Union Berlin ist da besonders stark, wo der 1. FC Köln besonders schwach ist

Karol Mets trifft für St. Pauli gegen den 1. FC Köln
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Union Berlin ist da besonders stark, wo der 1. FC Köln besonders schwach ist

Zwischenzeitlich sah es so aus, als haben die Kölner ihre Standardschwäche in den Griff bekommen. Doch zuletzt präsentierte sich der FC wieder anfällig. Und das könnte ein Problem werden für den 1. FC Köln: Union Berlin ist bei Standards besonders gefährlich.

Gerade bei Ecken zeigt sich der FC in dieser Saison besonders anfällig. Das hat sich auch durch den Trainerwechsel nicht geändert. Und nun wartet eine der gefährlichsten Standard-Mannschaften der Liga.

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Eigentlich schien das Problem längst wieder im Griff zu sein. Ein Problem, das die Geißböcke gerade in der Hinrunde massiv schwächte: Die Anfälligkeit bei Standardsituationen und die fehlende Torgefahr bei den eigenen Standards. 13 Tore fingen sich die Kölner in den ersten 17 Spielen nach einem ruhenden Ball. Deutlich mehr als Leverkusen (10) und Werder Bremen (8) auf den Rängen zwei und drei. Auf der anderen Seite erzielte der FC in der gesamten Hinserie dann wiederum nur zwei Treffer nach Standards und belegte damit den letzten Platz.

Wie bekannt musste darauf Hannes Dold seinen Job als Standardtrainer abgeben. Und der Erfolg gab der Maßnahme recht. In den folgenden zehn Begegnungen nahmen die Kölner nur noch einen Gegentreffer nach einem ruhenden Ball hin – die beste Bilanz der Liga in diesem Zeitraum, vorne gab es immerhin drei Treffer. Zwar auch keine gute Bilanz, aber immerhin eine Steigerung.

Eckenstärke trifft auf Eckenschwäche

Und nun unter René Wagner? Ausgerechnet jetzt scheint sich das Blatt wieder ein wenig zu wenden. Die Kölner fingen sich seit dem Trainerwechsel, wieder drei Standardtreffer. Zur Wahrheit gehört auch, dass es sich bei zweien dieser Gegentore um Elfmeter gegen Bremen und Leverkusen handelte. Doch die Torgefahr die der FC St. Pauli beim ruhenden Ball ausstrahlte war schon ein wenig besorgniserregend. Die Kölner Hintermannschaft schwamm gleich mehrfach, kassierte einen viel zu leichten Gegentreffer.

Und da wird das „ausgerechnet“ ein Thema. Denn wie St. Pauli ist auch der 1. FC Union Berlin bei Standards extrem gefährlich. 15 der 35 Tore erzielten die Eisernen nach einem ruhenden Ball. Prozentual sind nur die Kiezkicker besser. Und Union Berlin traf schon sieben Mal nach einer Ecke. Nur Dortmund (11), Freiburg (9) und die Bayern (8) sind vom Eckpunkt aus gefährlicher. Auf der anderen Seite kassierte kein Team mehr Treffer nach Ecken, wie der FC (8). Und das, obwohl die Kölner wahrlich nicht die meisten Standards verursachen. Das Problem scheinen die Geißböcke nach dem oder durch den Trainerwechsel nicht in den Griff bekommen zu haben.


Die TSG Hoffenheim offenbart eine erstaunliche Parallele zum 1. FC Köln

Hoffenheim im Duell gegen die Bayern vor einer Ecke
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Die TSG Hoffenheim offenbart eine erstaunliche Parallele zum 1. FC Köln

Wie ein roter Faden zieht sich die Standardschwäche bei den Kölnern durch die gesamte Saison. Nun hatte sie auch Konsequenzen. Dabei ist es nicht nur eine Baustelle des 1. FC Köln: Hoffenheim ist ebenfalls sehr schwach bei Standards.

Der FC hat unter der Woche auf die Schwäche bei den Standards reagiert und Hannes Dold von seinen Aufgaben als Standard-Coach entbunden. Dabei handelt es sich nicht um eine Baustelle, die es nur beim FC gibt.

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14 Gegentreffer waren dann am Ende doch zu viel. Hannes Dold wurde von der Aufgabe des Standard-Trainers entbunden. Lukas Kwasniok erklärte am Donnerstag die Maßnahme, deutete an, dass man in Teilen das Vertrauen verloren habe. Schon in den vergangenen Spielen mussten die weiteren Co-Trainer ab und an aushelfen und das offenbar erfolgreich. „Man muss einfach sagen in der Rückserie haben wir noch kein Standard Gegentor nach Ecken bekommen und das ist glaube ich schon auch etwas, wo eine Verbesserung herbeigeführt worden ist“, sagte Kwasniok. Und die Gefahr vor weiteren Ecken-Gegentreffern hält sich im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim auch ein wenig in Grenzen. Zumindest nach der Statistik. Zwar spielt Hoffenheim aktuell die beste Saison der Vereinsgeschichte, das bedeutet aber nicht, dass die Sinsheimer keine Schwächen hätten.

Hoffenheim ebenfalls nach Standards anfällig

Eine dürfte den FC-Fans durchaus bekannt vorkommen, denn die TSG hat am vergangenen Wochenende das erste Mal in dieser Saison nach einer Ecke getroffen. Ozan Kabak köpfte den Ball ins Netz. Nur Werder Bremen ist bislang ohne Treffer nach einer Ecke, neben Hoffenheim waren vor dem 23. Spieltag Köln, der Hamburger SV und der 1. FC Heidenheim nur einmal erfolgreich. Allerdings haben die Sinsheimer im Gegensatz zu den Abstiegskandidat insgesamt acht Mal mit dem ruhenden Ball getroffen, bei den Keller-Kindern sind es maximal vier. Auf der anderen Seite erhielt Hoffenheim im Vergleich zum FC viele Eckbälle, kommt auf 110 Versuche (Platz sieben), die Kölner auf 92 (Platz 16). Damit kommt die TSG hinter Werder auf die zweitschlechteste Quote der Liga.

Allerdings bietet sich nicht nur für die Mannschaft aus dem Kraichgau am Samstag die große Möglichkeit, die Bilanz ordentlich aufzupolieren. Denn wie der FC ist auch Hoffenheim erstaunlich anfällig bei gegnerischen Standards. Wie berichtet kommen die Kölner bereits auf 14 Gegentreffer nach einem ruhenden Ball. Keine andere Mannschaft muss nach Standards so oft hinter sich ins eigene Netz greifen. Hinter dem FC Augsburg (12) und Bayer Leverkusen (11) folgt eben Hoffenheim auf Rang vier. Zehn Gegentore kassierte das Team von Christian Ilzer eben nicht aus dem Spiel heraus, immerhin vier nach einem Eckball. „Schlechter“ sind nur Mainz, Freiburg (je 5) und eben der FC (7).