Gegner des 1. FC Köln: Wolfsburg und das Defensivproblem

Eric Martel im Duell VfL Wolfsburg
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Gegner des 1. FC Köln: Wolfsburg und das Defensivproblem

Am Freitagabend trifft der FC auf den VfL Wolfsburg und damit auf einen Gegner, der in der Defensive rein statistisch alles andere als gut dasteht. Der 1. FC Köln trifft auf einen Gegner mit Defensivproblem.

41 Gegentore kassierten die Wölfe bereits in dieser Saison. Die Abwehr des VfL ist rein statistisch eine der schwächsten der Liga. Nicht umsonst hat Wolfsburg nachgerüstet. Am Freitagabend steht nun das Duell gegen die Geißböcke an: Der 1. FC Köln trifft auf einen Gegner mit Defensivproblem.

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Den 11. Januar werden die Wölfe vorerst einmal nicht so schnell vergessen. An jenem Tag zu Beginn des Jahres gab es für den VfL einen Eintrag ins Vereins-Geschichtsbuch. 1:8 unterlag Wolfsburg dem FC Bayern München – die höchste Pleite der eigenen Bundesliga-Historie. Ein herber Rückschlag für den neuen Cheftrainer Daniel Bauer, der die Niedersachsen erst im November übernommen hat. Nicht umsonst haben die Wölfe noch einmal in der Defensive nachgerüstet. Denn die Abwehr des VfL ist rein statistisch eine der schwächsten der Liga. 41 Gegentore hat sich Wolfsburg in dieser Spielzeit schon gefangen. Einzig in Frankfurt und in Heidenheim mussten die Keeper die Bälle noch häufiger aus dem Kasten holen (jeweils 42).

Negative Werte

Dass es bei den Wölfen so oft klingelt, kommt aber nicht von ungefähr. Der VfL kommt auf den dritthöchsten gegnerischen xGoals-Wert. Der liegt bei rund 34. Das heißt, die Qualität der gegnerischen Chancen ließ eben 34 Treffer erwarten, die Wölfe kassierten aber bereits 41 Tore. Die gegnerische xGoals-Effizienz liegt also bei -7, einzig bei der Eintracht sieht diese noch schlechter aus (-12). Zum Vergleich: der gegnerische xGoals-Wert der Kölner liegt bei 30,5, der FC fing sich bislang 32 Gegentore. Dazu ließen die Niedersachsen die meisten Torschüsse auf ihr Tor zu, die meisten Kopfbälle. Keine Mannschaft fängt sich mehr Flanken und mehr Hereingaben aus dem Spiel. Wolfsburg hat auch die meisten Ecken bereits hingenommen sowie die meisten Abschlüsse nach Ecken – allerdings sind erst zwei Tore daraus resultiert.

Dabei investiert das Team von Daniel Bauer viel – gehört zu den laufstärksten Teams, absolviert die meisten Tempoläufe gegen den Ball, viele Sprints, viele intensive Läufe. Der Ertrag ist aber überschaubar. Ob die Geißböcke das aber am Freitagabend ausnutzen können, muss sich auch erst zeigen. Denn auch Wolfsburg tut sich schwer mit Ballbesitz und gegen jene Mannschaften haben die Kölner bekanntlich ihre Probleme.


Der 1. FC Köln, der VfL Wolfsburg und das Problem einer 1:0-Führung

Luca Waldschmidt traf früh gegen den VfL Wolfsburg, am Ende gab es ein Remis
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Der 1. FC Köln, der VfL Wolfsburg und das Problem einer 1:0-Führung

Gegen den SC Freiburg ging der FC zum vierten Mal in dieser Saison in der Anfangsphase in Führung. Gewonnen haben die Kölner keins dieser Spiele. Und das ist nicht alles: Der 1. FC Köln und das Problem der 1:0-Führung.

Trotz Führung haben die Geißböcke schon zahlreiche Spiele aus der Hand gegeben. Genauso wie der VfL Wolfsburg. Vor allem nach frühen Treffern will es für den 1. FC Köln nicht so recht laufen.

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Knapp anderthalb Minuten währte die Freude über die Führung der Geißböcke am vergangenen Sonntag. Linton Maina hatte mit einem beherzten Sololauf das Kölner 1:0 eingeleitet. Max Rosenfelder brachte den FC tatsächlich letztendlich in Front, als er die Kugel ins eigene Netz drosch. Gebracht hat der Treffer dem FC herzlich wenig. Denn eben anderthalb Minuten später lupfte Derry Scherhant die Kugel über Marvin Schwäbe zum Ausgleich ein. Kurz vor dem Seitenwechsel traf die Mannschaft von Julian Schuster dann den 2:1-Siegtreffer. Die Kölner gaben den Sieg also trotz des frühen 1:0 noch aus der Hand. Und das ist in dieser Spielzeit offensichtlich ein grundsätzliches Problem des FC. Denn Niederlagen oder Remis nach frühen Treffern gab es in dieser Spielzeit schon mehrere.

Vier mal früh in Führung, vier Mal nicht gewonnen

Vier Mal erzielten die Geißböcke in der Anfangsphase das 1:0. Gegen Frankfurt hieß es am Ende 3:4, gegen den VfB Stuttgart 1:2, in Wolfsburg 3:3 und eben gegen Freiburg 1:2. Damit nicht genug: Inklusive des Pokalspiels gegen die Bayern gingen die Kölner in dieser Spielzeit bereits sieben Mal 1:0 in Führung, ohne am Ende als Gewinner vom Platz zu gehen. Nach Führungen verloren die Kölner sogar vier Liga-Spiele. Das ist der Liga-Höchstwert, gemeinsam mit den Wölfen. Dem gegenüber stehen allerdings auch vier Dreier nachdem die Kölner das 1:0 erzielten, fünf nach genereller Führung. Die Wölfe verspielten sogar in der Liga sieben Mal eine Führung. Auch die Niedersachsen punkteten natürlich wenn sie in Front lagen, holten dann sogar einen Zähler mehr als der FC.

Im Schnitt gab es für den VfL genau 1,5 Zähler nach einer Führung. In dieser Statistik liegt Wolfsburg auf Rang 18, und damit zwei Plätze vor den Kölnern, die gerade einmal 1,55 Punkte holten. Heißt: Beide Teams wissen durchaus, in Führung zu gehen, allerdings haben die Clubs Schwierigkeiten, dann nachzulegen. „Wir haben in der Vergangenheit einfach selten zu Null gespielt, weil wir genau in diesen Momenten da die Situation vielleicht ein wenig falsch einschätzen“, sagte der Kölner Coach. Auch Wolfsburg hat Zähler wieder abgegeben. Der VfL sammelte im bisherigen Saisonverlauf gerade einmal 19 Punkte – so wenig wie noch nie in der Bundesliga-Geschichte der Wölfe.

Im Hinspiel beim VfL war es der FC, der früh in Führung ging. Und dem Gesetz der Serie nach drehten die Wölfe die Begegnung zwischenzeitlich, sahen sogar nach dem späten Freistoßtreffer von Maximilian Arnold in der Nachspielzeit wie der Sieger aus. Dann schlug aber ausgerechnet Jakub Kaminski gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber zu und rettete dem FC den Punkt. Und das ist dann der andere Teil der Wahrheit – denn keine Mannschaft trifft nach wie vor öfter in der Nachspielzeit.


Schwere Phase für Eric Martel beim 1. FC Köln – und das zur Unzeit: „Er muss lernen, mit der Situation umzugehen“

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an
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Schwere Phase für Eric Martel beim 1. FC Köln – und das zur Unzeit: „Er muss lernen, mit der Situation umzugehen“

Lange war der Kölner Mittelfeldakteur unantastbar bei den Geißböcken, hatte seinen Platz in der Startelf sicher. Nun könnte der 23-Jährige erneut zu Beginn nur auf der Bank sitzen beim 1. FC Köln: Eric Martels schwere Phase kommt zur Unzeit.

Glücklich war der Sechser nicht über die verkürzte Spielzeit am vergangenen Wochenende. Der Kölner Stammspieler hat mit Tom Krauß einen starken Konkurrenten beim 1. FC Köln: Eric Martels schwere Phase kommt zur Unzeit.

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Wenn die Kölner ein Dogma des FC-Trainers verstanden haben, dann wohl das, dass Lukas Kwasniok streng nach dem Leistungsprinzip aufstellt. Und diesem Prinzip ist nun Eric Martel zu Opfer gefallen. Der Sechser hat gegen Freiburg zum ersten Mal seit März 2024 nicht in der Anfangsformation gestanden. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass der 23-Jährige auch gegen den VfL Wolfsburg am Freitagabend wieder auf der Bank Platz nehmen wird. Denn Tom Krauß performt aktuell richtig gut, ist bei dem 44-Jährigen aktuell gesetzt, so wie es eben Martel bis zum vergangenen Spieltag war. Kwasniok betont zwar, dass Martel sehr wichtig für das Team sei, knüpft aber einen Startplatz an eine taktische Ausrichtung. „Wenn ich mich dazu entschließe, mit zwei etwas defensiveren Sechsern zu spielen, dann ist er eben am Start und wenn ich kreativere Sechser nehme, dann trifft es ihn leider“, sagte Kwasniok.

Martel nicht mehr unantastbar

Gut möglich, dass der Kölner Coach am Freitagabend gegen den direkten Konkurrenten die etwas offensivere Variante, die spielerische wählt – dann wäre Martel zum zweiten Mal in Folge auf der Bank. Keine leichte Situation für den Sechser, der in den vergangenen Jahren beim FC ein absoluter Leistungsträger und auf und neben dem Platz ein Leader war – und es auch ist. Auch der Kölner Coach wird nicht müde zu betonen, dass es bei Martel nicht an der Leistungsbereitschaft liege. „Wir werden auch dafür bezahlt, Entscheidungen zu treffen und zu akzeptieren und zu liefern. Das hat er in Freiburg. Und ich habe auch im Training das Gefühl, dass er mit sehr viel Energie dagegen ankämpft. Das ist genau die Reaktion, die man von einem Spieler sehen will“, so Kwasniok.

Der 23-Jährige kann sich also nichts vorwerfen lassen, agiert auch laut Trainer professionell. Dennoch ist die Situation eben eine neue für den Kölner Stammspieler. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Weichen für einen Verbleib beim FC stellen werden. Denn vor der Saison betonte Martel, er werde definitiv bis zum Winter in Köln bleiben, dann werde er schauen. Die Perspektive, weiterhin in der Bundesliga zu spielen, hält sich der FC derzeit offen, steht aktuell auf dem zehnte Tabellenrang. Eine Entscheidung für oder gegen den Verein rein anhand des Erfolgs zu treffen, wird also wohl schwierig. Martel, dessen Vertrag noch bis Sommer 2026 läuft, hat sich Bedenkzeit erbeten, doch die Zeit wird knapp. Denn spätestens im Februar wird Sportdirektor Thomas Kessler den Sack wohl zumachen wollen – wie auch immer die Weichen dann gestellt werden.

Der Platz auf der Bank könnte sich dann auf die Entscheidung auswirken, denn zufriedenstellend ist die Situation für den Kölner Sechser sicherlich nicht. „Er muss lernen, mit der Situation umzugehen. Und meine Wenigkeit auch“, sagte Kwasniok. „Auch für mich ist es eine neue Situation, wenn er nicht spielt. Das verändert die Statik, weil du einen Kopfballspieler weniger hast. In Freiburg standen wir trotzdem stabil.“ Und so blickt der Kölner Trainer durchaus positiv in die Zukunft: „Das werden wir gemeinsam hinkriegen.“


1. FC Köln muss weiter auf seine Rekonvaleszenten verzichten, Kwasniok spricht einen Startelf-Platz aus

Lukas Kwasniok bei der Pressekonferenz vor dem Duell gegen Union Berlin
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1. FC Köln muss weiter auf seine Rekonvaleszenten verzichten, Kwasniok spricht einen Startelf-Platz aus

Große Personalveränderungen gibt es vor dem Duell gegen den VfL nicht beim 1. FC Köln: Joel Schmied ist noch nicht bereit für Wolfsburg, auch Jahmai Simpson-Pusey fehlt weiterhin. Das erklärte Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Freitagabend.

Zwar lichtet sich das Lazarett der Geißböcke zunehmend, aber noch nicht für die Begegnung gegen den VfL Wolfsburg am Freitag. So gibt es für den Kader keine großen Veränderungen

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Eigentlich war Lukas Kwasniok recht zuversichtlich schon bald Licht am Ende des Verletzungstunnels zu sehen. Doch der Coach muss sich noch ein wenig gedulden. „Es gibt nicht viele Veränderungen, weil die Woche sehr kurz war. Alle haben das Spiel in Freiburg unbeschadet überstanden“, sagte der Trainer auf der Pressekonferenz am Mittwoch. Das heißt, dass die Kölner aber auch weiterhin auf Spieler verzichten müssen. „Es ist nicht so, dass Joel so weit ist, dass wir ihn in den Kader mitnehmen können“, erklärte der Trainer, schränkte dann aber ein. „Wenn es das letzte Spiel gewesen wäre, dann würde es vielleicht gehen. Aber das Risiko wollen wir nicht eingehen. Wir lassen ihn über das Training wieder rankommen.“ Könnte bedeuten, dass der Schweizer dann in der kommenden Woche einen großen Schritt weiter ist.

Simpson-Pusey noch nicht dabei

Auch ein weiterer Spieler wird weiterhin ausfallen. „Auch Jahmai fällt leider weiterhin aus“, erklärte der Trainer. Eine Prognose wollte der Trainer aber nicht abgeben, sagte nur, dass es im Januar noch nicht soweit sein würde. Eine Startelf-Garantie sprach Kwasniok aber dennoch aus. Linton Maina zeigte in den vergangenen Wochen eine ansprechende Leistung. „Er kann mit seinem Tempo und seiner Quirligkeit jedem Gegner Probleme bereiten. Er ist gerade obenauf und das Momentum wollen wir nutzen. Und dann wird er am Freitagabend sicherlich auch beginnen“, so Kwasniok. Ob Eric Martel wieder von Beginn an aufläuft, wollte der Trainer noch nicht verraten. „Es ist immer von Spieltag zu Spieltag abhängig. Wenn ich mich dazu entschließe, mit zwei defensiveren Sechsern zu spielen, dann ist er am Start und wenn ich neben Tom einen kreativeren Sechser brauche, dann trifft es ihn leider“, sagte der Coach.

„Er muss damit lernen umzugehen und meine Wenigkeit auch. Aber das kriegen wir gemeinsam hin“, so Kwasniok weiter, der Martel aber bescheinigte die richtige Reaktion gezeigt zu haben. Generell betonte der Coach, dass seine Spieler liefern und nicht so viel reden sollen. Zudem erklärte der Trainer, dass auch bei Said El Mala wie „bei jedem andere auch“ das Leistungsprinzip gelte. „Wir werden schauen, ob er beginnt oder von der Bank kommt.“ Kwasniok habe im Trainingslager das erste Mal das Gefühl bei dem Offensivspieler gehabt, dass er sich das erste Mal mit dem Hype richtig beschäftigt habe. „Es ist für ihn und für uns eine neue Situation. Da gilt es, behutsam mit umzugehen.“