Auf Schmitz-Patzer folgt Zellers Joker-Tor: Frauen des 1. FC Köln jubeln zum Heim-Abschied spät gegen den HSV

Die Spielerinnen des 1. FC Köln vor dem Duell gegen Leipzig
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Auf Schmitz-Patzer folgt Zellers Joker-Tor: Frauen des 1. FC Köln jubeln zum Heim-Abschied spät gegen den HSV

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben auch das zweite Heimspiel innerhalb von sieben Tagen gegen einen Gegner aus dem Norden gewonnen: Auf das 3:0 gegen Werder Bremen folgte ein 2:1 (1:0) gegen den HSV: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen gegen den Hamburger SV.

Dora Zeller erzielte spät in der Nachspielzeit den verdienten und umjubelten Siegtreffer für den FC. Zuvor hatte Lisa Schmitz mit einem Patzer den Ausgleich für den HSV ermöglicht.

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Kölns Trainerin Britta Carlson schickte dieselbe Startelf aufs Feld, die sieben Tage zuvor in Müngersdorf einen Gala-Auftritt gegen Bremen (3:0) hinlegte. Die Gäste aus dem Norden wurden bereits am Freitagabend auf dem Hotel-Sofa in Köln den größten Druck im Kampf um den Klassenerhalt los. Da die auf dem ersten Abstiegsplatz stehende SGS Essen beim 1. FC Nürnberg mit 0:3 verlor, wäre der am rettenden Ufer stehende HSV mit mindestens drei Punkten Vorsprung und dem deutlich besseren Torverhältnis in den letzten Spieltag gegangen. Der Ligaverbleib war damit für den Aufsteiger schon vor dem Anpfiff nahezu greifbar.

Köln die spielbestimmende Mannschaft

Die Kölnerinnen versuchten dem Spiel von Anfang an den Stempel aufzudrücken, kamen dabei allerdings zunächst zu keinen gefährlichen Aktionen rund um den Hamburger Strafraum. Die Gäste wiederum spielten forsch mit, holten einer Vielzahl ruhender Bälle im Angriffsdrittel heraus, aus denen sie aber kein Kapital schlagen konnten. Ein flacher Distanzschuss von Anna-Lena Stolze vom Sechzehner genau in die Arme von Hamburgs Torfrau Lea Paulick war die beste Offensiv-Aktion der Anfangsphase (18.). Kurz danach hätte Lydia Andrade jedoch zwingend die Kölner Führung erzielen müssen. Eine Hamburgerin rutschte im Mittelkreis im Zweikampf mit Andrade aus und die Kölner Stürmerin konnte unbedrängt aufs HSV-Tor zulaufen. Der Schweizerin versagten aber offenbar die Nerven, sodass ihr Flach-Schuss genau in den Beinen von Paulick landete (23.).

Die Kölnerinnen waren mittlerweile die spielbestimmende Mannschaft – und Andrade machte ihren Aussetzer kurz danach wett. Laura Vogt köpfte in den Lauf von Stolze, die den Ball an Hamburgs Torfrau vorbeilegte, Andrade drückte ihn mühelos über die Linie zum 1:0 (30.). Die Kölner Überlegenheit war auch nach der Halbzeit sichtbar, allerdings entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit vielen Unterbrechungen und gelben Karten auf beiden Seiten. Den 1895 Zuschauern im Franz-Kremer-Stadion boten sich derweil kaum gefährliche Aktionen in den beiden Strafräumen.

Spätes Tor verhilft zum Dreier

Pauline Bremer ließ das eigentlich sichere 2:0 liegen, als sie – analog zu Andrade in der ersten Hälfte – frei aufs Tor zulief, aber ebenfalls mit ihrem Schuss an Paulick scheiterte und auch bei den Nachsetzern an der Hamburger Keeperin hängenblieb (67.). Und das Pech blieb der Stürmerin treu: Nach Zuspiel von Laura Vogt flog Bremers Schuss knapp am Hamburger Tor vorbei (74.). Die Gäste wurden in der Schlussphase bissiger, was sich nicht nur in einem Platzverweis eines Hamburger Betreuers auf der Ersatzbank widerspiegelte (78.). Ein Patzer von Lisa Schmitz bescherte dem HSV schließlich den Ausgleich. Kölns Torfrau segelte unter einem Freistoß von Mia Büchele aus dem Mittelfeld durch und Annaleen Böhler köpfte mühelos zum 1:1 am langen Pfosten ein (83.).

Als alles nach einer Punkteteilung und dem damit verbundenen sicheren Klassenerhalt des HSV aussah, schlug der FC nochmals zu. Pauline Bremer setzte sich auf dem linken Flügel durch und legte die Kugel ins Zentrum. Die eingewechselte Dora Zeller traf aus der Drehung mit Wucht in den Winkel zum 2:1 (90.+7). Über die gesamte Spieldauer war der Heimsieg für die Gastgeberinnen komplett verdient. Nach dem Schlusspfiff wurde es besonders emotional, als mit Adriana Achcinska, Sara Agrez, Sylwia Matysik, Aurora Mikalsen und Martyna Wiankowska fünf Spielerinnen vom Vizepräsidenten Ulf Sobek und Nicole Bender-Rummler, Direktorin Frauen- und Mädchenfußball, verabschiedet wurden.

Die Saison endet für die FC-Frauen nächste Woche Sonntag (14 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim als Absteiger feststehenden Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena.

1. FC Köln: Schmitz – Imping (66. Wiankowska), Degen, Hegering, Agrez (90. Hasenauer), Jessen – Vogt, Bohnen – Bremer, Andrade (75. Zeller), Stolze (46. Achcinska). Tore: 1:0 Andrade (30.), 1:1 Böhler (83.), 2:1 Zeller (90.+7). Zuschauer: 1895.

„Werden mit dem bestmöglichen Team auflaufen“ – Die Frauen des 1. FC Köln möchten auch das letzte Heimspiel der Saison gewinnen

Frauen des 1. FC Köln
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„Werden mit dem bestmöglichen Team auflaufen“ – Die Frauen des 1. FC Köln möchten auch das letzte Heimspiel der Saison gewinnen

Nach dem Highlightspiel des vergangenen Wochenendes folgt nun direkt das nächste Heimspiel. Vor den Augen der über 30.000 Fans bezwangen die FC-Frauen den SV Werder Bremen mit 3:0. Damit stehen sie bei noch zwei verbleibenden Spielen auf Rang acht mit 16 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und 17 Punkten Rückstand auf einen Europapokalplatz. Am Samstag spielen die Frauen des 1. FC Köln gegen Hamburg.

Für Britta Carlson kein Grund, das Spiel gegen den HSV auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Frauen des 1. FC Köln möchten sich erfolgreich aus der Saison verabschieden.

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Während es für die Kölnerinnen tabellarisch um nicht wirklich viel geht, kämpfen die Damen des HSV um den Klassenerhalt. Mit drei Punkten Vorsprung auf die SGS Essen stehen die Hamburgerinnen knapp auf dem rettenden Ufer. „Gerade für den HSV geht es ja noch um ganz viel. Sie kämpfen um den Klassenerhalt und deswegen werden wir auch wieder mit allem was wir haben, auflaufen“, stellte Carlson klar. Man wolle sein Spiel durchziehen anstatt extra junge oder bisher weniger häufig zum Zug gekommene Spielerinnen einzusetzen. Die FC-Frauen haben vor, das Spiel so ernst anzugehen, wie jede andere Partie auch, um sich erfolgreich vom heimischen Publikum zu verabschieden.

Die gute Leistung bestätigen 

Der Heimsieg gegen Bremen am vorherigen Spieltag dürfte dafür sicherlich Motivation genug sein. „Das Highlightspiel gibt auch noch mal ein bisschen Auftrieb und man sieht einfach, was in der Mannschaft steckt. Die paar Prozente mehr, die vielleicht die Kulisse gebracht haben, werden auch wieder da sein.“, stellte Carlson in Aussicht. Das vergangene Wochenende scheint die Truppe zu beflügeln. „Es war einfach ein ganz schöner Rahmen. Man merkt die ganze Woche, wie die Freude auch im Training noch da ist. Wir sind ein gutes Team und eine gute Einheit und jetzt geht es darum, diese Freude auch auf den Platz zu bringen“, sagte die Cheftrainerin.

Das Hinspiel konnten die Domstädterinnen mit 4:1 für sich entscheiden. Laut Carlson spiegelt dieses Ergebnis aber nicht die Qualität des Gegners wider. „Das Hinspiel ist natürlich sehr gut für uns gelaufen und war ein deutlicher Sieg. So eindeutig war das Spiel aber nicht. Wir hatten sehr gute Umschaltmomente, die wir gut zu Ende gespielt haben und waren sehr effizient. Aber auch da hat man schon gesehen, dass der HSV uns zwischendurch echt gefordert hat. Ein 4:1 war das glaube ich nicht“, ordnete Carlson das Hinspiel ein. Und auch in den letzten Spielen erkennt die gebürtige Kielerin eine Steigerung bei den Hanseatinnen.

Denn Hamburg habe immer gute Leistungen gezeigt, sich aber nicht belohnt. Auch gegen Union sei es so gewesen, dass sie sich viele Chancen erspielt hätten, aber dann die Effizienz vor dem Tor gefehlt habe. Somit erwarte Calson einen Gegner, welcher dem Team alles abverlangen werde, um nochmal zu punkten. Zumal die Hamburgerinnen am letzten Spieltag der Saison auf den FC Bayern München treffen.

Wiedersehen alter (Un)bekannter

Seit wenigen Wochen steht bei den HSV-Frauen Rodolfo Cardoso an der Seitenlinie. Der Argentinier hat genau wie Carlson eine Vergangenheit als Spieler des HSV und das sogar größtenteils zur selben Zeit. „Wir lagen öfter mal beide auf der Pritsche beim Physio Hermann Rieger, aber da wird er sich wahrscheinlich eher nicht dran erinnern, aber unbewusst oder bewusst kennen wir uns ein bisschen“, erinnert sich die 48-Jährige. 

Nahezu volle Kapelle 

Für das Spiel gegen ihren Ex-Verein muss die Kielerin weiterhin auf Laura Feiersinger verzichten. Die Österreicherin befindet sich zwar auf einem guten Weg, fällt jedoch weiterhin aus. Anna Gerhard hat nach wie vor mit muskulären Problemen zu kämpfen. Merle Hokamp macht währenddessen gute Fortschritte in der Reha. Zusätzlich konnte Sylwia Matysik erstmals seit ihrer Verletzung im Februar vollständig am Mannschaftstraining teilnehmen. Somit können die Kölnerinnen fast aus dem Vollen schöpfen. Ob das dann für die nächsten drei Punkte reicht, wird sich am Samstagmittag im Franz-Kremer-Stadion zeigen. Anstoß ist um 12 Uhr. 

„Mit einem Grinsen spazieren gegangen“: Das sind die Stimmen nach dem Fußballfest der FC-Frauen gegen Bremen

Frauen des 1. FC Köln jubeln beim Sieg gegen Werder Bremen
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„Mit einem Grinsen spazieren gegangen“: Das sind die Stimmen nach dem Fußballfest der FC-Frauen gegen Bremen

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben sich und die 30.000 Zuschauer mit einem fulminanten Nachmittag belohnt. Das 3:0 gegen Werder Bremen war ein rauschendes Fußballfest, von dem die Spielerinnen noch lange zehren dürften. Die Stimmen zum Spiel der Frauen des 1. FC Köln gegen Werder Bremen.

Zudem sprang der FC im Zuschauer-Ranking deutlich nach vorne. Wir haben die Stimmen nach dem Spiel zusammengetragen.

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Das Gewitter am Ende des Spiels über Müngersdorf spiegelte die Gefühlslage beim 1. FC Köln nicht wieder. Die Kölnerinnen strahlten stattdessen – und das nicht nur aufgrund des deutlichen 3:0-Erfolgs. Der stimmungsvolle Mittag im Rhein-Energie-Stadion sorgte einmal mehr für unvergessliche Momente bei den Spielerinnen. Ein ganz besonders großes Grinsen hatte Lydia Andrade im Gesicht. Der Sommer-Neuzugang des Vorjahrs nimmt zum Saison-Ende Fahrt auf, stach im Offensiv-Spiel nicht nur aufgrund ihres Führungstreffers hervor. „Heute hat alles gepasst, ich bin stolz auf die Mannschaft“, sagte die Schweizerin nach dem Abpfiff, „ich konnte es nicht so glauben, ich bin echt froh und dankbar, dass ich meiner Mannschaft helfen konnte.“

“Es ist einfach schön, wenn die Spielerin sich dann auch belohnt“

Trainerin Britta Carlson fand ebenfalls lobende Worte für ihre Spielerin: „Lydia hatte keine einfache Zeit bei uns. Es hat ein bisschen gedauert, bis sie adaptiert hat, wie unsere Intensität ist, wie unser Spiel ist. Wir haben jetzt auch erst die hundertprozentige Position für sie gefunden, eher in der Spitze zu spielen. Vorher war sie eine Spielerin, die eher auf dem Flügel agiert hat. Mich freut es ungemein, weil sie nie aufgegeben hat. Sie hat im Training weiterhin Gas gegeben, hat versucht, an sich zu arbeiten, fordert gefühlt von jedem Training eine Analyse ein, ist da also auch hungrig. Es ist einfach schön, wenn die Spielerin sich dann auch belohnt.“

Doch über allem standen am Samstagmittag die Kulisse und die Atmosphäre. „Man spürt, was für eine große Familie das ist, wir haben die Unterstützung von allen gespürt und alles gegeben“, äußerte Sandra Jessen, die erstmals im FC-Trikot in Müngersdorf auf dem Rasen stand, „ich bin mir ganz sicher, dass es von der ersten Minute ganz klar war, welche Mannschaft die drei Punkte mitnimmt.“ Ein besonderer Moment war es auch für die Kapitänin Marina Hegering. Für die Wahl-Kölnerin war es nach der Fahrt auf dem Rosenmontagszug der nächste große emotionale Höhepunkt in diesen Wochen.

“Das macht das ganze Spiel einfach super emotional“

„Ich habe mich total gefreut. Ich hatte ja einen Countdown-Timer für dieses Spiel eingerichtet auf meinem Handy. Ich glaube, ich habe bei 70 Tagen angefangen und habe die Tage runtergezählt. Ich kann von Zuhause auf das Stadion sehen. Die Vorfreude heute Morgen beim Spaziergang war sehr groß. Ich bin mit einem Grinsen in der Sonne spazieren gegangen und habe mich einfach nur gefreut. Dann durfte ich auch noch meinen Neffen und meine Nichte mit zum Einlaufen nehmen, das war natürlich das Sahnehäubchen auf der Torte. Das macht das ganze Spiel einfach super emotional.“ Der Tag ging auch der 36-Jährigen nahe, die schon so viel in ihrer Karriere erlebt hat: „Wenn man das auf dem Platz hört, wenn man eine Aktion nach vorne startet, wie laut das Stadion dann wird, macht es schon einfach Bock, das kribbelt dann schon und es beflügelt auch.“

Etwas norddeutsch zurückhaltender äußerte sich Britta Carlson, die in Kiel geborene Trainerin des FC: „Ich möchte keine einzelne Spielerin bei uns hervorheben, weil ich finde, dass das gesamte Team sehr gut performt hat nach den letzten Leistungen und ich glaube, diese Belohnung für das Team vor so einer Kulisse war extrem wichtig, wieder mal zu null zu spielen. Es hat mich extrem gefreut, dass wir nicht nur vorne alles reingeworfen haben, sondern auch wenig zugelassen haben, weil jede Spielerin mit allem, was sie hat, verteidigt hat. Das ist auch das, was uns die ganze Saison ausgezeichnet hatte.“

Comeback nach fast einem Jahr

Und dann wurde Carlson doch auch ein wenig euphorisch: „Es pusht ungemein, wenn knapp 30.000 uns anfeuern. Das ist eine Sache, die wir so nicht kennen. Gerade unser Stadion hier beim FC ist auch noch mal besonders. Ich glaube, das hat man heute gesehen, was die Fans leisten von der ersten Sekunde an. Wenn du von der Sekunde die Intensität hochhältst und auch da schon deine Möglichkeiten hast, dann wird es auch ein bisschen leichter mit der Kulisse positiv umzugehen.“

Zudem konnte Taylor Ziemer nach fast einem Jahr Verletzungspause ihr Comeback als Jokerin feiern. Der FC wiederum sprang durch das Heimspiel in der Zuschauertabelle der laufenden Saison vom achten auf den fünften Platz mit einem Schnitt von nunmehr 4.377 Zuschauern pro Partie. Einzig Bremen, Hamburg, Bayern und Union Berlin konnten bisher noch mehr Zuschauer begrüßen. Bemerkenswert: Mit Hamburg (6.042/Spiel) und dem Primus aus Köpenick (7.728) sind gleich zwei Aufsteiger in den Top 3. Apropos Hamburg: Gegen diesen Gegner geht es am Samstag mit dem nächsten Heimspiel weiter. Dann wieder im Franz-Kremer-Stadion vor deutlich kleinerer Kulisse.

Highlights zum Highlight-Spiel: Frauen des 1. FC Köln gewinnen vor beeindruckender Kulisse

Jubel bei den Frauen des 1. FC Köln
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Highlights zum Highlight-Spiel: Frauen des 1. FC Köln gewinnen vor beeindruckender Kulisse

Werder Bremen entwickelt sich zum Lieblingsgegner des 1. FC Köln im Rhein-Energie-Stadion. Die Hanseatinnen waren zum zweiten Mal Gegner beim Bundesliga-Highlight-Spiel in Müngersdorf und zum zweiten Mal gewannen die FC-Damen die Partie. Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen 3:0 gegen Werder Bremen.

Diesmal sahen 30.411 Zuschauer einen ungefährdeten Heim-Erfolg der Kölnerinnen, die mit diesem Auftritt beste Eigenwerbung betreiben konnten.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre erste Elf im Vergleich zur 2:6-Klatsche fünf Tage zuvor bei der TSG Hoffenheim auf drei Positionen: Sara Agrez, Celina Degen und Anna-Lena Stolze starteten für Martyna Wiankowska, Adriana Achcinska und Zoe Hasenauer. Carlson formierte ihre Mannschaft, wie schon in der zweiten Hälfte im Kraichgau, mit einer Dreierkette in der Abwehr. Sandra Jessen und Carlotta Imping bildeten das Flügel-Duo, das seine Position jeweils sehr offensiv interpretierte.

Überlegner Start

Die Kölnerinnen starteten überlegen in die Partie, näherten sich dem Bremer Tor in der Anfangsphase aber ausschließlich mit Distanzschüssen. Die Führung für die Gastgeberinnen war folgerichtig, entsprang allerdings einem Bremer Aussetzer. Larissa Mühlhaus spielte einen viel zu kurzen und unplatzierten Rückpass Richtung Torhüterin. Die bis dahin ohnehin auffällige Lydia Andrade ersprintete sich den Ball, umkurvte Mariella El Sherif und schob zum 1:0 ins leere Tor (20.). Die FC-Frauen blieben am Drücker, Bremen präsentierte sich weiterhin als dankbarer Aufbau-Gegner. Pauline Bremer besaß die beste Chance nach einem Einwurf, El Sherif war bei dem Flachschuss aus der Drehung aber aufmerksam und lenkte den Ball zur Seite ab (33.).

Kurz danach durften die Kölner Fans aber erneut jubeln: Lydia Andrade bediente Bremer mit einem hohen Ball an den Sechzehner. Den strammen Schuss der Stürmerin konnte El Sherif noch abwehren, der Abpraller landete bei der heranlaufenden Anna-Lena Stolze, die mit zum 2:0 traf (36.). Weit in der Nachspielzeit gab es noch einen weiteren Aufreger: Laura Vogt schoss einen Freistoß von der Strafraumgrenze stramm aufs Tor, El Sherif wehrte mit Mühe nach vorne ab, Sandra Jessen köpfte den Abpraller über das Tor (45.+4).

Kölner Sieg hätte noch höher ausfallen können

An der Einseitigkeit der Partie änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Ein Eckball von Sara Agrez von der rechten Seite rutschte durch den Strafraum auf den linken Kölner Angriffsflügel. Von dort brachte Pauline Bremer die Kugel hoch zurück in den Sechzehner. Jessen köpfte am ersten Pfosten komplett freistehend ins lange Eck zum 3:0 (54.). Danach schleppte sich eine entschiedene Partie dem Schlusspfiff entgegen. Mit etwas mehr Konsequenz und Glück im Abschluss hätte der Kölner Sieg noch höher ausfallen können.

Der klare Heimsieg war am Ende komplett verdient. Bremen, das eigentlich eine beachtliche Saison spielt, war an diesem Nachmittag überraschend harmlos und fand offensiv kaum statt. Für die FC-Frauen geht es am kommenden Samstag (12 Uhr) direkt mit dem nächsten Heimspiel weiter, dann aber wieder im Franz-Kremer-Stadion. Der Gegner kommt mit dem Hamburger SV erneut aus dem Norden.

1. FC Köln: Schmitz – Imping (76. Leimenstoll), Degen, Hegering, Agrez, Jessen – Vogt, Bohnen (83. Achcinska) – Andrade (59. Donhauser), Stolze (59. Wiankowska), Bremer (83. Ziemer). Tore: 1:0 Andrade (20.), 2:0 Stolze (36.), 3:0 Jessen (54.). Zuschauer: 30.411.

Frauen des 1. FC Köln verlieren nach Cerci-Gala in Hoffenheim deutlich

Laura Vogt vom 1. FC Köln
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Frauen des 1. FC Köln verlieren nach Cerci-Gala in Hoffenheim deutlich

Das hatten sich die Fußballerinnen des 1. FC Köln anders vorgestellt: Fünf Tage vor der Fußball-Party in Müngersdorf gegen Werder Bremen gab es kein frisches Selbstvertrauen. Die Ex-Kölnerin Selina Cerci wirbelte den FC durcheinander, war an allen fünf Toren der TSG Hoffenheim beteiligt, traf dabei dreimal selbst. Die Frauen des 1. FC Köln verlieren gegen Werder Bremen.

Die Leistungssteigerung der Kölnerinnen nach der Pause kam zu spät, am Ende stand eine 2:5-(1:4)-Niederlage.

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Kölns Trainerin Britta Carlson tauschte im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt rund einen Monat zuvor die halbe Startelf aus. Lisa Schmitz, Adriana Achcinska, Zoe Hasenauer, Lydia Andrade und Martyna Wiankowska ersetzten die angeschlagene Irina Fuchs sowie Sara Agrez, Anna-Lena Stolze, Laura Donhauser und die erkrankte Laura Feiersinger. Das bedeutete gleich zwei Comebacks nach vielen Monaten in der Anfangsformation. Lisa Schmitz stand erstmals seit dem vierten Spieltag in Essen Ende September wieder auf dem Platz. Die 33-Jährige hatte während ihrer Verletzungspause den Stammplatz an Irina Fuchs verloren. Lydia Andrade stand sogar erstmals seit dem ersten Spieltag in Leipzig wieder in der ersten Elf.

Vier Tore in 20 Minuten

Der Anstoß im Kraichgau war kaum verhallt, da klingelte es bereits im Kölner Tor. Marie Steiner leitete den Angriff selbst ein, legte ab zu Selina Cerci, die dabei möglicherweise im Abseits gestanden haben könnte. Die Ex-Kölnerin legte direkt quer in den Sechzehner zurück zu Steiner, die mühelos zum 1:0 für die TSG nach 90 Sekunden einschob (2.). Die FC-Defensive ließ sich hier viel zu leicht düpieren. Und es kam noch schlimmer: Pauline Bremer spielte vor dem eigenen Sechzehner einen Fehlpass in die Füße von Hoffenheims Nikee van Dijk, die in den Lauf von Cerci spielte. Cerci vollendete freistehend ins lange Eck zum 2:0 für die Gastgeberinnen, stand beim Zuspiel diesmal aber eindeutig im Abseits, sodass der Treffer nicht hätte zählen dürfen (7.).

Die Kölnerinnen ließen die Köpfe jedoch nicht hängen. Bei einem Rückpass auf Laura Dick setzte Lydia Andrade nach – und wurde belohnt. Hoffenheims Torfrau schoss Andrade beim Versuch des Befreiungsschlags an und von der Kölnerin trudelte der Ball zum 2:1 ins Tor (10.). Doch die FC-Frauen brachten sich abermals selbst in Bedrängnis: Adriana Achcinska spielte einen langen Pass von der Mittellinie zurück vor den eigenen Sechzehner, der aber im Zentrum bei Cerci landete. Die agile Stürmerin legte nach rechts raus zu van Dijk, die durch die Beine von Schmitz hindurch zum 3:1 für die TSG traf (19.).

Umstellung auf Dreierkette zahlt sich aus

Nach der aufregenden Startphase verflachte das Spiel, doch kurz vor der Pause wurde die Kölner Abwehr ein weiteres Mal bei einem schnellen Angriff überrumpelt. Martyna Wiankowska kam auf der linken Abwehrseite bei Jill Janssens nicht hinterher, deren Querpass die mitgelaufene Cerci in der Mitte freistehend zum 4:1 (41.) nur noch über die Linie drücken musste. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste, die zwei personelle Änderungen vornahmen, den besseren Start. Laura Vogt flankte den Ball ins Zentrum. Hoffenheims Torfrau wehrte zur Seite genau zu Jessen ab, die mit Wucht zum 4:2 traf (50.).

Carlson hatte zur zweiten Hälfte auf eine Dreierkette in der Abwehr mit Agrez, Hegering und Bohnen umgestellt – und das zahlte sich aus. Die Rheinländerinnen waren nun die agilere Mannschaft und schnupperten am Anschlusstreffer. Hoffenheims Torhüterin rettete jedoch mit einem starken Reflex gegen den Abschluss der freistehenden Pauline Bremer (64.). Auf der Gegenseite hätte Cerci nach einer Einzelleistung beinahe für die Entscheidung gesorgt, traf mit ihrem Schuss aus spitzem Winkel aber nur die Latte (68.).

Unterm Strich kam die deutliche Leistungssteigerung nach der Pause jedoch zu spät, die Hypothek der ersten Hälfte war zu groß. Cerci sorgte nach ihrem Sololauf ohne ernsthafte Gegenwehr der Kölner Abwehr mit ihrem dritten Treffer für das 5:2 (90.). Den Schlusspunkt setzte Janna Grimm nach einem Ballverlust von Vogt vor dem Strafraum mit dem 6:2 (90.+4). Damit fiel der verdiente Hoffenheimer Sieg am Ende jedoch zu hoch aus.

1. FC Köln: Schmitz – Imping, Bohnen, Hegering (86. Degen), Wiankowska (46. Agrez) – Achcinska (46. Stolze), Vogt, Hasenauer (75. Wiankowska) – Bremer, Andrade (60. Zeller), Jessen. Tore: 1:0 Steiner (2.), 2:0 Cerci (7.), 2:1 Andrade (10.), 3:1 van Dijk (19.), 4:1 Cerci (41.), 4:2 Jessen (50.), 5:2 Cerci (90.), 6:2 Grimm (90.+4).

„Haben uns anderen Matchplan vorgenommen“: Frauen-Trainerin Britta Carlson unzufrieden nach Frankfurt-Pleite

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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„Haben uns anderen Matchplan vorgenommen“: Frauen-Trainerin Britta Carlson unzufrieden nach Frankfurt-Pleite

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln konnten eine Woche nach dem Sieg in Nürnberg den Hinspiel-Coup gegen Frankfurt nicht wiederholen. Trainerin Britta Carlson vom 1. FC Köln erklärte hinterher ihre Unzufriedenheit – und nahm den Pechvogel des entscheidenden Gegentors in Schutz.

Mit der Leistung ihres Teams war Britta Carlson gegen Eintracht Frankfurt nicht zufrieden. Die Trainerin benennt die Probleme im Nachgang deutlich.

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„Die Eintracht hat mehr fürs Spiel getan“, konstatierte Kölns Trainerin Britta Carlson und gab zu: „Wir haben uns schwergetan, den eigenen Rhythmus zu finden. Wir haben sicherlich kompakt gestanden in der ersten Halbzeit, damit war ich zufrieden. Trotzdem war ich nicht damit zufrieden, wie wir mit dem Ball agiert haben. Da haben wir zu schnell und zu einfache Ballverluste, die dann auch immer wieder anstrengend sind. Da haben wir uns einen anderen Matchplan vorgenommen, anstatt immer nur den Ball lang zu hauen. Das ist nicht unser Ziel gewesen“, so die 48-Jährige.

„Das hat nicht gleich funktioniert“

Carlson reagierte mit einem Doppelwechsel zur zweiten Hälfte, stellte in deren Verlauf ihr System vom 4-4-2 in ein 5-3-2 um. „Das hat nicht gleich funktioniert“, merkte die Trainerin an. Das Tor zum 1:1 sei deswegen unnötig gewesen, weil ihr Team „nicht die Intensität hatte in der Rückwärtsbewegung und viel zu einfach durch drei Pässe ein Tor zugelassen haben. Wenn wir gegen einen starken Gegner bestehen wollen, dann darf uns diese Intensität und am Limit zu spielen nicht fehlen. Das hat uns in den gewissen Situationen einfach gefehlt. Dann ist es schade, dass man sich nicht zumindest mal mit einem Punkt belohnt.“

Die Trainerin nahm Amelie Bohnen, den Pechvogel vor dem entscheidenden Frankfurter Siegtreffer, in Schutz: „Da mache ich gar keinen Vorwurf, sowas kann passieren, dass man mal über den Ball haut. Amelie hat wieder eine super Leistung gebracht wie auch schon in Nürnberg.“ Bemerkenswert war an diesem Abend, dass Carlson nach der Pause mit Sandra Jessen auch die bisher torgefährlichste Kölnerin der Saison vorzeitig vom Platz nahm. „Sandra hatte in dem Spiel wenig Aktionen“, erklärte die Trainerin auf Nachfrage von come-on-fc.com, „sie hat weder Bälle mal festmachen können, noch ist sie in die Aktionen reingekommen, die wir uns vorgestellt haben. Dann ist es manchmal wichtig, dass du eine bestimmte Umstellung hast. Auch Sandra darf mal einen schlechten Tag haben, um Gottes Willen. Dafür haben wir auch einen Kader, dass wir dann andere Spieler in die Position bringen können.“

Zwei Testspiele sind geplant

Mit der Partie hat es der 1. FC Köln zudem erstmals live ins öffentlich-rechtliche Fernsehen geschafft. Das Spiel wurde von der ARD-Sportschau übertragen. „Das haben wir uns auch verdient aufgrund der Leistungen der Saison“, merkte Carlson an. Für die Mannschaft sei die Bühne vor Millionen Zuschauern „eher eine besondere Motivation“ gewesen und kein zusätzlicher Rucksack auf den Schultern.

Bis zum nächsten Kölner Bundesliga-Auftritt wird nun allerdings viel Zeit vergehen. Das nächste Spiel findet erst nach der Länderspielpause am letzten April-Wochenende auswärts bei der TSG Hoffenheim statt. Die exakte Terminierung durch den DFB ist noch ausstehend. „Das ist echt eine lange Zeit“, sagte Carlson am Samstagabend, „deswegen werden wir am Donnerstag ein Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen den SC Freiburg absolvieren und dann noch ein weiteres in Eindhoven, sodass wir versuchen, im Rhythmus zu bleiben mit den Spielerinnen, die nicht unterwegs sind. Aber es wird sicherlich auch mal ein paar Tage über Ostern frei geben.“

Abwehr-Blackout nach Hegering-Blitzstart: FC-Frauen unterliegen Frankfurt knapp

Celina Degen und Anna-Lena Stolze vom 1. FC Köln
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Abwehr-Blackout nach Hegering-Blitzstart: FC-Frauen unterliegen Frankfurt knapp

Die FC-Frauen konnten den Coup aus dem Hinspiel (1:1) gegen Eintracht Frankfurt nicht wiederholen. Das Rückspiel im Franz-Kremer-Stadion endete mit einer Niederlage. Die Frauen des 1. FC Köln unterliegen Frankfurt 1:2. Dabei hatte Marina Hegering den FC nach 75 Sekunden in Führung geköpft. Ein individueller Fehler kostete am Ende den abermals möglichen Punktgewinn.

Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zum 2:1-Sieg in Nürnberg eine Woche zuvor auf zwei Positionen: Sara Agrez und Anna-Lena Stolze ersetzten Adriana Achcinska und Anna Gerhardt.

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Der Anpfiff war im Grüngürtel kaum verklungen, da ertönte auch schon das Trömmelche im Franz-Kremer-Stadion: Laura Vogt servierte eine Ecke von der linken Angriffsseite in den Sechzehner und Marina Hegering köpfte den Ball im Fünfer am ersten Pfosten ins lange Eck zum 1:0 nach 75 Sekunden (2.).

Chiba nutzt das Geschenk

Die frühe Führung spielte dem FC in die Karten und vergrößerte das Selbstbewusstsein sichtlich. Den Frankfurterinnen fehlten die Ideen, um einmal gefährlich in die Nähe des Kölner Strafraums zu kommen. Stattdessen suchten die Gastgeberinnen weiter den Weg nach vorne. Bei Pauline Bremers Flachschuss musste sich die Eintracht-Keeperin Lina Altenburg mächtig strecken, um den Ball am Pfosten vorbei zu lenken (23.).

Ansonsten bekamen die Fans im Stadion und auch die mutmaßlichen Millionen Zuschauer vor den Fernsehern der Nation – die Partie wurde auch live von der ARD-Sportschau übertragen – wenig Highlights geboten. Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst nichts, sodass der Frankfurter Ausgleich aus heiterem Himmel fiel. Etonam Anyomi legte den Ball im Sechzehner zentral fast vom Elfmeterpunkt zurück zu Laura Freigang, die von der Strafraumgrenze per Schlenzer in den Winkel zum 1:1 traf (58.).

Die Kölnerinnen brachten sich danach durch einen individuellen Aussetzer selbst in Rückstand: Amelie Bohnen trat bei einer eigentlich ungefährlichen hohen Hereingabe aus dem Mittelfeld in den Sechzehner über den Ball, Remina Chiba nutzte das Geschenk und vollstreckte vom Fünfer freistehend zum 1:2 (63.). Wenig später lenkte Irina Fuchs einen vermutlich als Flanke gedachten Ball von Nadine Riesen mit den Fingerspitzen über die Latte (69.). Die Gastgeberinnen gaben in der Schlussphase zwar nicht auf und versuchten auf den Ausgleich zu spielen, fanden jedoch keine Mittel, um die Eintracht-Abwehr unter Druck zu setzen. Stattdessen liefen die Kölnerinnen in einen Konter, doch Fuchs lenkte den strammen Schuss von Rebecka Blomqvist um den Pfosten (83.).

Erst Länderspielpause, dann Hoffenheim

Für die FC-Frauen geht es erst nach der Länderspielpause am letzten April-Wochenende mit einem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim weiter. An welchem Tag genau, hat der DFB bislang noch nicht offiziell verraten.

1. FC Köln: Fuchs – Imping, Bohnen, Hegering, Agrez (61. Degen) – Donhauser, Vogt (74. Andrade), Feiersinger, Stolze (46. Leimenstoll) – Bremer, Jessen (46. Achcinska). Tore: 1:0 Hegering (2.), 1:1 Freigang (58.), 1:2 Chiba (63.). Zuschauer: 2050.

Live im Free-TV – Frauen des 1. FC Köln empfangen Eintracht Frankfurt

Sandra Jessen vom 1. FC Köln im Duell gegen die SGS Essen
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Live im Free-TV – Frauen des 1. FC Köln empfangen Eintracht Frankfurt

Die Frauen des 1. FC Köln spielen am Samstagabend (17:55 Uhr) sehr wahrscheinlich vor einem Millionen-Publikum gegen Eintracht Frankfurt. Das Bundesliga-Heimspiel wird von der ARD-Sportschau zur besten Sendezeit live übertragen.

Stürmerin Sandra Jessen schöpft Motivation aus dem bitteren Ende des Hinspiels. Die Isländerin beendete zudem vergangene Woche gegen Nürnberg ihre Torlos-Serie.

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Die Kölnerinnen schnupperten bereits im Hinspiel an der Sensation, führten durch den Treffer von Sandra Jessen bis in die Nachspielzeit mit 1:0, ehe die Eintracht doch noch zum 1:1-Endstand traf. Die Torschützin von damals denkt ungerne daran zurück, schöpft aber zugleich auch Motivation, wie sie im Interview mit dfb.de verriet: „Wenn ich daran denke, ärgere ich mich immer noch. Dementsprechend wollen wir unbedingt punkten. Wir werden hochmotiviert in das Spiel gehen.“

“Ich glaube, das hat sie schon belastet“

Vielleicht kommt der Spielplan des Gegners den Kölnerinnen dabei auch entgegen, denn das Duell in Köln liegt für Frankfurt genau zwischen den beiden Halbfinal-Begegnungen des UEFA Women’s Europa Cup gegen BK Häcken. Die Hessinnen verloren das Hinspiel am Mittwochabend zuhause mit 0:3, das Rückspiel steigt am kommenden Donnerstag in Schweden. „Dass wir mehr Zeit zur Vorbereitung auf das Spiel haben, während die Eintracht die zusätzliche Belastung wegstecken muss, könnte sicherlich eine Rolle spielen“, vermutete Jessen entsprechend im DFB-Interview, „dafür müssen wir auf dem Platz vor allem schlau sein und unsere Chance suchen.“

Die isländische Stürmerin selbst dürfte auch wieder etwas unbeschwerter in das Duell gehen, immerhin beendete sie beim jüngsten 2:1-Erfolg in Nürnberg ihre Durststrecke nach 520 Minuten ohne Tor. Dem DFB verriet sie jedoch: „Andere Leute haben sich darüber mehr einen Kopf gemacht als ich selbst. Ich wusste, dass es irgendwann wieder funktioniert, wenn wir alle weiter hart arbeiten. Ich spüre die Unterstützung des Trainerteams und der Mannschaft. Das ist mir wichtig.“ Allerdings hatte auch Trainerin Britta Carlson kurz nach dem Abpfiff in Nürnberg gemutmaßt: „Ich glaube, das hat sie schon belastet, dass sie so lange nicht getroffen hat.“

Live-Übertragung bei der ARD

Wie dem auch sei: Mit einer treffsicheren Jessen steigen am Samstagabend jedenfalls auch die Chancen auf eine Überraschung der FC-Frauen. Die Partie beginnt zur ungewöhnlichen Anstoßzeit um 17:55 Uhr, weil diesmal auch das Erste live auf Sendung gehen wird und die Begegnung zur besten Sendezeit der Männer-Bundesliga-Sportschau live in die deutschen Wohnzimmer übertragen wird. Die Kölnerinnen spielen damit erstmals vor einem Millionen-Publikum kurz vor der 20-Uhr-Tagesschau. Auch dieser Umstand dürfte noch einmal für eine Extra-Motivation sorgen.

Die Eintracht steht aktuell mit 39 Punkten auf dem dritten Platz der Tabelle, der am Saisonende zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigen würde. Die Kölnerinnen könnten den Rückstand mit einem Dreier auf acht Punkte verkürzen. Freilich ist der dritte Platz für den FC selbst kein realistisches Ziel mehr, aber je kürzer der Abstand, desto besser wird am Saisonende das Fazit ausfallen. Zudem könnten die FC-Frauen mit einem überzeugenden Auftritt gegen eine Spitzenmannschaft die Werbetrommel für sich selbst rühren. Immerhin geht es im darauffolgenden Heimspiel nach Müngersdorf ins Rhein-Energie-Stadion gegen Werder Bremen am 2. Mai (13 Uhr).

„Haben uns gut darauf eingestellt“: Frauen-Trainerin Carlson verteilt Lob nach Sieg in Nürnberg

Britta Carlson vom 1. FC Köln
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„Haben uns gut darauf eingestellt“: Frauen-Trainerin Carlson verteilt Lob nach Sieg in Nürnberg

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln sind in Nürnberg in die Erfolgsspur zurückgekehrt und gewannen nach fünf sieglosen Spielen endlich wieder in der Bundesliga. Von Trainerin Britta Carlson gab es Anerkennung für die Leistungen.

Trainerin Britta Carlson lobte ihre Mannschaft für die Anpassung an einen oftmals destruktiven Gegner – und freute sich für die beiden Kölner Torschützinnen.

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Das Duell im Max-Morlock-Stadion war kein fußballerischer Leckerbissen für die rund 1000 Zuschauer sowie die Fans vor den TV-Bildschirmen. Die Partie war zerfahren und von vielen Unterbrechungen geprägt. „Das Spiel ist genauso gekommen, wie wir es erwartet haben, dass du gegen einen sehr destruktiven Gegner spielst, der immer wieder gefährlich ist durch seine schnellen Offensivkräfte. Wir wussten, dass es schwer wird, hier Fußball zu spielen. Wir haben uns darauf vorbereitet und gut darauf eingestellt“, analysierte Kölns Trainerin Britta Carlson.

Lob von Carlson

Die Fußball-Lehrerin ärgerte sich, dass ihre Mannschaft nach der 2:0-Führung nicht nachlegte und so früh für klare Verhältnisse gesorgt hat: „Wir müssen eigentlich das 3:0 machen, vielleicht auch das 4:0 und kriegen durch eine Unachtsamkeit bei einem schnell ausgeführten Freistoß, bei dem wir nicht präsent sind oder nicht alle den Ball anschauen, ein unnötiges Gegentor.“ Die Trainerin freute sich insbesondere für die beiden Kölner Torschützinnen Laura Donhauser und Sandra Jessen: „Laura ist eine Spielerin, die sich immer komplett fürs Team einsetzt, immer Gas gibt. Sie hatte sich schon sehr viele Möglichkeiten in dieser Saison erarbeitet, aber nicht genutzt.“

Sandra Jessen beendete ihre Torflaute in Nürnberg nach 520 Minuten. „Ich glaube, das hat sie schon belastet, dass sie so lange nicht getroffen hat, weil sie immer wieder fleißig ist“, konstatierte Carlson, „heute hat sie auch ganz viele Wege vorne mit Pauline Bremer gemacht und sich das Tor hart erarbeitet.“ Jessen ist mit nunmehr zehn Saisontreffern immer noch in den Top Ten der Torjägerliste der Bundesliga.

Frauen jetzt mit 28 Punkten

Die FC-Frauen verbesserten ihr Punktekonto mit dem Sieg am Dutzendteich auf 28 Zähler auf, sind auf dem achten Platz allerdings auch wie festzementiert. Das wiederum wird am Geißbockheim jedoch niemanden stören, denn im vergangenen Sommer hätte man diese Zwischenbilanz fünf Spieltage vor dem Saisonende sofort unterschrieben. Am Wochenende winkt den FC-Frauen die ganz große TV-Bühne: Das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wird aufgrund der Länderspielpause der Herren-Bundesliga live in der ARD übertragen. Die Partie beginnt mit Blick auf die 20-Uhr-Tagesschau deswegen zur ungewöhnlichen Anstoßzeit um 17:55 Uhr. Dieser Rahmen dürfte zweifellos für eine Extra-Motivation bei der Mannschaft sorgen.

2:1-Erfolg in Nürnberg: Sandra Jessen beendet Torflaute und die Frauen des 1. FC Köln ihre Ergebniskrise

Die FC-Frauen jubeln nach dem Sieg
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2:1-Erfolg in Nürnberg: Sandra Jessen beendet Torflaute und die Frauen des 1. FC Köln ihre Ergebniskrise

Der 1. FC Köln hat seine Ergebniskrise beendet und nach zuvor fünf Spielen ohne Sieg wieder einen Dreier in der Bundesliga gelandet. Die FC-Frauen gewannen beim 1. FC Nürnberg mit 2:1 (2:0).

Zusätzlich zum Sieg gab es noch eine erfreuliche Begleiterscheinung: Im Duell mit dem Club endete die Torflaute von FC-Stürmerin Sandra Jessen nach 520 Minuten.

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Kölns Trainerin Britta Carlson vertraute in der Startelf wie erwartet wieder auf Marina Hegering. Sara Agrez und Weronika Zawistowska fielen kurzfristig aus, ebenso konnten Martyna Wiankowska, Sylwia Matysik, Merle Hokamp, Taylor Ziemer, Dora Zeller und Paula Hoppe nicht dabei sein, womit gleich acht Spielerinnen ausfielen. Der Aufsteiger wäre beinahe in Führung gegangen: Irina Fuchs verlor den Ball im Sechzehner nach einem Rückpass von Feiersinger leichtfertig im Zweikampf gegen Nürnbergs Emöke Papai, der Ball trudelte Richtung Torlinie, doch Amelie Bohnen klärte in letzter Sekunde und schlug die Kugel aus der Gefahrenzone (14.).

Kuriosum zu Beginn der zweiten Halbzeit

Der FC-Führungstreffer entstand wenig später nach einem Kölner Einwurf in der eigenen Hälfte durch Carlotta Imping. Die Kölnerinnen schalteten blitzschnell um. Sandra Jessen spielte den Ball am Mittelkreis in den Lauf von Laura Donhauser, die frei aufs Tor zulief und den Ball an der machtlosen Keeperin Lourdes Grzondziel vorbei zum 1:0 für den FC einschoss (19.). Und die FC-Frauen legten schnell einen zweiten Treffer nach: Pauline Bremer wurde auf dem rechten Flügel per Foul gestoppt. Anna Gerhardt servierte den fälligen Freistoß aus dem Halbfeld hoch auf den ersten Pfosten, wo Jessen unbedrängt zum 2:0 für den FC einköpfte (28.). Für die Isländerin endete mit ihrem ersten Bundesligatreffer in 2026 eine persönliche Durststrecke nach 520 Minuten ohne Torerfolg.

Die zweite Hälfte begann mit einem Kuriosum. Die Partie musste unterbrochen werden, weil die Linienrichterin Katharina Kruse nach einem Sprint plötzlich muskuläre Beschwerden verspürte und ihre Tätigkeit trotz kurzer Behandlung der FC-Betreuer nicht fortsetzen konnte. Nach rund neun Minuten übernahm die bisherige vierte Offizielle Daniela Kottmann die Fahne auf der Linie vor den Trainerbänken. Die Partie war in der Folgezeit von vielen Unterbrechungen geprägt, sodass kein richtiger Spielfluss zustande kam. Den Nürnbergerinnen fehlten zudem die Ideen, um die Kölnerinnen, die sich weit in die eigene Hälfte zurückzogen, ernsthaft unter Druck setzen zu können.

Nürnberg kommt noch einmal ran

Die kurz zuvor eingewechselte Anna-Lena Stolze scheiterte mit ihrem strammen Schuss aus spitzem Winkel an Nürnbergs Torfrau (77.). Die vergebene Chance rächte sich kurz danach. Die Nürnbergerinnen führten einen Freistoß nach einem Handspiel von Hegering vor dem Sechzehner schnell kurz aus. Nastassja Lein kämpfte sich zwischen Bohnen und Gerhardt durch und verkürzte für den FCN per Flachschuss ins Tor auf 2:1 (80.). Danach passierte jedoch in zerfahrenen Schlussminuten trotz über 14(!) Minuten Nachspielzeit nichts Spannendes mehr. Für die FC-Frauen geht es am Samstagabend (17:55 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt weiter.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Hegering, Bohnen, Imping (90.+5 Degen) – Achcinska, Feiersinger, Vogt (76. Stolze), Donhauser – Bremer (87. Elsen), Jessen. Tore: 0:1 Donhauser (19.), 0:2 Jessen (28.), 1:2 Lein (80.).