Starker Pokal-Auftritt: Ragnar Ache betreibt beim 1. FC Köln Eigenwerbung

Ragnar Ache im Kopfball-Duell im Spiel gegen den FC Bayern München
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Starker Pokal-Auftritt: Ragnar Ache betreibt beim 1. FC Köln Eigenwerbung

Bislang kam der Angreifer nur selten über die Rolle des Edeljokers hinaus. Gegen die Bayern zeigte der 27-Jährige eine starke Leistung und das nicht nur aufgrund seines Treffers. Ragnar Ache wird beim 1. FC Köln zur Option.

Die 1:4-Niederlage war verdient und fiel doch irgendwie besonders bitter aus. Auch, weil einige Kölner eine richtig starke Partie ablieferten. Vor allem der Angreifer: Ragnar Ache wird beim 1. FC Köln zur Option.

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Der Fuß war mit einem dicken Eisbeutel versehen, als sich die Protagonisten des Kölner Pokalfights Richtung Katakomben bewegten. „Das Eis ist nur für die Sicherheit“, erklärte Ragnar Ache nach dem Duell gegen den FC Bayern. Der Stürmer hatte zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startformation gestanden. Bereits nach einer Viertelstunde war Ache von Aleksandar Pavlović unsanft von den Beinen geholt worden. Die Erinnerung trug der Stürmer also nun noch nach dem Spiel. Doch für den 27-Jährigen gab es an diesem Abend auch gute Erinnerungen. Denn der Angreifer stand nicht nur wieder überraschend in der Startelf, der Sommer-Neuzugang war gegen den FC Bayern auch noch einer der besten Kölner. Und das über die gesamte Spielzeit. „Ich bin richtig froh darüber, vor allem mit meiner Verletzungsgeschichte. 90 Minuten gegen die Bayern ist kein einfaches Spiel“, sagte Ache.

“Das war ein geiles Gefühl“

Der Stürmer blickt auch auf keinen einfachen Saisonstart zurück. Zumindest aus seiner Sicht. Ache war im Sommer die erste Neuverpflichtung der Geißböcke und direkt mit hohen Erwartungen versehen. Trotz guter Auftritte in der Vorbereitung kam der 27-Jährige aber nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Dabei hatte Ache unter anderem die Partie der ersten Runde des DFB-Pokals nach seiner Einwechslung entscheidend verändert. Der Stürmer hatte gleich beide Kölner Tore in der Schlussphase vorbereitet. Ache sammelte zwei weitere Assists, unter anderem im Duell gegen den VfB Stuttgart, als er ebenfalls von Beginn an auflief. Nun, bei seinem zweiten Startelf-Einsatz, erzielte der Stürmer dann auch endlich sein erstes Tor im FC-Trikot. „Das war ein geiles Gefühl“, sagte Ache. „Wenn man dann endlich das Tor schießt, dann ist man erleichtert.“

Schon zuvor hatte Ache ein Kopfball-Duell gegen die Hintermannschaft der Bayern nach einer Ecke gewonnen. Aber Jonas Urbig bekam noch im rechten Moment den Arm in die Höhe gerissen. Anschließend machte es der Angreifer besser. Ache nickte die Kugel präzise ins Eck ein. Insgesamt gab der Stürmer drei Torschüsse gegen die Bayern ab. Wohlgemerkt gegen die Mannschaft, die in der Liga im Schnitt gerade einmal acht Torschüsse pro Spiel zulässt. Ache bereitete drei weitere Abschlüsse vor. Dazu gewann der Stürmer nahezu 60 Prozent seiner Zweikämpfe, die meisten in der Luft. Und damit betrieb der Stürmer natürlich ordentlich Eigenwerbung. „Ragnar hat ein gutes Spiel gemacht“, lobte also auch Trainer Lukas Kwasniok.

Eine Einsatzgarantie für die Aufgabe gegen den Hamburger SV am Sonntag war das aber nicht. „Das Spiel war extrem auf ihn zugeschnitten“, fuhr Kwasniok fort. „Gegen den HSV können wir das nicht so 1:1 machen. Wir müssen neue Lösungen finden. Aber er hat auf sich aufmerksam gemacht.“ Bereit wäre der Stürmer. Der Fuß ist wohl nicht schwerer verletzt. „Wenn der Trainer mit mir rechnet, dann bin ich da würde ich sagen“, sagte Ache, der sicher mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen „da“ wäre. 


Kampfgeist, Chaos, Kontroversen: Kölns großer Abend gegen die Bayern

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Kampfgeist, Chaos, Kontroversen: Kölns großer Abend gegen die Bayern

Köln kämpft wie die alten Römer, Bayern siegt wie gewohnt. Ragnar Ache brachte das Kölner Stadion erst zum Beben, doch dann lassen Schiedsrichterpech und Münchner Abgeklärtheit den Traum vom Fußballwunder platzen beim 1. FC Köln: Ein beeindruckender Abend für die Geißböcke.

In der laufenden Spielzeit konnte noch kein Team Rekordmeister FC Bayern München die Stirn bieten wie am gestrigen Abend der 1. FC Köln: Ein beeindruckender Abend für die Geißböcke.

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Pokalnächte haben ihren eigenen Zauber. Sie entfachen die Leidenschaft der Fußball-Romantiker: Im Pokal schrieb der Fußball seine schönsten Geschichten. Hier wurden schon die Wundertaten von Drittligisten wie in der Vorsaison von Arminia Bielefeld zur Legende. Das Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München passte perfekt in dieses Muster. Es war ein Abend voller Emotionen, Wendungen und kleiner Dramen, wie sie nur der DFB-Pokal hervorbringen kann. Ein kämpfender Außenseiter, der sich mit Leidenschaft gegen die übermächtigen Bayern stemmte. Die Rückkehr von Torhüter Jonas Urbig ins Müngersdorfer Stadion. Und schließlich sorgte eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Tobias Welz und seinem Gespann für das Gesprächsthema des Abends.

Tapfere Römer bereiten Bayern ernsthafte Probleme 

Um die Mannschaft vor dem Fight gegen die in der laufenden Saison übermächtig erscheinenden Bayern einzustimmen, tat der Support aus der Kurve in Müngersdorf sein Übriges. Dort spannten die Fans kurz vor Anpfiff ein Tifo, das bei den Spielern einen Nerv getroffen zu haben schien. Die Südkurve zierte das Abbild eines Römischen Soldaten mit gezücktem Schwert in Angriffstellung, geschmückt mit dem Wappen der Stadt Köln. Darunter das Banner:  “Des Römers Erbe bleibt bestehen – Köln wird niemals untergehen” Und die elf Kölschen Legionäre wurden den Ansprüchen, die so eine Inszenierung erweckt, mehr als gerecht. 

FCB-Coach Vincent Kompany schickte seine erste Garde aufs Feld, nachdem er am Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach noch rotiert hatte. Mit Superstar Harry Kane in der Spitze trat der Rekordmeister in Bestbesetzung an und bekam es mit einem 1. FC Köln zu tun, der von Beginn an keinerlei Ehrfurcht zeigte. Der Effzeh stellte sich der Herausforderung mit den Gästen in einem kampfbetonten Spiel Mann-gegen-Mann. Müngersdorf wurde gestern Abend phasenweise zu einer Gladiatorenarena. Auffällig war dabei vor allem Eric Martel, der als eine Art persönliche Leibgarde von Harry Kane agierte. Der 23-Jährige wich dem englischen Stürmer kaum von der Seite. Kölns Trainer Lukas Kwasniok hatte seine Mannschaft perfekt auf den Favoriten eingestellt. In den ersten 35 Minuten fehlte den Bayern sowohl die gewohnte Dominanz als auch die absolute Kontrolle über das Geschehen.

Erstes Tor von Ache lässt Müngersdorf beben

Das Tor von Ragnar Ache nach einer scharfen Hereingabe fiel zwar etwas überraschend, war angesichts des Spielverlaufs in der Anfangsphase jedoch absolut verdient. Der Angreifer, dessen Trainer nach dem Spiel gegen Augsburg noch eine fehlende Körperlichkeit attestiert hatte, setzte sich im Luftzweikampf gegen den robusten Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano durch und erzielte in der 31. Minute das 1:0. Es war Aches erster Treffer im Trikot des 1. FC Köln. Der Neuzugang aus Kaiserslautern hatte bereits in der ersten Pokalrunde entscheidenden Anteil am Weiterkommen, als er gegen Regensburg als Joker beide Treffer vorbereitete. Auch diesmal ging der Plan von Trainer Kwasniok auf, der besonders auf Standardsituationen vertraute. Köln nutzte jede Gelegenheit, den Favoriten bei ruhenden Bällen zu fordern und zeigte sich in diesen Momenten zielstrebig und entschlossen.

Ache selbst zeigte sich nach dem Abpfiff erleichtert: „Das war ein geiles Gefühl. Die letzten Wochen und Monate waren es nur Assists und keine Tore. Wenn man dann endlich das Tor schießt, dann ist man erleichtert“, sagte der Stürmer. Doch das Momentum der Kölner währte nicht lange. Der amtierende Tabellenführer schüttelte den Schock des Rückstands schnell ab und begann, das Spiel zunehmend an sich zu reißen.

Bayern kämpft sich zurück – mit tatkräftiger Unterstützung des Schiedsrichtergespanns.

Zwei gute Aktionen reichten dem FC Bayern aus, um die Partie noch vor dem Wechsel auf den Kopf zu stellen. Mitten in der Drangphase der Kölner zeigte der Favorit, warum er in Deutschland das Maß aller Dinge ist. Es brauchte einen Moment individueller Klasse, um den Spielverlauf zu drehen. In der 36. Minute marschierte Konrad Laimer dynamisch durch die Kölner Hälfte und legte quer auf Josip Stanišić, der zentral vor Ron-Robert Zieler zum Abschluss kam. Dabei stand jedoch nicht nur der Torschütze im Mittelpunkt, sondern auch das Schiedsrichtergespann um Tobias Welz. Zieler parierte den ersten Versuch stark, doch der Abpraller landete bei Luis Diaz, der den Ball aus einer klaren Abseitsposition über die Linie drückte. Das Tor hätte nicht zählen dürfen, wurde aber dennoch gegeben. Die Proteste der Kölner verhallten wirkungslos und der Ausgleich sorgte für hitzige Diskussionen auf dem Rasen und auf den Rängen.

Nur wenige Minuten später bestraften die Bayern die Gastgeber ein zweites Mal. Harry Kane setzte sich mit einem cleveren Körpereinsatz gegen seinen Manndecker Eric Martel durch und schlenzte den Ball aus spitzem Winkel unhaltbar ins Tor. Kurz vor der Pause hatten die Gäste das Spiel gedreht. Marius Bülter fand nach dem Schlusspfiff deutliche Worte: „Das ist extrem bitter. Vor allem, weil es auch nicht knapp Abseits war. Noch mehr ärgert mich, dass ich in der Halbzeit mit dem Schiedsrichter spreche und er mir erzählen will, er habe es sich in der Halbzeit nicht angeguckt und wolle mich ein Stück weit für doof verkaufen. Das nervt mich. Ich habe ihm ja schon auf dem Spielfeld gesagt, dass es Abseits war, und ihn dann in der Halbzeit noch einmal darauf angesprochen. Ich finde, man sollte dazu stehen.“

Leistungsunterschied wird in Halbzeit zwei deutlich

In der 64. Minute sorgten die Bayern für die Vorentscheidung. Mit einer Ecke von der linken Seite zirkelte Joshua Kimmich den Ball mit viel Effet in den Fünfmeterraum. Kölns Torhüter Zieler wurde dabei eng zugestellt und kam nicht mehr rechtzeitig an den Ball. Kane nutzte den Moment, stieg am höchsten und köpfte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Umringt von Tom Krauß und Martel setzte sich der englische Stürmer dennoch durch und schnürte seinen Doppelpack.

Der Rekordmeister spielte die Partie anschließend routiniert zu Ende. In der 72. Minute leistete sich Kölns Sebastian Sebulonsen einen folgenschweren Ballverlust. Aleksandar Pavlović schaltete schnell, zog über die rechte Seite an und fand im Zentrum Luis Diaz. Der Kolumbianer legte quer auf den einlaufenden Michael Olise, der überlegt einschob und damit den Endstand herstellte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Klassenunterschied deutlich sichtbar.

Kölns Trainer Kwasniok zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch und realistisch. „Wir haben dann Mann gegen Mann versucht, sie von unserem Tor wegzuhalten. 30 Minuten ist das ganz ordentlich gelungen. Dann kam das 1:1, dann das 1:2 innerhalb von drei, vier Minuten, und dann wurde es schwer“, sagte der FC-Coach.

Kwasniok: “Hatte Sorge, dass das Stadion auseinanderfällt”

Von diesem Pokalabend werden wohl nur die ersten 45 Minuten in wohliger Erinnerung bleiben, da ist sich Lukas Kwasniok sicher. Besonders die Phase rund um das Führungstor werde ihm im Gedächtnis bleiben: „Es hat uns ein wenig leidgetan um die Stimmung im Stadion, weil die in den Minuten um das 1:0 natürlich unglaublich war. Ich habe mir Sorgen gemacht, dass das Stadion auseinanderfällt. Aber am Ende gehen alle irgendwie zufrieden nach Hause. 1:4 hört sich hart an, aber wir sind nicht die Ersten, die am Ende von den Bayern den Hintern versohlt bekommen, weil sie einfach gut sind“, sagte der Kölner Trainer nach dem Schlusspfiff.

Für den FC Bayern war es der 14. Sieg im 14. Pflichtspiel der Saison. Das hat vor ihnen noch kein Team der Top-fünf-Ligen Europas erreicht. Zugleich waren es die ersten fünf Minuten in dieser Spielzeit, in denen die Münchner in Rückstand gerieten. Und kein Gegner hatte bislang so häufig auf das Tor der Bayern geschossen wie der 1. FC Köln mit ganzen 13 Abschlüssen. Zahlen, die verdeutlichen, dass die Kölner auch mit den mächtigsten Kräften des deutschen Fußballs mithalten können. Am Sonntag steht für die Mannschaft von Kwasniok bereits das nächste Spiel an. Dann empfangen die Domstädter den Mitaufsteiger Hamburger SV. 


Offensivpower, Dominanz und stabile Defensive: Das erwartet den 1. FC Köln gegen Bayern München

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Offensivpower, Dominanz und stabile Defensive: Das erwartet den 1. FC Köln gegen Bayern München

In der 2. Runde des DFB-Pokals hat der FC ein schweres Los gezogen. Mit den Bayern treffen die Geißböcke auf einen dominanten Gegner mit Offensivpower und stabiler Defensive. Das erwartet den 1. FC Köln im DFB-Pokal gegen Bayern München.

Am Mittwochabend steht das nächste „Kracher-Spiel“ an für die Mannschaft von Lukas Kwasniok. Das erwartet den 1. FC Köln im DFB-Pokal gegen Bayern München.

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Form: Der FC Bayern blickt auf eine bislang fehlerfreie Saison zurück. Bereits im ersten Spiel im Supercup gegen den VfB Stuttgart fuhren die Bayern ihren ersten Titel ein. In der Liga belegen die Münchener mit acht Siegen aus acht Spielen sowie einem Torverhältnis von 30:4 souverän den ersten Platz. Auch in der Champions League grüßt das Team von Trainer Vincent Kompany von oben. Nach den Siegen gegen Chelsea, Pafos und Brügge stehen die Münchener dort punktgleich mit Tabellenführer PSG auf dem zweiten Platz. Im Pokal war der FC Bayern in der ersten Runde beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden zu Gast. Gegen den Gastgeber aus Hessen lag Bayern mit 2:0 vorn, kassierte innerhalb weniger Minuten jedoch zwei Gegentreffer und setzte sich am Ende dann durch einen Treffer von Harry Kane knapp durch. Aktuell ist der FCB auf Rekordjagd. 13 Siege zum Auftakt einer Saison gelangen lediglich dem AC Milan im Jahr 1992.

Power im Angriff und starke Abwehr

Offensivpower: Der FC Bayern stellt aktuell die beste Offensive der Bundesliga. In den ersten acht Spieltagen erzielten die Münchener 30 Tore. Überdies kommen noch zwölf weitere Tore in der Champions League, zwei Treffer im Supercup sowie drei Tore im Pokal aufs Konto der Rot-Weißen. Im Durchschnitt gelingen dem FCB 3,6 Treffer pro Partie. Auch in Sachen Torschüsse sind die Bayern mit 153 Versuchen die Spitze der Liga.

Starke Defensive: Mit lediglich vier Gegentoren stellt der FC Bayern die beste Defensive der Bundesliga. Auch in den fünf Pflichtspielen in den drei anderen Wettbewerben kassierten die Jungs von Trainer Vincent Kompany nur fünf Treffer des Gegners. Allgemein bekommt der FCB lediglich rund 0,7 Gegentore.

Laufstark: In der bisherigen Bundesligasaison legten die Profis des FC Bayern bereits 974,6 Kilometer zurück. Keine andere Mannschaft lief bislang mehr als Bayern. Auch bei den intensiven Läufen gehört der Rekordmeister mit 5669 zur Spitze der Liga. In dieser Statistik sind nur Hoffenheim (5910) und St. Pauli (5710) besser als der FCB.

Im Fokus: Lennart Karl

Standardstark: Der FC Bayern konnte in dieser Saison bereits sieben Treffer nach Standardsituationen erzielen. Darunter waren vier Strafstöße, die Harry Kane alle verwandelte. Auch bei den gegnerischen Standards zeigt sich der FCB sehr robust und kassierte aus solchen Situationen noch keinen Gegentreffer.

Ruhe am Ball: Das Team von Trainer Vincent Kompany hat mit 60 Prozent Ballbesitz den höchsten Ballbesitzanteil aller Bundesligisten. Auch bei der Passquote ist der FCB der Primus der Liga. So bringen die Bayern-Profis 90,3 Prozent aller Pässe zum Mitspieler.

Im Fokus: Lennart Karl gehört zu den Entdeckungen der noch jungen Saison. Der 17-Jährige rückte in der Sommervorbereitung ins Team von Kompany und zeigte bereits in den Testspielen, was in ihm steckt. In dieser Saison kommt der Offensivspieler wettbewerbsübergreifend auf bislang elf Einsätze. Nachdem Karl bereits einen Assist bei den Profis gesammelt hatte, feierte der deutsche U17-Nationalspieler im Spiel gegen Brügge seinen Premierentreffer für den FCB. Am vergangenen Samstag erzielte Karl beim Spiel in Mönchengladbach auch direkt seinen ersten Bundesligatreffer. Der Linksfuß zeichnet sich durch sein Tempo, seinen Abschluss sowie sein Dribbling aus. Mit dem 17-Jährigen haben die Münchener wieder einen Youngster aus dem eigenen Nachwuchs, der dem Verein aber auch den Fans in den nächsten Jahren eine Menge Freude bereiten dürfte.

Klares System

Formation: Trainer Vincent Kompany lässt seine Mannschaft in einem 4-2-3-1-System auflaufen. Dabei ist Manuel Neuer normalerweise im Kasten des Rekordmeisters gesetzt. Vor dem ehemaligen Welttorhüter bilden Jonathan Tah und Dayot Upamecano die Innenverteidigung. Auf der linken Außenverteidigerposition hat sich nach der Verletzung von Alphonso Davies Konrad Laimer etabliert. Rechts kam in den vergangenen Wochen überwiegend Sacha Boey zum Einsatz. In der Mittelfeldzentrale hat Joshua Kimmich seinen Platz sicher. Neben dem deutschen Nationalspieler wechseln sich meist Tom Bischof, Leon Goretzka und Aleksandar Pavlović ab.

Auf den offensiven Außenbahnen sind Luis Diaz links und Michael Olise rechts gesetzt. Variabel sind die Münchener auf der Zehner-Position sowie in der Spitze. Jedoch geht eine Position immer an Kane, der mal als Stürmer und mal als Zehner eingesetzt wird. Spielt der Engländer auf der Zehn, übernimmt Nicholas Jackson die Position des Stürmers. Im anderen Fall agierte Serge Gnabry vor seiner Verletzung auf der Position hinter der Spitze.

Kwasniok über die Bayern: „Aktuell, so gut wie unmöglich„

Lukas Kwasniok über den FCB: „Gegen die Bayern ist es immer schwierig. Aktuell, so gut wie unmöglich. Das ist die Wahrheit, weil sie unglaublich gut sind. Fußballinhaltlich, aber eben auch was die Bereitschaft angeht, habe ich ganz selten so eine Topmannschaft gesehen, die bereit ist, so viel zu investieren. Ich glaube, sie haben Großes vor diese Saison und haben gesehen, wie Paris es letztes Jahr auch gemacht hat. Es wird extrem schwer. Es gibt ganz wenige Teilbereiche, in denen du eine völlig überlegene Mannschaft auf dein Niveau hieven kannst. Da muss ganz viel zusammenkommen. Du brauchst einen herausragenden Torhüter, mehr als nur dieses Quäntchen Glück und einen schlechten Tag der Bayern. Du brauchst die Fans über 90, vielleicht auch über 120 Minuten und die gleiche Aufopferungsbereitschaft wie in Dortmund. Ich glaube, wir haben eine Mannschaft, die bereit ist für die nächste Schlacht. Wir sind kein Team, das sagt, wir haben keine Chance. Es geht um die Taten auf dem Platz, und dann wächst der Glaube, wie beispielsweise durch einen Zweikampf, minimal.“

Kompany lobt den FC

Vincent Kompany über den FC: „Es ist sehr deutlich, was der FC bisher sehr gut gemacht hat. Erst einmal muss man schätzen, was sie in der Verteidigung machen. Sie betreiben eine intensive Boxverteidigung, was ich als ehemaliger Innenverteidiger auch mag. Ich glaube, dass sie die Räume immer sehr schnell schließen, damit man nicht viel Raum beim Abschluss bekommt. Auch die Flankenverteidigung ist beim FC wichtig. Der FC ist unglaublich gefährlich beim Kontern und hat damit Mannschaften auch schon wehgetan. Neben der Boxverteidigung hat der FC auch einen guten Mittelblock. Dass der FC morgen an seine Chance glaubt, ist vollkommen normal. Sie spielen zu Hause. Wir nehmen viel Motivation und Hunger mit in den Pokal und haben auch unsere Stärken.“

Mögliche Aufstellung Bayern: Urbig – Stanisic, Tah, Upamecano, Laimer – Pavlovic, Kimmich – Olise, Gnabry, Diaz – Kane

Ausfälle beim FC Bayern: Vincent Kompany muss in Köln auf Manuel Neuer (Rotsperre), Alphonso Davies (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Jamal Musiala (Aufbautraining nach Wadenbeinbruch) und Hiroki Ito (Mittelfußbruch) verzichten.


Wie sieht die Defensive aus? So könnte der 1. FC Köln spielen

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an
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Wie sieht die Defensive aus? So könnte der 1. FC Köln spielen

Für den 1. FC Köln steht wenige Tage nach der 0:1-Niederlage in Dortmund das Heimspiel gegen den FC Bayern München im DFB-Pokal auf dem Programm. Im Vergleich zum Spiel beim BVB muss FC-Coach Lukas Kwasniok seine Startelf jedoch auf mindestens einer Position verändern. So könnte der 1. FC Köln im Pokal gegen die Bayern spielen. 

Auch Tage nach der Niederlage in Dortmund sitzt der Schock über Timo Hübers Verletzung noch tief. Nach dem Ausfall des Innenverteidigers muss sich Kwasniok einen neuen Plan gegen den FCB zurecht legen. So könnte der 1. FC Köln im Pokal gegen die Bayern spielen.

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Beim Pokal-Heimspiel gegen die Bayern muss FC-Coach Lukas Kwasniok bekanntermaßen auf Abwehrchef Timo Hübers verzichten. Sportlich und menschlich ein besonders bitterer Ausfall für den FC. Hübers ist nach Luca Kilian und Rav van den Berg schon der dritte Innenverteidiger, der lange fehlen wird. Hinter einem weiteren Abwehrspieler steht noch ein Fragezeichen. „Cenk hat ein paar Knie-Themen. Wir haben ihn jetzt noch einmal ins MRT geschickt, um einfach auf Nummer sicher zu gehen. Er hat die letzten Tage trainiert, das ging schon. Ich gehe davon aus, dass er morgen im Kader sein wird, aber wir müssen noch abwarten“, so der FC-Trainer über Özkacar, der in Dortmund angeschlagen ausgewechselt wurde.

Wie sieht die Innenverteidigung aus?

Wie Kwasniok seine Defensive gegen den FC Bayern letztlich formatieren wird, ließ der 44-Jährige noch nicht durchblicken, gab aber dennoch kleine Hinweise: „Wir haben nach wie vor genug Spieler. Wenn sich die Ausfälle auf einer Position ein wenig summieren, dann musst du kreativ werden. Ich freue mich immer auf die Challenge, neue Ideen zu finden“, so der Coach. „Gegen die Bayern brauchst du Spieler, die die Box gut verteidigen, aber auch Spieler, die aktiv sind und Eier haben, rauszuverteidigen. Ich glaube, wir haben genug Alternativen, Jungs, die die Physis haben rauszuverteidigen, um auch den sich fallen lassenden Stürmern folgen zu können. Deswegen sind das jetzt auch keine klassischen Innenverteidiger, die wir für das Spiel morgen benötigen“, so Kwasniok weiter.

Wieder zurück in die Startelf kommen dürfte Joel Schmied, der in Dortmund lediglich 20 Minuten zum Einsatz gekommen war. Zudem könnte auch Tom Krauß wieder in der Startelf stehen. Der ehemalige Leipziger zeichnet sich durch seine intensive Spielweise aus und dürfte insbesondere für das Hinausrücken wichtig werden. Der dritte Platz in der Dreierkette ist offen. Präferiert der FC-Trainer einen Linksfuß, werden entweder Dominique Heintz oder Cenk Özkacar beginnen, wobei Heintz wohl die Nase vorn hätte. Dann dürften Heintz links, Krauß zentral und Schmied rechts auflaufen. Entscheidet sich Kwasniok jedoch gegen einen Linksfuß, könnte Eric Martel auf die zentrale Position in der Dreierkette rücken und Krauß die linke Innenverteidigerposition übernehmen.

Weitere Positionen sind gesetzt

So offen wie die Frage in der Dreierkette, so klar sind wohl die anderen Positionen. Lediglich bei der Besetzung des zentralen Mittelfeldes gibt es ein Fragezeichen, das hauptsächlich mit der Besetzung der Dreierkette zusammenhängt. Sollte Martel in der Abwehr beginnen, dürften dort wie in Dortmund Denis Huseinbasic und Isak Johannesson starten. Rückt Martel jedoch eine Position nach vorn, würde voraussichtlich Huseinbasic auf der Bank bleiben. Im Tor wird Ron-Robert Zieler stehen, der von Kwasniok vor Saisonbeginn als Pokalkeeper festgelegt wurde. Auf den beiden Schienenpositionen sind Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen gesetzt.

Für die Offensive gestand Kwasniok eher unüblich: „Said wird morgen beginnen.“ Die anderen beiden Positionen werden wohl wie auch in Dortmund Marius Bülter und Jakub Kaminski bekleiden. Möglich ist jedoch auch, dass Kwasniok einem oder sogar beiden eine Pause gibt und zunächst Luca Waldschmidt, Ragnar Ache oder Linton Maina das Vertrauen von Beginn an schenkt.

Oder doch die Systemumstellung auf eine Viererkette?

Wenn Viererkette, dann wären Lund und Sebulonsen auf den Außen sowie Schmied und Krauß in der Mitte die ersten Kandidaten. Auf der Sechs könnte dann Martel neben Huseinbasic beginnen und Johannesson eine Position weiter nach vorn rücken. El Mala würde dann über die linke und Kaminski über die rechte Außenbahn kommen, während Bülter die klare Spitze wäre.

So könnte der FC gegen die Bayern spielen

Ron-Robert Zieler im Test gegen Fortuna Köln

Ron-Robert Zieler

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Joel Schmied vom 1. FC Köln

Joel Schmied

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Denis Huseinbasic rotierte gegen Freiburg in die Startelf

Denis Huseinbasic

Isak Johannesson

Kristoffer Lund

Jakub Kaminski im Testspiel gegen Fortuna Köln

Jakub Kaminski

Said El Mala jubelt nach dem Ausgleich gegen den FC Augsburg

Said El Mala

Marius Bülter fällt weiterhin angeschlagen aus

Marius Bülter