Kaum noch Einsatzzeit: Wie geht es weiter mit Florian Kainz beim 1. FC Köln?

Florian Kainz bekommt beim FC nur noch wenig Einsatzzeit
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Kaum noch Einsatzzeit: Wie geht es weiter mit Florian Kainz beim 1. FC Köln?

Für den dienstältesten Kölner Spieler läuft es aktuell nicht rund beim FC. Die vergangenen fünf Duelle Stand der 33-Jährige nicht eine Minuten auf dem Platz: Spielt Florian Kainz noch einmal für den 1. FC Köln?

Bereits seit Januar 2019 steht der ehemalige österreichische Nationalspieler für die Geißböcke auf dem Platz. In der aktuellen Saison kommt der Österreicher allerdings nicht auf viele Einsatzminuten, war zuletzt sogar gar nicht mehr berücksichtigt worden: Spielt Florian Kainz noch einmal für den 1. FC Köln?

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Noch im November des vergangenen Jahres hatte Florian Kainz beim 1. FC Köln ein Jubiläum gefeiert. Ganze 200 Pflichtspiele absolvierte der Österreicher mit seinem Einsatz gegen Werder Bremen mit dem Geißbock auf der Brust. Die Einsatzzeit hielt sich bei seinem besonderen Spiel allerdings in Grenzen, denn der 33-Jährige wurde von FC-Trainer Lukas Kwasniok erst acht Minuten vor Ende der Partie eingewechselt. Auch bei seinem 201. und bisher letzten Auftritt für die Kölner bekam der ehemalige Nationalspieler Österreichs nur acht Spielminuten. Seit nunmehr fünf Duellen spielt Kainz bei den Einwechslungen des FC-Coaches keine Rolle mehr – in die Startelf schaffte es der Mittelfeldspieler in dieser Saison sogar erst zwei Mal. Und das, obwohl Kwasniok 17 Mal mit einer unterschiedlichen ersten Elf begann.

Bittere Entscheidung

Trauriger Höhepunkt dürfte wohl die frühzeitige Rückreise nach Köln aus dem Trainingslager im spanischen La Nucia bedeutet haben. Denn Kainz kehrte nicht, wie der Rest der Mannschaft, über die Zwischenstation Heidenheim an den Rhein zurück. Der Kölner Routinier musste gemeinsam mit Luca Waldschmidt den direkten Weg wählen und stand für das vorletzte Duell der Hinrunde 2025/26 überraschend nicht im Kader der Geißböcke. Besonders bitter war bei dieser Entscheidung, dass Kwasniok Matthias Köbbing den Platz auf der Bank anbot – ein deutliches Zeichen. Zwar stand der Österreicher seitdem wieder zwei Mal im Kölner Kader, seine Qualitäten auf dem Platz beweisen durfte der Routinier allerdings nicht.

Noch im November äußerte sich Kwasniok zur Rolle seines Mittelfeldspielers. „Es ist oft sinnig, einen Schwimmer auf den vorderen Positionen zu haben. Mit Kainzi und Huseinbasic und Johannesson dahinter war Spielfreude im Zentrum möglich“, sagte der Trainer nach dem Duell gegen den Hamburger SV im November. Zur zugedachten Rolle von Kainz sagte der Kölner Coach im November: „Mit zunehmender Dauer einer Fußballlaufbahn wird es einfach etwas schwieriger, diese Akzente dann auch von Beginn an zu setzten“, so Kwasniok. Eine deutliche Aussage – und eine Rollenzuweisung, die in Verbindung mit den aktuellen Entwicklungen der Spielzeit zukünftig nicht auf viele Einsatzminuten hindeutet. Ob und vor allem wie viele Minuten der dienstälteste Kölner noch mit dem Geißbock auf der Brust auf dem Platz stehen wird, ist offen.

Der Vertrag des 33-Jährigen läuft bekanntlich im Sommer 2026 aus. Eine Tendenz bezüglich möglicher Gespräche ist noch nicht abzusehen, doch der Österreicher weiß um seine Situation. „Ich bin jetzt in einem Alter, in dem man nicht mehr die ganz langen Verträge hat“, sagte Kainz im Sommer im Interview mit come-on-fc.com. „Ich lasse es in Ruhe auf mich zukommen.“


Keiner kann Derby so wie Florian Kainz

Florian Kainz jubelt im Duell gegen Borussia Mönchengladbach
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Keiner kann Derby so wie Florian Kainz

Pünktlich zum Rheinischen Derby ist Florian Kainz in Form. Pünktlich, weil der Österreicher gegen die Borussia offenbar besonders gerne spielt. Der Routinier hat einige Geschichten gegen Gladbach und für den 1. FC Köln: Wird Florian Kainz erneut zum Derbyheld?

Gegen Borussia Mönchengladbach spielt er offenbar besonders gerne, zumindest mit dem 1. FC Köln: Wird Florian Kainz erneut zum Derbyheld?

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Die Erleichterung war Florian Kainz anzusehen. Der Mittelfeldspieler rannte mit dem breitesten Lächeln über den Rasen des Kölner Stadions. Kainz bestätigte später, dass das 2:0 gegen den Hamburger SV für den Routinier im Kölner Team der erste direkt verwandelte Freistoß überhaupt gewesen sei. Die Erleichterung dürfte aber auch groß gewesen sein, weil Kainz zum ersten Mal in dieser Saison die Chance von Beginn an bekam und diese offenbar um jeden Preis nutzen wollte. Schon im ersten Abschnitt ging Kainz auf das Tor zu, hätte vielleicht früher passen können, das Tor fiel trotzdem. Nach dem Wechsel machte er es mit dem ruhenden Ball besser. Der Österreicher scheint pünktlich zum Rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach mal so richtig in Form zu kommen. Vielleicht einen Tick zu früh?

Vier Tore, vier Vorlagen gegen die Fohlen

Denn in den vergangenen Derbys nutzte Kainz das Duell gegen den ungeliebten Rivalen gerne, um wieder in Form zu kommen. Vor ziemlich genau zwei Jahren empfingen die Geißböcke die Fohlen im Kölner Stadion. Der FC war in der Liga noch ohne Sieg. Sieben Spiele, sechs Niederlage lautete die bittere Bilanz. Nur ein müder Zähler war bis dahin drin. „In der Situation mit einem Punkt aus sieben Spielen wird natürlich sehr viel geschrieben und hinterfragt“, sagte Kainz damals. Dabei war es vor allem der Kapitän, der hinterfragt wurde. Die falsche Position, die falsche Form, die falsche Leistung waren damals Themen. Doch ausgerechnet gegen Gladbach platzte der Knoten. Mit zwei (eigentlich drei, einer wurde wiederholt) verwandelten Elfmetern brachte Kainz den FC auf Erfolgskurs.

Ein Jahr zuvor kamen die Kölner zwar nicht über ein torloses Remis hinaus, der Mittelfeldspieler war aber auch einer der besseren Geißböcke und zeigte nach zuvor eher durchwachsenen Leistungen eine starke Form. Zuletzt trafen die Teams im April 2024 aufeinander. Kainz hatte wieder den Faden verloren. Es wurde über die Bürde der Kapitänsbinde diskutiert. Gegen Leverkusen saß der Kapitän auf der Bank, gegen die Fohlen kehrte er zurück und fand erneut die richtigen Schlüssel. Beim 3:3 bereitete der Österreicher gleich zwei Tore vor. Insgesamt stand Kainz für den FC gleich acht Mal im Derby auf dem Platz. Von den jüngsten sechs verlor der Mittelfeldspieler mit Köln nur eins, gewann immerhin drei. Mittlerweile kommt Kainz auf vier Tore und vier Vorlagen gegen Gladbach.

„Es wird ein sehr spezielles Spiel. Ich habe schon einige Geschichten in Derbys gehabt – gute wie schlechte“, sagte Kainz am Sonntag nach dem HSV-Spiel. Zu den schlechten gehört sicherlich das 2:5 in der Spielzeit 21/22. Damals sah der Österreicher nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Zuvor hatte Kainz noch per Elfmeter den Ausgleich erzielt. Am Samstag steht das nächste Kapitel an. In Form befindet sich der 33-Jährige ganz offensichtlich.

29 Mal probiert, endlich ist es passiert! Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück

Florian Kainz jubelt mit der Mannschaft
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29 Mal probiert, endlich ist es passiert! Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück

Mit einem guten Spiel und einem überragenden Freistoß setzt er nach einer schwereren Phase wieder ein Ausrufezeichen beim 1. FC Köln: Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück.

Noch kein Mal schaffte es der Mittelfeldspieler in die Anfangsformation – bis zum Sonntag. Und sofort zeigte er eine beeindruckende Leistung für den 1. FC Köln: Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück.

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Für Florian Kainz gab es erst einmal nur einen Weg. Den zu Linton Maina. Der Mittelfeldspieler schüttelte seine Mannschaftskollegen nach seinem Treffer mit einer kurzen Täuschung ab, um seinem langjährigen Weggefährten lächelnd in die Arme zu fallen. Die beiden Kölner Profis eint eine ungewohnte Rolle in dieser Saison. Sowohl Maina als auch Kainz gehörten in den vergangenen Jahren zu den Stammspielern, oft auch zu den Leistungsträgern, zumindest zum erweiterten Kreis der Startelf. In dieser Saison ist alles anders. Die beiden Offensivkräfte kommen nicht so recht über die Rolle des Jokers hinaus. Im Sommer hatten sowohl Maina als auch Kainz im Interview mit come-on-fc.com gesagt, dass sie sich über den neuen, großen Konkurrenzkampf freuen. Die Freude hielt sich sicherlich zuletzt in Grenzen.

„Die ganze Situation war Wahnsinn“

Doch Lukas Kwasniok hält auch weiterhin sein Wort. Am Freitag hatte der Trainer gesagt, dass Florian Kainz irgendwann durchaus seine Chance von Beginn an bekommen würde. Und nur zwei Tage später war das irgendwann dann auch gekommen. Kainz und Maina standen in der Anfangsformation, der Österreicher zum ersten Mal in dieser Spielzeit, der gebürtige Berliner in der Liga zum zweiten Mal. „Dadurch, dass die Hamburger eben auch in einem 3-4-3 oder einem 3-5-2 zum Teil gegen den Ball agieren, war die Überlegung mit Ragnar Ache und mit Linton zwei unterschiedliche Spielertypen auf die letzte Reihe zu positionieren“, sagte Kwasniok. „Dann ist es manchmal schon auch sinnig, so einen Schwimmer irgendwo rund um die zwei zu positionieren.“ Kwasniok wollte mit diesem Schwimmer spielerische Mittel durchs Zentrum finden.

Und Kainz fand diese. Gerade im ersten Abschnitt lief im Zentrum viel über den Mittelfeldspieler. Der Routinier wich aber auch auf die Außen aus. Schon im ersten Abschnitt hätte der Offensivspieler treffen müssen, kurz bevor Ache die Führung erzielte. „Vor dem 1:0 wäre der Weg für mich frei gewesen und im Nachhinein war die ganze Situation Wahnsinn. Ich hätte dreimal selbst schießen können, dann wollte ich nicht zu Linton passen, weil ich dachte, dass er im Abseits stehen könnte“, sagte Kainz. „Dann kriegt ihn Linton auch nicht unter. Ragy hat es dann gut gemacht und ich freue mich, dass er wieder getroffen hat.“ Kainz nutzte dafür einen ruhenden Ball. Und das hatte nicht nur Seltenheitswert, das war die Premiere. „Ich habe ihn gut getroffen und bin froh, dass ich jetzt das erste Freistoß-Tor in meiner Karriere geschossen habe.“ 15 Jahre und 29 Versuche brauchte es für dieses Tor.

„Er hat die Chance genutzt“

Ein besonders schönes und ein besonders wichtiges. Denn eigentlich hatte der FC damit das Momentum wieder auf seiner Seite. „Kainzi hat heute diese Möglichkeit bekommen. Er hat sie genutzt und mit einem tollen Freistoß dann auch untermauert“, lobte Kwasniok, der aber auch schnell wieder bremste. „Er weiß, dass er nicht mehr jedes Spiel über 90 Minuten machen kann. Wir hoffen, dass wir nicht so lange auf das zweite Freistoß-Tor von ihm werden warten müssen wie aufs erste.“ Das hofft wohl auch Kainz, der sich in seiner „neuen Rolle“ auf der Bank erst einmal zurecht finden musste. „Es ist natürlich schön, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, sagte der Mittelfeldspieler. Für Kainz wird es in den kommenden Wochen und Monaten darum gehen, Eigenwerbung zu betreiben. Denn bekanntlich läuft der Vertrag des Österreichers im Sommer aus. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.


Florian Kainz und seine neue Rolle beim 1. FC Köln

Florian Kainz vom 1. FC Köln im Duell gegen den VfB Stuttgart
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Florian Kainz und seine neue Rolle beim 1. FC Köln

Nachdem er in der Saison 2022/23 noch als Kölner Kapitän auf dem Platz stand, kommt der 32-Jährige unter FC-Trainer Lukas Kwasniok noch nicht so richtig auf viel Einsatzzeit beim 1. FC Köln: Florian Kainz bleibt aktuell nur die Jokerrolle.

Der Österreicher ist in dieser Saison nicht die erste Wahl von Trainer Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln: Florian Kainz bleibt aktuell nur die Jokerrolle.

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Wenn die österreichische Nationalmannschaft diese Woche in den Qualifikationsspielen für die kommende Weltmeisterschaft gegen San Marino und Rumänien antritt, bleibt Florian Kainz nur noch die Rolle des Zuschauers. Keine unbekannte Rolle. Denn der Mittelfeldspieler war schon in den vergangenen Länderspielpausen nicht mehr für das Team von Ralf Rangnick nominiert, befand sich wenn überhaupt noch auf Abruf. Im Sommer 2024 nahm Kainz mit Österreich in seiner Wahlheimat Deutschland noch an der Europameisterschaft teil – zwar nur Edelreservist, dennoch war es nach eigenem Bekunden eine der schönsten Erfahrungen seiner Karriere.

Florian Kainz nur noch Edeljoker

Aktuell deutet nicht wirklich viel daraufhin, dass es eine Rückkehr in die Auswahl des ÖFB gibt. Zwar ist die Tür für den technisch starken Mittelfeldspieler sicherlich nicht geschlossen, die ganz großen Chancen sich zu beweisen, bekommt der 32-Jährige zumindest aktuell auch nicht. Kainz ist unter Lukas Kwasniok „nur“ noch Edeljoker. Das liegt auch an der Transferpolitik der Geißböcke. Der FC hat im Sommer gerade in der Offensive noch einmal richtig groß aufgetischt. Hat mit Jakub Kaminski einen neuen Stammspieler verpflichtet, mit Said El Mala einen großen Hoffnungsträger dazubekommen und auch Marius Bülter spielte schon auf der offensiven Außenbahn.

Viel Konkurrenz also für den Österreicher. Bereits im Sommer war sich der 32-Jährige über die Situation bewusst, bewertete die Zusammenstellung der Mannschaft mit Blick auf seine Zukunft durchaus realistisch. „Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß mit Jakub und seiner Bundesligaerfahrung. Dazu Said, der ein Shootingstar ist. Aber auch mit Linton und rechts mit Jan Thielmann“, sagte Kainz im Interview mit come-on-fc.com im Zuge des Trainingslagers in Bad Waltersadorf. „Gerade auf den Außen ist die Konkurrenz sehr groß. Das ist aber auch gut und jeder nimmt das im Training gut an und versucht, Gas zu geben“, so Kainz weiter.

Wenig Einsatzzeit und offene Zukunft

Die Strategie des Trainers, dass der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft die Leistungen der einzelnen Akteure anfacht, scheint aktuell aufzugehen. Bisher gab es auch immer wieder Spieler, die sich – wie zuletzt Dominique Heintz – zurück in die Startelf von Trainer Lukas Kwasniok trainieren konnten. Kainz kam bis dato allerdings nicht über die Rolle des Jokers hinaus. In den bisherigen sechs Duellen kam der Österreicher auf vier Einsätze und insgesamt 63 Minuten Einsatzzeit. In keiner Begegnung stand er länger als 20 Minuten auf dem Platz. Gegen Freiburg wurde der Österreicher nicht einmal im Spieltagskader berücksichtigt.

Mit einem Vertrag bis Sommer 2026 ausgestattet wird sich Kainz unter diesen Umständen möglicherweise Gedanken über seinen Verbleib beim FC machen. „Es gab noch keine Gespräche. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem man nicht mehr die ganz langen Verträge hat. Ich lasse das in Ruhe auf mich zukommen“, äußerte sich der 32-Jährige noch im Trainingslager zu seiner Zukunft. Ob Kainz sich in dieser Saison noch in die Startelf spielen kann, ist offen, bei Kwasnioks durchlässigem System aber sicherlich nicht gänzlich unmöglich.

Trotz wenig Einsatzzeit: Dominique Heintz und Florian Kainz füllen weiter eine relevante Rolle im Kölner Kader aus

Dominique Heintz vom 1. FC Köln
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Trotz wenig Einsatzzeit: Dominique Heintz und Florian Kainz füllen weiter eine relevante Rolle im Kölner Kader aus

Bisher hatten Florian Kainz und Dominique Heintz wenig bis keine Einsatzzeit in dieser Saison. Trotzdem haben beide eine relevante Rolle beim 1. FC Köln: Heintz und Kainz sind mit ihrer Erfahrung wichtig.

25 Minuten für Florian Kainz, noch keine einzige bei Dominique Heintz: Die beiden Stammspieler der vergangenen Jahre sind gerade eher außen vor. Trotzdem ist es gut für den Verein, dass sie im Kader stehen beim 1. FC Köln: Heintz und Kainz sind mit ihrer Erfahrung wichtig.

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27 Einsätzen, fünf Toren und zwei Vorlagen trug Florian Kainz in der abgelaufenen Saison zum Kölner Aufstieg bei. Vor allem zwei enorm wichtigen Treffer des 32-Jährigen blieben dabei in Erinnerung: In der ersten Partie unter Friedhelm Funkel gegen den 1. FC Nürnberg machte der Österreicher mit einem Doppelpack den Sieg für die Kölner klar und erhielt seiner Mannschaft damit die gute Ausgangsposition für den 34. Spieltag. Einen gehörigen Anteil am Aufstieg hatte auch Dominique Heintz. Der Innenverteidiger war mit 28 Einsätzen eine der Stützen in der Defensive. In der neuen Spielzeit in der Bundesliga sieht die Lage für beide jedoch anders aus. Kainz kam bisher nur in zwei der drei Begegnungen als Joker, Heintz wurde noch nichtmal für den Kader nominiert. Zu sagen, dass die beiden keine Rolle mehr beim FC spielen, wäre aber ein Trugschluss.

Sehr viel Erfahrung in der Bundesliga

Denn die Routiniers bringen eine sehr wichtige Facette in den Kader: Mit zusammengenommen 294 Bundesligaspielen sind die beiden durch ihre Erfahrung wertvoll für die Mannschaft der Kölner. Sie können Mitspielern, die noch nicht in der höchsten deutschen Spielklasse aufgelaufen sind, Tipps mitgeben und vermitteln, was es braucht, um bestehen zu können. Gleichzeitig kennen Kainz und Heintz den Abstiegskampf, speziell in einem emotionalen Umfeld wie Köln. Sollten die Geißböcke in den nächsten Monaten in der Tabelle weit unten stehen, können sie vorangehen und ihren Teamkollegen helfen, mit dem Druck umzugehen.

Gleichzeitig erfüllt Heintz insofern eine wichtige Rolle, dass die Kölner Verantwortlichen wissen, was sie an ihm haben. Sollte der Innenverteidiger gebraucht werden, wird er da sein. Solange jedoch kein Platz im Kader für den Routinier ist, akzeptiert der 32-Jährige das ohne Meckern. Mit seinem Verhalten ist der Verteidiger daher ein Faktor für eine gute Atmosphäre innerhalb der Mannschaft. Unzufriedene Bankspieler können die Stimmung im Team schnell negativ beeinflussen. Da Heintz aber seine Rolle annimmt, droht die Gefahr bei ihm nicht.

Große Konkurrenz für Kainz

Ähnliches dürfte für Kainz gelten. Der Linksaußen darf sich zwar mehr Hoffnung auf Einsatzzeit machen als Heintz, hat aber im Angriff große Konkurrenz, die sich bereits stark präsentiert hat. So gibt es auf seiner Lieblingsposition links in der Offensive mit Jakub Kaminski und Said El Mala gleich zwei Profis, die eher vor ihm stehen. Allerdings kann der 32-Jährige mit seiner Kreativität gerade als Joker eine Rolle spielen und sich empfehlen. Trotzdem muss sich wohl auch der österreichische Nationalspieler auf weniger Minuten als in der Vorsaison einstellen. Aber genau wie bei Heintz dürfte Kainz das wahrscheinlich akzeptieren und nicht für schlechte Stimmung im Team sorgen. So bleibt er dann trotz geringer Einsatzzeiten als Routinier weiter wichtig für den FC.


Reise in die Vergangenheit: Das Spiel gegen Leicester City wird für mehrere FC-Profis ganz besonders

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Reise in die Vergangenheit: Das Spiel gegen Leicester City wird für mehrere FC-Profis ganz besonders

Wenn der FC am Abend gegen Leicester City antritt, ist es für ein paar Akteure auf Seiten der Geißböcke nicht einfach nur ein Testspiel. Denn es gibt enge Verbindungen zwischen dem Austragungsort oder dem Gegner und einigen Fußballern auf Seiten des 1. FC Köln: Das Spiel gegen Leicester wird für mehrere Spieler besonders.

Wenn am Freitag in Graz der Ball rollt, dürften sich ein paar Spieler des FC ganz besonders freuen. Zwei Akteure, die mit dem Gegner verbunden sind, und zwei Rückkehrer in die Heimat laufen wahrscheinlich am Freitag im Test auf für den 1. FC Köln: Das Spiel gegen Leicester wird für mehrere Spieler besonders.

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Es war ein sehr schwerer Moment vor etwa einem Jahr für Florian Kainz. Damals stand er kurz davor, mit dem 1. FC Köln in die Steiermark ins Trainingslager zu fahren, ganz in der Nähe seiner Heimat. Aber dazu sollte es nicht kommen. „Das war letztes Jahr schon extrem bitter. Ich habe mich einen Tag vor dem Trainingslager im Testspiel verletzt, dann bin ich operiert worden. Ich hatte mich schon sehr gefreut. Denn ich war hier schon vor 15 Jahren mit Sturm Graz im Trainingslager“, erzählt der Mittelfeldspieler nun im Interview mit come-on-fc.com. Dieses Jahr hat der 32-Jährige allerdings mehr Glück gehabt. Erneut fährt der FC zum Trainingslager in die Steiermark und dieses Mal ist Kainz mit dabei. Dabei hat er wohl schon ein paar Mal in Erinnerungen an früher geschwelgt. Zum Beispiel im Teamhotel, indem der Österreicher bereits vor über einem Jahrzehnt zu Gast war: „Im Keller hängen noch Fotos von 2010 und 2011, auf denen ich zu sehen bin. Das ist schon lustig.“

Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Ein Highlight wird für Kainz daher auch das Spiel gegen Leicester City. Denn der Test wird in der Merkur Arena in Graz ausgetragen. Also in dem Stadion, wo er selber mit 17 Jahren sein Profidebüt für Sturm Graz gefeiert hat. Davor hatte der Linksaußen schon seit er sechs Jahre alt war für den Verein gespielt. Umso schöner ist es natürlich für ihn, jetzt nochmal in seiner Heimat aufzulaufen. „Ich freue mich einfach, dass wir hier sind und zum Testspiel dann auch ein paar bekannte Gesichter kommen – Freunde, aber auch Familie“, so Kainz.

Aber er ist nicht der einzige FC-Profi, für den das Spiel in der Merkur Arena eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte ist. Bis vor einem halben Jahr spielte auch Jusuf Gazibegovic noch bei Sturm Graz. Erst im Winter war er nach Köln gewechselt. Damals fand der Rechtsverteidiger emotionale Abschiedsworte, nachdem er zuvor über vier Jahre für die Österreicher gespielt hatte: „Meine Zeit in Graz war unglaublich und wird für immer in meinem Herzen bleiben. […] Danke an meine Mitspieler, alle im Verein und die großartigen Fans – danke, Schwoaze!“ Nun kann der 25-Jährige noch einmal in seinem alten Stadion auflaufen, wenn auch dieses Mal für den FC.

Zieler trifft auf Ex-Verein

Ron-Robert Zieler hat zwar noch nicht für Sturm Graz gespielt, aber dafür für den Kölner Gegner Leicester City. So sagte er bereits in der Halbzeitpause des Duells mit Fortuna Köln im Livestream des 1. FC Köln, dass das Spiel für ihn „auch natürlich besonders ist, weil ich ein Jahr bei Leicester war.“ 2016/17 stand der Keeper bei den Foxes unter Vertrag. Damals konnte er sich aber nicht gegen seinen Konkurrenten im Tor Kasper Schmeichel durchsetzen. Nun dürfte der Weltmeister von 2014 beim Aufeinandertreffen bestimmt auf ein paar alte Bekannte bei Leicester City treffen.

Neben Zieler hat auch Isak Johannesson eine besondere Verbindung zu Leicester City. Denn sein Vater Johannes Karl Gudjonsson spielte zwischen 2004 und 2006 für den Premier League-Absteiger. Da war der heute 22-Jährige gerade mal ein bis drei Jahre alt. Dass die Zeit aber bei ihm trotzdem hängen geblieben ist, zeigt ein Fakt, den der Mittelfeldspieler in seinem Steckbrief auf der Seite des 1. FC Köln verrät: Das erste Trikot, dass er jemals besessen hat, ist eines seines Vaters aus der Zeit bei Leicester City. Der Verein begleitet ihn also schon, seit er denken kann. Und somit dürfte es für ihn jetzt bestimmt etwas besonderes sein, genau gegen diesen Club selber spielen zu dürfen.

Florian Kainz im Interview – von Heimat, alten Fotos und bitteren Momenten

Florian Kainz im Interview Mit come-on-fc.com
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Florian Kainz im Interview – von Heimat, alten Fotos und bitteren Momenten

Florian Kainz geht in dieser Spielzeit in seine siebte komplette Saison beim FC. Mit come-on-fc.com sprach er im Interview während des Trainingslagers in Bad Waltersdorf über seine Zeit beim 1. FC Köln: Florian Kainz spricht über seine Konkurrenz und die Zukunft.

Die Rückkehr in die Steiermark freut den Österreicher besonders. Das diesjährige Trainingslager findet in Bad Waltersdorf statt – und der Routinier fühlt sich wohl – in der Heimat und beim 1. FC Köln: Florian Kainz spricht über seine Konkurrenz und die Zukunft.

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Herr Kainz, Sie scheinen keine großen Probleme mit Drehschwindel zu haben. In der ersten Trainingseinheit hier in Bad Waltersdorf mussten Sie sich einige Male um eine Stange drehen und dann aufs Tor schießen. Während die Kollegen zum Teil umgefallen sind, haben Sie den Ball in den Winkel genetzt…

Florian Kainz: Das war reines Glück (lacht). Es war eine unübliche Übung zum Start ins Trainingslager. Die hat natürlich jedem Spaß gemacht. Ich wollte einfach den Ball aufs Tor bekommen. Aber es ist cool, dass nicht immer die gleichen Sachen gemacht werden. Die Übung war aber eher dem geschuldet, dass wir noch das Spiel von Freitag in den Beinen und die Reise in den Knochen hatten. Deswegen haben wir nicht so viel trainiert. Die nächsten Tage werden wir richtig Gas geben.

„Das bedeutet etwas“

Im vergangenen Jahr hatten Sie in einem Interview angedeutet, wie sehr Sie sich auf das Trainingslager hier freuen. Sie kommen schließlich aus der Steiermark. Doch es kam anders. Eine Verletzung hat die Pläne durchkreuzt. Dieses Mal hat es geklappt.

Ich freue mich sehr, dass ich dieses Mal dabei bin. Das war letztes Jahr schon extrem bitter. Ich habe mich einen Tag vor dem Trainingslager im Testspiel verletzt, dann bin ich operiert worden. Ich hatte mich schon sehr gefreut. Denn ich war hier schon vor 15 Jahren mit Sturm Graz im Trainingslager. Auch hier im Hotel. Im Keller hängen noch Fotos von 2010 und 2011, auf denen ich zu sehen bin. Das ist schon lustig.

Löst so eine Rückkehr auch Wehmut aus. Immerhin sind Sie jetzt seit sehr langer Zeit aus der schönen Steiermark weg, Köln ist ein anderes Pflaster.

Ich freue mich einfach, dass wir hier sind und zum Testspiel dann auch ein paar bekannte Gesichter kommen – Freunde, aber auch Familie. Das ist sonst ja nicht so möglich. Für die Familie ist das schon cool, wenn sie sich das Training anschauen können.

Sie gehen beim FC nun in die siebte komplette Saison. Köln muss doch mittlerweile auch so etwas wie Heimatgefühle auslösen?

Es ist eine lange Zeit. Und ich fühle mich sehr wohl in Köln. Meine beiden Söhne sind in Köln geboren. Ich verbinde also sehr viel mit der Stadt. Im Fußballerleben ist ja fast schon außergewöhnlich, eine so lange Zeit bei einem Verein zu verbringen. Das bedeutet etwas.

Die siebte volle Saison, sechseinhalb Jahre FC. Europa, Ab- und Aufstieg – es gab Höhen und Tiefen. Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Viel. Wir sind zwei Mal Zweitliga-Meister geworden. Auf-, aber auch abgestiegen, die Relegation, die Conference League, Klassenerhalt – es ist schon sehr viel passiert. Gerade die Spiele in der Conference League, aber auch die Aufstiege bleiben einem sehr positiv in Erinnerung. Genauso wie besondere Spiele und Tore.

„Ich habe einfach versucht, meinen eigenen Weg zu finden“

Es gab aber auch negative Erlebnisse. Gerade die vorletzte Saison war für Sie keine besonders schöne, obwohl sie mit dem Kapitänsamt doch recht gut begonnen hat. Wie haben Sie die Spielzeit persönlich erlebt?

Es war eine schwierige Saison, mit einem schlechten Ende. Ich habe es auch persönlich nicht geschafft, meine Leistung zu bringen und dann ist natürlich Kritik aufgekommen. Das ist so im Fußball. Ich habe versucht, mich da rauszukämpfen und wieder meine Leistung zu bringen. Das war in der vergangenen Saison eine andere Konstellation. Da war es aber auch schwierig für mich, in die Saison reinzukommen. Ich bin erst spät in die Vorbereitung eingestiegen, war dann lange raus wegen der Verletzung. Dann in die Mannschaft zu kommen, war nicht einfach. Aber so ist das im Fußball.

Sie sind einer der routinierten Spieler. Wie gehen Sie mit Kritik um. Sind Sie da nach all den Jahren abgehärtet oder tut das dann doch noch irgendwie weh?

Jeder hat ja einen anderen Zugang zu Kritik. Ich kann das ganz gut einschätzen. Wenn ich weiß, dass es gerade nicht so gut läuft und auch mit meiner Leistung selbst nicht zufrieden bin, dann ist es ja ganz normal, dass Kritik aufkommt. Wenn ich weiß, dass ich gerade nicht so performe, dann lese ich mir auch nicht alles durch. Es ist einfach, Sachen zu lesen, wenn man ein Tor schießt oder gewinnt. Ich war aber nie der Spieler, der viele Kommentare gelesen hat. Vielleicht auch als Selbstschutz. Für mich habe ich da einen guten Weg gefunden, damit umzugehen.

Es wurde viel darüber gesprochen und geschrieben, dass Sie die Kapitänsbinde gelähmt haben könnte. War die Binde für Sie dann doch auch eine Bürde?

Es ist von Anfang an viel geschrieben geworden, auch dass die Binde vielleicht eine große Bürde ist. Ich bin nicht so der Lautsprecher, der war ich nie. Vielleicht ist das von mir erwartet worden. Ich habe einfach versucht, meinen eigenen Weg zu finden.

Wie geht es weiter mit Florian Kainz beim 1. FC Köln

„Meine stärkste Position ist sicher Linksaußen“

Als Leader werden Sie im Team aber dennoch wahrgenommen. Die jungen Spieler haben doch bestimmt immer den Rat bei Ihnen gesucht.

Das war damals auch so. Das ist aber nichts, was von außen wahrgenommen wird – und auch nicht muss. Das mache ich weiterhin, obwohl ich kein Kapitän mehr bin. Das machen aber alle älteren Spieler.

Sie haben in der Vergangenheit einige Male eine Art offensive Sechs gespielt. Auch dort gab es Stimmen, die wussten, dass das nicht Ihre Position ist…

Meine stärkste Position ist sicher Linksaußen. Da kommt es aber auch auf das System an. Ich habe in der Vergangenheit aber auch schon gezeigt, dass ich auf anderen Positionen gute Spiele machen kann und flexibel einsetzbar bin. Nur, wenn ich dann gute Spiele gemacht habe, ist das nicht so thematisiert worden.

“Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß“

Der FC hat mit Said El Mala einen Außenspieler bekommen, Jakub Kaminski ist dazugekommen, Linton Maina geblieben. Gerade auf den Außen wird die Konkurrenz nicht kleiner.

Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß mit Jakub und seiner Bundesligaerfahrung. Dazu Said, der ein Shootingstar ist. Aber auch mit Linton und rechts mit Jan Thielmann. Gerade auf den Außen ist die Konkurrenz sehr groß. Das ist aber auch gut und jeder nimmt das im Training gut an und versucht, Gas zu geben.

Jetzt wird es wohl wieder um den Klassenerhalt gehen. Was erwarten Sie von der kommenden Saison?

Es wird eine harte Saison. Eine, in der wir von Beginn an direkt da sein müssen. Wir müssen die vier Wochen jetzt richtig gut nutzen. Es gibt einen neuen Trainer. Wir haben in den Testspielen gesehen, dass noch nicht alles funktioniert. Wir haben noch ein bisschen Zeit. Wir freuen uns alle auf den Saisonbeginn. Es sind viele Spieler dabei, die beim Abstieg und dann beim Aufstieg dabei waren. Wir freuen uns, wieder zurück zu sein.

Florian Kainz spricht über seine Zukunft

Ihr Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Wie geht es weiter? Hat es schon Gespräche gegeben?

Es gab noch keine Gespräche. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem man nicht mehr die ganz langen Verträge hat. Ich lasse das in Ruhe auf mich zukommen.  

Gegen Leicester spielt der FC in der Merkur-Arena. Eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Wie wird das für Sie?

Das ist schon sehr cool, dass wir da spielen. Das ist das Stadion, in dem ich aufgewachsen bin. Das war das Stadion, in das ich als kleines Kind als Fan hingegangen bin. Ich hab da 14 Jahre gespielt. Das letzte Mal 2016. Ich freue mich, dass wir dort spielen. Das wird für mich ganz besonderes.

Das Gespräch führte Simon Bartsch

Noch ein Jahr Vertrag: Florian Kainz steht vor einer herausfordernden Saison

Wie geht es weiter mit Florian Kainz beim 1. FC Köln
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Noch ein Jahr Vertrag: Florian Kainz steht vor einer herausfordernden Saison

Florian Kainz startet am Montag in seine siebte komplette Saison beim 1. FC Köln. Der Österreicher war im Januar 2019 zu den Geißböcken gewechselt. Die Situation könnte dennoch jetzt eine neue sein beim 1. FC Köln: Florian Kainz muss sich harter Konkurrenz stellen.

Er ist der Routinier unter den Geißböcken, hat von den aktiven Spielern die meisten Begegnungen runter gerissen. Nach zuletzt eher schweren Spielzeiten, will der Österreicher nun wieder durchstarten. Doch die Aufgabe wird nicht leicht beim 1. FC Köln: Florian Kainz muss sich harter Konkurrenz stellen.

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Hände geschüttelt wurden viele. Hier eine Umarmung, hier ein Klaps. Das Standing in der Mannschaft ist ganz offensichtlich weiterhin unumstritten. Florian Kainz ist immer noch einer der Leader des Teams. Kein Wunder, kein anderer aktiver Spieler stand so oft für den FC auf dem Platz wie der Österreicher. 189 Mal lief der Mittelfeldspieler für die Geißböcke auf, in dieser Spielzeit steht also mit hoher Wahrscheinlichkeit das 200. Profi-Spiel auf dem Plan. Wie viele es dann am Ende aber werden, scheint dieser Tage offen. Denn Kainz wird sich zur Vorbereitung einer fast schon ungewohnten Konkurrenz stellen müssen. Im vergangenen Jahr freute sich der Österreicher auf das Trainingslager in Bad Waltersdorf, in der Nähe seiner Heimat und verletzte sich. Dieses Mal soll es gelingen und der Grundstein für möglichst viel Spielzeit gelegt werden.

Viel Betrieb auf der linken Seite

Dafür muss sich der Österreicher aber dann wohl auch strecken. Denn gerade auf seiner favorisierten linken Position wird es ordentlich Betrieb geben. Linton Maina wäre genauso ein Kandidat wie Said El Mala, der sich bei der U19-EM in den Vordergrund gespielt hat oder eben der neu verpflichtete Jakub Kaminski. Alle drei könnten auch auf der rechten Seite spielen, allerdings stellt sich auch dann die Frage, wo Platz für Florian Kainz wäre. Zumal es mit Jan Thielmann bekanntlich einen weiteren Offensivspieler für die Außen gibt. El Mala wird mit seinen 18 Jahren wohl erstmal die Rolle des Jokers einnehmen. Maina wird seinen Vertrag beim FC aber nicht verlängert haben, um auf der Bank zu sitzen, genauso wenig, wie Kaminski ihn deswegen in Köln erst unterschrieben hat.

Wie viel Spielzeit der 32-Jährige am Ende des Tages bekommen wird, hängt natürlich von zahlreichen Komponenten ab. Unter anderem von der Spielweise des neuen Trainers. Und da wiederum, ob Kwasniok mit eher defensiveren oder offensiveren Schienenspielern agieren wird. Das wird in der Regel vom Gegner abhängen. In der defensiven Variante werden Leart Pacarada und Jusuf Gazibegovic wohl eher ihre Chance erhalten. Sicher ist, dass der neue Coach nicht nur auf Umschaltmomente und hohes Pressing setzen wird. Gerade beim Spiel mit dem Ball hat Kainz dann wiederum seine Stärken. Und mit einem Zielstürmer wie Ragnar Ache könnten die Flanken des Ex-Kapitäns zu einer Waffe werden.

Die Konkurrenz ist nicht ohne

Zwar wurde Kainz in den vergangenen Spielzeiten bekanntlich auf verschiedenen Positionen im Mittelfeld eingesetzt und wäre insofern auch ein Kandidat für die Position hinter den Spitzen, seine besten Spiele machte der Österreicher aber zweifelsohne auf der linken Seite. Stand jetzt geht Kainz in seine letzte Saison beim FC, der Vertrag läuft im Sommer 2026 aus. Über eine Vertragsverlängerung wurde zuletzt nicht spekuliert. Es ist weder bekannt, ob Kainz noch ob der Verein verlängern wollen. So oder so wird sich der Mittelfeldspieler nochmal beweisen wollen. Der Grundstein soll in der Heimat gelegt werden – die Konkurrenz, zu der sicherlich dann auch Jan Thielmann gehören wird, ist aber nicht ohne.

Ausgerechnet Kainz… lange krisengebeutelt, nun der Matchwinner im Aufstiegsrennen

Florian Kainz bei seinem Treffer zum 2:1
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Ausgerechnet Kainz… lange krisengebeutelt, nun der Matchwinner im Aufstiegsrennen

Florian Kainz spielte bislang eine eher bescheidene Saison. Am Freitagabend öffnete der Österreicher die Tür zur Bundesliga für den 1. FC Köln: Florian Kainz wird zum Matchwinner gegen Nürnberg und lässt ganz Köln hoffen.

Es war sicher nicht die Saison für den Mittelfeldspieler, die Begegnung gegen Nürnberg für ihn aber eine Meisterleistung für den 1. FC Köln: Florian Kainz wird mit zwei Treffern zum Matchwinner im Duell gegen den 1. FC Nürnberg.

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Irgendwie wollte so ziemlich jeder FC-Spieler zum Torschützen. Einzig Tim Lemperle schien in dem Moment eher an der schnellen Weiterführung der Begegnung interessiert zu sein. Der Stürmer trug den Ball schon wieder Richtung Mittellinie, in der Hoffnung noch einen Treffer nachlegen zu können, während sich die restlichen Spieler um Florian Kainz versammelten und das vor einem Großteil der rund 6000 Fans im Nürnberger Stadion. „Da sind schon ein paar Steine abgefallen“, sagte Marvin Schwäbe. Zum einen, weil der FC nun einen großen Schritt Richtung Aufstieg gemacht hat. Vor den Samstagspielen haben die Geißböcke sechs Zähler Vorsprung auf Elversberg und Paderborn – die einzigen beiden Teams, die den FC neben dem HSV noch abfangen könnten und dazu müssten beide Teams beide Spiele gewinnen.

„Der Zweite war jetzt nicht mehr der schwierigste“

Oder andersrum, sollten Elversberg gegen Braunscheig oder Paderborn gegen Magdeburg nicht gewinnen, spielen die Kölner ab Sommer wieder erstklassig. Der Schlüssel Friedhelm Funkel scheint zu passen. Doch es fielen da noch ganz andere Steine herunter. Die von Florian Kainz. Nachdem Janis Antiste den Club in Führung gebracht hatte, traf der Österreicher doppelt. Und gerade mit dem zweiten Tor brachen ziemlich viele Dämme. Denn so richtig hatten zu diesem Zeitpunkt nur noch die wenigsten an eine Entscheidung geglaubt. „Ich wäre mit dem 1:1 auch zufrieden gewesen“, sagte Friedhelm Funkel später und erklärte damit vielleicht auch, warum der Trainer in den Schlussminuten nicht mehr alles auf eine Karte setzte und Damion Downs oder Imad Rondic für die Schlussphase brachte.

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Kainz traf dann aber in der Nachspielzeit zum 2:1 und öffnete damit das Tor zur Bundesliga. Ausgerechnet Kainz, will man sagen. Denn der Mittelfeldspieler lief nahezu die gesamte Saison der Musik hinerher. Kainz hatte im vergangenen Sommer ebenfalls seinen Verbleib angekündigt – das nach einer mäßigen Saison und nachdem klar war, er würde das Kapitänsamt abegeben müssen. Zunächst warf den Routinier aber eine Verletzung aus der Bahn, anschließend tat sich der Österreicher aber auch weiterhin schwer. So richtig gut lief es eher selten. Nach zwei Vorlagen in der Hinrunde erzielte der 32-Jährige sein erstes Saisontor im Hinspiel gegen Nürnberg. Es folgte ein weiteres gegen Fortuna Düsseldorf und nun eben gleich zwei. „Den ersten habe ich gar nicht so getroffen, wie ich mir vorgestellt habe. Der Zweite war jetzt nicht mehr der schwierigste.“

„Ich wusste, was er auf den Platz bringen kann“

Aber vielleicht der wichtigste. Denn das Ziel ist nun nahe. „Es sind drei ganz wichtige Punkte und es war ein riesen Schritt, um unser Ziel zu erreichen. Ich freue mich natürlich auch, dass ich da meinen Teil dazu beitragen habe“, erklärte Kainz weiter. In dieser Spielzeit hatte der Offensivspieler eher selten seinen Teil beigetragen. Und tatsächlich hatte Funkel vielleicht sogar ein wenig mit der Startelf-Nominierung des 32-Jährigen überrascht. Viele Beobachter hatten eher mit Linton Maina gerechnet. „Er hat das auf den Platz gebracht, was ich von ihm erwartet habe“, sagte Funkel. „Ich wusste, was er auf den Platz bringen kann. Er ist immer in der Lage, gefährliche Chancen zu kreieren oder wenn er die Chance hat, den Ball im Tor unterzubringen. Es freut mich, dass so ein Spieler mal zwei ganz wichtige Tore für sein Team schafft.“

Kainz wurde damit zum Matchwinner. Das war ihm in ähnlicher Form das letzte Mal im Derby gegen Gladbach in der Abstiegssaison gelungen. Nun ist er ein entscheidender Faktor im Aufstiegsrennen. „Trainerwechsel bringen immer neue Impulse“, sagte Kainz später, meinte eigentlich die Gesamtsituation nach dem Spiel, sprach aber vielleicht auch von seinem Sahnetag. „Spieler wittern neue Chancen.“ Und die hat der Offensivspieler gegen Nürnberg genutzt. Vielleicht auch, weil der Österreicher mal wieder auf seiner angestammten Position spielen konnte. „Kainzi“ war in der Offensive Dreh- und Angelpunkt, funktionierte mit Leart Pacarada stark. Schon zu Beginn hatte der Mittelfeldspieler Luca Waldschmidt stark bedient, doch der Zehner vergab. Anschließend steckte er die Kugel ganz schlau auf Jan Thielmann durch, der aber knapp verpasste, den Innenpfosten traf.

„Flo war nicht nur aufgrund seiner beiden Treffer für uns heute extrem wichtig“, sagte auch Thomas Kessler. „Er hat die Erwartungshaltung an sich selbst, dass er Führungsspieler dieser Mannschaft ist. Wenn du Phasen hast, wo es nicht läuft, da leidet er mit. Ich habe ihn nach Regensburg gesehen, wie sehr er gelitten hat. Jetzt kam er mir gerade entgegen und das ist der Florian Kainz, den ich lieber sehe.“ Am liebsten nicht nur gegen Kaiserslautern, sondern auch wieder in der kommenden Spielzeit. Dann vielleicht in Liga eins. Kainz hat am Freitagabend alles dafür getan.