Kommentar zur Trainer-Beförderung von René Wagner: Ein Wagnis und ein Auftrag zugleich

René Wagner und Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Kommentar zur Trainer-Beförderung von René Wagner: Ein Wagnis und ein Auftrag zugleich

Seit Freitagmittag steht der Trainer für die kommende Saison bei den Geißböcken fest. René Wagner wird die Mannschaft in die Spielzeit 26/27 führen. Das ist keine große Überraschung. Doch sind viele Fans von der Entscheidung wenig überzeugt. Gerade für den Geschäftsführer ist die Beförderung ein Wagnis und ein Auftrag zugleich. Ein Kommentar zu René Wagner als Cheftrainer des 1. FC Köln.

Nach dem eher holprigen Saisonabschluss scheint René Wagner seinen Kredit bei den Fans verspielt zu haben, bevor er in die neue Saison startet. Damit geht Thomas Kessler erneut ein Wagnis ein. Ein Wagnis an dessen Ende der 40-Jährige auch bewertet wird.

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Es liegt in der Natur der Sache und vielleicht auch in der Natur der Menschen, dass in den Sozialen Medien eher kritisiert als gelobt wird. Dass aber gefühlt gar kein gutes Haar an einer Entscheidung gelassen wird, fällt dann doch auf. Nun hat der FC mit René Wagner also den Interimstrainer zum Cheftrainer ernannt und damit einen doch recht großen Wirbel im Netz ausgelöst. Ein wenig wirkt es so, als würde die Grenze der scheidenden Geister zwischen Vereinsführung und Fans verlaufen. Dem ist nicht so. Es wird auch andere Meinungen unter den Anhängern geben, sicher abwartende, vielleicht auch verständnisvolle. Zugegeben, die Ergebnisse und Leistungen – gerade die jüngeren – waren unter dem Coach alles andere als eine beeindruckende Bewerbung. Selbst Lukas Kwasniok erzielte einen besseren Punkte-Schnitt, hätte den Klassenerhalt doch in trockene Tücher gebracht. Dennoch konnte Wagner die Entscheidungsträger in den Gesprächen der vergangenen Tage offenbar restlos überzeugen.

Wenig Kredit nach schwachen Leistungen

Auch, wenn ein großer Teil der Fans alles andere als restlos überzeugt ist, ist es gerade der falsche Zeitpunkt, um über richtig oder falsch zu urteilen. Die Beförderung muss den Anhängern nicht schmecken, sie ist aktuell ohnehin unumstößlich. Doch Vorstand und Geschäftsführung sind an dem Trainer näher dran, erleben ihn nahezu jeden Tag, haben analysiert und sich Visionen und Pläne angehört. Auch das entscheidet nicht über richtig oder falsch. Die Wahrheit liegt eben tatsächlich auf dem Platz. Und diese kommt vielleicht schneller als sie dem ein oder anderen lieb ist. Denn es steht außer Frage, dass Thomas Kessler erneut ein Wagnis eingeht. Wagner geht alles andere als unbelastet in die neue Saison. Dafür waren die Leistungen mitunter zu schwach, dafür war zu wenig Entwicklung, dafür gab es gefühlt handwerkliche Fehler. Kredit hat der Trainer bei den Fans keinen besonders großen.

Bislang keine Spuren hinterlassen

Im Grunde steht der Trainer bereits unter Druck, bevor überhaupt das erste Spiel der neuen Saison gespielt ist. Genauso wie im vergangenen Sommer als der Sportchef seinen Wunschtrainer Lukas Kwasniok an den Rhein lotste, hat Kessler erneut seine Wunschvorstellung durchgesetzt. Damals verpflichtete der Ex-Keeper einen Coach, um dessen Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen der heutige Geschäftsführer durchaus wusste. Am Ende scheiterte der Plan Kwasniok eher an der Persönlichkeit als am fußballerischen Know-How des Trainers. Das ist unter Wagner nicht zu erwarten. Menschlich scheint der 37-Jährige ein Gegenpol zu Kwasniok zu sein. Das Verhältnis zwischen Geschäftsführung und Trainer wird ein anderes werden. Allerdings ist da eben Wagners Unerfahrenheit. Das Argument, er habe dem FC den Klassenerhalt beschert, ist angesichts der nötigen und der von Lukas Kwasniok geholten Punkte ein schwaches.

Wagner hat als Chefcoach noch keine großen Spuren hinterlassen, fußballerisch noch nicht aus wenig mehr gemacht und noch keine Handschrift hinterlassen. Kessler weiß sehr wohl, dass die Bundesliga alles andere als ein Experimentierfeld ist. Zumindest sind seine Worte, dass der frühzeitige Klassenerhalt für einen Verein wie den 1. FC Köln alles andere als selbstverständlich seien, nicht anders zu verstehen. Und so ist die Beförderung mehr als nur ein Wagnis. Sie ist auch ein Auftrag. An Wagner als Trainer, vor allem aber auch an Kessler als Geschäftsführer. Bei dem stehen jetzt vier Trainer in einem Jahr Amtszeit. Mit manchen lag er richtig, mit manchen falsch. An dem Erfolg oder Misserfolg von Wagner wird der 40-Jährige gemessen werden.


Kommentar zur Said El Malas Nicht-Berücksichtigung: Nagelsmanns Wette gegen die Zukunft

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Kommentar zur Said El Malas Nicht-Berücksichtigung: Nagelsmanns Wette gegen die Zukunft

13 Tore, fünf Vorlagen, der schnellste Mann im Kader – und trotzdem kein WM-Ticket. Warum Bundestrainer Nagelsmann auf Said El Mala verzichtet und welche Hypothek er damit auf sich nimmt mit dem Verzicht auf den Shootingstar des 1. FC Köln: Bundestrainer Nagelsmann und die El Mala-Hypothek

Seit gestern Mittag steht fest: Said El Mala wird den Sommer nicht in den USA mit der DFB-Auswahl verbringen. Entgegen kolportierter Gerüchte verzichtete Bundestrainer Julian Nagelsmann auf das Talent und setzt stattdessen auf alte Bekannte. Ein Kommentar darüber, warum diese Entscheidung mehr Fragen aufwirft, als Nagelsmann Antworten gegeben hat – und welche Hypothek er damit in die WM trägt.

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Der Spieler selbst wusste es zu diesem Zeitpunkt bereits, doch die breite, interessierte Fußball-Öffentlichkeit zuckte bei der Verkündigung des Kaders für die WM in den USA, in Kanada und in Mexiko zusammen, runzelte die Stirn und rümpfte vielleicht sogar die Nase. Bundestrainer Julian Nagelsmann verzichtete entgegen aller Erwartungen auf Said El Mala und nominierte stattdessen Leroy Sané für die WM. Der Bundestrainer begründete die Absage an El Mala damit, dass der Spielstil des Kölners, der in seiner Premierensaison in der höchsten deutschen Spielklasse mit dem FC beeindruckende 13 Tore und fünf Vorlagen erzielte, eben ein anderer sei als der Spielstil, den „die Mannschaft” unter seiner Leitung spiele.

Vergeudetes Potenzial oder folgerichtige Entscheidung?

Demnach traut er El Mala den Schritt auf die ganz große Bühne noch nicht zu. Und das, obwohl der 19-Jährige sich die offen geübte Kritik Nagelsmanns offenbar zu Herzen genommen hat, sich in der Rückrunde zum unangefochtenen Stammspieler entwickelt hat und unter Wagner in einer neuen Rolle schnell Flexibilität bewies. Von Spieltag zu Spieltag hat er Energieleistungen erbracht. Hier sticht der im Fußball-Jargon oft zitierte „gute Draht” das noch viel öfter zitierte Leistungsprinzip aus. Sanés Leistungen bei der DFB-Elf sind nicht von der Hand zu weisen. Angesichts der dürftigen Spielzeit, die der 30-Jährige in seiner ersten Saison bei Galatasaray Istanbul erlebte, erscheint dies jedoch nicht überzeugend.

Kein anderer Spieler im Kader der Nationalmannschaft bringt so viel Tempo auf den Rasen wie der 19-Jährige. Dazu kommt, dass El Mala die Erfahrung gemacht hat, Teil einer Mannschaft zu sein, die mit dem FC eine Saison erlebt hat, in der sie über weite Strecken gegen den Abstieg kämpfen musste. Diese Erfahrung prägt die Mentalität und kann im langatmigen Turnierverlauf von großem Nutzen sein. Das hat mit Sicherheit auch eine Mentalität gefördert, die in einem solchen Turnierverlauf von Nutzen sein kann. Er verkörpert die Spannung und Aufregung einer neuen Generation, ist jemand, der mit seinen einzigartigen Anlagen Begeisterung entfachen und Spiele entscheiden kann.

Auf Augenhöhe- oder sogar besser?

Aus Sicht des Bundestrainers lässt sich dagegen die Nominierung von Dortmunds Maxi Beier im direkten Vergleich mit El Mala durchaus schlüssig begründen. Während der Kölner vor allem mit individueller Durchschlagskraft und Entwicklungspotenzial überzeugt, bringt der 23-Jährige bereits belastbare Erfahrung im System Nagelsmann mit. Auf Vereinsebene bewegte sich Beier zuletzt auf Augenhöhe mit El Mala – beide verbuchten in der Bundesliga annähernd 20 Scorerpunkte. Aus Nagelsmanns Perspektive wiegt jedoch schwer, dass Beier diese Leistungen in einem taktisch stabileren Umfeld bestätigt hat. Zudem hat er internationale Erfahrung in der Champions League gesammelt und erfüllt mit Tempo, Flexibilität sowie mannschaftsdienlicher Spielweise genau jene Profilmerkmale, die für das Funktionieren seines Systems entscheidend sind.

El Mala und die Nationalmannschaft: Das Beste steht noch bevor!

Und dennoch darf bei aller Enttäuschung und Frustration nicht vergessen werden, dass El Mala noch am Anfang seiner Karriere steht. Wenn er die Leistungen dieser Saison bestätigt, ist ihm eine Karriere in der Nationalmannschaft sicher. Ist der Sprung erst einmal geschafft, ist eine Nationalmannschaftskarriere kaum aufzuhalten. Bis dahin kann er an seinem Profil feilen und sich für eine Nominierung empfehlen. Was bleibt, ist eine Hypothek für Nagelsmann: Sollte diese WM zur Enttäuschung werden, muss er sich auch an der Zusammenstellung des Kaders messen lassen.


Kommentar: Ein spätes Tor, ein wichtiger Punkt, aber auch die schwächste Leistung der Saison

Lukas Kwasniok beim Spiel gegen Bremen
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Kommentar: Ein spätes Tor, ein wichtiger Punkt, aber auch die schwächste Leistung der Saison

Mit seinem Last-Minute-Treffer hat Said El Mala dem FC im Weserstadion einen Punkt gerettet. Allerdings täuschten das späte Tor und das Ergebnis über eine desolate erste Halbzeit hinweg. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln gegen Bremen.

Mit einem späten Tor haben die Geißböcke die dritte Niederlage in Folge abwenden können. Die Kölner fuhren einen wichtigen Zähler ein. Doch die erste Halbzeit war schon erschreckend schwach. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln gegen Bremen.

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Als Lukas Kwasniok in der vergangenen Woche auf die beiden jüngsten Niederlagen gegen Frankfurt und zuvor Gladbach angesprochen wurde, da lächelte der Coach und sagte: „Willkommen in Köln. Es wurde auch Zeit nach fünf Monaten, dass die erste Frage mal kritisch ist.“ Natürlich hat Kwasniok schon andere kritische Fragen seit seinem Amtsantritt im Sommer beantwortet. Wie sonst hatte er auch dieses Mal die passende Antwort parat. Der Trainer erklärte, dass es als Aufsteiger nun mal wahrscheinlich sei, auch mal zwei, vielleicht sogar drei oder vier Spiele in Folge zu verlieren. Tatsächlich hat der starke Saisonauftakt mit sieben Punkten aus drei Spielen und dem (wenn auch sehr glücklichen) Erfolg in der ersten Runde des DFB-Pokals Hoffnungen geweckt – oder die Menschen „träumen lassen“, wie der Coach sagte.  

Schwächste Saisonleistung

„Willkommen in Köln“ ist der Klischee-Liebhaber geneigt zu sagen. Schließlich wird dem FC-Fan nach zwei Siegen gerne der Traum von Europa nachgesagt. Wohl kaum hat nur ein Kölner Anhänger nach dem dritten Spieltag ernsthaft damit gerechnet, dass es für den Rest der Spielzeit genauso weiterlaufen würde. Im Stillen gehofft und vielleicht auch eben geträumt möglicherweise. Die einnordenden Worte des Kölner Trainers sind also absolut richtig. Man darf nun mal nicht vergessen, wo der FC herkommt und auch nicht in welches Regalfach er in dieser Bundesliga-Spielzeit wohl gehören wird. Als Aufsteiger ist das erste Ziel der Klassenerhalt. Alle Träume, die darüber hinaus gehen, sollten erst mit dem Erreichen des ersten Ziels neu gesteckt werden.

Es war klar, dass es in dieser Saison auch mal zwei Niederlagen in Serie geben würde und angesichts der Gegner im Oktober und November mit Dortmund, den Bayern und Frankfurt waren auch die vier Niederlagen in fünf Pflichtspielen vor dem Duell gegen Bremen keine Alarmglocke wert. Die erste Halbzeit im Weserstadion dagegen schon. Die Leistung der Kölner war in den ersten 45 Minuten beängstigen schwach. Die Defensive war mehr als nur anfällig, die Offensive fand abgesehen von Said El Mala als einziger Aktivposten so gut wie gar nicht statt. Und das ist sicherlich nicht mit der doch hohen Anzahl an Verletzten zu erklären. Die Geißböcke konnten froh sein, dass die (noch nicht einmal übermäßig starken) Bremer die schwächste FC-Leistung dieser Saison nicht frühzeitig zu ihren Gunsten ausgenutzt hatten.

Ein schmeichelhafter Punkt

Unterm Strich stand ein schmeichelhafter Punkt. Der späte Ausgleich von El Mala darf nicht über den Auftritt im ersten Abschnitt hinwegtäuschen. Kwasniok sprach nachher von einem Sender-Empfänger-Problem und stellte sich demonstrativ vor die Mannschaft. Tatsächlich korrigierte der Trainer zur Halbzeit und das offenbar auch gut. Denn die Kölner fanden wieder in die Spur. Möglicherweise auch, weil Bremen den Faden verlor. Kwasniok hat am Ende des Tages recht, wenn er sagt, dass ein Aufsteiger zwei, vielleicht auch drei oder vier Spiele in Serie verlieren darf. Die Kölner haben sich früh ein wichtiges Polster erarbeitet, belegen nach wie vor einen guten zehnten Tabellenplatz.

Die Leistung von den ersten 45 Minuten in Bremen sollte sich so aber in den drei Spielen bis zur Winterpause nicht wiederholen. Folgen keine Punkte gegen St. Pauli, Leverkusen oder Union Berlin, dann werden sicherlich weitere kritische Fragen folgen, möglicherweise heißt es für Köln dann vor allem aber „Willkommen im Abstiegskampf.

Wer über spielerische Mittel verfügt, ist auf Spielglück selten angewiesen – ein Kommentar

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Wer über spielerische Mittel verfügt, ist auf Spielglück selten angewiesen – ein Kommentar

Die Geißböcke erzielten in diesem Jahr gerade einmal fünf Tore. Die Kölner Offensive strahlt zu wenig Gefahr aus, profitierte oft von Spielglück oder der fehlenden Qualität der Gegner. Das reicht nicht. Es fehlen die spielerischen Mittel beim 1. FC Köln – ein Kommentar.

Nach zwei absolvierten Dritteln der Saison sollten sich die Mannschaften eigentlich ihrer Leistung nach in der Tabelle angeordnet haben. Vor wenigen Wochen noch an der Tabellenspitze, ist der FC nach dem 24. Spieltag nun auf Platz fünf abgerutscht. Den Geißböcken mangelt es an einer torgefährlichen Offensive. Und: Es fehlen die spielerischen Mittel beim 1. FC Köln – ein Kommentar.

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Die Tonlage hat sich beim 1. FC Köln nach der bitteren 0:1-Niederlage gegen den Karlsruher SC hörbar verändert. Zumindest konnte man bei einigen Spielern und Verantwortlichen eine in dieser Art bislang unbekannte gewisse Selbstktiritk erkennen – wenn auch nicht jede Aussage die Wahrnehmung einiger Fans trifft. So erklärte Timo Hübers nach dem 0:1, dass es so einfach nicht reiche und Dominique Heintz legte den Finger unbarmherzig in die Wunde der lahmenden Offensive. Der Tenor der Kölner Spieler: Wenn man um den Aufstieg mitspielen will, dann braucht es auch Tore. Und genau daran hapert es gewaltig. Der FC kommt in der Rückrunde auf bislang fünf Treffer und das in sieben Spielen. Weniger hat keine andere Mannschaft in diesem Jahr erzielt.

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Es fehlen die spielerischen Mittel

Und würde der xGoals-Wert der Geißböcke nicht knapp über diesen fünf Toren liegen, könnte man vielleicht noch von ein wenig Pech oder Ladehemmung sprechen. De facto kreieren die Geißböcke einfach zu wenig Möglichkeiten, zu wenig Gefahr, zu wenig Spielzüge, die eine gegnerische Defensive vor große Probleme stellen kann. Köln fehlen aktuell die spielerischen Mittel. Noch in der vergangenen Woche hatte Timo Hübers behauptet, dass man nach dem 23. Spieltag ja nicht ohne Grund auf einem Aufstiegsplatz stehen würde. Tatsächlich sollte man doch meinen, dass sich die Tabelle nach zwei Saisondritteln nicht mehr nach Glück und Pech zusammenstellt, sie sich so nivelliert hat, dass sie auch das Leistungsniveau der Spielklasse wiedergibt.

Doch im Falle der Geißböcke darf man da wohl seine gewissen Zweifel haben. Lange war der Tenor der Kölner, dass man über die Stabilität den Schlüssel zum Erfolg gefunden habe, weil man ja wisse, dass das Team schon über die Qualität verfüge, mit einem Treffer Begegnungen zu entscheiden. Die Ergebnisse gaben Köln auch über Wochen, sogar Monate recht. Die Aufholjagd war auch beeindruckend. Nur karschierte sie ganz offensichtliche Probleme. Dem FC fehlen einfach spielerische Mittel. Für eine Mannschaft, die sich ernsthaft mit dem Thema Aufstieg auseinandersetzt, fehlt es an Kreativität, Spielwitz und Ideen. Und das erstaunlicherweise unabhängig von taktischer Ausrichtung. Am Samstagabend war kein Unterschied zwischen Dreier- und Viererkette, zwischen Doppelsturm, Wandspieler oder Konterstürmer zu erkennen.

Aufstiegsplatz weiter in Reichweite

Vielmehr ist zu erkennen, dass Leidenschaft alleine nicht reicht. Gegen Teams wie Jahn Regensburg, Preußen Münster und Eintracht Braunschweig ging das gut. Vielleicht auch, weil es die Qualität, die Spielweise oder das Momentum des Gegners gerade zugelassen haben. Denn wirklich besser war Köln auch während der Erfolgsserie nicht in allen Partien. Vielleicht war es dann doch über eine lange Serie eine gewisse Form von Spielglück, die den FC getragen hat. Man denke nur an das Heimspiel gegen den FC Schalke 04, als Königsblau den Kölnern zunächst ein Tor auflegte und dann in der Nachspielzeit den sicheren Ausgleich herschenkte. Ohne die erfolderlichen spielerischen Mittel ist fehlendes Glück in der Liga aber nicht zu kompensieren.

Der FC ist nun also auf den fünften Rang in der Tabelle abgerutscht. Ob die Position dem aktuellen Leistungsniveau gerecht wird, ist schwer zu sagen. Denn die Liga bleibt ausgeglichen, bleibt eng. Jeder kann jeder schlagen. Insofern ist auch nach dem dritten sieglosen Spiel in Serie für den FC in Sachen Aufstieg nichts vorbei. Nur bringen sich am Ende des Tages Mannschaften wie der Hamburger SV (trotz verdienter Niederlage am Sonntag), der 1. FC Magdeburg oder der SC Paderborn durch spielerische Qualität in Stellung für den Aufstiegskampf. Und gerade Teams mit eben jener spielerischen Qualität sind in aller Regel viel seltener auf Spielglück angewiesen. Und das ist bekanntlich endlich. Ganz offensichtlich auch für den FC.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Karlsruhe-Spiel

Einen knappen Vorsprung verwalten ist nur selten eine gute Idee – ein Kommentar

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln
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Einen knappen Vorsprung verwalten ist nur selten eine gute Idee – ein Kommentar

Gegen Düsseldorf kassierte der FC zum zweiten Mal in dieser Spielzeit den Last-Minute-Ausgleich. Und die Frage nach der nötigen Qualität für den Aufstieg muss erlaubt sein. Unterm Strich sollte sich Köln nicht auf das Verwalten eines knappen Vorsprungs fokussieren. Das ist nur selten eine gute Lösung. Ein Kommentar zum 1:1 im Derby des 1. FC Köln.

80 Minuten lang dominierte der FC das Spiel gegen Düsseldorf, auch, wenn die letzte Konsequenz lange fehlte. In der Schlussphase verwalteten die Kölner nur noch, gab so den Sieg aus der Hand. Mal wieder. Ein Kommentar zum 1:1 im Derby des 1. FC Köln.

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Die Meinung war wohl nicht nur bei Spielern und Trainerstab des 1. FC Köln eindeutig, auch bei den Kölner Anhängern gab es wohl keine Zweifel: Dieses 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf fühlt sich wie eine Niederlage an. Der FC hat bis in die Schlussphase verdient geführt, war der Fortuna deutlich überlegen und ließ so gut wie nichts zu. Das mögliche Foulspiel an Linton Maina, das mehr als unnötige Handspiel von Joel Schmied und der letztlich späte Ausgleich mit dem zweiten Düsseldorfer Schuss, der aufs Gehäuse kam. Der Blick auf die nackten Zahlen untermauert die Enttäuschung. Der FC hatte deutlich mehr Ballbesitz, suchte öfter den Abschluss, spielte viel mehr Pässe und – und das kam in dieser Saison wahrlich nicht oft vor – gewann sogar mehr Zweikämpfe als der Gegner.

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Gibt der Tabellenplatz dem FC wirklich recht?

Die Kölner traten erfreulicher Weise ganz anders auf als noch am vergangenen Spieltag, als es die bittere 0:3-Pleite gegen Magdeburg hat erahnen lassen. Zudem verpasste der FC die Rückkehr an die Tabellenspitze, die sich der Hamburger SV, ausgerechnet durch Davie Selke, am Freitagabend erkämpfte. Keine Frage, der Sieg der Geißböcke wäre am Sonntagnachmittag verdient gewesen. Das erkannte auch Fortunen-Coach Daniel Thioune zumindest in Teilen an. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Gastgeber gerade in der ersten Halbzeit wieder einmal sehr harmlos war. Das 0:0 zur Halbzeit war – was die Torgefahr anging – absolut leistungsgerecht und wenn man ehrlich ist, deutete vor dem Treffer von Florian Kainz nicht so richtig viel auf ein Tor in dieser Begegnung hin.

Timo Hübers sprach nach dem 1:1 gegen Düsseldorf davon, dass man nach zwei Dritteln der Saison sehe, worum man spiele und man voll im Rennen sei. Das ist insofern richtig, dass die Punkteausbeute nach 23 Spielen sicherlich nicht mehr viel mit Zufall, Glück oder dann auch Pech zu tun hat. Die Ergebnisse nivellieren sich in einer Spielzeit nunmal. Der FC steht auf Rang zwei, die Geißöcke haben aktuell sogar zwei Zähler mehr auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt in der Hinrunde, alles im Lot also. Oder? Ob der gute Tabellenplatz für die Qualität der Mannschaft spricht ist genauso schwer zu beantworten, wie die Frage nach der Qualität der Liga. Ist sie nun die beste, wie vor der Saison von Experten prophezeit, ist sie einfach schlecht wie zur Winterpause kolportiert oder einfach mal ausgeglichen wie es die reine Statistik vermuten lässt?

Minimalisten-Fußball wird am Ende nicht genügen

Eine Antwort auf diese Frage zu finden, ist angesichts zu vieler Bewertungskriterien schlichtweg unmöglich. Es bleibt nur der Blick auf die Tabelle und der sagt nach wie vor: Aufstiegsplatz. Und doch muss die Frage erlaubt sein, ob der FC wirklich das Zeug hat, am Ende der Saison aufzusteigen. Denn unterm Strich steht auch weiterhin nur ein Sieg gegen eine Mannschaft aus der Top-Sechs, mittlerweile aus acht Spielen. Ein Sieg, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen oder anders gesagt: fünf von möglichen 24 Punkten. Das ist wenig – zum Beispiel im Vergleich zum HSV, der 17 aus 21 Punkten sammelte. Es ist aber auch wenig für ein Team, das den Anspruch hat, in der kommenden Saison wieder erstklassigen Fußball zu spielen. Der FC hat gerade zum Ende der Hinrunde eindrucksvoll bewiesen, dass er mit Minimalisten-Fußball erfolgreich sein kann.

Die Begegnung gegen Düsseldorf war in gewisser Weise ebenfalls minimalistisch. Nach der Kölner Führung, gerade in den letzten Minuten war die Devise, den knappen Sieg zu verteidigen. Wohl die falsche Marschroute. Denn die Fortuna hat dem FC bewiesen, dass Minimalisten-Fußball eben nicht immer reicht. Das gilt nicht nur für das Derby, das kann genauso gut für das letzte Saisondrittel gelten. Den knappen Vorsprung verwalten, ist nur in den seltensten Fällen eine gute Option.



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Düsseldorf-Spiel

Kommt der Warnschuss zur rechten Zeit? Ein Kommentar zur Niederlage des 1. FC Köln gegen Magdeburg

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Kommt der Warnschuss zur rechten Zeit? Ein Kommentar zur Niederlage des 1. FC Köln gegen Magdeburg

Es war zu erwarten, dass die „dreckigen Spiele“ des FC nicht immer für einen Erfolg in der Liga reichen würden. Nun trafen die Geißböcke auf einen Gegner, der defensiv stabil steht und bei dem ein einzelner Patzer oder der geniale Moment eben nicht zum Sieg verhilft. Die kommenden Wochen werden richtungweisend sein. Ein Kommentar zur 0:3-Niederlage des 1. FC Köln.

FC-Trainer Gerhard Struber fand nach dem Duell gegen Magdeburg deutliche Worte. Der Patzer gegen den FCM kam für den FC vielleicht zum richtigen Moment und könnte ein Weckruf sein, bevor nun weitere schwere Gegner warten. Ein Kommentar zur 0:3-Niederlage des 1. FC Köln

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Klar, im Nachhinein ist man immer etwas schlauer. Und dennoch: Die Pleite des 1. FC Köln beim 1. FC Madeburg kommt sicher nicht völlig unerwartet, hat sich vielleicht sogar ein wenig angedeutet. Sicher nicht in der Höhe, sicher nicht auf diese Art und Weise. Aber, dass der FCM seinen ersten Heimsieg gegen den Spitzenreiter eingefahren hat, ist wiederum alles andere als eine Sensation. Und das liegt eben nicht nur an der Qualität, die die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt dann eben doch auch im eigenen Stadion aufbieten kann. Ohnehin sprachen die Statistiken beim FCM meist eine doch gänzlich andere Sprache als die Ergebnisse. Das Team von Christian Titz mischt nicht umsonst im Konzert der Großen mit und wenn Magdeburg nun auch im eigenen Stadion eine Macht wird, könnte es sogar etwas mit dem Aufstieg werden.

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Absolut verdiente Niederlage

Unterm Strich hat sich gegen den FCM bewahrheitet, dass es mit Minimalisten-Fußball in der Liga dann aber eben doch nicht reicht. Das Motto „Nicht sexy, aber erfolgreich“ geht eben doch nicht in jedem Spiel auf. Tatsächlich war es vielmehr zu erwarten, dass der FC nach Hamburg erneut an die Art Gegner kommen würde, die defensiv so stabil steht, dass es nicht den Schalke-Patzer als Einladung oder diesen einen entscheidenden Moment wie gegen beispielsweise Regensburg geben würde. Abgesehen von den Stocher-Versuchen von Mathias Olesen nach einer guten Viertelstunde sammelten die Kölner schließlich keine großen Chancen, so veränderte sich der xGoals-Wert nach dem Wechsel auch nur noch maginal. Von der Bank kamen auch keine Impulse mehr, die man mit viel wohlwollen als Offensivaktion hätte bezeichnen können.

Und wenn man vorne keine Tore schießt, noch nicht einmal gute Chancen rausspielt, dann kann die brutale Effizienz eines Gegners den Unterschied machen, wenn die eigene Defensive dann doch nicht immer auf der Höhe ist. Die Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg war durchaus verdient – auch, wenn sich die Teams lange auf einer niedrigen Augenhöhe begegnet sind. Für einen Aufstiegskandidaten wäre es zu einfach, die Pleite mit leeren Akkus, dem Fehlen von Eric Martel im speziellen und der dünnen Personaldecke im allgemeinen zu erklären. Wer zu Spielbeginn eine Bank mit einem von transfermarkt.de geschätzten Marktwert von mehr als 15 Millionen Euro aufwartet, der sollte sich anschließend auch nicht beschweren. Haben die Kölner Verantwortlichen auch nicht.

Es kommen noch andere Gegner

Gerhard Struber fand sogar ungewohnt deutliche Töne, kritiserte seine Mannschaft. Eine Art Weckruf. Vielleicht kommt er zum richtigen Zeitpunkt. Die Kölner spielen ja trotz bitterer Pleite noch immer eine große Rolle im Konzert der Aufstiegskandidaten, belegen nach dem 22. Spieltag noch immer einen direkten Aufstiegsplatz. Im Grunde ist nicht wirklich viel passiert. Ein Warnschuss, mehr nicht. Doch bei allen möglichen Charaktertests, die die Kölner in den vergangenen Wochen kolportiert bestanden haben. Bei allen personellen und taktischen Umstellungen, allen möglichen Wendepunkten, findet sich vielleicht ein wenig Platz für einen kleinen Gedankengang: In der Hinrunde sammelten die Geißböcke in den Begegnungen bis Magdeburg sieben Punkte ein, es folgten sechs Spiele mit fünf Punkten, 15 Gegentoren und in der Folge die erste Krise seit dem Abstieg.

Weitestgehend gegen Mannschaften, die in der Offensive mehr Effizienz aufbieten, als so mancher anderer Gegner. Mannschaften, bei denen ein einziger Treffer vielleicht nicht reicht. Die aktuelle Position in der Tabelle gibt dem FC weiterhin recht, man sollte nicht alles verteufeln, schwarz malen. Es ist nicht mehr als ein Gedankenspiel. Am Ende ist man ohnehin im Nachhinein immer schlauer.



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Magdeburrg-Spiel

Kommentar: Der 1. FC Köln springt nur so hoch wie er muss – das reicht – noch

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Kommentar: Der 1. FC Köln springt nur so hoch wie er muss – das reicht – noch

Der FC hat mit einem 1:0-Erfolg über den FC Schalke 04 die Tabellenspitze behauptet und einmal mehr ein „dreckiges“ Spiel für sich entschieden. Eine beeindruckende Leistung haben die Geißböcke nicht hingelegt. Der FC springt aktuell nur so hoch wie er muss. Das reicht. Die Frage ist wie lange. Ein Kommentar zum knappen Erfolg des 1. FC Köln über Schalke.

Schön war der Fußball, der am Sonntagmittag gespielt wurde über weite Strecken sicherlich nicht. Was man den Geißböcken jedoch nicht absprechen kann ist die Leidenschaft und der Wille, alles in ein Spiel hineinzuwerfen. Aktuell reicht die Leistung, die Frage ist aber, wie lange noch. Ein Kommentar zum knappen Erfolg des 1. FC Köln über Schalke.

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Die Bilanz der vergangenen elf Saisonspiele ist schon mehr als nur beeindruckend: 28 Punkte holte der FC von möglichen 33. Die Formtabelle seit der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn im Oktober kann sich jedenfalls sehen lassen. Zur Erinnerung: Aus den ersten zehn Spielen hatten die Kölner ganze zwölf Zähler gesammelt und wurden dementsprechend mächtig angezählt. Ein Dutzend Punkte nach dem ersten Saisondrittel – für einen Aufstiegskandidaten einfach zu wenig, die zwar nicht kommunizierten, aber doch mehr als nur erhofften Aufstiegsambitionen hatten bereits zahlreiche Dämpfer erlebt. Die Kölner standen dem Relegationsplatz Richtung Liga drei deutlich näher als dem Richtung Liga eins. Kein Wunder also, dass bei den Kölnern gleich mehrere Positionen hinterfragt wurden.

Starke Bilanz, magere Kost

28 Punkte von möglichen 33 sprechen da eine ganz andere Sprache. Nämlich die eines Aufsteigers. Kein anderes Team kann ansatzweise eine ähnliche Bilanz aufweisen. Neun Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage, dazu nur fünf Gegentore – beeindruckend. Zum Vergleich: Kaiserslautern holte im gleichen Zeitraum als zweitbestes Team 23, der HSV immerhin 20 Punkte. Der FC steht ganz offensichtlich zu Recht an der Spitze der Tabelle, fährt endlich die Punkte eines Aufsteigers ein. Nur spielt er nicht wirklich wie einer. Die Kölner zelebrieren weiterhin den Minimalisten-Fußball. Acht Spiele gewannen die Kölner in diesem Zeitraum mit einem Tor Unterschied, sieben davon endeten 1:0. Da der FC aber seit Oktober in der Defensive doch sehr stabil ist, reicht ein Treffer pro Begegnung.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Trotz der beachtlichen Bilanz ist es aber wahrlich nicht so, dass die Kölner die Liga dominieren, die Gegner – auch nicht die Abstiegskandidaten – an die Wand spielen. Zwar kann man nach so vielen Siegen sicherlich nicht mehr von einem Zufalls-Spitzenreiter sprechen. Dennoch springt der FC zurzeit nur so hoch, wie er muss. Und eine gehörige Portion von Glück ist dann eben doch nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Die Begegnung gegen den FC Schalke 04 war lange an Magerkost kaum zu überbieten. In den ersten 30 Minuten gab es nicht einen einzigen Versuch, der es auch nur annähernd in die offizielle Statistik der Torschüsse gebracht hat. Und hätte Mehmet Aydin nicht Linton Maina das Tor aufgelegt, dann wäre der verunglückte Pass von Mathias Olesen die einzige Schusschance in Halbzeit eins gewesen. Wohlgemerkt ein Pass in die Tiefe, der sein Ziel so sehr verfehlte, dass er als der erste Abschluss der Kölner galt.

„Dreckige“ Spiele müssen gewonnen werden

Zwar steigerten sich die Kölner in Sachen Torgefahr nach dem Wechsel. Allerdings auch, weil Schalke drückte und dem FC viele Räume überließ. Die dieser aber einmal mehr nicht nutzte. Der Minimalisten-Fußball ist sicherlich auch eine Qualität. Und ja, wer aufsteigen will, muss auch die sogenannten „dreckigen“ Spiele gewinnen. Nur werden das doch erstaunlich viele und ehrlicherweise hängt die Qualität jener Partien auch mit beiden Teams zusammen. Aktuell reicht die Kölner Spielweise. Und wenn am Ende der Saison Minimalisten-Fußball oder die Punkte aus „dreckigen“ Spielen reichen, wird sich niemand beschweren. Nur wartet man doch ein wenig ängstlich darauf, dass dann irgendwann der Gegner kommt, bei dem das eine (glückliche) Tor dann doch nicht reicht, der mehr aus seiner Dominanz, aus den Fehlern der Kölner macht. Ja, der FC macht es den Gegnern in der Defensive schwer, in der Offensive deutlich weniger. Wie gesagt, das reicht – noch!



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