Verwirrung um Kölner Wunschspieler: Scouts Ja, Gespräche Nein? Mehrere Interessenten für Chido Obi

Chido Obi soll das Kölner Interesse geweckt haben
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Verwirrung um Kölner Wunschspieler: Scouts Ja, Gespräche Nein? Mehrere Interessenten für Chido Obi

Der Name Chido Obi sorgte in den vergangenen Tagen im Umfeld des FC für ein wenig Wirbel. Der 18-Jährige gilt als großes Talent, könnte bei den Kölnern Spielpraxis sammeln und angeblich hat es bereits Gespräche gegeben. Doch ganz so nah ist ein Deal dann noch nicht für den 1. FC Köln: Ein Transfer von Chido Obi scheint ferner als gedacht.

Mit der Verpflichtung von Luka Lochoshvili hat der Transfersommer für den FC auch in Sachen neue Spieler endlich begonnen. Nachdem acht Spieler die Geißböcke verlassen haben, wurde das gefühlt auch Zeit. Selbst wenn das Transferfenster noch knapp zwei Monate geöffnet hat. Ein weiterer schneller Transfer war am Freitagabend noch nicht in Sicht. Tatsächlich scheint ein Gerücht ein wenig an Fahrt verloren zu haben. Die Gespräche zwischen dem FC und Manchester United über Chido Obi sollen laut einem Medienbericht gar nicht so konkret gewesen sein, wie in der vergangenen Woche noch kolportiert.

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Der renommierte englische Journalist Pete O‘Rourke hatte in der vergangenen Woche den Namen des „Wunderkinds“ in den Ring geworfen. Der Transfer-Experte berichtete von konkreten Gesprächen zwischen dem FC und den Red Devils. Dabei soll es um eine Leihe des Stürmers gegangen sein. Der 18-Jährige weist ein für sein Alter erstaunliches Potenzial auf, gilt schon seit vielen Jahren als eins der größten dänischen Talente. Bereits im Juniorenbereich bei Arsenal überragte der Angreifer mit Toren, traf alleine in einem Spiel gegen Liverpool zehn Mal. Beim FC wäre der Angreifer wohl auch kein direkter Backup für Ragnar Ache. Aktuell ist Obi mehr Instinkt- als Zielstürmer. Dennoch ist der Abschluss beeindruckend. Der Youngster würde dem FC wohl gut zu Gesicht stehen. Würde, denn glaubt man der renommierten dänischen Zeitung bold.dk ist der FC dann doch gar nicht so nah an einer Leihe wie zuvor kolportiert.

Laut bold.dk noch keine Gespräche

Demnach sei noch nicht mal gesagt, ob ManU den Spieler überhaupt verleihen wird. Das sei zwar wahrscheinlich, aber noch nicht sicher. Laut bold.dk hänge die Entscheidung von dem richtigen Zielverein und der möglichen Vorbereitung ab. Es kann also durchaus sein, dass sich der Spieler dort noch einmal aufdrängen kann. Und das Medium geht sogar noch weiter in Bezug auf den FC. Demnach hätten die Kölner zwar Scouts nach England geschickt, um den Spieler zu beobachten, einen Dialog habe es zwischen den Vereinen aber noch nicht, sogar „nie“ gegeben. Interessenten soll es eine ganze Menge geben, „aber zum jetzigen Zeitpunkt hat sich noch nichts Konkretes daraus entwickelt“, heißt es in dem Artikel. Die Aussagen sind also sehr widersprüchlich. Dass der FC aber grundsätzlich interessiert ist, steht wohl außer Frage.

Wenn überhaupt wäre nur eine Leihe ein Konstrukt. Das Muster kennt der 1. FC Köln natürlich bereits. Mit Jahmai Simpson-Pusey hat Thomas Kessler bewiesen, dass Leihkonstrukte mit Kaufoption funktionieren können — wirtschaftlich wie sportlich. Simpson-Pusey kam, überzeugte, wurde fest verpflichtet. Der Transfer gilt intern längst als Erfolg. Bei Chido Obi könnte Kessler auf eine ähnliche Konstruktion setzen. Eine feste Verpflichtung ist keine Option — Manchester United wird den Angreifer, dessen Marktwert auf fünf Millionen Euro taxiert wird, allenfalls auf Leihbasis ziehen lassen.


Die Verpflichtung von Chido Obi würde nur unter einem Aspekt Sinn machen

Chido Obi im Spiel gegen Fulham
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Die Verpflichtung von Chido Obi würde nur unter einem Aspekt Sinn machen

Chido Obi gilt als eins der spannendsten Talente in Europa. Und der 18-Jährige steht nun im Fokus der Geißböcke. Ob er sportlich direkt überzeugt, ist offen. Und es gibt noch einen weiteren wichtigen Faktor für den 1. FC Köln: Warum Chido Obi nur mit Kaufoption Sinn ergibt.

Der Name Chido Obi sorgt aktuell im FC-Kosmos für mächtig Wirbel. Kein Wunder, der 18-Jährige gilt europaweit als großes Offensiv-Talent. Die Erwartungshaltung ist überraschend groß, obwohl es noch keine konkrete Tendenz über eine Verpflichtung gibt. Rein sportlich wäre die Verpflichtung unter der Kategorie „spannend“ einzuordnen. Dabei macht ein Transfer eigentlich nur unter einer Bedingung Sinn.

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Dass Chido Obi ein großes Talent ist, hat der junge Stürmer gerade im Nachwuchs immer wieder unter Beweis gestellt. Ob er aber bei einer Verpflichtung in der Bundesliga direkt Fuß fassen kann, ist offen. Die Kölner würden einmal mehr ein gewisses Risiko bei dem Transfer eines Talents eingehen. Der Plan, junge Spieler zu leihen, um ihnen Spielpraxis zu ermöglichen, kann aufgehen. Etwa so wie bei Jahmai Simpson-Pusey, der bekanntlich zuvor bei Celtic Glasgow nicht gespielt hatte. Das Beispiel Felipe Chávez zeigt aber, dass es sich nicht immer gut ausgeht. Der Mittelfeldspieler geht zu den Bayern zurück, ohne in Köln eine ernsthafte Duftmarke gesetzt zu haben. Simpson-Pusey wurde allerdings fest verpflichtet und entwickelt sich damit zu einer echten Investition für die Geißböcke. Mittelfristig wird der Innenverteidiger wohl seinen Weg wieder nach England suchen und den Kölnern dann ein hübsches Sümmchen in die Kassen spülen. So zumindest der wirtschaftliche Plan hinter dem Transfer.

Ein nicht unwesentlicher Störfaktor

Der Plan wird bei Chido Obi natürlich nun der gleiche sein. Der junge Däne wird verpflichtet, im Idealfall entwickelt sich der Angreifer so positiv, dass er seinen Marktwert ordentlich steigert und mittelfristig dann für mehr Geld wieder verkauft wird. Nur gibt es bei der Rechnung einen kleinen, aber nicht unwesentlichen Störfaktor. Es spielen bei der Planung noch andere Parteien mit und die wollen natürlich auch ihren größten Nutzen verfolgen. Bei den Red Devils hält man große Stücke auf Obi, ist fest von dem Durchbruch des „Wunderkinds“ überzeugt. Manchester wird den Stürmer also ganz sicher nicht einfach nur abgeben. Obi selbst dürfte mittelfristig auch eher von der Premier League als von der Bundesliga träumen. Für beide Parteien wird nun erst einmal die Spielpraxis auf höherem Niveau im Vordergrund stehen. Und nicht etwa der Gedanke, bei den Kölnern langfristig Fuß zu fassen. Dabei will man beim FC natürlich sportlich von dem Spieler profitieren. Allerdings wäre der wirtschaftliche Nutzen der Kölner bei einer Leihe ohne Kaufoption absolut begrenzt.

Das Risiko, dass der 18-Jährige in seiner ersten Bundesliga-Saison nicht einschlägt, ist real. In dem Fall würden die Kölner wohl mindestens ein Teil des Gehalts übernehmen, ohne einen großen sportlichen Ertrag zu erhalten. Und genau das passt nicht zu dem Weg, den Thomas Kessler und Tim Steidten allem Anschein nach gerade eingeschlagen haben. Es werden nicht nur Namen verpflichtet, die sofort helfen müssen, sondern Spieler, die ihren Weg machen können, sich aber in erster Linie entwickeln und dadurch ihren Verkaufswert steigern sollen. Eben so wie Simpson-Pusey. Dazu müssten die Kölner eine Kaufoption im Vertrag verankern. Das Mittel hat Thomas Kessler bekanntlich zuletzt gerne aus dem Hut gezaubert. Allerdings muss da auch der abgebende Verein mitspielen. Und für ManU besteht aktuell wenig Grund, nicht die Hand auf dem Deal zu behalten. Mindestens eine Rückkauf-Option werden sich die Red Devils im Vertrag verankern lassen. Keine leichte Aufgabe für Thomas Kessler, der aber offenbar weiß, wie er den richtigen Ton findet.

Immerhin hat er Jahmai Simpson-Pusey ebenfalls fest verpflichtet. Das, obwohl man bei City auch große Stücke auf den Innverteidiger hält und es eine Rückkaufoption im Vertrag gegeben hat. Zudem hat Kessler den Spieler noch deutlich unter Wert unter Vertrag genommen. Nun sitzt der Geschäftsführer Sport bereits an seinem nächsten Meisterstück.


Viel Physis, stark im Abschluss, aber auch noch Entwicklungsfelder – so spielt das „Wunderkind“ Chido Obi

Chido Obi im Spiel gegen Fulham
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Viel Physis, stark im Abschluss, aber auch noch Entwicklungsfelder – so spielt das „Wunderkind“ Chido Obi

Der FC ist auch in der vordersten Kette auf der Suche nach Verstärkung. Ein spannender Name ploppte am Samstag auf und könnte tatsächlich passen in die Planungen des 1. FC Köln: Ist Chido Obi der gesuchte Zielstürmer?

Ausgerechnet in den letzten Saisonspielen fehlte Ragnar Ache den Geißböcken. Der Stürmer offenbarte damit unfreiwillig eine Lücke, die bei der Kaderplanung gemacht wurde. Es fehlte ein Backup. Diese Lücke wollen die FC-Bosse schließen und sind tatsächlich an einer Verpflichtung von Chido Obi interessiert. Eine spannende Lösung…

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Die 1:3-Niederlage gegen Newcastle United war besonders schmerzhaft. Ein einziger Punkt hätte an jenem Nachmittag im April gereicht, um die Meisterschaft perfekt zu machen. Doch die Red Devils unterlagen den Magpies. An Chido Obi lief die Begegnung weitestgehend vorbei. Der Stürmer hatte seine Schwierigkeiten, wurde zur Pause beim Stand von 0:2 ausgewechselt. Zwar verkürzte ManU, der erhoffte Punkt blieb aber aus. Dennoch blickt Obi auf eine insgesamt starke Saison zurück. Der 18-Jährige ist in der U21 von Manchester United Stammspieler, kam in 16 von 21 Begegnungen zum Einsatz, zehn Mal von Beginn an. Beim 4:1-Erfolg über Leicester im Februar erzielte der Angreifer alle vier Treffer und ergatterte damit die Nominierung zum Spieler der Premier League 2 im Februar. Dass Obi ein herausragender Fußballer ist, ist den internationalen Scouts nicht verborgen geblieben. Der Stürmer gilt als eins der ganz großen dänischen Talente und wurde in frühen Jahren bereits als „Wunderkind“ gefeiert. Kein Wunder also, dass der FC wirklich auf den Spieler aufmerksam geworden ist. Nach Informationen von come-on-fc.com können sich die Kölner Verantwortlichen eine Verpflichtung durchaus vorstellen.

Stärken im Abschluss, Schwächen in der Luft

Die Datenlage ist auf jeden Fall vielversprechend. So liegt der Stürmer mit seinen erzielten Toren deutlich über dem xGoals-Wert. Zudem sucht Obi oft den Abschluss, trifft mit mehr als jedem dritten Versuch. Mehr als die Hälfte seiner Abschlüsse geht auch auf den Kasten. Seine Treffer haben also durchaus mehr mit Qualität als mit Abschlussglück zu tun. Eine Fähigkeit, die schon früh auffiel. Bereits in jungen Jahren beim FC Arsenal zeigte der Angreifer seine beeindruckende Abschlussstärke. In der U16 der Gunners traf der Stürmer in einem Spiel gegen Liverpool zehn Mal, Arsenal setzte sich 14:3 durch. Anschließend, in der U18, war er gegen Norwich in einer Begegnung sieben Mal, gegen West Ham fünf Mal erfolgreich. In jener Spielzeit traf er in 17 Partien 32 Mal. Ganz Europa wollte den Stürmer. Unter anderem auch die Bayern. Arsenal lockte mit einem langen, dem Vernehmen nach lukrativen Vertrag, doch Obi entschied sich für Manchester United, eine der Talentschmieden im Juniorenbereich Englands. Und auch dort sorgte der Stürmer umgehend für Furore. 17 Treffer in 16 Spielen in der Premieren-Saison bei der U18.

FC als gute Adresse

Doch was macht den Spieler so stark? Mit mehr als 3,5 Ballberührungen in der gefährlichen Zone gehörte Obi in der abgelaufenen Spielzeit zu den Angreifern der Premier League 2, die sich selbst immer wieder in gute Positionen bringen. Die vier Abschlüsse pro Spiel sind ein ähnlich beeindruckender Wert, ligaweit Spitze. Das Talent weiß, wo das Tor steht, findet die passenden Räume, um gefährliche Abschlusspositionen zu nutzen. Für einen 18-Jährigen beweist Obi einen echten Stürmerinstinkt – und der ist ganz sicher nicht angelernt. Mit seinem Tempo schafft es der Däne aber auch immer wieder, nach Vertikalpässen hinter die letzte Kette zu kommen. Dass der 18-Jährige technisch stark ausgebildet ist, ist bei den Stationen des Ausbildung kein Wunder und lässt sich vielleicht an einem überraschenden Wert ablesen. Denn nahezu jeder seiner langen Bälle kommt auch beim Mitspieler an. Eine Qualität, die ein Mittelstürmer aber nicht zwingend mitbringen muss und Angreifer in diesem Ausmaß auch so gut wie nie mitbringen.

Doch Obi offenbart auch einige Entwicklungsfelder, an denen der Angreifer noch arbeiten muss. Der Däne gewinnt beispielsweise im Schnitt nur einen von drei Luftzweikämpfen. Für einen Mittelstürmer, der über Physis kommt und mit 1,88 Metern zu den größeren Spielern der Mannschaft gehört, ein erstaunlich schwacher Wert. Obi ist zudem ein klassischer Stürmer. Mit Tempo über die Außen, ins Dribbling gehen, diese zu gewinnen, gehört jedenfalls nicht zu den Stärken des Angreifers. Genauso wenig glänzte Obi bislang als der große Vorlagengeber. Diese Schwächen sind bei einem 18-Jährigen keine Überraschung und kein Ausschlusskriterium – sie zeigen aber, dass Obi ein sehr spezifisches Profil hat: Strafraum, Abschluss, Volumen. Bei Manchester United hält man große Stücke auf den Stürmer, würde ihm aber zu gerne mehr Spielpraxis auf höherem Niveau ermöglichen. Der FC scheint aus Sicht der Red Devils eine gute Adresse, immerhin hat es bei Jahmai Simpson-Pusey auch geklappt. Allerdings wird es Obi gegen Ragnar Ache nicht leicht haben, sich durchzusetzen.