Auslaufende Verträge, offene Leihen – hinter der Defensive des 1. FC Köln stehen dicke Fragezeichen

Wer wird auch in der kommenden Saison für den FC spielen?
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Auslaufende Verträge, offene Leihen – hinter der Defensive des 1. FC Köln stehen dicke Fragezeichen

Thomas Kessler und Tim Steidten werden dieser Tage in Sachen Kaderplanung zweigleisig fahren müssen. So oder so gibt es viel zu tun mit dem Kader des 1. FC Köln: Die Defensive steht vor dem nächsten Umbruch.

In der vergangenen Woche hat der FC die Verpflichtung von Tim Steidten bekannt gegeben. Und auf den Kaderplaner wartet ganz schön viel Arbeit. Denn der FC befindet sich auch weiterhin im Umbruch. Besonders fällt das in der Hintermannschaft auf. Gleich fünf Verträge der Innenverteidiger laufen aus, ein weiterer Spieler wird im Falle des Abstiegs kaum zu halten sein.

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Die Gelbe Karte war unnötig, die Verwarnung folgerichtig und bitter zugleich. Denn Sebastian Sebulonsen hat sich die wohl unnötigste FC-Sperre der aktuellen Saison abgeholt. Der Norweger fehlt damit am kommenden Samstag den Kölnern im Derby. Gleichzeitig dünnt der Defensivspieler die Kölner Abwehr damit weiter aus. Neben Sebulonsen fehlen auch Jahmai Simpson-Pusey gesperrt sowie die verletzten Joel Schmied, Timo Hübers, Luca Kilian und Alessio Castro-Montes im Defensivverbund. Grund zur Sorge bieten die jüngsten Auftritte in der Abwehr zwar nicht, denn sowohl das IV-Duo um Rav van den Berg und Cenk Özkacar als auch Tim Krauß als Interims-Rechtsverteidiger und Kristoffer Lund lösten ihre Aufgaben gegen den HSV gut, dennoch ist die Hintermannschaft beim FC rein quantitativ die Achillesferse.

Zahlreiche Verträge laufen aus

Wie sich die Kölner in der kommenden Spielzeit in der letzten Kette aufstellen werden, hängt natürlich von der Spielklasse ab. Allerdings droht durchaus ein Umbruch – und das möglicherweise in beiden Fällen. Aktuell laufen die Verträge von Luca Kilian, Timo Hübers und Dominique Heintz aus. Während Hübers dem Vernehmen nach auf eine Vertragsverlängerung hoffen darf, soll der Kontrakt von Kilian nicht mehr verlängert werden. Hübers hatte sich im Hinspiel gegen den BVB eine schwere Knieverletzung zugezogen. Wann der Abwehrspieler wieder auf den Platz zurückkehren kann, scheint aktuell vollkommen offen. Kilian hatte sich im vergangenen Sommer zum dritten Mal innerhalb von 18 Monaten das Kreuzband gerissen. Die Zukunft von Dominique Heintz scheint in der Tat offen.

In dieser Spielzeit hat der Routinier schon mehrfach bewiesen, dass er noch wichtig für die Geißböcke sein kann. Neben den drei Verträgen der Innenverteidiger laufen auch einige Leihen im Sommer aus. So unter anderem die von Cenk Özkacar und von Jahmai Simpson-Pusey. Der Türke hat sich im Laufe der Rückrunde als verlässlicher Rückhalt herausgestellt. Das war zu Beginn der Spielzeit so nicht abzusehen. Da deutete viel darauf hin, dass Thomas Kessler die Kaufoption sicher nicht ziehen würde. Aktuell stehen die Chancen nicht schlecht. Zumal sich der Türke immer besser zurecht findet und mehrfach betonte, sich in Köln besonders wohl zu fühlen. Selbst beim Abstieg wäre ein Verbleib daher denkbar. Das gilt allerdings nicht für Jahmai Simpson-Pusey.

Bakatukanda winkt WM-Teilnahme

Der Innenverteidiger hat bereits bewiesen, dass er qualitativ zu gut für die 2. Bundesliga ist. Es ist kaum vorstellbar, dass Manchester City den 20-Jährigen unter diesen Umständen beim FC lassen würde. Und auch der ehemalige Nachwuchs-Nationalspieler wird wohl kaum ins deutsche Unterhaus gehen wollen, genauso wenig wie der FC zwischen sieben und neun Millionen Euro Ablöse für den Innenverteidiger bezahlen würde. In der Bundesliga wäre das wiederum gut investiertes Geld. Denn Simpson-Pusey deutet bereits sein enormes Potenzial an. Über langfristige Verträge verfügen derweil Rav van den Berg und Joel Schmied. Zweiterer würde sicherlich noch einmal mit zurück in die 2. Bundesliga gehen. Das darf bei van den Berg mindestens hinterfragt werden. Über eine etwaige Ausstiegsklausel im Falle des Abstiegs ist nichts bekannt.

Auch der Vertrag von Eric Martel geht im Sommer zu Ende. Noch ist keine Entscheidung über die Zukunft gefallen. Sollte der FC in die 2. Bundesliga absteigen, wird der Sechser wohl kaum bleiben. Das wird wohl auch für Tom Krauß gelten, dessen Kaufpflicht in dem Fall nicht greift. Spannend wird auch der Umgang mit den aktuellen Leihspielern. Während sich Julian Pauli bei Dynamo Dresden zum absoluten Stammspieler gemausert hat, kam Elias Bakatukanda – verletzungsbedingt – zuletzt seltener zum Einsatz. Pauli wird im Sommer sicher ans Geißbockheim zurückkehren. Dann wird man entscheiden, ob eine Leihe noch einmal ein besseres Konstrukt ist. Der Innenverteidiger hat noch Vertrag bis 2028 in Köln. Bakatukanda saß nach einer Sprunggelenkverletzung am Wochenende das erste Mal in Linz wieder auf der Bank, zum Einsatz kam der 21-Jährige nicht.

Dafür wurde der Abwehrspieler aber in den Kader der Nationalmannschaft des Kongos berufen – es winkt sogar die WM-Teilnahme. Der Kongo kann sich in einem Quali-Turnier im März eins von zwei Tickets sichern. Dort könnte der 21-Jährige sicherlich Pluspunkte für seine Zukunft beim FC sammeln.


Historischer Transfersommer: Der 1. FC Köln geht in die Vollen – erst einmal investierte der FC mehr

Thomas Kessler soll Sportdirektor beim 1. FC Köln bleiben
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Historischer Transfersommer: Der 1. FC Köln geht in die Vollen – erst einmal investierte der FC mehr

Mit der Verpflichtung von Rav van den Berg hat der FC zehn Spieler in diesem Sommer verpflichtet. Bislang haben die Geißböcke deutlich mehr als 20 Millionen Euro investiert, weitere könnten folgen. Nur einmal war es mehr. Kaderplanung: Der 1. FC Köln investiert wie selten zuvor.

Historisch war die Transfersperre, die den FC in der vergangenen Spielzeit umgeben hat. Keine Spieler dürften die Kölner im vergangenen Sommer registrieren. Nun sieht die Welt ganz offensichtlich anders aus. Der FC nimmt wieder ordentlich Geld in die Hand für die Kaderplanung: Der 1. FC Köln investiert wie selten zuvor.

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Plötzlich ging alles ganz schnell. Rav van den Berg hat am Dienstag seinen Vertrag bei den Geißböcken unterschrieben und ist damit Neuverpflichtung Nummer zehn für diesen Transfersommer. Der Niederländer kommt vom FC Middlesbrough, soll beim FC eine tragende Rolle übernehmen und dann vermutlich auch eines Tages einen wirtschaftlichen Erfolg bringen. Aktuell belastet der Transfer das Kölner Konto dann doch schon erheblich. Wie tief die Kölner nun wirklich in die Tasche gegriffen haben, ist nicht ganz klar. Während in Deutschland eine Ablöse von acht bis zehn Millionen Euro genannt wird, berichten englische Medien sogar von elf Millionen Pfund, also rund zwölf Millionen Euro. Eine stolze Summe. Eine Summe, die den 21-Jährigen direkt in die Top-drei der teuersten Neuverpflichtungen der Kölner Vereinsgeschichte feuert.

2017 wurden fast 40 Millionen investiert

Den Rekord hält nach wie vor Jhon Cordoba, den die Kölner 2017 für rund 17 Millionen Euro aus Mainz verpflichteten. Für Lukas Podolski legten die Geißböcke 2009 zehn Millionen auf den Tisch, für Sebastiaan Bornauw 2019 um die acht. Van den Berg weiß zwar noch nicht die ganz große Erstliga-Erfahrung vorzuweisen, das Potenzial des U21-Nationalspielers der Niederlande wird als besonders hoch eingeschätzt. Hoch sind auch die Ausgaben, die der FC in diesem Sommer damit verzeichnet. Insgesamt hat Thomas Kessler (inklusive Trainer Lukas Kwasniok) knapp 25 Millionen Euro in die Hand genommen. Möglicherweise kommen fünf weitere für Derrick Köhn dazu, der ebenfalls noch eine Option auf eine Neuverpflichtung sein soll. Schon jetzt hat der FC in einer Transferperiode mehr ausgegeben als in den vergangenen vier Spielzeiten zusammen.

Zur Saison 2020 investierte Köln laut transfermarkt.de knapp 20 Millionen Euro in den Kader. Ein Jahr zuvor waren es sogar etwas mehr als 20 Millionen. Die Rekord-Investition gab es zur Europapokal-Saison 2017. Damals schmiss der FC rund 40 Millionen Euro in den Ring, alleine 17 für Cordoba. Der Ausgang der Spielzeit ist bekannt. Nach den Jahren des Sparens hat der FC nun offenbar einen neuen Ansatz gewählt. Auch, weil es durch die Verkäufe von Jonas Urbig, Max Finkgräfe und Damion Downs frisches Geld gegeben hat. Thomas Kessler nimmt wieder Geld in die Hand, um die Gefahr eines weiteren Abstiegs möglichst gering zu halten. Dass der Klassenerhalt trotz der Investitionen aber kein Selbstläufer wird, zeigt der Blick auf den Kaderwert-Vergleich der Liga. Da liegen die Kölner trotz der Neuverpflichtungen auf Rang 15. Der Abstand zu Union Berlin auf Platz 14 beträgt mehr als 40 Millionen Euro.