Alte Rolle, „Spielwitz“, „Tore aus dem Nichts“ – Lukas Kwasniok hofft auf die Qualitäten von Luca Waldschmidt

Luca Waldschmidt beim Torschuss gegen den Siegburger SV
,
Startseite » Luca Waldschmidt Köln

Alte Rolle, „Spielwitz“, „Tore aus dem Nichts“ – Lukas Kwasniok hofft auf die Qualitäten von Luca Waldschmidt

Auch beim 7:0-Erfolg über den Siegburger SV war er einer der Leistungsträger beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt bislang in der Vorbereitung der Geißböcke. Möglicherweise auch aufgrund seiner Positionierung.

Beim 7:0-erfolg über Siegburg war er erneut einer der stärksten beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt bislang überhaupt in der Vorbereitung. Bereits vier Tore erzielte der Offensivspieler.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Beim ersten Versuch konnte der gegnerische Keeper gerade noch die Hände hochreißen, beim zweiten wurde die Kugel im entscheidenden Moment abgefälscht. Dann aber war Luca Waldschmidt zur Stelle und innerhalb weniger Minuten gleich doppelt. Der ehemalige Nationalspieler schlenzte den Ball zunächst in den Winkel, um nur gute fünf Minuten später mit einem Flachschuss zu erhöhen. Bereits unmittelbar nach dem Wechsel hatte der Offensivspieler Timo Hübers das zwischenzeitliche 3:0 gegen den Siegburger SV vorgelegt. Zweifelsfrei hatte der 29-Jährige großen Anteil am verdienten 7:0-Erfolg über den Fünftligisten. Waldschmidt war zum zweiten Abschnitt gekommen und veränderte das Spiel. „Es war dann ein bisschen mehr Spielwitz mit Johannesson und Waldschmidt im Zentrum“, sagte Lukas Kwasniok nach dem Duell in Siegburg.

„Er macht unser Spiel unberechenbarer und variabler“

Der Siegener ist aktuell einer der Gewinner der Vorbereitung. Vier Tore hat Waldschmidt in den bisherigen Testspielen erzielt, überzeugte aber auch als Vorbereiter, eine Duftmarke hat er sicherlich gesetzt. Das hat der Offensivspieler in der vergangenen Saison auch, doch es fehlte die Konstanz. Aktuell ist Waldschmidt einer der Akteure, die am meisten überzeugen. Gegen Siegburg wohl auch, weil der 29-Jährige mal wieder in vorderster Front antrat. „Luca ist ein schwimmender Freigeist. Wenn er auf der Zehn spielt, dann schwimmt er gerne auf die Sechs zurück. Wenn er auf der Neun spielt, dann schwimmt er nur auf die Zehn zurück und ist dann nicht ganz so weit weg vom Tor“, erklärte Kwasniok. „Der Weg ist dann nicht ganz so weit. Wenn er dann dort in dem Raum Bälle bekommt, dann ist er näher am Tor. Er hat einen guten Abschluss.“

Ein klassischer Mittelstürmer und damit die Antwort auf die Suche nach einer weiteren Verstärkung in vorderster Front sollte er aber nicht sein. „Er wird nie der Spieler sein, der auf den ersten Pfosten durchläuft“, sagte Kwasniok. Aber: „Er macht unser Spiel unberechenbarer und variabler.“ Waldschmidt habe schon „die Qualität aus dem Nichts mit dem linken Fuß mal ein Tor zu erzielen.“ Das tat Waldschmidt am Mittwoch gleich doppelt. „Ich habe das Gefühl, dass er aktuell sehr glücklich ist, die Rolle so ausfüllen zu dürfen. Und ich hatte ich glaube sogar beim ersten Telefonat mit ihm ein Gespräch, bei dem ich ihn daran erinnert hab, dass er bei der U21-Europameisterschaft als falscher Neuner, als Freigeist-Neuner Torschützenkönig geworden ist“, so Kwasniok. „Und was vor Jahren geklappt hat, kann ja auch heute nochmal funktionieren. Wir wären alle bei Wiederholung glaube ich nicht ganz so traurig darüber.“

Das stimmt wohl. Allerdings sollte Waldschmidt genau diese Qualität dann auch über einen längeren Zeitraum beweisen. Denn es ist nicht das erste Mal, dass der Angreifer wieder in alter Rolle ran darf.

Luca Waldschmidt: „Ich spüre, dass hier alle Bock haben“

, , ,
Startseite » Luca Waldschmidt Köln

Luca Waldschmidt: „Ich spüre, dass hier alle Bock haben“

Der 1. FC Köln hat wie erwartet Luca Waldschmidt verpflichtet. Das gab der Verein am Dienstagnachmittag bekannt. Schon am Sonntag war der Wechsel durchgesickert. Waldschmidt wird vom VfL Wolfsburg ausgeliehen.

Der FC hat einen weiteren Neuzugang für die kommende Saison nun offiziell bestätigt: Der 1. FC Köln hat Luca Waldschmidt verpflichtet. Wie der Klub am Dienstag bestätigte, wird der ehemalige Nationalspieler vom VfL Wolfsburg für ein Jahr ausgeliehen. Der „Kicker“ hatte bereits am Sonntag über den bevorstehenden Wechsel berichtet. Demnach greife unter gewissen Bedingungen eine Kaufpflicht, die Waldschmidt für drei Jahre an den Klub bindet.

Bild: Herbert Bucco

Waldschmidt war 2021 von Benfica Lissabon für zwölf Millionen Euro zum VfL Wolfsburg gewechselt und hat bei den Wölfen noch Vertrag bis 2025. In der vergangenen Spielzeit kam der 27-Jährige aber nicht über die Rolle des Edeljokers hinaus. Beim FC erfüllt der Stürmer das Anforderungsprofil, dass Sportdirektor Christian Keller in der vergangenen Woche in einer Medienrunde für einen geplanten Transfer ausgegeben hatte. Keller zeigte sich da schon einer Leihe sehr positiv gegenüber. „Einen ordentlich verdienenden Spieler, der bei seinem aktuellen Stamm-Klub ein bisschen ins Hintertreffen geraten ist, aber sagt: Das Gehalt ist mir eigentlich nicht mehr so wichtig, ich würde gerne mehr spielen“, sagte der Sportdirektor. „Im Idealfall gibt uns der Stamm-Klub noch eine Kaufoption mit.“ Das ist bei Waldschmidt offenbar der Fall.

Am Montag hatte Waldschmidt zunächst den Medizincheck in Köln absolviert, anschließend am Geißbockheim den Vertrag unterschrieben. Am Dienstagnachmittag hatte der Klub über seine Social-Media-Kanäle das Konterfei eines Spielers mit Lockenpracht mit den Worten „Wen wir hier alles anlocken“ gepostet. Ein erster Hinweis auf Luca Waldschmidt. Die Bestätigung folgte eine knappe Stunde später. „Wir standen schon seit geraumer Zeit mit Luca in Kontakt und freuen uns sehr, dass wir ihn nun für den FC gewinnen konnten. Luca besitzt alle erforderlichen Fähigkeiten, um unserem Spiel im letzten Drittel noch mehr Lösungsqualität und Torgefahr zu geben“, sagte Keller. „Darüber hinaus sind wir überzeugt, dass er unsere Mannschaft auch als Persönlichkeit bereichern wird. Mein besonderer Dank geht an den VfL Wolfsburg für die offene, konstruktive Zusammenarbeit zur Ermöglichung der Leihe.“

Waldschmidt: Über den SC Freiburg zum Nationalspieler

Der Offensiv-Allrounder kann auf verschiedenen Positionen agieren, wahrscheinlich ist für ihn aber die Rolle der hängenden Spitze, hinter Davie Selke oder Steffen Tigges. Mit Mark Uth kann der FC voraussichtlich auf einen weiteren Zehner hoffen. Florian Kainz wäre wieder frei für die Außenbahn. Beim FC könnte Waldschmidt von Steffen Baumgart profitieren. Der Kölner Trainer hat schon mehrfach bewiesen, dass er Spielern wieder zu deren Topform verhelfen und Akteure entwickeln kann. „Wir hatten gute Gespräche. Vor allem mit dem Trainer. Es ist für mich wichtig, ein gutes Gefühl zu haben“, sagte Waldschmidt. „Ich freue mich sehr auf den Club, den Trainer, meine neuen Mitspieler, die Fans und auf das Stadion. Ich durfte schon einige Male hier spielen und weiß daher, welche Kräfte diese Atmosphäre hier auslösen kann. Die Stimmung, die hier von den Fans ausgeht, ist ganz besonders. Jetzt möchte ich das so oft wie möglich im FC-Trikot erleben und dabei erfolgreich sein. Ich spüre, dass hier alle Bock haben, viel Energie ausstrahlen und richtig was vorhaben.“

Im Alter von fünf Jahren begann Waldschmidt Fußball zu spielen. Unter anderem spielte der Angreifer für die Junioren von Eintracht Frankfurt. Bei der Eintracht debütierte Waldschmidt dann 2015 auch in der Bundesliga, spielte aber auch für den Hamburger SV im deutschen Oberhaus und später beim SC Freiburg. Dort wurde er zum Nationalspieler. 2020 bezahlte Benfica Lissabon knapp 16 Millionen Euro, Wolfsburg holte den Stürmer für zwölf Millionen ein Jahr später wieder in die Bundesliga. Waldschmidt hat sämtliche Junioren-Mannschaft des DFB durchlaufen und kommt auf sieben Einsätze in der A-Nationalmannschaft. Das letzte Spiel bestritt er im November 2020 für die DFB-Elf. Damals unterlag Deutschland Spanien 0:6. Zuvor war Waldschmidt Torschützenkönig bei der U21-Europameisterschaft 2019 geworden.

Folgt uns auf: