Nach Doppel-Pleite: Nur wenige Spieler können sich beim 1. FC Köln „für mehr empfehlen“

Lukas Kwasniok wirkt beim Cologne Cup enttäuscht
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Nach Doppel-Pleite: Nur wenige Spieler können sich beim 1. FC Köln „für mehr empfehlen“

Mit zwei Niederlagen in zwei Spielen verlief das Benefiz-Turnier alles andere als optimal für den FC. Trotzdem konnten gegen die Viktoria und Fortuna zumindest ein paar Profis Pluspunkte im Kampf um einen Platz in der Mannschaft des 1. FC Köln sammeln: Nur wenige Spieler bieten sich beim Cologne Cup an.

Es war ein bitterer Abend für den FC im Südstadion von Fortuna Köln. Beide Partien gegen die Stadtrivalen gingen mit 1:2 verloren. Aber immerhin ein paar kleine Lichtblicke gab es beim 1. FC Köln: Nur wenige Spieler bieten sich beim Cologne Cup an.

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Es war ein bisschen sinnbildlich für den bitteren FC-Abend, was sich auf dem Rasen des Südstadions kurz nach Abpfiff der letzten Partie abspielte. Die Kölner Profis und Betreuer standen sichtlich bedient vor ihrer Auswechselbank, während auf der anderen Seite des Platzes gefeiert wurde. Dort nahm nämlich Fortuna Köln, die sowohl die Geißböcke als auch die Viktoria mit 2:1 beziehungsweise 1:0 besiegt hatten, den Pokal für den Sieg im Cologne Cup entgegen. Während der Regionalligist sich also freuen durfte, konnten die Geißböcke nur zuschauen. Zu recht nach zwei insgesamt enttäuschenden Leistungen inklusive zweier Niederlagen gegen den Viert- und den Drittligisten.

Licht und Schatten bei den Spielern

Trotzdem wollte Lukas Kwasniok seiner Mannschaft den Einsatz nicht absprechen – zumindest größtenteils. „Die Haltung war absolut in Ordnung. Damit war ich schon einverstanden. Ich fand, dass der ein oder andere eigentlich eine ganz ordentliche Leistung gezeigt hat. Zwei, drei Jungs nicht ganz so“, so der Coach. Mit Letzterem könnte der Trainer zum Beispiel Jusuf Gazibegovic meinen. Der Rechtsverteidiger durfte im ersten Spiel gegen die Viktoria starten, blieb dabei aber blass und konnte kaum Akzente setzen. So konnte der 25-Jährige, der in dieser Saison bisher kaum auf Spielzeit kam, sich nicht für mehr empfehlen.

Dabei war es genau das, was Kwasniok im Vorfeld vor allem von den Spielern gefordert hatte, die sich in der bisherigen Saison noch nicht so sehr in den Vordergrund spielen konnten. Und das hatte der Trainer trotzdem bei einigen Spielern erkannt: „Manche sind gewillt, an dem Ist-Zustand etwas zu verändern und auf mehr Einsatzzeit von Beginn an zu kommen.“ So machte etwa Ragnar Ache, obwohl er gerade gegen die Viktoria einige Chancen vergab, mit zwei Treffern auf sich aufmerksam. Damit fiel der Angreifer auch seinem Trainer positiv auf. Neben ihm hob der Coach außerdem einen Routinier hervor. „Heintzi hat jetzt ein Spiel von Beginn an gemacht und heute wieder ein gutes Spiel gemacht,“ so der Coach. Für den Innenverteidiger könnte sich die Beharrlichkeit, die er trotz zu Saisonbeginn fehlender Einsatzzeit immer – auch im Test gegen die Fortuna – an den Tag legt, in Zukunft auszahlen.

„Keine Überleistung dabei“

Das gilt eventuell auch für zwei Mittelfeldakteure. „Sowohl Tom Krauß als auch Denis Huseinbasic haben im Mittefeld Gas gegeben“, meinte Kwasniok. So legte etwa Krauß Ache mit einem schönen langen Ball das Tor im ersten FC-Spiel des Abends auf. Huseinbasic wiederum zeigte sich in seiner Zeit aktiv und kam selber zu einigen Abschlüssen, auch wenn diese nicht sonderlich gefährlich waren. Ebenfalls auf sich aufmerksam machen konnte auf der linken Seite Alessio Castro-Montes. Der Schienenspieler hatte gegen die Viktoria ein paar gute Aktionen, bei denen er ordentlich Tempo ins Spiel brachte. Etwa bei seinem Abschluss kurz vor Schluss, bei dem der Belgier den Ball eroberte, in Richtung Strafraum dribbelte, dann jedoch zu unplatziert abzog. Aber auch bei diesen wenigen Spielern, die sich anbieten konnten, war für Kwasniok niemand herausragend: „Es war keine Überleistung dabei.“

Das lässt sich ebenfalls über die Talente sagen, denen der Coach eine Chance gab. So kamen aus dem Kölner Nachwuchs Maik Afri Akumu, Etienne Borie, Luc Dabrowski und Yannick Mausehund zum Einsatz, konnten jedoch nicht groß auf sich aufmerksam machen. Borie verursachte unglücklich gegen die Fortuna den Elfer zum Ausgleich, während Mausehund beim 1:0 der Viktoria schwach aussah und den Ball entscheidend abfälschte. Trotzdem hatte der Coach gerade für Letzteren auch einige positive Worte übrig. „Yannick ist es glaube ich nicht gewohnt, in der Dreierkette zu spielen. Dafür bringt er sehr viele Dinge mit.“ Trotzdem muss der 19-Jährige wie seine Kollegen aus dem Nachwuchs wohl erst noch ein paar Schritte machen, bis er wirklich bei der ersten Mannschaft Fuß fassen kann.

Alessio Castro-Montes gibt sein FC-Debüt – „Ich glaube, wir werden Freude mit ihm haben“

Alessio Castro-Montes hat sein Debüt beim 1. FC Köln gegeben
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Alessio Castro-Montes gibt sein FC-Debüt – „Ich glaube, wir werden Freude mit ihm haben“

14 Spieler standen Lukas Kwasniok für das Spiel gegen Schwarz-Weiß Essen zur Verfügung. Die Qual der Wahl hatte der Coach jedenfalls nicht. Auch deswegen spielte ein Neuzugang 90 Minuten. Alessio Castro-Montes gibt sein Debüt beim 1. FC Köln.


Nach gerade einmal zwei Tagen bei den Geißböcken musste der Kölner Neuzugang bereits 90 Minuten gegen Schwarz-Weiß Essen ran. Beim Testspiel gab der Schienenspieler einen ersten Eindruck ab. Alessio Castro-Montes gibt sein Debüt beim 1. FC Köln.

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Die große Show gelang zweifellos Luca Waldschmidt. Der Offensivspieler arbeitete im Testspiel bei Schwarz-Weiß Essen seinen Frust mit fünf Toren ab. „Luca hat auf sich aufmerksam gemacht. Wir werden jeden Spieler brauchen“, sagte Lukas Kwasniok zufrieden. „Es gibt nur eine Sprache im Fußball: Handeln.“ Und der Offensivspieler hatte beim 9:1-Erfolg gehandelt, eine eindrucksvolle Duftmarke hinterlassen. Der Fokus lag aber sicher auch auf einem anderen Spieler: Alessio Castro-Montes gab sein Debüt für die Geißböcke. Den Belgier hatte der FC erst am Montag unter Vertrag genommen. Zwei Tage später stand der Schienenspieler erstmals für die Kölner auf dem Platz und fügte sich umgehend mit der Vorarbeit zum 1:0 ein. „Wir mussten eine hohe Intensität aufbringen, um das erste Tor zu schießen“, sagte der Assistgeber. „Nach dem Treffer war es dann einfacher.“

„Da sind wir happy“

Für den Kölner Trainer wird es auch darum gegangen sein, den Spieler erstmals im Einsatz zu sehen. „Er hat schon länger keine 90 Minuten mehr in den Beinen hatte“, sagte der Coach. Die musste der Belgier nun gehen. Und das nicht nur wie zu Beginn auf der rechten Seite. „Er ist ein Spieler, der über beide Seiten gehen kann. Wir haben ihn dann nach 60 Minuten auf die linke Seite geholt, weil er dann noch mehr nach innen agieren und mit beiden Füßen auflösen kann.“ Gegen den Fünftligisten gelang dem Belgier viel, allerdings noch nicht alles. Castro-Montes machte ein ordentliches Spiel, nicht mehr und nicht weniger. Das aber gegen einen Gegner, der nahezu über 90 Minuten mit dem Auftritt des FC überfordert war. Wirklich aussagekräftig war das Testspiel nicht.

Das sah wohl auch Kwasniok so, der sich noch nicht so recht auf eine Einordnung des Spiels festlegen wollte. Die Leistung des Neuzugangs gab immerhin einen ersten Aufschluss über eine mögliche Entwicklung des Schienenspielers. „Ich glaube, wir werden Freude mit ihm haben“, ahnt der Coach. Auch, weil der Neuzugang neue Variabilität ins Spiel bringt. „Die physische Komponente haben wir mit Lund, Sebulonsen und Gazibegovic, jetzt kommt ein anderer Spielertyp – da sind wir happy“, so Kwasniok über den 28-Jährigen, den er auch als potenzieller Achter sieht. Für den Schienenspieler stehen erst einmal andere Dinge im Fokus. „Ich habe noch keine Wohnung gefunden. Wenn also jemand etwas hat“, sagte der Schienenspieler mit einem Schmunzeln. „Im Moment bin ich im Hotel. Zum Glück ist meine Frau dabei, die das ein wenig managt.“