Jahmai Simpson-Pusey bleibt beim 1. FC Köln – das sagen Thomas Kessler und „JSP“
Simon Bartsch
Bereits zu Beginn der Woche war es bekannt geworden, nun gibt es die Bestätigung vom Verein: Der 1. FC Köln verpflichtet Jahmai Simpson-Pusey fest. Der Engländer war zuletzt ausgeliehen und wird also auch in der kommenden Saison für die Geißböcke auflaufen. Der Vertrag läuft bis 2030.
Die feste Verpflichtung des Abwehrspielers kommt nicht mehr überraschend, sie ist aber eine nicht unwichtige. Jahmai Simpson-Pusey bleibt beim FC.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln (Foto: Alex Grimm / Getty Images)
Im Winter war er durchaus die Transfer-Überraschung. Den Innenverteidiger hatten offenbar nicht wirklich viele auf dem Schirm, der Name war nicht bekannt. Doch die Verpflichtung hat sich ausgezahlt. Der Engländer entpuppte sich beim FC zum absoluten Leistungsträger, Stammspieler und starken Rückhalt. Und das, nachdem der Abwehrspieler zuvor bei Celtic so gut wie gar nicht zum Einsatz gekommen war. „Jahmai hat sich seit seinem Wechsel im Winter sehr schnell bei uns eingefunden und die Herausforderung auf diesem Niveau direkt angenommen. Mit seinen Leistungen hat er gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt“, sagte Thomas Kessler. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir ihn nun langfristig an den FC binden konnten. Seine Entwicklung ist ein weiteres Beispiel dafür, dass der 1. FC Köln für junge, talentierte Spieler ein sehr gutes Umfeld bietet, um den nächsten Schritt in ihrer Karriere zu gehen.“
„Dafür bin ich dankbar“
„JSP“ wurde im Nachwuchsleistungszentrum von Manchester City ausgebildet, das zeigt sich auch auf dem Platz. Pep Guardiola lobte den Akteur damals in höchsten Tönen. Kein Wunder, der junge Kicker war im Nachwuchsbereich eins der größten englischen Talente, wurde mehrfach ausgezeichnet. Um Spielpraxis zu bekommen, ließen die SkyBlues den Spieler Richtung Schottland ziehen. Dort setzte sich der Akteur nicht durch. Beim FC sieht das anders aus. Die feste Verpflichtung war also keine Überraschung. Allerdings hatte Manchester City bei der Leihe eine Rückkaufoption im Vertrag verankert. Ob diese auch im neuen Kontrakt festgehalten ist, ist nicht bekannt. „Ich habe hier viel Spielzeit bekommen und der Club hat viel Vertrauen in mich gesetzt. Dafür bin ich dankbar und deshalb wollte ich auch in Köln bleiben. Die Spielzeit, die Fans, der Club – das fühlt sich alles sehr gut an für mich“, sagt Jahmai Simpson-Pusey. Der Engländer hat bis 2030 beim FC unterschrieben.
Bislang haben die Kölner drei Kaufoptionen gezogen, nach Tom Krauß und Jakub Kaminski eben nun Simpson-Pusey. Während der Verbleib bei dem Engländer und Krauß gesichert ist, scheint ein Abschied von Jakub Kaminski nach wie vor sehr wahrscheinlich.
Einigung offenbar erzielt: Jahmai Simpson-Pusey bleibt beim 1. FC Köln
Redaktion
Die letzten Details werden wohl nur noch geklärt. Der Deal soll mittlerweile stehen: Jahmai Simpson-Pusey bleibt beim 1. FC Köln. Wie berichtet befanden sich die Parteien auf einem guten Weg. Nun berichtet „Sky“, dass eine Einigung erzielt worden sei.
Der FC hat auch bei einem dritten Spieler die Kaufoption gezogen. Mit Manchester City haben sich die Geißböcke offenbar über eine Verpflichtung mit Jahmai Simpson-Pusey geeinigt. Der Innenverteidiger wird auch künftig das Trikot der Geißböcke tragen.
Jahmai Simpson-Pusey bleibt offenbar für die Saison 2026/27 beim 1. FC Köln
Schon am Wochenende hatte sich angedeutet, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist. Bereits zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Parteien nach Informationen von come-on-fc.com auf einem guten Weg. Nun scheint eine Einigung erzielt worden zu sein. Und anscheinend noch eine besonders gute. Denn wie Sky-Experte Florian Plettenberg berichtet, sollen sich die Vereine auf eine Ablöse von rund fünf Millionen Euro geeinigt haben. Ein erstaunlicher Wert. Denn eigentlich lag die vereinbarte Ablöse der Kaufoption bei rund acht Millionen Euro. Der Marktwert wird wiederum auf neun Millionen Euro geschätzt. Die Kölner haben den Spieler damit deutlich unter dem Marktwert verpflichtet. Ein Weg, den man beim FC bekanntlich langfristig gehen will. Spieler verpflichten, entwickeln und je nachdem für eine höhere Ablöse wieder gehen lassen. Wie „Sky“ weiter berichtet, soll der Engländer einen Vertrag bis 2030 unterschrieben haben. Über weitere Vertragsinhalte oder Klauseln ist nichts bekannt.
Sprung ins kalte Wasser
Der 20-Jährige war im vergangenen Winter zu den Geißböcke gestoßen. Damals kam der Innenverteidiger mit der doch fraglichen Empfehlung, bei Celtic Glasgow kaum gespielt zu haben. Lukas Kwasniok schmiss den Spieler ins kalte Wasser und „JSP“ lieferte sofort, avancierte zum Leistungsträger und Stammspieler. Auch, wenn nicht alle Defensivwerte des Spielers absolut überzeugen, ist der Akteur ein absoluter Rohdiamant. Vor allem unter Druck agiert Simpson-Pusey erstaunlich routiniert. Nach Tom Krauß und Jakub Kaminski ist die Verpflichtung des Abwehrspielers bereits die dritte Kaufoption, die die Kölner gezogen haben. Bei Kaminski steht allerdings dennoch ein Abschied im Raum. Der Offensivspieler verfügt über eine Ausstiegsklausel, die bei rund 20 Millionen Euro aktiviert werden kann. Tatsächlich soll es bereits konkrete Interessenten geben. Dazu gehört wohl Brighton & Hove Albion. Die Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey ist ein weiteres starkes Zeichen, das Thomas Kessler bewusst setzt.
Disziplinar-Maßnahme beim 1. FC Köln: René Wagner streicht Jahmai Simpson-Pusey aus dem Kader
Simon Bartsch
Gut eine Stunde vor Spielbeginn gegen den 1. FC Heidenheim gab es eine überraschende Personalie beim 1. FC Köln: René Wagner streicht Jahmai Simpson-Pusey aus dem Kader. Der Engländer war zu spät zum Anschwitzen gekommen.
René Wagner knallharrt: Der Trainer der Geißböcke zeigt sich vor dem letzten Saisonspiel besonders konsequent. Wagner strich Jahmai Simpson-Pusey aus dem Kader. Der Innenverteidiger war zu spät zum Aufwärmen erschienen.
Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar vom 1. FC Köln
Eigentlich war viel für einen würdigen Abschied von den Kölner Fans angerichtet. Doch die Stimmung vor der Begegnung der Geißböcke gegen Heidenheim wurde ein wenig getrübt. Denn eine gute Stunde vor der Begegnung sickerte durch, dass Jahmai Simpson-Pusey nicht im Kader stehen würde. Überraschend: Der Engländer ist einer der Leistungsträger bei den Kölnern und René Wagner hatte noch am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Köln-Spiel betont, bis auf Rückkehrer Rav van den Berg gäbe es (neben der Gelbsperre von Eric Martel) keine weiteren Veränderungen. Nun aber spielte der Top-Innenverteidiger nicht. Die Info von Seiten des Clubs ließ dann nicht lange auf sich warten. „Jahmai Simpson-Pusey kam heute zu spät zum Anschwitzen und ist deshalb nicht im Kader“, hieß es in der knappen Meldung des FC.
„Muss Konsequenzen geben“
René Wagner wurde später bei DAZN dann deutlicher. „Wir haben die ganze Woche darüber gesprochen, dass das Spiel für uns wichtig ist. Dann müssen wir Haltung zeigen. Wenn ein Spieler zu spät ist, muss es Konsequenzen geben und die Mannschaft es zu spüren bekommen“, sagte der Trainer. Für den Innenverteidiger rotierte Joel Schmied in die Startelf. Der Schweizer hatte seit seiner Verletzung nicht mehr begonnen, stand zuletzt im Februar in der Anfangsformation. Ob die disziplinarische Maßnahme auch Folgen für das letzte Saisonspiel bei den Bayern hat, ist genauso unklar, wie die Frage nach der Zukunft. Simpson-Pusey ist bekanntlich von Manchester City ausgeliehen. Die Kölner würden den Spieler gerne fest verpflichten, allerdings haben die Sky Blues das letzte Wort. Simpson-Pusey würde den FC rund acht Millionen Euro kosten. Die Zukunft scheint aktuell offen.
Jahmai Simpson-Pusey: „Der Wechsel nach Köln war wahrscheinlich eine der besten Entscheidungen in meinem Leben“
Simon Hense
Am vergangenen Sonntag fehlte Jahmai Simpson-Pusey dem FC noch aus einem guten Grund: Der 20-Jährige wurde Vater. Für das wichtige Spiel gegen Werder Bremen ist der Innenverteidiger aber wieder eine Option. Und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er spielen wird, denn der Engländer ist direkt eingeschlagen beim 1. FC Köln: So sieht Simpson-Pusey seine ersten Monate in Köln.
Gegen Eintracht Frankfurt hatte die Kölner Defensive einige wackelige Momente. Mehr Stabilität könnte die Rückkehr von Jahmai Simpson-Pusey bringen, der FC-Coach René Wagner gegen Werder Bremen wieder zur Verfügung steht.
Nachdem seine Teamkollegen am vergangenen Wochenende beim Debüt von Trainer René Wagner nach 2:0-Rückstand immerhin noch einen Punkt holten, gab es für Jahmai Simpson-Pusey, der nicht im Kader gestanden hatte, einen Tag später etwas ganz anderes zu feiern: Der Engländer und seine Partnerin sind Eltern eines Sohnes geworden. Darum war es für den 20-Jährigen auch klar, dass er gegen die Eintracht fehlen würde, wie er am Rande des Trainings am Donnerstag erklärte: „Die Familie ist wichtiger als der Fußball.“ Für das Spiel gegen Werder Bremen am kommenden Sonntag ist der Innenverteidiger aber wieder eine Option für die Geißböcke.
„Wir müssen gewinnen und brauchen eine gute Leistung“
Und die können den Innenverteidiger, der im Winter per Leihe von Manchester City kam, die ihn zuvor an Celtic Glasgow verliehen hatten, definitiv gebrauchen. Denn seit seiner Ankunft war Simpson-Pusey, wenn er verfügbar war, einer der wichtigsten Spieler in der sonst eher anfälligen Kölner Defensive. Das habe er selber nicht vor seinem Wechsel erwartet, so der Defensivspezialist. Vor allem, weil er es vorher nicht gewohnt war, in einer so großen Liga anzutreten. „Direkt zu spielen, war ein kleiner Schock. Aber ich habe das Gefühl, dass ich gut damit umgegangen bin“, erklärte der Verteidiger zu seinem Kaltstart in Köln. Bei seiner vorherigen Station in Glasgow hatte Simpson-Pusey in der Hinrunde vor seinem Wechsel nämlich gerade mal ein Spiel für die erste Mannschaft bestritten.
Bei seinem möglicherweise nächstem Einsatz am Wochenende gegen Werder Bremen steht dann für den Verein direkt eine ganze Menge auf dem Spiel. Die Geißböcke sind momentan 15. mit nur einem Punkt Rückstand auf den 14. Werder. Mit einem Sieg könnte der FC also an den Bremern vorbeiziehen. Gleichzeitig haben die Kölner jedoch nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, auf dem momentan St. Pauli steht, und könnten somit am Ende des Spieltags auf den Platz 16 abrutschen. Simpson-Pusey ist die Bedeutung, die der Partie gegen Werder damit zukommt, bewusst: „Es ist sehr wichtig. Wir müssen gewinnen und brauchen eine gute Leistung.“
Unklare Zukunft im Sommer
In Köln fühlt sich der 20-Jährige bereits nach ein paar Monaten sehr wohl. „Der Wechsel nach Köln war wahrscheinlich eine der besten Entscheidungen in meinem Leben. Ich bin sehr glücklich mit dem Team, den Menschen um mich herum. Ich dankbar für die Möglichkeit, die ich bekommen hab“, so der Abwehrspieler. Dabei hatte Simpson-Pusey schon vor seiner Ankunft gesehen, was für ein großer Verein der FC ist. Dabei gefällt im Gegensatz zu England, dass die Fans auch einzelne Trainingseinheiten sehen können und es weniger abgeschottet ist: „Ich mag, wie es hier gemacht wird. Die Fans spielen eine große Rolle für den Club, da ist es nur richtig, dass sie uns an manchen Tagen trainieren sehen können.“
Ob die Fans den Innenverteidiger aber auch über den Sommer hinaus in Köln spielen und trainieren sehen können, steht noch nicht fest. „Das ist eine Frage, die ich nicht beantworten kann“, meinte der Engländer. Zumindest habe es noch keine Gespräche gegeben. Der FC besitzt für den Abwehrspieler eine Kaufoption. Allerdings hat Simpson-Puseys Stammverein Manchester City wiederum eine Rückkaufoption. Bevor in der Hinsicht aber konkrete Entscheidungen getroffen werden, wird sich der 20-Jährige nun erstmal voll auf den Abstiegskampf mit dem FC und auf das Spiel gegen Werder Bremen am Sonntag fokussieren. Und dabei vielleicht noch mehr Argumente für eine Verpflichtung sammeln.
Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen“ – Teil 2
Simon Bartsch
Der Engländer wechselte im Winter leihweise an den Rhein. Mit come-on-fc.com spricht der 20-Jährige über die Zeit bei Manchester City, seine Karriereziele und seine Zukunft beim 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview – Teil 2
Der 20-Jährige kam im Winter aus England und wurde von Manchester City bis zum Sommer an den 1. FC Köln ausgeliehen. Wie es für den Innenverteidiger weitergeht, ist bislang noch offen. Im ersten vereinsexternen Exklusiv-Interview sprach der Engländer mit come-on-fc.com über seine Karriereziele, die Zukunft beim FC und die Zeit bei Manchester City. Jahmai Simpson-Pusey im Interview – Teil 2.
Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview mit come-on-fc
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Das Gespräch führte come-on-fc.com
In den Spielen für den FC haben Sie absolut überzeugt. Und das mit 20 Jahren. Ganz Köln fragt sich, wieso hat so ein Innenverteidiger mit dieser Klasse genau ein Spiel für Celtic gemacht. Was waren die Gründe, dass es nicht funktioniert hat?
Jahmai Simpson-Pusey: Es lief einfach nicht wie geplant. Ich hatte schon die Hoffnung, auf Einsatzminuten zu kommen. Im Grunde habe ich alles gemacht, was von mir verlangt wurde und irgendwann kam ich einfach nicht mehr zum Einsatz. Dann kam ein neuer Trainer und auch unter ihm spielte ich keine Rolle. Ich hatte schon das Gefühl, dass ich mich ganz gut geschlagen habe. Auch, weil ich nicht auf meiner Stammposition gespielt habe. Letztendlich hat es zwischen mir und Celtic einfach nicht gepasst.
Sie beschreiben die Zeit in Schottland dennoch als sehr wichtig…
Jahmai Simpson-Pusey: Das war sie definitiv. Viele Spieler machen eine solche Erfahrung mit 23, 24 oder 25 Jahren und lernen, mental damit umgehen. Für 18- oder 19-Jährige ist es hart, keine Spielzeit zu bekommen, nicht im Kader zu stehen und mit der Jugendmannschaft trainieren zu müssen. Das kann ziemlich demoralisierend sein. Ich bin die ganze Zeit ruhig geblieben. Irgendwann bekommt man seine Chance. Es gibt diese Redewendung: Bevor du ganz oben ankommen kannst, musst du immer erst einmal unten gewesen sein. Diese Erfahrung war für mich wichtig. Das bringt mir einiges für die Zukunft.
Sie sind 20 Jahre alt und strahlen eine beeindruckende Ruhe am Ball aus, lösen Druck-Situationen spielerisch. Woher kommt diese Ruhe? Ist das die Schule von ManCity?
Jahmai Simpson-Pusey: Ja, definitiv. Diese Spielweise gehört zur Philosophie bei der Ausbildung in Manchester. Ich war aber auch nicht immer Innenverteidiger und denke, dass ich am Ball wahrscheinlich etwas besser bin als der durchschnittliche Innenverteidiger. Vielleicht hilft es, dass ich schon zahlreiche andere Positionen gespielt habe, im zentralen Mittelfeld oder als Kind im Sturm. Ich habe das Gefühl, dass Dribblings und der Druck von anderen Spielern mich nicht so sehr aus der Ruhe bringen.
Dann ist dies eine Ihrer Stärken, wo liegen Ihre Schwächen?
Jahmai Simpson-Pusey: Gerade in der Phase, in der ich nicht gespielt habe, gab es einige Themen. Ich habe aber das Gefühl, dass ich jetzt wieder an mein altes Niveau anknüpfen kann. Aber natürlich gibt es auch noch Themen, an denen ich arbeite.
„Im Moment haben wir noch sehr gute Chancen, in der Liga zu bleiben“
Gibt es bei Pep Dinge, die Sie von ihm gelernt haben, die Sie der Mannschaft weitergeben können?
Jahmai Simpson-Pusey: Er hat mir sehr viel mit auf den Weg gegeben. Als Innenverteidiger sagte er mir immer, dass es die kleinen, einfachen Dinge sind, die einen zum Top-Spieler machen. Den Gedanken lasse ich in mein Spiel einfließen, auch wenn ich wahrscheinlich riskanter spiele als andere. Aber es sind immer die einfachen Dinge, die die Defensive zusammenhalten. Die Abwehrreihe ist quasi das Herzstück des Teams.
Sie haben Ihre Ausbildung bei einem der besten Vereine der Welt erlebt. Sie standen für ManCity schon einige Male auf dem Platz, haben Champions League gespielt. Und das unter einem der besten Trainer der Welt. Stellt die Ausbildung die Weichen für Karriereziele?
Jahmai Simpson-Pusey: Ich habe mit den besten Spielern und dem besten Trainer auf höchstem Niveau gespielt, da bekommt man einen Einblick in deren Arbeitsweise. Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen. Ich würde sagen, dass diese Erfahrung eine gute Voraussetzung ist, um auf Top-Niveau anzukommen. Aber ich lasse die Dinge einfach auf mich zukommen.
Was sind denn Ihre langfristigen Karriereziele?
Jahmai Simpson-Pusey: Das ist nicht ganz einfach zu beantworten, weil man daran später auch gemessen wird. Ich will einfach mein Bestes geben und dann schauen wir, wohin das führt.
Und kurzfristig? Wie stehen die Chancen aus Ihrer Sicht, dass wir Sie nächste Saison in Köln sehen werden? Der FC hat eine Kaufoption…
Jahmai Simpson-Pusey: Dazu kann ich aktuell nicht viel sagen. Ich weiß es selbst noch nicht. Es liegt ja auch nicht alles in meiner Hand. Im Fußball kann so viel passieren. Es macht keinen Sinn, Dinge zu versprechen, die dann doch anders kommen.
Der Weg mit ManCity ist zwangsläufig ein erfolgreicher. Bei Celtic ging es auch um Titel. Nun stecken Sie das erste Mal mit einer Mannschaft im Abstiegskampf. Wie erleben Sie das mental?
Jahmai Simpson-Pusey: Ich denke da eigentlich nicht drüber nach. Ich spiele einfach die Spiele und versuche, immer mein Bestes für die Mannschaft zu geben. Ich glaube, meine Mitspieler machen das genauso. Deshalb beunruhigt mich die Situation im Moment auch nicht. Es sind ja noch ein paar Spiele zu gehen. Ich bin mir sicher, dass wir weiterhin gut performen werden. Im Moment haben wir noch sehr gute Chancen, in der Liga zu bleiben.
Wer ist fußballerisch Ihr Vorbild? Welche Eigenschaften hätten Sie gerne von ihm?
Jahmai Simpson-Pusey: Was die Qualitäten auf dem Platz angeht, ist es John Stones. Ich mag seine Spielweise sehr, besonders die der letzten Saison. Er spielt genauso, wie ich selbst gerne spielen würde. Seine Rolle auf dem Platz ist mit viel Verantwortung verbunden. Über die gesamte Saison hinweg war er ein herausragender Spieler.
Sie kennen Erling Haaland von ManCity, haben gegen Harry Kane gespielt. Wer ist der unangenehmere Stürmer? Und wie unangenehm ist es gegen „Mr Fallrückzieher“ Ragnar Ache im Training zu spielen?
Jahmai Simpson-Pusey: Persönlich würde ich sagen, Erling Haaland ist definitiv schwerer zu bespielen. Weil er eher ein Stürmer ist, der sich in deinem Rücken immer wieder davonstehlen kann. Er ist super athletisch, springt einfach über dich hinweg, um zu köpfen. Und Kane – Kane ist ein wahnsinnig guter Spieler, aber er spielt eigentlich nie gegen die letzte Abwehrkette. Er lässt sich immer zurückfallen und holt sich den Ball. Er ist eher ein Spielmacher im Sturm. Die beiden spielen sehr unterschiedlich. Ragy ist einfach eine Bestie, ein Top-Spieler und ein sehr aufgeschlossener Typ. Er ist immer bereit, an Dingen zu arbeiten, von denen er denkt, er könne da besser werden. Da habe ich größten Respekt vor.
Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Es war ein perfektes Match“ – Teil 1
Simon Bartsch
Der Engländer wechselte im Winter leihweise an den Rhein. Mit come-on-fc.com spricht der 20-Jährige über die Ankunft in Köln, seine Rolle und seine Zukunft beim 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview – Teil 1.
Nach seiner Ankunft bei den Geißböcken wurde der Engländer vom damaligen Coach Lukas Kwasniok sofort in kalte Wasser geworfen. Der 20-Jährige machte seine Sache ordentlich und überzeugte in der Kölner Innenverteidigung durch Ruhe und Übersicht. Im ersten vereinsexternen Exklusiv-Interview sprach der 20-Jährige mit come-on-fc.com über den Trainerwechsel beim 1. FC Köln und das anstehende Spiel gegen Eintracht Frankfurt.
Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview mit come-on-fc
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Das Gespräch führte come-on-fc.com
Herr Simpson-Pusey, seit drei Monaten sind Sie jetzt in Köln. Wie ist Ihr Eindruck von der Stadt und vom Verein?
Jahmai Simpson Pusey: Mein erster Eindruck von den Menschen und der Stadt ist durchweg positiv. Ich bin herzlich empfangen worden – auch von den Mitspielern. Sie waren unglaublich freundlich. Ich bin dankbar und glücklich, jetzt in diesem Umfeld sein zu dürfen.
Es waren turbulente erste Wochen. Sie haben in diesen drei Monaten am Geißbockheim schon viel miterlebt. Man sagt, die Menschen in Köln schwanken in ihrer Stimmung schnell zwischen „Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt“. Würden Sie das so unterschreiben?
Jahmai Simpson-Pusey: In gewisser Weise schon. Die Fans freuen sich für uns und leiden auf der anderen Seite mit uns mit. Es hängt natürlich viel von den Ergebnissen ab. Die waren zuletzt nicht so gut. Wir wissen, dass wir besser werden müssen.
Sind die Emotionen der Fans anders als die in England?
Jahmai Simpson-Pusey: Es ist ein ganz anderes Niveau. Es ist hier lauter, viel lauter und verrückter. Die Fans singen 90 Minuten am Stück. Das spürt man im Spiel. Egal, ob man gewinnt, verliert oder unentschieden spielt, man wird immer unterstützt. Die Fans in Köln sind großartig.
Bei Ihrer Ankunft im Trainingslager in La Nucia, in Spanien warteten nachts eine Handvoll Journalisten auf Sie, haben Fotos und Videos gemacht. Was haben Sie in dem Moment gedacht?
Jahmai Simpson-Pusey: Das war für mich schon neu. Ich kam aus Schottland, war dort praktisch ein Niemand. Ich habe eine halbe Saison nicht gespielt, saß auf der Bank, stand nicht im Kader, war aber trotzdem topfit. Dann bin ich an einen Ort gekommen, an dem ich mich vom ersten Tag an willkommen gefühlt habe – von meiner Landung in Köln am Flughafen bis hin zur Ankunft im spanischen Trainingslager. Es war ein großer Unterschied, aber es war eine sehr sehr gute Erfahrung für mich.
Wer hat Ihnen beim FC von Ihren Mannschaftskollegen besonders bei der Eingewöhnung geholfen und wer sind die Spieler, mit denen Sie den engsten Kontakt haben?
Jahmai Simpson-Pusey: Die Mannschaft hat mich komplett gut aufgenommen. Aber es gibt schon ein paar Spieler wie Ragnar Ache, Denis Huseinbasic, Rav van den Berg oder Kristoffer Lund, mit denen ich mehr zu tun habe.
Ihr Wechsel im Winter hat den ein oder anderen FC-Fan überrascht. Wie liefen die Gespräche ab? Was hat den Ausschlag für den FC gegeben?
Jahmai Simpson-Pusey: Das Transferfenster rückte immer näher und ich hatte keinerlei Spielpraxis gesammelt. Ich wollte spielen, mich beweisen und Einsatzzeit sammeln. Dann bekam ich im Dezember eine Nachricht von meinem Berater: „Du bekommst heute Abend oder morgen einen Anruf“, hieß es. Meine Agentur hat mir viel über Club und Stadt erzählt – und das hat sich gut angehört. Seit meiner Kindheit wollte ich immer im Ausland spielen. Es war ein perfektes Match. Es gab viele Gespräche mit meinem Berater und dann war klar: Das passt. So ein Angebot kann man eigentlich nicht ablehnen, vor allem nicht nach einer langen Spielpause. Man wechselt von der schottischen Liga in die Bundesliga – ein riesiger Sprung. Eigentlich eine klare Sache.
„Er hat von der ersten Minute an mich geglaubt“
Wie haben Sie Lukas Kwasniok als Trainer wahrgenommen? Immerhin hat er Ihnen direkt den Kaltstart zugetraut, nachdem Sie bei Celtic nicht gespielt haben?
Jahmai Simpson-Pusey: Für mich ist er ein Top-Trainer. Ich bin ihm sehr dankbar für die Chance, die er mir gegeben hat. So konnte ich mich direkt beweisen. Er hat von der ersten Minute an mich geglaubt. Wahrscheinlich hat er mich vorher nicht oft spielen gesehen.
Drei Monate später hat sich die FC-Welt weitergedreht. Wie haben Sie persönlich den Trainerwechsel wahrgenommen?
Jahmai Simpson-Pusey: Als ich in Schottland war, hatte ich bereits drei Trainer in einer Halbserie. Ein Trainerwechsel ist für mich also nichts Neues – solche Dinge gehören im Fußball dazu.
Mit René Wagner kommt der Nachfolger aus den eigenen Reihen. Was ist er für ein Trainer-Typ? Was macht er anders?
Jahmai Simpson-Pusey: Er hat sehr gute Ansätze. Er ist ebenfalls ein toller Typ, der mir sehr geholfen hat. Er spricht sehr gut Englisch, versteht, dass ich kein Deutsch spreche und es mir daher schwerfällt, manchmal die anderen Trainer zu verstehen. Er ist sehr hilfsbereit und ab und zu auch ein bisschen nachsichtiger mit mir (lacht). René weiß einfach, wie es ist, in ein anderes Land zu kommen. In den Trainingseinheiten haben wir einen ersten Eindruck gewonnen, aber wir haben noch kein Spiel unter ihm bestritten. Am Sonntag werdet Ihr sehen, was er vorhat.
Sie mussten zuletzt zwei Spiele zuschauen. Rav van den Berg und Cenk Özkacar haben ihre Sache aber gut gemacht, Joel Schmied ist wieder fit. Jetzt der Trainerwechsel. Machen Sie sich Gedanken darum, dass sie unter dem neuen Trainer eine andere Rolle einnehmen können?
Jahmai Simpson-Pusey: Egal, wie die Entscheidung ausfällt, werde ich sie respektieren. Wenn ich nicht berücksichtigt werde, werde ich mich nicht hinsetzen und aufgeben. Dann werde ich noch härter an mir arbeiten, um Teil des Teams zu sein.
Am kommenden Sonntag steht das Spiel gegen Frankfurt auf dem Plan. Was rechnet sich das Team aus? Worauf wird es ankommen?
Jahmai Simpson-Pusey: Wir müssen zusammenhalten. In fast allen Spielen seitdem ich hier bin, haben wir eine gute Leistung gezeigt. Uns fehlen manchmal einfach die Tore. Und damit meine ich nicht, dass es etwas mit den Angreifern zu tun hat, sondern ich sehe das eher strukturell. Am Sonntag werden wir wieder unser Bestes geben.
In Teil 2 des Interviews spricht Jahmai Simpson-Pusey über seine Karriereziele und die Zukunft beim 1. FC Köln.Das Interview erscheint am Dienstag.
Diese Leihspieler muss der 1. FC Köln fest binden – wenn es die Klasse zulässt
Tim Vrastil
Sechs Leihspieler hat der FC im Laufe der Saison verpflichtet. Die meisten wussten zu überzeugen, ob sie aber beim 1. FC Köln bleiben, ist nicht klar: So steht es um die Leihspieler.
Der 1. FC Köln steht sieben Spieltage vor Saisonende auf Tabellenplatz 15 der Bundesliga und steckt mit zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Während nicht nur die Gegenwart sportlich Grund zur Sorge gibt, könnte ein möglicher Abstieg auch die nahe Zukunft des Kaders in großem Ausmaß beeinflussen. Gleich sechs Leihspieler haben die Geißböcke aktuell an Bord, die Zukunft nahezu aller dürfte stark vom Saisonausgang abhängen. Wer also prägt das Spiel des FC wirklich, bei wem lohnt sich eine feste Verpflichtung am meisten?
Wer wird auch in der kommenden Saison für den FC spielen?
Mit Jakub Kaminski hat der FC im Sommer einen echten Glücksgriff gelandet. Der Pole hat sich auf Anhieb in die erste Elf gespielt und überzeugt seitdem als Stammspieler und unermüdlicher Antreiber der FC-Offensive. Mit sechs Toren und drei Vorlagen ist er neben Said El Mala und Ragnar Ache einer der Topscorer des Aufsteigers und überzeugt auch bei der Arbeit gegen den Ball mit viel Einsatz und Laufbereitschaft. Nicht zuletzt durch seine starken Leistungen und vor allem der kolportierten Kaufoption von vergleichsweise günstigen 5,5 Millionen Euro ist es wohl sicher, dass die Kölner den polnischen Nationalspieler nicht fest verpflichten.
Selbst bei einem Abstieg wäre eine Verpflichtung des erst 23-Jährigen gut investiertes Geld, denn Kaminskis Marktwert wird laut transfermarkt.de aktuell auf zwölf Millionen Euro taxiert. Allerdings ist nicht vorstellbar, dass der 23-Jährige bei seinem Leistungsstand mit in die 2. Bundesliga geht.
Überraschende Stammspieler?
Auf der linken Defensivseite hat sich der 1. FC Köln im vergangenen Sommer ebenfalls leihweise verstärkt. Mit Kristoffer Lund kam vom FC Palermo aus Italiens zweiter Liga ein weiterer junger Spieler, der mit 23 Jahren noch viel Entwicklungspotenzial besitzt, sich aber wie Kaminski als Stammspieler etabliert hat – sicher auch, weil es kaum Alternativen gibt. Lund hat als linker Schienenspieler nach wettbewerbsübergreifend 27 Einsätzen mit nur einer Torvorlage noch Luft nach oben auf dem Weg nach vorne. Dennoch dürfte man bei einer Kaufoption von kolportierten 2,5 Millionen Euro nicht viel falsch machen. Der Marktwert des gebürtigen Dänen liegt laut transfermarkt.de bei vier Millionen Euro.
In der Innenverteidigung hat der 1. FC Köln in der laufenden Saison bereits einige Rückschläge hinnehmen müssen. Nach der schweren Verletzung von Abwehrchef Timo Hübers neigt sich wohl auch die Zeit des dauerverletzten Luca Kilian in Köln im Sommer dem Ende zu. Der Vertrag wird wohl nicht verlängert. Auf dem aufsteigenden Ast befindet sich immerhin der ausgeliehene Cenk Özkacar. Hatte der Türke zu Saisonbeginn noch mit Anpassungsproblemen zu kämpfen, so spielte er sich in den vergangenen Partien mehr und mehr in die Mannschaft und stand in den vergangenen acht Partien sieben Mal in der Startelf. Der 25-Jährige konnte zuletzt an der Seite von Rav van den Berg in Hamburg durchaus überzeugen und ist mit seinen 25 Jahren wie so viele Kölner noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen.
Die Kaufoption für den fünffachen Nationalspieler soll entsprechend seinem aktuellen Marktwert bei rund zwei Millionen Euro liegen. Ob die Kölner diese ziehen sollten, werden wohl seine Leistungen bis zum Saisonende und die Ligazugehörigkeit nach dem Sommer zeigen.
Komplizierte Vertragssituation
Jahmai Simpson-Pusey fehlte zuletzt aufgrund einer Rotsperre. Dennoch hat der erst 20-jährige Engländer, der von Premier-League-Topclub Manchester City nach Köln kam, bereits nach wenigen Partien sein großes Potenzial angedeutet, das man in Köln sicher gerne weiter fördern würde. Aufgrund einer zwischenzeitlichen Muskelverletzung und eben jener Sperre steht der gebürtige Huddersfielder bislang „nur“ bei acht Pflichtspielen im FC-Dress. Fakt ist, dass man mit ihm ein großes Abwehrtalent in seinen Reihen hat, das man unabhängig von der Ligazugehörigkeit wohl nur ungern ziehen lassen würde. Ob Manchester City einen Spieler wie ihn allerdings in der 2. Bundesliga „parken“ möchte, erscheint unwahrscheinlich, zumal er sicher woanders auf höherem Niveau Spielzeit sammeln könnte.
Ein wenig unter dem Radar fliegt der jüngst von Rekordmeister FC Bayern München ausgeliehene Felipe Chavez. Der erst 18-Jährige ist bereits A-Nationalspieler seines Landes Peru und gilt als großes Versprechen für die Zukunft. Dennoch wartet er bei seinem Leihclub in Köln noch auf seine erste richtige Chance. Ex-Coach Kwasniok ließ den zentralen Mittelfeldspieler noch nicht von der Leine, brachte ihn für insgesamt 19 Spielminuten. Ob er beim Saisonendspurt und im Kampf um den Klassenerhalt deutlich mehr Spielzeit bekommt, erscheint fraglich. Immerhin: Die Kölner haben sich eine Kaufoption gesichert und sollen gewillt sein, diese auch im Sommer zu ziehen. Möglicherweise kann man sich mit Chavez so ein vielversprechendes Talent für die Zukunft sichern, dass vor allem bei einem Abstieg mit deutlich mehr Spielzeit rechnen kann. Nicht von ungefähr kommt es wohl, dass sein Noch-Stammclub aus München sich eine doppelte Rückkaufoption für die Jahre 2027 und 2028 gesichert hat.
Bei Klassenerhalt sicherer Kauf
Als echte Allzweckwaffe im Kölner Team hat sich Tom Krauß nach seiner Ankunft aus Mainz herausgestellt. Der eigentlich gelernte defensive Mittelfeldspieler agierte unter Ex-Coach Lukas Kwasniok bereits als Linksverteidiger, Innenverteidiger und zuletzt zwei Mal in Folge als Rechtsverteidiger und leistete sich dabei zumindest keine groben Fehler. Die Zukunft des 24-Jährigen wird in Köln liegen – sofern der Klassenerhalt gelingt. Die benötigten Einsätze für eine feste Verpflichtung (15 Pflichtspiele) hat er bereits absolviert, beim Ligaverbleib wird er neben der Leihgebühr für 3,5 Millionen an den Effzeh gebunden. Vor allem bei einem Abgang von Eric Martel dürfte der gebürtige Leipziger im Mittelfeld ein wichtiges Puzzleteil sein, um auch in der neuen Saison konkurrenzfähig zu sein.
Es ist der nächste personelle Rückschlag für den 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey wurde vom DFB für zwei Spiele gesperrt. Der Innenverteidiger hatte bei der 1:2-Niederlage gegen Dortmund die Rote Karte gesehen.
Er hat sich nach seiner Verletzung gerade erst wieder zurück gekämpft, nun wird er dem FC wieder erst einmal fehlen. Jahmai Simpson-Pusey handelte sich gegen den BVB eine Rote Karte ein und muss nun zwei Spiele zuschauen.
Noch vor dem Duell gegen Borussia Dortmund hatte FC-Trainer Lukas Kwasniok von seiner Mannschaft gefordert, mal im richtigen Moment das Foul zu ziehen. Das Vergehen von Jahmai Simpson-Pusey hatte der Coach wohl eher nicht gemeint. Der Engländer hatte unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff Maximilian Beier an der Achillessehne getroffen, das von hinten und ohne die Chance auf den Ball. Schiedsrichter Daniel Siebert hatte die Szene in der Dynamik nicht als schwerwiegend eingeschätzt, doch dann meldete sich eben noch der VAR Benjamin Cortus. Nach Ansicht der Bilder blieb dem Unparteiischen gar nichts anderes übrig als Simpson-Pusey die Rote Karte zu zeigen – alle dafür relevanten Komponenten waren gegeben. Der FC spielte fortan in Unterzahl.
Zwei Spiele Sperre
Und schlug sich gut. Nun aber hat der DFB das Urteil über die Sperre des Engländers gefällt. Ein erwartbarer Rückschlag für die Kölner: Jahmai Simpson-Pusey wird dem FC in den wichtigen Duellen gegen den Hamburger SV am kommenden Samstag und gegen Borussia Mönchengladbach eine Woche später fehlen, der Verband hat den Spieler für zwei Begegnungen gesperrt. Der Engländer war im Winter erst von Manchester City ausgeliehen worden und überzeugte bei den Kölnern von Beginn an. Simpson-Pusey fiel allerdings einige Wochen verletzt aus und hatte sich gerade erst wieder in die Startelf gespielt. Lukas Kwasniok wird also im Duell gegen den Hamburger SV notgedrungen wieder umbauen müssen. Gerade in der Defensive sind die Kölner bekanntlich arg gebeutelt.
Aktuell fehlen mit Sebastian Sebulonsen, Luca Kilian, Timo Hübers, Joel Schmied, (stand jetzt) Alessio Castro-Montes und nun eben Simpson-Pusey gleich sechs Abwehrspieler.
Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.
So erlebt Jahmai Simpson-Pusey den 1. FC Köln: „Sie wollen sehen, ob du Schwimmen kannst“
Redaktion
Jahmai Simpson-Pusey ist zwar erst im Winter zum FC gestoßen, aber einer der Top-Transfers dieser Saison. In der neuen Folge der FC-Doku äußert sich der Innenverteidiger. So erlebte Jahmai Simpson-Pusey den Start beim 1. FC Köln.
Nach seiner Muskelverletzung stand der Innenverteidiger am vergangenen Wochenende wieder von Beginn an auf dem Platz. Und der Engländer lieferte. Nun äußerte sich Simpson-Pusey über seine Anfangszeit beim FC.
Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln (Foto: come-on-fc.com)
Vor auf den Tag genau zwei Monaten betrat der englische Innenverteidiger spät abends das Team-Hotel im spanischen La Nucia. Jahmai Simpson-Pusey wirkte zurückhaltend und das war sicherlich kein Wunder. Denn der Kölner Neuzugang hatte möglicherweise nicht mit so einer medialen Aufmerksamkeit um seine Person gerechnet. Der aus der U21 von Manchester City nach Glasgow ausgeliehene Innenverteidiger stand in Schottland bisher nicht im Fokus der ganz großen Berichterstattung, kam bei Celtic auf nur einen Einsatz. Der Wechsel zum 1. FC Köln war für den gebürtigen Engländer eine große Umgewöhnung, aber auch eine Chance. „Nach Deutschland zu kommen bedeutet eine Menge mehr Druck, weil ich aus einer langen Periode kam, in der ich nicht gespielt hatte“, so Simpson-Pusey in einem Video der Reihe „Geliebter Fußballclub“ bei fc.de. „Ich habe nun die Möglichkeit, zeigen zu können, was ich kann. Die hatte ich vorher nicht.“
„Sie wollen sehen, ob du Schwimmen kannst“
Und bereits bei der ersten Trainingseinheit in Spanien zeigte der Neuzugang seine Qualitäten und fügte sich in die Mannschaft ein. „Ab dem ersten Tag habe ich mich sehr willkommen gefühlt. Von da an ist alles sehr rund gelaufen“, berichtet der 20-Jährige. „Ich hatte mein erstes Gespräch mit dem Sportdirektor. Ich habe ihn gefragt, ob ich die Möglichkeit bekommen werde, mich zu beweisen und zu zeigen, zu was ich fähig bin. Er sagte mir, als Manager könne er natürlich keine Versprechen machen“, denn letzten Endes entscheidet der Trainer bekanntlich über die Einsatzzeit. Einen Rat bekam der Abwehrspieler jedoch: „Sie schmeißen dich in das kalte Wasser und wollen sehen, ob du schwimmen kannst“, verriet Simpson-Pusey. Und so sollte es kommen. Denn bereits fünf Tage nach seiner Ankunft beim 1. FC Köln berief Lukas Kwasniok den Innenverteidiger auch auf Grund von mangelndem Personal in die Startelf. Und das „an einem kalten Tag in Heidenheim“, erinnert sich der Abwehrspieler.
Sein erstes Spiel Anfang Januar ist bei dem Innenverteidiger noch gut in Erinnerung. „Vor dem Duell in Heidenheim wurde mir gesagt, dass es ein hartes Spiel werden würde. Es war das erste Mal, dass ich im Schnee spielte. Ich war schockiert, aber gleichzeitig war ich glücklich“, berichtet Simpson-Pusey. Die Leistung des Neuzugangs nach nur wenigen Tagen bei der Mannschaft gegen Heidenheim überraschten wohl auch die Zuschauer. Denn der zuletzt mit wenig Spielpraxis ausgestattete Youngster überzeugte mit Ruhe und Übersicht. Kein Wunder also, dass Kwasniok den 20-Jährigen auch im folgenden Heimspiel gegen die Bayern auf den Rasen schickte.
„Da gibt es einen Non-Stop-Support“
Für Simpson-Pusey war die Atmosphäre im Kölner Stadion eine völlig neue Erfahrung. „Es war verrückt. Ich habe es erwartet auf Basis dessen, was ich im Internet gesehen hatte. Zu sehen, wie die Fans sind, ist unfassbar. Da gibt es einen Non-Stop-Support, das ganze Spiel lang“, erinner sich der Engländer. „Meine Familie war da und ich habe nach dem Spiel mit ihnen gesprochen. Und auch sie sagten, das Stadion ist verrückt. Am liebsten würden sie jede Woche zu den Duellen kommen.“ Trotz der Niederlage gegen den Rekordmeister ist der Kölner Innenverteidiger zufrieden mit dem Duell. „Gegen die Bayern haben wir eine gute Performance geliefert und uns gut verkauft“, fasst der 20-Jährige zusammen. Auf die beiden Begegnungen gegen Heidenheim und den FCB folgte für Simpson-Pusey die Partie gegen Mainz – das dritte Spiel in Folge, das der Abwehrspieler in der Bundesliga bestreiten durfte. Es lief rund für den Engländer – eigentlich.
Denn die Serie der Einsätze wurde jäh unterbrochen. „Zwei Tage nach dem Mainz-Spiel in der Trainingseinheit habe ich mich dann verletzt. Das hat mich sehr genervt. Wenn du spielst und du beginnst, dich wieder gut zu fühlen, ist es hart, so einen Rückschlag zu erleben“, erinnert sich der Kölner. „Jetzt bin ich zurück und fühle mich gut.“ Nach seiner Muskelverletzung stand der Engländer gegen die TSG Hoffenheim zunächst als Auswechselspieler auf dem Platz, bekam eine Woche später von Kwasniok gegen den FC Augsburg erneut einen Startelfplatz. „Ich fühle mich jetzt viel wohler. Im ersten Spiel war alles neu, neue Teamkollegen, jetzt kenne ich jeden, bin zurück und kann meine Qualitäten zeigen und auch zeigen, warum ich im Team sein sollte“, so der Defensivspieler. Gegen den BVB wird er wieder zeigen wollen, wie gut er schwimmen kann.
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Routiniert, starke Werte: Darum sollte der 1. FC Köln die Kaufoption bei Jahmai Simpson-Pusey ziehen
Simon Bartsch
Auch, wenn der FC gegen den FC Augsburg eine mäßige Leistung erwischt, überzeugten einige Spieler. Vor allem der Abwehrspieler knüpfte an seine gute Form vor der Verletzung an. Der 1. FC Köln wird sich um Jahmai Simpson-Pusey bemühen.
Gegen den FC Augsburg kehrte Jahmai Simpson-Pusey nach seiner Muskelverletzung erstmals wieder in die Anfangsformation beim FC zurück. Und der Innenverteidiger machte einmal mehr einen guten Job. Auch, wenn sein Spielaufbau recht eindimensional erschien. Doch die Vorgabe wird er sich sicher nicht selbst ausgedacht haben. In seiner Kernkompetenz überzeugte der 20-Jährige einmal mehr und sammelte Pluspunkte für eine Weiterbeschäftigung.
Jahmai Simpson-Pusey im Zweikampf beim Spiel gegen den FC Augsburg
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So ein wenig erinnerte Jahmai Simpson-Pusey an Situationen eines Ronaldinhos. Der brasilianische Superstürmer nahm vor seinen Dribblings gerne mal das Tempo aus der Bewegung, tippte den Ball kurz an, streichelte vorsichtig mit der Sohle über die Kugel, um dann im Eins-gegen-eins zu explodieren. Auch der Kölner Innenverteidiger verlangsamte am Freitagabend immer wieder die Begegnung, allerdings nicht in Vorbereitung auf einen technisch genialen Moment. Vielmehr schien der Masterplan der Geißböcke der lange Ball in die Spitze. Immer wieder probierte es der 20-Jährige mit Pässen auf Zielstürmer Ragnar Ache, der dieses Mal allerdings häufiger als sonst seine Schwierigkeiten hatte, die Bälle dann auch festzumachen oder weiterzuleiten.
Beeindruckende Werte
Und dennoch war der Abwehrspieler am Freitagabend, dem Startelf-Comeback nach seiner Verletzung, wieder einmal einer der absoluten Leistungsträger beim FC. Simpson-Pusey kam auf 90 Ballkontakte, spielte 65 Pässe von denen 95 Prozent ankamen und der 20-Jährige gewann 87 Prozent seiner Zweikämpfe – Bestwert aller Feldspieler, die mehr als eine halbe Stunde auf dem Platz standen. Und genau diese Kernkompetenz des Abwehrspielers überzeugte einmal mehr. Mit einer erstaunlichen Leichtigkeit luchste der Engländer dem Gegner immer wieder den Ball ab, löste Drucksituationen spielerisch, einmal sogar mit einem No-Look-Hackenpass und suchte dann den Spielaufbau, der dann aber bei der Lösungsfindung gegen den FCA nicht immer so richtig glücklich erschien. Unglücklich war der Abwehrspieler auch beim ersten Gegentor, als er einen Schritt zu spät kam.
Dennoch wirkte der Spieler von Manchester City deutlich sattelfester als sein Nebenmann Rav van den Berg, der wiederum vor der Begegnung gegen die Fuggerstädter von Lukas Kwasniok in hohen Tönen gelobt wurde. Kein Wunder, für den Niederländer haben die Kölner bekanntlich rund acht Millionen Euro ausgegeben, in der Hoffnung einer sportlichen, aber auch wirtschaftlichen Weiterentwicklung. Wenn es so weitergehe, „dann werden wir noch ganz viel Freude an ihm haben“, hatte der Kölner Coach unter der Woche gesagt. Aktuell bereitet Simpson-Pusey dem FC Freude. So sehr, dass die Kölner nach aktuellem Stand sicher die Kaufoption ziehen würden. Das Problem: ManCity besitzt eine Rückkauf-Option. Und da Pep Guardiola um die Qualitäten des Abwehrspielers weiß und der englische Topclub „nur“ auf den Durchbruch des Spielers wartet, ist davon auszugehen, dass die „Sky Blues“ diesen Weg gehen wollen.
Zumindest, wenn Simpson-Pusey weiter so performt. Aktuell kommt Lukas Kwasniok wohl nicht an dem Youngster vorbei. Und das nicht nur aufgrund der personellen Situation.