Lukas Kwasniok reagiert emotional auf die jüngsten Diskussionen: „Ich bitte um Entschuldigung“

Lukas Kwansiok auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bayern
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Lukas Kwasniok reagiert emotional auf die jüngsten Diskussionen: „Ich bitte um Entschuldigung“

Die Begegnung gegen die TSG Hoffenheim hatte vor allem zwei große Themen im Nachgang: Das Traumtor von Ragnar Ache und der medizinische Notfall im Stadion, der eine unglückliche PK nach sich zog rund um den 1. FC Köln: Lukas Kwasniok bittet um Entschuldigung.

Der Fußball geriet am Samstag zur Nebensache. Ein FC-Fan war im Zuge des Spiels der Geißböcke eine Treppe herabgestürzt. Der Anhänger musste vor Ort reanimiert werden. Später stellte sich heraus, dass der Zuschauer verstorben war. Die Fans hatten während der Partie den Support weitgehend eingestellt. Nach dem Spiel hatte sich auch Lukas Kwasniok zu den Vorgängen geäußert. Und damit eine Diskussion ausgelöst.

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Denn der Kölner Coach hatte bedauert, dass der Support der Fans gefehlt hätte, sein Mitleid bekundete der Trainer nicht. Die Pressekonferenz im Vorfeld der Begegnung gegen den FC Augsburg nutzte der Coach dann aber, um „einige Dinge klarzustellen“. „Es ist natürlich so, dass wenn eine gewisse Stille im Stadion ist, dann ist klar, dass etwas vorgefallen ist. Die Kommunikationslage für uns war relativ unübersichtlich“, sagte der Trainer. „Mittlerweile haben wir aus den Medien entnommen, dass ein FC-Fan verstorben ist und es ist logischerweise das Selbstverständlichste dieser Welt, den Angehörigen im richtigen Moment – und ich hoffe, dass das jetzt der Fall ist – mein Beileid auszusprechen und ihnen viel Kraft zu wünschen. Denn es gibt im Leben nichts Schlimmeres als einem geliebten Menschen zu verlieren.“ Das sei ihm extrem wichtig, betonte der Trainer.

„Es gibt zwei Dinge, die wichtiger sind als der Fußball: Die Geburt und der Tod eines Menschen“

„Darüber hinaus ist es so, dass ich aufgrund der damals unklaren Situation auf den Support unserer Süd angesprochen worden bin, der über 90 Minuten nicht stattgefunden hat“, so Kwasniok weiter. Der Trainer betonte noch einmal, wie wichtig ihm die Unterstützung der Fans und der FC als Aufsteiger auf diese eben angewiesen sei. „Wir hatten bislang in drei Heimspielen aus unterschiedlichen Gründen diesen Support nicht, dazu fehlten sie in Teilen bei drei Auswärtsspielen. Unsere Ausbeute liegt da bei einem Punkt. Ohne sie sind wir schwächer als mit ihr. Wir brauchen unsere Fans, um den Klassenerhalt zu schaffen“, so der Trainer weiter.

Für Kritik hatte am Samstag auch ein Vergleich gesorgt. Kwasniok hatte auf der PK den Monolog von Bayern-Trainer Vincent Kompany angesprochen, der erst wenige Tage zuvor eindrucksvoll nach einem Rassismus-Eklat gesprochen hatte. „Die Dauer meines Monologs war einzig und allein der Bezugspunkt zum Monolog von Vincent Kompany. Erstens ist er ein viel besserer Trainer, zweitens hat er über ein Thema gesprochen, bei dem es keine andere Meinung gibt. Wer da einer anderen Meinung ist, der hat Lack gesoffen. Deswegen diese Themenfelder vermischen zu wollen, das ist dann ein bisschen zu viel des Guten“, sagte Kwasniok. „Ich habe hier angefangen, um nach Möglichkeit über Jahre hinweg etwas aufzubauen. Gemeinsam mit den Fans. Deswegen dieser Apell, dass das, was die Fans in Hoffenheim veranstaltet haben, das ist, was wir brauchen – jetzt auch am Freitag gegen Augsburg.“

Und mit einer Entschuldigung beendete der Coach seinen Monolog: „Ich hoffe, dass Missverständnisse ausgeräumt sind. Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich irgendjemanden auf den Schlips getreten bin, etwas missachtet habe. Das war in keinster Form meine Absicht. Es gibt zwei Dinge, die wichtiger sind als der Fußball: Das sind die Geburt und der Tod eines Menschen.“

These bestätigt, Bann (vorerst) gebrochen – ein Kommentar

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln
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These bestätigt, Bann (vorerst) gebrochen – ein Kommentar

Der FC hat sich am Samstag einen Punkt gegen eins der Top-Teams hart erarbeitet und gleichzeitig die Negativ-Serie seit dem Hinspiel gegen die TSG beendet. Das sollte Moral geben, denn die Kölner haben sich für eine gute Leistung belohnt. Ein Kommentar zum 2:2 des 1. FC Köln gegen Hoffenheim.

Die Kölner haben den Top-Team-Fluch beendet und sich für eine gute Leistung mit einem Punkt belohnt. In der Tabelle hilft das nicht zu Quantensprüngen, für die Moral war es aber ein ganz wichtiger Zähler.

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Lukas Kwasniok hatte vor der Begegnung gegen die TSG Hoffenheim einen Anflug von wahrsagerischen Fähigkeiten bewiesen. Der Kölner Coach erklärte auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen die Sinsheimer, dass er fest daran glaube, dass sich Performance dann auch irgendwann endlich auszahlen würde. Die jüngere Vergangenheit hätte den Trainer eigentlich eines besseren belehren können – vielleicht sogar müssen. Denn Kwasniok war es bekanntlich selbst, der immer wieder erwähnte, dass man sich nicht für die gute Leistung belohnt habe. Zuletzt eben gegen Leipzig und Stuttgart. Der FC spielte ansehnlich mit, hatte durchaus seine Chancen, doch am Ende des Tages eben keine Punkte. Gerade gegen die Top-Teams bekanntlich ein oft erlebtes Szenario.

Der FC belohnt sich

Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass die Kölner in jenen Partien zwar gut mitgehalten haben, aber auch ganz sicherlich nicht unverdient ohne Zähler geblieben waren. Gut Mithalten ist eben nicht Augenhöhe – was wiederum nicht der Anspruch eines Aufsteigers gegen die Top-Teams sein muss. Gegen die TSG Hoffenheim war das über Phasen des Spiels durchaus der Fall. Die erste halbe Stunde dürfte zu den besten Saisonleistungen der Kölner gehört haben. Der FC war griffig, beschäftigte den Tabellendritten mehr als dieser es erwartet hatte, war in dieser Zeit sogar die deutlich bessere Mannschaft. Abgesehen von den zehn Minuten nach dem Wechsel gab es auch keine Phase, in der der Gast die Spielkontrolle gänzlich übernahm, sich einen Sieg verdient hätte.

Der FC trotzt den Gegebenheiten

Im Gegenteil: Der FC kämpfte, zeigte Willen, Leidenschaft und erarbeitete sich Chancen. Selbst nach dem 1:2 bewies Köln Moral, reagierte auf die zuletzt aufflackernde Anfälligkeit nach selbst erzielten Treffer mit einem Tor nach einem erhaltenen und hatte sogar die Chance auf mehr. Die Kölner trotzten dem Angstgegner, der Bilanz und den jüngsten Gesetzmäßigkeiten und verdienten sich einen Punkt. Sollte den Spielern in der Vergangenheit die mutigen Auftritte gegen die Top-Teams Hoffnung gegeben haben, so sollte es nun dieser Punkt noch einmal mehr tun. Am Tableau hat sich nicht viel geändert, aber an dem Fakt, dass sich die Kölner für ihren Aufwand dann doch belohnen können.

Lukas Kwasniok hatte vor dem Spiel gesagt, er glaube fest daran, dass sich Performance dann irgendwann auszahlt. Am Samstag hat der FC diese These bestätigt.


Einige Spieler zurück in der Spur und mit guten Noten – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Hoffenheim

Eric Martel überzeugte
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Einige Spieler zurück in der Spur und mit guten Noten – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Hoffenheim

Der FC kann gegen die Top-Teams also doch punkten und besonders gerne gegen die Mannschaft aus Sinsheim. Das schlägt sich auch in den Noten wieder. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim.

Mit einer starken Leistung hat der FC einen Punkt eingefahren. Vielleicht war für die Kölner sogar mehr drin. Dennoch überwiegt die Freude über einen Zähler. Und die ordentlichen Leistungen zeigen sich auch an unseren Bewertungen.

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Solide Defensivleistung mit kleineren Schwächen

Marvin Schwäbe Einzelkritik 3

Marvin Schwäbe

Bekam das erste Mal bei einer Bogenlampe von Andrej Kramarić zu tun, war aber mit der Faust zur Stelle, wirkte beim Versuch von Grischa Prömel unkonventionell. Beim Ausgleich aus kurzer Distanz chancenlos. Starke Parade beim 1:2, als der Ball aber knapp hinter der Linie war.


Kristoffer Lund Einzelkritik Note 4

Kristoffer Lund

Bleibt weiterhin ein Unsicherheitsfaktor in der Kölner Defensive. Daran ändern auch die meisten Sprints der Akteure nicht. War beim 1:2 mit in der Verlosung.


Cenk Özkacar, Einzelkritik, Note 2-

Cenk Özkacar

Rettete in höchster Not als eine Art Abseitsfalle nicht so richtig funktionieren wollte. Zeigte sich zweikampfstark und erneut ein gutes Stellungsspiel. Seine Diagonalpässe überzeugen im Spielaufbau.


Einzelkritik Schmied 3

Joel Schmied

Fiel zunächst nicht sonderlich auf – ein gutes Zeichen für einen Innenverteidiger. Gewann viele seiner Zweikämpfe. Leistete sich dann aber kurz nach dem Wechsel zwei grobe Schnitzer, die zum Glück folgenlos blieben.


Rav van den Berg Einzelkritik 4+

Rav van den Berg

Wirkte zu Beginn bei einigen Abspielen nicht immer souverän. Gewann auch weniger als die Hälfte seiner Zweikämpfe. War beim 1:2 mitbeteiligt.


Sebastian Sebulonsen Einzelkritik 4

Sebastian Sebulonsen

Wirkte in den Zweikämpfen mitunter zu zaghaft. So beim Versuch von Kramaric, aber auch bei der Hereingabe vor dem 1:1.

Starkes Zentrum, überzeugende Offensive


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Tom Krauß Einzelkritik 2

Tom Krauß

Wieder ein grundsolider Auftritt des Sechsers. Absoluter Leader wenn es um Aggressivität und Willen geht. Auch für den Spielaufbau wichtig.


Eric Martel Einzelkritik 2

Eric Martel

War eigentlich nicht für die erste Elf vorgesehen, kam dann für den verletzten Jan Thielmann. Engagierter Auftritt. Hatte sogar das 2:0 auf dem Kopf. Leitete die Führung mit einem Brust-Abtropfer ein. Verhinderte mit einer starken Grätsche kurz vor dem Seitenwechsel den Hoffenheimer Doppelschlag.


Einzelkritik Kaminski 2-

Jakub Kaminski

Rotierte aufgrund der Verletzung von Thielmann in die Offensive. War dort immer anspielbar und laufbereit. Seinen starken Lauf gegen Ozan Kabak hätte er mit einem Tor krönen können. Bereitete des 2:2-Ausgleich von El Mala perfekt vor.


Ragnar Ache, Einzelkritik Note 1

Ragnar Ache

Was für ein Wahnsinnstor!!! Ackerte wieder und belohnte sich mit der tollen Führung. Wirkte auch in der Defensive bei Standardsituationen sicher. Alleine aufgrund des super Tores die Bestnote.


Said El Mala, Einzelkritik Note 2

Said El Mala

Kehrte wieder in die Anfangself zurück. Unterband mit einem unsauberen ersten Kontakt den eigenen Konter. Agierte gerade zu Beginn mitunter glücklos. Seine Flanke auf Ache war aber perfekt. Der Ausgleich El-Mala-Style. Seine Sololäufe sind schon von extrem hoher Qualität, nur verpasst der Youngster zu oft den richtigen Moment des Abspiels.


Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben


Schiedsrichter Robert Schröder pfeift den 1. FC Köln: Gute Bilanz, aber nicht so gute Erfahrungen

Robert Schröder leitet die Begegnung des 1. FC Köln in Heidenheim
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Schiedsrichter Robert Schröder pfeift den 1. FC Köln: Gute Bilanz, aber nicht so gute Erfahrungen

Am Samstag empfängt der 1. FC Köln die TSG Hoffenheim in Köln. Der Schiedsrichter ist für den FC kein Unbekannter, die jüngsten Erinnerungen waren aber nicht nur gute. Robert Schröder pfeift den 1. FC Köln gegen Hoffenheim.

Für die Geißböcke steht am Samstag das Heimspiel gegen Hoffenheim auf dem Programm. Der FC dürfte in der Rolle des Underdogs stecken. Auch der Schiedsrichter der Begegnung steht natürlich schon fest: Robert Schröder pfeift die Partie.

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Geht es nach der Auswahl des Schiedsrichters wird es am Samstagnachmittag eine turbulente Partie geben – zumindest eine torreiche. Denn wenn Robert Schröder Begegnungen des 1. FC Köln pfeift, dann fallen im Schnitt mehr als vier Tore – auch, weil der Unparteiische die Partie der Geißböcke gegen Werder Bremen vor ziemlich genau drei Jahren leitete. Damals setzten sich die Kölner 7:1 durch. Doch auch in den anderen Begegnungen gab es zahlreiche Treffer. Rein von der Bilanz waren die Erfahrungen mit Schröder zuletzt recht gute. Von den bisherigen elf Liga-Begegnungen gewannen die Kölner fünf und die in den jüngsten acht Spielen. Seit fünf Jahren hat der FC nur eine Partie verloren, die Schröder gepfiffen hat. Zuletzt leitete der Unparteiische das 2:2 gegen den 1. FC Heidenheim im Januar.

Als VAR gegen den HSV im Einsatz

Und das sind nicht die besten Erinnerungen. Denn der Schiedsrichter hatte gegen die Mannschaft von der Ostalb ein Foul an Alessio Castro-Montes übersehen. Im Gegenzug kassierten die Geißböcke einen Gegentreffer. In Erinnerung ist sicher auch noch die Rote Karte, die Schröder 2022 Dominick Drexler zeigte, der damals im Trikot des FC Schalke 04 gegen Jonas Hector austeilte. Und in dieser Spielzeit war der Unparteiische auch in einer Kölner Begegnung als VAR im Einsatz. Gegen den Hamburger SV trat Schröder vor allem vor dem vermeintlichen Ausgleich der Rothosen in Erscheinung, als er bei einem Treffer von Fabio Vieira ein Foulspiel monierte. Rayan Philippe hatte damals Eric Martel getroffen, Schiedsrichter Daniel Schlager gab Schröder recht.

Die Entscheidung sorgte später für Kritik – natürlich beim HSV. Acht Mal leitete der Unparteiische Begegnungen der Sinsheimer. Auf den Tag genau seit fünf Jahren hat die TSG kein Spiel mehr gewonnen, das der 40-Jährige pfiff. Damals gewann Hoffenheim gegen Werder Bremen 4:0. Auch in den Spielen mit Hoffenheim-Beteiligung fallen im Schnitt mehr als drei Tore.

Lukas Kwasniok erwartet eine Herkulesaufgabe – chancenlos sieht er den 1. FC Köln aber nicht

Ragnar Ache gegen die TSG Hoffenheim
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Lukas Kwasniok erwartet eine Herkulesaufgabe – chancenlos sieht er den 1. FC Köln aber nicht

Auf den FC wartet am Samstag ein ganz schwerer Brocken. Die Kölner empfangen den Angstgegner aus Hoffenheim. Lukas Kwasniok weiß um die Schwere der Aufgabe, doch der Trainer gibt sich zuversichtlich. So will der 1. FC Köln gegen Hoffenheim punkten.

Nach den beiden verlorenen Partien gegen RB Leipzig und den VfB Stuttgart sollen am Wochenende wieder Punkte gegen ein Top-Team her. Dass der FC gegen die Sinsheimer treffen kann, hat er bereits im Hinspiel in Hoffenheim bewiesen. Leicht wird die Aufgabe aber sicherlich nicht.

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Als Lukas Kwasniok zu Beginn seiner Amtszeit beim FC mit dem durchaus schweren Auftaktprogramm konfrontiert wurde, lächelte der Kölner Trainer und erklärte, dass er sich darauf sogar freue. Auf die vielen Auswärtsspiele bezogen, sagte der Coach, dass man dann auch nicht zwangsläufig viele Punkte von den Geißböcken erwarte. Ein Umstand, der den FC zurzeit eigentlich wieder einholen dürfte. Denn die Kölner haben und hatten nun mal eine Reihe von absoluten Top-Gegnern vor der Brust. Nach Leipzig und Stuttgart gibt es nun das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim, den Tabellendritten und eine Mannschaft, gegen die der FC seit elf Jahren nicht mehr vor eigenem Publikum gewonnen hat. Nur ist das mit der Erwartungshaltung so eine Sache.

„Sie waren schon damals sehr gut“

Denn zum einen rückt der Tabellenkeller nach den jüngsten beiden Niederlagen dann doch wieder näher, zum anderen sehnen sich die FC-Fans nach einem Sieg gegen eine der Top-Mannschaften der Liga. Von den bisherigen neun Duellen gegen Teams aus der Top-sechs holte der FC einen Sieg, gerade einmal drei Punkte. Und die ausgerechnet gegen Hoffenheim. Doch die Zeichen haben sich geändert. Nach dem starken Auftakt der Geißböcke hatten die Kontrahenten vor dem Duell jeweils sieben Punkte auf dem Konto. Mittlerweile gehört Hoffenheim zu den stärksten Teams der Liga, befindet sich auf Champions-League-Kurs. „Es ist eine Mannschaft, die einfach mehr Selbstbewusstsein hat in dem, was sie tut als in der Hinserie. Aber sie waren damals schon sehr gut“, sagt Kwasniok. „Mich überrascht es überhaupt nicht, dass sie ganz oben sind.“

In Hoffenheim habe man den „Finger in die Wunde gelegt. Sie haben ja einen kompletten Turnaround hingelegt und imposanten Aufstieg in dieser Saison hinter sich gebracht“, so der Kölner Trainer weiter. „Sie haben sehr viel verändert und haben einfach diese Idee des Spiels innerhalb von einem Jahr implementiert. Es ist die Mannschaft, die die meisten Sprints zieht in beide Richtungen, die meisten intensiven Läufe, Tempoläufe.“ Und der Kölner Coach gerät fast schon ins Schwärmen. „Stuttgart ist den Bayern in Bezug auf fußballerische Qualität wahrscheinlich am nächsten. In Bezug auf Intensität, Klarheit und Gegenpressing ist Hoffenheim den Bayern am nächsten.“ Deswegen erwartet der 44-Jährige auch eine „Herkulesaufgabe“. Doch für diese sieht der Trainer sein Team gewappnet.

Wird die Performance dieses Mal belohnt?

Die Mannschaft sei fokussiert und habe in den vergangenen Wochen ja auch leistungstechnisch überzeugt. „Das gibt uns einfach in jedem Spiel auch die Möglichkeit, auch gegen Hoffenheim, auch wenn es natürlich nicht leichter wird, das zu gewinnen“, sagt Kwasniok. „Ich glaube einfach immer daran, dass Performance früher oder später belohnt wird. Wir sind mittendrin statt nur dabei und attackieren und wir attackieren auch schon gegen Hoffenheim voller Überzeugung.“ Voller Überzeugung, aber nicht mit vollem Personal. Linton Maina und Alessio Castro-Montes fehlen neben den Langzeitverletzten weiterhin. Jahmai Simpson-Pusey steht nach seiner Verletzung wieder im Kader, wird aber wohl noch nicht beginnen. Ob Said El Mala in der Anfangself stehen wird, ließ der Trainer offen. „Lasst euch überraschen“, sagte Kwasniok mit breitem Lächeln.

Das würde der Coach nur zu gerne auch nach dem Duell gegen die TSG aufsetzen.


Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzten und dem Co-Trainer-Aus „In erster Linie tut es mir leid“

Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz des 1. FC Köln
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Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzten und dem Co-Trainer-Aus „In erster Linie tut es mir leid“

Für die Geißböcke steht am Wochenende das schwere Spiel gegen Hoffenheim am. Am Donnerstag gab es die obligatorische Pressekonferenz beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok spricht über das Co-Trainer-Aus, die Personalie Said El Mala und den Verletztenstand.

Für die Geißböcke steht am 23. Spieltag das Heimspiel gegen Hoffenheim auf dem Programm. Zuvor gab es die Spieltags-Pressekonferenz beim FC.

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Vor einigen Wochen musste Lukas Kwasniok noch puzzeln, um eine Hintermannschaft für die Begegnungen der Geißböcke zu finden. Nun hat der Kölner Coach zu viele Steinchen, die er in ein Gesamtbild für die Partie gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker bei come-on-fc.com). Denn nach und nach kehren die zuletzt angeschlagenen Defensivspieler zurück. Zuletzt eben Jahmai Simpson-Pusey. Und der Engländer, der zu Beginn des Jahres direkt zu überzeugen wusste, könnte tatsächlich eine Alternative werden – zumindest in Teilen. „Ich habe mit Jahmai gerade noch gesprochen. Er ist eine Kader-Option, aber keine Startelf-Option“, so Kwasniok auf der Pressekonferenz am Donnerstag. „Er hat diese Woche an jeder Einheit teilgenommen, allerdings gesteuert.“

„Wir begleiten ihn dabei“

Der 20-Jährige ist nicht der einzige Innenverteidiger, der wieder zur Verfügung steht. „Heintzi hat alles mitgemacht, er ist damit auch eine Option.“ Keine Probleme gibt es bei Youssoupha Niang, der leichte muskuläre Probleme hatte. Ob die Youngsters aber eine Möglichkeit bei den Profis bekommen, ließ der Coach offen. Es geht um das Abwägen zwischen Einsatzzeit beim Nachwuchs und den Erfahrungen bei den Profis. In Geduld müssen sich weiterhin zwei Spieler üben, die zum Jahresbeginn ebenfalls überzeugten. „Linton und Monti, da dauert es noch ein wenig. Linton ist schon wieder auf dem Platz herumgeturnt“, so der Trainer weiter. „Da kann ich noch nicht absehen, wann sie zurückkommen werden. Am Wochenende jedenfalls noch nicht.“

Auch zu Said El Mala äußerte sich der Coach. „Es ist nun mal so, unabhängig davon, ob er anfängt oder nicht. Wir wissen, dass wir mit Said einen sehr talentierten Spieler haben. Unser Auftrag ist es, auf der einen Seite Spiele zu gewinnen und auf der anderen Seite ihn bei seiner Entwicklung zu begleiten, besser zu werden“, so Kwasniok. „Ich glaube, dass wir das ist in den vergangenen Monaten nicht so schlecht hinbekommen haben. Unabhängig ob er beginnt oder später kommt, wird es schwerer für ihn. Der Gegner stellt sich vielmehr auf ihn ein. Das wird für ihn der nächste Step sein. Und wir begleiten ihn dabei.“ Ob der 19-Jährige beginnt, ließ Kwasniok offen.

„Ich schätze Hannes sehr“

Der Kölner Coach äußerte sich auch zu der Personalie Hannes Dold. „In erster Linie tut es mir menschlich sehr sehr leid. Ich schätze Hannes sehr“, sagte der Coach. „Wir sind aber trotzdem im Profifußball und wir haben dem Hannes als langjährigen Analysten die Möglichkeit gegeben, das Trainerteam zu erweitern.“ Dold sollte dabei den Fokus auf die Standardsituationen richten. „Er hat sich der Aufgabe total verschrieben. Er war unheimlich fleißig. Und trotzdem ist es dann manchmal so, dass Dinge einfach nicht mehr so funktionieren. Der Glaube geht dann verloren. Wenn man den Glauben in den Trainer verliert, dann muss man sich als Verantwortlicher auch mal von jemandem trennen.“ Gemeinsam habe man dann die Entscheidung getroffen.

Schon in den vergangenen Wochen war Dold nicht immer mit von der Partie. Der bisherige Co-Trainer ist jüngst Vater geworden. „Das ist schon in den vergangenen Wochen intern aufgefangen worden. Ich hatte schon das Gefühl, dass wir mehr Klarheit in den ganzen Angelegenheit hatten. In der Rückserie haben wir noch kein Standardgegentor nach einem Eckball kassiert. Man sieht, man kann sich entwickeln. Das heißt noch lange nicht, dass alles perfekt ist“, sagte der Trainer. Wie es für Dold weitergeht, ist offen.

Heute FC-Profi, Bundesliga-Debüt für Hoffenheim

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Heute FC-Profi, Bundesliga-Debüt für Hoffenheim

Gleich sechs Kölner Profis trugen bereits das Trikot der TSG Hoffenheim. Drei von ihnen starteten in Sinsheim auch ihre Bundesliga-Karriere.

Auch wenn am Sonntag nicht alle, die einst im Trikot der Sinsheimer aufliefen, im Kader der Kölner nach Hoffenheim mitreisen, hat die TSG für einige FC-Profis eine besondere Bedeutung. Europa League, Jugendnationalmannschaft oder Bundesliga-Debüts. Diese Verbindungen haben Spieler des 1. FC Köln zu Hoffenheim.

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Wenn bis Sonntag alles den gewohnten Weg geht, dann wird Philipp Pentke wie gewohnt den FC zum Auswärtsspiel begleiten, wohlwissend, dass der Keeper das Spiel von der Reservebank aus verfolgen wird. Für der 38-Jährigen wohl kein Problem, der Torhüter wurde genau für die Aufgabe verpflichtet. Und dennoch wird die Begegnung am 21. Spieltag eine ganz besondere für den gebürtigen Freiberger. Philipp Pentke kehrt erstmals wieder zurück an alte Wirkungsstätte. Und das nicht an irgendeine. Pentke wechselte erst im zarten Alter von 34 Jahren nach Sinsheim. Am 18. Spieltag kam der Keeper zu seinem ersten Einsatz für die TSG und damit auch im fortgeschrittenen Fußballer-Alter zu seinem Bundesliga-Debüt. Der Torwart spielte acht Mal in der Bundesliga, immer für Hoffenheim. Dazu gegen die Bayern im DFB-Pokal und sogar in der Europa League gegen Gent.

Uth spielte mit Hoffenheim gegen Liverpool um die Königsklasse

Der Keeper ist aber nicht der einzige FC-Profi, der wichtige Meilensteine mit Hoffenheim feierte. Auch Mark Uth spielte erstmals im Trikot der TSG Bundesliga. Nachdem der Durchbruch beim FC nicht gelingen wollte, ging Uth den Umweg über die Niederlande. Mit 20 Pflichttoren in der Spielzeit 14/15 stieg das Interesse aus der Bundesliga. Der Porzer wechselte nach Hoffenheim. Uth debütierte gegen Leverkusen, spielte sogar gegen den FC Liverpool in der Qualifikation zur Champions League und erzielte gegen die Reds auch zwei Tore. Für die Sinsheimer lief der gebürtige Kölner öfter auf als für den FC. „Die Anfangszeit in Hoffenheim war zwar nicht ganz so rosig für mich, die letzten zweieinhalb Jahre aber würde ich als nahezu perfekt bezeichnen“, sagte Uth einst in einem Interview und betonte, dass Julian Nagelsmann ihn in dieser Zeit besser gemacht habe. Dem Vernehmen nach soll damals auch Borussia Dortmund ein Auge auf den Angreifer geworfen haben.

Wie Pentke wird auch der Stürmer bekanntermaßen nicht gegen Hoffenheim auflaufen, der 32-Jährige ist nach wie vor verletzt und wird wohl erst gegen März wieder ins Training einsteigen. Chancen auf einen Einsatz, wenn auch eher nicht von Beginn an, hat dagegen Sargis Adamyan. Und auch der 30-Jährige feierte spät und bei den Sinsheimern sein Bundesliga-Debüt. 2019 kam der Armenier zur TSG, im September feierte er gegen Wolfsburg seine Premiere in der höchsten deutschen Spielklasse und spielte später mit Hoffenheim immerhin in der Europa League.

Auch Marvin Schwäbe, Matthias Köbbing und Davie Selke haben bereits das Trikot der TSG getragen – allerdings nie in der Bundesliga. „Ich habe da meine Base aufgebaut“, sagt Selke vor einiger Zeit, der heute noch von seiner Gastfamilie in Hoffenheim schwärmt. Und: „Dort bin ich Jugend-Nationalmannschaftsspieler geworden.“ Sein Profi-Debüt hätte der Kölner Angreifer mit Sicherheit auch dort feiern können. Doch Selke war ungeduldig, wechselte nach Bremen und schaffte dort den Durchbruch. Von den ehemaligen TSG-Spielern wird zu Beginn nur Marvin Schwäbe zum Einsatz kommen.

FC-Karnevalssitzung in Bildern

Luca Waldschmidt, Davie Selke und Jeff Chabot
Jeff Chabot
Vorstand und Geschäftsführung
Jan Thielmann
Thomas Kessler
Timo Schultz
Philipp Pentke, Mathias Köbbing und Marvin Schwäbe
Eric Martel
Florian Kainz
Max Finkgräfe
Dominique Heintz
Dejan Ljubicic und Denis Huseinbasic
Markus Rejek, Philipp Türoff und Christian Keller
Davie Selke
FC Frauen
Damian Downs


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