Zwölf Gegentore in vier Spielen: Wird die Defensive zur Baustelle des 1. FC Köln?

Bittere Pleite für den 1. FC Köln in Dortmund
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Zwölf Gegentore in vier Spielen: Wird die Defensive zur Baustelle des 1. FC Köln?

Vier der vergangenen fünf Spiele hat der FC hergegeben. Das hängt wohl auch mit der löchrigen Defensive zusammen. Denn gerade in der Abwehrreihe offenbaren die Geißböcke aktuell große Lücken. Wird die Defensive zur Schwachstelle des 1. FC Köln?

Für den FC lief es in der Abwehr zuletzt nicht wirklich rund. Nicht nur die vielen kassierten Gegentore, sondern auch die Ausfälle bereiten den Geißböcken Probleme: Wird die Defensive zur Schwachstelle des 1. FC Köln?

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Mit den Einwechslungen von Said El Mala, Luca Waldschmidt und Marius Bülter veränderte Lukas Kwasniok am vergangenen Samstag noch einmal nachhaltig die Spieldynamik und brachte mit den frischen Kräften noch einmal Schwung in eine Begegnung, die eigentlich schon ziemlich gelaufen war. „Als wir nichts mehr zu verlieren hatten, hatten wir heute eine tolle Bank, die unabhängig vom Spielstand den Menschen zeigen will, dass es sich lohnt, ins Stadion zu kommen“, sagte Kwasniok. Dass die Kölner zu diesem Zeitpunkt nichts mehr zu verlieren hatten, lag wohl auch daran, dass sich die Geißböcke innerhalb weniger Minuten gleich zwei Doppelschläge fingen. Einmal unmittelbar vor der Halbzeit, dann unmittelbar nach dem Seitenwechsel.

Acht Gegentore in den vergangenen drei Spielen

Ähnlich wie auch schon am Spieltag zuvor gegen Gladbach, als es ebenfalls zwei Gegentreffer innerhalb weniger Minuten gab. Zwar verlor der FC das Rheinische Derby auch aufgrund der beiden zumindest diskutablen Elfmeter, doch die Defensive zeigte sich gegen die Borussia ebenfalls nicht stabil. Und das scheint sich ein wenig einzuschleichen. In den vergangenen vier Pflichtspielen fingen sich die Kölner gleich zwölf Gegentreffer – im Schnitt drei pro Spiel. Wenn auch mit Frankfurt und Bayern zwei Champions-League-Teilnehmer dabei waren. In der Liga haben die Kölner mittlerweile 19 Gegentreffer auf dem Konto. Kein alarmierender Wert, immerhin stehen gleich sieben Mannschaften schlechter da und Mainz gleichauf. Nach dem achten Spieltag waren es mit Bayern, Dortmund, Stuttgart und Leipzig aber nur vier Top-Teams, die seltener die Kugel aus dem Netz holen mussten.

Oder andersrum: An den vergangenen drei Spieltagen musste nur Heidenheims Keeper Diant Ramaj noch öfter hinter sich greifen. Und fünf dieser acht Gegentore fielen aus dem Spiel heraus. Genau in dieser Statistik gehörte der FC lange zu den Top-Teams der Liga. Nur die Bayern hatten weniger Treffer eingeschenkt bekommen. Und da die Kölner vor allem nach Standards Tore „gefressen“ haben, wiegt die Entwicklung gerade noch ein wenig stärker. Das dürfte sicher auch mit dem Ausfall von Timo Hübers zusammenhängen, der bis dahin die Abwehr zusammengehalten hat. Aber eben nicht nur. Denn auch schon vor dem Ausfall des Abwehrchefs waren die Kölner nicht immer sattelfest. Dazu passt auch, dass die gegnerischen xGoals-Werte nach wie vor nur minimal von den tatsächlichen Toren abweichen.

Zumal die jüngsten Tore dann auch auf individuelle Unzulänglichkeiten zurückzuführen waren. Gerade Kristoffer Lund erwischte in den Begegnungen gegen Gladbach und Frankfurt nicht seine besten Tage. War an insgesamt fünf Toren mindestens nicht unschuldig. Auch Sebastian Sebulonsen glänzte zuletzt weniger als noch zu Beginn der Spielzeit. So wirklich scheint FC-Trainer Lukas Kwasniok scheint seine Defensivreihe noch nicht gefunden zu haben. Der Coach rotiert auch im Abwehrverbund wild hin und her. Sogar vermeintlich positionsfremde Spieler durften oder mussten schon ran.

Immerhin geht es am Samstag gegen eine Mannschaft, die in dieser Spielzeit nicht wirklich mit der ganz großen Torgefahr aufwartet. Nur vier Mannschaften haben einen schlechteren xGoals-Wert, sechs weniger Tore geschossen. Doch darauf kann sich der FC aktuell nicht so wirklich verlassen. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass der FC in der hintersten Kette sich dann doch noch ein wenig verbessern muss. Und wahrscheinlich mit externen Hilfen.

Auslaufende Verträge, zwei Sorgenkinder und Talente – Wird das Luxusproblem zur Baustelle beim 1. FC Köln?

Talent vs Routinier: Elias Bakatukanda und Timo Hübers
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Auslaufende Verträge, zwei Sorgenkinder und Talente – Wird das Luxusproblem zur Baustelle beim 1. FC Köln?

Mit Rav van den Berg und Cenk Özkacar hat sich der FC in der Innenverteidigung nochmal verstärkt. Im kommenden Sommer sollen Elias Bakatukanda und Julian Pauli zurückkehren. Insgesamt stehen aktuell neun zentrale Abwehrspieler auf der Liste des 1. FC Köln: Wird die Innenverteidigung zur Problemstelle?

Aktuell sorgen vor allem Joel Schmied und Timo Hübers für Stabilität in der Abwehr der Geißböcke. Zuletzt lief auch Dominique Heintz wieder auf. Und doch könnte das Gesicht der Hintermannschaft in der kommenden Spielzeit ein neues werden beim 1. FC Köln: Wird die Innenverteidigung zur Problemstelle?

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Eigentlich hätte für Julian Pauli am Dienstagabend ein Highlight auf dem Programm stehen können. Eigentlich, denn der Innenverteidiger hat sich eine muskuläre Verletzung zugezogen und wird daher nicht für die deutsche U21 zum Einsatz kommen. Der Innenverteidiger war in der vergangenen Woche für den deutschen Nachwuchs nachnominiert worden, musste dann aber noch vor dem ersten Einsatz am Freitag schon wieder abreisen. Dass das Debüt aber nur aufgeschoben und nicht aufgehoben ist, ist sehr wahrscheinlich. Denn Pauli gilt als besonders großes Abwehrtalent. Als ein Talent, auf das man bei den Geißböcken sehr große Stücke hält. Aktuell an Dresden ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln, ist der gebürtige Londoner ein Puzzleteil der Kölner Zukunft.

Neun Innenverteidiger auf der Liste

Und er ist nicht der einzige. Auch Elias Bakatukanda sagt man eine Karriere als Bundesliga-Profi voraus. Der Abwehrspieler ist weiterhin bei Blau-Weiß Linz im Einsatz, soll aber ebenfalls nächste Saison nach Köln zurückkehren. Und spätestens dann tut sich bei den Geißböcken ein Luxusproblem auf. Denn mit den beiden Leihspielern stehen erstaunlich viele Innenverteidiger beim FC unter Vertrag. Die Routiniers Timo Hübers, Dominique Heintz, Joel Schmied und auch Luca Kilian, dazu die Neuzugänge Cenk Özkacar und Rav van den Berg. Auch Neo Telle ist ein Abwehrspieler, den man beim FC eigentlich gerne behalten würde. Neun Innenverteidiger, die sich in der kommenden Spielzeit um zwei bis drei Stammplätze streiten dürften. Diese Variante erscheint dann doch sehr unwahrscheinlich.

Viel eher bahnt sich wohl ein Umbruch an. Zwar sind Pauli und Bakatukanda in einem Alter, in dem eine weitere Leihe durchaus Sinn machen könnte. Ob die Spieler das aber auf Dauer wollen, ist eher fraglich. Van den Berg dürfte die mittelfristige Zukunft beim FC gehören. Joel Schmied macht sich immer wichtiger. Die Verträge der beiden Abwehrspieler laufen bis 2030 beziehungsweise 2029. Spannender dürfte die Konstellation der beiden Routiniers werden. Denn sowohl bei Hübers als auch bei Heintz laufen die Verträge aus. Der ehemalige Kölner Kapitän hatte schon im vergangenen Sommer angedeutet, dass er sich irgendwann mal Fußball im Ausland vorstellen könne. Einen genauen Zeitplan nannte er nicht, Angebote sollen aber schon vorgelegen haben. Doch beim FC ist man eigentlich von dem Abwehrspieler überzeugt.

Wie geht es weiter mit Neo Telle?

Und lässt man Hübers wirklich ablösefrei ziehen? Viel liegt wohl am Spieler. Heintz hatte zuletzt im Interview mit come-on-fc.com angedeutet, dass er sich seine Zukunft auch weiterhin in Köln vorstellen könne. Ob und wie sich der Verein eine Fortführung des Kontrakts vorstellt, ist indes unklar. Auch drei weitere Verträge laufen im Sommer aus. Özkacar ist ausgeliehen. Es gibt eine Kaufoption, doch bislang kommt der Türke noch nicht wie erhofft zu recht. Die beiden Sorgenkinder dürften wiederum Kilian und Telle sein. Kilian kämpft sich nach seinem dritten Kreuzbandriss wieder ran, die Vertragssituation ist ungeklärt, Eigenwerbung kann der Abwehrspieler zurzeit nicht betreiben. Mit Telle wollen die Kölner eigentlich verlängern und den Spieler verleihen. Doch eine Einigung ist noch nicht erzielt.

Die drohende Konkurrenz in der kommenden Saison könnte ein Grund sein. So oder so deuten die Zeichen auf Umbruch bei den Geißböcken.