Drei Zweien, aber auch viel Durchschnitt – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Tom Krauß im Zweikampf
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Drei Zweien, aber auch viel Durchschnitt – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Viel hat nicht gefehlt und der FC hätte einen sehr großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Am Ende gab es ein 2:2. Doch die Ausgangslage ist nach wie vor keine schlechte. Überzeugen konnten nicht alle Spieler. Die Einzelkritik des 1. FC Köln bei Union Berlin.

Auch, wenn der FC zwei Punkte liegengelassen hat, die Situation ist nach wie vor eine gute. Je nach Ausgang der Spiele der Konkurrenz kann der Rest der Saison entspannter angegangen werden. Dennoch sorgte das Remis für eine enttäuschte Stimmung.

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Einzelkritik Marvin Schwäbe, Note 3

Marvin Schwäbe

Zunächst ohne Arbeit, brachte dann mit einem haarsträubenden Fehler Burke und der Kemlein ins Spiel. Die Unaufmerksamkeit blieb mit Glück ohne Folgen. War bei den Gegentoren machtlos.


Einzelkritik Kristoffer Lund 3

Kristoffer Lund

Hatte einen schweren Stand auf der linken Abwehrseite, vor allem gegen den agilen Schäfer. Einmal mehr nicht immer sicher am Ball.


Cenk Özkacar Einzellkritik 3+

Cenk Özkacar

Wieder ein sehr routinierter Auftritt des Türken, der sich mit Nachdruck festspielt. Gewann starke 75 Prozent seiner Zweikämpfe und überzeugte auch im Spielaufbau.


Jahmai Simpson-Pusey Einzelkritik, Note 2

Jahmai Simpson-Pusey

Bekam früh gleich zwei Mal die Körperhärte von Ansah brutal zu spüren. Holte sich das Selbstvertrauen aber schnell zurück. Kam alleine in den ersten zehn Minuten auf 20 Pässe, die alle ankamen. Am Ende wurden es gute 50. Im Spielaufbau beeindruckend souverän und auch in den Luftzweikämpfen gut.


Einzelkritik Sebulonsen 3

Sebastian Sebulonsen

Erst unauffällig, stand dann gleich mehrfach gegen Rothe bei Flanken unglücklich. Fing noch vor dem Seitenwechsel einen Konter in höchster Not ab. Einmal mehr eine insgesamt solide Leistung – nicht mehr und nicht weniger.



Nicht alle überzeugen

Eric Martel

Stopfte viele Lücken und gewann im Schnitt drei von vier Zweikämpfen. Holte sich mit einem Stempel die zehnte Gelbe Karte ab und fehlt beim letzten Heimspiel der Geißböcke, vielleicht dem letzten Auftritt in Köln.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Einzelkritik Tom Krauss 3+

Tom Krauß

Spielte für den gesperrten Johannesson. Führte die meisten Kölner Zweikämpfe, von denen er die meisten auch gewann. War gewohnt leidenschaftlich und willensstark, ohne das Spiel zu leiten.


Einzelkritik Jakub Kaminski, Note 3

Jakub Kaminski

War über den Pass von Waldschmidt in der Anfangsphase noch überrascht. Dann richtig auf Zack, als er El Mala vor der Führung wegschickte und diese selbst einleitete. Hätte vor der Halbzeit erhöhen können, doch Klaus rettete stark, hätte nach der Halbzeit erhöhen können, kam einen Schritt zu spät. Erstaunlich früh vom Platz.


Einzelkritik Luca Waldschmidt, Note 2-

Luca Waldschmidt

Begann zum ersten Mal seit mehr als zwei Monaten in der Startelf. Seine erste Aktion – ein langer Ball auf Kaminski – ging in Richtung Traumpass. Dann mit einem cleveren Assist vor der Kölner Führung. Auch sein zweiter Traumball auf Kaminski fand kein glückliches Ende. Extrem laufstark, viele Ballkontakte. Gutes Spiel.


Marius Bülter Einzelkritik 3

Marius Bülter

Fand lange gar nicht statt. Sein elfter Ballkontakt war dann schon ein besonders schöner zur Kölner Führung, der zehnte hatte den Treffer mit einem tollen langen Ball auf (eigentlich den im Abseits stehenden El Mala) Kaminski eingeleitet. Arbeitete stark in der Defensive, setzte aber auch weiterhin wenig im Angriff um.


Einzelkritik Said El Mala 2

Said El Mala

Ließ seine Qualität das erste Mal nach 20 Minuten aufblitzen, als er von der linken Seite in die Box zog, den Ball aber über das Tor jagte. Legte Kaminski gleich zwei große Chancen auf, die dieser vergab. Spielte Lunds Vorarbeit trocken ins lange Ecke. Ging nach 70 Minuten vom Platz.


Einzelkritik Felipe Chavez, Note 3+

Felipe Chávez

Kam nach einer guten Stunde. Technisch wirklich eine Augenweide, stark am Ball.

Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben


Mangelndes Fairplay? Beim 1. FC Köln hadert man mit einer Szene

Eric Martel im Kopfball-Duell
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Mangelndes Fairplay? Beim 1. FC Köln hadert man mit einer Szene

Nach dem 2:2-Remis der Geißböcke gegen Union Berlin war die Enttäuschung bei den Kölnern groß. Für zusätzlichen Frust sorgte eine bestimmte Szene. Der 1. FC Köln ärgert sich über mangelndes Fairplay.

Mangelndes Fairplay oder Fußball-Alltag? Der FC hätte nach einem ins Aus gespielten Ball gerne jenen wiederbekommen. Das passierte nicht, dafür fiel unmittelbar danach das 2:2.

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Marvin Schwäbe hatte Redebedarf. Der Keeper der Geißböcke stand an der Seitenlinie und sprach wahlweise mit Schiedsrichter Daniel Schlager oder Union-Kapitän Christopher Trimmel. Offenbar war der Redebedarf so deutlich, dass der Unparteiische dann zur Gelben Karte greifen musste. Dabei war der Frust des Kölner Torhüters verständlich. Eric Martel lag bereits seit einiger Zeit in Höhe der Mittellinie auf dem Boden, krümmte sich vor Schmerzen. Felipe Chávez war es schließlich, der den Ball eindeutig absichtlich ins Aus spielte. Für die Gegner war der Pass über die Seitenlinie, fernab von jeglichem Mitspieler, dann aber offensichtlich nicht so eindeutig. So nahm sich Christopher Trimmel die Kugel. Anstatt wie üblich, die Kugel wieder zum Gegner zu werfen, landete die Kugel beim Mitspieler. „Berlin hat es dann nicht eingesehen, uns den Ball dann Fairness halber wieder zurück zu spielen“, sagte Schwäbe später. „Das ist in dem Moment einfach unverständlich. Dass das dann ein Stück weit eskaliert, ist klar.“

„Kann man machen, muss man aber nicht“

Es eskalierte auch, weil die Eisernen den Angriff zum Ausgleich nutzten. Levan Burcu bekam über Umwege die Kugel, zog ab und überwand Marvin Schwäbe. „Ich denke schon, dass das ein bisschen schade ist. Es ist dann schon Fairplay, ihn zurückzuspielen. Er spielt ihn klar ins Aus“, sagte Marius Bülter, fügte aber auch an, dass es nun „ohnehin nicht mehr zu ändern“ sei. Dennoch war der Frust über die Aktion groß. Auch, weil es das 2:2 bedeutete und damit den verspielten Sieg. Auf Seiten der Eisernen war man da aber anderer Meinung. „Sie hatten vorher selber die Möglichkeit, den Ball raus zu spielen, haben dann gemerkt, dass eine Druckphase kommt und spielen ihn dann raus“, erklärte Trimmel. „Dann habe ich ganz klar definiert: Ihr habt jetzt schon sieben acht Mal auf Zeit gespielt, seid am Boden liegen geblieben. Da spielen wir natürlich das Spiel mit, weil es um Fairplay geht und nicht um einzelne Situationen.“

Trimmel sagte aber auch, dass er es in der Situation als Gegenspieler wohl ähnlich gesehen habe. René Wagner wollte sich gar nicht erst auf eine Diskussion einlassen. Die Frage, ob man den Ball nicht hätte zurückgeben müssen, sagte der Coach nur „Kann man machen, muss man aber nicht“. Marie-Louise Eta wollte sich an die Situation derweil nicht erinnern können. Am Ende des Tages können die Kölner es nun nicht mehr ändern. Zur Wahrheit gehört zudem auch, dass der FC den Sack schon früher hätte zumachen können Etwa als Linton Maina kurz vor dem Ausgleich die Chance auf die Vorentscheidung hatte.


Trotz 2:0-Führung: Der 1. FC Köln gibt die Vorentscheidung noch aus der Hand

Jakub Kaminski für den 1. FC Köln
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Trotz 2:0-Führung: Der 1. FC Köln gibt die Vorentscheidung noch aus der Hand

Der FC war der Vorentscheidung ganz nahe und muss nun doch weiter warten. Trotz 2:0-Führung reichte es für Köln nicht zum erhofften Sieg. Der 1. FC Köln spielt bei Union Berlin 2:2-Unentschieden. Der Klassenerhalt lässt damit weiter auf sich warten, ist aber nahe.

So ein wenig hatten die Kölner vermutlich schon auf die Couch geschielt, auf der sie den Kampf um den Klassenerhalt am Sonntag verfolgen würden. Doch der FC muss noch weiter zittern. Denn die Geißböcke kamen in Berlin trotz 2:0-Führung nicht über ein Remis hinaus. Sollten St. Pauli und Wolfsburg am Sonntag verlieren, wäre der FC dennoch so gut wie sicher durch. Denn dann würde im Fall der Fälle die Tordifferenz entscheiden und die spricht aktuell deutlich für Köln.

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Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Spieltag gab es für René Wagner nicht viele Gründe, um am ganz großen Personal-Rad zu drehen. Dabei musste der Kölner Coach auf die Gelbsperre von Isak Johannesson reagieren. Für den Isländer lief Tom Krauß auf. Zudem rotierte Luca Waldschmidt für Linton Maina in die Anfangsformation. Union presste die Kölner von Beginn an früh, der FC versuchte dagegen, über Ballbesitz die Kontrolle über die Begegnung zu bekommen. Doch der Gastgeber stand gut, ließ nicht viel zu. Da auch die Kölner Hintermannschaft konzentriert arbeitete, passierte in der Anfangsphase so gut wie nichts. Erst ein genialer langer Pass von Waldschmidt setzte Jakub Kaminski in Szene, doch der Pole bekam die Kugel nicht unter Kontrolle (14.). Besser machte es Said El Mala, der gleich zwei Leute auf der linken Seite stehen ließ und den Ball über das Tor jagte (20.).

Bülter trifft in den Winkel

Schließlich war es Marvin Schwäbe, der den Gegner mit einem haarsträubenden Fehler ins Spiel brachte. Ein verunglückter Pass landete bei Oliver Burke, über Umwege kam die Kugel zu Kemlein, der den Schlenzer an den Außenpfosten setzte (23.). Berlin war nun besser im Spiel. Eine Flanke von Andras Schäfer landete bei Tom Rothe, der nicht genug Druck hinter die Kugel bekam (26.). Nur drei Minuten später landete die nächste Kugel bei Rothe, doch wieder fiel kein Treffer. Das aber auf der anderen Seite. Nach einem langen Ball von Sebastian Sebulonsen war El Mala im Abseits durch, doch der Angreifer bremste ab und öffnete damit die Tür für Kaminski, der legte zurück auf Waldschmidt, der wiederum Marius Bülter fand. Der Routinier machte es ganz abgeklärt und verwandelte mit einem Traumschuss Richtung Winkel (33.). Eine glückliche Führung.

Die, die Kölner aber beinahe noch erhöht hatten. El Mala spitzelte die Kugel zu Kaminski, der sich durchtankte und dann an Carl Klaus scheiterte, den abgefälschten Ball verfehlte Waldschmidt knapp (42.). Auf der anderen Seite brachte Burke eine weitere scharfe Flanke, die Rothe per Grätsche verpasste (45.). Es blieb bei der Führung zur Pause. Die erste Aktion nach dem Wechsel gehörte auch den Kölnern. El Mala setzte sich spielend leicht gegen Stanley Knsoki durch und flankte scharf vor das Tor, doch Kaminski kam einen Schritt zu spät (50.). Die Eisernen übernahmen zunehmend die Spielkontrolle, taten nun wieder mehr. Doch der FC erzielte den Treffer. Kristoffer Lund stand auf der linken Seite plötzlich im letzten Drittel und spielte die Kugel in die Box, dort lauerte El Mala, der sein Dutzend an Bundesliga-Treffern voll machte (61.).

Rothe sorgt für Spannung

Für die Schlussphase brachte Wagner gleich mehrere frische Kräfte. Doch prompt fiel der Anschlusstreffer. Nach einer Ecke von Christopher Trimmel stieg Rothe ungehindert am höchsten und nickte ein (73.). Der Gastgeber witterte nun wieder die Chance und der FC fand nur selten über Konter Entlastung. Die ganz große Gefahr strahlte Berlin aber auch nicht so wirklich aus. So hätte der eingewechselte Linton Maina die Vorentscheidung nach einem schönen Pass von Youssoupha Niang erzielen können, setzte aber zu hoch an (84.). Genauso wie auf der anderen Seite Burke, der Cenk Özkacar enteilt war (85.). Vier Minuten später war dann Livan Burcu zur Stelle und gleich tatsächlich für die Eisernen noch aus (89.). In einer wilden Schlussphase setzte sich kein Team mehr durch. So kann der FC den Klassenerhalt am Sonntag nicht sicher feiern. Bei Pleiten der Konkurrenz wäre der FC aber nur noch theoretisch abzufangen.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund (80. Schmied), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen – Martel, Krauß – Bülter (71. Thielmann), Kaminski (71. Maina), Waldschmidt (62. Chávez) – El Mala (71. Niang); Tore: 0:1 Bülter (33.), 0:2 El Mala (61.), 1:2 Rothe (73.), 2:2 Burcu (89.); Gelbe Karten: Martel (10.), Simpson-Pusey, Schwäbe


    Kölns Försterei-Fluch: Warum der 1. FC Köln trotz schlechter Bilanz bei Union punkten kann

    Spielt Tom Krauß wieder gegen Union Berlin
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    Kölns Försterei-Fluch: Warum der 1. FC Köln trotz schlechter Bilanz bei Union punkten kann

    Nein, viel zu lachen hatte der FC in der Bundesliga gegen Union Berlin bislang wahrlich nicht. In den fünf Begegnungen im Stadion An der Alten Försterei holten die Domstädter bei vier Niederlagen gerade mal ein mageres Pünktchen. Und doch gibt es Chancen für den 1. FC Köln: Das sind Mutmacher gegen Union Berlin.

    Ein Sieg, zwei Unentschieden, acht Niederlagen: Die Bundesligabilanz des 1. FC Köln gegen den 1. FC Union Berlin liest sich ziemlich mau. Und trotzdem spricht einiges dafür, dass die Geißböcke bei den Eisernen zumindest nicht als Verlierer vom Platz gehen werden.

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    Köln auswärts mehr als zwei Monate unbesiegt

    Bekanntlich sind Statistiken immer nur so aussagekräftig wie man sie liest. So hat der FC seit elf Spielen auswärts nicht mehr gewonnen. Auf der anderen Seite ist der FC bei Auswärtsspielen wiederum aber auch schwer zu schlagen. Seit der 0:2-Niederlage Ende Februar in Augsburg haben die Geißböcke 1:1 beim Hamburger SV, 2:2 bei Eintracht Frankfurt und 1:1 beim FC St. Pauli gespielt. Und das hat gute Gründe: Dabei zeigten die Kölner Mentalitätsmonster nämlich in allen drei Spielen Comeback-Qualitäten und kämpften sich jeweils nach einem Rückstand zurück.

    Klar, spielerische Offenbarungen waren diese Begegnungen größtenteils nicht. Aber die Mannschaft legte genau die Tugenden an den Tag, auf die es auswärts und im Abstiegskampf ankommt: Einsatzbereitschaft, Teamgeist, mentale Stärke und Moral. Genau diese Eigenschaften wird es auch An der Alten Försterei brauchen, um dort zu punkten. Und die letzten Resultate auf fremden Plätzen machen Hoffnung, dass dem EffZeh das auch gelingen wird.

    FC-Joker um Waldschmidt als späte Trümpfe

    Köln kann in dieser Saison stets nochmal nachlegen. Bisher zeichneten eingewechselte FC-Spieler schon für 13 Tore verantwortlich: Das ist Vereinsrekord. Ob Alessio Castro-Montes in Frankfurt oder Luca Waldschmidt auf St. Pauli und gegen Bayer Leverkusen: Die FC-Joker stechen regelmäßig und hatten in den letzten Wochen großen Anteil daran, dass die Geißböcke regelmäßig Punkte eingefahren haben.

    Unter René Wagner hat vor allem Waldschmidt seine Rolle als späte Offensivwaffe von der Bank angenommen und spielt zurzeit stark auf. Seine spielerische Finesse und feine Schusstechnik könnten auch gegen die robusten Berliner Abwehrhünen einen Unterschied machen. Aber egal welche Reservisten der FC-Trainer im Verlauf des Spiels am Samstag noch auf den Rasen schicken wird: Union dürfte gewarnt sein.

    Stabile Formkurve, spielerische Verbesserungen

    Zudem präsentieren sich die Kölner Richtung Saisonende insgesamt in einer guten Verfassung. Kommunikativ scheint es zu passen zwischen Wagner und seiner Truppe. Der FC hat von den letzten sechs Spielen nur eins verloren und zeigte sich im Nachbarschaftsduell gegen Bayer trotz Niederlage auch spielerisch verbessert.

    Der xGoals-Wert, also die Qualität der erspielten Torchancen, konnte sich in den vergangenen Wochen – von der schwachen Partie gegen St. Pauli mal abgesehen – ebenfalls sehen lassen: Gegen Leverkusen lagen die „Expected Goals“ von Köln bei 2,67, in Überzahl gegen Bremen bei 4,31 und in Frankfurt bei 3,01.

    Mit diesen überzeugenden Werten als Mutmacher im Gepäck muss der FC nun auch gegen einen unbequemen Gegner wie Union Berlin versuchen, spielerische Lösungen zu finden und die teils hochkarätigen Torgelegenheiten etwas konsequenter zu nutzen. Gelingt das in Kombination mit der derzeitigen Auswärts-Stabilität, spricht wenig dagegen, dass der 1. FC Köln an der bislang ungeliebten Alten Försterei etwas Zählbares mitnehmen kann.

    Kommentar zum 1. FC Köln: Der Frust rund ums Geißbockheim ist verständlich, die Sorge berechtigt

    1. FC Köln gegen Leverkusen
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    Kommentar zum 1. FC Köln: Der Frust rund ums Geißbockheim ist verständlich, die Sorge berechtigt

    Mit nur einem Sieg aus zehn Pflichtspielen und zwei Punkten aus den vergangenen sechs steuert der FC geradewegs auf die Abstiegsränge zu. Auch, wenn die Tabellensituation komfortabel ist, sind Sorge und Frust berechtigt. Ein Kommentar zum Jahresabschluss des 1. FC Köln.

    Nur zwei Punkte holte der FC aus den vergangenen sechs Pflichtspielen. Kein anderes Team der Liga beweist eine ähnlich schwache Form. Der FC wird in den kommenden Wochen sicherlich einige Dinge hinterfragen. Ein Kommentar zum Jahresabschluss des 1. FC Köln.

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    Unter der Woche betonte Lukas Kwasniok, kein großer Freund vergangener Statistiken zu sein. Kein Wunder, denn diese spiegeln dann auch des Öfteren eine etwas verschobene Realität wider. Die Geißböcke können sich zum Beispiel wenig dafür kaufen, dass sie gegen Union Berlin deutlich mehr Ballbesitz, mehr Torabschlüsse und sogar deutlich mehr gewonnene Zweikämpfe auf dem Konto hatten. Am Ende standen am Samstagabend Null Punkte. Die spielen in Statistiken ein, an denen der Trainer eher schlecht vorbeikommt, die die aktuelle Realität und vor allem Gefühlslage aber dann auch nicht widerspiegelt. Die Kölner belegen nach der Niederlage das erste Mal in dieser Saison einen schlechteren Platz als Rang zehn. Aber: Als Aufsteiger liest sich die Tabelle aktuell sehr beachtlich: Köln ist zum Jahreswechsel Tabellenelfter, hat noch eine Menge Gegner und vier Punkte zwischen sich und den Abstiegsrängen.

    Der Absturz ist mehr als brutal

    Zur Wahrheit gehört natürlich, dass die Geißböcke aktuell noch von dem starken Saisonauftakt zehren. Ein Polster, das man sich in Köln angefuttert hat. Kwasniok erklärte, dass der Auftakt den ein oder anderen hat träumen lassen. Ganz sicher haben die frühen Punkte aber auch über schon damalige Probleme hinweggetäuscht. Die Erfolge über Regensburg und Mainz waren mehr als glücklich und zeigten schon früh in der Saison, dass es der Aufsteiger schwer haben würde, wenn er den Ball hat, das Spiel machen muss. Möglicherweise ist das auch nicht die Kernaufgabe eines Liga-Neulings. Der Absturz von dem vermeintlich besten Transfersommer der Vereinsgeschichte bis zur Weihnachtstristesse mit gerade einmal einem einzigen Sieg aus zehn Pflichtspielen ist mehr als brutal. Die Enttäuschung, die Trainer und Team in den Sozialen Netzwerken entgegenströmt, ist also durchaus verständlich.

    Nur zwei Punkte aus sechs Spielen

    Der FC wollte sich eigentlich mit einem guten Gefühl in die Winterpause verabschieden, der Frust kurz vor Weihnachten ist rund ums Geißbockheim aber groß. Und berechtigt. Zwei Punkte holten die Kölner aus den Begegnungen seit dem Erfolg über den Hamburger SV. Und das, obwohl sich der FC mit den Gegnern wie Borussia Mönchengladbach, St. Pauli, Werder Bremen und auch Union Berlin auf Augenhöhe wähnte. Kwasniok würde die Begegnungen sicherlich als Highlight-Spiele bezeichnen. Nur sollten genau diese, zumindest das ein oder andere, gewonnen werden. Und sowohl Union als auch St. Pauli waren Kontrahenten, bei denen das hätte gelingen können, eigentlich müssen. Und da hilft es auch nicht, dass Kleinigkeiten sicherlich hier und da den Unterschied gemacht haben. Gelinde gesagt, ist die Entwicklung der Kölner besorgniserregend.

    Thomas Kessler kündigte indes an, dass man nun in Ruhe schauen werde, welche Dinge gut gelaufen seien, welche nicht. Es wird die ein oder andere Analyse geben, zu der auch sicher seine Transfers gehören werden, von denen unterm Strich dann doch nicht alle eingeschlagen sind. Ein emotionaler Schnellschuss ist nicht zu erwarten. In keine Richtung. Dennoch: Der FC wird wohl nicht daran vorbeikommen, auf dem Transfermarkt nachzubessern. Denn schon das kommende Spiel hat einen besonderen Charakter. Sollte der FC auch gegen den 1. FC Heidenheim nicht gewinnen und dann in das Duell gegen die Bayern gehen, dann könnte der Abschluss der Hinrunde ungemütlicher werden als der Weihnachtsfrust nach Samstag.