Spieler lief der Start bislang nicht optimal
Simon Bartsch
Mit zwölf Neuverpflichtungen hat der FC im Sommer ordentlich aufgerüstet. Rein von den Ergebnissen her können die Geißböcke mit den ersten Duellen auch durchaus zufrieden sein. Doch nicht für alle Akteure war es ein Auftakt nach Maß beim 1. FC Köln: Für diese Spieler lief der Saisonstart nicht optimal.
Weniger Spielzeit als erhofft, viel Zeit auf der Bank, nicht im Kader oder noch gar keinen Einsatz in der Bundesliga beim 1. FC Köln: Für diese Spieler lief der Saisonstart nicht optimal.
Jusuf Gazibegovic im Testspiel gegen Fortuna Köln
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Jusuf Gazibegovic: Der Rechtsverteidiger kam mit großen Erwartungen zum FC. Als erster Transfer nach dem Registrierungsverbot wurde aber auch von dem Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina einiges erwartet. Diese konnte Gazibegovic noch nicht erfüllen und wird es auch in den kommenden Wochen wohl schwer haben. Unter Lukas Kwasniok spielt der 25-Jährige so gut wie keine Rolle. Der Kölner Coach betonte zuletzt, dass er aktuell auch keinen Platz im Spieltagskader für den 25-Jährigen habe. Mit erst einem Kurzeinsatz gegen Freiburg, dann auch noch auf der „falschen“ Seite wird „Gazi“ alles andere als zufrieden sein.
Aktuell andere Spieler im Vordergrund
Cenk Özkacar: Wie bei seinen bisherigen Stationen, bei denen Cenk Özkacar als Leihspieler fungierte, kommt der 25-Jährige bisher auch beim FC nicht so richtig auf Einsatzzeit. Zunächst etwas überraschend in der Startelf in der ersten Runde des DFB-Pokals gestartet, kam der Türke in der Bundesliga nur noch auf Kurzeinsätze gegen Mainz und Hoffenheim und damit insgesamt nur auf 41 Liga-Spielminuten. „Für ihn gilt es jetzt Gas zu geben. Wenn die Zeit reif ist, werde ich ihn reinwerfen“, sagte Kwasniok über den Innenverteidiger. Aktuell scheinen allerdings andere Akteure die Nase vorne zu haben.
Denis Huseinbasic: Für den 24-Jährigen läuft es in der aktuellen Saison alles andere als rund. In der vergangenen Spielzeit gehörte der Bosnier noch zum Kölner Stammpersonal, spielte neben Eric Martel im Kölner Zentrum und war mit seinen 50.000 Euro Ablöse und seinem zwischenzeitlichen Marktwert von geschätzten fünf Millionen Euro wohl einer der lukrativsten Transfers von Christian Keller. Aktuell muss sich Huseinbasic aber mit immer weniger Spielzeit zufrieden geben. So spielte der Mittelfeldspieler erst insgesamt 123 Liga-Minuten für die Geißböcke, war im Pokal gegen Regensburg nicht Teil des Kaders und wurde von Kwasniok auch gegen Mainz und Wolfsburg nicht eingewechselt. Eine Nominierung für die Nationalelf von Bosnien blieb ebenfalls aus. Wirklich in Szene setzen konnte sich der 24-Jährige in dieser Spielzeit noch nicht.
Ungewohnte Rollen
Florian Kainz: In der Saison 2023/24 war der Österreicher noch der Kapitän der Kölner auf dem Spielfeld. Aktuell ist der 32-Jährige nicht die erste Wahl von Lukas Kwasniok und kommt nicht über die Jokerrolle hinaus. Das liegt mit Sicherheit auch an den im Sommer getätigten Neuverpflichtungen des Vereins. Gerade in der Offensive hatte Thomas Kessler noch mal ordentlich Qualität und somit Konkurrenz in den Kader gebracht. So unter anderem durch die Verpflichtung von Stammspieler Jakub Kaminski und der Leih-Rückkehr von Hoffnungsträger Said El Mala. So kam Kainz bisher auf lediglich 63 Minuten Einsatzzeit in vier Duellen. Dabei stand der Österreicher nie länger als 20 Minuten auf dem Platz. In der Begegnung gegen den SC Freiburg war der 32-Jährige nicht einmal im Kader.
Linton Maina: Der unumstrittene Stammspieler von Ex-FC-Trainer Gerhard Struber war in der vergangenen Saison maßgeblich am Kölner Wiederaufstieg beteiligt. Der schnelle Außenbahnspieler verpasste nur aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung einige Duelle, stand aber insgesamt in 27 Liga-Spielen und 2042 Minuten auf dem Platz. Mit drei Toren und elf Assists gehörte Maina zu den Kölner Top-Scorern. Der 26-Jährige verlängerte seinen Vertrag beim FC und wird sich wohl mehr Spielzeit für die aktuelle Saison ausgerechnet haben, als er derzeit von Kwasniok bekommt. Gegen Mainz (Knieprobleme), Freiburg und Wolfsburg stand Maina nicht auf dem Platz, gegen den VfL überraschend nicht einmal im Kader. Dennoch betont Kwasniok immer wieder, welch großes Potenzial er in Maina sehe. Das Quäntchen, das der Trainer noch „herauskitzeln“ will, muss der Außenbahnspieler noch zulegen.
Scharfe Töne, Entlastung und Wahlen: So verlief die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln
Hendrik Broschart
Rund 6000 stimmberechtigte Mitglieder kamen am Samstag zur 77. Vollversammlung des 1. FC Köln zusammen und befassten sich in einer turbulenten Veranstaltung mit zukunftsweisenden Themen des Vereins. Vorstands-Neuwahl, Entlastungen und scharfe Attacken: So lief die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln.
Mehr als acht Stunden dauerte die Veranstaltung, doch wirklich langweilig wurde es nicht. Vorstands-Neuwahl, Entlastungen und scharfe Attacken: So lief die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln.
Schätzungsweise 6000 stimmberechtigte Mitglieder kamen gestern zur 77. Vollversammlung des 1. FC Köln
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Kaum hatte man auf der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln das neue Präsidium aus Jörn Stobbe, Ulf Sobek und Jörg Alvermann verkündet, da stand auch schon Björn Häuser durch die RheinEnergie Arena: „So simmer all hierhin gekomme, spreche mer hück all die selbe Sproch“. Versöhnliche Stimmung kam auf, die nicht immer mit der Veranstaltung im Einklang stand, die sich am Samstag über bewegte acht Stunden hingezogen hat.
Scharfe Töne prägten die Mitgliederversammlung
Denn dort waren zwischenzeitlich alles andere als harmonische Klänge zu vernehmen. In einer Ansprache wurden die bestehenden Risse zwischen dem Mitgliederrat und dem abgelösten Vorstand noch einmal besonders deutlich. Fabian Schwab, der für das Kontrollgremium des Vereins sprach, teilte mit: „Der Vorstand hat uns den Jahresbericht nicht vorgelegt. Daher können wir keine Stellungnahme dazu abgeben.“ Der Vorsitzende des Mitgliederrates fügte hinzu: „Damit können wir nicht unserer satzungsgemäßen Aufgabe nachkommen. Ich muss sagen, dass es damit nur bedingt ein Jahres- und Rechenschaftsbericht war.“ Schwab fasste die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Gremium als „schwierig, schleppend und wenig konstruktiv“ zusammen.
Die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln geriet einmal mehr zum hitzig diskutierten Forum. Angriffe in Wortbeiträgen durch Mitglieder richteten sich gegen den scheidenden Vorstand und wiederholt auch gegen Carsten Wettich. Mehrere Redner rechneten mit der bisherigen Führung ab, andere schlugen sich offen auf die Seite einzelner Wahlkampfteams. So schallte es Während eines Beitrags in Richtung des Vorstands: „Sie können sich Ihre Internationalisierungsstrategie in den Hintern stecken.“ Auch an anderer Stelle fielen drastische Worte. Ein Redner erklärte: „Herr Ganaus hat mehr für den FC gemacht als Sie, Herr Vorstand”, und erinnerte damit an den Regensburger Torschützen, dessen entscheidendes Tor anschließend zur Trennung von Trainer Gerhard Struber und Geschäftsführer Sport Christian Keller führte. Die Reden spiegelten den Zwiespalt des Abends wider: Einerseits gab es emotionale Loyalitätsbekundungen für die Kandidaten, andererseits einen harten Abgesang auf die abtretende Vereinsführung.
Ende gut, alles gut: Erfolgreiche Entlastung des Scheidenden Vorstandes
Für den scheidenden Vorstand des 1. FC Köln hatte die diesjährige Mitgliederversammlung einen anderen Ausgang als noch im Vorjahr. Während die verweigerte Entlastung damals hohe Wellen schlug, stimmten die Mitglieder diesmal geschlossen für einen versöhnlichen Abschluss von Werner Wolf und Eckhard Sauren. Bei der Abstimmung wurde Präsident Wolf mit 77 Prozent entlastet, Vizepräsident Sauren erhielt sogar 79,4 Prozent. Anders stellte sich die Lage für Carsten Wettich dar. Er kam lediglich auf 60,86 Prozent Zustimmung. Dieses Ergebnis wirkte wie ein Fingerzeig. Denn gerade im Fall Wettich deutete die knappe Entlastung bereits auf das hin, was viele Mitglieder als Höhepunkt des Abends erwarteten. Die Abstimmung trug somit Züge einer Vorahnung, bevor über die zukünftige Ausrichtung des Vereins entschieden wurde.
Drama um zahlreiche Wortmeldungen
Kurz vor der Abstimmung über das neue Präsidium stand die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln kurz vor der Entgleisung. Noch einmal meldeten sich rund 50 Mitglieder zu Wort. Es herrschte also ein großes Mitteilungsbedürfnis unter den Anwesenden. Entsprechend empört reagierten einige, als sie ihr Rederecht eingeschränkt sahen, die Redezeit kurzerhand verkürzt wurde. Ein Mitglied brachte seinen Protest deutlich zum Ausdruck: „Wir müssen berücksichtigen, dass Demokratie Zeit braucht. Ich möchte darum bitten, dass alle Rednerinnen und Redner die Chance bekommen, sich zu äußern.“
Die Unruhe im Stadion erreichte wohl ihren Höhepunkt, als der ehemalige FC-Trainer Roland Koch in einem Pladoyer für das Team Adenauer die Redezeit überzog und nur nach mehrfacher eindringlicher Aufforderungen die Bühne verließ. So machte Michael Vesper gegenüber Koch deutlich: “Also bitte Roland Koch! das geht nach hinten los wenn man sich so verhält” und Werner Wolf ergänzte: “Wir haben Angst, dass uns die Veranstaltung entgleitet. Wenn wir das Recht, sich zu äußern, entziehen, dann ist das Ergebnis anfechtbar. Deswegen bitte ich um Disziplin.”
Werner Wolf überreicht das Zepter an Jörn Stobbe
Bei den Vorstandswahlen des 1. FC Köln setzte sich das Team Stobbe am Ende klar durch. Der Vertrauensentzug der Mitglieder blieb aus und fügte sich dem emotionsgeladenen Abschied von Werner Wolf an. Zum Abschluss seiner Rede fand Wolf bewegende Worte: „Die vergangenen sechs Jahre waren die intensivsten und prägendsten Zeiten meines Lebens. Ich wollte dem Verein etwas zurückgeben. Heute gebe ich mein Amt demütig und dankbar zurück.“ Unter lang anhaltendem Applaus verabschiedete er sich schließlich mit den Worten: „Ab jetzt bin ich einfach nur noch Fan. Vielen Dank für unvergessliche sechs Jahre.“
Seinen Platz an der Spitze des Vereins übernahm am gestrigen Abend das Team um Jörn Stobbe, das sich mit einem deutlichen Wahlergebnis durchsetzen konnte. Direkt nach dem Votum betonte das neue Präsidiumsmitglied: „Wir schauen morgen erst einmal auf die Mitglieder, auf die ganzen Unterstützer. Wir wollen auch die überzeugen, die uns nicht gewählt haben. Ich glaube schon, dass die Grenzen da ein bisschen vermischt sind. Wir haben eine riesige Chance, mit ihnen richtig etwas zu rocken“, sagte dieser im Anschluss.
Nach hitzigen Debatten, persönlichen Angriffen und zahlreichen emotionalen Wortmeldungen gelang es schließlich doch, den Vorstandswahlen ein versöhnliches Ende zu setzen. Die turbulente Versammlung mündete somit in einen Neuanfang, den viele Mitglieder als überfällige Chance begreifen.
Das sagen die Vorstands-Teams nach der Wahl beim 1. FC Köln
Simon Bartsch
Am Samstagabend gab es einen klaren Wahlsieg für das vom Mitgliederrat vorgeschlagene Team um Jörn Stobbe beim 1. FC Köln: Nach der Wahl äußerten sich die Teams zum Ergebnis.
Knapp ist die Entscheidung der Mitglieder im RheinEnergieSTADION nicht ausgefallen. Mit einer deutlichen Mehrheit wurde das Team FC gewählt. Nun gibt es einen neuen Vorstand beim 1. FC Köln: Nach der Wahl äußerten sich die Teams zum Ergebnis
Die drei Teams um das Amt des Vorstands beim 1. FC Köln
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Die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln erreichte am Samstagabend nach etwa acht Stunden ihren Höhepunkt. Die anwesenden Mitglieder wählten nach einer langen Aussprache im Vorfeld ihr Team für das Präsidentschafts-Amt. Mit einer absoluten Mehrheit von 64,97 Prozent der gut 5700 Stimmen setzte sich das Team bestehend aus Jörn Stobbe, Jörg Alvermann und Ulf Sobek gegen die Mitstreiter durch. Im Nachgang der Veranstaltung äußerten sich sowohl die Wahl-Verlierer, als auch das Siegerteam.
Das sagt Sven-Georg Adenauer
“Ich nehme das sportlich auf. Ich hätte mir schon ein paar Prozente mehr gewünscht. Aber das hätte sich das Team Stroman wahrscheinlich auch gewünscht. Es war eine eindeutige Entscheidung und das muss man respektieren. Ich bin stolz darauf, dass wir so ein tolles Team hatten und überhaupt die Unterschriften bekommen haben und dass wir damit den Mitgliedern die Chance gegeben haben, auszuwählen. Ich bin mit mir im Reinen und gratuliere dem Gewinner und drücke ihm die Daumen, dass sie den FC so nach vorne bringen, wie es der FC verdient hat.“
„Ich habe auch mit einer Stichwahl gerechnet. Das muss ich schon ganz ehrlich sagen. Ob die Kurve, wie man so schön sagt, dann vielleicht doch mit so vielen Leuten da war und wie auch immer Druck ausgeübt hat, dass es dann so gekommen ist, wie es gekommen ist, das weiß ich aber nicht. Es waren sehr viele junge Leute da. Wenn jetzt mehr grauhaarige Menschen dagewesen wären, wären meine Chancen vielleicht ein bisschen größer gewesen. Es ist wie es ist.“ Auf die Nachfrage, ob das Druck ausüben, vielleicht ein wenig übertrieben sei: „Ja, das ist übertrieben“.
„Ich habe mich richtig reingehangen“
„Ich hatte schon den Eindruck, dass wir an der ein oder anderen Stelle schon viel Beifall bekommen haben. Es haben dann möglicherweise auch viele Leute das Stadion verlassen, weil es dann doch lange wurde. Ich fand es war eine super Sitzungsleitung von Michael Vesper. Dass das vom Mitgliederrat vorgeschlagene Team den meisten Applaus bekommen hat und auch favorisiert war, das hat man schon gemerkt.“
„Der 1. FC Köln ist mein Verein und das wird immer so bleiben“
„Ich habe gelernt, dass die Welt in Ostwestfalen – ich hätte jetzt fast gesagt noch in Ordnung ist. Hier ist sie jedenfalls anders. Ich habe mich richtig reingehangen. Wir haben mit unserem Team den Mitgliedern ein Angebot gemacht und es ist abgelehnt worden. Wenn man mich fragt und meine Expertise einfordert, dann werde ich sicher nicht nein sagen. Der 1. FC Köln ist mein Verein und das wird immer so bleiben, egal was passiert.“
Das sagt Wilke Stroman
„Ich bin unendlich traurig. Das ging mir gerade und meinen beiden Kollegen auch sehr sehr nah. Wir haben alles gegeben. Wir haben jetzt sechs Monate unglaublich viel Arbeit investiert. Am Ende des Tages ist das Ergebnis relativ deutlich. Wir gratulieren dem Team Stobbe von Herzen zu diesem Sieg und wünschen ihm und seinem Team für die kommenden drei Jahre alles Gute und ein gutes Händchen für unseren Verein.“
Zur Frage nach den Gründen zum klaren Votum: „Die Frage stelle ich mir selbst. Ich hätte nicht gedacht, dass das hier ein lupenreiner Heimsieg wird, sondern, dass das eine knappe Kiste wird. Es wurde gut mobilisiert, es waren viele Leute im Stadion, was natürlich schön ist. Woran es gelegen hat, kann ich wirklich nicht sagen.“
Zu dem emotionalen Wahlkampf des Teams: „Wir haben das ganz bewusst gemacht, weil der Wahlkampf relativ lange war. Wir hatten sehr sehr viele Interviews. Unser Gefühl war, dass die Leute, die hier herkommen inhaltlich gut informiert sind. Man hat an den Wortbeiträgen auch gemerkt, dass der überwiegende Teil, der hier herkommt, sich eine Meinung gebildet hat. Wir haben deswegen bewusst, dass ein Statement von Herzen das ist, dass die Leute vielleicht dazu bringt, den Knopf drei zu drücken. Es hat nicht sollen sein. Ich bin mir aber sicher, dass es nichts geändert hätte, wenn wir 20 Minuten lang unser Programm dargestellt hätten.“
Eine weitere Kandidatur?
Zu einer möglichen weiteren Kandidatur: „Ich weiß, dass es abgedroschen klingt, aber das ist mein Verein. Die Aufgabe wäre eine Herzensangelegenheit, die ich wirklich mit 1948 Prozent gemacht hätte. Deswegen war am Dienstag meine Überzeugung, dass man mit einer Niederlage hier rausgeht, nicht direkt aufgibt, sondern es nochmal probiert. Heute Abend würde ich das nicht direkt sagen. Lasst mir mal ein, zwei Wochen oder ein, zwei Jahre Zeit und dann schauen wir mal. Die Tür ist nicht zu. Jetzt gerade fühlt es sich nicht so gut an.“
Warum es nicht gelungen ist, mehr Befürworter ins Stadion zu holen: „Ich glaube, dass die Variante Unterschriften zu sammeln eine gute ist. Ich würde dafür werben, die Hürde etwas geringer zulegen. Zumindest technisch. Meines Erachtens geht es darum, Ernsthaftigkeit zu zeigen. Es sollen ja keine 12 Teams antreten.“
„In Summe ist es fair gelaufen“
Zum langen Wahlkampf: „Die Zeit danach war sehr sehr lang. Wir waren drei, vier Monate unterwegs. Es war unfassbar anstrengend mit Höhen und Tiefen. In Summe ist es fair gelaufen. Wir haben uns mit Respekt verhalten. Dass man von außen schon merkt, dass dieses Amt eins ist, dass ein hohes Ansehen hat und dass da Interessen mitschwingen, hat man gemerkt. Wir hätten uns von Außen den einen oder anderen Gegenwind gerne gespart.“
„Bei den Stimmen, die wir analog in den Kneipen, in den Parks, in den Cafés gesammelt haben, war das Hybrid-Thema das absolute Thema Nummer eins. Ich hätte das so nicht erwartet, das Team hat es nicht erwartet und das Team Adenauer haben das genauso empfunden. Ich glaube, die digitale Teilhabe würde dem Verein guttun. Das ist nicht der entscheidende Punkt, warum wir nicht gewonnen haben. Aber je mehr Leute teilgenommen hätten, wäre unsere Chance größer gewesen. Das war unsere Überzeugung.“
Das sagt Jörn Stobbe
„Es bedeutet mir unheimlich viel, dass als Team hinbekommen zu haben. Dankeschön an alle Mitglieder. Wir haben so viel vor. Wir dürften ja nicht sagen, was wir alle machen dürfen. Jetzt machen wir ein bisschen mehr.“
„Es war ein überraschendes Votum, weil wir ja auf Augenhöhe gekämpft haben. Die Gründe kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich freue mich erstmal.“
„Es war ein wunderschöner Tag, wunderbares Wetter. Die Sonne hat geschienen. Es war einfach nur phantastisch. Es war für die FC-Familie eine gute Sache, auf die man aufbauen kann. Es geht um den Zusammenhalt, für den wir von Tag eins stehen. Das ist das Wichtigste. Wir haben schon viele gute Ideen. Jetzt sollen sich die Kräfte bündeln.“
Als erstes gibt es Gespräche mit den drei Geschäftsführern des FC
„Da wir auf diesen Moment nicht vorbereitet sind, weil wir aus Karma-Gründen gesagt haben, dass wir erst einmal nur auf uns und auf heute schauen, werden wir uns dann erst einmal zusammensetzen. Wir machen ja keinen Aktionismus. Wir werden uns jetzt erstmal mit dem Team am Geißbockheim sehr schnell zusammensetzen. Das sind unsere ersten Ansprechpartner. Wir werden aber auch nicht lange warten. Ab morgen früh geben wir alle Kraft, die wir haben für den FC. Als erstes gibt es Gespräche mit den drei Geschäftsführern des FC.“
„Werner Wolf hat uns ein tolles Angebot gemacht“
„Werner Wolf hat uns ein tolles Angebot gemacht an uns mit der Übergabe. Und dann werden wir genau schauen, wie wir die Kräfte bündeln.“
„Wir schauen morgen erst einmal auf die Mitglieder, auf die ganzen Unterstützer. Wir wollen auch die überzeugen, die uns nicht gewählt haben. Ich glaube schon, dass die Grenzen da ein bisschen vermischt sind. Wir haben eine riesen Chance, mit denen richtig etwas zu rocken.“
„Die Zuversicht ist im Laufe des Abends größer geworden, aber mit dem Ergebnis haben wir nicht gerechnet.“
Auch Alvermann und Sobek äußern sich
Jörg Alvermann: „Ein paar Tränchen habe ich schon verdrückt. Man hat es an den Reaktionen während der Veranstaltung gemerkt, es fühlte sich gut an. Deshalb sind wir optimistisch reingegangen. Als dann das positive Ergebnis mit dem recht deutlichen Votum kam, da kamen die Emotionen richtig raus.“
Ulf Sobek: „Ich liebe diesen Verein und ich fand es absolut großartig, das Vertrauen auch in dieser Höhe ausgesprochen zu bekommen. Das ist ein klarer Auftrag an uns.“
Neues Präsidium des 1. FC Köln gewählt: Team Stobbe setzt sich durch
Hendrik Broschart
Nach Wochen des Wahlkampfs, am Tag vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart, gibt es ein neues Präsidium beim 1. FC Köln: Das Team Stobbe gewinnt die Vorstands-Wahl.
Die Entscheidung ist gefallen, es gibt einen neuen Präsidenten beim 1. FC Köln: Das Team Stobbe gewinnt die Vorstands-Wahl bei den Geißböcken.
Das neue Vorstandsteam des 1. FC Köln: Jörn Stobbe, Jörg Alvermann und Ulf Sobek
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Noch nie zuvor in der langen Geschichte des Vereins traten drei Teams als Kandidaten für die Posten im Präsidium an. Dieser historische Anlass motivierte rund 6.000 Stimmberechtigte, sich heute in Köln-Müngersdorf zusammenzufinden – erwartet wurden 8.000. Vom Mitgliederrat wurden der Immobilienunternehmer Jörn Stobbe, der Rechtsanwalt Jörg Alvermann und der Sportwissenschaftler Ulf Sobek vorgeschlagen. Auch die Teams um den Unternehmer Wilke Stroman mit der ehemaligen FC-Spielerin Tugba Tekkal und den bis dato amtierenden Vizepräsidenten Carsten Wettich sowie um den Kommunalpolitiker Sven-Georg Adenauer mit Metzgermeister Martin Hollweck und Unternehmensberater Thorsten Kiesewetter hatten die notwendigen Unterschriften von Mitgliedern gesammelt, um zur Wahl zugelassen zu werden. Am Wahlabend dann fiel die Entscheidung schließlich zugunsten der Kandidaten Stobbe, Alvermann und Sobek aus.
Showdown im Wahlkampf um die Vorstandsposten
Alle Teams bekamen Vorab Gelegenheit, sich vor der Abstimmung final an die anwesenden Mitglieder zu wenden und mit einer letzten Präsentation auf Stimmenfang zu gehen. Sven-Georg Adenauer, gesäumt von Thorsten Kiesewetter und Martin Hollweck, machte den Anfang: “Diesem Verein gehört unser Herz und unser Gefühl”. Der 65-Jährige betonte dabei immer wieder auch seinen Großvater, Konrad Adenauer:„Ich heiße Adenauer. Dieser Name ist wie kein anderer mit der Geschichte unserer Stadt und unseres Landes verbunden. Ich trete aber nicht an, weil ich diesen Namen trage. Ich trete an, um Verantwortung zu übernehmen. Der FC braucht kein Weiter so, sondern Treue und Verlässlichkeit!“, und schloss mit einer Spitze gegen seine Kontrahenten: “Wir holen unser Mandat nicht aus Hinterzimmern, sondern von Euch!”.
Stehende Ovationen nach Auftritt von Stobbe, Alvermann und Sobek
Dann betraten Jörn Stobbe, Ulf Sobek und Jörg Alvermann die Bühne: „Mit eurer Stimme stellt ihr die Weichen für unsere Zukunft. Für uns gibt es ein klares Ja zu einem Mitglieder-geführten Verein und ein klares Nein zu Investoren”, eröffnete Spitzenkandidat Stobbe. Das ehemalige FC-Aufsichtsratsmitglied fügte hinzu: “Ich will mit meinem Wissen und Netzwerk Immobilienprojekte anpacken. Das Geißbockheim und das Stadion sind harte Nüsse, die sind nicht leicht zu knacken. Und ich mache seit 30 Jahren nichts anderes. Der FC braucht mein Wissen!”. Im Anschluss feuerte Jörg Alvermann gegen die in den vergangenen Wochen geäußerten Vorwürfe: Auf die Stimmen, das Team Stobbe sei investoren- bzw. kurvennah, antwortete er etwa: „Wer aus einer bloßen Wahlempfehlung ableitet, wir seien kurvennah, der hat gar nichts, aber auch wirklich rein gar nichts von der aktiven Fanszene verstanden.“
Tekkal: “Ich kandidiere, weil ich eine Frau bin, die für diesen Job qualifiziert ist”
Zuletzt traten Wilke Stroman, Tugba Tekkal und Carsten Wettich vor die Tribüne und sagten: „Nach 77 Jahren gehört endlich eine Frau in den Vorstand des FC. Wir sind ein Team von Mitgliedern für Mitglieder. Wir haben bereits 6.000 neue Mitglieder gewinnen können und möchten nun auch euer Vertrauen gewinnen.“ Tugba Tekkal ergänzte: „Ich kandidiere nicht, weil ich eine Frau bin. Ich kandidiere, weil ich eine Frau bin, die für diesen Job qualifiziert ist. Ich wäre stolz, wenn auch auf Vorstandsebene sichtbar wäre, was auf Vereinsebene bereits Realität ist.“ Stroman schloss den Beitrag des letzten Teams mit den Worten ab: „Wir stehen hier oben, weil ich weiß: Wir sind das richtige Vorstandsteam für den 1. FC Köln.“
Werner Wolf: “Haben Angst, dass uns die Veranstaltung entgleist”
50 Wortmeldungen der anwesenden Mitglieder sorgten unmittelbar vor der Wahl zum Teil für Unruhen unter den Anwesenden. Auf den Vorschlag der Sitzungsleitung hin, die Liste der Wortmeldungen beziehungsweise die Redezeit der Redenden zu kürzen, entgegnete eine Rednerin: “Ich möchte darum bitten, dass alle Rednerinnen und Redner die Chance bekommen, sich zu äußern. Demokratie ist nicht immer bequem, eine Mitgliederversammlung ist nicht immer bequem”, äußerte sie. Ein überlanger Beitrag von Roland Koch, Berater des Team Adenauer, veranlasste schließlich das Eingreifen von Werner Wolf: “Wir haben Angst, dass uns die Veranstaltung entgleitet. Wenn wir das Recht, sich zu äußern, entziehen, dann ist das Ergebnis anfechtbar. Deswegen bitte ich um Disziplin.” Der Vorsitzende des Mitgliedsrates, Fabian Schwab, ergänzte: “Ich möchte auch darum bitten, auf eine angemessene Wortwahl zu achten”. Nach den zum Teil scharfen Beiträgen hatten die Teams noch einmal die Chance, sich zu äußern.
So haben die FC-Mitglieder gewählt
Am Ende der Mitgliederversammlung stellten sich die Ergebnisse folgendermaßen dar: Gut 5700 Mitglieder haben ihre Stimme abgegeben Team Adenauer holte 9,86 Prozent der Stimmen, das Team um Wilke Stroman kam auf 25,18 Prozent und das neue Präsidentschafts-Team um Stobbe holte 64,97 Prozent und damit die benötigte absolute Mehrheit. „Ich danke euch für das Vertrauen für das Team FC“, sagte Stobbe im Anschluss.
So geht ein beispielslose Vorstandswahl zu Ende. Der neue Präsident der Geißböcke hört auf den Namen Jörn Stobbe und bildet zusammen mit Jörg Alvermann und Ulf Sobek für die kommenden drei Jahre das Präsidium.
Nach dem Denkzettel für den Vereinsvorstand um FC-Präsident Werner Wolf im vorangegangenen Jahr wurde die Entlastung bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des 1. FC Köln mit großer Spannung erwartet beim 1. FC Köln: Der Vorstand um Werner Wolf entlastet.
Vor Neuwahlen auf der Mitgliederversammlung beim 1. FC Köln: Vorstand um Werner Wolf entlastet.
Dr. Werner Wolf vom 1. FC Köln
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Auf der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr sorgte die Nicht-Entlastung des Vorstands um Präsident Werner Wolf für Aufsehen. In seiner Funktion als Vize des abtretenden Vorstands äußerte sich Carsten Wettich offen über das Misstrauensvotum aus dem Vorjahr: „Das hat mich und uns sehr getroffen. Wir haben entschieden, dass wir es besser machen und euer Vertrauen zurückerarbeiten wollen”. Nach der Nicht-Entlastung des Vorstands auf der Mitgliederversammlung 2024 herrschte dann heute Nachmittag Gewissheit: Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung entlasteten die anwesenden Mitglieder dem Vorstandsteam um Werner Wolf, Eckard Sauren und Carsten Wettich. Knapp 6.000 Anwesende griffen dazu zu den elektronischen Stimmgeräten und ermöglichten dem Vorstand einen versöhnlichen Abschied mitsamt dem ausgesprochenen Vertrauen der anwesenden Mitglieder. Dabei erzielten Wolf und Sauren mehr als 77 beziehungsweise 79 Prozent der Stimmen, Wettich kam auf knapp 61 Prozent.
Mitgliederrat-Vorsitzender Schwab: Zusammenarbeit lief „schwierig, schleppend und wenig konstruktiv“
Die Risse zwischen dem Mitgliederrat und dem Vorstand wurden im Vorfeld der Abstimmung dennoch noch einmal besonders deutlich: Fabian Schwab, der stellvertretend für das Kontrollgremium des Vereins sprach, teilte mit: „Der Vorstand hat uns den Jahresbericht nicht vorgelegt. Daher können wir keine Stellungnahme dazu abgeben.“ Der Vorsitzende des Mitgliederrates fügte hinzu: „Damit können wir unserer satzungsgemäßen Aufgabe nicht nachkommen. Ich muss aber sagen, dass es damit nur bedingt ein Jahres- und Rechenschaftsbericht war.“ Schwab fasste die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Gremium als „schwierig, schleppend und wenig konstruktiv“ zusammen und rügte den Vorstand für dessen vorangegangene Stellungnahmen.
Konsequenzen für die Vorstandswahlen: Nachteil für Stroman, Tekkal und Wettich
Die ausbleibende Entlastung hätte als extremes Misstrauensvotum auch die Wahlen des neuen Vorstandes beeinflusst. Denn durch die besondere Konstellation, dass der in diesem Jahr erneut angetretene Kandidat Carsten Wettich gleichzeitig auch Teil des scheidenden Vorstandstrios ist, hätte das Team um Unternehmer Wilke Stroman einen eindeutigen Nachteil. Das Votum im Zusammenhang mit der doppelten Verstrickung der Personalie Wettich hätte demnach eine enorme Signalwirkung verursacht mit empfindlicher Signalwirkung für die wegweisende Wahl. Auch der Mitgliederrat wurde mit 69 Prozent entlastet.
Werner Wolf verabschiedet sich unter Standing Ovations
Der ausgebliebene Vertrauensentzug der Mitglieder fügte sich dem emotionsgeladenen Abschied des Präsidenten a.D. Dr. Werner Wolf an. So fand Wolf zum Ende seines Redebeitrags bewegende Worte: „Die vergangenen sechs Jahre waren die intensivsten und prägendsten Zeiten meines Lebens. Ich wollte dem Verein etwas zurückgeben. Heute gebe ich mein Amt demütig und dankbar zurück.“ Abschließend verabschiedete sich Wolf unter Applaus mit den Worten: „Ab jetzt bin ich einfach nur noch Fan. Vielen Dank für unvergessliche sechs Jahre“.
Vorstandswahl beim 1. FC Köln: Der große Kandidaten-Check im Überblick
Simon Bartsch
Am morgigen Samstag steht die wichtige Wahl bei den Geißböcken auf dem Plan. Die FC-Mitglieder wählen den neuen Vorstand. Um bei der Wahlentscheidung zu helfen, hat come-on-fc.com mit den Präsidentschaftskandidaten gesprochen. Vorstandswahl beim 1. FC Köln: Der Kandidaten-Check.
Am 27. September wird das neue Präsidium bei den Geißböcken gewählt. Und schon jetzt ist klar, dass es einige Veränderungen gibt. Erstmals sind drei Teams dabei, die sich um die Posten bewerben. In einigen Punkten ticken die Kandidaten gleich, in anderen gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Auch come-on-fc.com will bei der Wahlentscheidung helfen. Die Vorstandswahl beim 1. FC Köln: Der Kandidaten-Check in aller Kürze.
Jörn Stobbe, Wilke Stroman und Sven-Georg Adenauer
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Ganz gleich, welches Team am Samstag die Wahl gewinnt und der neue Vorstand des 1. FC Köln wird, mit dem Wechsel im Präsidium wird sich einiges ändern. Die Teams sprachen mit come-on-fc.com im Vorfeld der Wahl über die entscheidenden Themen und ihre Einstellung dazu. Hier findet ihr den Überblick zu den wichtigsten Fragen.
Wie geht es mit dem Geißbockheim weiter?
Das sagen die Kandidaten Sven-Georg Adenauer, Jörn Stobbe und Wilke Stroman zum Thema Ausbau des Geißbockheims.