1. FC Köln gegen den HSV: Ein Traditionsduell und ein Kampf gegen eine weitere Serie

Die Hamburger Spieler jubeln im Duell gegen den 1. FC Köln
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1. FC Köln gegen den HSV: Ein Traditionsduell und ein Kampf gegen eine weitere Serie

Auch wenn die ruhmreichen Tage der Clubs schon ein wenig zurückliegen, kommt es am Sonntag in Köln zu einem Traditionsduell. Es wartet eine schwere Aufgabe auf die Geißböcke. Der 1. FC Köln spielt gegen den HSV und damit auch gegen eine weitere Serie.

Der 1. FC Köln spielt am Sonntag gegen den HSV und damit auch gegen eine weitere Serie. Denn die vergangenen Duelle verliefen alles andere als erfolgreich. Doch genau das kann dem FC auch Hoffnung machen.

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Geht es nach den Zahlen, dann ist das Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV ein besonders traditionelles. Zumindest standen sich die beiden Teams inklusive Meisterschaftskampf in der Oberliga bereits 110 Mal gegenüber. Beide Teams feierten Meisterschaften, holten bereits den Pokal, spielten europäisch. Der Glanz von einst ist bekanntlich ein wenig in die Jahre gekommen. Die großen Titel liegen lange zurück. Zwar gibt es wohl kaum zwei Meinungen, dass beide Vereine ins deutsche Oberhaus gehören, die vergangenen Jahre sprachen aber eine andere Wahrheit. Dementsprechend geht es trotz gutem Saisonstart erst einmal darum, die Klasse zu halten.

Königsdörffer wird zum FC-Schreck

Von einer Weichenstellung wollte Lukas Kwasniok daher im Vorfeld der Partie auch nichts wissen. „Es geht darum, einfach am Ende genügend Punkte zu haben, um überm Strich zu stehen“, sagte der Trainer. Den HSV wähnt der Kölner Coach als Mitaufsteiger wohl zu recht auf Augenhöhe. Dabei fiel die Bilanz in den vergangenen Jahren wahrlich nicht gut aus für die Geißböcke. Keine der jüngsten fünf Begegnungen hat der FC gegen den HSV gewonnen, nur eine von den vergangenen neun. Die vergangenen vier Spiele in Köln gingen drei Mal an den Gast, das vierte endete Unentschieden. In der Aufstiegssaison avancierte Ransford Königsdörffer zum FC-Schrecken. Der Stürmer erzielte die drei Hamburger Treffer bei den beiden HSV-Siegen gegen den FC.

Besonders bitter auch das Pokal-Aus 2022. Damals hatte sich Florian Kainz bekanntlich im Elfmeterschießen selbst angeschossen, der verwandelte und vermeintlich Sieg bringende Elfer galt nicht. Zudem hat der HSV in dieser Saison keins seiner drei Sonntags-Duelle verloren. Für den FC wird das Duell also einmal mehr auch ein Kampf gegen eine Serie. Und das könnte durchaus ein gutes Omen sein. Denn schlechte Serien hatte der FC auch gegen Freiburg, Wolfsburg und Hoffenheim aufzuweisen. Die Bilanz aus diesen Spielen beträgt bekanntlich sieben Punkte und acht Tore. Auch, wenn die Begegnung keine Weichenstellung für den FC wird, mit einem Sieg würde das Polster auf die Abstiegsränge noch einmal anwachsen.


Hohe Erwartungshaltung an Luca Waldschmidt: Es braucht mehr als Momente

Luca Waldschmidt beim 1. FC Köln und als junger Spieler beim Hamburger SV
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Hohe Erwartungshaltung an Luca Waldschmidt: Es braucht mehr als Momente

Auch in dieser Saison ist Luca Waldschmidt beim FC kein Stammspieler. Dass er die qualitative Klasse dazu hat, steht aber außer Frage. Das hat er schon zu Karrierebeginn beim Hamburger SV bewiesen. Nun will der Angreifer ebenfalls punkten beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt will den nächsten Moment nutzen.

Wenn der FC am Sonntag auf den HSV trifft, dann kommt es nicht nur zum Duell der beiden Aufsteiger. Es gibt auch ein Wiedersehen für Luca Waldschmidt mit einem seiner Ex-Clubs. Für den Angreifer wird es sicher eine besondere Begegnung mit dem 1. FC Köln: Luca Waldschmidt will den nächsten Moment nutzen.

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Der Moment zeigte einmal mehr die große Klasse. Mit der Hacke legte Luca Waldschmidt Außenbahnspieler Linton Maina die Kugel auf. Der gebürtige Berliner legte den Ball an den Innenpfosten, der FC verkürzte gegen die Bayern nicht mehr, es blieb beim 1:4. Dass Waldschmidt über eine besonders feine Technik verfügt, steht außer Frage. Dass der ehemalige Nationalspieler diese aber zu selten abruft, wohl auch. Nicht umsonst kommt der 29-Jährige in dieser Spielzeit nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Ganze drei Mal schaffte es Waldschmidt in der Liga in die Anfangsformation, ganze drei Mal saß der Offensivspieler in der Liga aber auch 90 Minuten auf der Bank. Auch in seinem dritten Jahr bei den Geißböcken will es noch nicht so rund laufen.

„Mir ist es wichtig, auf dem Platz zu stehen“

Als der gebürtige Siegener im Frühling gefragt wurde, ob er beim FC bleiben würde, da knüpfte Waldschmidt seine Zukunft in Köln an eine Bedingung. „Ich habe schon mal gesagt: Mir ist extrem wichtig auf dem Platz zu stehen und der Mannschaft zu helfen“, sagte der 29-Jährige damals und betonte, dass er nun mal auf den Platz gehöre. Würde der FC so mit ihm planen, dann könne er sich einen Verbleib vorstellen. Ein halbes Jahr später scheint ein Stammplatz in der Offensive in weiter Ferne – zumindest wenn alle Spieler fit sind. „Am Ende steht der Erfolg des Teams über allem. Natürlich bin ich nicht zufrieden, wenn ich nicht spiele. Ich möchte jedes Spiel auf dem Platz stehen. Dafür arbeite ich im Training und am Wochenende im Spiel“, hatte Waldschmidt im September im Interview mit dem „Kicker“ gesagt.

Dabei tut der Offensivspieler auf dem Platz viel für den Erfolg. Seinen eigenen und den der Mannschaft. Waldschmidt gehört immer zu den laufstärksten Spielern der Mannschaft und das auf einer dafür eher untypischen Position. Die Arbeit im Dienst der Mannschaft fällt aber nicht immer und jedem auf. Möglicherweise, weil Fans und von dem ehemaligen Nationalspieler, der einst über eine 80-Millionen-Ausstiegsklausel verfügte, anderes erwarten. „Manchmal haben wir (Angreifer, Anm. d. Red.) einfach nicht so viele Aktionen im Spiel. Früher bin ich in solchen Phasen ungeduldig geworden und habe versucht, mich auf Krampf ins Spiel zu bringen. Viel wichtiger ist es, die Ruhe zu bewahren – für genau die eine Situation, die das Spiel entscheiden kann.“

Keine leichte Situation

Und die hat Waldschmidt bekanntlich schon geliefert. In dieser Saison beispielsweise nach seiner Einwechslung in Mainz, als er Marius Bülter die Entscheidung auflegte. Aber auch zu Beginn seiner Karriere. Unter anderem erzielte Waldschmidt für den Hamburger SV einen nicht ganz unwichtigen Treffer. Im Mai 2017 war Waldschmidt gerade erst eingewechselt worden, als er gegen den VfL Wolfsburg zum 2:1-Siegtreffer einnickte. Der HSV vermied dank des Offensivspielers die Relegation. Für Waldschmidt war die Zeit in Hamburg eine „wilde und emotionale“ wie er einst in einem Interview erzählte. Die sportliche Situation sei damals nicht leicht gewesen, die Erwartungshaltung hoch. Waldschmidt spielte nicht so oft wie von ihm selbst erhofft. Es folgte der Wechsel nach Freiburg und dort ein großer Karriereschritt.

Möglicherweise bekommt der Offensivspieler am Sonntag einmal mehr die Chance, seine große Klasse unter Beweis zu stellen – und wenn es „nur“ der Moment ist, der das Spiel zu Gunsten der Geißböcke entscheidet.


Der 1. FC Köln steht vor einer schweren, aber lösbaren Aufgabe

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln steht vor einer schweren, aber lösbaren Aufgabe

Der 1. FC Köln empfängt am Sonntag den Hamburger SV. Nach den „Kracherspielen“ gegen Borussia Dortmund und den FC Bayern will der FC vor heimischem Publikum wieder Zählbares mitnehmen. So will der 1. FC Köln gegen den Hamburger SV punkten.

Es ist die Begegnung der Traditionsclubs, die in der vergangenen Saison den Weg zurück in die Bundesliga gefunden haben. Für den FC ist es an der Zeit, im Aufsteigerduell wieder Punkte einzufahren. So will der 1. FC Köln gegen den Hamburger SV punkten.

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Die Kölner stehen mit elf Punkten aktuell auf dem achten Tabellenplatz und könnten mit einem Erfolg den Vorsprung auf das untere Tabellendrittel ausbauen. In den bisherigen Spielen waren die Leistungen über weite Strecken mindestens stabil, die Ergebnisse zuletzt aber ärgerlich. Das 0:1 in Dortmund fiel erst in der Schlussminute. Auch beim 1:4 gegen den FC Bayern im DFB-Pokal am Mittwochabend überzeugte der FC gerade in der ersten Halbzeit über Phasen hinweg mit Präsenz, Aggressivität und klaren taktischen Abläufen. Trainer Lukas Kwasniok sieht einen klaren Entwicklungsschritt: „Wir haben in allen vier Topspielen jetzt unterm Strich keinen Punkt geholt und da versuchen wir, die Lücke einfach durch gute Arbeit nach und nach zu schließen.“ Für die Kölner gilt es nun gegen den HSV das Spiel nicht nur temporär zu kontrollieren, sondern die Dominanz über eine gesamte Spielzeit abzurufen.

Standards als Mittel?

Eine deutliche Steigerung zeigten die Kölner zuletzt bei den Standardsituationen, die vor dem Spiel gegen die Bayern noch als die große Schwachstelle galten. „Wir waren extrem gefährlich bei Standards, Spiele um den zweiten Ball, das hat die Bayern gestresst und das gibt uns ein gutes Gefühl“, sagte Lukas Kwasniok. Der FC erzielte gegen die Münchener sein erstes Standardtor der Saison. Eine Option, die  gegen vermutlich tiefstehende Hamburger ebenfalls ein Schlüssel zum Torerfolg werden kann.

Die personelle Lage bei den Kölnern ist bis auf die Langzeitverletzten stabil. Kwasniok betonte am Freitag, dass die Mannschaft trotz der Belastung unter der Woche „eine gute Basis“ habe. Die Englische Woche mit Spielen am Samstag, Mittwoch und am kommenden Sonntag sehe er als gut dosiert an. Im Tor kehrt Marvin Schwäbe nach dem Pokaleinsatz von Ron-Robert Zieler in die Startelf zurück. In der Abwehr bleibt abzuwarten, ob Eric Martel wieder in die Innenverteidigerposition rückt und zusammen mit Kristoffer Lund und Joel Schmied in der Dreierkette agiert. Ansonsten bieten Dominique Heintz und Cenk Özkacar mögliche Alternativen.

Fokus auf die Offensive

Gegen den HSV gilt es wohl, den Fokus von der Defensive wieder eher auf die Offensive zu richten. Nach dem Bayern-Duell spricht vieles für Ragnar Ache auf der Stürmer-Position. Der Angreifer traf im Pokal und zeigte eine enorme körperliche Präsenz. Genau das hatte der Trainer zuvor immer wieder gefordert. Nun sei es wichtig für ihn, dieses Niveau aufrechtzuerhalten, sagte der Coach. Am Sonntag bekommt der 27-Jährige die Chance, seine Leistungen zu bestätigen. „Er macht einen guten Eindruck und dann ist die Wahrscheinlichkeit schon auch relativ hoch, dass er beginnt, um dann zu schauen, wie lange er durchhalten kann“, sagte Kwasniok.

Natürlich bleibt in der Offensive Said El Mala ein potenzieller Faktor. Dieser konnte seine Leistungen bisher aber meist eher in der Jokerrolle bestätigen. Mit zwei Toren und einer Vorlage in 173 Minuten ist er in der Bundesliga der bisher wirkungsvollste Einwechselspieler. Nach zwei Startelfeinsätzen in Dortmund und gegen Bayern ohne Torerfolg könnte er gegen Hamburg wieder zu einem späteren Zeitpunkt ins Spiel kommen.

Der Hamburger SV reist mit acht Punkten als Tabellendreizehnter nach Köln und wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison. Im Sommer überzeugte der HSV mit vielversprechenden Transfers, wie Rayan Philippe von Eintracht Braunschweig oder Nicolai Remberg von Holstein Kiel. „Mit den Verpflichtungen haben sie extrem an Qualität dazugewonnen“, betonte Kwasniok. Er sieht im System der Hamburger eine klare Struktur. Die Variante mit einer Dreierkette und zwei defensiven Mittelfeldspielern ermögliche es dem HSV, „recht schnell eine Spieldominanz“ aus einer defensiven Kompaktheit aufzubauen. Grund für zusätzliches Selbstvertrauen ist der 1:0-Pokal-Erfolg in Heidenheim am Dienstagabend. Mit Jean-Luc Dompé kehrt zudem ein wichtiger Offensivspieler nach kurzer Verletzungspause zurück.

FC will ein klares Zeichen im Aufsteigerduell setzen

Trotz all dieser Faktoren will Lukas Kwasniok das Spiel nicht überhöhen. Von einer entscheidenden Weichenstellung spricht er bewusst nicht. Es gehe vielmehr darum, über die Saison hinweg konstant zu punkten, Serien mitzunehmen, Rückschläge auszuhalten und den Abstand nach unten Schritt für Schritt zu vergrößern. Trotzdem sei es wichtig, ein Statement zu setzen, um sich klar in der Liga zu etablieren. Es ist ein Duell zweier Aufsteiger, für die Ähnliches auf dem Spiel steht. Es ist zwar kein „Alles-oder-Nichts-Spiel“, aber ein Prüfstein für Stabilität und Zukunftsrichtung. Die Duelle der vergangenen Zweitliga-Saison hat jeweils der HSV knapp gewonnen. Am Sonntag wird sich zeigen, wer in der Bundesliga die Nase vorne hat.


1. FC Köln vs. HSV: Ein Duell auf Augenhöhe? Ähnlichkeiten und Unterschiede

Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln im Zweikampf
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1. FC Köln vs. HSV: Ein Duell auf Augenhöhe? Ähnlichkeiten und Unterschiede

Die Begegnung zwischen dem FC und dem HSV könnte am Sonntag zu einem Duell auf Augenhöhe werden. Tatsächlich gibt es viele Parallelen zwischen den Teams. Aber auch eben viele Unterschiede. Dennoch wird es wohl ein packendes Pari-Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem HSV.

Es gibt viele Parallelen und viele Unterschiede, wenn die Aufsteiger am Sonntag aufeinandertreffen. Deswegen erwartet Lukas Kwasniok auch ein Pari-Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem HSV.

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Für Lukas Kwasniok gab es am Freitagmittag wenig Zweifel, was den FC gegen den HSV am Sonntagnachmittag erwarten werde. Ein „Pari-Spiel“, nannte es der Kölner Trainer. Alleine seine Erfahrungen aus der Vorsaison geben der Aussage des 44-Jährigen recht. Der damalige Coach des Mitkonkurrenten SC Paderborn musste schließlich hautnah miterleben, wie die beiden Teams nahezu im Gleichschritt Richtung Bundesliga marschierten. Auch wenn die Liga bekanntlich sehr eng war, ab dem 19 Spieltag lagen nur einmal nicht die beiden Aufsteiger gemeinsam auf den Rängen eins oder zwei. Ab dem 24. Spieltag hatten die Teams die Dauerkarte für die Plätze – wenn auch im stetigen Wechsel – gebucht. Dass eine Begegnung der Traditionsvereine also eine spannende werden könnte, war wohl schon mit dem 34. Spieltag der Vorsaison beschlossene Sache.

Stabile Defensiven

Einige Wochen später scheint sich diese Tendenz zu bestätigen, wenn auch anders, als erwartet. Denn zumindest aktuell begegnen sich die beiden Teams nicht im gröbsten Abstiegsfight. Sowohl der HSV als auch der FC sind stark in die Saison gestartet und haben schon einige Gegner überrascht. Dabei verlief der Auftakt ein wenig gegenläufig. Der FC punktete zu Beginn gleich mehrfach, der Kölner Motor geriet zuletzt auch angesichts der starken Gegner ein wenig ins Stottern. Der HSV hatte zunächst ein paar Findungsprobleme, fand sich zuletzt immer besser zurecht, auch wenn es zuletzt zwei Niederlagen in Folge gab. Laut Lukas Kwasniok habe Hamburg eine „gute Mischung“ gefunden und nur unglücklich gegen den Wolfsburg und Leipzig verloren.

So belegen die Teams aktuell die Ränge acht und 13, aber nur drei Punkte trennen die Rothosen von den Geißböcken. Der HSV könnte also am Sonntag gleichziehen. Ein Schlüssel des Erfolgs scheint bei beiden Mannschaften die konsequente Defensive zu sein. Sowohl der FC als auch der HSV kassierten erst elf Gegentreffer, nur die vier Top-Teams der Liga weniger. Die Kölner haben sich erst drei Tore aus dem Spiel heraus gefangen, Hamburg hat erst sechs gegnerische Großchancen zugelassen. Einen Konter hat sich noch keine der beiden Mannschaften gefangen. Zudem gehören der HSV und der FC zu den Teams mit den meisten gewonnenen Luftzweikämpfen und Kopfballduellen. In Sachen Defensivleistung begegnen sich die Mannschaften auf Augenhöhe.

Kaum Gefahr bei Standards

Das gilt auch für den ruhenden Ball. Zumindest strahlten die Mannschaften in der Liga bislang keine große Gefahr bei Standards aus. Hamburg war erst einmal erfolgreich, die Kölner noch gar nicht. Allerdings bewies der FC erst am Mittwoch im Pokal, dass es durchaus geht. Ragnar Ache traf nach einem Eckball von Isak Johannesson. „Wir waren extrem gefährlich bei Standards“, stellte am Freitag der Kölner Coach fest. Auf der anderen Seite erzeugen die Gegner aber auch jede Menge Gefahr bei den Geißböcken. Der FC fing sich bereits acht Tore nach Standards, der HSV gerade einmal zwei. Dafür beweisen die Kölner im Gegensatz zu den Rothosen wiederum eine beeindruckende Kaltschnäuzigkeit.

Während der FC mehr Tore erzielt hat, als es der xGoals-Wert erwarten lässt, ließ der HSV zu viele und zu gute Möglichkeiten liegen. Und das, obwohl Hamburg zu den Teams mit den meisten Abschlüssen gehört. Auch deswegen kommt die Mannschaft von Merlin Polzin erst auf sieben Saisontore. Bei den Kölnern scheint die Intensität deutlich höher zu liegen. Der FC gehört zu den laufstärksten Mannschaften der Liga, der HSV zu den schwächsten. Hamburg gewinnt dafür erstaunlich viele Zweikämpfe (53 Prozent), der FC viel zu wenig (48 Prozent). Einen ähnlichen Erfolg verzeichneten die Teams auch bei ihren Sommer-Transfers. Die Aufsteiger vollzogen jeweils einen Umbruch mit zwölf neuen Spielern, von denen jeweils acht zum erweiterten Kreis der Stammspieler gehören.

In der Summe dürfte sich Lukas Kwasniok bestätigt sehen, dass es am Sonntag durchaus ein Pari-Spiel geben kann.


Dienstältester Profi des 1. FC Köln: Florian Kainz zwischen Akzeptanz und Ehrgeiz für mehr

Florian Kainz bekommt beim FC nur noch wenig Einsatzzeit
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Dienstältester Profi des 1. FC Köln: Florian Kainz zwischen Akzeptanz und Ehrgeiz für mehr

Vor zwei Spielzeiten Kapitän, in dieser Saison meist Joker beim 1. FC Köln: Florian Kainz muss seine neue Rolle bei den Geißböcken akzeptieren. Das tut der Österreicher laut Trainer Lukas Kwasniok auch.

In der Vorbereitung gehörte der Offensivspieler zu den auffälligsten Kölnern. Doch aktuell gibt es eher wenig Einsatzzeit für den Spieler des 1. FC Köln: Florian Kainz muss seine neue Rolle akzeptieren.

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Die Begegnung war längst entschieden, als Florian Kainz noch einmal an seiner Einsatzzeit-Uhr drehen durfte. Der Österreicher kam so aber in den Genuss, wieder einmal einen Flutlicht-Pokalfight auf dem Platz zu erleben und das auch noch gegen die wohl beste Mannschaft des Landes. Für Kainz sicherlich ein Highlight-Spiel, vielleicht generell ein Highlight. Denn so richtig viel Spielzeit bekommt der Ex-Kapitän der Geißböcke beim FC zurzeit nicht mehr. Angesichts der Neuverpflichtungen in der Offensive ein erwartbares Szenario. „Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß mit Jakub und seiner Bundesligaerfahrung. Dazu Said, der ein Shootingstar ist. Aber auch mit Linton und rechts mit Jan Thielmann. Gerade auf den Außen ist die Konkurrenz sehr groß“, hatte Kainz im Sommer im Interview mit come-on-fc.com gesagt.

Große Konkurrenz für Kainz

Die Konkurrenz ist aktuell so groß, dass der 33-Jährige eben ein wenig hinten dran ist. Eine ganz neue Rolle für Kainz, die sich aber schon in der vergangenen Saison andeutete. Auch da gehörte der Mittelfeldspieler nicht immer zur ersten Wahl, kam aber immerhin auf 28 Einsätze, 16 von Beginn an. In dieser Spielzeit machte der Österreicher am Mittwoch die 100 Spielminuten voll, steht jetzt bei 109. „Die Kommunikation ist der wichtigste Part in der heutigen Zeit, in der heutigen Welt und wir haben sehr klar miteinander kommuniziert, dass diese Rolle für ihn jetzt erstmal angedacht ist, weil er der Mannschaft vor allem am Ende des Spiels Impulse geben kann“, sagte Lukas Kwasniok. „Bundesliga ist auch ein gewisser Abnutzungskampf. Da gibt es viel Physis.“ Mit zunehmender Laufbahn, sei es etwas schwieriger, Akzente zu setzen, fuhr der Trainer fort.

Kainz ist beim FC mittlerweile der dienstälteste Spieler. Der Österreicher wechselte im Januar 2016 an den Rhein, kommt mittlerweile auf 196 Pflichtspiele für den FC. Kainz stand bei den Geißböcken öfter auf dem Platz als Lukas Podolski, Dirk Lottner oder Thomas Häßler. Dennoch ist die Rolle neu und für Kainz sicherlich nicht immer einfach. „Er hat dennoch diesen Ehrgeiz, uns auch von Beginn an helfen zu können und es wird Spiele geben, wo das der Fall sein wird. Genauso ist er dann auch enttäuscht, wenn er diese Rolle mal am Ende eines Spiels wie jetzt in Dortmund nicht bekommt“, sagte der Coach. „Wenn er das nicht mehr hätte, würde ich ihm raten, Beachfußball an der Copacabana zu spielen. Er ist aber ein Leistungssportler.“ Die Mischung zwischen Rolle akzeptieren und Ehrgeiz für ein bisschen mehr, sei laut Kwasniok die richtige.

Gegen den Hamburger SV wird es angesichts der starken Konkurrenz wohl auch erst einmal wieder der Bankplatz sein.


Erfolg der Aufsteiger: Nicht nur der 1. FC Köln hat im Sommer clever investiert

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Erfolg der Aufsteiger: Nicht nur der 1. FC Köln hat im Sommer clever investiert

Trotz der beiden jüngsten Niederlagen blickt der FC auf einen erfolgreichen Saisonauftakt zurück. Dafür ist wohl vor allem die Einkaufspolitik von Thomas Kessler verantwortlich beim 1. FC Köln: Aber beide Aufsteiger profitieren von starken Transfers.

Am Sonntag empfängt der FC mit dem Hamburger SV einen Gegner auf Augenhöhe im eigenen Stadion. Die Kölner werden bemüht sein, weiterhin einen Platz in der oberen Tabellenhälfte zu halten. Der bisherige Erfolg hängt wohl auch an der Einkaufspolitik des 1. FC Köln: Aber beide Aufsteiger profitieren von starken Transfers.

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Auch die am Ende doch deutliche 1:4-Pleite im Pokal gegen den FC Bayern München sowie die knappe 0:1-Niederlage gegen Dortmund zuvor können nicht über den positiven Saisonauftakt der Kölner hinwegtäuschen. Wieso auch, gegen beide Topteams hielt der FC phasenweise mit, hätte gerade gegen den BVB mit einem Quäntchen Glück oder eben nicht so viel Pech mehr erreichen können. Unterm Strich haben sich die Geißböcke seit Saisonbeginn noch nicht einmal in der unteren Tabellenhälfte aufgehalten. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt sieben Zähler. Köln ist einfach gut in die Saison gestartet. Als einer der Väter des bisherigen Erfolgs wird neben Lukas Kwasniok vor allem Thomas Kessler angesehen. Der neue Sportdirektor hat im Sommer inklusive „Leihspieler“ Said El Mala zwölf Spieler ans Geißbockheim geholt.

Nicht nur in Köln gibt es eine starke Quote

Und der Großteil hat bislang einen starken Eindruck hinterlassen. Fünf Akteure sind Stammspieler, mindestens drei gehören zum Pool an Spielern, die über Rotation ebenfalls auf viel Spielzeit kommen. Da Ron-Robert Zieler als Nummer zwei an den Rhein geholt wurde und Rav van den Berg verletzt ist, hinken mit Cenk Özkacar und Alessio Castro-Montes gerade einmal zwei der verpflichteten Akteure den Erwartungen ein wenig hinterher. „Van den Berg, Johannesson, Ache, Sebulonsen, Bülter, Kaminski, Lund und El Mala – das sind absolute Top-Transfers und das sind von zwölf gleich acht. Das ist eine Wahnsinns-Quote“, hatte Eric Martels Berater Michael Reschke im FC-Podcast „Dreierkette“ gesagt. Der Ex-Sportchef gleich mehrerer Bundesligisten sprach sogar von „einem kleinen Fußballwunder“ und: „So eine Quote, wie Thomas sie mit seinem Team erzielt hat, die kannst du nicht erzielen.“

Wie erfolgreich die neuen Spieler eingeschlagen sind, spiegelte sich nur wenige Tage später bei den Marktwert-Einschätzungen des Online-Portals transfermarkt.de wider. Der FC steigerte den Kaderwert demnach um nahezu 40 Prozent. Doch nicht nur Kessler und Co. haben im Sommer auf dem Transfermarkt einiges richtig gemacht. Auch der Hamburger SV hat sich nach dem Aufstieg verändert, ein neues Gesicht bekommen. Und bei den Rothosen hat man offensichtlich im Sommer ebenfalls viel richtig gemacht. Der HSV hat auch ein Dutzend Spieler verpflichtet, von denen ebenfalls acht Akteure Stammspieler, zumindest zum erweiterten Kreis einer Stammformation gehören.

Luxusproblem im Mittelfeld

HSV-Coach Merlin Polzin hat ebenfalls mit dem ein oder anderen Luxusproblem zu kämpfen. Zuletzt musste der Hamburger Trainer gerade im Mittelfeld harte Entscheidungen treffen. Mit Nicolai Remberg, Nicolás Capaldo, Albert Sambi Lokonga und Fábio Vieira tümmeln sich gleich vier Neuzugänge im zentralen Mittelfeld, zwar auf unterschiedlichen, aber offenbar zu wenig Positionen für die gleiche Startelf. Auch in der Hintermannschaft hat sich der HSV mit Luka Vuskovic, Warmed Omari und Giorgi Gocholeishvili beeindruckend verstärkt. Die letzteren beiden fehlten zuletzt allerdings verletzt, Omari wird nach seiner Knieverletzung wohl noch lange ausfallen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich auch der vom FC ebenfalls umworbene Rayan Philippe beim HSV durchgesetzt.

Der Franzose gehörte zu den (mindestens) drei Spielern, die im Sommer wohl von beiden Clubs umworben worden sind. Neben Philippe setzte sich der HSV auch bei Jordan Torunarigha gegen die Kölner durch. Doch der Innenverteidiger erweist sich bislang als Transfer-Flop, kommt bei den Rothosen noch nicht an die erhoffte Leistung ran. Das gleiche gilt für Stürmer Yussuf Poulsen sowie Bayern-Keeper Daniel Peretz. Dabei hat man in Hamburg offenbar clever investiert. Für die Neuverpflichtungen gaben Stefan Kuntz und Co. knapp zehn Millionen Euro aus. Bei den Kölnern waren es rund 25 Millionen Euro. In dieser Statistik lässt der FC zehn Ligakonkurrenten hinter sich. Allerdings hat der FC im Sommer auch durch die Verkäufe von unter anderem Damion Downs und Max Finkgräfe viel Geld eingenommen.

Interessant: Trotz der Marktwert-Steigerung und den hohen Investitionen im Sommer schätzt transfermarkt.de den Kaderwert des HSV knapp wertvoller ein, als den des FC – allerdings um keine 200.000 Euro. Die Tabelle offenbart aktuell ein Zwischenfazit: Unterm Strich haben beide Aufsteiger im Sommer offensichtlich sehr clever investiert.


Warum das 1:4 gegen die Bayern dem 1. FC Köln viel Mut machen kann

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln um Duell gegen die Bayern
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Warum das 1:4 gegen die Bayern dem 1. FC Köln viel Mut machen kann

Mit dem 1:4 gegen die Bayern ist der FC durchaus verdient aus dem Pokal ausgeschieden. Der Rekordmeister war einfach die bessere Mannschaft. Das ist auch zu erwarten gewesen. Allerdings haben sich die Kölner teuer verkauft. Sehr teuer. Warum die Bayern-Pleite dem 1. FC Köln Mut machen kann.

Der Blick auf die Anzeigetafel war heftig. 1:4 stand dort nach 90 Minuten in großen Ziffern. Zwar ging das Ergebnis in Ordnung, der FC hat sich aber teuer verkauft. Warum die Bayern-Pleite dem 1. FC Köln Mut machen kann.

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Lukas Kwasniok hatte es vor dem Pokalfight gegen den FC Bayern München gesagt und der Trainer wiederholte es auch nach der 1:4-Pleite. Um die Bayern zu „stressen, muss ganz ganz viel zusammenkommen“, sagte der Kölner Coach etwa am Dienstag. „Du brauchst mehr als nur ein Quäntchen Glück. Du brauchst einen schlechten Tag der Bayern“, so Kwasniok weiter, der als zusätzliche Zutaten für das Bayern-Erfolgs-Rezept auch noch die Fans und einen aufopferungsvollen Kampf nannte. Den Kampf lieferten die Kölner, die Fans standen ohnehin als 12. Mann hinter den Geißböcken. Es fehlte aber das Quäntchen Glück und ganz offensichtlich auch der schlechte Tag des Gegners. So stand am Ende eine verdiente 1:4-Niederlage auf der Anzeigetafel und doch war Kwasniok der Meinung, dass alle „ein wenig zufrieden nach Hause“ gehen könnten – „zumindest mit der Leistung“.

Köln bislang Bayerns größte Herausforderung

Angesichts des Ergebnisses und des Pokal-Aus hätte die Aussage überraschen können. Sie tat es nicht, weil der FC durchaus eine gute Leistung gezeigt hat. Eine Leistung, die Mut für mehr machen sollte. Denn der FC Bayern gewann in Köln auch sein 14. Pflichtspiel in dieser Saison. Egal, ob im DFB-Pokal, in der Liga oder der Champions League; egal, ob der FC Chelsea, Borussia Dortmund oder Eintracht Frankfurt – bislang konnte noch kein Team dem Rekordmeister das Wasser reichen. Im Gegenteil: Die Bayern springen auch in dieser Spielzeit wieder von Rekord zu Rekord. Acht Siege in der Liga mit einer Tordifferenz von 30:4 hat noch kein Bundesligist in der Historie abgerissen. Europaweit gibt es aktuell auch kein Team, das eben jene 14 Pflichtspiele gewonnen hat.

In der Liga ließen die Münchner bislang im Schnitt acht gegnerische Torschüsse zu, von denen wiederum nur zwei auch aufs Tor kamen, der gegnerische xGoals-Wert lag im Schnitt bei 0,6. Der FC schloss insgesamt 13 Mal Richtung gegnerischen Kasten ab, so viel wie noch kein Gegner in dieser Saison, brachte davon auch sieben Versuche aufs Tor und erreichte einen xGoals-Wert von 1,52. Eine halbe Stunde sah es so aus, als könne der FC im Pokal für die nächste Überraschung sorgen. Und das eben nicht nur durch Wille und Leidenschaft, also die Zutaten, die für eine Pokal-Sensation nötig sind. Der FC spielte mutig mit. Und das war auch der Masterplan. „Wenn du die Bayern nicht Mann gegen Mann anläufst, dann verteidigst du nur dein eigenes Tor. Und über 90 Minuten ist es dann nicht möglich, die Null zu halten“, sagte der Trainer. „Das ist unmöglich und du kommst gleichzeitig nicht in die Möglichkeit, ein Tor zu erzielen.“

Niederlage darf durchaus Mut machen

Und genau das darf dem FC auch Mut machen. Lukas Kwasniok hat wie am vergangenen Wochenende gegen Borussia Dortmund nun auch gegen den Rekordmeister einen taktischen Plan ausgeheckt, der mit eben jenem Quäntchen Glück, ein erfolgreicher hätte sein können. Der Kölner Coach hat in dieser Spielzeit schon mehrfach bewiesen, dass er mit seinen taktischen Kniffen richtig gelegen hat. Gegen die individuelle Klasse und Qualität der Top-Mannschaften ist es dann aber noch ein weiter Schritt. „Die vier Niederlagen sind alles Niederlagen gegen Mannschaften, mit denen wir uns noch nicht messen können“, sagte der Coach. Immerhin wäre gegen den VfB Stuttgart wohl durchaus ein wenig mehr drin gewesen. Gegen Leipzig, Dortmund und nun München setzte sich dann doch die qualitativ stärkere Mannschaft durch.

Und so machen auch die Aussagen des Trainers Sinn, dass nun die eigentlichen Highlight-Spiele kommen. Denn die bevorstehenden Aufgaben heißen nun einmal Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach. Teams, mit denen sich der FC durchaus auf Augenhöhe wähnt. Teams, gegen die die Kölner nun aber auch liefern müssen. Obwohl sich das Ergebnis doch deutlich anhört, kann der FC aus der 1:4-Pleite Selbstvertrauen mitnehmen. Und genau das ließ der Kölner Coach dann auch schnell wieder aufblitzen: „Die Bayern kommen im Januar nochmal nach Köln und dann versuchen wir, noch ein bisschen näher dranzusein.“


Der Bann ist gebrochen: Der 1. FC Köln überzeugt mit seinen Standards

Ragnar Ache, Eric Martel und Jonas Urbig gehen zum Ball
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Der Bann ist gebrochen: Der 1. FC Köln überzeugt mit seinen Standards

In der Liga warten die Kölner nach wie vor auf das erste Tor nach einem ruhenden Ball. Gegen die Bayern hat der FC diesen Bann im Pokal gebrochen: Der 1. FC Köln trifft nach einem Standard. Gegen den HSV soll das nun auch in der Liga gelingen.

In der Liga warten die Geißböcke noch darauf, im Pokal ist es gelungen: Der 1. FC Köln trifft nach einem Standard. Ragnar Ache verwertet eine Ecke von Isak Johannesson.

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In der Bundesliga ist die Statistik noch immer verheerend. Der FC ist nach wie vor die einzige Mannschaft der Liga, die noch nicht nach einer Standardsituation getroffen hat. Ein bitteres Zahlenwerk, denn auch Lukas Kwasniok weiß natürlich um die Bedeutung des ruhenden Balls. Und hob diese auch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Bayern hervor. „Es gibt nur ganz wenige Teilbereiche in einem Fußballspiel, in dem du eine völlig überlegene Mannschaft auf dein Niveau heben kannst. Dazu gehören eben auch Standardsituationen“, hatte der Coach noch am Dienstagnachmittag betont. Und den Plan verfolgten die Kölner gegen die Bayern. Vor allem die Ecken von Isak Johannesson sorgten für ordentlich Gefahr.

Ache trifft nach einer Ecke

Und das auch schon gegen den BVB am vergangenen Wochenende. Da hatte der Isländer eine Ecke in die Box gebracht und Eric Martel war scheinbar so überrascht, dass er Nico Schlotterbeck den Vortritt ließ. Der Nationalspieler brachte den Ball unfreiwillig auf das eigene Tor. Nun kamen die Hereingaben ebenfalls so gefährlich vor das Tor, dass man sich über die bisherige Ausbeute von keinem Treffer, der aus einem ruhenden Ball resultiert, wundern durfte. So hätte Ragnar Ache bereits früh für den FC treffen können. Auch der Schussversuch von Johannesson, den Urbig aus dem Giebel kratzte, war die Folge eines Eckballs, genauso wie der Abschluss von Joel Schmied, den Jonathan Tah noch gerade so blockte. Abgesehen von dem Pfostenschuss von Linton Maina ging die größte Gefahr der Kölner tatsächlich von den Standards aus.

Und so war es auch eine Ecke, die dem FC die Hoffnung auf die Sensation gab. Ache setzte sich bei einer weiteren Hereingabe von Johannesson gegen Dayot Upamecano durch und nickte zur Führung ein. Auch, wenn die Statistik in der Liga bitter ist, haben die Kölner bewiesen, dass sie Standardsituationen doch können. Allerdings bestätigte der Pokalfight noch eine andere Statistik. Nämlich die der Kölner Anfälligkeit bei Standards. Auch bei den Gegentoren nach einem ruhenden Ball liegen die Geißböcke in der Liga auf dem letzten Rang. Und auch gegen die Bayern gab es im Pokal nach der Ecke den Treffer zum 1:3. „Der Ball auf den ersten Pfosten. Ich habe noch versucht hinzukommen, aber die Bayern haben einen Block gestellt und ich kam nicht mehr ran“, sagte Keeper Ron-Robert Zieler, der nicht die beste Figur machte.

Am Sonntag geht es nun gegen den Hamburger SV. Und auch die Rothosen sind in dieser Spielzeit alles andere als torgefährlich, wenn es um den ruhenden Ball geht. Erst einen Treffer hat der HSV nach einem Standard in der Liga erzielt. Der FC würde sicherlich gerne nachziehen.


Starker Pokal-Auftritt: Ragnar Ache betreibt beim 1. FC Köln Eigenwerbung

Ragnar Ache im Kopfball-Duell im Spiel gegen den FC Bayern München
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Starker Pokal-Auftritt: Ragnar Ache betreibt beim 1. FC Köln Eigenwerbung

Bislang kam der Angreifer nur selten über die Rolle des Edeljokers hinaus. Gegen die Bayern zeigte der 27-Jährige eine starke Leistung und das nicht nur aufgrund seines Treffers. Ragnar Ache wird beim 1. FC Köln zur Option.

Die 1:4-Niederlage war verdient und fiel doch irgendwie besonders bitter aus. Auch, weil einige Kölner eine richtig starke Partie ablieferten. Vor allem der Angreifer: Ragnar Ache wird beim 1. FC Köln zur Option.

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Der Fuß war mit einem dicken Eisbeutel versehen, als sich die Protagonisten des Kölner Pokalfights Richtung Katakomben bewegten. „Das Eis ist nur für die Sicherheit“, erklärte Ragnar Ache nach dem Duell gegen den FC Bayern. Der Stürmer hatte zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startformation gestanden. Bereits nach einer Viertelstunde war Ache von Aleksandar Pavlović unsanft von den Beinen geholt worden. Die Erinnerung trug der Stürmer also nun noch nach dem Spiel. Doch für den 27-Jährigen gab es an diesem Abend auch gute Erinnerungen. Denn der Angreifer stand nicht nur wieder überraschend in der Startelf, der Sommer-Neuzugang war gegen den FC Bayern auch noch einer der besten Kölner. Und das über die gesamte Spielzeit. „Ich bin richtig froh darüber, vor allem mit meiner Verletzungsgeschichte. 90 Minuten gegen die Bayern ist kein einfaches Spiel“, sagte Ache.

“Das war ein geiles Gefühl“

Der Stürmer blickt auch auf keinen einfachen Saisonstart zurück. Zumindest aus seiner Sicht. Ache war im Sommer die erste Neuverpflichtung der Geißböcke und direkt mit hohen Erwartungen versehen. Trotz guter Auftritte in der Vorbereitung kam der 27-Jährige aber nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Dabei hatte Ache unter anderem die Partie der ersten Runde des DFB-Pokals nach seiner Einwechslung entscheidend verändert. Der Stürmer hatte gleich beide Kölner Tore in der Schlussphase vorbereitet. Ache sammelte zwei weitere Assists, unter anderem im Duell gegen den VfB Stuttgart, als er ebenfalls von Beginn an auflief. Nun, bei seinem zweiten Startelf-Einsatz, erzielte der Stürmer dann auch endlich sein erstes Tor im FC-Trikot. „Das war ein geiles Gefühl“, sagte Ache. „Wenn man dann endlich das Tor schießt, dann ist man erleichtert.“

Schon zuvor hatte Ache ein Kopfball-Duell gegen die Hintermannschaft der Bayern nach einer Ecke gewonnen. Aber Jonas Urbig bekam noch im rechten Moment den Arm in die Höhe gerissen. Anschließend machte es der Angreifer besser. Ache nickte die Kugel präzise ins Eck ein. Insgesamt gab der Stürmer drei Torschüsse gegen die Bayern ab. Wohlgemerkt gegen die Mannschaft, die in der Liga im Schnitt gerade einmal acht Torschüsse pro Spiel zulässt. Ache bereitete drei weitere Abschlüsse vor. Dazu gewann der Stürmer nahezu 60 Prozent seiner Zweikämpfe, die meisten in der Luft. Und damit betrieb der Stürmer natürlich ordentlich Eigenwerbung. „Ragnar hat ein gutes Spiel gemacht“, lobte also auch Trainer Lukas Kwasniok.

Eine Einsatzgarantie für die Aufgabe gegen den Hamburger SV am Sonntag war das aber nicht. „Das Spiel war extrem auf ihn zugeschnitten“, fuhr Kwasniok fort. „Gegen den HSV können wir das nicht so 1:1 machen. Wir müssen neue Lösungen finden. Aber er hat auf sich aufmerksam gemacht.“ Bereit wäre der Stürmer. Der Fuß ist wohl nicht schwerer verletzt. „Wenn der Trainer mit mir rechnet, dann bin ich da würde ich sagen“, sagte Ache, der sicher mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen „da“ wäre. 


Kampfgeist, Chaos, Kontroversen: Kölns großer Abend gegen die Bayern

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Kampfgeist, Chaos, Kontroversen: Kölns großer Abend gegen die Bayern

Köln kämpft wie die alten Römer, Bayern siegt wie gewohnt. Ragnar Ache brachte das Kölner Stadion erst zum Beben, doch dann lassen Schiedsrichterpech und Münchner Abgeklärtheit den Traum vom Fußballwunder platzen beim 1. FC Köln: Ein beeindruckender Abend für die Geißböcke.

In der laufenden Spielzeit konnte noch kein Team Rekordmeister FC Bayern München die Stirn bieten wie am gestrigen Abend der 1. FC Köln: Ein beeindruckender Abend für die Geißböcke.

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Pokalnächte haben ihren eigenen Zauber. Sie entfachen die Leidenschaft der Fußball-Romantiker: Im Pokal schrieb der Fußball seine schönsten Geschichten. Hier wurden schon die Wundertaten von Drittligisten wie in der Vorsaison von Arminia Bielefeld zur Legende. Das Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München passte perfekt in dieses Muster. Es war ein Abend voller Emotionen, Wendungen und kleiner Dramen, wie sie nur der DFB-Pokal hervorbringen kann. Ein kämpfender Außenseiter, der sich mit Leidenschaft gegen die übermächtigen Bayern stemmte. Die Rückkehr von Torhüter Jonas Urbig ins Müngersdorfer Stadion. Und schließlich sorgte eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Tobias Welz und seinem Gespann für das Gesprächsthema des Abends.

Tapfere Römer bereiten Bayern ernsthafte Probleme 

Um die Mannschaft vor dem Fight gegen die in der laufenden Saison übermächtig erscheinenden Bayern einzustimmen, tat der Support aus der Kurve in Müngersdorf sein Übriges. Dort spannten die Fans kurz vor Anpfiff ein Tifo, das bei den Spielern einen Nerv getroffen zu haben schien. Die Südkurve zierte das Abbild eines Römischen Soldaten mit gezücktem Schwert in Angriffstellung, geschmückt mit dem Wappen der Stadt Köln. Darunter das Banner:  “Des Römers Erbe bleibt bestehen – Köln wird niemals untergehen” Und die elf Kölschen Legionäre wurden den Ansprüchen, die so eine Inszenierung erweckt, mehr als gerecht. 

FCB-Coach Vincent Kompany schickte seine erste Garde aufs Feld, nachdem er am Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach noch rotiert hatte. Mit Superstar Harry Kane in der Spitze trat der Rekordmeister in Bestbesetzung an und bekam es mit einem 1. FC Köln zu tun, der von Beginn an keinerlei Ehrfurcht zeigte. Der Effzeh stellte sich der Herausforderung mit den Gästen in einem kampfbetonten Spiel Mann-gegen-Mann. Müngersdorf wurde gestern Abend phasenweise zu einer Gladiatorenarena. Auffällig war dabei vor allem Eric Martel, der als eine Art persönliche Leibgarde von Harry Kane agierte. Der 23-Jährige wich dem englischen Stürmer kaum von der Seite. Kölns Trainer Lukas Kwasniok hatte seine Mannschaft perfekt auf den Favoriten eingestellt. In den ersten 35 Minuten fehlte den Bayern sowohl die gewohnte Dominanz als auch die absolute Kontrolle über das Geschehen.

Erstes Tor von Ache lässt Müngersdorf beben

Das Tor von Ragnar Ache nach einer scharfen Hereingabe fiel zwar etwas überraschend, war angesichts des Spielverlaufs in der Anfangsphase jedoch absolut verdient. Der Angreifer, dessen Trainer nach dem Spiel gegen Augsburg noch eine fehlende Körperlichkeit attestiert hatte, setzte sich im Luftzweikampf gegen den robusten Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano durch und erzielte in der 31. Minute das 1:0. Es war Aches erster Treffer im Trikot des 1. FC Köln. Der Neuzugang aus Kaiserslautern hatte bereits in der ersten Pokalrunde entscheidenden Anteil am Weiterkommen, als er gegen Regensburg als Joker beide Treffer vorbereitete. Auch diesmal ging der Plan von Trainer Kwasniok auf, der besonders auf Standardsituationen vertraute. Köln nutzte jede Gelegenheit, den Favoriten bei ruhenden Bällen zu fordern und zeigte sich in diesen Momenten zielstrebig und entschlossen.

Ache selbst zeigte sich nach dem Abpfiff erleichtert: „Das war ein geiles Gefühl. Die letzten Wochen und Monate waren es nur Assists und keine Tore. Wenn man dann endlich das Tor schießt, dann ist man erleichtert“, sagte der Stürmer. Doch das Momentum der Kölner währte nicht lange. Der amtierende Tabellenführer schüttelte den Schock des Rückstands schnell ab und begann, das Spiel zunehmend an sich zu reißen.

Bayern kämpft sich zurück – mit tatkräftiger Unterstützung des Schiedsrichtergespanns.

Zwei gute Aktionen reichten dem FC Bayern aus, um die Partie noch vor dem Wechsel auf den Kopf zu stellen. Mitten in der Drangphase der Kölner zeigte der Favorit, warum er in Deutschland das Maß aller Dinge ist. Es brauchte einen Moment individueller Klasse, um den Spielverlauf zu drehen. In der 36. Minute marschierte Konrad Laimer dynamisch durch die Kölner Hälfte und legte quer auf Josip Stanišić, der zentral vor Ron-Robert Zieler zum Abschluss kam. Dabei stand jedoch nicht nur der Torschütze im Mittelpunkt, sondern auch das Schiedsrichtergespann um Tobias Welz. Zieler parierte den ersten Versuch stark, doch der Abpraller landete bei Luis Diaz, der den Ball aus einer klaren Abseitsposition über die Linie drückte. Das Tor hätte nicht zählen dürfen, wurde aber dennoch gegeben. Die Proteste der Kölner verhallten wirkungslos und der Ausgleich sorgte für hitzige Diskussionen auf dem Rasen und auf den Rängen.

Nur wenige Minuten später bestraften die Bayern die Gastgeber ein zweites Mal. Harry Kane setzte sich mit einem cleveren Körpereinsatz gegen seinen Manndecker Eric Martel durch und schlenzte den Ball aus spitzem Winkel unhaltbar ins Tor. Kurz vor der Pause hatten die Gäste das Spiel gedreht. Marius Bülter fand nach dem Schlusspfiff deutliche Worte: „Das ist extrem bitter. Vor allem, weil es auch nicht knapp Abseits war. Noch mehr ärgert mich, dass ich in der Halbzeit mit dem Schiedsrichter spreche und er mir erzählen will, er habe es sich in der Halbzeit nicht angeguckt und wolle mich ein Stück weit für doof verkaufen. Das nervt mich. Ich habe ihm ja schon auf dem Spielfeld gesagt, dass es Abseits war, und ihn dann in der Halbzeit noch einmal darauf angesprochen. Ich finde, man sollte dazu stehen.“

Leistungsunterschied wird in Halbzeit zwei deutlich

In der 64. Minute sorgten die Bayern für die Vorentscheidung. Mit einer Ecke von der linken Seite zirkelte Joshua Kimmich den Ball mit viel Effet in den Fünfmeterraum. Kölns Torhüter Zieler wurde dabei eng zugestellt und kam nicht mehr rechtzeitig an den Ball. Kane nutzte den Moment, stieg am höchsten und köpfte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Umringt von Tom Krauß und Martel setzte sich der englische Stürmer dennoch durch und schnürte seinen Doppelpack.

Der Rekordmeister spielte die Partie anschließend routiniert zu Ende. In der 72. Minute leistete sich Kölns Sebastian Sebulonsen einen folgenschweren Ballverlust. Aleksandar Pavlović schaltete schnell, zog über die rechte Seite an und fand im Zentrum Luis Diaz. Der Kolumbianer legte quer auf den einlaufenden Michael Olise, der überlegt einschob und damit den Endstand herstellte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Klassenunterschied deutlich sichtbar.

Kölns Trainer Kwasniok zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch und realistisch. „Wir haben dann Mann gegen Mann versucht, sie von unserem Tor wegzuhalten. 30 Minuten ist das ganz ordentlich gelungen. Dann kam das 1:1, dann das 1:2 innerhalb von drei, vier Minuten, und dann wurde es schwer“, sagte der FC-Coach.

Kwasniok: “Hatte Sorge, dass das Stadion auseinanderfällt”

Von diesem Pokalabend werden wohl nur die ersten 45 Minuten in wohliger Erinnerung bleiben, da ist sich Lukas Kwasniok sicher. Besonders die Phase rund um das Führungstor werde ihm im Gedächtnis bleiben: „Es hat uns ein wenig leidgetan um die Stimmung im Stadion, weil die in den Minuten um das 1:0 natürlich unglaublich war. Ich habe mir Sorgen gemacht, dass das Stadion auseinanderfällt. Aber am Ende gehen alle irgendwie zufrieden nach Hause. 1:4 hört sich hart an, aber wir sind nicht die Ersten, die am Ende von den Bayern den Hintern versohlt bekommen, weil sie einfach gut sind“, sagte der Kölner Trainer nach dem Schlusspfiff.

Für den FC Bayern war es der 14. Sieg im 14. Pflichtspiel der Saison. Das hat vor ihnen noch kein Team der Top-fünf-Ligen Europas erreicht. Zugleich waren es die ersten fünf Minuten in dieser Spielzeit, in denen die Münchner in Rückstand gerieten. Und kein Gegner hatte bislang so häufig auf das Tor der Bayern geschossen wie der 1. FC Köln mit ganzen 13 Abschlüssen. Zahlen, die verdeutlichen, dass die Kölner auch mit den mächtigsten Kräften des deutschen Fußballs mithalten können. Am Sonntag steht für die Mannschaft von Kwasniok bereits das nächste Spiel an. Dann empfangen die Domstädter den Mitaufsteiger Hamburger SV.