Gerhard Struber zur Kaderplanung: „Wir haben ein paar Entscheidungen anstehen“

Gerhard Struber Trainer des 1. FC Köln
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Gerhard Struber zur Kaderplanung: „Wir haben ein paar Entscheidungen anstehen“

Mit dem Testspiel gegen die Kickers Offenbach geht beim 1. FC Köln die dritte intensive Trainingswoche zu Ende. Und offenbar beginnt nun das Casting für den Kader des 1. FC Köln: Gerhard Struber kündigt eine baldige Kader-Verkleinerung an.

Für den 1. FC Köln geht es so langsam in die finale Phase der Vorbereitung. Schon in einer guten Woche holt sich das Team von Gerhard Struber in Österreich den Feinschliff für die Saison ab. Zuvor stehen aber noch einige Einheiten auf dem Plan des 1. FC Köln. Und wohl die angekündigte Kader-Verkleinerung.

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Am Freitagvormittag wurde es noch einmal intensiv auf dem Trainingsplatz am Geißbockheim. Nun steht für den 1. FC Köln zum Abschluss der dritten Vorbereitungswoche das Testspiel gegen Kickers Offenbach am Samstag auf dem Plan. Und FC-Trainer Gerhard Struber erwartet einen etwas stärkeren Gegner als bei den ersten beiden Testspielen. Nach der Einheit zog der Coach ein insgesamt positives Fazit. „Die Jungs ziehen extrem mit. Und wir haben eine sehr intensive Woche hinter uns gebracht“, sagt der Trainer. Vor allem sei es darum gegangen, unter „Raum- und Zeitdruck Lösungen zu schaffen. „Es stimmt mich sehr positiv, dass die Mannschaft sehr robust ist und das Tempo gut mitgehen kann, ohne, dass wir große Verletzungen haben“, so der Coach.

Struber: „Das macht dann einfach keinen Sinn“

Der Trainer kann gegen Kickers Offenbach also nahezu aus dem Vollen schöpfen, den XXL-Kader aufbieten. Möglicherweise zum letzten Mal in einem Testspiel. Denn wie angekündigt, will Struber den Kader reduzieren und das schon sehr bald. „Wir werden da schon in den nächsten Tagen die ein oder andere Entscheidung treffen, um den Kader auch ein wenig schlanker zu bekommen“, sagte Struber und betonte, dass man nun Zug um Zug Gespräche führen werden. „Wir haben ein paar Entscheidungen anstehen. Dann wollen wir in die Testspiele und ins Trainingslager mit einer Anzahl von Spielern gehen, wo wir mehr Zugriff haben.“ Die Einsatzzeit gegen Offenbach werde aber wohl noch keinen großes Aufschluss über die möglichen Kaderplätze geben. Da werde man flexibel sein.

Dennoch wird es in den kommenden Tagen Entscheidungen über die Kader- und möglicherweise auch Vereinszugehörigkeit geben. Die Wahl wird dem Coach jedenfalls nicht einfach fallen. „Es ist immer ein Härtefall, wenn man sieht, wie engagiert die Leute dabei sind. Dann ist es nicht einfach“, sagt Struber. „Es ist wichtig, dass die Jungs zukünftig dort Einsatzzeit bekommen, wo sie sich entwickeln können. Wenn wir ihnen nicht die richtige Zeit anbieten können, dann macht es einfach keinen Sinn.“ Dann müsse man über Modelle nachdenken. Etwa in der U21 oder als Leih-Modell. Namen wollte der Trainer verständlicherweise nicht nennen.

Struber: „Der Weg zum Profi ist ein weiter“

Auch nicht bei Spielern, die in der Vorbereitung bislang positiv herausstachen. Zwar hob der Coach die „Schar an talentierten jungen Spielern“ hervor, die eine „gewisse Bewaffnung“ haben und spannend seien. „Da wurde in der Vergangenheit beim FC einfach gut gearbeitet.“ Und dennoch könnte es bei der Kaderreduzierung gerade einige Nachwuchskicker treffen. „Der Weg zum Profi ist dann aber noch ein weiter“, so Struber. „Die Jungs haben schon einen Weg zu gehen. Gleichzeitig brauchen sie Vertrauen und Spielzeit.“ Wen es in den kommenden Tagen treffen wird, ließ der Trainer also offen. Die Personalie Davie Selke wollte der Trainer am Freitag nicht mehr wirklich kommentieren. Er habe ohnehin den Fokus auf die Spieler gelegt, die ihm zur Verfügung standen. Die Situation um Selke tangiere ihn daher nicht so sehr.


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Martel über FC-Verbleib

Eric Martel: „Für mich war es auf jeden Fall ein Dämpfer“

Eric Martel vom 1. FC Köln
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Eric Martel: „Für mich war es auf jeden Fall ein Dämpfer“

Auch Eric Martel hätte den FC im Sommer verlassen können, entschied sich aber für den FC. Nun äußert sich der Kapitän der U21-Nationalmannschaft im Podcast des 1. FC Köln: Das sagt Eric Martel über den FC-Verbleib und den Abstieg mit den Geißböcken.

Nach der enttäuschenden Spielzeit und dem Abstieg mit dem FC war der Verbleib des Sechsers alles andere als sicher. Schließlich wird der 22-Jährige Interessenten gehabt haben. Auch dazu äußerte sich der gebürtige Bayer im Podcast des 1. FC Köln: Das sagt Eric Martel über den FC-Verbleib und den Abstieg mit den Geißböcken.

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Das Tempo ist drei Wochen vor dem Saisonstart hoch, das Training intensiv. Mitten drin Eric Martel, mit vollem Einsatz – und das nicht ohne Grund. „Ich bin richtig heiß, ich habe eine riesen Vorfreude“, sagt der 22-Jährige im aktuellen FC-Podcast mit Blick auf die bevorstehende Zweitliga-Saison. Besonders freut sich der gebürtige Bayer auf die Begegnungen gegen Düsseldorf, den HSV und natürlich seinen Heimatverein Jahn Regensburg. Doch der Mittelfeldspieler weiß auch um die Schwere der Aufgabe. „Es wird aber auf jeden Fall nicht leicht, wenn man sieht, was für Mannschaften jetzt in der zweiten Liga kicken, was für Traditionsclubs da mitspielen“, so Martel. „Man sieht das ja auch anhand der anderen Mannschaften wie zum Beispiel beim HSV, die sich gerade extrem scher tun, wieder in die erste Liga zu gehen.“ Auf den FC wartet harte Arbeit.

Martel: „Das war am Anfang sehr schwer für mich“

Dass Martel diese harte Arbeit beim FC angeht, war im Sommer allerdings alles andere als sicher. Der Sechser verfügte wie einige andere Spieler über eine Ausstiegsklausel, hätte den FC nach dem Abstieg durchaus verlassen können und es wird mit Sicherheit Interessenten gegeben haben. Martel entschied sich aber für die Geißböcke. „Du hast jedes Mal ein Fußballfest vor 50.000 Leuten und das ist etwas Besonderes hier zu spielen. Ich glaube, bei nicht so vielen Vereinen in Deutschland hast du das noch“, so Martel, der wenige Tage vor seinem öffentlichen Treuebekenntnis die entscheidenden Gespräche geführt habe. „Es ist einfach nur besonders, wenn du Einlaufen darfst, die Hymne hörst und dann 50.000 diese Hymne singen“, sagt Martel.

Der Mittelfeldspieler hatte am Abstieg aber durchaus zu knabbern. „Für mich war es auf jeden Fall ein Dämpfer. Es war das erste Mal, dass ich auf Vereinsebene sozusagen einen Rückschritt gemacht haben. Sonst war es recht erfolgreich bis normal, mit normalem Ergebnis abgeschnitten und das war jetzt das erste Mal, dass ein negatives Erlebnis eingetreten ist“, sagt der Kapitän der U21-Nationalmannschaft. „Das war am Anfang extrem schwer für mich.“ Gerade im Urlaub habe er abschalten können. „Ich glaube da habe ich es dann auch geschafft, das zu verarbeiten und einfach nach vorne zu blicken und auf die nächste Saison zu schauen.“ Somit liegt der Fokus auf der neuen Saison, auf dem Unterfangen schnellstmöglicher Aufstieg.

Martel sieht noch Entwicklungspotenzial

In der Mannschaft herrscht so etwas wie Aufbruchstimmung. „Ich hatte in der vergangenen Woche nicht einmal das Gefühl, dass jemand noch der vergangenen Saison nachtrauert. Im Gegenteil. Jeder hat echt Spaß wieder da zu sein und freut sich auf die kommende Saison“, so Martel. Dabei liegt der Fokus des 22-Jährigen auch weiterhin auf der eigenen Entwicklung. „Ich bin eigentlich so gut wie nie zufrieden nach einem Spiel. Außer es ist alles perfekt gelaufen, wir haben 5:0 gewonnen. Das ist leider nicht so oft vorgekommen. Ich weiß, dass ich noch Luft nach oben habe“, sagt Martel. Doch die Vorfreude steht im Vordergrund. „Einfach, dass ich wieder draußen kicken kann, Spaß haben kann, gegen den Ball zu treten und wieder für den FC auflaufen kann.“


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Martels Lohn für harte Arbeit

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Martels Lohn für harte Arbeit

Eric Martel ist einer der wenigen Kölner Spieler, die in dieser Saison konstant ordentliche Leistungen bringen. Am Samstag krönte er seine harte Arbeit mit dem ersten Saisontor.

Eric Martel erfüllt seine Rolle bei FC. Der 21-Jährige ist in der Startelf gesetzt und überzeugt Woche für Woche durch Leistung und Willen. So auch wieder am Samstag gegen den VfB: Martel belohnt sich für seine harte Arbeit.

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Einen großen Hehl wollte er gar nicht erst daraus machen. „Ich habe gesehen, dass am zweiten Pfosten keiner stand. Dann habe ich gehofft, dass der Ball da hin kommt. Kam er auch und dann musste ich ihn eigentlich nur noch reinmachen“, sagte Eric Martel in seiner gewohnt besonnenen Art. Dabei war sein Treffer schon etwas Besonderes. Martel traf gegen die favorisierten Schwaben zum Ausgleich. Für Martel das erste Saisontor, das zweite in der Bundesliga überhaupt. Für den FC war es dagegen der 16. Saisontreffer, der zehnte nach einem Standard. Vor allem war es aber ein besonders wichtiger. Denn durch das 1:1 entführten die Kölner einen Punkt einem Gegner, der vor dem Duell den meisten noch als übermächtig schien. „Man sieht, was Stuttgart für eine Saison spielt“, sagte der Torschütze.

Martel: „Irgendeiner muss es ja machen“

Und anders als einige seiner Mannschaftskollegen ordnete der Sechser das Spiel auch im Großen und Ganzen ein, hielt sich gar nicht erst lange mit der vergebenen Großchance von Alidou und damit vielleicht auch einem vergebenen Sieg auf. „Wenn man sich das ganze Spiel ansieht, muss man schon sagen, dass wir ein bisschen Glück gehabt haben, so viele Chancen wie Stuttgart hatte, aber wir nehmen den Punkt gerne mit“, sagte der 21-Jährige. Martel krönte mit seinem Treffer seine konstant gute Arbeit. Denn während sich die Kölner im bisherigen Saisonverlauf bekanntlich sehr schwer tun, spielt Martel auf einem konstant hohem Niveau. Mit seinen 21 Jahren ist er im Kölner Konstrukt nicht mehr wegzudenken, kommt längst an zahlreiche Leistungswerte seines ehemaligen Mitspielers Ellyes Skhiri heran.

Am Samstag kam der Sechser auf fast 13 Kilometer Laufleistung, brachte die meisten Pässe der Kölner Akteure zum Mitspieler, stopfte Lücken und suchte vor allem auch den Abschluss. Dabei wirkt Martel stehts unauffällig. Und Martel erzielte den wichtigen Ausgleich. Ein Tor des gebürtigen Straubingers ist eher eine Rarität. Anders als bei Skhiri, ist die Torgefahr des 21-Jährigen überschaubar. Martel ist eher der Mann fürs Grobe. „Irgendeiner muss es ja machen“, sagt Martel in der neuesten Ausgabe des „Geißbock Echo“. „Es macht mir aber auch Spaß. Ich mag es, Zweikämpfe zu gewinnen. Das gehört dazu, dass es beim Fußball auch mal scheppert.“ Nicht umsonst ist er auch nach dem Trainer-Wechsel im Januar absoluter Stammspieler und Leistungsträger.

Martel: „Gegen Leverkusen ist bestimmt auch was möglich“

Trotz seines verletzungsbedingten Ausfalls im vergangenen Herbst haben bei den Feldspielern bislang nur Timo Hübers und Jeff Chabot mehr Minuten für den FC gesammelt. „Ich spüre inzwischen sehr großes Vertrauen, wofür ich sehr dankbar bin. Ich versuche, die Rolle anzunehmen und voranzugehen“, sagt Martel. Das tut der Mittelfeldspieler aber längst nicht nur beim FC. Bei der deutschen U21 ist er Kapitän, würde das DFB-Team gerne bei der U21-EM im kommenden Jahr anführen. Bis dahin steht aber der Klassenerhalt mit dem FC im Fokus. Ein ambitioniertes Ziel. „Du kannst die Situation nicht einfach verändern, deshalb schaust du am besten auf das, was du beeinflussen kannst, und das ist deine eigene Leistung“, sagt Martel. „Deshalb versuche ich, in jedem Training, in jedem Spiel alles reinzuhauen, damit ich persönlich besser werde und wir als Team vorankommen.“

Einen kleinen Schritt hat der FC am Samstag gemacht. Für den ehrgeizigen Martel möglicherweise ein zu kleiner. Doch der Sechser hat den Blick schon nach vorne gerichtet. „Gegen Leverkusen ist bestimmt auch was möglich und Gladbach ist Derby, da brennt es immer“, sagt der Torschütze zum 1:1. Martel wird in beide Begegnungen wieder so viel wie möglich reinschmeißen.


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Dreikampf um die Doppelsechs?

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Dreikampf um die Doppelsechs?

Knapp drei Wochen vor dem Pokal-Auftakt beim VfL Osnabrück stehen zahlreiche Fragezeichen hinter dem Kader des 1. FC Köln. Schon seit Wochen wird über die Doppelsechs spekuliert. Gesetzt dürfte ein Spieler sein.

Seit der Verabschiedung von Ellyes Skhiri wabert rund um das Geißbockheim die Frage nach einem adäquaten Ersatz. Mit Jacob Christensen wurde ein Sechser an den Rhein gelotst, allerdings nicht der routinierte Spieler, den FC-Sportdirektor Christian Keller angekündigt hatte. Mittlerweile ist klar, der FC wird auf dieser Position nicht mehr nachlegen. Und somit ist er entbrannt: der Dreikampf um die Doppelsechs.

Dreikampf um die Doppelsechs
Bild: Herbert Bucco

Die Worte von Christian Keller überraschten zum Auftakt des Trainings vor gut zwei Wochen schon ein wenig. Man werde dann doch keinen routinierten Sechser mehr holen, die Verpflichtung von Jacob Christensen reiche für diese Position und damit für die Besetzung der Doppelsechs. Um seinen Worten mehr Gewicht zu verleihen, zählte der Sportdirektor die potenziellen defensiven Mittelfeldspieler des FC auf. Eric Martel, Jacob Christensen, Denis Huseinbasic, Mathias Olesen und Dejan Ljubicic sieht Keller auf der Position. „Das sind fünf Spieler. Ich gehe davon aus, dass zwei von denen auch in der Lage sind, regelmäßig zu spielen“, sagte der Sportdirektor vor 14 Tagen.

Tatsächlich zeigten Huseinbasic und Olesen in der bisherigen Vorbereitung eine starke Form, waren zum Beispiel beide am Treffer beim 1:1-Unentschieden gegen Mallorca beteiligt. Ein Spiel, bei dem beide Akteure auch sonst positiv hervorstachen. Allerdings sind die beiden Mittelfeldspieler keine klassischen Sechser, werden wohl kaum die Doppelsechs in der Saison bekleiden, sondern eher eine offensivere Variante im Mittelfeld spielen. Somit bleiben noch drei Optionen für die von Baumgart so gerne gespielte taktische Ausrichtung im defensiven Mittelfeld.

Eric Martel wohl gesetzt

Nach seinen konstant guten Leistungen in der zweiten Saisonhälfte, ist Eric Martel auf der Sechs gesetzt. 29 Bundesliga- und fünf Conference League-Spiele stehen nach seiner ersten Saison in Köln auf dem Konto des 21-Jährigen. 27 Mal stand er davon in der Startformation. Durch seine starken Auftritte ist der Marktwert des Straubingers um ein Vielfaches gestiegen, die Ablöse von 1,5 Millionen Euro wirkt mittlerweile wie ein Schnäppchenpreis. Insgesamt kommt der U21-Natioinalspieler bereits auf nahezu 100 Pflichtspiele als Profi. „Eric hat eine großartige Entwicklung genommen. Jetzt muss er beweisen, dass er ein gestandener Bundesligaspieler sein kann“, sagte Christian Keller vor einigen Wochen. Heißt: Martel soll nach dem schmerzhaften Abgang von Skhiri mehr Verantwortung übernehmen. „Ich mache mir da aber keinen großen Druck, ich bin 21“, sagte Martel unlängst der „Kölnischen Rundschau“. Und: „Mein Ziel ist es, mir einen Stammplatz als Sechser zu erkämpfen.“ Die Chancen stehen wohl nicht schlecht.

Und somit bleiben für die zweite Position Dejan Ljubicic und Jacob Christensen. Für Ljubicic stellt die Position im defensiven Mittelfeld die wohl größte Chance auf die Starformation dar. Zwar spielte der Österreicher in der vergangenen Saison oft auf der rechten Seite, allerdings nur, weil das Mittelfeld eben mit Skhiri und Martel gut besetzt war und Florian Kainz auf die Zehn rückte. Durch die Verpflichtung von Luca Waldschmidt und die Rückkehr von Mark Uth, wird Kainz wohl auf der Außenbahn gesetzt sein. Tatsächlich wurde Ljubicic vor zwei Jahren als Sechser nach Köln geholt. Bei seinem Heimatverein, Rapid Wien, spielte der heute 25-Jährige vornehmlich in der Zentrale. Zudem sind gewisse Parallelen zum Spielstil von Ellyes Skhiri nicht von der Hand zu weisen. Allerdings wäre Martel, der im April erst 21 Jahre alt geworden ist, der jüngste Sechser des Trios.

Auch Christensen hat gute Chancen

Gesetzt ist der Nationalspieler Österreichs dadurch aber auf keinen Fall. Denn auch Christensen bringt bereits viel mit. Unter anderem erstaunlich viel Erfahrung für sein doch junges Alter. Der Däne kommt schon jetzt auf 158 Pflichtspiele im Profifußball, war bei seinem Heimatverein FC Nordsjaelland in einigen Spielen Kapitän und meistens Leistungsträger seiner Mannschaft. „Aber nicht nur deshalb, sondern unter anderem auch wegen seiner technischen Versiertheit und seiner Fähigkeit ein Spiel im Aufbau zu lenken, trauen wir ihm den Sprung in die 1. Bundesliga zu“, sagte Keller bei der Vorstellung über „Jaxe“, wie Christensen in Dänemark genannt wird.

Mit seinem aggressiven, mutigen Laufspiel passt er perfekt in die Spielweise von Steffen Baumgart. Dazu kommt sein hohes Laufpensum und sein erstaunlich hohes Passspiel. Beides Werte, mit denen zuletzt immer Ellyes Skhiri beim FC punktete. Dabei läuft noch nicht alles rund für Christensen. „Die Intensität und Körperlichkeit ist schon sehr hoch, ganz anders als in Dänemark. Hoffentlich reicht die Vorbereitung aus, um mich anzupassen“, sagte Christensen vor einigen Tagen. Möglicherweise wird dieser Aspekt am Ende den Ausschlag geben. So oder so wird es ein Dreikampf, der den FC voraussichtlich die gesamte Saison begleiten wird. 

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1. FC Köln: Eric Martel – auf den Spuren von Skhiri

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1. FC Köln: Eric Martel – auf den Spuren von Skhiri

Eric Martel wurde in den vorläufigen Kader für die U21-Europameisterschaft nominiert. Kein Wunder, der 21-Jährige gehört zu den absoluten Leistungsträgern beim 1. FC Köln und: Eric Martel befindet sich bereits auf den Spuren von Skhiri.

Die Fäuste geballt, die Muskeln angespannt, ein lauter Schrei – als Eric Martel vor genau zwei Monaten seinen ersten Bundesliga-Treffer erzielte, konnte er seine Gefühle kaum bändigen. „Das ist der Traum eines jeden Jungen. Da gehen die Emotionen mit einem durch“, erklärte der 21-Jährige nach seinem Tor beim 3:1-Erfolg in Augsburg. Für das Kölner Talent war es sogar mehr als der Debüt-Treffer, Martel zeigte seine Offensivqualitäten, die die FC-Verantwortlichen noch als Defizit ansehen. „Er kann noch offensiver denken und agieren, aber da sieht man schon eine deutliche Entwicklung“, sagte Christian Keller, der Sportdirektor des 1. FC Köln: Eric Martel bewies einmal mehr, dass er sich auf den Spuren von Skhiri befindet.

1. FC Köln: Eric Martel befindet sich bereits auf den Spuren von Skhiri
Bild: Herbert Bucco

Erst vor wenigen Tagen teilte der FC ein Bild von Eric Martel auf den Social-Medien-Kanälen: Es zeigte den Youngster bei einem gemeinsamen Abendessen mit unter anderem Maximilian Schmid. Dazu die Worte „Sommerpause eingeläutet.“ Doch Martels Sommerpause ist nicht von langer Dauer. Der Mittelfeldspieler ist für die U21-Nationalmannschaft für die Europameisterschaft in Rumänien und Georgien (21. Juni bis 8. Juli) nominiert. Am heutigen Samstag bricht das Team zum Trainingslager nach Prad am Stilfserjoch in Südtirol auf. Diese Nominierung kommt nicht überraschend, sie ist folgerichtig. Martel ist seit November 2021 fester Bestandteil der U21, spielte zuvor auch schon in der U20 und U19.

Er hat einen brutalen Sprung hingelegt und ist noch lange nicht fertig“

Christian Keller

Und: Martel kann auf eine sehr gute Spielzeit im deutschen Oberhaus zurückblicken. Obwohl gerade erst 21 Jahre alt geworden, kam der Youngster wettbewerbsübergreifend in 35 Spielen zum Einsatz. Durch seine konsequente Defensivarbeit und eine überragende Laufleistung hat er den Abgang des Kölner Eigengewächses Salih Özcan nahezu vergessen gemacht. Gerade in der zweiten Saisonhälfte hat sich Martel für FC-Trainer Steffen Baumgart zu einem absoluten Leistungsträger entwickelt. Mittelfristig soll Martel in die Fußstapfen von Ellyes Skhiri treten, den er in einem Interview mit der „Kölnischen Rundschau“ als sein Vorbild bezeichnete. „Er hat einen brutalen Sprung hingelegt und ist noch lange nicht fertig“, sagte Christian Keller im Interview dem „Express„.

Skhiri und Martel liegen bei vielen Parametern gleichauf

Laut gool.ai hat der 21-Jährige seinen Marktwert tatsächlich auf 4,7 Millionen Euro gesteigert, liegt damit in der internen Rangliste der wertvollsten FC-Spieler auf Platz sieben. Das Online-Portal prognostiziert dem Mittelfeldspieler einen Marktwert von 7,5 Millionen Euro bis zum Sommer 2025. Damit ist er noch weit von Skhiri und dem für den Tunesier errechneten Marktwert von 15 Millionen Euro entfernt, nach den reinen Zahlen sind Skhiris Fußstapfen für den jungen Bayer aber nicht unerreichbar groß. Im Gegenteil – bei vielen Parametern bewegen sich die beiden Sechser auf Augenhöhe.

Martel

Eric

12.38

km/90 Min

304

Zweikämpfe

18

Sprints

FC-Spieler-Ranking

Zwar spulte Skhiri insgesamt 115 Kilometer mehr in der Liga ab, doch Martel spielte auch deutlich weniger. Hochgerechnet auf die Kilometer pro 90 Minuten kommt Skhiri auf 12,4 Kilometer, Martel auf 12,38. Der Tunesier absolvierte 19,25 Sprints pro Spiel, der U21-Nationalspieler 18. Skhiri gewann von 272 Zweikämpfen 56 Prozent, Martel von 304 Zweikämpfen 51 Prozent. Tatsächlich gibt es auch zahlreiche Daten, in denen der deutsche Youngster erfolgreicher ist. So brachte Martel 30 Prozent seiner 20 Flanken zum Mitspieler, Skhiri nur 23 Prozent von 13. Auch bei den erfolgreichen tödlichen Pässen und den gewonnen Zweikämpfen unter Druck schneidet der 21-Jährige deutlich besser ab.

Tatsächlich sind es die von Keller angesprochenen offensiven Parameter, die aktuell den großen Unterschied zwischen den beiden Akteuren machen. Skhiri kommt beispielsweise auf 27 Torschussvorlagen, während es bei Martel sieben sind. Der Tunesier war bei 75 Prozent seiner 32 Dribblings erfolgreich, Martel gerade einmal bei 50 Prozent seiner zwölf. Und: Skhiri erzielte sieben Treffer, Martel einen. „Ich muss noch mehr versuchen, Lösungen nach vorne zu suchen und da mutiger spielen. Ich würde mir wünschen, dass mal einer von mir reinfällt“, hatte Martel im März gesagt. Vier Wochen später fiel dann einer rein.

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