„Hut ab vor den Jungs“- Die Stimmen zum DFB-Pokal-Duell des 1. FC Köln gegen die Würzburger Kickers
Simon Bartsch
Mit einem 2:1-Sieg gegen die Würzburger Kickers hat sich der FC am Montagabend aus der Sommerpause zurückgemeldet. Nach dem Testspiel äußerten sich unter anderem René Wagner und Doppel-Torschütze Isak Johannesson: Die Stimmen zum DFB-Pokal-Spiel des 1. FC Köln gegen Würzburg.
Mit dem Sieg im DFB-Pokal ziehen die Geißböcke in die zweite Runde ein und sichern sich den ersten Erfolg der neuen Saison. Mit dem Doppelpack von Isak Johannesson gewannen die Geißböcke in der AKON ARENA 2:1.
René Wagner vom 1. FC Köln
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come-on-fc.com berichtet aus der AKON ARENA in Würzburg
„Hut ab vor den Jungs“
Rene Wagner
„Es war mein viertes oder fünftes Pokalsspiel mit dem 1. FC Köln. Wir haben uns immer etwas schwer getan. Die Jungs haben es geschafft, geduldig zu bleiben in der zweiten Halbzeit, das war nicht einfach zu bespielen. Trotzdem haben wir auch in der zweiten Halbzeit immer wieder Chancen kreiert. Dann gab es zwei Tore von Isak. Das erste, da war bestimmt ein bisschen Glück dabei, das zweite macht er dann überragend. Ich bin stolz auf die Jungs.“
“So wie das 1:0 fällt, das fällt so auch nicht immer. Da dann ruhig zu bleiben und zu versuchen, die Kontrolle zu haben, sich Chancen zu erspielen und nicht nervös zu werden, das ist nicht leicht – Hut ab vor den Jungs.“
Zu Said El Mala: “Man hat gesehen, dass er sich auch selber ein bisschen Druck gemacht hat. Er wollte viele Aktionen ziehen. Es ist nie einfach. Die haben ihn teilweise gedoppelt, da kommst du dann auch nicht einfach durch. Für ihn gilt es jetzt auch zu lernen, dass er damit zurecht kommen muss, dass der Fokus noch ein Stück weit mehr auf ihm drauf ist. Er ist ein junger Mann und uns hilft es, dass wir ihn einfach mal Fußball spielen lassen und am Ende wird er seinen Weg schon wieder finden.“
Zum kommenden Gegner Hoffenheim: „Das wird ein komplett anderes Spiel. Die TSG Hoffenheim kommt zu uns nach Hause. Das wird natürlich ein schweres Spiel. Die sind gefestigt. In der Vorbereitung und auch im Pokal haben die das sehr gut gemacht. Da müssen wir ein paar andere Sachen mit auf den Platz bekommen, die wir vielleicht heute nicht brauchten.“
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Isak Johannesson
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Marius Bülter
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Said El Mala
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Ragnar Ache
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Ellyes Skhiri ab 75′
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Thijs Dallinga ab 75′
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Linton Maina ab 75′
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Joel Schmied ab 82′
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Okon-Engstler ab 89′
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„Wir sind sehr glücklich“
Isak Johannesson
„Wir hatten eine gute erste Halbzeit, das Tor war ein bisschen unglücklich. Aber wir hatten gute Chancen. Wir sind sehr glücklich, dass wir in die nächste Runde gekommen sind.“
Zum Titel „Man of the Match“: „Die Trophäe kommt vielleicht in Island ins Wohnzimmer, genau weiß ich das noch nicht.“
„Mir hat der Auftritt schon Spaß gemacht“
Thomas Kessler
Zu Skhiri: „Ich fand schon, dass man gemerkt hat, dass Ellyes noch seine Zeit braucht. Er hat in der Vorbereitung gar kein Testspiel bestreiten dürfen. Das letzte Spiel, das er gemacht hat, war bei der WM und die ist für sein Land nicht gut verlaufen. Die 15 Minuten taten ihm also gut. Doch wer ihn kennt, der hat gemerkt, dass ihm schon noch ein wenig der Rhythmus fehlt. Er gibt der Mannschaft aber mit seinem Auftreten und seiner Präsenz ein gutes Gefühl und dann hoffen wir, dass er am Samstag ein bisschen mehr als 15 Minuten spielt.“
Zu El Mala: „Ich finde er hatte schon in der ersten Phase zwei gute Aktionen. Bei so einer Athmosphäre wie heute, wenn so einer Spieler wie Said in aller Munde ist. Da freut sich die Heimmanschaft, wenn sie einen Zweikampf gewinnt. Man sieht ihm an, der bleibt nicht stehen, er arbeitet mit zurück. Mir hat der Auftritt schon Spaß gemacht.“
Doppelpacker Johannesson führt den FC in die 2. Runde
Elias Schnaubelt
Dass die Aufgabe schwer werden würde, hatte René Wagner schon geahnt. Dass die Kölner so zittern mussten, war aber wohl nicht geplant. Der 1. FC Köln gewinnt 2:1 in Würzburg. Und das Dank des Doppeltorschützen Isak Johannesson.
Mit einem starken Isak Johannesson und einer gehörigen Portion Glück haben sich die Geißböcke in die 2. Runde des DFB-Pokals gezittert. Der FC setzte sich in Würzburg knapp durch. Der Gastgeber war sogar durch David Abrangau in Führung gegangen, nach dem Wechsel drehte Isak Johannesson die Partie. In der letzten Minute trafen die Kickers den Pfosten.
Rotation ist nicht mehr, die Experimente sind vorbei. Dass die Saison nun so richtig losgehen sollte, verriet bereits der Blick auf die Startelf von René Wagner. Mit einer nominellen A-Elf und höchstens mit der Überraschung, dass Marius Bülter begann, startete der FC in die erste Runde des DFB-Pokals gegen die Würzburger Kickers. Nur eine Nummer suchten die Fans vergeblich: Die 13. Die ist zwar fort, Said El Mala jedoch nicht. Der Vertragsverlängerer lief heute erstmals mit der glorreichen 10 auf dem Rücken auf, persönlich abgesegnet von Prinz Poldi. Auf Seiten der Kickers überraschte vor allem der Bankplatz vom formstarken Ivan Franjic, der noch am vergangenen Drittliga-Spieltag doppelt traf.
Die Partie startete verhalten, wurde aber aus dem Nichts von Ragnar Ache aufgeweckt. Dieser schädelte in der achten Spielminute eine Ecke von Alessio Castro-Montes präzise ins linke untere Eck, hatte die Rechnung jedoch ohne Kickers-Keeper Rajkovacic gemacht, der den Versuch gerade so um den Pfosten lenken konnte. Eine Minute später musste er abermals parieren, diesmal einen abgefälschten Versuch von Said El Mala, der beinahe als Bogenlampe im Netz gelandet wäre.
Ping-Pong-Tor zur Würzburger Führung
Ein Querschläger landete in der Folge jedoch im anderen Tor. In der 18. Spielminute, in Folge eines Freistoßes, flankte Tim Kraus den Ball mit viel Effet in den Kölner Strafraum. Unter diesem seegelte Simpson-Pusey hindurch, das Leder prallte gegen den Oberkörper von David Abrangau und fand gegen die Laufrichtung von Marvin Schwäbe seinen Weg in die Maschen. Die Führung für die Gastgeber, die nicht unverdient daherkam.
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Said El Mala
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Ragnar Ache
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Zähe Kost bis zur Pause
In der 22. Spielminute äußerten dann die mitgereisten FC-Fans ihren Unmut, jedoch nicht über die Leistung ihrer Mannschaft, sondern gegen den DFB. Tennisbälle wurden auf den Rasen geworfen, zudem erschien ein Banner gegen die Ansetzung von Montagsspielen. Die daraus resultierende kurze Unterbrechung konnte das Team von René Wagner allerdings nicht nutzen, denn das Spiel lief genauso weiter. Auch Said El Mala erwischte keinen glücklichen Arbeitstag. Der Linksaußen verlor vermehrt Eins-gegen-Eins Duelle und auch seinen Abschlüssen fehlte der letzte Punch. Die Würzburger Kickers verteidigten indes leidenschaftlich um den eigenen Strafraum herum, warfen sich voller Überzeugung in jeden Zweikampf. Offensivaktionen blieben aber auch bei den Gastgebern Mangelware, weshalb bis zum Pausenpfiff kaum etwas Erwähnenswertes mehr passierte. Unter dem Strich ein erschreckend schwacher erster Durchgang vom FC, René Wagner blieben 15 Minuten, um die Mannschaft zur zweiten Halbzeit wachzurütteln.
Treffer aus dem Nichts belebt das Kölner Spiel
Diese begannen beide Cheftrainer zunächst ohne personelle Wechsel, was auf Kölner Seite durchaus überraschte. Auch schien René Wagner nicht die passenden Worte gefunden zu haben, denn am Spiel der Kölner änderte sich zunächst nichts. Generell war kein Matchplan zu erkennen, oft wurde einfach nur der lange Ball in Richtung Ache gewählt. Spielerische Elemente blieben vollends aus. So benötigten die Gäste folgerichtigig eine Zufallsaktion, um zurück ins Spiel zu kommen. In der 62. Spielminute passierte genau das. Der FC gewann einen Einwurf im letzten Würzburger Drittel, welcher schnell eingeworfen wurde. Zunächst verpasste Ache die Hereingabe von Bülter, doch Jóhannesson war zur Stelle und stolperte den Ball zum 1:1 ins lange Eck.
In der Folge war plötzlich Leben im Kölner Spiel. Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich zappelte der Ball erneut im Netz, allerdings stand Jóhannesson im Abseits, wodurch ihm der Doppelpack verwehrt blieb. Ragnar Ache zündete in Minute 71 einen satten Flachschuss, wurde jedoch abermals von Rajkovacic im Tor der Kickers aufgehalten. Es dauerte bis zur 74. Spielminute, bis René Wagner erstmals das Personal auf dem Rasen tauschte. Neben den Neuzugängen Ellyes Skhiri und Thijs Dallinga kam auch Linton Maina in die Partie. Letzterer sollte dem Spiel direkt seinen Stempel aufdrücken. Aus einer Belagerungsphase rund um den Würzburger Sechzehner fand der Routinier von der rechten Außenbahn mit einem cleveren Schnittstellenpass den eingelaufenen Jóhannesson.
Pfosten rettet den FC
Noch einmal ließ er sich nicht bitten. Aus 14 Metern halbrechs drehte der Isländer sich mit dem ersten Kontakt in Richtung Tor auf und nahm Maß. Zwischen Ball und Pfosten hätte in dieser 77. Minute kein Blatt Papier mehr gepasst. Der präzise Abschluss aufs lange Eck klatschte an den Innenpfosten und sprang von dort zum 2:1 über die Linie.
In der Schlussphase mussten die Kickers alles riskieren, was in Kontersituationen für den FC mündete. Die beste davon beförderte jedoch Dallinga in der 88. Minute über den Querbalken. Nach einem aufopferungsvollen Spiel fehlten den Würzburgern zum Ende das letzte Glück. Einen Freistoß aus gut 22 Metern entschärfte Schwäbe, doch eine dicke Chance gab es noch. In der dritten Minute der Nachspielzeit segelte nochmals eine Flanke in den Kölner Sechzehner, am langen Eck kam ein Würzburger zum Abschluss. Das Stadion hielt den Atem an, doch der Abschluss knallte nur ans Aluminium.
Das sollte die letzte Aktion gewesen sein. Ein erlösender Schlusspfiff beendete die Zitterpartie des 1. FC Köln. Kein überzeugender Auftritt, doch am Ende steht der Einzug in die nächste Pokalrunde. Bis zum Saisonstart am kommenden Wochenende steht René Wagner noch vor einigigen Aufgaben.
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Warum hat der 1. FC Köln so viele Fans?
Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt und begeistert Fans aller Generationen.
Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?
Der FC sucht vor allem auf der Position des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.
Was ist mit Mikey Moore?
Der FC ist weiterhin an einer Verpflichtung des Youngsters interessiert. Allerdings lässt Trainer Roberto de Zerbi den Spieler nur ziehen, wenn er einen Nachfolger gefunden hat. Auf dem Wunschzettel steht Savinho sehr weit oben. Eine Einigung mit ManCity steht noch aus.