Der Kreis könnte sich am Sonntag für Florian Kainz beim 1. FC Köln schließen

Florian Kainz vom 1. FC Köln
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Der Kreis könnte sich am Sonntag für Florian Kainz beim 1. FC Köln schließen

Für den FC steht am Sonntagnachmittag das letzte Heimspiel der Saison an. Möglicherweise die Chance für ein emotionales Ende einer beeindruckenden Laufbahn beim 1. FC Köln: Bekommt Florian Kainz seinen emotionalen Abschied?

Nach dem 2:2-Unentschieden gegen Union Berlin ist der Klassenerhalt so gut wie sicher. Am Sonntag steht das letzte Heimspiel der Saison an. Möglicherweise gibt es dann noch einmal ein Spiel für Florian Kainz, bevor er im Sommer seine Karriere beendet.

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Ob er seinen sportlichen Abschied vor den eigenen Fans am Sonntagnachmittag bekommt, steht noch nicht fest. Gut möglich, dass die Verantwortlichen erst abwarten wollen, ob denn wirklich alles schon in Sachen Klassenerhalt sicher ist. Für Florian Kainz könnte sich aber ein kleiner Kreis schließen und gleichzeitig ein ganz großer. Vor etwa zweieinhalb Jahren lief der 33-Jährige das letzte Mal im Kölner Stadion gegen den 1. FC Heidenheim auf. Es war eine schwierige Saison, ein schwieriges Spiel. Die Kölner trudelten dem Abstieg entgegen und das in einer Saison, in der Kainz das Kapitänsamt übernommen hatte und nach Meinung einiger Fans und einiger Experten daran zu scheitern drohte. Kainz hatte die Verantwortung von Steffen Baumgart übertragen bekommen, doch wollte es seitdem beim FC und auch bei dem Mittelfeldspieler nicht mehr rund laufen. Ausgerechnet gegen Heidenheim zeigte der Österreicher einer seiner besten Saisonleistungen, bereitete einen Treffer vor, hatte somit seinen Anteil am 1:1.

Im Winter reifte die Idee

Doch der Aufschwung blieb aus. Beim FC, bei Kainz – und so ging es in die 2. Bundesliga. Mit dem Österreicher als Kapitän – wohl eine besonders bittere Erfahrung. Und das mit der 1:4-Niederlage gegen Heidenheim im Rückspiel. Sollte Kainz noch einmal spielen, schließt sich für den 33-Jährigen aber auch der sportliche Kreis einigermaßen versöhnlich. Siebeneinhalb Jahre wird der Mittelfeldspieler beim FC gespielt haben, wenn er im Sommer seine Karriere beendet. Mehr als 200 Mal trug Kainz den Geißbock auf der Brust, öfter als Thomas Häßler, Lukas Podolski oder Tony Polster. Das Karriere-Ende kam im März überraschend, war aber schon lange in den Ideen des 33-Jährigen gereift, wie er nun dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ in einem Interview verriet. „Nach dem Wintertrainingslager. Gegen Heidenheim war ich nicht im Kader und bin direkt zurück nach Köln geflogen“, sagt Kainz. Tatsächlich war der Mittelfeldspieler recht kurzfristig ausgebootet worden, fuhr nicht mit der Mannschaft nach Heidenheim.

Viele emotionale Momente

Eine auch für die Fans überraschende Aktion. „Danach habe ich Gespräche mit Thomas Kessler und Lukas Kwasniok geführt, und in den folgenden Wochen habe ich entschieden: Im Sommer ist Schluss. Im März habe ich es dann öffentlich gemacht“, so der Ex-Kapitän weiter. Schon vor einigen Wochen hatte der Mittelfeldspieler erklärt, dass die wenige Spielzeit nicht der ausschlaggebende Grund für das Ende der aktiven Laufbahn gewesen sei. Dazu beigetragen hat sie sicherlich schon. Für Kainz sei klar gewesen, dass er sein Karriere-Ende in Köln erleben wolle. Denn mit dem FC hat der 33-Jährige viel erlebt. Aufstiege, Abstiege, Europa, Corona. Bittere Momente wie der doppelte Ballkontakt beim Elfmeter im Pokal gegen Hamburg, unvergessene Spiele wie sein Gala-Auftritt im Derby gegen Gladbach, vermutlich auch den ersten verwandelten Freistoß in dieser Spielzeit.

Möglicherweise werden am Samstag einige dieser Szenen sich noch einmal hinter der Stirn des 33-Jährigen abspielen. „Ich ahne, dass es mich überwältigen wird. In den Spielen zuletzt, bei denen ich nicht im Kader war und die Hymne nur von außen gehört habe, die Spieler einlaufen sah – da musste ich schon schlucken“, sagte Kainz dem Stadt-Anzeiger. „Am Sonntag kommt meine ganze Familie: Eltern, Schwestern, meine Frau, alle mit Partnern und Kindern. Das wird ein Abschied, den ich nie vergessen werde.“


Das sagt Lukas Kwasniok zum Abschied von Florian Kainz – „Vielleicht zirkelt er ja noch mal einen rein“

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Das sagt Lukas Kwasniok zum Abschied von Florian Kainz – „Vielleicht zirkelt er ja noch mal einen rein“

Florian Kainz hat am Mittwoch sein Karriereende im Sommer bekannt gegeben. Für den Österreicher ist nach der Saison Schluss. Das hatte sich angedeutet. Der Spieler kam zuletzt immer seltener zum Einsatz für den 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zu Florian Kainz.

Elf Einsätze, zwei Mal Startelf insgesamt 230 Spielminuten – Florian Kainz kam in dieser Saison noch nicht so recht zum Zug. Vielleicht auch ein Grund, warum der Grazer seine Karriere beenden will. Nun äußerte sich der Trainer zum leisen „Servus“.

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Dass Florian Kainz in der kommenden Spielzeit nicht mehr für den FC auflaufen würde, war bereits in den vergangenen Wochen ein wenig abzusehen – zumindest die Tendenz. Der Österreicher hatte unter FC-Trainer Lukas Kwasniok nur noch wenige Chancen bekommen, sich auszuzeichnen, stand einige Male erst gar nicht im Kader (In 2026 fünf Mal). Im Gegensatz zu einigen Eigengewächsen aus dem Nachwuchs. Dass der Mittelfeldspieler aber nach der Saison seine Karriere beenden würde, kam dann für viele Fans vielleicht doch überraschend. Zumindest wäre beispielsweise eine Rückkehr nach Österreich nicht gerade einer Sensation gleich gekommen. Zahlreiche Weggefährten wie Mark Uth reagierten auf das emotionale „Servus“ in den Sozialen Medien, schickten ebenso emotionale Grüße.

Der plötzlich angekündigte Abschied kam für den Kölner Coach indes alles andere als plötzlich. „Die Nachricht war jetzt gestern für mich nicht mehr so überraschend. Wir haben da schon drüber gesprochen“, erklärte Lukas Kwasniok am Donnerstag. „Das ist jetzt keine Entscheidung von ihm, die er in den letzten drei Tagen getroffen hat. Mit dem Gedanken hat er schon ein Ticken länger gespielt. Wir haben uns auch darüber ausgetauscht und er hat sie erst Thomas Kessler und dann auch mir irgendwann mitgeteilt in den vergangenen Wochen.“ Kainz spielte bekanntlich mehr als sieben Jahre für den FC, kam im Januar 2019 von der Weser an den Rhein. „Die Dinge, die er in den letzten Wochen für die Mannschaft und den Verein getan hat, die wird er auch weiterhin tun. Er wird seine Erfahrung weitergeben“, sagt Kwasniok.

„Ich glaube mit dem gewissen Alter kommt so eine gewisse Souveränität, so eine Ruhe auch zur Hilfe und die strahlt er aus, wohlwissend, dass es halt irgendwann zu Ende ist“, so der Trainer weiter. Er sei weiter mit viel Freude dabei, gerade wenn er sich mit den anderen Spieler im Training battele, sagt Kwasniok. „Dass er ja, nach Möglichkeit die Zeit hier mit dem Klassenerhalt dann auch beenden will, das steht außer Frage und da wird er, glaube ich, auch noch mal alles für geben. Er hat hier ganz viele tolle Dinge erreicht. Conference League gespielt, zwei Aufstiege, war auch irgendwo der Aufstiegsheld im Spiel in Nürnberg. Wer weiß, vielleicht zirkelt er ja noch mal ein Freistoß rein.“ Dafür müsste der 33-Jährige dann aber auch noch mal zum Einsatz kommen. Im Hinspiel gegen den HSV traf der Österreicher zum ersten Mal in seiner Karriere per direktem Freistoß.