Erneut gut mitgehalten, aber auch wieder keine Punkte: Was fehlt dem 1. FC Köln noch gegen Top-Teams?

OF Said El Mala und Ragnar Ache im Spiel gegen den VfB Stuttgart (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Erneut gut mitgehalten, aber auch wieder keine Punkte: Was fehlt dem 1. FC Köln noch gegen Top-Teams?

Mit dem VfB Stuttgart verliert der FC erneut gegen ein Top-Team. Wie in der Woche zuvor gegen RB Leipzig hatten die Kölner aber eigentlich gut mitgehalten, sich aber am Ende nicht mit Punkten belohnen können: Was fehlt dem 1. FC Köln noch gegen Top-Teams?

Achtmal haben die Geißböcke diese Saison in der Liga gegen Mannschaften aus den aktuellen Top sechs gespielt, sieben der Begegnungen haben sie – wie am vergangenen Samstagabend gegen den VfB Stuttgart – verloren. Mehrere der Duelle waren sehr eng, sie gingen dennoch an den Gegner. Was fehlt dem 1. FC Köln noch gegen Top-Teams?

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Es hatte ein bisschen was von einem Déjà-vu: Wie in der Woche zuvor gegen RB Leipzig geriet der 1. FC Köln in Stuttgart in Rückstand. Erneut schafften es die Geißböcke dank einer Energieleistung, den Ausgleich zu erzielen. Aber wie im Duell mit Leipzig kassierten die Kölner nur ein paar Minuten später den nächsten Gegentreffer, von dem sie nicht mehr zurückkommen konnten. Aber nicht nur deshalb kam die Partie gegen den VfB den FC-Fans wahrscheinlich sehr bekannt vor. Denn in wettbewerbsübergreifend neun Duellen mit Mannschaften aus den aktuellen Top sechs war das 3:1 in Stuttgart bereits die achte Kölner Niederlage. „Täglich grüßt das Murmeltier. Es war eine mehr als ordentliche Leistung gegen einen Top-Gegner, aber am Ende stehen wir wieder mit leeren Händen da“, meinte daher auch Trainer Lukas Kwasniok nach dem Spiel.

Individuelle Klasse des Gegners ein Faktor

Dass der FC gegen den VfB erneut gegen ein Top-Team gut mitgehalten hat, sich am Ende aber nicht belohnen konnte, lag für den Coach auch an der Individuellen Klasse des Gegners. „Man hat die Qualität der Jungs vom VfB gesehen. Das hat uns am Ende gekillt und deshalb stehen wir jetzt zum wiederholten Mal da und müssen sagen: Hey, es fehlt nicht viel. Aber es fehlt leider aktuell ein bisschen was, um gegen die Besten nicht nur gut auszusehen und ein offenes Spiel abzuliefern, sondern um auch Punkte mitzunehmen“, so Kwasniok. Gerade das 2:1 der Gastgeber nötigte ihm Respekt ab: „Hendriks spielt einen überragenden Flankenball und Demirovic erkennt die Situation super. Dann muss man das auch akzeptieren und sagen: Glückwunsch an den VfB, dass sie diese Jungs verpflichtet haben.“

Mit seinen Aussagen hat der Trainer durchaus einen Punkt. In engen Duellen wie gegen Stuttgart und Leipzig kann die individuelle Klasse den Unterschied ausmachen. Und die spielte Stuttgart gerade beim erneuten Führungstreffer auch gnadenlos aus. Sogar bereits vor der Flanke von Ramon Hendriks. Dieser bekommt den Ball nämlich vorher stark von Bilal El Khannouss mit der Hacke weitergeleitet. Eine Szene, die nochmal den Unterschied zwischen den Top-Teams und dem 1. FC Köln, einem Aufsteiger deutlich macht.

Fehlende Konzentration nach eigenen Treffern

Trotzdem wollte zumindest Ragnar Ache die Qualität von Stuttgart nicht als alleinigen Grund gelten lassen. Der Angreifer sah eher ein anderes Problem: „Vielleicht fehlt uns das letzte bisschen Konzentration, wenn wir das 1:1 oder ein Tor machen, dann ist es wichtig, konzentriert zu bleiben. Und nicht nach drei, vier Minuten wieder ein Gegentor zu kriegen. Das müssen wir verbessern.“ Damit benennt der Stürmer einen weiteren Faktor, der speziell gegen die Spitzenmannschaften offenbar entscheidend sein kann. Denn der Treffer zum 2:1 durch Ermedin Demirovic ist schon der fünfte Gegentreffer für den FC innerhalb von zehn Minuten nach einem eigenen Erfolgserlebnis.

So schaffen es die Geißböcke nicht, den Schwung nach einem eigenen Tor mitzunehmen und waren stattdessen eher – wie von Ache kritisiert – unkonzentriert. Dabei sind gerade gegen die Top-Teams kleine Ungenauigkeiten besonders schmerzhaft. So muss der FC sein Spiel über 90 Minuten plus Nachspielzeit durchziehen, will er sich gegen die Top-Teams behaupten. Das haben sie gegen Stuttgart, Leipzig und auch ein paar Wochen zuvor gegen Bayern München nach einem eigenen Treffer nicht ausreichend geschafft.

Zu viele FC-Profis nicht am Leistungsmaximum

Und dann passt es auch, dass gegen den VfB gleichzeitig mehrere Profis nicht ihre beste Leistung zeigten. Dazu gehörte Eric Martel, der seit ein paar Wochen seiner Form hinterherläuft. Der Defensivspezialist verlor etwa beim ersten Stuttgarter Treffer Demirovic aus den Augen. Bei diesem Tor sah Kristoffer Lund ebenfalls nicht gut aus. Der Linksverteidiger verlor das entscheidende Duell in der Luft gegen Jamie Leweling, weil er zu weit entfernt von seinem Gegenspieler stand. In der Offensive wiederum vergab zum Beispiel Marius Bülter nach einer Stunde eine große Chance auf den Ausgleich. Damit waren es am Ende zu viele Momente, in denen die Kölner nicht aufmerksam genug waren und zu viele Spieler, die nicht an ihr Leistungsmaximum herankamen. Um gegen die Top-Teams etwas zu holen, müssen die Geißböcke aber bei 100 Prozent sein. Sonst setzt sich am Ende wieder der Favorit durch.

Allerdings sprach Bülter nach dem Spiel noch einen weiteren Punkt an, der aus seiner Sicht dazu führte, dass die Kölner am Ende wieder mit leeren Händen dastanden. Der Angreifer sprach nach der Partie davon, dass den Domstädtern „ein bisschen Glück“ fehlen würde. Tatsächlich hatte der FC in den vergangenen beiden Partien kein Glück mit Schiedsrichterentscheidungen. So hätte ein anderer Unparteiischer beim leichten Schieben von Maximilian Mittelstädt gegen Ache in der Anfangsphase vielleicht auf den Punkt gezeigt. Mit etwas mehr Glück in solchen Momenten wäre eventuell mehr drin gewesen.

„Bonuspunkte“ gegen Hoffenheim oder Dortmund?

Mit der TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund warten in den nächsten drei Spielen noch zwei Top-Teams auf den FC. Damit gibt es gleich zwei Möglichkeiten für die Geißböcke, die Kleinigkeiten, die gegen Favoriten bisher so oft zu Ungunsten der Kölner ausgefallen sind, besser zu machen. Dabei wären Punkte in den Partien natürlich nur „Bonuspunkte“, wie es Kwasniok ausdrückt, und die wichtigeren Duelle, in denen die Domstädter punkten müssen, sind die gegen die direkte Konkurrenz. Aber gerade diese „Bonuspunkte“ können am Ende trotzdem den Unterschied im Abstiegskampf ausmachen. Dabei machte dem Trainer Mut, dass der FC jetzt erstmal mit Hoffenheim auf das eine Spitzenteam trifft, gegen das der 1. FC Köln schon gewonnen hat. „Vielleicht ist das ein gutes Omen für die kommende Woche“, hoffte der Coach.


Lukas Kwasniok geht volles Risiko, der 1. FC Köln ohne Punkte nach Hause

Lukas Kwasniok wirkt nicht sonderlich glücklich
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Lukas Kwasniok geht volles Risiko, der 1. FC Köln ohne Punkte nach Hause

Gerade in der zweiten Halbzeit machte der FC gegen Stuttgart viel richtig. Lukas Kwasniok ging sogar all-in, Köln agierte zeitweise sogar ohne Innenverteidiger, am Ende brotlos. Das Risiko des 1. FC Köln wird nicht belohnt.

Lukas Kwasniok wollte es offenbar wissen, der Kölner Coach setzte zeitweise sogar auf gar keinen gelernten Innenverteidiger und eröffnete somit die Frage, ob er vielleicht zu viel Risiko eingegangen ist.

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Lukas Kwasniok hatte eigentlich dem VfB Stuttgart schon zum Sieg gratuliert, da war der erste Ball noch nicht gespielt. Der Kölner Coach hatte sich auf der Abschluss-Pressekonferenz vor dem Duell in Galgenhumor geübt. Kein Wunder – so ziemlich jede Bilanz sprach für eine Niederlage bei den Schwaben. Wie dringend der 44-Jährige aber mit den Serien brechen wollte, zeigte sich dann während des Spiels. Nach knapp 70 Minuten ging Kwasniok all-in, der Trainer wechselte mit Cenk Özkacar und Joel Schmied gleich beide nominellen Innenverteidiger aus, mit Said El Mala und Luca Waldschmidt kamen zwei Offensivkräfte – und das beim Spielstand von 0:1. Und Kwasnioks Risiko schien sich auszuzahlen. Mit einem wunderschönen Treffer glich Ragnar Ache aus. 

„Es ist leichter, wenn du Offensivspieler auf dem fals hast“

„Wir lagen zurück. Dann wollte ich ein Tor erzielen und das ist leichter, wenn du ein paar Offensivspieler auf dem Feld hast“, erklärte der Trainer seine Maßnahme. Sebastian Sebulonsen, Eric Martel und Kristoffer Lund übernahmen die Dreierkette. Wobei letzterer sich doch weiterhin schwer tat. Auch Martel erwischte einmal mehr nicht seinen besten Tag. Nach dem 1:1 wurde Stuttgart aber wieder stärker, der FC stand erstaunlich tief. Kwasniok blieb bei seiner Ausrichtung, setzte nicht auf Innenverteidiger wie Rav van den Berg, die die Defensive verstärken sollte. Und es dauerte auch nicht lange, da schlug der VfB zum zweiten Mal zu. „Am Ende bin ich überzeugt davon, dass auch drei ganz klassisch gelernte Innenverteidiger diese Situation zum 2:1 nicht verteidigt bekommen“, sakte Kwasniok. „Hendriks spielt einen überragenden Flankenball und Demirovic erkennt die Situation super. Dann muss man das auch akzeptieren.“ 

Die beste Figur machte die Kölner Hintermannschaft beim Gegentor sicher nicht. Und so brachte sich der FC um einen wohl möglichen Punkt. Dabei probierte es der Trainer erneut mit Offensivwechseln. Für Eric Martel und Tom Krauß kamen in der Schlussphase noch Florian Kainz und Fynn Schenten. Der Ausgleich wollte nicht mehr fallen, dafür aber der dritte Gegentreffer. „Am Ende geht es um Punkte und Punkte kannst du aus meiner Sicht nur dann sammeln, wenn du Leistung abrufst“, sagte Kwasniok.

Lukas Kwasniok ärgert sich erneut: Wieder kein Elfmeter für den 1. FC Köln

Ragnar Ache im Kopfball-Duell
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Lukas Kwasniok ärgert sich erneut: Wieder kein Elfmeter für den 1. FC Köln

Mit einer 1:3-Pleite kehren die Kölner aus Stuttgart heim und das mit Frust über den Unparteiischen: Wieder kein Elfmeter für die Geißböcke, den Lukas Kwasniok zu gerne gehabt hätte: Der 1. FC Köln fühlt sich erneut benachteiligt.

Nach einem beherzten Schubser im Strafraum ging Ragnar Ache in der Box zu Boden. Der erhoffte Pfiff blieb aus. Den hätte es auch nicht geben müssen, aber eben können und darüber ärgerte sich Lukas Kwasniok.

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Ob der FC drei Punkte mitgenommen hätte, ist rein spekulativ – aber das Duell gegen den VfB Stuttgart hätte durchaus eine andere Wendung nehmen können. Maximilian Mittelstädt drückte Ragnar Ache in der siebten Minute beim Kopfball von hinten, hatte auch erstaunlich viel Körperkontakt und brachte den Stürmer aus der Balance. Für Schiedsrichter Robert Hartmann zu wenig, für Lukas Kwasniok nicht. „Jeder weiß genau, wie sich das anfühlt. Ache steigt in die Luft und kriegt einen mit. Dadurch kommt er nicht an den Ball“, sagte Lukas Kwasniok. Später erklärte der Trainer: „Es war kein Muss-Elfmeter, aber wir kriegen einfach keine Kann-Elfmeter.“ Ehrlicherweise hätten wohl nicht wirklich viele Unparteiische auf Strafstoß entschieden. Der Kontakt war da, Mittelstädt hatte keine Chance auf den Ball, aber auf Elfmeter muss man nicht entscheiden.

„All diese Momente bekommen wir nicht gepfiffen“

Dennoch ist die Kritik von Kwasniok sicher nicht von der Hand zu weisen. In der gesamten Spielzeit haben die Kölner erst einen Elfmeter zugesprochen bekommen. Den gegen Borussia Mönchengladbach. Nur der 1. FC Heidenheim hat in dieser Saison noch gar keinen Strafstoß bekommen, der FC Augsburg einen. Ganz anders sieht es beim 1. FSV Mainz mit acht und gerade beim FC Bayern München mit neun Elfmetern aus. Schon vor dem Spiel gegen den VfB hatte Kwasniok diese Ermangelung an „Kann-Elfmetern“ moniert und nun neues Futter bekommen. „All diese Momente bekommen wir einfach nicht gepfiffen. Das brauchst du aber auch, damit du mal in Führung gehst und eben auch mal ausbauen kannst. Wir wollen aber nicht jammern, das können wir nicht beeinflussen“, so der Kölner Coach.

Und das war der andere Teil der Wahrheit. Denn gerade zu Beginn des Spiels war die Leistung, eben das, was der FC beeinflussen kann, nicht besonders gut. Zudem gab es auch Diskussionen über einen möglichen Elfmeter gegen Köln. Sebastian Sebulonsen hatte die Kugel in der Box an die Hand bekommen. „Ich kriege einen Schubser von hinten, und wenn man gerade zum Kopfball hochgeht, ist man in 100 von 100 Fällen dann aus der Balance“, sagte der Gefoulte, der noch eine andere Sicht hatte: „Das ist schon eine komische Diskussion, weil der Schiedsrichter das Foul außerhalb des Strafraums geben würde. Im Sechzehner gibt er es aber nicht.“ Gegen Gladbach hatte der FC einen Elfmeter nach einem Schubser gegen Ache bekommen. Damals waren sich alle Beteiligten einig – den hätte es nicht geben dürfen.

Schon wieder kein Lohn für die Arbeit – Der 1. FC Köln schenkt erneut einen Punkt her

Ragnar Ache gegen den VfB Stuttgart (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Schon wieder kein Lohn für die Arbeit – Der 1. FC Köln schenkt erneut einen Punkt her

Der FC verliert das Bundesliga-Topspiel am Samstagabend mit 1:3 auswärts beim VfB Stuttgart und kann sich gegen die Schwaben trotz einer durchaus ordentlichen Auswärtsleistung nicht mit Zählbarem belohnen. Der 1. FC Köln schenkt beim VfB erneut Punkte her.

Neben der erschreckenden Karnevalsbilanz offenbarten sich auch gegen den VfB alte Probleme, die sich nun schon länger durch die Saison ziehen und die womöglich ein Hauptgrund dafür sein könnten, dass die Geißböcke auch weiterhin den Blick in den Rückspiegel richten müssen.

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Bereits vor dem Spiel gegen den Angstgegner aus Stuttgart hatte Kölns Trainer Lukas Kwasniok dem Gegner mit einem Augenzwinkern zum Sieg gratuliert und mit Blick auf die Ergebnisse aus den letzten Pflichtspielen an Karneval erklärt: „Eigentlich brauchen wir gar nicht anfangen. Karnevalsbilanz schlecht, gegen die Großen schlecht, Samstagabend noch schlechter. Insofern jetzt schon Glückwünsche an den VfB Stuttgart.“

Die Bilanz leidet weiter

Was nach Abpfiff und der 1:3-Niederlage nun auch klar ist: Das vom Cheftrainer eigentlich als Spaß Gemeinte und Gesagte trifft zu, die Bilanz ist nun noch schlechter beziehungsweise um eine Niederlage reicher als vor dem Spiel. Zudem bleibt die TSG 1899 Hoffenheim weiterhin das einzige Top-Team der Bundesliga, gegen das die Kölner in der laufenden Spielzeit punkten konnten. Mit weiterhin nur zwei Auswärtssiegen bleibt der 1. FC Köln auch nach dem 22. Spieltag auf einem zweistelligen Tabellenplatz, ein Sieg hätte den Sprung auf Rang neun bedeutet.

Auch wenn die Geißböcke gegen den VfB zwar bereits das siebte Mal in dieser Spielzeit einen Rückstand aufholen konnten, gelang es am Ende nicht, mindestens einen Punkt nach Köln mitzunehmen. Dabei wäre dies durchaus möglich gewesen, da die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß auf der Gegenseite wahrlich nicht ihren besten Tag erwischte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ragnar Ache gelang es dem Team außerdem wieder einmal nicht, Ruhe ins Spiel zu bekommen. Der schnelle Gegenschlag (erneut durch Demirovic) im Anschluss an das eigene Tor bedeutete bereits den fünften Gegentreffer für den FC innerhalb von zehn Minuten nach einem eigenen Erfolgserlebnis. „Vielleicht fehlt uns das letzte bisschen Konzentration. Wenn wir das 1:1 oder ein Tor machen, dann ist es wichtig, konzentriert zu bleiben und nicht nach drei, vier Minuten wieder ein Gegentor zu kriegen. Das müssen wir verbessern“, sagte Ache nach dem Duell.

Der FC bringt sich um den Ertrag

Die Kölner bringen sich so immer wieder selbst um den Ertrag und zerstören die Euphorie und die Sicherheit, die ein eigenes Tor auslösen kann. Gerade als Aufsteiger und Abstiegskandidat ein X-Faktor, der womöglich vor allem gegen Saisonende wichtiger denn je sein könnte. Dabei hatte man sich bereits am Donnerstag frühzeitig aus Köln verabschiedet, um dem Karnevalstreiben zu entgehen und sich professionell auf das Spiel gegen den Angstgegner vorzubereiten.

Vor Anpfiff hatte der Kölner Coach sich am Sky-Mikrofon zu seiner Aussage aus der Vorwoche geäußert, er könne „eben immer nur die Leistung beeinflussen und hoffen, dass andere nicht zu sehr das Ergebnis beeinflussen.“ Am Schiedsrichter hat es gegen den VfB Stuttgart nicht gelegen, dass der FC das Spiel verlor. Und auch wenn die Leistung – vor allem als Auswärtsteam – gestimmt haben mag, so ist Fußball am Ende doch ein Ergebnissport. Und nach eben Ergebnissen stehen nach zwei Siegen gegen Mainz und Wolfsburg nun erneut zwei Niederlagen in Folge zu Buche. Die Suche nach Konstanz bleibt also weiterhin bestehen, ebenso wie alte Schwächen. Der nächste Versuch, diese abzustellen, bietet sich den Rheinländern am kommenden Samstag. Dann empfängt man die TSG 1899 Hoffenheim – das einzige Team aus der Top-6, gegen das die Kölner in der laufenden Saison gewinnen konnten.


„Vielleicht fehlt uns…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart

Ragnar Ache vom 1. FC Köln
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„Vielleicht fehlt uns…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart

Am Samstagabend verlor der FC gegen die Mannschaft von Sebastian Hoeneß. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Ragnar Ache und Lukas Kwasniok: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart.

Nach dem frühen Treffer von Ermedin Demirovic in der 15 Spielminute konnten die Kölner zwar noch einmal ausgleichen, den Punkt über die Zeit brachten sie allerdings erneut nicht. Der FC muss sich dem VfB mit 1:3 geschlagen geben.

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Wir waren nah dran, hier einen Punkt mitzunehmen

Marius Bülter wirkt ratlos bei einem Spiel des 1. FC Köln

Marius Bülter

Es ist bitter. Wir waren nah dran, hier einen Punkt mitzunehmen. Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre es dann auch verdient gewesen. Deswegen ist es besonders bitter, so zu verlieren. Uns fehlt ein bisschen Glück. Ich glaube nicht, dass wir jetzt in einem Loch stecken. Wir haben gute Spiele. Wir müssen uns aber auch belohnen.

Zu den verlorenen 50/50-Spielen: Das ist nicht das zweite Mal die Saison, sondern es ist das fünfte oder sechste Mal, dass wir nach dem Spiel in der Kabine sitzen und man sich eigentlich nicht viel vorwerfen kann, aber trotzdem mit null Punkten dasteht. Das tut weh. Wir müssen weitermachen und irgendwann werden wir dafür auch belohnt.

Vielleicht fehlt uns das letzte bisschen Konzentration

Ragnar Ache im Testspiel gegen Atalanta Bergamo

Ragnar Ache

Man hofft natürlich immer, dass es reicht. Das hat es am Ende dann nicht. Wir waren in einer guten Phase, wir haben es gut gemacht und schießen das Tor. Dann denken wir natürlich, dass da noch mehr möglich ist. Am Ende des Tages kriegen wir aber noch zwei Gegentore und verlieren das Spiel.

Vielleicht fehlt uns das letzte bisschen Konzentration, wenn wir das 1:1 oder ein Tor machen, dann ist es wichtig, konzentriert zu bleiben. Und nicht nach drei, vier Minuten wieder ein Gegentor zu kriegen. Das müssen wir verbessern.

Wir müssen ehrlich zu uns selber sein. Wir sind Aufsteiger und wussten schon von Anfang an, dass es schwierig wird. Es ist die Bundesliga. Das ist was ganz anderes als die zweite Liga. Wir müssen weitermachen und aus den Fehlern, die wir gemacht haben, lernen und unsere Stärken nutzen.


Das passiert mir nicht so oft

Jeff Chabot, Ex Abwehrchef der Geißböcke

Jeff Chabot

Wir kommen nicht gut aus der zweiten Hälfte raus, haben zu wenig Energie gehabt. Bei dem 1:1 sehe ich nicht gut aus. Da kommt der Ball ein bisschen zu kurz. Da muss man dran arbeiten. Trotzdem sind wir glücklich, dass wir die drei Punkte haben. Das passiert mir nicht so oft, dass solche Bälle zu kurz kommen. Der Ball ist ein bisschen verhungert. Das nehme ich auf meine Kappe.

Die Kölner haben uns in den ersten fünf bis zehn Minuten der zweiten Hälfte ein bisschen den Schneid abgekauft. Da konnten wir wenig draus machen. Man hat auf dem Platz gespürt, dass die Energie in die andere Richtung geht. Schön, dass wir es trotzdem am Ende drehen konnten.


Das hat uns am Ende gekillt

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln

Lukas Kwasniok

Man hat die Qualität der Jungs vom VfB gesehen. Das hat uns am Ende gekillt und deshalb stehen wir jetzt zum wiederholten Mal da und müssen sagen: „Hey, es fehlt nicht viel. Aber es fehlt leider aktuell ein bisschen was, um gegen die Besten nicht nur gut auszusehen und ein offenes Spiel abzuliefern, sondern um auch Punkte mitzunehmen.

Zur Auswechslung der beiden Innenverteidiger: In erster Linie haben wir ein Tor erzielt. Du liegst 0:1 hinten, da denkst du nicht „Oh, vielleicht kriegen wir jetzt bald das zweite.“ Du musst ja erstmal eins erzielen. Ich fand, dass sowohl Sebulonsen als auch Lundi schon öfter in der halben Verteidiger-Position gespielt haben mit ihrem Tempo und das auch sehr sehr gut gemacht haben. Am Ende bin ich überzeugt davon, dass auch drei ganz klassisch gelernte Innenverteidiger diese Situation zum 2:1 nicht verteidigt bekommen. Hendriks spielt einen überragenden Flankenball und Demirovic erkennt die Situation super. Dann muss man das auch akzeptieren und sagen „Glückwunsch an den VfB, dass sie diese Jungs verpflichtet haben. Gute Arbeit.“ Für uns ist das natürlich bitter.

Zu einem vermeintlichen Foul an Ragnar Ache: Jeder weiß genau, wie sich das anfühlt. Ache steigt in die Luft und kriegt einen mit. Dadurch kommt er nicht an den Ball. Dadurch ist es ein Elfmeter – also live, ich habe es im TV noch nicht gesehen. Das war aber ganz klar mein Eindruck und ich hoffen, dass ich nicht ganz danebenliege, wenn ich die Bilder nachher sehe. All diese Momente bekommen wir einfach nicht gepfiffen. Das brauchst du aber auch, damit du mal in Führung gehst und eben auch mal ausbauen kannst. Wir wollen aber nicht jammern, das können wir nicht beeinflussen.

Am Ende geht es um Punkte und Punkte kannst du aus meiner Sicht nur dann sammeln, wenn du Leistung abrufst. Vor allem gegen Mannschaften, die mit uns auf Augenhöhe sind. Um diese Punkt wird es gehen. Gegen die oberen haben wir leider zu wenige Bonuspunkte geholt – eigentlich nur gegen Hoffenheim. Vielleicht ist das ein gutes Omen für die kommende Woche. Dann musst du gegen die Mannschaften ab Platz acht zupacken. Das haben wir in der Hinrunde gut geschafft und das gibt uns den Glauben daran, dass wir am Ende unser Ziel erreichen. Und das ist der Klassenerhalt.

Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart: Undav macht den Deckel drauf – 3:1

1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart im Hinspiel der Saison 2025/26
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart: Undav macht den Deckel drauf – 3:1

Am Samstagabend ist der FC zu Gast in Stuttgart. Dann steht für die Geißböcke das 22. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem VfB Stuttgart.

Nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig am vergangenen Wochenende will der FC im Auswärtsspiel gegen die Mannschaft von Sebastian Hoeneß punkten. Keine leichte Aufgabe für das Team von Lukas Kwasniok.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und dem VfB Stuttgart. Die Mannschaft von Lukas Kwasniok hat erneut Ausfälle zu beklagen. Denn den Geißböcken fehlen neben den Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers auch Linton Maina (Rippenbruch) und Alessio Castro-Montes (muskuläre Probleme). Auch hinter Isak Johannesson stehen noch Fragezeichen. „Isak Johannesson hat zwar individuell trainiert, aber seinen Lauf auf dem Laufband nicht zu Ende bringen können. Da müssen wir schauen, wie es ihm nachher geht“, sagte Trainer Lukas Kwasniok am Donnerstag vor der verfrühten Abfahrt. Ein Einsatz ist mittlerweile vom Tisch. Der FC reist über den Zwischenstopp Frankfurt nach Stuttgart, um dem Karnevalstrubel in der Domstadt zu entfliehen und sich voll auf das wichtige Duell zu konzentrieren.

Auch bei den Rekonvaleszenten ist ein Einsatz zum Teil noch nicht abzusehen. „Jahmai ist noch nicht so weit, Heintzi hat wieder mit trainiert ist auch rein theoretisch wieder eine Kaderoption, hat aber noch nicht so viel gemacht“, so Kwasniok. Joel Schmied steht wieder im Kader und auch Ragnar Ache und Said El Mala konnten wieder voll trainieren.



Gegen Stuttgart stehen die Kölner vor einer schweren Aufgabe. Denn der VfB holte von möglichen 30 Punkten zu Hause 23, hat Ambitionen, in der Königsklasse zu spielen. Kwasniok blickte auf der Pressekonferenz mit einem Lächeln auf den kommenden Gegner: „Also eigentlich brauchen wir gar nicht anfangen. Karnevalsbilanz schlecht, gegen die Großen schlecht, Samstagabend noch schlechter. Insofern jetzt schon Glückwünsche an den VfB Stuttgart“, so Kwasniok. Ganz so ernst gemeint hat der Trainer die Aussage nicht, weiß aber um die Stärken des Gegners. Das Ziel der Kölner ist es, sich „bestmöglich zu verkaufen“ und zu „versuchen, einfach das Beste zu geben“, so der Coach.

Wie stellt Lukas Kwasniok auf? So könnte der 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart starten

Lukas Kwasniok beim Spiel gegen Bremen
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Wie stellt Lukas Kwasniok auf? So könnte der 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart starten

Nach den beiden Begegnungen gegen den VfL Wolfsburg sowie RB Leipzig steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok mit dem Duell beim VfB Stuttgart das nächste Auswärtsspiel vor der Tür. Für den Kölner Trainer heißt es mal wieder, die richtige Aufstellung zu finden. So könnte der 1. FC Köln beim VfB Stuttgart beginnen.

Für den 1. FC Köln steht mit dem Duell beim VfB Stuttgart das nächste Samstagabendspiel auf dem Programm. Im Vergleich zu der Begegnung gegen RB Leipzig muss Lukas Kwasniok einen weiteren Ausfall hinnehmen. Dadurch muss der 44-Jährige seine Startelf auf mindestens einer Position ändern.

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Der 1. FC Köln muss beim Topspiel in Stuttgart neben den Langzeitverletzten Luca Kilian, Timo Hübers, Linton Maina, Jahmai Simpson-Pusey und Alessio Castro-Montes sowie dem erst unter der Woche ins Training zurückgekehrten Dominique Heintz auch auf Isak Johannesson verzichten. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Schwaben erklärte Kwasniok, dass Johannesson am Vortag individuell trainiert hätte, dabei aber einen Lauf abbrechen musste. Nach der Einheit am Donnerstag war klar: Der Mittelfeldspieler bleibt in Köln und stellt für das Spiel in Stuttgart keine Option dar. Damit muss der FC-Coach seine Startelf im Vergleich zum Spiel gegen RB verändern.

So könnte der FC starten

Vor Marvin Schwäbe dürften erneut Sebastian Sebulonsen rechts und Cenk Özkacar starten. Für den dritten Platz in der Dreierkette gibt es ein paar Gedankenspiele. So könnte entweder erneut Eric Martel diese Position einnehmen. Möglich wären aber auch Startelf-Einsätze von Rav van den Berg oder Joel Schmied. Entscheidet sich Kwasniok, Martel in der Abwehr zu lassen, dürfte Denis Huseinbasic neben Tom Krauß ins zentrale Mittelfeld rücken und den Platz des angeschlagenen Johannesson einnehmen. Kommen jedoch Schmied oder van den Berg von Beginn an zum Zug, wobei van den Berg hier aufgrund seines besseren Trainingsrhythmus und Schmieds langem Ausfall einen Vorteil haben dürfte, könnte Martel ins Mittelfeld rücken und im Duo mit Krauß agieren.

Winter-Neuzugang Felipe Chávez stellt hingegen noch keine Option für die erste Elf dar. So sagte Kwasniok, dass man gegen die Schwaben, aber auch in der Woche darauf gegen Hoffenheim zunächst andere Qualitäten benötige. Auf den beiden Schienenpositionen stellen sich Jan Thielmann rechts und Kristoffer Lund links eigentlich von selbst auf. In der Offensive stehen dem FC Ragnar Ache und Said El Mala voll zur Verfügung. Die beiden Offensivspieler gingen angeschlagen aus der Partie gegen RB, konnten unter der Woche jedoch ohne Probleme trainieren. Daher dürfte El Mala gegen Stuttgart wieder die linke, Jakub Kaminski die rechte Außenbahn und Ragnar Ache die Position des Mittelstürmers bekleiden. Während El Mala und Kaminski fast ohne Konkurrenz dastehen, könnte Kwasniok in der Spitze auch auf Marius Bülter setzen. Da Ache in den vergangenen Wochen überzeugte und sich einen kleinen Vorteil gegenüber Bülter erarbeitet hat, sollte der ehemalige Lauterer auch in Stuttgart den Vorzug erhalten.

So könnte der FC gegen Stuttgart beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Eric Martel im Testspiel gegen Atalanta Bergamo

Eric Martel

Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

Sebastian Sebulonsen

Kristoffer Lund vom 1. FC Köln

Kristoffer Lund

Denis Huseinbasic rotierte gegen Freiburg in die Startelf

Denis Huseinbasic

Tom Krauß überzeugt zunehmend

Tom Krauß

Jan Thielmann jubelt über seinen Treffer

Jan Thielmann

Ragnar Ache vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin

Ragnar Ache

Jakub Kaminski im Zweikampf mit Min-jae Kim

Jakub Kaminski

Said El Mala beim Spiel des 1. FC Köln
Said El Mala



Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Hoffenheim: FC gewinnt in Hoffenheim 1:0

Steht Lukas Kwasniok auf der Liste des 1. FC Köln?
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Hoffenheim: FC gewinnt in Hoffenheim 1:0

Am Freitagabend startet der FC nach einer kurzen Trainingswoche ins sechste Bundesligaspiel der Saison. Dabei trifft der Aufsteiger auf den Tabellenfünfzehnten der vergangenen Saison. Leicht wird es für den FC allerdings sicher nicht: Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim.

Zwei Teams, fünf absolvierte Liga-Spiele, jeweils sieben Punkte. Der FC trifft am Freitagabend auf Hoffenheim. Gegen die TSG wollen die Kölner nach den beiden Niederlagen nun wieder punkten. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker der Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim. Der FC ist am Freitagabend zu Gast bei der Mannschaft von Christian Ilzer. FC-Trainer Lukas Kwasniok weiß um die Stärken des Gegners: „Sie sprinten alles an, was sich bewegt. Das ist dann schon schwierig, einen geordneten Spielaufbau hinzubekommen“, so Kwasniok. Nicht im Kader stehen an diesem Spieltag neben den Langzeitverletzten Luca Kilian und Rav van den Berg auch Marius Bülter. Jusuf Gazibegovic wurde vom Trainer nicht mit nach Hoffenheim genommen. Alle Informationen zum Duell gibt es hier im Liveticker.



Marvin Schwäbe nach Elfer-Patzer: „In dem Moment die falsche Entscheidung“

Marvin Schwäbe ungewohnt unsicher
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Marvin Schwäbe nach Elfer-Patzer: „In dem Moment die falsche Entscheidung“

Der FC hat am Sonntag seine zweite Saison-Niederlage hinnehmen müssen. Und das unterm Strich verdient. Diskussionen gab es aufgrund einer VAR-Entscheidung beim 1. FC Köln: Das sagt Marvin Schwäbe zu seinem Elfer-Patzer.


Über den Elfmeter wurde viel diskutiert. Dass ein Foulspiel vorgelegen hat, war aber unstrittig. Auch beim 1. FC Köln: Das sagt Marvin Schwäbe zu seinem Elfer-Patzer.

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Gewohnt aufgeräumt und souverän trat Marvin Schäbe nur wenige Minuten nach der 1:2-Pleite gegen Stuttgart in den Katakomben des Kölner Stadions zum Gespräch mit den Medienvertretern an. Dabei machte der Keeper keinen großen Hehl daraus, dass die viel diskutierte Szene mit Ermedin Demirovic durchaus als Elfmeter zu werten gewesen ist. „Ja, natürlich treffe ich ihn. Er läuft dann aber auch weiter. Da habe ich ein Stück weit die Hoffnung, dass es einfach weitergeht“, sagte der Kapitän des 1. FC Köln. „Aber ich treffe ihn und wenn man die Bilder sieht, glaube ich, muss man ihn dann auch einfach geben.“ Der Keeper hatte versucht, einen Ball zu klären, dabei den Stuttgarter Stürmer an der Wade erwischt. Demirovic spielte zunächst weiter, das Spiel lief weiter. Schließlich intervenierte der Video-Assistent. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied auf Strafstoß. 

Martel zunächst wieder in der Innenverteidigung

Und die Diskussion entbrannte. Nicht ob des Fouls, das war wohl weitestgehend unstrittig. Vielmehr ploppten die Fragen auf, ob es noch einen Elfmeter hätte geben dürfen, wenn der Stürmer gemäß einer Vorteilssituation weiterspielt, ob der Assistent überhaupt hätte eingreifen dürfen, ob wirklich eine klare Fehlentscheidung vorgelegen hätte. Auch die Kommunikation zwischen Stuttgarter Bank und den Unparteiischen wurde vor allem von Thomas Kessler moniert. Dabei gehört zur aller Wahrheit, dass der Verursacher des Elfmeters gar nicht erst in die Situation hätte kommen müssen. „Ich lege den Ball ein bisschen zu weit vor. Ich hätte ihn im ersten Kontakt einfach direkt wegschlagen müssen“, sagte Schwäbe. 

Tatsächlich neigt der Kölner Keeper schon mal gerne dazu, das Spiel bei Rückpässen ein wenig zu verlangsamen. Meist ohne jegliche Gefahr. Dieses Mal ging es nicht gut. „Ich wollte das Spiel dann irgendwie flach wieder weiter eröffnen, um ihn rauszuspielen. Das war in dem Moment dann die falsche Entscheidung“, sagte der Keeper. Dabei war schon das Zuspiel von Sebastian Sebulonsen sicher nicht optimal. Insgesamt war der Kölner Torhüter eigentlich wieder ein starker Rückhalt. Schwäbe parierte unter anderem mit einem starken Reflex einen Fallrückzieher von Tiago Tomas und der Kölner Kapitän hielt zudem einen weiteren Versuch von Demirovic weltklasse. Allerdings stand der Stürmer bei der Aktion im Abseits. An dem 1:1 hatte Schwäbe dann aber ganz sicher seine Mitschuld. Schon gegen RB Leipzig erwischte der Keeper nicht seinen allerbesten Tag.


Lukas Kwasniok sieht Luft nach oben, erkennt aber auch „gute Passagen“ des 1. FC Köln

1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart
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Lukas Kwasniok sieht Luft nach oben, erkennt aber auch „gute Passagen“ des 1. FC Köln

Die Heimspiele gegen den VfB Stuttgart bleiben für den FC ein schweres Unterfangen. Auch, wenn die Geißböcke ihre Sache phasenweise gut machten, entschied am Ende das Momentum dann aber doch für die Gäste. Der 1. FC Köln verliert gegen Stuttgart verdient, aber unglücklich.


Am Sonntagabend verlor der FC im eigenen Stadion gegen die Mannschaft von Sebastian Hoeneß. Besonders der gegebene Elfmeter sorgte für Diskussionen. Der FC spielte insgesamt solide, konnte die anfängliche Führung aber nicht behaupten: Der 1. FC Köln verliert gegen Stuttgart verdient, aber unglücklich.

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Lukas Kwasniok wollte sich zum Schiedsrichter nicht länger äußern. Zu der Szene, die am Abend wohl die meist diskutierte in Müngersdorf war, betonte der Kölner Trainer nur, dass er noch nie ein Freund des Video-Assistenten war und es wohl auch nicht mehr werden wird. Der Frust war bei den Kölnern groß. Der Frust über die Entscheidung der Unparteiischen, einen verspäteten Elfmeter zu geben. Das Foulspiel war unstrittig, Marvin Schwäbe hatte Ermedin Demirovic am Bein getroffen. Doch dieser war weitergelaufen, als habe ihn nichts berührt. Möglicherweise gab es eine Empfehlung der Stuttgarter Bank, auf jeden Fall gab es Elfmeter. Für Thomas Kessler war diese Entscheidung Spiel entscheidend. Ob sie das am Ende wirklich war, ist rein spekulativ. Zweifelsfrei hätten die Kölner mit einer Führung im Rücken aber sicherlich lieber weitergespielt.

Martel zunächst wieder in der Innenverteidigung

Doch zu diesem Zeitpunkt hatten die Kölner bereits den Faden ein wenig verloren. Der FC war stark in das Spiel gestartet, hatte früh die Führung durch Jakub Kaminski feiern dürfen und sich beinahe mit einem zweiten Treffer durch Ragnar Ache für die forsche Anfangsphase belohnt. „Wir hatten eigentlich unsere Chancen, wenn wir die besser nutzen, machen wir es ein bisschen enger“, sagte Marvin Schwäbe. Doch der FC nutzte diese Chance nicht und da der VfB sich immer besser zurecht fand, wurde tatsächlich die Luft für die Geißböcke dünner. Der Ausgleich durch Demirovic nach eben jener Entscheidung war zwar unglücklich, aber durchaus verdient.

Der Kölner Keeper trug eine Mitschuld, nahm diese aber auch einfach an. „Ich hätte den Ball im ersten Kontakt einfach direkt wegschlagen müssen“, sagte Schwäbe und gab zu, dass man den anschließenden Strafstoß nach Ansicht der Bilder auch geben müsse. So aber stand es 1:1 und der FC war plötzlich deutlich defensiver. „Wir wussten, dass wir auch Mal tiefer stehen müssen und verteidigen müssen. Ich finde, das hat unsere Mannschaft heute in weiten Strecken sehr sehr gut getan“, sagte Kessler. Das vielleicht auch, weil Lukas Kwasniok Eric Martel in die Innenverteidigung beorderte und Tom Krauß eine Spur offensiver ran durfte. Der Plan war wohl, dass die Defensive stabiler auflaufen würde als noch gegen Leipzig.

„Dann macht es Stuttgart gut“

Das gelang mindestens in Teilen, dennoch hatte der VfB durchaus Feldvorteile. „Dass wir die Stuttgarter jetzt nicht fußballerisch dominieren können, war klar. Da muss man dann auch ehrlich sein. Wir spielen dann auch nicht gut genug“, sagte der Kölner Coach. „Wir haben viel zu schnell den langen Ball gesucht und dadurch das Momentum nicht genutzt. Dann musst du sehr schnell sehr viel verteidigen.“ So kam der VfB phasenweise auf einen Ballbesitz von rund 60 Prozent. Die ganz großen Chancen blieben aber ebenfalls aus. „Dann verteidigst du gut, aber wenn du dann Ballgewinne hast, hast du den Ball dann wieder ein bisschen weggekickt“, sagte der Coach, der mit der Leistung insgesamt nicht gänzlich zufrieden war.

Der FC begann nach dem Wechsel forsch, wurde aber auch schnell wieder durch die individuelle Qualität des Gegners ausgebremst. Erst Mitte der zweiten Halbzeit wuchs der Kölner Druck ein wenig. „Da hatten wir mit dem Ball dann auch gute Passagen“, sagte Kwasniok. „Und genau in dem Moment, als wir das Gefühl hatten, das Stadion ist voll da, das geht vielleicht in unserer Richtung, macht es Stuttgart gut.“ Vor allem Angelo Stiller machte es mit einem Traum-Steckpass gut, setzte Josha Vagnoman ein, der wiederum locker vollendete – die Entscheidung. „Ich glaube, dass es eher ein Unentschieden-Spiel gewesen ist, aber man muss die Niederlage akzeptieren und am Freitag in Hoffenheim müssen wir gucken, dass wir ins Punkten kommen“, sagte Kwasniok. Denn das Polster des Saisonauftakts ist langsam aufgebraucht.