Premiere für René Wagner – Der neue FC-Trainer will die Mannschaft bestmöglich performen lassen

Luca Waldschmidt traf im Hinspiel gegen Frankfurt
, ,
Startseite » Köln gegen Frankfurt

Premiere für René Wagner – Der neue FC-Trainer will die Mannschaft bestmöglich performen lassen

Die Begegnung gegen Eintracht Frankfurt wird die erste als Chefcoach an der Seitenlinie für René Wagner. Und der neue Trainer steht vor keiner leichten Aufgabe, hat aber einen klaren Plan: So will der 1. FC Köln in Frankfurt punkten.

Die Jagd um Punkte im Klassenkampf geht nach der Länderspielpause in die letzte Runde. Mit den Geißböcken will FC-Interimstrainer René Wagner in Frankfurt die Serie von sieben sieglosen Spielen durchbrechen und drei Punkte mit nach Köln bringen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Wenn der FC am Sonntagnachmittag zum Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt antritt, ist die Entlassung von Lukas Kwasniok zwei Wochen alt. Und gerade durch die Länderspielpause wirkt es fast so, als sei der Trainerwechsel schon eine gefühlte Fußball-Ewigkeit her. Ist er nicht. Denn das Duell bei den Hessen wird die Premiere für René Wagner. „Die ersten Tage, die ersten fast zwei Wochen waren für mich natürlich eine neue Erfahrung. Ich habe versucht, bei mir zu bleiben und Ruhe auszustrahlen“, so Wagner. „Ich habe versucht, der Mannschaft die Sicherheit zu geben, dass das was wir jetzt hier machen auch Hand und Fuß hat.“ Nach zuletzt sieben sieglosen Spielen in Serie und zwei Erfolgen in 18 Begegnungen wird es in den kommenden Partien auch auf eine gewisse Sicherheit der Spieler ankommen.

„Das ist meine Stärke“

Wagner will vor allem über die Motivationsschiene den erhofften Impuls setzen. „Ich versuche immer, positiv zu bleiben, ruhig zu bleiben, sachlich, analytisch. Das ist, glaube ich, meine Stärke“, sagt der neue Coach. „Emotionen kann man in eine Mannschaft hineintragen über Sprache, über eine Ansprache. Man kann aber auch versuchen, dass in der täglichen Arbeit eine Bindung entsteht und dadurch Emotionen reinkommen. Das ist mein Ansatz. Ich will, dass wir als Gruppe funktionieren.“ Dass die Gruppe grundsätzlich funktioniert, hatte sie zuletzt im Rheinderby bewiesen, als sie gleich mehrfach zurückgekommen ist und immerhin noch einen Punkt holte, der dann wiederum für Kwasniok am Ende zu wenig war. Nun soll gegen Frankfurt zumindest der Beginn der Wende eingeläutet werden.

Die hat wiederum die Eintracht schon vollzogen. Mitte Januar wurde Dino Toppmöller entlassen und nach der 1:3-Heimniederlage gegen Leverkusen Ende Januar Albert Riera als neuer Coach installiert. Und seitdem ist die Eintracht im eigenen Stadion eine Macht. Die SGE fuhr zuletzt gegen Mönchengladbach, Freiburg und Heidenheim drei Heimsiege in Folge ein – und alle zu Null. Frankfurt sei eine Mannschaft, „die vielleicht ein oder zwei Gegentore zu viel bekommen, dann den Trainer gewechselt und somit das Problem auf jeden Fall erst einmal gelöst hat“, sagt Wagner. „Dass dann die Offensive ein bisschen ins Straucheln kommt, ist glaube ich logisch. Ich gehe aber stark davon aus, dass die Frankfurter jetzt die letzten Tage versucht haben, an ihrer Offensive zu arbeiten.“ Daran hätten aber auch die Kölner gearbeitet, erklärte der Trainer weiter.

„Ich muss dafür sorgen, dass die Mannschaft am Wochenende performt“

Und Wagner präsentierte auch einen Lösungsansatz wie die starke Frankfurter Defensive dann doch zu knacken sei. Schließlich gäbe es in der Mannschaft Unterschiedsspieler. „Wir müssen gucken, dass wir die ins Spiel bekommen. Ich glaube, dass wir über eine mannschaftliche Geschlossenheit gemeinsam ins letzte Drittel kommen können, vielleicht auch mal den Ball ein bisschen länger am letzten Drittel halten können, um einfach da gefährlicher die Box zu besetzen“, so Wagner. „Wir müssen schauen, dass die Jungs an dem Tag vielleicht einen guten Flankenfuß haben und sie den Ragy dann in der Box auch finden. Aber der Ragy wird es nicht alleine machen können.“ Dabei sind Flanken – wie berichtet – das große Manko der Hessen. Die Eintracht kassierte bereits 13 Gegentreffer nach Flanken – ist in dieser Kategorie das Liga-Schlusslicht. 

Personell hat sich die Situation bei den Kölnern entspannt. Neben den beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian fehlen der gesperrte Eric Martel sowie Joel Schmied, der laut Wagner noch keine Option für den Kader sei. Dennoch wird der Co-Trainer auch noch Akteure aus dem Kader streichen müssen. „Ich muss ein paar Entscheidungen treffen, die vielleicht nicht für jeden cool sind. Damit muss ich jetzt leben können, aber damit müssen auch die Jungs leben“, so Wagner. „Das hat nichts damit zu tun, dass ich vielleicht einige persönlich nicht leiden kann, sondern ganz im Gegenteil, bei den Jungs, die ich halt schon lange kenne wird es mir wahrscheinlich am meisten weh tun.“ Das werde bei der Entscheidungsfindung keine Rolle spielen. „Ich muss dafür sorgen, dass die Mannschaft am Wochenende bestmöglich performt“, sagt der Coach.


Frischer Wind und Länderspielpause: Kleiner Vorteil für den 1. FC Köln?

Rene Wagner beim Training mit den Spielern vom 1. FC Köln
,
Startseite » Köln gegen Frankfurt

Frischer Wind und Länderspielpause: Kleiner Vorteil für den 1. FC Köln?

Mit vier Nationalspielern hat der FC in dieser Länderspielpause relativ wenige Profis abstellen müssen. Der neue Coach René Wagner hätte sich sicherlich das gesamte Team in seiner Anfangsphase beim 1. FC Köln gewünscht: Hat der FC einen Länderspiel-Vorteil?

Nach und nach kehren die Nationalspieler wieder zurück ans Geißbockheim. Bis zum Duell gegen Eintracht Frankfurt bleiben René Wagner und seinem Trainerteam nun noch zwei Einheiten mit allen fitten Spielern. Doch reicht die Zeit, um die neue Spielidee zu vermitteln und die nötigen Stellschrauben zu drehen? Immerhin hat der kommende Gegner mit mehr Rückkehrern zu kämpfen als der FC.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Etwas überraschend gab es für die Profis der Geißböcke am Donnerstag dann doch noch einen freien Tag. Eigentlich waren für die gesamte Woche Einheiten anberaumt. Nun geht es am Freitag weiter und dann nahezu mit voller Kapelle. Denn auch die Nationalspieler sind wieder nach und nach zurückgekehrt und nach dem ersten Eindruck hat sich kein Akteur auf der Länderspielreise verletzt. Said El Mala dürfte mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zurückkehren, nachdem er einen starken Treffer mit der deutschen U21 gegen den Nachwuchs von Griechenland erzielt hat. Für Jakub Kaminski gab es eine bittere Enttäuschung mit dem Aus mit Polen in der WM-Quali. Isak Johannesson und Rav van den Berg sammelten Spielpraxis.

Frankfurt mit zehn Abstellungen

Stand jetzt fehlen Interimstrainer René Wagner bei seiner Premiere als Cheftrainer also „nur“ Timo Hübers, Luca Kilian und der gesperrte Eric Martel. Ein ähnliches Personal-Angebot fehlte Lukas Kwasniok in den vergangenen Wochen bekanntlich. Und dennoch hätte der neue Coach sicherlich gerne mit der gesamten Mannschaft über die Länderspielpause trainiert. Der Zeitpunkt für einen Trainerwechsel schien mit der Unterbrechung eigentlich perfekt gewählt. Eigentlich, denn mindestens drei Startelf-Kandidaten werden die neuen Abläufe und Pläne des Coaches dann erst in den verbleibenden beiden Einheiten kennenlernen. Immerhin ist Wagner den Nationalspielern nicht gänzlich neu. Und es hätte den FC mit den Abstellungen durchaus schlimmer treffen können.

Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison waren die Kölner mit zum Teil zweistelligen Abstellungen Spitzenreiter der 2. Bundesliga. Nicht nur das, gleich zwei Mal kehrten die Nationalspieler zum Teil erst mittwochs zurück und bereits am Freitag standen die nächsten Ligaspiele auf dem Plan. Es bleib zum Teil also gerade einmal eine Einheit. Nun haben die Geißböcke noch zwei Einheiten, drei Tage. Das gilt natürlich auch für den Gegner. Nur hat Frankfurt ungleich mehr Spieler auf Länderspielreise gehabt. Zehn Akteure waren mit ihren Nationalmannschaften unterwegs und diese waren wohl auch mit einigen Strapazen verbunden. Ähnlich wie Isak Johannesson mit Island war beispielsweise Ellyes Skhiri auch in Nordamerika mit Tunesien unterwegs, traf sogar auf die gleichen Gegner. Sieben der Frankfurter Akteure gehören zum Kreis der Stammspieler.

Wie groß dieser vermeintliche Vorteil ist, wird sich dann erst am Wochenende zeigen. Fakt ist, in der turbulenten Zeit bei der Eintracht hätte man sicherlich lieber jede Minute mit der gesamten Mannschaft absolviert.


„Haben uns anderen Matchplan vorgenommen“: Frauen-Trainerin Britta Carlson unzufrieden nach Frankfurt-Pleite

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
, ,
Startseite » Köln gegen Frankfurt

„Haben uns anderen Matchplan vorgenommen“: Frauen-Trainerin Britta Carlson unzufrieden nach Frankfurt-Pleite

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln konnten eine Woche nach dem Sieg in Nürnberg den Hinspiel-Coup gegen Frankfurt nicht wiederholen. Trainerin Britta Carlson vom 1. FC Köln erklärte hinterher ihre Unzufriedenheit – und nahm den Pechvogel des entscheidenden Gegentors in Schutz.

Mit der Leistung ihres Teams war Britta Carlson gegen Eintracht Frankfurt nicht zufrieden. Die Trainerin benennt die Probleme im Nachgang deutlich.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


„Die Eintracht hat mehr fürs Spiel getan“, konstatierte Kölns Trainerin Britta Carlson und gab zu: „Wir haben uns schwergetan, den eigenen Rhythmus zu finden. Wir haben sicherlich kompakt gestanden in der ersten Halbzeit, damit war ich zufrieden. Trotzdem war ich nicht damit zufrieden, wie wir mit dem Ball agiert haben. Da haben wir zu schnell und zu einfache Ballverluste, die dann auch immer wieder anstrengend sind. Da haben wir uns einen anderen Matchplan vorgenommen, anstatt immer nur den Ball lang zu hauen. Das ist nicht unser Ziel gewesen“, so die 48-Jährige.

„Das hat nicht gleich funktioniert“

Carlson reagierte mit einem Doppelwechsel zur zweiten Hälfte, stellte in deren Verlauf ihr System vom 4-4-2 in ein 5-3-2 um. „Das hat nicht gleich funktioniert“, merkte die Trainerin an. Das Tor zum 1:1 sei deswegen unnötig gewesen, weil ihr Team „nicht die Intensität hatte in der Rückwärtsbewegung und viel zu einfach durch drei Pässe ein Tor zugelassen haben. Wenn wir gegen einen starken Gegner bestehen wollen, dann darf uns diese Intensität und am Limit zu spielen nicht fehlen. Das hat uns in den gewissen Situationen einfach gefehlt. Dann ist es schade, dass man sich nicht zumindest mal mit einem Punkt belohnt.“

Die Trainerin nahm Amelie Bohnen, den Pechvogel vor dem entscheidenden Frankfurter Siegtreffer, in Schutz: „Da mache ich gar keinen Vorwurf, sowas kann passieren, dass man mal über den Ball haut. Amelie hat wieder eine super Leistung gebracht wie auch schon in Nürnberg.“ Bemerkenswert war an diesem Abend, dass Carlson nach der Pause mit Sandra Jessen auch die bisher torgefährlichste Kölnerin der Saison vorzeitig vom Platz nahm. „Sandra hatte in dem Spiel wenig Aktionen“, erklärte die Trainerin auf Nachfrage von come-on-fc.com, „sie hat weder Bälle mal festmachen können, noch ist sie in die Aktionen reingekommen, die wir uns vorgestellt haben. Dann ist es manchmal wichtig, dass du eine bestimmte Umstellung hast. Auch Sandra darf mal einen schlechten Tag haben, um Gottes Willen. Dafür haben wir auch einen Kader, dass wir dann andere Spieler in die Position bringen können.“

Zwei Testspiele sind geplant

Mit der Partie hat es der 1. FC Köln zudem erstmals live ins öffentlich-rechtliche Fernsehen geschafft. Das Spiel wurde von der ARD-Sportschau übertragen. „Das haben wir uns auch verdient aufgrund der Leistungen der Saison“, merkte Carlson an. Für die Mannschaft sei die Bühne vor Millionen Zuschauern „eher eine besondere Motivation“ gewesen und kein zusätzlicher Rucksack auf den Schultern.

Bis zum nächsten Kölner Bundesliga-Auftritt wird nun allerdings viel Zeit vergehen. Das nächste Spiel findet erst nach der Länderspielpause am letzten April-Wochenende auswärts bei der TSG Hoffenheim statt. Die exakte Terminierung durch den DFB ist noch ausstehend. „Das ist echt eine lange Zeit“, sagte Carlson am Samstagabend, „deswegen werden wir am Donnerstag ein Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen den SC Freiburg absolvieren und dann noch ein weiteres in Eindhoven, sodass wir versuchen, im Rhythmus zu bleiben mit den Spielerinnen, die nicht unterwegs sind. Aber es wird sicherlich auch mal ein paar Tage über Ostern frei geben.“

Abwehr-Blackout nach Hegering-Blitzstart: FC-Frauen unterliegen Frankfurt knapp

Celina Degen und Anna-Lena Stolze vom 1. FC Köln
, ,
Startseite » Köln gegen Frankfurt

Abwehr-Blackout nach Hegering-Blitzstart: FC-Frauen unterliegen Frankfurt knapp

Die FC-Frauen konnten den Coup aus dem Hinspiel (1:1) gegen Eintracht Frankfurt nicht wiederholen. Das Rückspiel im Franz-Kremer-Stadion endete mit einer Niederlage. Die Frauen des 1. FC Köln unterliegen Frankfurt 1:2. Dabei hatte Marina Hegering den FC nach 75 Sekunden in Führung geköpft. Ein individueller Fehler kostete am Ende den abermals möglichen Punktgewinn.

Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zum 2:1-Sieg in Nürnberg eine Woche zuvor auf zwei Positionen: Sara Agrez und Anna-Lena Stolze ersetzten Adriana Achcinska und Anna Gerhardt.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Der Anpfiff war im Grüngürtel kaum verklungen, da ertönte auch schon das Trömmelche im Franz-Kremer-Stadion: Laura Vogt servierte eine Ecke von der linken Angriffsseite in den Sechzehner und Marina Hegering köpfte den Ball im Fünfer am ersten Pfosten ins lange Eck zum 1:0 nach 75 Sekunden (2.).

Chiba nutzt das Geschenk

Die frühe Führung spielte dem FC in die Karten und vergrößerte das Selbstbewusstsein sichtlich. Den Frankfurterinnen fehlten die Ideen, um einmal gefährlich in die Nähe des Kölner Strafraums zu kommen. Stattdessen suchten die Gastgeberinnen weiter den Weg nach vorne. Bei Pauline Bremers Flachschuss musste sich die Eintracht-Keeperin Lina Altenburg mächtig strecken, um den Ball am Pfosten vorbei zu lenken (23.).

Ansonsten bekamen die Fans im Stadion und auch die mutmaßlichen Millionen Zuschauer vor den Fernsehern der Nation – die Partie wurde auch live von der ARD-Sportschau übertragen – wenig Highlights geboten. Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst nichts, sodass der Frankfurter Ausgleich aus heiterem Himmel fiel. Etonam Anyomi legte den Ball im Sechzehner zentral fast vom Elfmeterpunkt zurück zu Laura Freigang, die von der Strafraumgrenze per Schlenzer in den Winkel zum 1:1 traf (58.).

Die Kölnerinnen brachten sich danach durch einen individuellen Aussetzer selbst in Rückstand: Amelie Bohnen trat bei einer eigentlich ungefährlichen hohen Hereingabe aus dem Mittelfeld in den Sechzehner über den Ball, Remina Chiba nutzte das Geschenk und vollstreckte vom Fünfer freistehend zum 1:2 (63.). Wenig später lenkte Irina Fuchs einen vermutlich als Flanke gedachten Ball von Nadine Riesen mit den Fingerspitzen über die Latte (69.). Die Gastgeberinnen gaben in der Schlussphase zwar nicht auf und versuchten auf den Ausgleich zu spielen, fanden jedoch keine Mittel, um die Eintracht-Abwehr unter Druck zu setzen. Stattdessen liefen die Kölnerinnen in einen Konter, doch Fuchs lenkte den strammen Schuss von Rebecka Blomqvist um den Pfosten (83.).

Erst Länderspielpause, dann Hoffenheim

Für die FC-Frauen geht es erst nach der Länderspielpause am letzten April-Wochenende mit einem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim weiter. An welchem Tag genau, hat der DFB bislang noch nicht offiziell verraten.

1. FC Köln: Fuchs – Imping, Bohnen, Hegering, Agrez (61. Degen) – Donhauser, Vogt (74. Andrade), Feiersinger, Stolze (46. Leimenstoll) – Bremer, Jessen (46. Achcinska). Tore: 1:0 Hegering (2.), 1:1 Freigang (58.), 1:2 Chiba (63.). Zuschauer: 2050.

Live im Free-TV – Frauen des 1. FC Köln empfangen Eintracht Frankfurt

Sandra Jessen vom 1. FC Köln im Duell gegen die SGS Essen
, ,
Startseite » Köln gegen Frankfurt

Live im Free-TV – Frauen des 1. FC Köln empfangen Eintracht Frankfurt

Die Frauen des 1. FC Köln spielen am Samstagabend (17:55 Uhr) sehr wahrscheinlich vor einem Millionen-Publikum gegen Eintracht Frankfurt. Das Bundesliga-Heimspiel wird von der ARD-Sportschau zur besten Sendezeit live übertragen.

Stürmerin Sandra Jessen schöpft Motivation aus dem bitteren Ende des Hinspiels. Die Isländerin beendete zudem vergangene Woche gegen Nürnberg ihre Torlos-Serie.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Die Kölnerinnen schnupperten bereits im Hinspiel an der Sensation, führten durch den Treffer von Sandra Jessen bis in die Nachspielzeit mit 1:0, ehe die Eintracht doch noch zum 1:1-Endstand traf. Die Torschützin von damals denkt ungerne daran zurück, schöpft aber zugleich auch Motivation, wie sie im Interview mit dfb.de verriet: „Wenn ich daran denke, ärgere ich mich immer noch. Dementsprechend wollen wir unbedingt punkten. Wir werden hochmotiviert in das Spiel gehen.“

“Ich glaube, das hat sie schon belastet“

Vielleicht kommt der Spielplan des Gegners den Kölnerinnen dabei auch entgegen, denn das Duell in Köln liegt für Frankfurt genau zwischen den beiden Halbfinal-Begegnungen des UEFA Women’s Europa Cup gegen BK Häcken. Die Hessinnen verloren das Hinspiel am Mittwochabend zuhause mit 0:3, das Rückspiel steigt am kommenden Donnerstag in Schweden. „Dass wir mehr Zeit zur Vorbereitung auf das Spiel haben, während die Eintracht die zusätzliche Belastung wegstecken muss, könnte sicherlich eine Rolle spielen“, vermutete Jessen entsprechend im DFB-Interview, „dafür müssen wir auf dem Platz vor allem schlau sein und unsere Chance suchen.“

Die isländische Stürmerin selbst dürfte auch wieder etwas unbeschwerter in das Duell gehen, immerhin beendete sie beim jüngsten 2:1-Erfolg in Nürnberg ihre Durststrecke nach 520 Minuten ohne Tor. Dem DFB verriet sie jedoch: „Andere Leute haben sich darüber mehr einen Kopf gemacht als ich selbst. Ich wusste, dass es irgendwann wieder funktioniert, wenn wir alle weiter hart arbeiten. Ich spüre die Unterstützung des Trainerteams und der Mannschaft. Das ist mir wichtig.“ Allerdings hatte auch Trainerin Britta Carlson kurz nach dem Abpfiff in Nürnberg gemutmaßt: „Ich glaube, das hat sie schon belastet, dass sie so lange nicht getroffen hat.“

Live-Übertragung bei der ARD

Wie dem auch sei: Mit einer treffsicheren Jessen steigen am Samstagabend jedenfalls auch die Chancen auf eine Überraschung der FC-Frauen. Die Partie beginnt zur ungewöhnlichen Anstoßzeit um 17:55 Uhr, weil diesmal auch das Erste live auf Sendung gehen wird und die Begegnung zur besten Sendezeit der Männer-Bundesliga-Sportschau live in die deutschen Wohnzimmer übertragen wird. Die Kölnerinnen spielen damit erstmals vor einem Millionen-Publikum kurz vor der 20-Uhr-Tagesschau. Auch dieser Umstand dürfte noch einmal für eine Extra-Motivation sorgen.

Die Eintracht steht aktuell mit 39 Punkten auf dem dritten Platz der Tabelle, der am Saisonende zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigen würde. Die Kölnerinnen könnten den Rückstand mit einem Dreier auf acht Punkte verkürzen. Freilich ist der dritte Platz für den FC selbst kein realistisches Ziel mehr, aber je kürzer der Abstand, desto besser wird am Saisonende das Fazit ausfallen. Zudem könnten die FC-Frauen mit einem überzeugenden Auftritt gegen eine Spitzenmannschaft die Werbetrommel für sich selbst rühren. Immerhin geht es im darauffolgenden Heimspiel nach Müngersdorf ins Rhein-Energie-Stadion gegen Werder Bremen am 2. Mai (13 Uhr).

Die FC-Karnevalssitzung in Bildern

,
Startseite » Köln gegen Frankfurt

Die FC-Karnevalssitzung in Bildern

Am Dienstagabend fand die alljährliche Karnevalssitzung des 1. FC Köln statt. Zwei Tage vor Weiberfastnacht hüllten sich die FC-Profis in verschiedene Kostüme.

Nach dem 2:0-Sieg gegen die Eintracht am Wochenende können die Kölner etwas Durchatmen. Der Fokus liegt aber ganz klar auf dem anstehenden Spiel gegen Hoffenheim. Dennoch gab es die alljährliche Sitzung. Die FC-Karnevalssitzung in Bildern.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Nach dem Sieg der Geißböcke am vergangenen Samstag betonte Trainer Timo Schultz im Anschluss an das Spiel, dass der Fokus dieser Woche trotz Karneval auf dem Hoffenheim Spiel liege. „Ich bin nicht hier, um Karneval zu feiern und ich werde nicht in Kölsche Euphorie verfallen. Ich gehe davon aus, dass die Spieler den Ernst der Lage erkannt haben“, sagte Schultz. Am Dienstagabend fand dennoch im Maritim die alljährliche Karnevalssitzung der Geißböcke stand. So verkleideten sich FC-Profis, Trainer und Vorstand. Am Mittwoch hat die Mannschaft trainingsfrei.

Im vergangenen Jahr machte auch Steffen Baumgart seine Erfahrungen mit dem Kölner Karneval und sagte damals „Der Karneval hat uns nicht gutgetan“, nachdem der FC am Karnevalssamstag 2023 gegen den VfB Stuttgart 0:3 verloren hatte. Auch in den folgenden Spielen konnte der FC nicht überzeugen und stürzte in eine Mini-Krise. Timo Schultz ließ die Mannschaft heute gleich zweimal zum Training antreten. Die Marschrichtung ist klar. „Ich werde am Dienstag sicherlich die FC-Sitzung genießen und freue mich auf die Zeit – aber ich bin hier, um mit der Mannschaft zu trainieren und auch das Spiel am nächsten Sonntag in Hoffenheim erfolgreich gestalten zu können.“ Dann also: Kölle Alaaf!

FC-Karnevalssitzung in Bildern

Luca Waldschmidt, Davie Selke und Jeff Chabot
Jeff Chabot
Vorstand und Geschäftsführung
Jan Thielmann
Thomas Kessler
Timo Schultz
Philipp Pentke, Mathias Köbbing und Marvin Schwäbe
Eric Martel
Florian Kainz
Max Finkgräfe
Dominique Heintz
Dejan Ljubicic und Denis Huseinbasic
Markus Rejek, Philipp Türoff und Christian Keller
Davie Selke
FC Frauen
Damian Downs

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Einzelkritik

Winterkritik

Podolski: „Der einzige Faktor, der das Ganze am Leben hält“

,
Startseite » Köln gegen Frankfurt

Podolski: „Der einzige Faktor, der das Ganze am Leben hält“

Am Rande der Baller League in Köln äußerte sich Mitorganisator Lukas Podolski zum 2:0-Erfolg über Frankfurt und die Rolle der Fans.

Mit dem 2:0-Erfolg über Eintracht Frankfurt hat sich der 1. FC Köln eindrucksvoll in der Bundesliga zurückgemeldet. Die Begeisterung hielt sich bei einem in Grenzen: FC-Ikone Lukas Podolski sieht FC-Fans als Trumpfkarte.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Nach dem verdienten 2:0-Erfolg über Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag ist die Hoffnung beim 1. FC Köln und vor allem seinen Anhänger zurück. Der FC spielte sicher nicht wie ein Absteiger und befindet sich auf Tuchfühlung mit dem rettenden Ufer. Auch, wenn der Sieg gegen die Hessen durchaus verdient gewesen ist, hält sich die Begeisterung bei FC-Ikone Lukas Podolski in Grenzen. „Ich bin immer Fan, ich habe immer Hoffnung“, sagte Podolski am Montag am Rande seiner Baller League in Köln. „Das war jetzt keine sehr, sehr gute Leistung. Sie hatten etwas Spielglück mit den Roten Karten. Die Frankfurter haben zum Glück keinen guten Tag erwischt. Sonst war das ganz ordentlich.“ Ganz ordentlich reichte immerhin zum dritten Saisonsieg und das gegen einen hochgehandelten Gegner.

Podolski: „Ich glaube, die einzige Trumpfkarte sind die Fans“

Dementsprechend war der 38-Jährige zwar nicht vollends zufrieden mit der Leistung, umso mehr mit der Ausbeute. „Man muss auch mal wegkommen von diesem ‚Gut spielen‘ und ‚Gute Leistung‘. Am Ende zählen halt die Punkte – und die muss man jetzt sammeln“, erklärte Podolski und nahm auch Stellung zu der offenkundigen Sturmflaute der Geißböcke. „Es geht um Punkte und nicht darum, wie man spielt.“ Einen entscheidenden Faktor für den möglichen Klassenerhalt sieht der Weltmeister von 2014 ohnehin nicht auf dem Feld. „Ich glaube, die einzige Trumpfkarte sind die Fans“, sagte Podolski und schlug damit in die gleiche Kerbe wie in der vergangenen Woche Timo Schultz. Der Kölner Trainer sprach im Zusammenhang mit den Fans von einem entscheidenden Pfund. „Ich erinnere mich gerne an meine Zeit zurück, wo wir um den Abstieg gespielt haben – da ging es ganz anders am Geißbockheim und drumherum ab. Die letzten Jahre – oder vor allem auch dieses Jahr – sind die Fans, die Südkurve, der einzige Faktor, der das Ganze am Leben hält“, erklärte Podolski.

Podolski sieht Nachwuchs als richtigen Ansatz

Mittelfristig wird aber auch der Nachwuchs eine entscheidende Rolle spielen. Das sei ein richtiger Ansatz. Es ginge darum, „der Jugend eine Chance zu geben. Ich glaube, das ist man der Akademie und allen schuldig, weil daraus entstehen Spieler, die man irgendwann verkaufen kann oder die dann auch weiter Karriere machen können“, sagte Podolski. So wie aktuell Max Finkgräfe. Podolski liebäugelt damit, in Zukunft wieder eine Rolle beim FC einzunehmen. „Wir haben schon Ideen ausgetauscht, das finde ich sehr schön. Wenn das so weitergeht, kann ich mir gut vorstellen, dem 1. FC Köln in einer Position – näher am Verein als zuletzt – zu helfen. Nach der Karriere muss ich erst einmal entscheiden, was ich will“, sagte Podolski im Dezember dem TV-Sender Sky.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Einzelkritik

Winterkritik

TV-Experte sieht Finkgräfe auf dem Weg in die DFB-Elf

,
Startseite » Köln gegen Frankfurt

TV-Experte sieht Finkgräfe auf dem Weg in die DFB-Elf

Er ist nicht nur eins der größten Talente des 1. FC Köln, seit Beginn des Jahres ist Max Finkgräfe konstant der beste Feldspieler der Kölner. Für Lothar Matthäus könnte der 19-Jährige die Antwort auf die Frage nach dem Linksverteidiger im DFB-Dress werden.

Im Spiel des 1. FC Köln am Samstagabend gegen Eintracht Frankfurt überzeugte der Youngster nicht nur die Fans und den Trainer Timo Schultz. Auch TV-Experte Lothar Matthäus lobte den 19-Jährigen für seine Spielweise und sah Max Finkgräfe als möglichen DFB-Elf Kandidaten.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Wirklich gerne werden die FC-Fans die Worte von Lothar Matthäus vor einigen Wochen nicht gehört haben. Der TV-Experte und Weltmeister von 1990 war sich ziemlich sicher, dass die Geißböcke unter Timo Schultz nicht mehr die Kurve bekommen würden, den Gang in die zweite Liga antreten müssten. Am Samstag klangen die Worte des Rekord-Nationalspielers schon deutlich versöhnlicher – aus Kölner Sicht. Vor allem Max Finkgräfe wurde von Matthäus immer wieder hervorgehoben. Geradezu begeistert zeigte sich der TV-Experte und suchte den Vergleich zu Jonas Hector. „Man sollte immer schön den Ball flachhalten, es ist mein elftes Bundesligaspiel und mal gucken, was noch kommt“, sagte der Youngster. „Aber der neue Jonas Hector, das bin ich ganz sicher nicht.“

Matthäus mit Hinweis auf DFB-Elf

Doch Matthäus beließ es nicht bei dem Vergleich mit der Kölner Ikone. „Dann wieder Finkgräfe, wieder dieses Umschalten, wie er den Ball gewinnt, mit Geschwindigkeit nach vorne geht – das ist dieser Spieler“, stellte der 62-Jährige nach gut 70 Minuten fest. „Er kann auf jeden Fall Linksverteidiger. Mehr will ich mal dazu nicht sagen“, betonte Matthäus wiederum vielsagend und sprach dann nach dem Hinweis von Kommentator Wolff-Christoph Fuss, dass es nicht so viele Linksverteidiger gäbe, doch weiter: Zumindest nicht so viele „mit Ausweis, der dazu berechtigt, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen.“ Finkgräfe ein Fall für die DFB-Elf? Nach elf Einsätzen für den FC dürfte der Sprung zu Julian Nagelsmann bei allem Talent und Potenzial dann doch noch ein sehr großer sein. Zumal der Linksverteidiger nahezu unter dem Radar der Nationalmannschaft geflogen ist. Erst im Oktober war Finkgräfe erstmals auf Abruf in der U20. Einen Einsatz gab es nicht.

Das Thema Nationalmannschaft dürfte und sollte für Finkgräfe zurzeit noch weiter entfernt sein, als der Vergleich mit Jonas Hector. Dabei sind allerdings zwei Punkte nicht von der Hand zu weisen. Dass die Nationalmannschaft gerade auf den Außenpositionen dünn besetzt ist, ist nicht von der Hand zu weisen. Hansi Flick entschied sich nicht umsonst für Spieler Joshua Kimmich oder Nico Schlotterbeck, die eigentlich auf anderen Positionen zu Hause sind. Mit Kai Havertz zauberte auch Julian Nagelsmann keinen etatmäßigen Linksverteidiger auf diese Position. Dabei gibt es natürlich auch starke Linksverteidiger wie Robin Gosens oder David Raum, die ihre Stärken vor allem in der Vorwärtsbewegung haben, in der Verteidigung in der Nationalmannschaft nicht immer ganz sicher wirkten. Benjamin Henrichs ist da schon deutlich stabiler. Die Außenverteidiger-Position ist sicherlich eine Baustelle der DFB-Elf, in der die Konkurrenz nicht so breit gefächert ist, wie im Zentrum.

Vergleich mit Hector ist nicht von der Hand zu weisen

Zudem spielt Finkgräfe tatsächlich eine bislang überragende Rückrunde. Schon gegen Dortmund sah der Linksverteidiger gegen Donyell Malen lange gut aus, gegen Wolfsburg war der 19-Jährige zweifelsohne bester Feldspieler. Finkgräfe hatte die meisten Ballkontakte und eroberte die meisten Bälle. Gegen Frankfurt schaltete sich der gebürtige Gladbacher zudem immer wieder in die Offensive ein, brachte Flanken, setzte seine Mitspieler gut in Szene und führte 70 Prozent erfolgreicher Dribblings durch. In der Defensive wirkt der 19-Jährige bereits überraschend souverän, in der Offensive kann er ein Faktor werden. Zwangsläufig erinnert Finkgräfe aktuell an Jonas Hector, der das Talent in seinem Podcast „Schlag und fertig“ ebenfalls lobte. Einen frappierenden Unterschied gibt es zwischen den Linksverteidiger dann offenbar doch: Finkgräfe erreichte gegen Frankfurt eine Höchstgeschwindigkeit von 34 km/h.

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – Eintracht Frankfurt


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Einzelkritik

Winterkritik

Natürlich Alidou – wieder Alidou

,
Startseite » Köln gegen Frankfurt

Natürlich Alidou – wieder Alidou

Mit seinem zweiten Treffer in Folge untermauerte Faride Alidou am Sonntag seine ansteigende Form. Und das ausgerechnet gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber Eintracht Frankfurt.

Die Gelb-Rote Karte rausgeholt, die Kölner Führung erzielt: Faride Alidou dreht beim FC endlich auf. Für die Frankfurter Leihgabe war es bereits der zweite Treffer in Folge. Und das gegen Eintracht Frankfurt.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Jubeln wollte er nicht. Zumindest zuckte Faride Alidou nach seinem Treffer gegen Eintracht Frankfurt nur kurz zusammen, um dann aber fast schon entschuldigend die Hände zu heben. Dabei hatte der Außenbahnspieler sehr viel für diesen Moment getan. Von der ersten Minute an ging der 22-Jährige keiner Eins-gegen-eins-Situation aus dem Weg, lief den Gegner immer wieder aggressiv an, zwang ihn zu Fehlern und brachte auch früh eine erste Flanke auf Dejan Ljubicic, der diese aber nicht nutzte. Auch, weil Ljubicic den Ball mit dem Schienbein traf. So wie später Alidou, dann aber mit besserem Ende. Und das gegen Frankfurt. „Das ist schon etwas Besonderes für mich, weil ich letztes Jahr sehr viel mit dem Verein erlebt habe und mit den Spielern sehr gut befreundet bin“, sagt Alidou noch vor dem Spiel gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber. „Ich bin gerade FC-Spieler und ich werde alles dafür tun, dass wir siegen.“

Schultz: „Er hatte einen großen Anteil daran“

Das tat der Offensivspieler, auch wenn weiterhin nicht alles rund lief. Vor allem der erste Kontakt gibt bei Alidou mitunter Rätsel auf. Oft wirkt der 22-Jährige dadurch unglücklich in seinen Aktionen. Glücklich war in gewisser Weise sein Treffer gegen Frankfurt, den Alidou eben mit dem Schienbein versenkte. Zwei Minuten zuvor hatte der Offensivspieler bereits entscheidenden Einfluss auf die Begegnung genommen. Niels Nkounkou griff Alidou im Fallen erst an den Arm, umklammerte dann das Bein der Frankfurter Leihgabe und lud Alidou damit zu einem Freifall ein. Schiedsrichter Timo Gerach blieb keine andere Wahl, als dem Verteidiger die Gelb-Rote Karte zu zeigen. Wiederum zwei Minuten zuvor hatte Nkounkou noch in höchster Not vor Alidou gerettet, sonst hätte der spätere Torschütze schon zu diesem Zeitpunkt genetzt.

So brachte Alidou den FC mit seinem Schienbeintreffer auf Erfolgskurs. Und das zum zweiten Mal in Folge, auch wenn in der Vorwoche Wolfsburg noch den Ausgleich erzielte. „Es freut mich für Faride, dass er jetzt sogar im zweiten Spiel hintereinander treffen konnte“, sagte Trainer Timo Schultz. „Seitdem ich hier bin, ist er sehr auffällig im Training. Er hat auch die Gelb-Rote Karte herausgeholt und hat einen großen Anteil daran, dass wir das Spiel gewonnen haben.“ Auch Christian Keller bescheinigte dem Außenbahnspieler gerade bei der Gelb-Roten Karte eine überragende Situation. Bei Alidou selbst scheint der Knoten geplatzt zu sein. Das Talent des Spielers ist unbestritten, seine Auftritte waren bis zum Winter dementsprechend rätselhaft. Das mache was mit einem, hatte der 22-Jährige noch unter der Woche gesagt.

Mit seinem zweiten Treffer für den FC hat Alidou bei 13 Einsätzen bereits mehr Tor erzielt als bei der Eintracht in der vergangenen Spielzeit (21 Spiele). Der 22-Jährige kam zum FC, um seiner Karriere einen Boost zu verleihen. Das sollte bislang nicht sein. An einer festen Verpflichtung im Sommer gab es Zweifel. Das Problem: Sollte Alidou beim FC so aufdrehen, dass er für die Kölner unabdingbar wird, besitzt Frankfurt immer noch das Rückkaufrecht und könnte die Kaufoption der Geißböcke kontern. Die Ablöse für den FC soll bei rund drei Millionen Euro liegen, die Rückkaufoption bei vier bis fünf. Möglicherweise hätten sich die Frankfurter Verantwortlichen am Samstagabend gewünscht, ein anderes Detail im Vertrag zu verankern: Dass Alidou gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber nicht aufläuft.

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – Eintracht Frankfurt


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Einzelkritik

Winterkritik