Konflikt ums Geißbockheim: Der 1. FC Köln zieht die nächsten Register

Geißbockheim-Gelände des 1. FC Köln
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Konflikt ums Geißbockheim: Der 1. FC Köln zieht die nächsten Register

Der 1. FC Köln ruft vor dem ersten Heimspiel der Saison am Sonntag zu einer Großdemonstration auf, um gegen Stillstand im Streit um die Erweiterung des Trainingsgeländes im Grüngürtel zu protestieren. Erwartet werden rund 4000 Menschen. Kurz vor den Kommunalwahlen in Köln geht man nun in die Offensive: Im Konflikt um das Geißbockheim zieht der 1. FC nun alle Register.

Nach einer jahrelangen politischen Hängepartie will man beim 1. FC Köln nun Druck mithilfe der FC-Anhänger ausüben: Im Konflikt um das Geißbockheim zieht der 1. FC nun alle Register.

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Bereits Anfang Juli gab es einen erfolgreichen Protest vor einer Ratssitzung. Die Ratsgruppe „Klima Freunde & Gut“ hatte damals kurzfristig einen Antrag mit dem Titel „Dauerhafte Sicherung der Gleueler Wiesen vor Bebauung“ auf die Tagesordnung setzen lassen. Daraufhin versammelten sich am nächsten Tag nach Angaben des 1. FC Köln etwa 300 Demonstranten, die sich lautstark wehrten. Mit Erfolg, denn der Antrag wurde abgelehnt. Diesen Sonntag folgt nun das nächste Kapitel im Streit zwischen dem 1. FC Köln und kommunalpolitischen Vertretern der Stadt Köln. Die Ausgangslage am Sonntag unterscheidet sich dabei deutlich vom damaligen Fall, bei dem man auf Vereinsseite einstig reagierte und den Worst Case abwehren konnte. Nun handelt es sich wohl um einen bewussten Schachzug der Verantwortlichen des FC. Aktion statt Reaktion.



„Geißbockheim ausbauen – Plätze für unsere Pänz“

Ziel sei es, kurz vor den Kommunalwahlen ein klares politisches Zeichen zu setzen, machte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff am Donnerstagmittag gegenüber Pressevertretern deutlich: „Der Protest wird zeigen, dass es nicht geht, ohne dass sich irgendeiner dann auch mal um ein Anliegen von uns kümmert. Und da ist jetzt im Wahlkampf einfach höchste Zeit, dass wir uns positionieren.“ Die Demonstration vor der Partie gegen Freiburg steigt unter dem Motto „Geißbockheim ausbauen – Plätze für unsere Pänz“. Die Botschaft sei klar und mache deutlich, worum es in der Debatte um das vielbestrittene Bauprojekt eigentlich geht, ergänzte Türoff: „Wir brauchen Fußballplätze. Vor allem Kunstrasenplätze, die hohe Trainingsintensitäten aushalten. Und die sollen so nah dran sein, dass hier bei Dunkelheit junge Mädchen und Jungs noch von einer Umkleide dahin und wieder zurückgehen können, ohne dass man sich wieder irgendeinem anderen Wahnsinn erträumen muss.”

Vizepräsident Wettich: „Werden keine Wahlempfehlung geben“

Am 14. September öffnen in Köln die Wahllokale. Die Mobilisierung der FC-Basis ist dann sicherlich auch für Parteien von Vorteil, die sich die Unterstützung von Sportvereinen durch Modernisierung oder die Schaffung zusätzlicher Sportflächen auf die Fahne geschrieben haben. Insofern kommt die Demo der SPD ganz recht. Im Wahlprogramm der Partei des Spitzenkandidaten Torsten Burmester heißt es: „Das Angebot an Sporträumen, -plätzen und Trainingszeiten muss mit der wachsenden Nachfrage in vielen Sportarten mithalten und deshalb ausgebaut werden.“ Mit dieser deutlichen Forderung steht die SPD hinsichtlich der Wahlprogramme allerdings allein dar.

Dadurch könnten sich in der Konsequenz durchaus Nachteile für andere Kandidaten ergeben. Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen und Volt sprechen sich bekanntlich für den Schutz der innerstädtischen Grünflächen sowie für die Vermeidung zusätzlicher versiegelter Flächen aus. Und dennoch: Beim FC will man von Wahlkampf nicht sprechen. Man kämpfe nur in eigener Sache, parteiunabhängig, stellte FC-Vizepräsident Dr. Carsten Wettich klar: „Wir tun als FC erstmal gut dran, dass wir politisch neutral sind. Wir werden aufrufen, wie wir es auch bei anderen Wahlen gemacht haben, zur Kommunalwahl zu gehen. […] Aber wir werden keine Wahlempfehlung geben.“

Die Chance auf frischen Wind

Dennoch stecke in den Kommunalwahlen auch die Chance auf frischen Wind im Konflikt um das Geißbockheim, ist sich Wettich sicher: „Über alle Parteien hinweg herrscht ein größeres Verständnis jedenfalls dafür, die Bedürfnisse des 1. FC Köln wahrzunehmen. Auch wenn ich mit einer Grünen-Kandidatin (Gemeint ist Berivan Aymaz, OB-Kandidatin der Partei Bündis 90/ Die Grünen Köln Anm. d. Red.) spreche, existiert Verständnis dafür, was der FC als identitätsstiftendes Merkmal und auch als Werbeträger der Stadt bedeutet. Deshalb baut sie noch lange nicht die Plätze dazu. Aber selbst mit ihr hätten wir größere Hoffnung auf eine Lösung als in den letzten Jahren. Ich glaube, dass die Bedeutung des 1. Köln mehr erkannt wird in der Politik, als es in der Vergangenheit der Fall war.“

FC als Sprachrohr für Bürger und Breitensport

Ein schwerwiegender Punkt auf der langen Liste der Vorwürfe des Vereins gegenüber der Stadt ist auch das Nichteinhalten von Zusagen in der beschlossenen Kompromisslösung mit sogenannten Satellitenplätzen. Der Verein hatte zugesichert, vorerst auf die Gleueler Wiese zu verzichten, wenn Politik und Verwaltung im Gegenzug den Neubau eines Leistungszentrums am Geißbockheim ermöglichen und Plätze in unmittelbarer Nähe bereitstellen. Doch auch hier taten sich Schwierigkeiten auf: „Ein einziger Platz ist gebaut worden. Und damit hat auch die Stadt Köln wenig zu tun. Denn wir haben ihn auf unsere Kosten gebaut in Hürth“, stellte Wettich klar.

Aus der Untätigkeit und geringen Kooperationsbereitschaft der Stadt resultiert nicht nur beim FC, sondern auch weit über den Sport hinaus, tiefgreifende Unzufriedenheit mit Kommunalpolitischen Entscheidungen: “Was wir mitbekommen in den Gesprächen mit Mitgliedern, mit Fans, auch mit Bürgern ist, dass es einfach unverständlich ist, dass es nach zehn Jahren keine Lösung gibt. Egal, ob die am Ende für den Bebauung der Wiese oder für den Satellitenplatz sind. Es sind vielleicht ein Stück weit auch ein paar andere Projekte, die auch nicht ganz so gut funktioniert haben in Köln. Deshalb ist es ein emotionales Thema, das eine breite Rolle einnimmt“, so Wettich.

Im Konflikt um das Geißbockheim zieht der 1. FC nun alle Register

Darum will man sich am Sonntag nicht nur für die Belange des 1. FC Köln auf dem Heumarkt versammeln, sondern im Windschatten der Causa Geißbockheim gleich allumfassend die strukturellen Probleme der Sportstadt Köln den verantwortlichen ins Gedächtnis rufen, argumentierte Wettich: „Wenn sie zum Breitensport gehen, wenn sie zu den anderen Proficlubs gehen, etwa den Kölner Haien, die Probleme haben mit ihrer Trainingshalle und so weiter, das ist ja bei allen Clubs ähnlich. Ich glaube, wir sind halt diejenigen, die auch anderen eine Stimme geben können. Wir haben andere Kanäle, wir können mehr Menschen erreichen als im Breitensport. Das wollen wir nutzen. Und natürlich nutzen wir das auch, um für unsere Interessen zu kämpfen. Am Ende entscheidet erstmal der Wähler und dann entscheiden die Politiker das, was sie machen, aber natürlich möchten wir das Thema auf die Agenda bringen.”

Mit allen (demokratischen) Mitteln

Der Streit um den geplanten Ausbau des Geißbockheims dauert nun bereits mehr als zehn Jahre an. Der FC hatte ursprünglich mit drei Kunstrasenfeldern auf der Gleueler Wiese geplant sowie mit einem Jugend-Leistungszentrum neben dem Franz-Kremer-Stadion. Das Oberverwaltungsgericht in Münster (OVG) hatte Ende 2022 den von der Stadt Köln erstellten Bebauungsplan wegen Verfahrensmängeln für unwirksam erklärt. Der FC legte damals Beschwerde gegen die nicht zugelassene Revision ein und bekam Recht. Das OVG muss neu verhandeln. Die Lage im Verein ist demnach mehr als angespannt – einerseits aufgrund der ausstehenden Entscheidung in Münster, andererseits aufgrund der schleppenden Zusammenarbeit mit der Stadt Köln.

Für manche Außenstehende mag der drastische Kurs, den die Führungsebene des FC nun gehen will, fast schon wie eine Verzweiflungstat wirken. Dem Verein bleibt keine andere Wahl, als seine Basis zu mobilisieren. So will der FC laut Türoff „nochmals auf ein sehr wichtiges Zukunftsthema rund um den 1. FC Köln hinweisen und unseren Positionen mit Nachdruck Schwung für den Wahlkampf mitgeben”. Und bei der Demonstration am Sonntag will man es beim FC nicht belassen. Mit einer Petition sammelt der Verein Unterschriften, um noch auf diesen weiteren Weg Druck auf den Kölner Stadtrat auszuüben.


Ausbau Geißbockheim: Antrag versetzt 1. FC Köln kurzfristig in Aufruhr – und wird abgelehnt

Geschäftsstelle des 1. FC Köln
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Ausbau Geißbockheim: Antrag versetzt 1. FC Köln kurzfristig in Aufruhr – und wird abgelehnt

Ein weiteres Kapitel in der unendlichen Geschichte um den Ausbau des Geißbockheims: Die Ratsgruppe „Gut & Klima Freunde“ hatte einen Antrag in die Ratssitzung einbringen wollen, der einen Ausbau auf den Gleueler Wiesen für die nächsten 30 Jahre untersagt hätte. Der FC rief zu einem Protest auf. Und der 1. FC Köln fühlt sich als Punktsieger im Ausbau-Streit.

Der Ausbau des Geißbockheims ist seit über einem Jahrzehnt eine Hängepartie. Jetzt wollte eine Ratsgruppe den Ausbau erschweren, indem sie die Gleueler Wiesen dauerhaft schützen wollten. In der Ratssitzung wurde der Antrag abgelehnt: Der 1. FC Köln fühlt sich als Punktsieger im Ausbau-Streit.

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Die Fronten verhärten sich mal wieder. Seit 2014 möchte der 1. FC Köln das Geißbockheim ausbauen, geschehen ist das aufgrund von Interessenskonflikten noch nicht. Zuletzt einigte man sich auf einen Kompromiss. So erteilte die Stadt dem FC eine Baugenehmigung für ein Nachwuchsleistungszentrum auf einem kleinen Kunstrasen direkt neben dem Franz-Kremer-Stadion. Dafür sollte der Verein auf den Bau von vier Trainingsplätzen auf den Gleueler Wiesen im Landschaftsschutzgebiet verzichten. Weil mit dem Kunstrasen ein Platz wegfällt, hatte die Stadt den Auftrag, nach alternativen Plätzen, sogenannten Satellitenplätzen, zu schauen, auf denen die Kölner trainieren können. Der Verein selber hat inzwischen einen in Hürth realisieren können und sei auch „beim Platz am Fort Deckstein (…) in den Gesprächen weitergekommen, um diesen Platz und die sanitären Anlagen umfangreich sanieren zu dürfen“, wie Präsident Werner Wolf beim Mitgliederstammtisch berichtete.

Antrag für Ratssitzung würde Ausbau unmöglich machen

Doch die Ratsgruppe „GUT & KLIMA FREUNDE“ brachte für die heutige Stadtratssitzung einen Antrag auf die „Dauerhafte Sicherung der „Gleueler Wiesen“ vor Bebauung“ ein. Der Plan der Gruppe war es, einen Nutzungsüberlassungsvertrag über die Fläche mit dem BUND zu schließen. Demnach sollte das Gelände für die kommenden 30 Jahre von Bauten unberührt bleiben. Das würde den Ausbau des Geißbockheims für den FC auf den Gleueler Wiesen unmöglich machen. Erst auf diese Art könne das Gebiet aber laut der Ratsgruppe ausreichend geschützt sein. Das sei wichtig, da die Wiese „ein Kernelement des landschaftsgeschützten Äußeren Grüngürtels“ und damit „Teil eines einzigartigen Konzepts einer Wald- und Wiesenlandschaft“ sei. Die Wohnbevölkerung habe so eine nahe Grünfläche. Das Bündnis aus Grünen, CDU und wohl auch Volt wolle den Vorstoß anscheinend unterstützen, hieß es.

„Wir arbeiten seit Jahren an Kompromisslösungen und wir haben die Hand immer ausgereicht für eine Kompromisslösung der Kompromisslösung. Es war fast immer so, dass die von uns erarbeitet worden sind“, sagte FC-Vizepräsident Eckard Sauren. „Es war immer klar, wir brauchen ein Leistungszentrum und die drei Plätze. Wir haben die Zusage für das Leistungszentrum, aber immer noch nicht die Plätze. Das ist dann so auch nicht viel wert. Mit dem Antrag ist das ein Schritt in die falsche Richtung.“ Der FC rief bereits am Mittwoch zu einer Gegenmaßnahme und zur Demonstration auf. „Die Spatzen pfiffen von den Dächern, dass so ein taktischer Antrag durchgehen könnte. Das hat zu der verschärften Rhetorik geführt. Es war jetzt mal Zeit für ein klares Signal“, sagte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff, der auch zugab, dass das Thema ein sehr emotionales sei. Der Antrag sei „eine Alibi-Geschichte, um weitere Hindernisse in die Welt zu setzen.“

300 Menschen demonstrieren

Tatsächlich versammelten sich rund 300 Menschen am Donnerstag vor dem Rathaus und demonstrierten lautstark. Und tatsächlich wurde der Antrag schließlich abgelehnt. Am Ende war es unter anderem die CDU, die dagegen stimmte, obwohl sie die Abstimmung selbst eingebracht und zunächst noch unterstützt hatte. „Wir haben im letzten Jahr den guten Kompromiss gefunden, dass das Geißbockheim erweitert werden und das Leistungszentrum gebaut werden kann. Es ist jetzt die Frage, ob der zweite Teil der Vereinbarung, dass neue Plätze für den FC entstehen, eingehalten wird. Wir haben erhebliche Bedenken, dass das in der Stadtverwaltung effizient läuft“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernd Petelkau. „Das ist für uns der Grund, dass wir heute keinerlei Vereinbarungen beschließen werden, die die Gleueler Wiese blockieren. So werden alle Optionen offengehalten, das ist unsere Zielsetzung.“ 

Schon wenige Stunden zuvor hatte sich Türoff persönlich an die 300 Demonstrierenden gewendet. „Wenn es tatsächlich dazu kommen sollte, dass der Antrag abgelehnt wird, ist das ein großer Erfolg, der Euch allen zu verdanken ist“, hatte der FC-Geschäftsführer gesagt.


Leistungszentrums am Geißbockheim: Baugenehmigung erteilt, es bleibt ein Problem

Das Geißbockheim des 1. FC Köln mit Trainingsplatz
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Leistungszentrums am Geißbockheim: Baugenehmigung erteilt, es bleibt ein Problem

In den Bau des Leistungszentrums am Geißbockheim kommt weiter Bewegung. Wie der Verein am Nachmittag mitteilte, hat die Stadt nun die Baugenehmigung erteilt. Doch es bleibt weiterhin ein Problem. Der 1. FC Köln fordert Lösung für Trainingsmöglichkeiten.

Der Weg zum Leistungszentrum am Geißbockheim ist endlich geebnet, doch so wirklich voran kommt das Vorhaben dennoch nicht. Der 1. FC Köln fordert Lösung für Trainingsmöglichkeiten.

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Auf dem Weg zum neuen Leistungszentrum am Geißbockheim ist der nächste Schritt gegangen. Die Stadt Köln hat mit Unterzeichnung eines Erbbaurechtsvertrags mit dem 1. FC Köln den Weg für die Errichtung des Zentrums geebnet. Damit darf der FC juristisch bauen. Doch die Freude hält sich am Geißbockheim noch in Grenzen. „Wir freuen uns, dass die Stadt bezüglich des Neubaus verbindliche Fakten geschaffen hat. Für den 1. FC Köln ist aber auch klar: Ohne Satelliten-Plätze wird es den Neubau nicht geben. Ein erweitertes Leistungszentrum ohne entsprechende Trainingsplatzkapazitäten wäre reine Ressourcenverschwendung“, sagt Philipp Türoff. Der Verein hatte der Stadt zugesichert, vorerst auf die Gleueler Wiese zu verzichten, wenn Politik und Verwaltung unter anderem Satelliten-Plätze in unmittelbarer Nähe des Geißbockheims zur Verfügung stellen.

FC benötigt Satteliten-Plätze

Der FC benötigt die Satelliten-Plätze, da mit dem Bau des Leistungszentrums ein Trainingsplatz wegfallen würde. Der Verein hatte mehrfach auf die Problematik hingewiesen. Weil wir die Bereitstellung der Satelliten-Plätze akut gefährdet sehen, fordern wir Politik und Verwaltung auf, Alternativen zu den von uns geplanten Trainingsplätzen auf der Gleueler Wiese und den für den Neubau zu opfernden Trainingsplatz 3 zu finden.“ Der Club hat drei dieser Plätze ausgemacht. Der des BC Efferen wird gerade bereits saniert. Die möglichen Satelliten-Plätze von Blau-Weiß Köln und die Kampfbahn am Fort Deckstein wollte der FC ebenfalls den Anforderungen entsprechend renovieren. Einer Ertüchtigung der Kampfbahn hat die Politik aber mit dem Ratsbeschluss vom 1. Oktober 2024 eine Absage erteilt.

Zudem habe die Nutzung der Anlage von Blau-Weiß Köln bei den dort trainierenden Vereinen aus dem Breitensport für Diskussionen gesorgt. „Im Kern geht es allen betroffenen Vereinen darum, dass Kinder und Jugendliche Sport treiben können. Der FC hat diesbezüglich in der Vergangenheit gut mit dem Breitensport kooperiert und möchte es auch in Zukunft tun. Wir alle benötigen aber die Unterstützung der Politik und der Stadt, um das Problem fehlender Trainingsmöglichkeiten und Nutzungszeiten endlich dauerhaft lösen zu können“, sagt Türoff.

Der Streit um den geplanten Ausbau des Geißbockheims dauert nun bereits mehr als zehn Jahre an. Der FC hatte ursprünglich mit drei Kunstrasenfeldern auf der Gleueler Wiese geplant sowie mit einem Jugend-Leistungszentrum neben dem Franz-Kremer-Stadion. Das Oberverwaltungsgericht in Münster (OVG) hatte Ende 2022 den von der Stadt Köln erstellten Bebauungsplan wegen Verfahrensmängeln für unwirksam erklärt. Der FC legte damals Beschwerde gegen die nicht zugelassene Revision ein und bekam Recht. Das OVG muss neu verhandeln. Zwischenzeitlich hatte es Überlegungen gegeben, den Standort nach Marsdorf zu verlegen. Das hatte der Club Anfang April aber ausgeschlossen. Zuletzt zeigten sich die FC-Verantwortlichen bereit, auf den Ausbau der Plätze auf den Gleueler Wiesen zu verzichten.


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Lemperle nicht berücksichtigt

Julian Pauli vom 1. FC Köln

Länderspielreise