Die Vorbereitung zeigt: Der 1. FC Köln ist auf Kante genäht. Ein Kommentar

Max Finkgräfe geht verletzt vom Platz
,
Startseite » Florian Kainz

Die Vorbereitung zeigt: Der 1. FC Köln ist auf Kante genäht. Ein Kommentar

Die Verletzungen von Max Finkgräfe und Florian Kainz sowie das Fehlen weiterer Spieler zeigt, wie fragil das Gebilde des Kaders aufgestellt ist beim 1. FC Köln: Der Kader ist auf Kante genäht. Ein Kommentar

Nach den beiden letzten Testspielen und dem Ausfall von gleich zwei festen Kaderkandidaten zeigt sich, wie verletzbar der FC im Ligabetrieb sein könnte. Von acht Verteidigern des Profi-Kaders fallen derzeit fünf aus beim 1. FC Köln: Der Kader ist auf Kante genäht. Ein Kommentar.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen


Vermutlich wird Gerhard Struber seine Verschlankungskandidaten schon im Kopf gehabt haben, als er am Samstagmittag den Sportpark Höhenberg erreichte. Nach dem 3:3 gegen Viktoria Köln kündigte der Trainer des 1. FC Köln an, sich noch einmal Gedanken machen zu wollen. Florian Kainz und Max Finkgräfe, mögliche Kandidaten einer Startelf, auf jeden Fall aber Kaderkandidaten reisen nicht mit in die Steiermark, dafür werden möglicherweise zwei gedanklich bereits gestrichene Spieler auch in Österreich vorspielen dürfen. Auch wenn sicherlich nicht alle eingesetzten Spieler in den letzten beiden Testspielen vor dem Trainingslager überzeugten, wird ein Großteil des Kaders mit in die Steiermark reisen.

Die Kölner stehen vor einer schweren Aufgabe

22 bis 25 Feldspieler wollte Thomas Kessler mit auf die Fahrt nehmen. Nach den Ausfällen von Max Finkgräfe und Florian Kainz bleiben aus dem nominellen Kölner Kader 21 Feldspieler, von denen wiederum Luca Waldschmidt, Mark Uth, Marvin Obuz, Linton Maina, Elias Bakatukanda und Rassmus Carstensen mindestens zuletzt kürzer treten mussten. Die Youngster wie Julian Pauli, der bislang eine gute Vorbereitung spielt, Meiko Wäschenbach und Jaka Potocnik könnten also noch von den Verletzungen der potenziellen Stammkräfte profitieren. Insgesamt würden dem FC acht Spieler fehlen, müsste er adhoc zu einer Begegnung antreten. Wohlgemerkt acht Spieler, die allesamt das Potenzial für einen Startelf-Platz hätten.

Nun sind es noch zwei Wochen bis zum Ligastart, der FC muss nicht adhoc antreten und es werden schon sehr bald die meisten der acht Akteure wieder ins Geschehen eingreifen können. Und doch zeigt die Situation, dass die Kölner eben doch vor einer sehr schweren Aufgabe stehen. Durch die Treuebekenntnisse und den Verbleib zahlreicher Spieler hat der FC ein schlimmes Szenario aufhalten können. Nicht nur das, die Kölner verfügen sicherlich über einen Kader, der am Ende der Spielzeit mindestens im oberen Tabellendrittel landen kann. Und doch ist die aktuelle Situation mehr als nur ein Alarmsignal. Der FC ist aufgrund der Transfersperre erschreckend eng auf Kante genäht.

Es darf nicht viel passieren

Mal abgesehen von den indiviudellen bitteren Rückschlägen bringen die Verletzungen, Erkrankungen oder Trainingsrückstände den FC mitunter in große Bedrängnis. Gerade quantitativ in der Abwehr, möglicherweise qualitativ auch im Angriff. Schaut man sich in dem vom FC angegebenen Kader die Abwehrreihe an, fehlten am Samstag mit Nikola Soldo, Luca Kilian, Bakatukanda, Carstensen und Pacarada fünf von acht Verteidigern des Profi-Kaders, mit Finkgräfe verletzte sich der Sechste. Im Umkehrschluss hatte der FC nach der Begegnung mit Timo Hübers und Dominique Heintz zwei fitte Abwehrspieler im Kader – abgesehen von den Nachwuchshoffnungen Julian Pauli und Rajid Smajic, die viel Einsatzzeit erhielten sowie Maxi Schmid, der Angreifer, der sich als Rechtsverteidiger probieren durfte.

Ähnlich dünn könnte es auch in der kreativen Schaltzentrale werden. Mit Uth, Waldschmidt und Kainz fallen aktuell ebenfalls drei Spieler aus, die für die Position hinter den Spitzen vorgesehen sind. Schon in der vergangenen Spielzeit mussten die Kölner bitter erfahren, wie schmerzhaft Verletzungen sein können, wenn der Kader nicht ausreichend breit besetzt ist. Auch die Verletzungsmisere war ein Puzzleteil des Abstiegs. Nur hat sich die Breite des Kaders nun nicht wirklich verbessert. Nach den ganzen Treuebekenntnissen bleibt also eine Erkenntnis: Die Geißböcke können mit der Mannschaft im oberen Tabellendrittel landen, nur darf dann eben nicht sonderlich viel passieren. Und das ist wiederum nicht zu verhindern.

Wer geht, wer bleibt?

Florian Kainz über FC-Verbleib: „Da habe ich ein besseres Gefühl bekommen“

Florian Kainz vom 1. FC Köln
,
Startseite » Florian Kainz

Florian Kainz über FC-Verbleib: „Da habe ich ein besseres Gefühl bekommen“

Nach zwei Wochen Sonderurlaub ist auch Florian Kainz wieder in das Training eingestiegen. Am Sonntag geht es für den Mittelfeldspieler mit dem FC in die Heimat in die Steiermark. Zuvor gab der Österreicher noch ein Video-Interview beim 1. FC Köln: Deswegen ist Florian Kainz beim FC geblieben.

Die vergangene Saison war alles andere als einfach, nun soll es schnell wieder bergauf gehen. Den Grundstein will der Mittelfeldspieler schon ab dem Wochenende legen im Trainingslager des 1. FC Köln: Deswegen ist Florian Kainz beim FC geblieben.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Gerade einmal eine knappe Woche ist er erst wieder im Training, da geht es für Florian Kainz zurück in die Heimat: Steiermark. Zwischen dem Kurort Bad Waltersdorf und Graz, der Geburtsstadt des Mittelfeldspielers, liegen keine 50 Kilometer. Allerdings wird die Reise für den Wahl-Kölner kein emotionaler, nostalgischer Heimat-Urlaub, den 31-Jährigen erwartet harte Arbeit. Der FC reist am Sonntag ins Trainingslager nach Österreich. Und schon nach den ersten Einheiten unter dem neuen Trainer weiß Kainz, was ihm in Österreich blüht: „Meine erste Einheit war sehr anstrengend“, sagte Kainz nun im FC-Interview. „Ich glaube, wir waren gleich zwei Stunden auf dem Platz und es war schon sehr intensiv.“ Intensive Einheiten kennt der Mittelfeldspieler von der Zeit unter Steffen Baumgart, doch die Einheiten von Gerhard Struber haben es ebenfalls in sich.

Kainz: „Die Erfahrung war richtig geil“

Dennoch sieht Kainz die Zusammenarbeit mit dem neuen Mann an der Seitenlinie sehr positiv. „Sie wissen, wie sie uns die Spielidee schnell vermitteln“, sagt Kainz und erklärt, dass er sehr angetan sei. Dabei wird es für den Mittelfeldspieler nun darum gehen, möglichst schnell fit zu werden, das Spielsystem des neuen Trainers zu adaptieren. Denn der Österreicher hat die ersten Wochen der Vorbereitung verpasst, wird zwangsläufig ein wenig hinten dran sein. Dafür ist der Mittelfeldspieler als einziger FC-Profi in den Genuss der Europameisterschaft in der Wahl-Heimat gekommen, selbst wenn er keine Minute gespielt hat. „Die Erfahrung war richtig geil. Ich bin stolz, dabei gewesen zu sein“, sagt Kainz. „Schade, dass wir es nicht weiter geschafft haben.“ Für Österreich war im Achtelfinale gegen die Türkei Schluss.

Als die Reise für den 31-Jährigen begann, war zumindest offiziell noch nicht klar, ob die Zukunft des Mittelfeldspielers in Köln liegen würde. Auch Kainz verfügte über eine Ausstiegsklausel, er hätte den Club für relativ kleines Geld verlassen können. „Ich war im Urlaub mit einigen Spielern regelmäßig im Kontakt, weil wir in der Mannschaft einen guten Teamgeist haben und Freunde sind“, sagt Kainz. „Ich habe von einigen Spielern auch persönlich erfahren, wie es ausschaut. Ich habe mich gefreut, wie die ersten sich zum Verein bekannt haben. Ich habe dann auch ein immer besseres Gefühl bekommen.“ Jetzt habe er ein gutes Gefühl, was die Mannschaft betreffe. Wie gut die Freundschaft ist, zeigte unter anderem Mark Uth, der seinen Mannschaftskollegen bei einem EM-Spiel besuchte und dafür das Trikot des Österreichers erhielt. „Ich freue mich, dass wir wieder gemeinsam auf dem Platz stehen“, sagt Kainz.

Kainz: „Das wird ein cooles Eröffnungsspiel“

Nun ist der Fokus auf die bevorstehende Zweitliga-Saison gerichtet. „Für uns kommt es darauf an, dass wir vom ersten Spiel weg voll da sind und dass wir mit voller Überzeugung an die Spiele herangehen“, sagt Kainz, der vor allem auf die Macht des eigenen Stadions und der eigenen Fans hofft. „Wir können gerade in den Heimspielen eine richtige Wucht entwickeln.“ Gerade darauf werde es ankommen. Und das schon im ersten Spiel gegen den Hamburger SV „Das wird ein richtiger Kracher. Ein cooles Eröffnungsspiel“, hofft der Mittelfeldspieler. Den Feinschliff holen sich die FC-Kicker nun in der Steiermark. In Kainz‘ Heimat. „Ich habe den Jungs schon gesagt, dass sie sich dort gut benehmen müssen“, sagt Kainz mit einem breiten Lachen im Gesicht.


 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Florian Kainz

Wer geht, wer bleibt?

Steht Florian Kainz vor seiner schwersten Saison?

Florian Kainz beim Mannschaftsfoto-Shooting des 1. FC Köln
,
Startseite » Florian Kainz

Steht Florian Kainz vor seiner schwersten Saison?

Mit Florian Kainz kehrt am Dienstag der letzte Urlauber zurück in den Trainingsbetrieb. Der Mittelfeldspieler, der vor zwei Wochen noch das EM-Spektakel erleben durfte, sieht sich vor einer großen Aufgabe beim 1. FC Köln: Florian Kainz steht erneut vor einer schweren Saison.

Am Montag meldete er sich zurück für das Mannschaftsfoto, am Dienstag steigt er nach zwei Wochen Urlaub ins Mannschaftstraining ein beim 1. FC Köln: Florian Kainz steht erneut vor einer schweren Saison.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Den offiziellen Termin am Montagnachmittag ließ sich Florian Kainz dann nicht nehmen. Der Mittelfeldspieler und bisherige Kapitän wollte auf dem offiziellen Mannschaftsfoto des 1. FC Köln sicher nicht fehlen. Dabei hätte der 31-Jährige eigentlich noch einen Tag Urlaub gehabt. Das mit gutem Grund. Nach der enttäuschenden Spielzeit mit den Geißböcken stand die Europameisterschaft für den Mittelfeldspieler auf dem Plan. Mit Österreich erreichte Kainz immerhin das Achtelfinale, scheiterte unglücklich an der Türkei. Der Mittelfeldspieler war der einzige EM-Teilnehmer der Geißböcke, das allerdings, ohne eine einzige Minute gespielt zu haben. Trotz der Reservistenrolle äußerte sich Kainz glücklich, schrieb später auf Instagram von der einzigartigen Erfahrung, die er während des Turniers sammeln durfte und richtete den Dank unter anderem an die Fans.

Bleibt Florian Kainz Kapitän?

Möglicherweise hat die schillernde EM Kainz ein wenig auf andere Gedanken gebracht. Denn die vergangene Spielzeit lief bekanntlich alles andere als perfekt für den Offensivspieler und dieser seiner Form und seinen Erwartungen meilenweit hinterher. Zwar erzielte Kainz fünf Treffer für die Kölner, allerdings alle vom Punkt, immerhin kamen noch fünf Assists hinzu. Eine wirklich gute Partie lieferte der Mittelfeldspieler eigentlich nur im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach ab. Ob der Leistungseinbruch tatsächlich an der Bürde der Kapitänsbinde, wie von einigen Fans angenommen, gelegen hat, ist offen. Genauso, ob Kainz dieses Amt auch weiterhin inne hat. Immerhin betonte Gerhard Struber, dass Kainz aktuell noch der Kapitän, ein ganz wichtiger Partner sei. Dabei ist das Casting schon seit drei Wochen in vollem Gange. Fünf Spielführer in drei Testspielen lautet die bisherige Bilanz.

Schwere Aufgabe für Florian Kainz

Für Kainz wird es ohnehin in den kommenden Wochen um eine ganz andere Aufgabe gehen. Genau zwei Wochen nach dem Aus bei der EM kehrt der Mittelfeldspieler wieder zurück ans Geißbockheim und taucht in die graue Liga-Vorbereitung ein. Drei Wochen bleiben dem Mittelfeldspieler dann, seinen Landsmann Struber von sich und seiner Form zu überzeugen. Das wird alles andere als leicht. Denn aktuell zeigt sich das Kölner Mittelfeld in einer guten Verfassung – wenn auch gegen unterklassige Gegner. Dennoch scheint die flache Raute ein probates Mittel des Trainers zu sein. Die Zentrale mit Eric Martel, Dejan Ljubicic und Denis Huseinbasic hinterließ gegen Offenbach jedenfalls einen sehr guten und gefestigten Eindruck. Luca Waldschmidt ist aktuell einer der Gewinner der Vorbereitung und zudem ein Spieler, der sicher nicht in die 2. Bundesliga gegangen ist, um auf der Bank zu sitzen.

Kainz muss sich also erst einmal dem Konkurrenzkampf stellen – es geht um nicht weniger als einen Platz in der Mannschaft. Der Mannschaft, der Kainz ebenfalls die Treue gehalten und das sogar mit einer Vertragsverlängerung garniert hat. Denn auch der Österreicher hätte den FC bekanntlich aufgrund einer Ausstiegsklausel verlassen können. Nun fehlen dem Österreicher drei Wochen Vorbereitung – trotz oder eher aufgrund der einzigartigen EM-Stimmung. Eine Zeit, in der andere Spieler bereits die ersten Bewerbungen abgeben konnten. Und die könnte ihn wieder Spielzeit kosten. Eine Situation, die der aktuelle Kapitän aus den vergangenen Jahren nicht kennt.


 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

EM in Gefahr: Ljubicic und Kainz nicht mehr im ÖFB-Kader

Ljubicic und Kainz nicht mehr im ÖFB-Kader
,
Startseite » Florian Kainz

EM in Gefahr: Ljubicic und Kainz nicht mehr im ÖFB-Kader

Bittere Nachricht für Dejan Ljubicic und Florian Kainz. Die beiden FC-Profis wurden nicht für die anstehenden Testspiele der Nationalmannschaft Österreichs berufen. Nach den durchwachsenen Leistungen für den FC droht der Traum von der EM zu platzen.

Die Freude wenige Tage vor dem Rheinderby in Köln war bei Florian Kainz und Dejan Ljubicic groß, als die beiden FC-Profis im Oktober mit der Nationalmannschaft Österreichs das Ticket für die EM buchten, wenige Tage nach dem Rheinderby in Mönchengladbach ist die Enttäuschung dagegen groß, denn der Traum von der EM könnte platzen: Kainz und Ljubicic stehen nicht im ÖFB-Kader.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Die Leistung war unterm Strich durchwachsen, der Ertrag aber endlich mal positiv. Florian Kainz gehörte mit seinen beiden Vorlagen im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach zumindest auf dem Papier zu den großen Gewinnern. Wir bereits im Hinspiel schraubte der Mittelfeldspieler seine Scorerpunkte auch am vergangenen Samstag einigermaßen in die Höhe. Doch die beiden Vorlagen können kaum über die schwache Saison der Kölner Kapitäns hinwegtäuschen. Seit Saisonbeginn läuft Kainz den eigenen Erwartungen hinterher, ist ein Schatten vergangener Spielzeiten und trägt somit sicherlich seinen Teil zur Kölner Misere bei.

EM für FC-Profis in Gefahr

Doch Kainz ist damit nicht alleine. Auch Dejan Ljubicic konnte nur selten an die Leistungen seiner ersten Spielzeiten im Trikot des 1. FC Köln anknüpfen. Noch in der Vorsaison kamen die beiden Mittelfeldspieler auf insgesamt 14 Tore sowie 14 Vorlagen. In dieser Saison sind es bislang drei Tore (Elfmeter) und sechs Vorlagen. Seit Wochen bis Monaten wird über die Personalien diskutiert. Gegen Leverkusen saß Kainz erstmals seit vier Jahren 90 Minuten auf der Bank. Die schwachen Leistungen sind natürlich auch Ralf Rangnick nicht verborgen geblieben. Der Cheftrainer des ÖFB hat am Montagabend seinen Kader für ein Trainingslager in Marbella sowie die Testspiele gegen die Slowakei und Türkei bekannt gegeben.

Zwar reisen auch Dejan Ljubicic und Florian Kainz am 18. März nach Spanien, allerdings mit dem FC ins Kurz-Trainingslager und nicht mit der Nationalmannschaft. Nachdem Ljubicic schon bei den vergangenen Länderspielen nicht mehr im Kader stand, hat es nun auch Florian Kainz erwischt. Die beiden FC-Profis müssen ernsthaft um die Teilnahme an der EM im Land ihres Arbeitsgebers bangen. Für Ljubicic scheint der Traum in ganz weite Ferne gerückt zu sein. Die Konkurrenz auf seinen Positionen war ohnehin stark, der 26-Jährige kam unter Rangnick nur selten zum Einsatz, spielte sogar Außenverteidiger. Kainz war bislang fester Bestandteil des Kaders, kam aber bei den Länderspielen im November nur eine Minute zum Einsatz. Immerhin befinden sich die beiden FC-Profis aber noch auf Abruf.

Sein Debüt in der Nationalmannschaft könnte dagegen Denis Huseinbasic feiern. Der Kölner Mittelfeldspieler wurde erstmals in den Kader der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina berufen. Und die Spiele haben es in sich. Huseinbasic könnte sein Debüt umgehend in den Playoffs zur EM feiern.

Der Kader im Überblick

TOR: Tobias Lawal (LASK; 0), Patrick Pentz (Bröndby IF/DEN; 4), Alexander Schlager (FC Red Bull Salzburg; 15)
VERTEIDIGUNG: Flavius Daniliuc (FC Red Bull Salzburg; 1/0), Kevin Danso (RC Lens/FRA; 16/0), Stefan Lainer (Borussia Mönchengladbach/GER; 38/2), Philipp Lienhart (SC Freiburg/GER; 19/1), Phillipp Mwene (1. FSV Mainz 05/GER; 9/0), Stefan Posch (FC Bologna/ITA; 28/1), Leopold Querfeld (SK Rapid; 0), Maximilian Wöber (Borussia Mönchengladbach/GER; 21/0)
MITTELFELD: Christoph Baumgartner (RB Leipzig/GER; 34/11), Muhammed Cham (Clermont Foot/FRA; 2/0), Florian Grillitsch (TSG 1899 Hoffenheim/GER; 40/1), Konrad Laimer (FC Bayern München/GER; 32/4), Christoph Lang (SK Rapid; 0), Alexander Prass (SK Puntigamer Sturm Graz; 3/0), Marcel Sabitzer (Borussia Dortmund/GER; 77/17), Xaver Schlager (RB Leipzig/GER; 40/3), Romano Schmid (SV Werder Bremen/GER; 7/0), Matthias Seidl (SK Rapid; 3/0), Nicolas Seiwald (RB Leipzig/GER; 20/0), Patrick Wimmer (VfL Wolfsburg/GER; 8/0)
STURM: Maximilian Entrup (TSV Egger Glas Hartberg; 1/0), Michael Gregoritsch (SC Freiburg/GER; 51/12), Andreas Weimann (West Bromwich Albion/ENG; 21/1)

Auf Abruf: Cican Stankovic (AEK Athen/GRE; 4), Dejan Stojanovic (Cashpoint SCR Altach; 0); David Affengruber (SK Puntigamer Sturm Graz; 0); Thierno Ballo (RZ Pellets WAC; 0), Andreas Gruber (FK Austria Wien; 0), Florian Kainz (1. FC Köln/GER; 27/1), Dejan Lljubicic (1. FC Köln/GER, 9/1), Thomas Murg (PAOK Saloniki/GRE; 0), Nikolas Sattlberger (SK Rapid; 0), Kevin Stöger (VfL Bochum/GER; 0), Junior Adamu (SC Freiburg/GER; 6/0), Ercan Kara (Samsunspor/TUR; 7/0)


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

In der Krise: Hält Schultz weiter an FC-Duo fest?

,
Startseite » Florian Kainz

In der Krise: Hält Schultz weiter an FC-Duo fest?

Für Florian Kainz und Dejan Ljubicic verläuft die Saison alles andere als rund. Selbst der Trainerwechsel scheint keinen oder nur einen sehr kurzfristigen Einfluss auf die Leistungskurve der Spieler gehabt zu haben. Wie lange hält Timo Schultz an den beiden als Stammspieler fest?

Der 1. FC Köln befindet sich mitten im Abstiegskampf. Die Mannschaft braucht mehr denn je konstante Leistungen der Stammspieler. Doch zwei Leistungsträger der Vorsaison finden nach wie vor nicht zu alter Form der Vorsaison. Wie lange stehen Kainz und Ljubicic noch in der Startelf?

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Der Ausgleich der Kölner war am Samstag gegen den VfB Stuttgart noch keine drei Minuten alt, da trieb Dejan Ljubicic nach einer Balleroberung die Kugel Richtung gegnerischen Strafraum – Florian Kainz, Linton Maina und Jan Thielmann komplettierten die Vier-auf-drei-Situation. Doch Ljubicic spielte einen schlampigen Ball auf Kainz, der musste so das Tempo aus dem Konter nehmen. Der anschließende Abschluss vom nachgeeilten Faride Alidou strahlte angesichts der aufgerückten VfB-Abwehr keine große Gefahr mehr aus. Die Szene war symptomatisch für das Kölner Spiel. Denn auch gegen den VfB kreierten die Geißböcke einmal mehr viel zu wenige Chancen.

Kainz so gut wie gar nicht im Spiel

Dass es mit den Ballbesitzphasen und den Spielanteilen am Samstag für den FC gegen den VfB so eine, aber bestimmt keine große Sache werden würde, war angesichts des spielstarken Gegners schon vor der Begegnung klar. Dennoch versprach Timo Schultz in der vergangenen Woche, dass man versuche, Wege zu finden, um dem Gegner wehzutun. Der Plan ging nur in Teilen auf. Zwar hatten die Geißböcke neben dem Treffer von Eric Martel zwei weitere durchaus große Chancen durch Faride Alidou und Jan Thielmann, die Möglichkeiten resultierten aber zum einen aus einem Ausrutscher von Hiroki Ito sowie einem einfachen langen Pass von Rasmus Carstensen. Auch der Treffer von Martel fiel nach einem Standard.

Spielerisch war das Angebot der Kölner wieder überschaubar. Auch, weil einmal mehr zwei Leistungsträger der Vorsaison so gut wie gar nicht stattfanden. Kainz kam gegen den VfB auf erstaunliche 19 Ballkontakte, spielte zehn Pässe, von denen acht ankamen und führte vier Zweikämpfe, von denen er einen gewann. Einzig eine scharfe Hereingabe auf Thielmann sorgte für einen Hauch von Gefahr. Es blieb die einzige Flanke des FC-Kapitäns. Kainz hatte auch gegen den VfB keinen Zugriff auf die Partie, wirkte wie ein Fremdkörper. Der mögliche Effekt des Trainerwechsels scheint nur ein kurzfristiger gewesen zu sein. Seitdem Timo Schultz die Geschicke beim FC leitet, überzeugte Kainz nur gegen Heidenheim. Die Rolle als zweiter Stürmer neben Jan Thielmann stand dem 31-Jährigen nicht.

Gibt es Alternativen?

Positionsgetreu war Dejan Ljubicic im Mittelfeld zwar deutlich besser in das Spiel eingebunden, einen großen Effekt hatte er damit aber nicht auf die Partie. Zwar kamen immerhin ordentliche 86 Prozent seiner Pässe beim Mitspieler an, doch mehr als zwei ungefährliche Torabschlüsse standen auch nicht auf seiner offensiven Haben-Seite. Vermutlich würden die beiden Österreicher in Topform in zwei Drittel der Bundesliga-Teams einen Stammplatz finden, in der aktuellen Form stellen sich nicht wenige Fans die Frage, wie lange Schultz an den beiden Mittelfeldspielern festhält. Vor gut zwei Wochen hatte Timo Schultz die Bedeutung seines Kapitäns noch einmal hervorgehoben. Auch Steffen Baumgart hatte lange an Kainz festgehalten, für ihn die passende Rolle gesucht. Erst im Dezember vergangenen Jahres saß der 31-Jährige zwei Mal zunächst nur auf der Bank. Auch Ljubicic ist unter Schultz gesetzt, überzeugte aber bislang nur gegen Frankfurt mit zwei Vorlagen.

Noch im vergangenen Jahr fingen die beiden Mittelfeldspieler die Sturmflaute der Kölner mit auf. Wettbewerbsübergreifend erzielten die Nationalspieler Österreichs insgesamt 14 Tore und bereiteten 14 Treffer vor. In der aktuellen Saison sind es drei Tore und vier Assists. Und das liegt nicht nur an den fehlenden Stürmern. Laut dem Online-Portal ligainsider.de kreierte Florian Kainz in dieser Spielzeit ganze zwei Großchancen, Ljubicic immerhin sechs. In der Vorsaison führte Kainz die Liga in dieser Kategorie mit 17 Möglichkeiten an.

Dabei verfügt der FC über Alternativen – zumindest auf der Außenposition. Faride Alidou und Linton Maina saßen am Samstag zunächst nur auf der Bank. Auch ein Max Finkgräfe könnte eine offensivere Rolle spielen. Spätestens mit der Genesung von Davie Selke dürfte auch Jan Thielmann wieder eine Option für die Außenbahn sein. Aufgrund der Ausfälle von Mark Uth und Luca Waldschmidt spielte Kainz zuletzt wieder häufiger im Zentrum.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Alidou, Kainz und Ljubicic – Schultz entwickelt sich zum Formfinder

,
Startseite » Florian Kainz

Alidou, Kainz und Ljubicic – Schultz entwickelt sich zum Formfinder

Zunächst Florian Kainz, dann Faride Alidou und nun Dejan Ljubicic – nach und nach finden die Kölner Profis wieder zurück zu alter Stärke. Und das auch Dank Timo Schultz.

Nach den schwachen Wochen des 1. FC Köln gegen Ende des vergangenen Jahres zeigt die Formkurve bei einigen Spielern momentan wieder nach oben. Die Neubewertung der Mannschaft durch Trainer Timo Schultz scheint dem ein oder anderen Aufwind zu geben. Die FC-Spieler finden wieder zu alter Form.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Keine 150 Meter haben gefehlt und Dejan Ljubicic hätte am Samstagabend sogar Ellyes Skhiri in Sachen Laufleistung übertroffen. 11,89 Kilometer spulte der Kölner Mittelfeldspieler ab, war gefühlt überall unterwegs und das als Außenbahnspieler. Zudem suchte der Österreicher auch die meisten Abschlüsse – nach einer Flanke von Faride Alidou nach sechs Minuten noch dürftig. Kurz vor dem Seitenwechsel rauschte dann ein Ball knapp am Tor vorbei. Der nächste Abschluss landete unfreiwillig an Alidous Bein und dann im Tor. Kurz danach bereitete der 26-Jährige auch das 2:0 durch Jan Thielmann vor. Das erste Mal in dieser Saison riss der Österreicher das ab, was sich die Kölner Verantwortlichen seit dem Abgang von Ellyes Skhiri versprochen hatten. Ljubicic war ein absoluter Leistungsträger. „Das ist ein Spieler, der ein sehr großes Herz hat, extrem laufstark ist, sich aber auch clever zwischen den Linien bewegen kann“, sagte Timo Schultz: „Wenn er die Leistung bestätigen kann, haben wir einen Top-Bundesliga-Spieler hier im Kader.“

Zunächst aussortiert, jetzt Hoffnungsträger

Wenn er denn die Leistung bestätigen kann – und das ist alles andere als sicher. Bereits nach dem verdienten 3:1-Erfolg über Borussia Mönchengladbach, bei dem unter anderem die ebenfalls formschwachen Luca Waldschmidt und Florian Kainz aufblühten, war die Hoffnung groß, dass der Knoten geplatzt sei. War er aber nicht. Es folgte die derbe 0:6-Klatsche gegen RB Leipzig und das bittere Pokal-Aus gegen Zweitligist Lautern. Von Kainz‘ und Waldschmidts ansteigender Form fehlte genauso jede Spur wie von Ljubicics Normalform. Die Hoffnung, dass es sich nun um mehr als nur einen positiven Ausreißer handelt, liegt beim FC dieser Tage in den eigenen Reihen begründet. Denn Timo Schultz scheint bei den kleinen Stellschrauben, von denen er bei seinem Amtsantritt gesprochen hat, große Hebel gefunden zu haben. Gleich mehrere Akteure hat der 46-Jährige aus dem Formtief geholt.

Schultz erfüllt gerade auf beeindruckende Art und Weise genau den Job, für den wiederum Steffen Baumgart in den vergangenen beiden Spielzeiten gefeiert worden war. „Ich bin kommunikativ, ehrgeizig und möchte etwas entwickeln“, hatte Schultz bei seiner Vorstellung Anfang Januar gesagt und betont, dass er alle Spieler entwickeln wolle. Auch die Spieler, die unter Steffen Baumgart keine Chance mehr erhalten haben. Baumgart wiederum hatte im Podcast von Jonas Hector und Fabian Köster erklärt, dass ein neuer Trainer Spieler auch durchaus anders bewerten könne, als er. So wie Faride Alidou, der unter Baumgart ausgemustert war, keine Chance mehr erhielt. Nach seinem zweiten Treffer beim zweiten Startelf-Einsatz zeigt auch bei dem 22-Jährigen die Formkurve eindeutig nach oben. So sehr, dass der Außenbahnspieler bei vielen Anhängern plötzlich als Hoffnungsträger, als gefühlter Neuzugang, gehandelt wird.

Schultz hat der Mannschaft Selbstvertrauen gegeben

Wie schnell es von Zero zu Hero gehen kann, erfuhr zu Beginn des Jahres auch Florian Kainz. Der Kölner Kapitän stand in der Hinrunde neben sich, überzeugte genau in einer Begegnung. Im letzten Spiel von Steffen Baumgart als FC-Coach saß Kainz zunächst nur noch auf der Bank. Nach seinem erfrischenden Einsatz als „Freigeist“ gegen Heidenheim war der 31-Jährige schon bald wieder ein Hoffnungsträger. Auch Denis Huseinbasic ist aus der aktuellen Startelf nicht wegzudenken, genauso wie ein Jan Thielmann. Timo Schultz hat der Mannschaft wieder Selbstvertrauen, Sicherheit gegeben. „Ich muss gucken, an welchen Stellschrauben ich drehen kann, um der Mannschaft Sicherheit zu geben“, sagte der Coach im Januar und über seine Vorgehensweise: „Ich bin recht fix am Laptop, aber ich rede lieber mit den Spielern.“ Und damit scheint er genau den richtigen Schlüssel gefunden zu haben.

Steffen Baumgart hat seine Spieler motiviert, sie so lange stark geredet, bis sie stark waren. Nun ist es Timo Schultz, der seiner Mannschaft das Vertrauen ausspricht und diese zahlt es ihm durch Leistung zurück. Mal sehen, wer der nächste wiedererstarkte FC-Profi ist. Die Liste ist noch lang.

 

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – Eintracht Frankfurt


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Einzelkritik

Winterkritik

Cordoba, Dennis und Co. – so schlagen sich die Kölner Ex-Stürmer

, ,
Startseite » Florian Kainz

Cordoba, Dennis und Co. – so schlagen sich die Kölner Ex-Stürmer

Die Verantwortlichen des 1. FC Köln wollen im Winter noch einmal auf die Flaute im Sturm reagieren und auf dem Transfermarkt tätig werden – sofern sie denn dürfen. Doch wie schlagen sich eigentlich die ehemaligen Kölner Angreifer wie Cordoba, Modeste, Dennis und Co.?

Sechs Liga-Tore erzielten die aktuellen Stürmer des 1. FC Köln in der bisherigen Saison. Ganz anders fällt die Bilanz der Angreifer der vergangenen fünf Jahre aus. 1. FC Köln: So schlagen sich die Ex-Stürmer.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Sebastian Andersson (2020 – 2023: 47 Spiele/8 Tore/2 Assists): Da Tim Lemperle und Marvin Obuz aktuell „nur“ verliehen sind, hat im vergangenen Sommer genau ein Stürmer den 1. FC Köln verlassen. Sebastian Anderssons Vertrag ist nach den bekannten Querelen nicht verlängert worden. Der ehemalige schwedische Nationalstürmer, den der FC 2020 für rund 6.5 Millionen Euro von Union Berlin verpflichtet hatte, ist aktuell nach wie vor vereinslos und lebt aktuell auf Mallorca. „Wir wussten nicht wirklich, was passieren würde, also mussten wir eine Entscheidung treffen. Daher dachten wir, wir würden uns hier niederlassen“, sagte Andersson dem Portal „Fotbollskanalen. Im Sommer wurde der Stürmer mit einigen schwedischen Klubs in Verbindung gebracht, doch die Gerüchte dementierte der Stürmer. Außerdem sollen Bari und Keupen Interesse gehabt haben. Wie es für Andersson weitergeht, ist offen.

Achterbahnfahrt für Emmanuel Dennis

Anthony Modeste (2015 – 2022 mit Unterbrechung: 157/79/10): Der Franzose wechselte im Sommer 2022 für immerhin noch fünf Millionen Euro zum BVB. Der Wechsel war bekanntlich von viel Lärm begleitet. Das gehört bei dem Angreifer wohl dazu. In Dortmund spielte Modeste zwar wie erhofft Champions League und um die Meisterschaft mit, das allerdings eher selten. Insgesamt kam der Stürmer auf 29 Einsätze, aber nur zwei Tore – der Abschied vom BVB war also mehr als nur erwartbar. Nachdem sich Modeste im Sommer lange bei der Fortuna fit gehalten hat, folgte der Wechsel zum ägyptischen Rekordmeister El Ahly Kairo. In dieser Saison wächst der zunächst gefeierte Modeste aber auch nicht wirklich über sich hinaus. Der Stürmer kommt in seinen bisherigen Einsätzen auf einen Treffer. Nicht umsonst gibt es die ersten Gerüchte um einen verfrühten Abschied.

Emmanuel Dennis (2021 – 2021: 10/1/1): Der Außenstürmer ist wohl eins der größeren Missverständnisse der vergangenen Jahre. Aber eins, mit einer kuriosen Laufbahn. Für 1.2 Millionen Euro hatten die Kölner den Spieler im Januar 2021 in größter Abstiegsnot verpflichtet. Warum man auf die Suche nach einem Stoßstürmer mit Dennis reagierte, ist offen. Eingeschlagen hat der Angreifer, der immerhin mit der Empfehlung von 29 Toren für den FC Brügge nach Köln kam, nicht. Ein Tor erzielte Dennis für die Geißböcke. Somit endete die Leihe bereits wieder im folgenden Sommer. Der belgische Erstligist hatte aber auch keine Verwendung für den Offensivspieler und verkaufte Dennis für erstaunliche vier Millionen Euro an den FC Watford. Dort wuchs Dennis einmal mehr über sich hinaus. Trotz Abstiegskampf erzielte Dennis zehn Treffer und wechselte nach nur einer Saison für 15 (!!!) Millionen Euro zu Nottingham Forrest. Dort nahm die Achterbahnfahrt allerdings die nächste Delle. Mittlerweile ist Dennis an den türkischen Erstligisten Basaksehir verliehen. In acht Spielen erzielte er noch keinen Treffer. Zuletzt fiel der Offensivspieler verletzt aus.

Jhon Cordoba: Erfolgreich in Russland

Tola Arokodare (2020 – 2021: 11/0/0): Der Stoßstürmer wurde im Sommer 2020 aus Lettland geliehen. Die Leihgebühr soll dem Vernehmen nach bei einer halben Millionen Euro gelegen haben. Die Leihe des Nigerianers endete nach nur einem Jahr. Auf elf Einsätze kam der Angreifer für den FC. Für Arokodare folgte aber umgehend die nächste Leihe. Dieses Mal zum französischen Zweitligisten Amiens SC. Dort erzielte der Stürmer in zwei Spielzeiten immerhin 21 Treffer. Im Sommer folgte dann der Wechsel in die belgische erste Liga zum Heimatklub von Rasmus Carstensen, dem KRC Genk. Auch dort fühlt sich der 23-Jährige wohl. Mittlerweile kommt der Angreifer auf acht Tore und fünf Vorlagen. Arokodare spielt in Genk international, sah dort aber schon die Rote Karte gegen den ungarischen Vertreter Ferencvaros.

Jhon Cordoba (2017 – 2020: 86/37/8): Es war ein Blitztransfer, der Wechsel zu Hertha BSC. Immerhin ein Wechsel, der dem FC rund 15 Millionen Euro einbrachte. Aber auch ein Wechsel, der Spuren hinterlassen hatte. Denn der Fortgang der Kölner Lebensversicherung wurde nicht adäquat ersetzt. Der Angreifer blieb nur ein Jahr bei der Hertha, schloss sich 2021 dem russischen Klub FK Krasnodar an. Und dort läuft es für den 30-Jährigen rund. In 74 Pflichtspielen erzielte der Kolumbianer 38 Tore und bereitete 18 vor. Krasnodar belegt aktuell den zweiten Tabellenplatz. Cordoba hat in Russland noch Vertrag bis 2025, der Marktwert des Angreifers liegt laut Experten bei rund zehn Millionen Euro. Am vergangenen Spieltag sah allerdings auch Cordoba die Rote Karte.

Serhou Guirassy: Vom Bankdrücker zum Torjäger

Simon Terodde (2011 – 2020 mit Unterbrechung: 82/43/6): Simon Terodde und der 1. FC Köln ist eine lange Geschichte, die im Sommer 2020 (vorerst, man weiß ja nie) endete. Der Stürmer wechselte damals ablösefrei zum Hamburger SV. Für die Hanseaten schoss der Angreifer starke 24 Tore in 34 Spielen und bewarb sich für höhere Aufgaben. Immerhin folgte nach nur einer Spielzeit der Wechsel zum FC Schalke 04, für den Terodde noch heute kickt. In insgesamt 77 Spielen für Königsblau erzielte der Stürmer immerhin 38 Tore und bereitete acht vor. Den letzten Treffer erzielte der Kölner Ex-Stürmer erst am vergangenen Freitag gegen den VfL Osnabrück. Der Vertrag des mittlerweile 35-Jährigen läuft im kommenden Sommer aus.

Serhou Guirassy (2016 – 2019: 45/9/2): Dieser Abgang dürfte dem FC aktuell besonders schmerzhaft vorkommen. In Köln hat Guirassy den Durchbruch nicht geschafft. In Stuttgart dagegen schon. Das Online-Portal gool.ai berechnet der Marktwert des Angreifers mittlerweile auf knapp 20 Millionen Euro. Den FC verließ der Stürmer im Sommer 2019 für knapp sechs Millionen Euro. Damals wurde Guirassy zunächst nach Amiens verliehen und später auch verkauft. Beim französischen Zweitligisten tat sich der Stürmer ebenfalls noch ein wenig schwer. Immerhin erzielte Guirassy in 38 Spielen aber 13 Tore. Der Stürmer schloss sich 2020 Stade Rennes an und startete mit 25 Toren in 81 Spielen durch. 2022 holte der VfB Stuttgart den Stürmer zurück in die Bundesliga. Zunächst auf Leihbasis, im Sommer folgte der feste Kauf für rund neun Millionen Euro. Nach 18 Toren in 13 Spielen soll aktuell halb Europa an der Verpflichtung des Bundesliga-Torjägers interessiert sein.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Florian Kainz gerät beim FC zunehmend unter Druck

, ,
Startseite » Florian Kainz

Florian Kainz gerät beim FC zunehmend unter Druck

Gegen den SV Darmstadt 98 startete Florian Kainz mal wieder als Zehner. Nach der Pause blieb der 31-Jährige aber in der Kabine. Ob die Auswechslung nur der Gelben Karte geschuldet war, ist fraglich.

Beim 1:0 Sieg gegen die Lilien blieb Florian Kainz in den ersten 45 Minuten weit hinter den Erwartungen zurück – wieder einmal. Der Kölner befindet sich weiterhin auf der Suche nach seiner Form. Bisher hat Steffen Baumgart an seinem Kapitän festgehalten. Im Duell gegen Darmstadt war aber nach der ersten Halbzeit Schluss für den Spielführer des 1. FC Köln: Der Druck auf Kainz steigt

In eine dicke Winterjacke gehüllt nahm Florian Kainz den Torschützen in den Arm. Florian Kainz rang sich ein Lächeln ab, obwohl es dem Kölner Kapitän möglicherweise gar nicht nach Lachen zu Mute war. Der Mittelfeldspieler blieb auch am Freitagabend gegen den SV Darmstadt 98 weit hinter seiner Normalform zurück. Möglicherweise entlud sich der Frust in einem überharten Foul an Marvin Mehlem, der sich dabei offenbar einen Wadenbeinbruch zugezogen hat. Kainz sah den gelben Karton, der wohl auch schon ins leicht Orange tendierte. Bereits im Pokal gegen Kaiserslautern hatte Kainz mit einem unnötigen Foul der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen und die Rote Karte gesehen. Am Freitag konnte der 31-Jährige auch in Sachen Zweikampfverhalten nicht überzeugen, hatte in der Offensive so gut wie keine Ideen und kam auf einen Torschuss. Bemerkenswert auch sein völlig misslungener Freistoß.

Kainz findet nicht zu seiner Form

Handfeste Gründe für die anhaltende Krise sind schwer auszumachen. Die Erklärung einzig in der Kapitänsbinde zu suchen, klingt zu einfach. Möglicherweise liegt doch viel an der Position. Immerhin hatte der Österreicher in den vergangenen beiden Spielzeiten hauptsächlich auf der linken Außenbahn gespielt, dort in mehr als 60 Spielen fast 30 Scorerpunkte gesammelt. In dieser Spielzeit agiert Kainz hauptsächlich aus dem Zentrum. Mal als Sechs, mal als Zehn – auf beiden Positionen ist der Österreicher aber überhaupt kein Faktor. Einzig gegen Gladbach überzeugte der Kölner Kapitän, unter anderem mit zwei verwandelten Elfmetern. Möglicherweise fehlt die Absicherung durch Ellyes Skhiri und Jonas Hector. Nachdem die beiden Leistungsträger aber nicht adäquat ersetzt wurden, stellt sich das anhaltende Formtief der Stammspieler wie Kainz oder Dejan Ljubicic als kaum lösbares Problem heraus.

Steffen Baumgart hält an seinem Kapitän weiterhin fest. Am Freitag begründete der Trainer die Auswechslung seines Spielführers nach 45 Minuten mit der drohenden Gefahr eines weiteren Platzverweises: „Kainzi war Gelb-Rot gefährdet und Luca Waldschmidt ist aus unserer Sicht kein schlechterer Spieler. Es war kein unfaires Spiel, aber es war klar, dass Kainzi runter gewesen wäre, wenn er sich noch einen Fehltritt geleistet hätte. Das Risiko wollten wir nicht eingehen“, sagte der 51-Jährige. Kainz ist nicht gerade bekannt für ein unfaires Spiel. Ob die Sorge vor einer Gelb-Roten Karte der ganzen Wahrheit entspricht, ist offen. Fakt ist: Kainz blieb einmal mehr hinter den Erwartungen zurück. So war bereits nach der ersten Halbzeit Schluss, Baumgart wechselte Luca Waldschmidt ein. „Luca ist jemand, der uns auf dieser Position weiterbringen kann. Das hat man in der zweiten Halbzeit gesehen“, sagte der Trainer.

Der FC verfügt über Alternativen

Gesehen hat man das schon alleine an der Vorlage zum entscheidenden 1:0. Waldschmidts Flanken waren durchweg gefährlicher, der ehemalige Nationalspieler belebte die Kölner Offensive auffallend. Allerdings auch gegen einen insgesamt eher schwachen Gegner. Dennoch: Mit dem 27-Jährigen und Mark Uth hat Baumgart gleich zwei Spieler für die Position hinter den Spitzen. Auf der linken Außenbahn ist Linton Maina gesetzt, mit Jan Thielmann hat sich auf der rechten Seite ein weiterer Spieler vorerst festgespielt, die Option, Spieler dorthin ausweichen zu lassen, ist keine mehr. Die Reihe Maina, Waldschmidt und Thielmann ist jedenfalls eine, die hinter den Spitzen Sinn macht. Zudem deutete Dejan Ljubicic an, dass er auf der Sechs eine deutlich bessere Figur als zuletzt Kainz machte. Der 31-Jährige sollte dringend in die Spur finden, aktuell gibt es wohl einige Alternativen, die sich aufdrängen.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Wieder Sechser, wieder unwirksam: Der FC muss eine Rolle für Florian Kainz finden

, ,
Startseite » Florian Kainz

Wieder Sechser, wieder unwirksam: Der FC muss eine Rolle für Florian Kainz finden

Gegen den FC Bayern München startete Florian Kainz mal wieder auf der Sechs neben Eric Martel. Die Wirkung dieser Maßnahme verpuffte einmal mehr und wirft Fragen auf.

Bei der 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern startete Florian Kainz einmal mehr auf der Doppelsechs neben Eric Martel. Erstaunlicherweise stand aber auch Dejan Ljubicic in der Startformation, allerdings hinter den Spitzen beim 1. FC Köln: Florian Kainz war als Sechser wieder unwirksam.

Irgendwie war es symptomatisch für den bisherigen Saisonverlauf. Florian Kainz hatte eine Idee, eine gute. Der Steckpass auf Linton Maina hätte wohl zumindest einen Teil der Hintermannschaft des Rekordmeisters ausgehebelt. Hätte, denn der Ball wurde von Konrad Laimer abgefangen. Der Österreicher passte auf Kingsley Coman, der wiederum mit einem erfolgreichen Pass die Bayern-Führung durch Harry Kane einleitete. Kainz, neben Martel als Sechser eingeteilt, war in der Aktion genauso in der Offensive eingebunden wie Schienenspieler Maina – der FC auch deswegen in der Rückwärtsbewegung in Unterzahl und unsortiert. Es war die einzige wirklich nennenswerte kreative Aktion des Mittelfeldspielers und ausgerechnet die ging ordentlich daneben. Das Problem: Kainz ist eigentlich einer der Männer für die Kreative, das Offensivspiel, für Ideen und das Einleiten von Torgefahr. Davon kann aber aktuell nur wenig Rede sein.

Kainz auf der Sechs, Ljubicic hinter den Spitzen

Denn auch gegen die Bayern startete der Österreicher auf der Doppelsechs. Eine Rolle, die der Kölner Kapitän vor dieser Saison noch gar nicht, in dieser Spielzeit aber schon erstaunliche vier Mal gespielt hat. Hinter den Spitzen agierte dagegen Dejan Ljubicic. Noch unter der Woche hatte Steffen Baumgart angedeutet, dass der 26-Jährige, der 2021 als Sechser nach Köln geholt worden war, eine Option für die Startelf sein könnte. Die Experten hatten ihn wohl eher auf der Sechs gesehen. Doch auch Ljubicic läuft seiner Form hinterher. Baumgarts Hoffnung, er würde den „Kopf frei kriegen“, bestätigte sich bis zum Freitagabend nicht. Dabei hatte der Kölner Coach den Österreicher extra in die Startelf berufen, um auch auf dieser Position einen schnellen und aggressiven „Anläufer“ zu haben. Ein durchaus nachvollziehbarer Gedanke, Ljubicics Laufwerte sind bekannt. Doch aufgrund der Bayern-Qualität verpuffte die Wirkung des Mittelfeldspielers genauso wie die von Kainz auf der Sechs.

Spätestens nach den schwachen Auftritten auf dieser Position gegen Bremen, Bochum und nun gegen die Bayern muss die Frage nach dem Sinn dieser Maßnahme erlaubt sein. Kainz ist kein Sechser, er gewinnt auf dieser Position zu wenig Zweikämpfe (50 Prozent), glänzt weder als Balleroberer noch kann er die Lücken so zulaufen wie Eric Martel oder eben Ljubicic. Sollte er die Rolle offensiver auslegen, als es das Lehrbuch beschreibt, ist diese Maßnahme bislang noch nicht aufgegangen. „Die Überlegung hatten wir schon im Sommer“, erklärte Geschäftsführer Christian Keller im September. „Wir spielen unterschiedliche Kaderkonstellationen durch – auch, wie man im Idealfall möglichst viele der vermeintlichen Leistungsträger gleichzeitig auf den Platz bekommt.“

FC Köln: Florian Kainz als Sechser wieder unwirksam

Dieser Versuch führte bislang dazu, dass Kapitän Kainz bereits als Sechser, Achter, Zehner und teilweise sogar auf die linke Abwehrseite auswich. Die richtige Rolle scheinen die Kölner für ihren Kapitän nicht gefunden zu haben. Sein bestes Spiel machte der Mittelfeldspieler im Derby beim 3:1-Erfolg über Gladbach. Damals startete der 31-Jährige auf der Zehn. Dort haben die Kölner mit Mark Uth, der am Freitagabend gar nicht zum Einsatz kam, sowie Luca Waldschmidt starke Konkurrenz. Genauso wie auf der Außenbahn, auf der Kainz etatmäßig zu Hause ist, mit Spielern wie Linton Maina und nun wieder Jan Thielmann. Es wird Zeit, dass der FC die Rolle seines Kapitäns findet, auf der Sechs scheint sie bislang jedenfalls nicht zu liegen.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

Einzelkritik

Stimmen zum Spiel