DFB räumt Fehler ein – Dennoch: Der 1. FC Köln, der VAR und eine fast schon unendliche Geschichte

Lukas Kwasniok kann die Entscheidung nicht verstehen
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DFB räumt Fehler ein – Dennoch: Der 1. FC Köln, der VAR und eine fast schon unendliche Geschichte

Es war wohl die Szene des Spiels. Yan Couto bekam in der Nachspielzeit den Ball an die Hand, einen Elfmeter gab es nicht. Nicht die erste VAR-Entscheidung gegen die Geißböcke. Nur dieses Mal war sie besonders ärgerlich, denn der 1. FC Köln war offensichtlich im Recht: DFB räumt Fehler ein.

Das Handspiel von Yan Couto in der Nachspielzeit sorgte verständlicherweise bei den FC-Protagonisten für viel Ärger. Nun räumte der DFB gegenüber dem SID auch den Fehler der Unparteiischen ein. Beim möglichen Handspiel von Couto spreche aus Sicht der Schiri GmbH „deutlich mehr“ für eine strafbare Bewertung, eine Intervention wäre daher angebracht gewesen. Die Geschichte mit dem VAR und dem FC geht damit in dieser Spielzeit in die nächste Runde.

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Es gibt durchaus Statistiken und Untersuchungen die beweisen sollen, dass sich Glück und Pech in einer Saison bei den Clubs nivellieren. Und sollte das beim 1. FC Köln auch der Fall sein, dann können sich die Geißböcke auf eine hohe Anzahl an Entscheidungen pro Köln freuen. Denn tatsächlich gab es in dieser Spielzeit schon einige VAR-Eingriffe oder eben Nicht-Eingriffe, die von Kölner Seite durchaus verständlicherweise kritisiert wurden. Alleine Ragnar Ache hätte in den Begegnungen gegen Leipzig und Stuttgart zwei Elfmeter für die Kölner zugesprochen bekommen können. Gegen den VfB vor drei Wochen wurde der Angreifer beim Sprung geschubst, gegen Leipzig einen Spieltag zuvor wurde dem 27-Jährigen laut Trainer Lukas Kwasniok „das Trikot zerrissen und unten noch das Bein weggeflext“.

FC immer wieder im VAR-Pech

Sicherlich „Kann-Entscheidungen“ – deutlicher war dagegen gegen die Sachsen das Handspiel von Christoph Baumgartner. Der Österreicher verhinderte auf der Linie ein klares Tor, doch es gab weder Elfmeter noch die Rote Karte. Und das, weil die Unparteiischen auf Abseits entschieden hatten. Eine Millimeter-Entscheidung, die auch Marvin Schwäbe am Samstagabend wieder aus der Erinnerungskiste hervorkramte. Und zwar, weil gleich zwei Aspekte zur Diskussion führten. Zum einen die Frage, ob zuvor David Raum den Ball als gewollte Abwehraktion verteidigt hatte, denn dann wäre es eine neue Spielsituation gewesen und Abseits hätte nicht gelten dürfen. Zum anderen steht nach wie vor die Frage nach der richtigen Kalibrierung im Raum.

Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, eine genaue Abseits-Linie sei gar nicht exakt möglich – folglich eine klare Linie bei Millimeter-Entscheidungen auch kein klarer Beweis. Genauso gibt es aber auch Experten, die die Linie durchaus als exakt bezeichnen. Zwei Mal war in diesem Jahr auch schon Alessio Castro-Montes von VAR-Entscheidungen betroffen. Zunächst wurde der Belgier im Spiel gegen Heidenheim vor dem zweiten Tor des Tabellenletzten gefoult. Der Pfiff blieb aus, das Tor zählte – kein Eingriff des VAR. Gegen Freiburg bekam der Schienenspieler die Kugel an den Arm, es gab Elfmeter. Und das, obwohl die Kugel von der Hüfte gegen den Arm sprang und das laut Regelwerk in dem Fall dann kein zwingendes Handspiel ist. Auch Kristoffer Lund bekam nach einem Handspiel im Rheinderby einen Elfmeter gegen sich gepfiffen.

Sehr selten Glück mit dem VAR

Und das, nachdem der US-Amerikaner zuvor bereits einen Foul-Elfmeter verursacht hatte. Beide Entscheidungen äußert hart, beide Entscheidungen wieder im Bereich des Möglichen. Das erste Mal sorgte der VAR in dieser Spielzeit im Duell der Kölner in Wolfsburg für Unmut. Damals trafen die Kölner früh, das Tor wurde aber zu recht zurückgenommen, weil Joel Schmied seinen Gegenspieler umgeschubst hatte. Das Ärgerliche: Vor dem 1:1 der Wolfsburger wurde Timo Hübers ähnlich zu Fall gebracht und der Video-Assistent griff nicht ein. „Die 50:50-Aktionen haben wir im Moment gegen uns“, sagte Marvin Schwäbe am Samstagabend. Schwäbe war im Hinspiel gegen den VfB Stuttgart ebenfalls in eine VAR-Situation verwickelt. Damals kam der Keeper gegen Ermedin Demirović einen Schritt zu spät. Es gab zu recht Elfmeter.

Glück mit dem VAR hatten die Kölner in dieser Saison eher selten, sie hatten es aber. So zum Beispiel als Ache im Derby gegen Borussia Mönchengladbach einen Strafstoß zugesprochen kam. Einer, der ganz sicher keiner war. Dennoch hat das Pech aktuell deutlich die Überhand.


Einer fällt deutlich ab, einer ragt erneut heraus – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Dortmund

Enttäuschung bei den Spielern des 1. FC Köln
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Einer fällt deutlich ab, einer ragt erneut heraus – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Dortmund

Bittere Niederlage für die Geißböcke: Der FC machte gegen die Schwarzgelben lange ein gutes Spiel. Die Rote Karte für Jahmai Simpson-Pusey veränderte die Spieldynamik. Dennoch hätte der FC den Ausgleich erzielen können. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Dortmund.

Wieder einmal hat der FC eine gute Leistung gegen ein Topteam abgerufen, wieder einmal gehen die Kölner ohne Zähler raus. Auch, weil Jahmai Simpson-Pusey die Rote Karte sah und der Schiedsrichter in der Schlussphase einen Elfmeter nicht geben wollte.

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Schwierigkeiten in der Defensive

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Marvin Schwäbe

Hielt seine Mannschaft lange im Spiel und glänzte gegen Guirassy, als er brillant auf der Linie parierte. Bei den Gegentoren stand Kölns letzter Mann beide Male alleine gegen einen Dortmunder Spieler und war machtlos.


Kristoffer Lund Einzelkritik Note 4

Kristoffer Lund

War gegen das Dreiergespann mit Dortmunds Brand, Ryerson und Sabitzer defensiv unter Dauerstrom an der Linie gefordert und nicht immer glücklich. In Halbzeit Eins wühlte er im Verbund mit El Mala auch offensiv die linke Seite immer wieder auf und sorgte für gefährliche Flankensituationen, leitete zudem das 2:1 ein. Defensiv aber wieder einmal unsicher.


Jahmai Simpson-Pusey

Zwei unterirdische Momente kosteten dem Winterneuzugang seine ansonsten gute Leistung und die zweite Halbzeit. Zuerst rückte er zu spät auf und hob so das Abseits für Guirassy vor dem 0:1 auf. Traf dann ausschließlich die Achillesverse von Beier und kassierte die nachvollziehbare Rote Karte. Somit war nach der ersten Halbzeit Schluss.


Rav van den Berg Einzelkritik 4+

Rav van den Berg

Der Innenverteidiger kratzte an der beinahe 100 prozentigen Passquote. Der Niederländer kämpft sich zurück in die unverzichtbare Startelfoption. Räumte beinahe jeden Ball ab und warf sich in viele Schüsse rein. Stand beim ersten Gegentor aber einen Schritt zu weit von Guirassy entfernt. Hat Defizite im Tempo.


Tom Krauß

Startete überraschend in einer Viererkette auf der rechten Seite. Nahm die Rolle an, war aber, wahrscheinlich auch positionsgeschuldet, ungewohnt unauffällig. Glänzte aber mit 21 Sprints, dem stärksten Wert der Kölner Mannschaft. In Defensivaktionen oft unglücklich, wie auch beim Ausrutscher, der maßgeblich zur Einleitung zum zweiten Gegentor beitrug.


Ordentliche Vorstellung

Eric Martel

Der Sechser fiel nicht besonders auf, war aber in den entscheidenden Situationen meist zur Stelle. Seine solide Leistung zeigt, wie wichtig der Routinier als Motor im Mittelfeld der Kölner ist. Offensivaktionen blieben jedoch aus.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Isak Johannesson

Fügte sich bei seiner Startelf-Rückkehr mit der ersten Torchance des Spiels ein. Ließ anschließend aber krass nach. Nach dem Missverständnis mit Krauß hätte es klingeln müssen. Das tat es dann aus der daraus resultierenden Ecke. Wurde zur Pause erlöst.


Jakub Kaminski

Wieder einmal der beste Kölner. War eigentlich überall zu finden und spulte seine 12 Kilometer Laufstrecke ab. Belohnte eine gute Leistung mit seinem sechsten Saisontreffer.


Said El Mala Einzelkritik 4

Said El Mala

Blieb gegen die Dortmunder ohne Tor – kam nur auf einen nennenswerten Abschluss. Dafür glänzte er durch seine Hereingaben von der linken Seite, die gefährlich in den Dortmunder Strafraum kamen, aber keinen Abnehmer fanden. Ackerte defensiv auf die zweiten Bälle. Bis zu seiner Auswechslung war der Shootingstar in Halbzeit zwei praktisch unsichtbar.


Ragnar Ache, Einzelkritik 3-

Ragnar Ache

Ragnar Ache war auch gegen den BVB wieder Kölns Zielspieler, der sich die Bälle abholte, fest machte oder per Kopf direkt weiterleitete. Mit einer 85 Prozent-Quote gewonnener Zweikämpfe spricht die Statistik für sich. Der Stürmer war einer der auffälligen Geißböcke.


Youssoupha Niang, Einzelkritik Note 3

Youssoupha Niang

Wieder ein Youngster, der Spaß macht – mit vier Abschlussaktionen war Yousoupha Niang der auffälligste Kölner Offensivspieler. Der 19-Jährige bekam es bei seinem Startelf-Debüt mit Champions-League-Spielern zu tun. Mit Mut zum Eins-gegen-Eins und Zug zum Tor. In letzten Entscheidungsmomenten wirkte er etwas überhastet, aber insgesamt eine engagierte Leistung.


Cenk Özkacar Einzelkritik

Cenk Özkacar

Sollte Stabilität für die Unterzahl in Halbzeit zwei bringen. Beim zweiten Gegentreffer ließ der Defensivmann Julian Brandt aus den Augen, der den Ball ohne Bedrängnis zum Torschützen Beier weiterleiten konnte.  

Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben


Déjà-vu beim 1. FC Köln – wieder Elfmeter-Frust mit Daniel Siebert: „Dass man das nicht sieht, dafür habe ich kein Verständnis“

Handspiel oder nicht? Eigentlich gab es keine zwei Meinungen
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Déjà-vu beim 1. FC Köln – wieder Elfmeter-Frust mit Daniel Siebert: „Dass man das nicht sieht, dafür habe ich kein Verständnis“

Der FC hat die große Überraschung gegen Borussia Dortmund verpasst und bleibt auch im siebten Topspiel ohne Sieg. Auch, weil ein klarer Elfmeter nicht gegeben wurde für den 1. FC Köln: Wut über nicht gegebenen Elfmeter.

Klare Worte nach dem 1:2 gegen Borussia Dortmund bei den Geißböcken. Schiedsrichter Daniel Siebert verwehrte dem FC einen klaren Elfmeter.

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So wirklich war nicht mehr damit zu rechnen, der FC ist nach einem 0:2-Rückstand und in 45-minütiger Unterzahl nur hauchdünn an einer Überraschung vorbeigeschrammt. Hauchdünn auch, weil dem FC in letzter Minute ein möglicher Elfmeter verwehrt geblieben ist. Lukas Kwasniok war kaum noch zu bändigen an der Seitenlinie und stürmte unmittelbar nach dem Schlusspfiff in die Kabine – möglicherweise auch, um sich selbst zu bremsen. Denn das Handspiel war eigentlich ziemlich eindeutig. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld sprang Yan Couto der Ball an den ausgestreckten Arm.

„Verstehe nicht, dass man den Schiedsrichter nicht rausschickt“

Schiedsrichter Daniel Siebert gab keinen Strafstoß, auch nicht nach Rücksprache mit dem VAR. „Ich kann es halt nicht nachvollziehen, wo man dann die Messlatte legt“, sagte Kapitän Marvin Schwäbe nach dem Spiel. „Vor ein paar Wochen war es ein paar Millimeter Abseits, das wird dann zurückgenommen. Bei einem Handspiel im Sechzehner, wo man immer drüber gucken sollte, da verstehe ich nicht, dass man den Schiedsrichter nicht rausgeschickt.“ Siebert schaute sich die Bilder selbst nicht an. Nur wenige Minuten später gab es eine weitere brenzlige Szene. Auch Cenk Özkacar wurde im Strafraum am Schuss gehindert, doch stand zuvor knapp im Abseits. Dieses Mal war es richtig, den Strafstoß nicht zu geben.

Über den ersten gab es eigentlich keine zwei Meinungen. „Ich muss ganz ehrlich sagen, ich verstehe es nicht. Ich weiß nicht, was Benjamin Cortus in diesem Moment im Keller gemacht hat“, sagte Thomas Kessler. „Der Ball ist lange unterwegs, er geht am Kopf vorbei, er berührt ihn mit der Hand und deswegen ist Linton Maina im Rücken, wo er sich verschätzt, nicht in der Lage, den Ball anzunehmen. Dann ist es eine hundertprozentige Torchance, wenn er den Ball am Fuß hat und frei vorm Tor steht“, so der Geschäftsführer der Geißböcke weiter. „Dass da keiner von Außen eingreift… Ich will da auch ehrlicherweise keine Erklärung hören. Das ist eine klare Vereitlung einer Torchance. Dass man das nicht sieht, dafür habe ich absolut kein Verständnis.“

„Ich habe da keine Erklärung für“

Auch für FC-Coach Lukas Kwasniok war die Szene eindeutig. „Ich brauche mir die Situation nicht öfter anschauen, ich muss ja nur einmal hinschauen. Da gibt es für mich nicht so viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie man die Szene bewerten kann“, sagte der Trainer. „Ich habe da keine Erklärung für. Ich möchte, ich weiß gar nicht wer verantwortlich ist, dem DFB oder der DFL den Gefallen nicht tun, und losledern. Denn dann müsste ich dafür bezahlen. Das macht kein Sinn. Den Elfmeter bekommen wir nicht mehr gepfiffen.“

Insgesamt bleibt aber ein fader Beigeschmack, denn Siebert verwehrte den Kölnern nicht das erste Mal einen Elfmeter. 2023 hätten die Kölner gegen die TSG Hoffenheim gerne einen Elfmeter bekommen. Hoffenheims Wout Weghorst war in einen Schussversuch von Florian Kainz gesprungen und hatte den Ball an den Stützarm bekommen. Einen Elfmeter gab es nicht. „Er hat die Hand hinterm Rücken und geht nicht mit Absicht dahin“, sagte der damalige FC-Trainer Steffen Baumgart. „Es war trotzdem eine hervorragende Torwartparade, mit der er es sicherlich in die Elf des Tages gekommen wäre.“ Auch Marius Bülter spielte damals den Ball mit der Hand in der Box. Siebert entschied auf Offensiv-Foul von Davie Selke. Gegen Werder Bremen verwehrte der Unparteiische 2024 einen Elfmeter, als Keeper Michael Zetterer Luca Kilian mit einem Sprung in den Rücken niederstreckte.


Daniel Siebert, der 1. FC Köln und die Sache mit den Elfmetern

Daniel Siebert leitet die Begegnung zwischen Köln und Dortmund
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Daniel Siebert, der 1. FC Köln und die Sache mit den Elfmetern

Am Samstag empfängt der 1. FC Köln Borussia Dortmund in Köln. Mit dem Schiedsrichter haben die Geißböcke nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Daniel Siebert pfeift den 1. FC Köln gegen Dortmund.

Für den FC steht am Samstagabend bereits das siebte Topspiel der Saison an. Die ersten sechs gingen allesamt verloren. Nun soll der Fluch ausgerechnet gegen den BVB gebrochen werden. Schiedsrichter der Begegnung ist Daniel Siebert. Kein Unbekannter für die Geißböcke.


Wirklich glücklich war der damalige FC-Trainer Steffen Baumgart mit der Leistung des Unparteiischen nicht, doch der Coach nahm die Entscheidungen dann doch irgendwie mit Humor. Hoffenheims Wout Weghorst war zuvor in einen Schussversuch von Florian Kainz gesprungen und hatte den Ball an den Stützarm bekommen. Einen Elfmeter gab es nicht. „Er hat die Hand hinterm Rücken und geht nicht mit Absicht dahin“, sagte Baumgart damals. „Es war trotzdem eine hervorragende Torwartparade, mit der er es sicherlich in die Elf des Tages gekommen wäre.“ Dennoch hätte der Coach nach eigener Auskunft gerne gehabt, dass sich Daniel Siebert die Szene noch einmal angeschaut hätte. Im weiteren Verlauf der Begegnung spielte dann der heutige FC-Profi Marius Bülter den Ball ebenfalls mit der Hand, zwar pfiff Siebert dieses Mal, allerdings ein vermeintliches Offensivfoul von Davie Selke.

Vier Strafstöße für den FC

Die Erinnerungen an den Unparteiischen sind also nicht die besten. Elfmeter, Köln und Siebert wollen irgendwie nicht so recht zusammenkommen. Auch vor etwas mehr als zwei Jahren hätten die Geißböcke gerne einen Strafstoß erhalten. Im Duell gegen Werder Bremen sprang Keeper Michael Zetterer Verteidiger Luca Kilian elfmeterreif in den Rücken. Doch Siebert gab den möglichen Strafstoß nicht. „Das ist ein ganz klarer Elfmeter und für mich vollkommen unverständlich, wie man sich das nicht anschauen kann. Aber die dürfen ja machen, was sie wollen“, sagte Florian Kainz sichtbar aufgebracht. „Ich verstehe das nicht. Da muss ich aufpassen, was ich sage.“ Allerdings hat Siebert durchaus auch schon Elfmeter für die Kölner gepfiffen. Vier Strafstöße bekam der FC vom heute 41-Jährigen zugesprochen.

So beispielsweise beim 2:2 gegen Borussia Dortmund vor ziemlich genau fünf Jahren. Jude Bellingham hatte den Ball mit der Hand gespielt, Ondrej Duda sicher verwandelt. Insgesamt leitete der Unparteiische die Begegnung zwischen den beiden Mannschaften schon drei Mal. Zwei Mal gab es keinen Sieger, das dritte Duell gewann der BVB 6:1. Auch die Gesamtbilanz unter Siebert spricht nicht für den FC. Von 20 Spielen verlor Köln neun, gewann aber nur sechs. Dagegen leitete der Sportwissenschaftler schon 35 Spiele mit Dortmunder-Beteiligung. Die Westfalen gewannen 24, verloren nur sechs.

Die Vision des Gewinnens beim 1. FC Köln – So will Lukas Kwasniok den BVB knacken

Said El Mala im Hinspiel gegen Dortmund
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Die Vision des Gewinnens beim 1. FC Köln – So will Lukas Kwasniok den BVB knacken

Der FC befindet sich nach vier sieglosen Spielen in Serie im Krisenmodus. Ausgerechnet jetzt kommt eine der besten Mannschaften der Liga. Doch Lukas Kwasniok sieht durchaus seine Chance. So will der 1. FC Köln gegen den BVB punkten.

Im Hinspiel im Oktober vergangenen Jahres haben die Geißböcke bewiesen, dass sie gegen den BVB durchaus nicht chancenlos sind. Gereicht hat es am Ende nicht. Das soll sich im Rückspiel nun ändern.

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Nach dem 0:2 gegen den FC Augsburg am vergangenen Freitag gab Lukas Kwasniok eine fast schon wild erscheinende Prognose ab. Der Trainer kündigte an, die Negativserie der verlorenen Topspiele ausgerechnet gegen Borussia Dortmund durchbrechen zu wollen. Ausgerechnet, weil der BVB trotz der jüngsten beiden Niederlagen gegen Atalanta Bergamo und Bayern München eine durchweg hervorragende Saison spielt. In der Liga kassierten die Westfalen genau zwei Niederlagen – beide gegen den FCB, belegen einen sehr guten zweiten Tabellenplatz und das auch mit sechs Zählern Vorsprung. Zwar kam das Aus in der Champions League früher als erwartet, doch die Mannschaft von Niko Kovac befindet sich immerhin auf direktem Weg in die Königsklasse der kommenden Saison.

„Wir können das“

Die Aufgabe wird also nicht leicht. Und doch scheint der Kölner Trainer seine doch mutige Aussage nicht nur aufgrund der Emotionalität nach dem 0:2 bei den Fuggerstädtern getroffen zu haben. „Es ist immer ein erstes Mal. Irgendwann sprichst du dein erstes Wort, fährst das erste Mal mit dem Rad in die Schule. Wir haben in dieser Saison noch kein Spiel am Samstagabend gewonnen“, sagte Kwasniok. „Und dann wird es irgendwann auch einfach Zeit. Es ist ja nicht so, dass wir uns aufs Fahrrad setzen, obwohl wir es gar nicht können. Wir können das.“ Der 44-Jährige betonte, dass man sich nicht nur von Ergebnissen würde leiten lassen. Das Füreinander in der Mannschaft geben dem Coach das Gefühl, das nächste Spiel gewinnen zu können.

Davon war nur beim letzten Auftritt recht wenig zu sehen. Und so sind die Zweifel des ein oder anderen Fans durchaus verständlich. Kwasniok erklärte, dass gegen den FCA die Überzeugung gefehlt habe, für einen Sieg viel zu machen. Das soll gegen die Borussia anders aussehen. Als Beispiel wie es klappen kann, dient das Hinspiel. Der FC spielte wie so oft gegen ein Topteam der Liga munter mit, hatte sogar selbst die Chance in Führung zu gehen und musste durch ein sehr spätes Gegentor dann doch die Pleite hinnehmen. Viel schlimmer war aber die schwere Verletzung von Timo Hübers. „In diesem Spiel haben wir unseren wichtigsten Spieler in der Abwehr verloren“, erklärte Kwasniok. „Wir haben dort 20 Minuten mit zehn gegen elf leidenschaftlich verteidigt, aber die Ecke in der 97. Minute konnten wir dann nicht mehr verteidigen.“

Jungs haben eine „Vision“

Gerade durch den Ausfall sei das Konstrukt in der Defensive ein wenig anfälliger gewesen. „Ich glaube, dass wir mit der Rückkehr von einigen Spielern nach und nach genau diese Stabilität auch wieder reinbekommen, ohne an offensiver Gefährlichkeit zu verlieren“, so Kwasniok. Für das Spiel am Samstagabend kehren Alessio Castro-Montes und Linton Maina wieder in den Kader zurück. Ersterer wird auch beginnen, erhielt eine Startelf-Garantie. Ansonsten fehlen die Langzeitverletzten, dazu Joel Schmied, Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Denis Huseinbasic. Kwasniok glaubt, „dass die Dortmunder nach wie vor ähnlich oder gleich spielen in der gleichen Herangehensweise, mit der gleichen Überzeugung, es sind die gleichen Abläufe, nur, dass sich halt jetzt noch mal perfektioniert haben in der Zwischenzeit.“

Der 44-Jährige weiß um die Qualität der Schwarzgelben. „Ja, die Dortmunder sind sehr sehr schwer zu bespielen. Weil sie unglaublich diszipliniert sind. Sie haben eine große körperliche Wucht und sind einfach bereit, Spiele dann 1:0 zu gewinnen“, erklärte der Trainer. Das aber nicht, ohne nicht auf die eigene Chance hinzuweisen. Der Trainer spürte diese „Woche wieder im Training zu 100 Prozent, dass die Jungs daran glauben, dass sie diese Vision haben tatsächlich nicht nur diese Samstagabend Fluch zu brechen, sondern auch eine große Mannschaft zu schlagen und den BVB sozusagen bis auf die Bayern die erste Niederlage zuzuführen.“ Dafür muss aber eine fast 180-Grad-Wende zum Spiel gegen den FCA gelingen.  


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Salih Özcan und das Wiedersehen mit dem 1. FC Köln – das aber anders als im Sommer gedacht

Salih Özcan (Foto: David Ramos / Getty Images)
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Salih Özcan und das Wiedersehen mit dem 1. FC Köln – das aber anders als im Sommer gedacht

Im Sommer galt er in der Gerüchteküche noch als potenzieller Neuzugang. Am Samstag gibt es für den ehemaligen Kölner als Spieler von Borussia Dortmund ein Zusammentreffen mit dem 1. FC Köln: Salih Özcan und das Wiedersehen mit dem FC.

Die Fußball-Romanze blieb dem gebürtigen Kölner im Sommer verwehrt. Der 27-Jährige soll zwischenzeitlich wohl eine Option für Thomas Kessler und seine Transferbemühungen gewesen sein. Doch es kam bekanntlich anders. Nun trifft der BVB-Spieler wieder auf den 1. FC Köln: Salih Özcan und das Wiedersehen mit dem FC.

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Wie heiß das Gerücht im Sommer wirklich kochte, wissen wohl nur die Beteiligten. Dass Salih Özcan aber zumindest eine Überlegung beim FC wert gewesen ist, steht wohl außer Frage. Bei den Kölnern drohte immerhin wahrgenommen der Abgang von Eric Martel, einem der zentralen Spieler im FC-Gebilde, die Kölner wollten sich im defensiven Mittelfeld noch einmal verstärken. Die Rückkehr des gebürtigen Kölners, immerhin ausgezeichnet mit der Fritz Walter Medaille und U21-Europameister, lag da wohl auf der Hand. Zumal Özcan in Dortmund eine Saison auf der Bank drohte und ehrlich gesagt noch immer droht. Ein Wechsel nach Köln wäre also mehr als nur ein Teil einer Fußball-Romanze gewesen.

Beim BVB nur noch Ergänzungsspieler

Fußball-Romanze, weil Özcan dann doch ein Beispiel der Eigengewächse ist, die durch einen geduldigen Aufbau, inklusive Leihe, den Durchbruch in Köln geschafft haben. Özcan wurde in Köln geboren, wechselte schon im Alter von neun Jahren vom SC West zum FC. Dort durchlief der heute 27-Jährige sämtliche Juniorenteams. Ab 2012 hatten die Geißböcke in ihm dann noch einen weiteren Junioren-Nationalspieler in den eigenen Reihen, der ebenfalls Spiel um Spiel im DFB-Nachwuchs abriss. 2019 folgte dann die Leihe zu Holstein Kiel, wo Özcan zum Stammspieler und Leistungsträger avancierte. Und sich offensichtlich auch das Nötige für den Durchbruch beim FC holte. Nach seiner Rückkehr war der Mittelfeldspieler Stammspieler. Bis eben Borussia Dortmund rief.

Die Chance Champions League wollte sich Özcan verständlicherweise nicht entgehen lassen. Und so folgte 2022 der Wechsel zur Borussia und für den FC eine festgeschriebene Ablöse von fünf Millionen Euro. Gemessen an der Einsatzzeit gibt es sicherlich Beobachter, die Özcans Wechsel als Fehlentscheidung ansehen. Das wird der türkische Nationalspieler möglicherweise anders einschätzen. Denn von Begegnungen gegen Paris Saint-Germain, ManCity, Chelsea oder gegen den FC Barcelona können nicht viele Ex-Kölner berichten. Und dennoch schien ein Wechsel im Sommer wahrscheinlich, denn die Borussia plant mittelfristig nicht mehr mit Özcan. Der Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, eine Verlängerung scheint aktuell sehr unwahrscheinlich.

Spielt Özcan gegen den FC?

Und damit war ein Wechsel zurück zum FC alles andere als abwegig. Das Interesse einiger türkischer Clubs war wohl größer. Vor allem Besiktas Istanbul wurde immer wieder als Interessent genannt. Doch Özcan probiert es weiter beim BVB, will sich durchbeißen. Aktuell sieht es da eher düster aus. Spielzeit erhält der gebürtige Kölner kaum. Und so wird ein Wechsel im Winter dann wieder zur Option. Eine Rückkehr nach Köln erscheint nach aktuellem Stand aber eher unwahrscheinlich. Ob Özcan am Samstag Spielzeit gegen den FC erhalten wird, erscheint zumindest möglich. „Ich werde rotieren, das habe ich heute auch getan, weil ich zu dem stehe, was ich sage: Wir haben eine sehr gute Mannschaft, wir haben dort sehr viel Qualität. Und deswegen kann jeder einzelne spielen“, hatte Niko Kovac nach dem Champions-League-Duell gegen Kopenhagen gesagt. Vielleicht also auch Özcan.

1. FC Köln beim BVB: Karim Adeyemi vs. Said El Mala – Das Duell der Dribbelkönige

Duell der Dribbelkönige: Karim Adeyemi vs. Said El Mala
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1. FC Köln beim BVB: Karim Adeyemi vs. Said El Mala – Das Duell der Dribbelkönige

Wenn am Samstagabend der FC zu Gast bei Borussia Dortmund ist, dann treffen auch zwei der besten Dribbler der Liga aufeinander. Den größeren Hype gibt es aktuell um den Youngster des 1. FC Köln: Said El Mala und Karim Adeyemi im Duell der Dribbelkönige.

Der eine ist A-Nationalspieler im Dienste des BVB und aktuell in bestechender Form, der andere ist Shootingstar beim 1. FC Köln: Said El Mala und Karim Adeyemi im Duell der Dribbelkönige.

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Eine halbe Stunde stand Said El Mala gegen den FC Augsburg auf dem Platz, aber diese 31 Minuten reguläre Spielzeit reichten aus, um gegen die Fuggerstädter einen Punkt zu sichern, vor allem aber den Wirbel um seine Person einmal mehr anzuheizen. Mit einem beeindruckenden Solo und einem wunderschönen Abschluss traf der 19-Jährige zum 1:1-Endstand. El Mala avancierte einmal mehr für die Kölner zu Man of the Match. Diese 31 Minuten reichten demnach auch aus, um zum zweiten Mal in Folge für die Kicker-„Elf des Spieltags“ nominiert zu werden. El Mala ist aktuell eins der auffälligsten Talente der Bundesliga. Nicht umsonst werden mit dem Kölner die ersten europäischen Schwergewichte in Verbindung gebracht.

Beeindruckende Werte des Youngsters

Neben seinem beeindruckenden Treffer zeigte der Stürmer gegen den FCA vor allem erneut seine starken Tempodribblings und den Mut, in die direkten Gegnerduelle zu gehen. „Wir versuchen ihn in die Position reinzubringen, dass er ins Eins-gegen-Eins kommt. Das ist genau seins“, sagte Eric Martel nach dem Remis. Seins sind ganz offensichtlich die Dribblings. El Mala zog in dieser Spielzeit bereits 23 davon an. Einzig Yan Diomande weist mit 24 einen besseren Wert auf. Der Kölner gewann auch 16 seiner Dribblings, bei dem Leipziger sind es 20. Allerdings erreichte der FC-Youngster die beeindruckende Anzahl in keinen 250 Spielminuten. Im Schnitt ist El Mala also der Bundesligaspieler mit den meisten Dribblings pro Minuten. Mit 14 Torabschlüssen ist der 19-Jährige auch der zweitbeste Schütze der Geißböcke, einzig Jakub Kaminski hat die Kugel häufiger abgefeuert.

Dabei war der Offensivspieler auch schon drei Mal erfolgreich. Kaminski und El Mala sind gleichzeitig auch die besten Torschützen des FC. El Mala trifft im Schnitt alle 83 Minuten, ist damit der zweitgefährlichste regelmäßig auflaufende Offensivspieler der Liga. Harry Kane erzielt alle 48 Minuten ein Tor, Serhou Guirassy dafür nur alle 130. Für einen Flügelspieler kommt der Kölner auf ziemlich beeindruckende Werte. So beeindruckend, dass die ersten Experten das Thema A-Nationalmannschaft für den Offensivspieler geöffnet haben. Dort würde sich der 19-Jährige aber überharter Konkurrenz stellen müssen. Unter anderem Karim Adeyemi, der in dieser Spielzeit unter Niko Kovac vornehmlich als Doppel- oder hängende Spitze eingesetzt wurde, in der Nationalmannschaft über den rechten Flügel kommt, aber durchaus auch auf dem linken schon gespielt hat.

Kwasniok: „Das ist unsere Verantwortung“

Die Ausfälle von Jan Thielmann (Muskelfaseriss) und Linton Maina (Erkältung) lassen derweil die Herzen derjenigen höher schlagen, die Said El Mala gerne häufiger von Anfang an für den FC stürmen sehen wollen: „Wir haben nicht mehr ganz so viele Optionen, wenn jetzt zwei vorneweg brechen. Da ist die Wahrscheinlichkeit einfach etwas gestiegen, dass Said nach und nach mehr Einsatzzeiten bekommt“, ließ FC-Coach Lukas Kwasniok heute auf der Pressekonferenz verlauten. Generell gelte aber im Umgang mit El Mala , dass man beim FC alles dafür tut seine Entwicklung mit gebotener Vorsicht zu begleiten: “Wir werden ihn nach und nach aufbauen. Die ganzen Messis und Ronaldos und Neymars und wie sie alle heißen, die Superstars. Die haben auch mit 17, 18, 19 niemals jedes Spiel von Beginn an gespielt. Das ist unsere Verantwortung, Woche für Woche diesen Spieler im richtigen Moment zu bringen“, so Kwasniok weiter.

Adeyemi einer der schnellsten Spieler

Beim BVB ist aktuell Adeyemi so etwas wie der Dribbelkönig. Zumindest hat der Nationalspieler in dieser Saison zur Topform gefunden. Der 23-Jährige kommt aktuell auf 19 Dribblings, von denen er 13 gewonnen hat. Kein anderer Dortmunder kann da mithalten. Wie El Mala kommt auch Adeyemi auf 14 Torabschlüsse. In Sachen Laufleistung weist der Dortmunder die deutlich besseren Werte auf, allerdings hat er von Kvoac auch deutlich mehr Spielzeit erhalten. Bei 400 Minuten und sechs Mal Startelf in der Liga erzielte der 23-Jährige bislang zwei Treffer, bereitete einen weiteren vor. Beide Spieler kommen auf einen ähnlichen Zweikampfwert (45,8:45,6), ähnliche Passquote (68:66) und auf einen ähnlichen Wert an Sprints (gemessen an der Spielzeit). Vorteil Adeyemi: Der 23-Jährige ist in dieser Spielzeit bereits mit 35,8 km/h geblitzt worden.

Adeyemi ist aktuell der viertschnellste Spieler der Liga und vor allem deutlich schneller als El Mala unterwegs. Der Kölner Youngster wurde bislang mit einer Höchstgeschwindigkeit von 34,4 km/h gemessen. Am Samstagabend treffen die beiden Dribbler dann auch direkt aufeinander. Ein direktes Duell wird es eher selten geben – eins auf Distanz dagegen umso mehr.

Serhou Guirassy: Vom Entwicklungsspieler des 1. FC Köln auf die Wunschzettel Europas

Serhou Guirassy bei Dortmund und beim FC
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Serhou Guirassy: Vom Entwicklungsspieler des 1. FC Köln auf die Wunschzettel Europas

Am Samstag gibt es für den FC einmal mehr ein Wiedersehen mit Serhou Guirassy. Beim FC gelang dem Angreifer der Durchbruch nicht, beim BVB zieht der Stürmer das Interesse Europas auf sich. Serhou Guirassy wurde beim 1. FC Köln ausgemustert, beim BVB zum Top-Star

Er gilt als möglicher Nachfolger von Robert Lewandowski beim FC Barcelona, auf jeden Fall aber als einer der Leistungsträger des BVB: Serhou Guirassy wurde beim 1. FC Köln ausgemustert, beim BVB zum Top-Star.

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Wenn der FC am kommenden Samstag auf Borussia Dortmund trifft, dann hat sich der 22. Oktober 2017 gerade das achte Mal gejährt. Bei dem Datum heute vor acht Jahren handelt es sich sicher nicht um eins, das jeder FC- Fan auf dem Schirm haben müsste. Im Gegenteil, vermutlich werden es wenn überhaupt nur die größten Freunde der Statistik in Erinnerung haben. Doch das Datum ist an eine Begegnung mit einer erinnerungswürdigen Szene verbunden. Eine flache Hereingabe von Tim Handwerker schoss der frei stehende Serhou Guirassy dann doch erstaunlich weit über anstatt ins leere Tor. Erstaunlich, weil er eigentlich nur einen Meter vom Kasten entfernt stand und Werder-Keeper Jiri Pavlenka längst geschlagen war. Die Situation wird an dem Stürmer heute sicher nicht mehr nagen.

„Wir glauben an sein Potenzial“

Denn der Angreifer von damals ist heute ein ganz anderer. Angeblich soll der FC Barcelona den Stürmer auf der Liste haben – als möglichen Nachfolger von Robert Lewandowski. Auch andere Topclubs aus Europa sind interessiert, wollen den Angreifer möglichst schnell unter Vertrag nehmen. Kein Wunder. Auch in dieser jungen Saison hat Guirassy wettbewerbsübergreifend schon wieder sechs Tore erzielt, vier vorbereitet. Der 29-Jährige macht da, wo er in der vergangenen Spielzeit aufgehört hat. Ein Stürmer, der sehr weit von jenem Youngster entfernt ist, der 2016 bei den Geißböcken seinen ersten Vertrag in Deutschland unterschrieben hatte. „Wir wollen ihn als jungen Spieler bei uns weiterentwickeln, wir glauben an sein Potenzial“, sagte der damalige Kölner Cheftrainer Peter Stöger nach der Verpflichtung.

Der Stürmer war damals zarte 20 Jahre alt, also im besten Entwicklungsalter, doch möglicherweise fehlte für die langfristige Entwicklung damals die Geduld. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass dieser Leistungssprung in Köln nicht abzusehen gewesen ist. Auch, weil der Offensivspieler oft verletzt war, sehr oft. Guirassy kam in zweieinhalb Jahren auf 45 Einsätze, erzielte in diesen neun Tore und bereitete zwei vor. Wirkliche Torgefahr strahlte der junge Stürmer zu Beginn der FC-Zeit nur selten aus, vielmehr fiel er in dieser Phase mit technischen Schwierigkeiten auf. So wie beim 0:0 gegen Werder Bremen im Oktober 2017. Zu wenig Entwicklung für den FC, möglicherweise eine zu langsame für den ambitionierten Aufstiegskandidaten. Vielleicht auch, weil sein späterer Trainer Markus Anfang in ihm eher einen Außenspieler als einen Stürmer sah.

Guirassy wird zur Lebensversicherung

Denn die Spitze war mit Simon Terodde und Jhon Cordoba gesetzt, die Rückkehr von Anthony Modeste wohl nur noch eine Formsache. Der Franzose war bereits in Köln, wartete noch auf die Spielgenehmigung. Der FC suchte einen Abnehmer für Guirassy und fand ihn beim SC Amiens. „Dieser Wechsel ist für beide Seiten eine gute Lösung. Serhou ist ein junger, talentierter Spieler, der für seine Entwicklung regelmäßige Spielpraxis benötigt. Die können wir ihm derzeit nicht bieten“, hieß es damals von Kölner Seiten. Worte, die man auch heute in der Bundesliga oft genug hört, aber von Armin Veh, dem damaligen Sportdirektor ausgesprochen wurden. Zur guten Lösung wurde die Leihe in erster Linie allerdings für Amiens.

Denn die Vertragspartner hatten eine Kaufpflicht in dem Kontrakt verankert, die im Falle des Klassenerhalts der Franzosen greifen würde. So musste der SC den Stürmer verpflichten. Sechs Millionen Euro brachte der Verkauf den Geißböcken und damit nicht einmal die Hälfte von dem, was die Franzosen für den Stürmer einstrichen. Denn nach anderthalb Jahren und neun Saisontoren wechselte der Stürmer zu Stade Rennes, für 15 Millionen Euro. Bis heute ist nicht vollends geklärt, ob die Kölner noch einmal mit verdienten. Auf eine ordentliche Spielzeit 20/21 folgte eine durchwachsene beim französischen Erstligisten. Die Leihe zum VfB Stuttgart wurde möglich. Der schlaksige Stürmer sollte die Nachfolge von Sasa Kalajdzic antreten, wurde aber so viel mehr. Mit elf Toren in 22 Spielen war Guirassy plötzlich die Lebensversicherung der Schwaben.

Interesse aus Europa

Und diese ließ sich der BVB dann im Sommer 2024 rund 18 Millionen Euro kosten. Ein lohnendes Geschäft. Mittlerweile liegt der Marktwert laut transfermarkt.de bei 48 Millionen Euro. Guirassy hat für den BVB in 60 Spielen 44 Tore erzielt. Der 29-Jährige hat mittlerweile ein beeindruckendes Stellungsspiel, aktuell ein Gespür für die richtigen Laufwege und findet immer wieder die Räume, um zu Chancen zu gelangen. Dabei initiiert er diese auch selber, tritt als Torschussvorlagengeber in Erscheinung. Er ist stark im Eins-gegen-eins, das er auch immer wieder sucht und absolviert erstaunlich viele Sprints. In den vergangenen Jahren hat der Stürmer zudem massiv an seiner Physis gearbeitet.

Die Entwicklung war so nicht abzusehen

Und genau diese Entwicklung passt wieder einmal in das Bild eines verlorenen Talents, das viel zu günstig abgegeben wurde und an anderer Stelle durchstartet. Hat der FC bei diesem Transfer also alles falsch gemacht? Sicher nicht. Auch, wenn es den Anschein macht, als habe der FC einmal mehr Millionen in den Sand gesetzt. Als der FC Guirassy ziehen ließ, war die heutige Entwicklung beim besten Willen nicht abzusehen. Und auch in der Folgezeit in Frankreich war der Stürmer kein schlechter Spieler, aber eben auch kein überragender. Nicht umsonst konnte der VfB Guirassy problemlos ausleihen. Rennes hatte damals für knapp 50 Millionen Euro zwei Angreifer verpflichtet, Guirassy drohte die Bank, wenig Einsatzzeit – nur noch die Rolle des Jokers.

Beim FC hat man lange einen ähnlichen Stürmertypen vermisst. In dieser Spielzeit gibt es gleich mehrere Akteure, die gefährlich sind. Auch wieder einmal ein junger Stürmer, der viel Potenzial mit bringt. Doch Said El Mala wird den FC sicherlich nicht so schnell verlassen.