„Werfen Prinzipien nicht über Bord“: Sbonias sieht nur ein Manko nach WSV-Pleite der U21 des 1. FC Köln

Evangelos Sbonias: Trainer der U21 des 1. FC Köln
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„Werfen Prinzipien nicht über Bord“: Sbonias sieht nur ein Manko nach WSV-Pleite der U21 des 1. FC Köln

Es war ein brutaler Nackenschlag für eine junge Kölner Mannschaft, die den Punktgewinn schon vor Augen hatte: Die U21 verlor in Wuppertal in letzter Sekunde mit 0:1. Trainer Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln sieht ein Manko.

Beim Duell gegen den Wuppertaler SV gab es Sorgen um ein Offensiv-Talent, dem die nächste Zwangspause droht. Dafür feierte ein weiterer U19-Spieler seine Premiere in der Regionalliga West.

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Nach dem Schlusspfiff sanken die Kölner enttäuscht zu Boden. Trainer Evangelos Sbonias eilte aufs Feld und leistete erste Aufbau-Arbeit. Seine talentierten Schützlinge hatten sich lange gut geschlagen bei widrigen Bedingungen im Stadion am Zoo, doch zum Schluss gab es noch das bittere Ende mit dem entscheidenden Gegentor in letzter Sekunde. „Wenn du in Überzahl in der 96. Minute so einen Nackenschlag mit so einem Traumtor kassierst, ist es natürlich bitter“, äußerte ein enttäuschter Sbonias kurz nach dem Schlusspfiff gegenüber come-on-fc.com und stellte fest: „Heute ist viel von dem eingetroffen, was wir vorher gesagt haben. Das hat nichts mit einer Ausrede zu tun, aber es war klar, dass wir unser Spiel hier nicht werden aufziehen können. Es ist aber auch klar, dass wir innerhalb einer Woche nicht unsere kompletten Prinzipien über Bord werfen und dann eine andere Fußballmannschaft werden.“

„Das ist das einzige, was wir uns vorwerfen können“

Im Dauerregen waren auf dem holprigen Untergrund beim Abstiegskandidaten andere Tugenden als fußballerische Qualitäten gefragt. Und da schlug sich die junge Kölner Mannschaft durchaus achtbar, verpasste aber insbesondere in der Schlussphase in Überzahl, zumindest den Punkt abzusichern. „Ich glaube, dass wir es in der ersten Hälfte nach zehn Minuten ordentlich gemacht haben. Wir können da vielleicht auch in Führung gehen. Nach der Überzahl war klar, dass du gegen einen tiefstehenden Gegner und einem Rasen, der nicht bespielbar ist, nicht großartig in die Situationen reinkommst, die wir uns dann vorstellen. Dann musst du halt 0:0 spielen. Das haben wir nicht geschafft. Das ist das einzige, was wir uns vorwerfen können. Du musst 0:0 spielen“, resümierte Sbonias.

Sorgen gab es nach dem Spiel zudem um Etienne Borie. Das Offensiv-Juwel humpelte kurz vor der Pause von zwei Betreuern gestützt in die Kabine. Die ärztlichen Untersuchungen werden zeitnah ergeben, ob Borie die nächste Zwangspause einlegen muss. Luis Hauer durchlebte derweil ein durchwachsenes Comeback nach fast drei Monaten im U21-Tor. Der Torwart verschuldete erst einen Elfmeter, konnte diesen aber direkt parieren. „In der Situation war er unglücklich, aber es freut mich für ihn, dass er nicht bestraft worden ist“, äußerte Sbonias.

Fokus auf der Ausbildung der Talente

Seine Mannschaft versäumte es, den Abstand zum oberen Tabellendrittel nochmals zu verkürzen und verharrt so auf dem achten Platz. Ohne Abstiegssorgen und ohne Aussicht Richtung vordere Plätze kann die U21 somit die Saison entspannt zu Ende spielen und den Fokus ohne Ergebnisdruck auf die Ausbildung der eigenen Talente richten. Mit Jonathan Friemel feierte der nächste U19-Spieler sein Regionalliga-Debüt. Maik Akumu besaß in der Schlussphase beim Stand von 0:0 zwei gute Chancen zum Siegtreffer. Mikolaj Marutzki musste derweil kurzfristig erkrankt pausieren.


Hauers Elfer-Parade reicht nicht: U21 des 1. FC Köln verliert trotz Überzahl in letzter Sekunde beim WSV

Etienne Borie von der U21 des 1. FC Köln
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Hauers Elfer-Parade reicht nicht: U21 des 1. FC Köln verliert trotz Überzahl in letzter Sekunde beim WSV

Bitterer Nachmittag für die FC-Talente: Die U21 des 1. FC Köln kassierte in Überzahl beim letzten Angriff des Spiels weit in der Nachspielzeit noch den Gegentreffer zur 0:1-Niederlage beim Wuppertaler SV.

Für die U21 war es die erste Niederlage in 2026 und das Ende der Serie von zuletzt vier ungeschlagenen Spielen. Die U21 des 1. FC Köln kassierte 0:1-Niederlage beim Wuppertaler SV.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zum 1:1 zuhause gegen Lotte eine Woche zuvor auf drei Positionen. Luis Hauer stand erstmals seit dem 3:5 Ende November gegen Dortmunds U23 wieder zwischen den Pfosten. Mikolaj Marutzki fehlte diesmal im Kader. Der U19-Kapitän Jonathan Friemel feierte wie erwartet seine U21-Premiere. Auch Bernie Lennemann erhielt diesmal das Mandat für die Startelf. Youssoupha Niang und Marvin Ajani rutschten aus dem U21-Kader.

Etienne Borie vorzeitig vom Platz

Die Kölner hätten beinahe einen Traumstart erwischt, als Etienne Borie einen hohen Ball in die Spitze zu Bernie Lennemann schlug. Der Stürmer schoss aus spitzem Winkel, bedrängt von Dominic Duncan, doch Wuppertals Torwart Ngemba Luyambula parierte aufmerksam (3.). Im Duell zweier Fünferketten in der Abwehr entwickelte sich danach im Regen und auf holprigem Untergrund die erwartet zähe Partie zunächst ohne weitere Highlights. Das änderte sich, als Wuppertals Josue Santo nach einem Pass in die Schnittstelle der Abwehr frei vor Hauer auftauchte und vom Kölner Schlussmann unsanft abgeräumt wurde (23.). Der Schiedsrichter Yannick Sager zeigte direkt auf den Elfmeterpunkt.

Hauer behielt danach gegen Aldin Dervisevic aber die Nerven, ahnte die vom Schützen aus gesehen rechte untere Ecke und wehrte den Strafstoß zur Seite ab (24.). Für den FC wurde es noch vor der Pause bitter, als Etienne Borie bei einem Zuspiel im Mittelfeld ohne Gegner-Einwirkung zu Boden sank und nach einer kurzen Behandlungspause von zwei Ordnern gestützt in die Kabine humpelte. Für das von bereits in der Vergangenheit von vielen Verletzungen gebeutelte Talent kam Nilas Yacobi ins Spiel (40.).

Wuppertal in Unterzahl

Und nur wenige Sekunden später entwischte Wuppertals Santo seinem Gegenspieler Luc Dabrowski, doch sein scharfer Flachschuss zischte am langen Kölner Eck vorbei (40.). Auf der Gegenseite tauchte die U21 nach langer Zeit wieder gefährlich im gegnerischen Strafraum auf. Yacobi schlug die Flanke von der rechten Seite ins Zentrum, aber Luyambula wehrte den Kopfball-Aufsetzer von Lennemann stark zur Ecke ab (41.). Den Zuschauern im Stadion am Zoo im Wuppertaler Dauerregen bei Wind und immer schlechter werdendem Untergrund bot sich in der zweiten Hälfte ein kampfbetontes Duell. Bis zum ersten Aufreger dauerte es, Luis Hauer parierte aus kurzer Distanz stark gegen Wuppertals Levin Müller (61.).

Kurz danach dezimierten sich die Gastgeber selbst: Der in der ersten Hälfte nach einem Schubser gegen Patrik Kristal verwarnte Josue Santo sah die Gelb-Rote Karte, weil er nach einem Pfiff des Schiedsrichters an der Mittellinie den Ball wegschoss (64.). Die Unterzahl war den Gastgebern kaum anzumerken. In der Schlussphase zitterte sogar das Kölner Gehäuse, als Jeremy Aydogan einen platzierten Distanzschuss an den Pfosten setzte (78.). Auf der Gegenseite schoss der eingewechselte Maik Akumu bei einem Konter am langen Eck vorbei und übersah den mitgelaufenen Yacobi in der Mitte (80.). Kurz darauf war es abermals Akumu, doch Luyambula wehrte den abgefälschten Schuss ab (82.).

Als alles bereits nach einer Punkteteilung aussah, schlugen die Gastgeber noch einmal zu: Beim letzten Angriff der Partie drang Amin Bouzraa über die linke Kölner Abwehrseite in den Sechzehner ein. Mikail Özkan ging nicht mit letzter Konsequenz in den Zweikampf, um eine Flanke verhindern zu können. Der Wuppertaler schlenzte stattdessen den Ball als Tor des Monats in den Winkel zum 1:0 für den WSV (90.+6). Unterm Strich wäre eine Punkteteilung gerecht gewesen, denn auch der FC schnupperte zwischenzeitlich am Siegtreffer. Für die U21 geht es bereits am Freitagabend (19:30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die U21 des VfL Bochum weiter.

1. FC Köln U21: Hauer – Neumann, Mausehund, Dabrowski, Özkan, Friemel (80. Dürholtz) – Kristal (46. Elyazidi), Harchaoui – Borie (40. Yacobi), Lennemann (68. Akumu), Adamyan (80. Toure). Tor: 1:0 Bouzraa (90.+6). Zuschauer: 1059. Besondere Vorkommnisse: Hauer pariert Foulelfmeter (24.). Gelb-Rote Karte gegen Santo (WSV/64.).


„Andere Tugenden an den Tag legen“: U21 des 1. FC Köln tritt bei abstiegsbedrohtem WSV an

Evangelos Sbonias bei der U21
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„Andere Tugenden an den Tag legen“: U21 des 1. FC Köln tritt bei abstiegsbedrohtem WSV an

Das kommende Spiel der Reserve der Geißböcke dürfte nichts für Fußball-Ästheten werden: Das Team von Trainer Evangelos Sbonias muss am Samstag (14 Uhr) zum Auswärtsspiel. Die U21 des 1. FC Köln tritt beim Wuppertaler SV an.

Am Samstagnachmittag kommt es zum Duell der U21 des 1. FC Köln und Wuppertal. Die Bergischen kämpfen um den Klassenerhalt in der Regionalliga West – und der Trainer zählte seine Mannschaft zuletzt öffentlich an.

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Es waren markige Worte, die Mike Wunderlich am vergangenen Wochenende wählte. Der 39-jährige gebürtige Kölner, der im Januar das Traineramt beim Wuppertaler SV antrat, nahm sich seine Mannschaft nach dem 1:5-Debakel bei Schalkes U23 am vergangenen Sonntag öffentlich zur Brust: „Wir haben keine Zweikämpfe geführt. Nicht nur, dass wir sie nicht gewonnen haben, wir haben sie gar nicht geführt“, zitierte der RevierSport den Trainer hinterher, „so kannst du kein Fußballspiel bestreiten, egal in welcher Position du bist. Aber noch weniger, wenn du da stehst, wo wir stehen.“

“Die Gemengelange ist gelinde ausgedrückt sehr kompliziert“

Aktuell stehen die Bergischen in der Tabelle auf dem viertletzten Platz, der am Saisonende je nach Konstellation den Abstieg bedeuten könnte. Kölns Coach Evangelos Sbonias sieht die Vorzeichen für das Gastspiel seiner Mannschaft im Stadion am Zoo daher nicht gerade vorteilhaft: „Die Gemengelange ist gelinde ausgedrückt sehr kompliziert“, sagte der Coach im Gespräch mit come-on-fc.com, „wenn man das Ergebnis und das Spiel von Wuppertal gegen Schalke und dann die Aussagen dazu nimmt, wird das eine sehr komplizierte Aufgabe für meine junge Mannschaft.“ Es gehe gegen einen Gegner, „der ums sportliche Überleben kämpfen und entsprechend auch diese Attribute auf den Platz bringen wird“.

Hinzu komme der mutmaßlich nicht gut zu bespielende Rasen im altehrwürdigen Stadion am Zoo, sodass die FC-Talente ihre fußballerischen Qualitäten vermutlich eher nicht werden ausspielen können. „Ich hoffe es immer noch, dass es trotzdem irgendwie gehen wird“, sagte Sbonias auf den Umstand angesprochen, unterstrich aber auch: „Wenn das nicht geht, müssen wir andere Tugenden an den Tag legen.“ Sbonias nahm seinen Spielern bereits im Vorfeld ein mögliches Alibi: „Es geht nicht, dass man alles über Bord wirft, weil der Rasen nicht bespielbar ist. Man muss damit umgehen und Lösungen finden und das werden wir auch, darum geht’s morgen.“

“Wir werden nach dem Training entscheiden, wie es weitergeht“

Fragezeichen stehen im Vorfeld noch hinter den Einsätzen von Marvin Ajani und Malek El Mala. Während Ajani zuletzt mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, wird es beim Jungstürmer ein Wettlauf gegen die Zeit, ob er nach langer Verletzungszeit den Sprung zurück in den Kader schaffen kann. Mit Maik Akumu und Jonathan Friemel trainierten am Freitag zwei Spieler aus der U19 bei der U21 mit. Das Duo kommt grundsätzlich auch für eine Nominierung am Samstag in Betracht: „Wir werden nach dem Training entscheiden, wie es weitergeht“, berichtete Sbonias vor der Abschlusseinheit.

Die U21 gewann das Hinspiel gegen den WSV knapp mit 3:2. Damals saß Sebastian Tyrala bei den Bergischen noch auf der Trainerbank. Die FC-Reserve geht als Favorit in das Rückspiel – und nach zuletzt vier Regionalliga-Spielen ohne Niederlage auch durchaus mit Selbstbewusstsein.