Heimstärke, hartes Einsteigen und ein kriselnder Top-Stürmer – Das erwartet den FC gegen Bremen

Victor Boniface kommt bei Bremen bislang noch nicht in Schwung
, ,
Startseite » Köln Bremen

Heimstärke, hartes Einsteigen und ein kriselnder Top-Stürmer – Das erwartet den FC gegen Bremen

Vier der vergangenen fünf Pflichtspiele gingen verloren. Nun soll gegen Werder Bremen die Wende her. Doch das wird alles andere als einfach für die Geißböcke. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Bremen.

Am Samstagnachmittag ist der FC zu Gast bei Werder Bremen, eine schwere Aufgabe für die Kölner. Denn die Nordlichter haben sich gefangen und zuletzt stark aufgespielt. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Bremen.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Form: Werder Bremen hat sich nach dem Erstrunden-Aus im Pokal bei Arminia Bielefeld (0:1) und einem mehr als holprigen Ligastart stabilisiert. Nach dem 0:4 in München blieben die Werderaner in den folgenden fünf Ligaspielen ungeschlagen. Durch die drei Heimsiege gegen St.Pauli (1:0), Union (1:0) und Wolfsburg (2:1) sowie den beiden Remis in Heidenheim (2:2) und in Mainz (1:1) etablierte sich das Team von Trainer Horst Steffen im Mittelfeld der Tabelle. Am vergangenen Spieltag musste Bremen dann jedoch wieder eine Niederlage hinnehmen. Beim Auswärtsspiel in Leipzig zeigten die Grün-Weißen eine gute Leistung, mussten das Feld am Ende jedoch mit einer 0:2-Niederlage verlassen. Aktuell steht Bremen mit 15 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz.

Heimstark, aber rustikal

Heimstark: Zehn der 15 Zähler in der Liga holte Werder im heimischen Weserstadion. Damit steht Bremen in der Heimtabelle auf dem sechsten Platz. Nach einem 3:3 gegen Leverkusen und einem 0:3 gegen Freiburg gewann Werder seine vergangenen drei Heimspiele gegen St. Pauli, Union und Wolfsburg allesamt. Auch der FC hat seine Schwierigkeiten an der Weser, gewann dort zuletzt 2014.

Viele Verwarnungen: Mit 28 Karten bekamen die Bremer in dieser Saison hinter Augsburg (34) und Mainz (31) die drittmeisten Karten. Neben einer Gelb-Roten Karte bekam Werder bereits 27 und damit hinter Augsburg (33) die zweitmeisten Verwarnungen der ganzen Liga ausgesprochen. Der FC erhielt erst 19 Verwarnungen, nur Leipzig und Frankfurt sind noch fairer.

Balleroberungen: Das Team von Horst Steffen ist die Mannschaft mit den meisten Balleroberungen, der FC kommt auf die wenigsten. Dafür spulten die Geißböcke die meisten Kilometer aller Bundesligisten ab, Bremen die wenigsten.

Im Fokus: Victor Boniface

Im Fokus: Mit Victor Boniface ist Werder Bremen am Deadline Day ein echter Transfercoup gelungen. Der Nigerianer, der in den vergangenen beiden Spielzeiten für Bayer 04 Leverkusen auflief, in 61 Pflichtspielen 32 Treffer und zwölf Vorlagen sammelte und mit Leverkusen sowohl die Meisterschaft als auch den DFB-Pokal sowie den Supercup gewann, wechselte im Sommer nach einem gescheiterten Transfer zu AC Mailand für ein Jahr auf Leihbasis an den Osterdeich. Mit einem damaligen Marktwert von 40 Millionen Euro war der 24-Jährige sofort der wertvollste Spieler im Kader der Bremer.

Allerdings kann Boniface bislang noch nicht an seine Form aus Leverkusen anknüpfen. Immer wieder gibt es Diskussionen über den Fitnesszustand des Angreifers, der in der Vergangenheit bereits zwei Kreuzbandrisse hinnehmen musste. Unter Horst Steffen stand Boniface zwar in neun der elf Ligaspiele auf dem Feld, gehörte jedoch nur zweimal zur Startelf. Überdies gelang dem Rechtsfuß neben zwei Vorlagen noch kein Treffer. Die fehlende Form spiegelt sich auch bei Bonifaces Marktwert wider, der sich seit Saisonbeginn auf 20 Millionen halbiert hat. Sollte der Angreifer im Laufe der Saison in Schwung kommen, hätte Bremen einen echten Top-Stürmer, der die Mannschaft ins obere Tabellendrittel führen kann.

Klares System

Formation: Trainer Horst Steffen lässt seine Mannschaft in einem 4-2-3-1-System auflaufen. Im Tor ist Mio Backhaus gesetzt. Vor dem jungen Schlussmann hat sich durch die Verletzungen in Werders Abwehr die Viererkette aus Yuki Sugawara, Karim Coulibaly, Amos Pieper und Marco Friedl festgespielt. Diese vier sind genauso gesetzt wie Senne Lynen und Jens Stage auf den beiden Sechserpositionen. So fest die Positionen im hinteren Bereich sind, desto offener ist die Besetzung der vier vorderen Positionen. Hier scheint lediglich Romano Schmid gesetzt, der entweder auf der Zehn oder auf der rechten Außenbahn spielt. Agiert Schmid auf den Außen, ist Cameron Puertas der heißeste Kandidat für die Position hinter der Spitze. Spielt Schmid jedoch auf der Zehn, hat Steffen mit Puertas und Justin Njimah verschiedene Optionen. Auf der linken Außenbahn liefern sich Samuel Mbangula und Marco Grüll ein enges Duell. In der Spitze startete in den vergangenen beiden Spielen Keke Topp, der den Vorzug vor Victor Boniface erhielt.

Das sagen die Trainer

Lukas Kwasniok über Bremen: „Die Bremer sind mittlerweile eine etablierte Bundesligamannschaft. Sie haben einen Trainer, den ich sehr schätze und der in Elversberg eine tolle Arbeit an den Tag gelegt hat. Auch jetzt in Bremen hat er diesen leichten Umbruch gut moderiert. Der Saisonstart von ihnen war nicht so einfach, sie haben sich jetzt aber stabilisiert. Sie haben klare Abläufe in der Arbeit mit dem Ball, spielen einen ansehnlichen, schönen Fußball und sind vor allem in Umschaltsituationen so mit das Beste, was die Bundesliga zu bieten hat. Sie warten auf Bälle, die sie abgreifen können, und dann in Richtung gegnerisches Tor dich überfallartig auf dem falschen Fuß zu erwischen. Ich muss sagen, ich hege gewisse Sympathien für die Herangehensweise der Bremer in den vergangenen Jahrzehnten und habe auch das Gefühl, dass es ein perfektes Match zwischen, Bremen, Horst Steffen und der Mannschaft ist.“

Horst Steffen über den FC: „Das Spiel ist schwer vorzubereiten, da es beim FC unterschiedliche Formationen und Aufstellungen gibt. Mal spielt El Mala von Beginn an, mal kommt er rein. Mal ist Bülter da, mal ist Ache da. Es ist nicht abzuschätzen, wie die Aufstellung sein wird. Insofern werden wir versuchen, unsere Grundideen auf das Feld zu bringen, egal ob der Gegner mit einer Dreier- oder Viererkette verteidigt. Ich finde den Club ganz sympathisch, ich finde kölsche Lieder ganz nett. Insofern haben wir eine Nähe dazu. Es ist ein Gegner in der Bundesliga und mehr auch nicht. Mit Lukas habe ich jetzt schon einige Spiele gehabt. Er macht viele Personalwechsel, um ein Spiel dann auch noch einmal zu beeinflussen oder auch von Woche zu Woche das Spiel zu verändern. Das zeichnet ihn aus.“

Mögliche Aufstellung Bremen:

Backhaus – Sugawara, Pieper, Coulibaly, Friedl – Stage, Lynen – Puertas, Schmid, Grüll – Topp


Timo Schultz und seine Geschichte mit Werder Bremen

,
Startseite » Köln Bremen

Timo Schultz und seine Geschichte mit Werder Bremen

Nur fünf Tage nach dem 1:1 gegen Hoffenheim steht für den 1. FC Köln und Trainer Timo Schultz die Begegnung gegen Werder Bremen an. Eine ganz besondere Partie für den 46-Jährigen.

Für den 1. FC Köln geht es am Freitagabend (20.30 Uhr, DAZN) im Duell gegen Werder Bremen um wichtige Punkte. Für den Trainer ist es mehr als „nur“ eine Bundesliga-Begegnung. Timo Schultz und die besondere Verbindung zu Werder Bremen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Nahezu 15 Jahre musste Timo Schultz warten, bis der heutige Trainer des 1. FC Köln im Alter von 33 Jahren sein Bundesliga-Debüt feierte. Der Ostfriese wurde damals für St. Pauli gegen Borussia Dortmund eingewechselt. Trotz der langen Wartezeit spielt die Begegnung gegen den BVB nicht die größte Rolle in den sportlichen Erinnerungen des 46-Jährigen. „Ich war jahrelang ein durchschnittlicher Drittligaspieler. Ich habe dann das Glück gehabt, mit St. Pauli von der dritten in die zweite Liga und dann in die erste Liga aufzusteigen“, sagte Schultz vor gut zwei Wochen im WDR-Podcast „Einfach Fußball“ und deutete an, dass die vier Bundesliga-Spiele „mehr oder weniger“ Geschenke vom Trainer gewesen seien. „Mein wichtigstes Spiel und das, auf das ich am liebsten zurückblicke, ist das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen, weil es sehr speziell war.“

Schultz: „Es war eine Wahnsinnserfahrung“

Sehr speziell ist noch stark untertrieben. Der Pokalfight im Januar 2006 hätte aufgrund von Schnee und Eis nicht stattfinden dürfen. Schiedsrichter Felix Brych pfiff die Begegnung dennoch an, sehr zum Entsetzen der Bremer. Später wurde die Begegnung als „Skandalspiel“ gehandelt. „Mit alldem drum herum, mit Leuten die so getan haben, als hätten sie Schnee geschippt und als der Schiri weg war, abgehauen sind“, erinnert sich der 46-Jährige. Tatsächlich setzten sich die Kiezkicker als Drittligist gegen den Bundesligisten 3:1 durch. Im Halbfinale war gegen die Bayern Schluss.

Doch die Begegnung gegen Werder war nicht nur aufgrund der Umstände für „Schulle“ besonders. Der damalige Mittelfeldspieler bezwang damals im Nordderby mit St. Pauli eben auch eine Art Heimatklub. „Ich bin damals zu Werder in die U19 gegangen und war zum ersten Mal von zu Hause weg“, zitiert den 46-Jährigen die Morgen Post. „Dort habe ich auch mein Abi gemacht. Ich werde die Zeit in schöner Erinnerung behalten.“ Dabei war die Zeit in Bremen alles andere als nur rosig. Schultz hatte keine Chance, sich bei den Profis durchzusetzen. Gegen Spieler wie Dieter Eilts, Frank Baumann oder Thorsten Frings hatte der erst 18-Jährige keine Chance. „Es war für mich eine Wahnsinnserfahrung, in dieser Mannschaft überhaupt mittrainieren zu dürfen. Die haben damals ja noch im Europapokal der Landesmeister gespielt“, sagte Schultz.

Ein Stück weit Werder-Fan

Fünf Jahre trug Schultz das Trikot der Bremer. Es folgte der Wechsel nach Lübeck. Die Zuneigung ist nie abgeebbt. „Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich ein Stück weit Werder-Fan bin“, sagte Schultz einst. Am Freitagabend wird die Verbundenheit zu Werder für mindestens 90 Minuten ruhen müssen. Denn für Schultz und den FC geht es gegen Bremen um wichtige Punkte im Abstiegskampf, es folgen vor der Länderspielpause die Duelle gegen den VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen sowie Mönchengladbach und gegen RB Leipzig. Weitere Punkte wären sicherlich nicht verkehrt. Auf sein Trainer-Debüt in der Bundesliga musste der Coach zwölf Jahre warten. In den kommenden Wochen wird er alles daransetzen, dass der erste Abstieg als Bundesliga-Coach nicht früher kommt, als erhofft. Den Anfang macht das Duell ausgerechnet gegen Werder Bremen.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!