Es ist der nächste personelle Rückschlag für den 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey wurde vom DFB für zwei Spiele gesperrt. Der Innenverteidiger hatte bei der 1:2-Niederlage gegen Dortmund die Rote Karte gesehen.
Er hat sich nach seiner Verletzung gerade erst wieder zurück gekämpft, nun wird er dem FC wieder erst einmal fehlen. Jahmai Simpson-Pusey handelte sich gegen den BVB eine Rote Karte ein und muss nun zwei Spiele zuschauen.
Noch vor dem Duell gegen Borussia Dortmund hatte FC-Trainer Lukas Kwasniok von seiner Mannschaft gefordert, mal im richtigen Moment das Foul zu ziehen. Das Vergehen von Jahmai Simpson-Pusey hatte der Coach wohl eher nicht gemeint. Der Engländer hatte unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff Maximilian Beier an der Achillessehne getroffen, das von hinten und ohne die Chance auf den Ball. Schiedsrichter Daniel Siebert hatte die Szene in der Dynamik nicht als schwerwiegend eingeschätzt, doch dann meldete sich eben noch der VAR Benjamin Cortus. Nach Ansicht der Bilder blieb dem Unparteiischen gar nichts anderes übrig als Simpson-Pusey die Rote Karte zu zeigen – alle dafür relevanten Komponenten waren gegeben. Der FC spielte fortan in Unterzahl.
Zwei Spiele Sperre
Und schlug sich gut. Nun aber hat der DFB das Urteil über die Sperre des Engländers gefällt. Ein erwartbarer Rückschlag für die Kölner: Jahmai Simpson-Pusey wird dem FC in den wichtigen Duellen gegen den Hamburger SV am kommenden Samstag und gegen Borussia Mönchengladbach eine Woche später fehlen, der Verband hat den Spieler für zwei Begegnungen gesperrt. Der Engländer war im Winter erst von Manchester City ausgeliehen worden und überzeugte bei den Kölnern von Beginn an. Simpson-Pusey fiel allerdings einige Wochen verletzt aus und hatte sich gerade erst wieder in die Startelf gespielt. Lukas Kwasniok wird also im Duell gegen den Hamburger SV notgedrungen wieder umbauen müssen. Gerade in der Defensive sind die Kölner bekanntlich arg gebeutelt.
Aktuell fehlen mit Sebastian Sebulonsen, Luca Kilian, Timo Hübers, Joel Schmied, (stand jetzt) Alessio Castro-Montes und nun eben Simpson-Pusey gleich sechs Abwehrspieler.
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So erlebt Jahmai Simpson-Pusey den 1. FC Köln: „Sie wollen sehen, ob du Schwimmen kannst“
Redaktion
Jahmai Simpson-Pusey ist zwar erst im Winter zum FC gestoßen, aber einer der Top-Transfers dieser Saison. In der neuen Folge der FC-Doku äußert sich der Innenverteidiger. So erlebte Jahmai Simpson-Pusey den Start beim 1. FC Köln.
Nach seiner Muskelverletzung stand der Innenverteidiger am vergangenen Wochenende wieder von Beginn an auf dem Platz. Und der Engländer lieferte. Nun äußerte sich Simpson-Pusey über seine Anfangszeit beim FC.
Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln (Foto: come-on-fc.com)
Vor auf den Tag genau zwei Monaten betrat der englische Innenverteidiger spät abends das Team-Hotel im spanischen La Nucia. Jahmai Simpson-Pusey wirkte zurückhaltend und das war sicherlich kein Wunder. Denn der Kölner Neuzugang hatte möglicherweise nicht mit so einer medialen Aufmerksamkeit um seine Person gerechnet. Der aus der U21 von Manchester City nach Glasgow ausgeliehene Innenverteidiger stand in Schottland bisher nicht im Fokus der ganz großen Berichterstattung, kam bei Celtic auf nur einen Einsatz. Der Wechsel zum 1. FC Köln war für den gebürtigen Engländer eine große Umgewöhnung, aber auch eine Chance. „Nach Deutschland zu kommen bedeutet eine Menge mehr Druck, weil ich aus einer langen Periode kam, in der ich nicht gespielt hatte“, so Simpson-Pusey in einem Video der Reihe „Geliebter Fußballclub“ bei fc.de. „Ich habe nun die Möglichkeit, zeigen zu können, was ich kann. Die hatte ich vorher nicht.“
„Sie wollen sehen, ob du Schwimmen kannst“
Und bereits bei der ersten Trainingseinheit in Spanien zeigte der Neuzugang seine Qualitäten und fügte sich in die Mannschaft ein. „Ab dem ersten Tag habe ich mich sehr willkommen gefühlt. Von da an ist alles sehr rund gelaufen“, berichtet der 20-Jährige. „Ich hatte mein erstes Gespräch mit dem Sportdirektor. Ich habe ihn gefragt, ob ich die Möglichkeit bekommen werde, mich zu beweisen und zu zeigen, zu was ich fähig bin. Er sagte mir, als Manager könne er natürlich keine Versprechen machen“, denn letzten Endes entscheidet der Trainer bekanntlich über die Einsatzzeit. Einen Rat bekam der Abwehrspieler jedoch: „Sie schmeißen dich in das kalte Wasser und wollen sehen, ob du schwimmen kannst“, verriet Simpson-Pusey. Und so sollte es kommen. Denn bereits fünf Tage nach seiner Ankunft beim 1. FC Köln berief Lukas Kwasniok den Innenverteidiger auch auf Grund von mangelndem Personal in die Startelf. Und das „an einem kalten Tag in Heidenheim“, erinnert sich der Abwehrspieler.
Sein erstes Spiel Anfang Januar ist bei dem Innenverteidiger noch gut in Erinnerung. „Vor dem Duell in Heidenheim wurde mir gesagt, dass es ein hartes Spiel werden würde. Es war das erste Mal, dass ich im Schnee spielte. Ich war schockiert, aber gleichzeitig war ich glücklich“, berichtet Simpson-Pusey. Die Leistung des Neuzugangs nach nur wenigen Tagen bei der Mannschaft gegen Heidenheim überraschten wohl auch die Zuschauer. Denn der zuletzt mit wenig Spielpraxis ausgestattete Youngster überzeugte mit Ruhe und Übersicht. Kein Wunder also, dass Kwasniok den 20-Jährigen auch im folgenden Heimspiel gegen die Bayern auf den Rasen schickte.
„Da gibt es einen Non-Stop-Support“
Für Simpson-Pusey war die Atmosphäre im Kölner Stadion eine völlig neue Erfahrung. „Es war verrückt. Ich habe es erwartet auf Basis dessen, was ich im Internet gesehen hatte. Zu sehen, wie die Fans sind, ist unfassbar. Da gibt es einen Non-Stop-Support, das ganze Spiel lang“, erinner sich der Engländer. „Meine Familie war da und ich habe nach dem Spiel mit ihnen gesprochen. Und auch sie sagten, das Stadion ist verrückt. Am liebsten würden sie jede Woche zu den Duellen kommen.“ Trotz der Niederlage gegen den Rekordmeister ist der Kölner Innenverteidiger zufrieden mit dem Duell. „Gegen die Bayern haben wir eine gute Performance geliefert und uns gut verkauft“, fasst der 20-Jährige zusammen. Auf die beiden Begegnungen gegen Heidenheim und den FCB folgte für Simpson-Pusey die Partie gegen Mainz – das dritte Spiel in Folge, das der Abwehrspieler in der Bundesliga bestreiten durfte. Es lief rund für den Engländer – eigentlich.
Denn die Serie der Einsätze wurde jäh unterbrochen. „Zwei Tage nach dem Mainz-Spiel in der Trainingseinheit habe ich mich dann verletzt. Das hat mich sehr genervt. Wenn du spielst und du beginnst, dich wieder gut zu fühlen, ist es hart, so einen Rückschlag zu erleben“, erinnert sich der Kölner. „Jetzt bin ich zurück und fühle mich gut.“ Nach seiner Muskelverletzung stand der Engländer gegen die TSG Hoffenheim zunächst als Auswechselspieler auf dem Platz, bekam eine Woche später von Kwasniok gegen den FC Augsburg erneut einen Startelfplatz. „Ich fühle mich jetzt viel wohler. Im ersten Spiel war alles neu, neue Teamkollegen, jetzt kenne ich jeden, bin zurück und kann meine Qualitäten zeigen und auch zeigen, warum ich im Team sein sollte“, so der Defensivspieler. Gegen den BVB wird er wieder zeigen wollen, wie gut er schwimmen kann.
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Routiniert, starke Werte: Darum sollte der 1. FC Köln die Kaufoption bei Jahmai Simpson-Pusey ziehen
Simon Bartsch
Auch, wenn der FC gegen den FC Augsburg eine mäßige Leistung erwischt, überzeugten einige Spieler. Vor allem der Abwehrspieler knüpfte an seine gute Form vor der Verletzung an. Der 1. FC Köln wird sich um Jahmai Simpson-Pusey bemühen.
Gegen den FC Augsburg kehrte Jahmai Simpson-Pusey nach seiner Muskelverletzung erstmals wieder in die Anfangsformation beim FC zurück. Und der Innenverteidiger machte einmal mehr einen guten Job. Auch, wenn sein Spielaufbau recht eindimensional erschien. Doch die Vorgabe wird er sich sicher nicht selbst ausgedacht haben. In seiner Kernkompetenz überzeugte der 20-Jährige einmal mehr und sammelte Pluspunkte für eine Weiterbeschäftigung.
Jahmai Simpson-Pusey im Zweikampf beim Spiel gegen den FC Augsburg
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So ein wenig erinnerte Jahmai Simpson-Pusey an Situationen eines Ronaldinhos. Der brasilianische Superstürmer nahm vor seinen Dribblings gerne mal das Tempo aus der Bewegung, tippte den Ball kurz an, streichelte vorsichtig mit der Sohle über die Kugel, um dann im Eins-gegen-eins zu explodieren. Auch der Kölner Innenverteidiger verlangsamte am Freitagabend immer wieder die Begegnung, allerdings nicht in Vorbereitung auf einen technisch genialen Moment. Vielmehr schien der Masterplan der Geißböcke der lange Ball in die Spitze. Immer wieder probierte es der 20-Jährige mit Pässen auf Zielstürmer Ragnar Ache, der dieses Mal allerdings häufiger als sonst seine Schwierigkeiten hatte, die Bälle dann auch festzumachen oder weiterzuleiten.
Beeindruckende Werte
Und dennoch war der Abwehrspieler am Freitagabend, dem Startelf-Comeback nach seiner Verletzung, wieder einmal einer der absoluten Leistungsträger beim FC. Simpson-Pusey kam auf 90 Ballkontakte, spielte 65 Pässe von denen 95 Prozent ankamen und der 20-Jährige gewann 87 Prozent seiner Zweikämpfe – Bestwert aller Feldspieler, die mehr als eine halbe Stunde auf dem Platz standen. Und genau diese Kernkompetenz des Abwehrspielers überzeugte einmal mehr. Mit einer erstaunlichen Leichtigkeit luchste der Engländer dem Gegner immer wieder den Ball ab, löste Drucksituationen spielerisch, einmal sogar mit einem No-Look-Hackenpass und suchte dann den Spielaufbau, der dann aber bei der Lösungsfindung gegen den FCA nicht immer so richtig glücklich erschien. Unglücklich war der Abwehrspieler auch beim ersten Gegentor, als er einen Schritt zu spät kam.
Dennoch wirkte der Spieler von Manchester City deutlich sattelfester als sein Nebenmann Rav van den Berg, der wiederum vor der Begegnung gegen die Fuggerstädter von Lukas Kwasniok in hohen Tönen gelobt wurde. Kein Wunder, für den Niederländer haben die Kölner bekanntlich rund acht Millionen Euro ausgegeben, in der Hoffnung einer sportlichen, aber auch wirtschaftlichen Weiterentwicklung. Wenn es so weitergehe, „dann werden wir noch ganz viel Freude an ihm haben“, hatte der Kölner Coach unter der Woche gesagt. Aktuell bereitet Simpson-Pusey dem FC Freude. So sehr, dass die Kölner nach aktuellem Stand sicher die Kaufoption ziehen würden. Das Problem: ManCity besitzt eine Rückkauf-Option. Und da Pep Guardiola um die Qualitäten des Abwehrspielers weiß und der englische Topclub „nur“ auf den Durchbruch des Spielers wartet, ist davon auszugehen, dass die „Sky Blues“ diesen Weg gehen wollen.
Zumindest, wenn Simpson-Pusey weiter so performt. Aktuell kommt Lukas Kwasniok wohl nicht an dem Youngster vorbei. Und das nicht nur aufgrund der personellen Situation.
Mit Traumtor zur Auszeichnung – Profi des 1. FC Köln steht in der Kicker Elf des Spieltags
Redaktion
Mit dem Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim hat der FC einen wichtigen Punkt eingefahren. Gleich mehrere Spieler überzeugten beim 1. FC Köln: Aber nur ein FC-Profi schafft es beim Remis in die Kicker Elf des Spieltags.
Die Kölner haben am Wochenende einen wichtigen Punkt eingefahren. Und das auch, weil Ragnar Ache diesen besonderen Moment erwischte und ein Tor für jeden Jahresrückblick erzielte. Das blieb natürlich nicht verborgen. Im Gegenteil.
Ragnar Ache trifft gegen Hoffenheim
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Das gerahmte Bild des Treffers machte in den Sozialen Medien die Runde. Ragnar Ache, von Trainer Lukas Kwasniok zum „König der Lüfte“ ernannt, in Fallrückzieher-Pose anstatt der leicht lächelnden Mona Lisa. Davor Smartphones, die das Tor für die Ewigkeit festhalten wollten oder sollten. Tatsächlich ist Ragnar Ache ein ganz besonderer Treffer gelungen. Ein Treffer, den ihm so seine Mitspieler nicht zwingend zugetraut hätten. Natürlich mit einem Augenzwinkern versehen, hatten diese bei der Aktion eher Verletzungssorgen. Ache stieg zum Fallrückzieher hoch, traf die Kugel perfekt und ebnete dem FC damit den Weg zum Punktgewinn gegen den vermeintlichen Angstgegner, die TSG Hoffenheim. Das Traumtor öffnete dem Stürmer auch die Tür zur Nominierung für die „Kicker Elf des Spieltags“.
Schon neun Spieler in dieser Saison nominiert
Ache kam auf die meisten Torabschlüsse der Kölner Spieler, hatte gemeinsam mit Jakub Kaminski die meisten Toraktionen. Über allem stand aber natürlich dieses Traumtor zur Kölner Führung. Und das wird es sicherlich in die Auswahl zum Tor des Monats schaffen, für Lukas Kwasniok ist die Wahl zum Tor des Jahres ebenfalls bereits entschieden. Vorerst befindet sich der Angreifer aber in der Auswahl des Fachmagazins. Insgesamt haben es bereits zehn FC-Profis in dieser Saison in die Auswahl des Kickers geschafft. Alessio Castro-Montes, Jakub Kaminski, Marvin Schwäbe, Said El Mala und nun eben auch Ragnar Ache wurden jeweils schon zwei Mal nominiert.
Jeweils einmal schafften es Tom Krauß, Jahmai Simpson-Pusey, Marius Bülter, Florian Kainz und Eric Martel in die Auswahl. Somit kommt der FC auf 15 Berufungen. Nur die Bayern, Hoffenheim, Stuttgart, Leverkusen und Leipzig stellten mehr Spieler. Im Abstiegsjahr kam der FC in der gesamten Saison ebenfalls auf 14 Nominierungen, Schwäbe erhielt vier, die meisten aller FC-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es in der 2. Bundesliga 31, davon bekam der Torhüter fünf, wieder der Bestwert. Erwartungsgemäß gehen in dieser Saison bislang die meisten Nominierungen an den FC Bayern München (40) und Harry Kane (9).
Ein Profi des 1. FC Köln für die Kicker Elf des Spieltags nominiert
Simon Bartsch
Nach der Niederlage gegen Freiburg haben die Kölner am Freitag gegen Wolfsburg die nächsten drei Punkte eingefahren. Gleich mehrere Spieler überzeugten beim 1. FC Köln: Ein FC-Profis schaffte es nach dem 1:0 gegen Wolfsburg in die Kicker Elf des Spieltags.
Die Kölner haben den nächsten Dreier eingefahren. Gegen die Niedersachsen gab es am Freitag einen am Ende doch glücklichen, sicher aber nicht unverdienten Sieg und damit auch gleich eine weitere Nominierung für einen Spieler des 1. FC Köln: Tom Krauß hat es in die Kicker Elf des Spieltags geschafft.
Tom Krauss und Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln
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Am Ende wurde es noch einmal knapp, doch der FC hat die Punkte 21 bis 23 eingefahren. Gegen Wolfsburg zitterte sich Köln zu einem knappen 1:0-Erfolg und damit zum zweiten Sieg des Jahres. Zu den beiden Matchwinnern avancierten Torschütze Linton Maina und Keeper Marvin Schwäbe, der gerade in der Schlussphase einige Bälle noch festhielt. Neben den beiden „Entscheidern“ stach vor allem im zentralen Mittelfeld ein Spieler hervor, der seit Wochen liefert und sich seinen Stammplatz mittlerweile mehr als verdient hat. Tom Krauß steht zum ersten Mal in dieser Spielzeit in der „Kicker Elf des Spieltags“.
Schon neun Spieler in dieser Saison nominiert
Krauß stopfte zahlreiche Löcher, suchte 31 Mal den Zweikampf und gewann mehr als die Hälfte davon. Nach einem Auf und Ab zum Saisonbeginn hat sich der Mittelfeldspieler längst festgespielt. Gegen Wolfsburg überzeugte Krauß und sicherte sich seine erste Nominierung für diese Spielzeit und damit im Trikot der Kölner. Insgesamt haben es damit bereits zehn FC-Profis in dieser Saison in die Auswahl des Fachmagazins geschafft. Alessio Castro-Montes, Jakub Kaminski, Marvin Schwäbe und Said El Mala wurden jeweils schon zwei Mal nominiert.
Jeweils einmal schafften es neben Krauß Stürmer Ragnar Ache, Jahmai Simpson-Pusey, Marius Bülter, Florian Kainz und Eric Martel in die Auswahl. Somit kommt der FC auf 14 Berufungen. Nur die Bayern, Hoffenheim, Stuttgart, Leverkusen und Leipzig stellten mehr Spieler. Im Abstiegsjahr kam der FC in der gesamten Saison ebenfalls auf 14 Nominierungen, Schwäbe erhielt vier, die meisten aller FC-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es in der 2. Bundesliga 31, davon bekam der Torhüter fünf, wieder der Bestwert. Erwartungsgemäß gehen in dieser Saison bislang die meisten Nominierungen an den FC Bayern München (35) und Harry Kane (7).
1. FC Köln fährt ohne Jahmai Simpson-Pusey nach Freiburg, es gibt aber auch Rückkehrer
Simon Bartsch
Zuletzt war er der große Gewinner des Winters, doch im kommenden Spiel fehlt er dem 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey fällt gegen Freiburg verletzt aus. Das erklärte Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem Spiel im Breisgau.
Nun hat es auch den Neuzugang des 1. FC Köln erwischt: Jahmai Simpson-Pusey fällt gegen Freiburg verletzt aus. Das gab der Trainer der Geißböcke auf der PK am Mittag bekannt.
Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln (Foto: Lars Baron)
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Als Lukas Kwasniok in der vergangenen Woche vor die Presse trat, da war eine gewisse Erleichterung aus den Worten des Trainers herauszuhören. Zumindest freute sich der Trainer bereits darauf, die Spieler schon bald auf den Positionen einsetzen zu können, für die sie ursprünglich mal verpflichtet wurden. Die Zeit der Umstrukturierung könnte damit ein Ende haben. Doch der Kölner Trainer wird seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche wieder umbauen müssen. Wie gewonnen, so zerronnen, könnte das Motto lauten. Denn dem FC fehlt gegen Freiburg am Sonntag ein Spieler, der überraschend schnell zu einem Leistungsträger – zumindest in den vergangenen Spielen – avancierte: Jahmai Simpson-Pusey verletzte sich zu Beginn der Woche und wird nicht mit in den Breisgau fahren.
„Am Wochenende wird es nicht reichen“
„Er wird uns am Wochenende nicht zur Verfügung stehen“, sagte Kwasniok. „Wir haben ihn ins MRT geschickt, weil die Verletzung nicht besser geworden ist. Es ist nichts Wildes, aber am Wochenende wird es nichts.“ Simpson-Pusey reiht sich damit dennoch in die lange Liste der verletzten Innenverteidiger ein. Luca Kilian und Timo Hübers fehlen nach ihren schweren Knieverletzungen langfristig. Dominique Heintz und Joel Schmied arbeiten gerade an ihrem Comeback und auch Rav van den Berg fiel schon verletzt und gesperrt aus. Nun hat es den Neuzugang erwischt – wenn auch nicht so schwer. Die Hoffnung ist groß, dass er dann am kommenden Freitag gegen Wolfsburg wieder dabei ist.
Besser stehen die Chancen bei Said El Mala und Denis Huseinbasic. Der Kölner Youngster sowie der Mittelfeldspielern hatten zu Beginn der Woche erkältet einige Trainingseinheiten verpasst. Am Freitag waren beide im Training wieder mit von der Partie. „Beide sind ja unterschiedlich lange krank ausgefallen“, sagte der Coach. „Denis war komplett drei, vier Tage bettlägerig. Sie waren beide auf dem Feld und sind grundsätzlich eine Kaderoption. Und dann aber auch eine erfreuliche Nachricht, weil der Joel wieder mit der Mannschaft trainiert hat.“ Schmied wird aber keine Option für das Wochenende sein. „Insofern geht das Puzzle weiter“, sagte der Coach und erklärte, dass Schmied einen guten Eindruck hinterlassen habe. „Es war aber keine leichte Muskelverletzung.“
Nun täte man gut daran, den Ball flach zu halten und Schmied die Zeit zu geben. „Ich weiß nicht, ob es schon bis zum kommenden Freitag reichen wird“, sagte Kwasniok. Eine Option könnte Rav van den Berg werden. „Er hat mehr Rhythmus als Jahmai es hatte“, sagte Kwasniok. „Er ist auf jeden Fall neben Cenk Özkacar und Eric Martel sicher eine Option, die den Platz von Jahmai einnehmen kann.“
Bei ManCity ausgebildet, bei Celtic ausgebootet, beim FC Hoffnungsträger: „Ich wusste gar nicht, was ich tun sollte“
Simon Bartsch
Mit Jahmai Simpson-Pusey haben die Kölner bereits einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Und das offenbar erfolgreich, der Engländer macht seine Sache jedenfalls bislang sehr gut. So erlebte Jahmai Simpson-Pusey seinen Auftakt beim 1. FC Köln.
Drei Spiele, drei Mal Startelf, drei Mal komplett überzeugt. Er ist schon jetzt einer der großen Gewinner des Winters, auch wenn eine Verletzung den Abwehrspieler ein wenig ausbremste. So erlebte Jahmai Simpson-Pusey seinen Auftakt beim 1. FC Köln.
Jahmai Simpson-Pusey im Zweikampf mit Harry Kane (Foto: Christof Koepsel/GettyImages)
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Ein Spiel in der gesamten Rückrunde, 20 Jahre alt – eigentlich deutete bei der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey viel auf eine mit Perspektive hin. Dass der Innenverteidiger bei den Geißböcken in nur drei Spielen eine tragende Rolle der Kölner Hintermannschaft übernehmen würde, war so zumindest nicht abzusehen. Doch der Engländer ist schon jetzt gefühlt der Gewinner des Winter-Transferfensters – obwohl noch gar nicht feststeht, ob die Kölner noch einmal nachlegen wollen oder werden. Denn durch die Leistungsexplosion stellt sich zumindest die Frage, ob der FC überhaupt noch einen weiteren Abwehrspieler verpflichten muss. Angedacht war ein Routinier der Markte Sebastiaan Bornauw. Doch „JSP“ ist bereits voll in die Mannschaft integriert, war in den vergangenen drei Spielen ein Leistungsträger.
„Die Fußballausbildung ist wahrscheinlich das Beste“
Dementsprechend positiv fällt auch das erste Fazit des Engländers aus. „Ich bin von Spiel zu Spiel besser reingekommen und bin glücklich über diese erste Woche“, sagte Simpson-Pusey nun in einem Interview auf „fc.de„. „Es lag natürlich viel Verantwortung auf meinen Schultern – aber ich hatte das Gefühl, dass ich gut damit umgehen kann. Der Trainer hatte mir schon angekündigt, dass er mich ins kalte Wasser werfen würde.“ Das war gegen Heidenheim, keine Woche nach seiner Verpflichtung. Die Erwartungshaltung ist in Köln bekanntlich keine kleine, doch der Abwehrspieler hat umgehend überzeugt und war somit auch wieder für die Begegnung gegen die Bayern gesetzt und dort ging es gegen den Kapitän seines Heimatlandes. „Das war verrückt“, so Simpson-Pusey. „Er ist natürlich ein richtig guter Stürmer, den man durch das Zurückfallen nicht dauernd decken kann.“
Einen Treffer erzielte der Stürmer jedenfalls nicht. Dennoch ist dem 20-Jährigen ein anderer Moment besonders in Erinnerung geblieben. „Als Ragy das zweite Tor am Samstag gemacht hat. Es war verbunden mit einer großen Erleichterung, weil das Team länger nicht gewonnen hatte“, sagte Simpson-Pusey. „Zudem war es mein erster Sieg mit dem FC.“ Dass der Innenverteidiger qualitativ das Zeug für die Bundesliga hat, kommt aber nicht von ungefähr. Der Weg bei Manchester City macht sich natürlich bezahlt. „Die Fußballausbildung ist wahrscheinlich das Beste, was du als junger Spieler bekommen kannst. Du lernst, was einen guten Fußballer ausmacht – technisch, taktisch“, sagt der Engländer. „Das hilft dir später, auch wenn du verliehen wirst oder den Club verlässt. Denn immer mehr Teams wollen so spielen wie die großen Teams. Und wenn du mit Pep arbeitest, lernst du so viel.“
„Ich war ziemlich nervös“
Das Debüt für die „Sky Blues“ gegen Tottenham ist auch deswegen noch immer präsent. „Es war der letzte Wechsel, ich saß auf der Bank und hörte ihn plötzlich meinen Namen rufen. Ich wusste gar nicht, was ich tun sollte. Ich wollte das Aufwärmshirt ausziehen, aber es ging nicht runter. Als ich endlich an der Linie stand, war ich ziemlich nervös“, sagt Simpson-Pusey. Nicht ganz so positiv dürften dagegen die Erinnerungen an seine Zeit bei Celtic Glasgow sein. Der Innenverteidiger kam so gut wie gar nicht zum Einsatz. „Auch wenn es fußballerisch für mich nicht gut lief, war die Zeit bei Celtic aber eine wertvolle Erfahrung für mich“, sagt der Engländer. „Ich habe gelernt, dass im Fußball nicht immer alles reibungslos läuft, man aber dranbleiben muss.“
Noch keine Diagnose bei Jahmai Simpson-Pusey: Fällt nun auch der Neuzugang beim 1. FC Köln aus?
Simon Bartsch
Er ist der Lichtblick bei der und die Antwort auf die Verletzungsmisere der Kölner Hintermannschaft. Am Dienstag musste der Engländer das Training frühzeitig abbrechen. Eine Diagnose wird erst am Mittwoch erwartet beim 1. FC Köln: Fällt Jahmai Simpson-Pusey nun ebenfalls aus?
Er ist wohl die große Überraschung des Winter-Transfers, doch nun wird auch der 20-Jährige möglicherweise von der Kölner Abwehr-Misere heimgesucht. Der Engländer musste am Dienstag die Trainingseinheit abbrechen beim 1. FC Köln: Fällt Jahmai Simpson-Pusey ebenfalls aus? Eine Diagnose steht noch aus.
Jahmai Simpson-Pusey droht auszufallen
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Eine Sorgenfalte wird sich sicherlich auf der Stirn des Kölner Trainers breit gemacht haben. Nach einer knappen Viertelstunde musste Jahmai Simpson-Pusey die Einheit am Dienstag abbrechen. Der Abwehrspieler griff sich beim Warmmachen an den Oberschenkel, musste behandelt werden. Der 20-Jährige probierte es erneut, musste aber das Training abbrechen. Beim FC steht eine genaue Diagnose noch aus. Erst am Mittwoch werde man weitersehen, heißt es aus dem Geißbockheim. Es kann also gut sein, dass es sich nur um eine Vorsichtsmaßnahme handelt. Ein Ausfall wäre für den Youngster bitter und käme für die Geißböcke wohl zur Unzeit. Denn gerade erst hat sich die Personalsituation in der Kölner Defensive leicht verbessert.
Martel zurück in die Innenverteidigung?
Mit Eric Martel und Rav van den Berg kehrten erst zum vergangenen Spieltag zwei Defensivakteure zurück. Martel erwischte gegen Mainz eins seiner schwächeren Spiele, wurde zur Halbzeit zu recht ausgewechselt – allerdings auf der Sechs. Sollte Simpson-Pusey wirklich ausfallen, wäre der gebürtige Straubinger sicherlich die erste Wahl. Aber auch van den Berg brennt nach seiner Rotsperre aus dem Union-Spiel auf eine Rückkehr auf den Platz. Zwar trainierten Dominique Heintz und Joel Schmied am Dienstag noch im Reha-Bereich, doch die Chancen stehen gut, dass es bei den beiden Rekonvaleszenten noch im Januar eine Rückkehr ins Mannschaftstraining geben könnte. Heintz hatte sich gegen Ende des Trainingslagers in La Nucia verletzt, Schmied im Spiel gegen Frankfurt im November.
Der Schweizer hatte in La Nucia im Interview mit come-on-fc.com erklärt, dass er spätestens im Februar wieder angreifen wolle. Nun könnte es schon im Januar die Rückkehr geben. Der FC ist in dieser Spielzeit von einem enormen Verletzungspech geplagt. Vor dem Duell gegen Mainz hatten die Kölner Innenverteidiger im Schnitt rund 50 Prozent aller Spiele verletzungsbedingt verpasst. FC-Coach Lukas Kwasniok hatte zuletzt erklärt, er wolle endlich mal die Spieler dort einsetzen, wofür er sie eigentlich eingeplant habe.
Ausnahme oder Entwicklungsschritt? Der 1. FC Köln gewinnt erstmals ein Spiel mit mehr Ballbesitz
Simon Hense
Gegen Mainz 05 kam es beim FC zu einer Premiere in dieser Saison: Trotz mehr Ballbesitz gewannen die Geißböcke das Spiel. Und das sogar mit einigen schön herausgespielten Chancen in der zweiten Halbzeit: Der 1. FC Köln überzeugt erstmals auch mit viel Ballbesitz.
Bisher in der Saison taten sich die Geißböcke immer schwer, wenn der Gegner ihnen den Ball überließ. Gegen Mainz war das in der zweiten Hälfte erstmals anders: Der 1. FC Köln überzeugt erstmals auch mit viel Ballbesitz. Ist die zweite Halbzeit ein Zeichen für einen Entwicklungsschritt oder wird sie doch eher die Ausnahme bleiben?
Ragnar Ache im Spiel gegen den FSV Mainz 05
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Die Erleichterung am vergangenen Samstag war groß bei allen im FC-Umfeld. Nach acht sieglosen Partien konnte der FC gegen Mainz endlich wieder mal drei Punkte einfahren. Aber nicht nur deswegen war der Sieg gegen die 05er ein besonderer: Zum ersten Mal in dieser Spielzeit gewannen die Geißböcke, obwohl sie mehr Ballbesitz als der Gegner hatten. 59 zu 41 Prozent zeigte die Statistik am Ende für die Kölner an. Und gerade in der zweiten Hälfte wussten die Domstädter auch etwas mit dem Ballbesitz anzufangen. Bei allen anderen vier Siegen zuvor in dieser Saison hatte dagegen der Gegner noch mehr Spielanteile gehabt.
Häufig Probleme gegen tief stehende Gegner
Wenn sich die anderen Mannschaften jedoch mehr zurückzogen und dem FC das Spiel überließen, taten sich die Kölner immer schwer. Sie kamen nur zu wenigen Chancen, weil ihnen die Kreativität im Spiel mit dem Ball fehlte. So fanden sie gegen gut gestaffelte Defensiven kaum Lücken. Häufig waren die Geißböcke in diesen Spielen davon abhängig, dass vor allem Said El Mala einen genialen Moment hatte. Dann knackte zumindest der Youngster mal mit einem Dribbling die gegnerische Abwehr. Passierte dies nicht, blieben die Domstädter weitestgehend harmlos. Gleichzeitig hatten sie häufiger Schwierigkeiten, wenn der Gegner dann schnell umschaltete. Diese Probleme im eigenen Ballbesitz und in der Absicherung waren ein Grund für die lange Zeit ohne Sieg.
Und auch in der ersten Halbzeit gegen die Mainzer zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Geißböcke konnten sich kaum nennenswerte Möglichkeiten herausspielen. Sie kamen nur vereinzelt zu Abschlüssen, die etwas Gefahr ausstrahlten. In der zweiten Hälfte änderte sich das jedoch. Plötzlich drückten die Kölner und hatten viele gute Situationen. Schon vor dem Ausgleich kam zum Beispiel Marius Bülter zu gleich zwei guten Möglichkeiten. Und auch Ragnar Ache hätte sogar schon früher den Doppelpack schnüren können. Bei einem Schuss aus elf Metern in der 65. Minute zielte der 27-Jährige aber hauchzart am Tor vorbei. So fanden die Kölner im zweiten Durchgang die Lösungen gegen die Mainzer Defensive, nach denen sie zuvor noch so erfolglos gesucht hatten.
Umstellung auf Viererkette ein Erfolgsfaktor
Ein Grund für die starke zweite Hälfte waren die Umstellungen von Lukas Kwasniok in der Pause. So brachte der Trainer zum einen mit Tom Krauß, Kristoffer Lund und eben Ache gleich drei neue Leute, von denen vor allem der Stürmer überragte. Durch ihn veränderte sich die Statik im Kölner Spiel. Sowohl in der Luft als auch am Boden machte der 27-Jährige viele Bälle fest und gab dem Angriff der Geißböcke so mehr Durchschlagskraft. Dabei bestritt der Doppelpacker in nur einer Hälfte 22 Zweikämpfe am Boden, von denen er 55 Prozent gewann, und 13 Luftzweikämpfe mit einer starken Erfolgsquote von 69 Prozent. Zum anderen stellte sein Trainer mit den Wechseln von einer Fünfer- auf eine Viererkette um. Eine Maßnahme, die sich bezahlt machte. In der neuen Formation lief der Ball flüssiger durch die eigenen Reihen und der FC konnte Mainz noch häufiger und mehr in die Defensive drängen.
Dadurch erhöhten die Kölner den Druck auf die 05er. Durch den zusätzlichen Mann in der Offensive, der durch das Auflösen der Fünferkette frei wurde, fanden die Domstädter aber auch in diesen Momenten Lösungen. Gerade über Flanken entstand häufig Gefahr, da sie mit Ache und Bülter gleich zwei physisch starke Angreifer in der Offensive hatten. Außerdem waren die Geißböcke nach der Umstellung deutlich präsenter bei zweiten Bällen und im Gegenpressing. Zum Beispiel beim Ausgleich war der Ausgangspunkt eine gute Balleroberung durch Innenverteidiger Sebastian Sebulonsen auf der rechten Seite, bei der der Norweger stark nach vorne verteidigte. Weil die Geißböcke, wie sich an der Szene zeigt, auch gegen den Ball aufmerksam waren, schafften sie es, die meisten Mainzer Umschaltmomente zu unterbinden.
Mehr Kreativität im Passspiel
Neben den Einwechslungen und Umstellungen gibt es noch einen weiteren Faktor für die gute spielerische Leistung. So hatte der FC vor allem zwei Spieler auf dem Feld, die in der Hinrunde noch keinen Einfluss genommen hatten beziehungsweise nehmen konnten. Zum einen Winterneuzugang Jahmai Simpson-Pusey, der wie schon in seinen Einsätzen zuvor überzeugte. Der 20-Jährige dirigierte die Kölner Abwehr und war mit seinem starken Stellungsspiel und gutem Zweikampfverhalten entscheidend daran beteiligt, dass Mainz in der zweiten Hälfte kaum Chancen hatte. Darüber hinaus war der Engländer mit seinen Qualitäten am Ball wichtig für das Aufbauspiel. So kommt der Innenverteidiger mit 58 auf die meisten Pässe im Spiel. Von denen kamen starke 91 Prozent an. Daher lobte auch Sportdirektor Thomas Kessler den Abwehrspieler: „Das ist schön, dass er zeigt, dass er fußballerisch sehr gut ist, das wussten wir vorher, aber es ist auch schon ein Stück weit beeindruckend, dass er es auch schafft, hier in so einem Stadion.“
Ebenso viele Pässe wie Simpson-Pusey spielte Alessio Castro-Montes. Der Sommerneuzugang scheint nach einem halben Jahr in Köln angekommen zu sein. Der Belgier bringt den Geißböcken nochmal mehr Kreativität. Diese Qualität lobte Kwasniok bereits vor dem ersten Spiel nach der Winterpause gegen Heidenheim: „Er bringt einfach ein anderes Attribut mit. Er hat natürlich eine gewisse Spielstärke, eine gewisse Kreativität von der Wing-Back-Position.“ Dass er diese Stärke inzwischen einbringen kann, unterstrich der Außenspieler gegen Mainz. Mit einer schönen Flanke legte der 28-Jährige Ragnar Ache den Ausgleich auf. Zusätzlich zu seinen starken Hereingaben kann Castro-Montes aber genauso mit guten Pässen Chancen einleiten. Zu sehen etwa in der 50. Minute, als der Belgier Bülter mit einem schönen Steckpass schickte. Der Winkel für den Angreifer wurde aber etwas zu spitz. Trotzdem ein starker Pass, bei dem der Schienenspieler seine Übersicht zeigte.
Ausnahme oder Entwicklungsschritt?
Die entscheidende Frage nach der Partie ist aber, ob der FC eine Leistung wie in der zweiten Hälfte in Zukunft öfter abrufen kann gegen tiefer stehende Gegner. Dafür spricht, dass die Kölner mit der Viererkette anscheinend ein System gefunden haben, dass in solche Situationen besser funktionieren kann. So können die Geißböcke in Partien mit viel Ballbesitz mehr offensiven Druck aufbauen, als es ihnen bisher meistens mit der Fünferkette gelungen ist. Darauf kann Kwasniok mit seiner Mannschaft aufbauen. Wichtig ist jedoch auch, dass die gegen Mainz wichtigen Spieler wie Simpson-Pusey, Castro-Montes und Ache ihre Leistungen bestätigen. Ob sie das schaffen, bleibt natürlich abzuwarten. Aber zumindest zeigen ihre vergangenen Einsätze in eine gute Richtung. Wenn ihnen das gelingt, ist die Chance hoch, dass der Sieg gegen Mainz nicht der einzige bleibt, bei dem der FC mehr Ballbesitz hatte.
Für Profis des 1. FC Köln gibt es gleich drei Nominierungen in der Kicker Elf des Spieltags
Simon Bartsch
Nach acht sieglosen Spiele in Folge haben die Geißböcke mal wieder drei Punkte eingefahren. Gleich mehrere Spieler überzeugten beim 1. FC Köln: Drei FC-Profis nach 2:1 gegen Mainz in der Kicker Elf des Spieltags.
Die Kölner sind mit einem Dreier in die Rückrunde der Bundesliga gestartet. Gegen die Rheinhessen gab es einen verdienten Sieg und damit auch gleich drei Nominierungen für Spieler des 1. FC Köln: Gleich drei FC-Profi befinden sich nach dem 2:1 gegen Mainz in der Kicker Elf des Spieltags.
Glückliche Spieler des 1. FC Köln nach dem Erfolg über Mainz (Foto: Lars Baron/GettyImages)
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Mit einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt sicherte sich der FC am Wochenende gegen Mainz die Punkte 18 bis 20 und durchbrach vor allem den über Wochen anhaltenden Negativtrend. Nach acht sieglosen Spielen in Folge haben die Kölner endlich wieder gewonnen. Und zum Matchwinner avancierte Ragnar Ache, der gleich zwei Treffer gegen die Rheinhessen erzielte. Kein Wunder, dass der Stürmer von den Fans mit überwältigender Mehrheit zum Man of the Match gewählt wurde. Doch für Ache gibt es noch eine weitere Nominierung der Angreifer steht auch zum ersten Mal in dieser Spielzeit in der „Kicker Elf des Spieltags“.
Schon neun Spieler in dieser Saison nominiert
Ache ist mit der Nominierung am 18. Spieltag aber nicht alleine. Zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde Alessio Castro-Montes in die Auswahl gewählt. Der Belgier steigerte sich nach durchwachsener erster Halbzeit, bereitete im zweiten Abschnitt mit einer starken Flanke den ersten Treffer von Ache vor. Schon gegen Heidenheim war der Schienenspieler nominiert worden. Damals hatte Castro-Montes beide Kölner Tore vorbereitet. Das Trio komplett macht Jahmai Simpson-Pusey. Der Engländer überzeugte einmal mehr mit seiner Ruhe, einem guten Stellungsspiel, seiner Kopfballstärke und einer hohen Passsicherheit. Insgesamt haben es damit bereits neun FC-Profis in dieser Saison in die Auswahl des Fachmagazins geschafft. Neben Castro-Montes wurden Jakub Kaminski, Marvin Schwäbe und El Mala jeweils schon zwei Mal nominiert.
Jeweils einmal schafften es neben Ache und Simpson-Pusey auch Marius Bülter, Florian Kainz und Eric Martel in die Auswahl. Somit kommt der FC auf 13 Berufungen. Nur die Bayern, Hoffenheim, Stuttgart und Leipzig stellten mehr Spieler. Im Abstiegsjahr kam der FC in der gesamten Saison auf 14 Nominierungen, Schwäbe erhielt vier, die meisten aller FC-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es in der 2. Bundesliga 31, davon bekam der Torhüter fünf, wieder der Bestwert. Erwartungsgemäß gehen in dieser Saison bislang die meisten Nominierungen an den FC Bayern München (34) und Harry Kane (7).