Keine große Überraschung: Ragnar Ache erzielt das Top-Tor der Saison

Ragnar Ache trifft zur Kölner Führung
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Keine große Überraschung: Ragnar Ache erzielt das Top-Tor der Saison

Es ist wohl keine große Überraschung, doch das kann die Ehrung nicht schmälern für den Stürmer des 1. FC Köln: Ragnar Ache erzielt das Top-Tor der Saison. Das gab die DFL am Montag bekannt. Der Kölner hatte per Fallrückzieher gegen die TSG Hoffenheim gestroffen.

Die Ehrung selbst ist offenbar schon ein paar Tage her. Denn der Torschütze bekommt die Auszeichnung von Said El Mala am Geißbockheim überreicht, die beiden Spieler ackern aber gerade in Kitzbühel im Trainingslager der Geißböcke. Dennoch ist die Freude bei Ache natürlich groß.

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Das Gesicht, die Geste von Cenk Özkacar ist genauso unvergessen wie das Tor selbst. Der Ex-Kölner riss die Hände vor die weit geöffneten Augen, trauten jenen wohl gerade nicht wo wirklich. Denn Ache hatte gegen die TSG Hoffenheim zum Flug angesetzt und per Fallrückzieher gegen die Sinsheimer getroffen. Es war der perfekte Fallrückzieher, das perfekte Tor und schon nach dem Spiel gratulierte der damalige Coach Lukas Kwasniok zum Tor des Jahres. Das wird bekanntlich bei der Sportschau gewählt und die Wahl findet immer am Ende des Kalenderjahrs statt. Doch das Top-Tor der Saison hat der Stürmer erzielt. Diesen Titel vergibt die DFL höchst persönlich und Ragnar Ache hat den Preis erhalten. Die Trophäe gab es eben von Said El Mala, der den Ball mustergültig auf Ache gespielt hatte. „Nur wegen deiner Flanke, Bruder!“, sagt der Torschütze daher auch im dazu veröffentlichten Insta-Video.

Erst zwei Mal Tor des Jahres

„Mein Körper hat sich gefühlt selbst bewegt. Geht der rein, sieht es top aus. Geht er daneben, dann lacht das ganze Stadion. Das ist immer so ein 50:50-Ding. Man hat so einen Tag oder man hat so einen Tag nicht“, sagte der Stürmer damals. „Mein Körper hat einfach reagiert. Ich habe es auch ein, zweimal jetzt gesehen, aber ich kann es selber noch nicht so glauben, also momentan nicht.“ Und die Wahl zum Tor des Jahres steht noch an. Als Monatssieger Februar hat Ache die Nominierung für die Wahl bereits in der Tasche. Damals setzte sich der Angreifer bei der Sportschau mit beeindruckenden 71 Prozent durch, dürfte also gute Karten für die Jahreswahl haben. Ache reiht sich damit als 38. Akteur in eine lange Riege von Titelträgern des 1. FC Köln ein. Das Tor des Jahres haben erst zwei Kölner erzielt. Pierre Littbarski traf 1985 gegen Werder Bremen ein Tor des Jahres, das von Marcel Risse gegen Borussia Mönchengladbach 2016 ist unvergessen.


„Der König der Lüfte“ entscheidet für Lukas Kwasniok schon jetzt die Wahl zum Tor des Jahres

Ragnar Ache erzielt das Tor des Spieltags.
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„Der König der Lüfte“ entscheidet für Lukas Kwasniok schon jetzt die Wahl zum Tor des Jahres

Mit seinem sagenhaften Fallrückzieher eröffnet Ragnar Ache das Spiel gegen Hoffenheim und ebnet dem FC den Weg zum Punktgewinn. Bei Fans, aber auch Mitspielern und Trainer sorgte der Stürmer für mächtiges Staunen für den 1. FC Köln: Ragnar Ache bewirbt sich für das Tor des Jahres.

Sein Tor sorgte bei den Fans des FC für Staunen – offenbar auch bei den Mitspielern. Ragnar Ache sorgte mit einem Fallrückzieher für die Kölner Führung.

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Cenk Özkacar riss fast schon entgeistert die Hände vors Gesicht, konnte die Szene ganz offensichtlich nicht glauben. Sie war aber auch einmalig. Eric Martel hatte den Treffer schon mit einem starken Abtropfer eingeleitet, Said El Mala schlug so etwas wie eine perfekte Flanke und Ragnar Ache stieg zum Fallrückzieher hoch. Perfekt senkte sich der Ball Richtung langer Giebel. „Ich habe da gar nicht groß nachgedacht. Irgendwie hat sich mein Körper gefühlt von selbst bewegt“, sagte der Torschütze. „Es sieht natürlich gut aus, wenn der rein geht. Geht er vorbei, lachen sich alle im Stadion kaputt.“ Das Risiko war Ache eingegangen und das Risiko hatte sich dann auch ausgezahlt. Mit seinem Traumtor brachte der Stürmer die Kölner in Führung.

„Unter der Woche kann er sich kaum bewegen“

Ein Tor, das in den kommenden Wochen sicherlich noch öfter gezeigt wird. Und ein Tor, das zu Staunen und auch zur „Sorge“ bei den eigenen Mitspielern führte. „Unter der Woche kann er sich kaum bewegen und dann haut er so ein Ding raus“, sagte Joel Schmied mit einem breiten Lächeln. „Das war der Wahnsinn.“ Das sah auch der Kölner Coach so und freute sich über die Äußerung seines Innenverteidigers. „Der Joel ist ein astreiner Zeitgenosse, der einen sehr guten Humor hat“, sagte der 44-Jährige. „Ich würde das unterstreichen in Bezug auf die erste Phase der Saison. Dass er so in der Luft lag, hängt einfach damit zusammen, dass er seit Wochen oder seit Monaten extrem hart arbeitet. Für mich ist es ein tolles Zeichen, wenn ein Spieler in der 80. zeigt, dass nichts mehr geht.“

Kwasniok gab zu, dass er dem Stürmer diese Art des Toreschießens nicht beibringen könne. „Aber sich aufopfern, physisch dahinzubringen, dafür sind wir da“, sagte Kwasniok. „Es freut mich für ihn, weil er einen ganz ganz harten Weg diese Saison genommen hat und er ist aus dieser Mannschaft zurzeit nicht wegzudenken.“ Für Tom Krauß tat sich noch eine ganz andere Überlegung auf: „Erst haben wir kurz gedacht, seine Schulter ist wieder draußen“, so der Mittelfeldspieler. Das war nicht der Fall. Ache schaute sich kurz um und der Jubelsturm begann. „Ich habe es jetzt auch ein, zweimal gesehen, aber ich kann es selber noch nicht so glauben, also momentan nicht“, sagte der Angreifer. Genauso wenig wie Cenk Özkacar offensichtlich. „Seine Reaktion habe ich auch schon gesehen“, erklärte Ache lachend. „Da muss ich mir unbedingt einen Sticker von machen“.

Dass es der Angreifer mit dem Treffer in die Auswahl des „Tor des Monats“ schaffen dürfte, steht wohl außer Frage. Für Lukas Kwasniok ist das nicht genug. Der Kölner Coach ist sich sicher, dass es bei der Wahl zum Tor des Jahres hinter seinem „König der Lüfte“ nur noch um Platz zwei gehe. „All Credits to You, Raggie“, sagte Kwasniok – zu recht.