Ein Jahr vorm Vertragsende beim 1. FC Köln: Quo vadis, Luca Waldschmidt?

Luca Waldschmidt im Kölner Stadion
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Ein Jahr vorm Vertragsende beim 1. FC Köln: Quo vadis, Luca Waldschmidt?

Luca Waldschmidt kommt beim 1. FC Köln auch in der laufenden Bundesligasaison nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Trotz eines laufenden Vertrages bis Sommer 2027 könnten sich die Wege nun ein Jahr vor Vertragsende trennen, sollten Spieler und Club eine Lösung finden, die für beide Parteien passt. Argumente gibt es sowohl für als auch gegen einen Verbleib beim 1. FC Köln: Wohin geht die Reise für Luca Waldschmidt?

Zuletzt präsentierte sich Luca Waldschmidt beim FC in starker Verfassung. Zwei Tore, ein Assists in drei Spielen sind zumindest eine gute Ausbeute. Doch es bleibt Skepsis, ob der 29-Jährige die Leistung weiterbringt. Zu oft fehlte dem ehemaligen Nationalspieler die nötige Konstanz. Und so stellt sich durchaus die Frage, wohin die Reise von Luca Waldschmidt im Sommer geht.

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Luca Waldschmidt ist auch zwei Jahre nach seinem fixen Wechsel vom VfL Wolfsburg zum 1. FC Köln weiterhin kein unumstrittener Stammspieler, sondern muss sich zu großen Teilen mit der Rolle des Einwechselspielers zufrieden geben. Umso beachtlicher lesen sich die Zahlen des offensiv-Allrounders: mit fünf Toren und vier Vorlagen in 23 Ligaspielen ist der bald 30-Jährige nach den Stammspielern Said El Mala, Jakob Kaminski und Ragnar Ache der viertbeste Scorer im Team von René Wagner. Im Vergleich zu den genannten FC-Profis stand Waldschmidt allerdings nur sieben Mal in der Anfangsformation, eine doch sehr effiziente Quote für den Angreifer. Nach dem so gut wie sicheren Klassenerhalt des Aufsteigers aus Köln stellt sich nun dennoch die Frage nach der Zukunft des Spielers, der vertraglich noch bis zum Ende der kommenden Saison an den FC gebunden ist.

Vertrag bis 2027

„Luca hat einen Vertrag bis 2027, daher stellt sich die Frage für mich nicht“, sagte FC-Sportdirektor Thomas Kessler am Donnerstag. Grundsätzlich betonte der Geschäftsführer aber auch, dass der ein oder andere Spieler vielleicht nicht die Einsatzzeiten erhält, die er sich vorstelle. Und dann wiederum könne es auch Wechselabsichten geben. Auch Waldschmidt, der laut Kumpel und Ex-FC-Profi Christian Clemens hart arbeite, aber mit seiner Situation nicht komplett zufrieden sei. Der Spieler, der sich in Köln sichtlich wohl fühlt, hält sich bezüglich seiner Zukunft aktuell noch bedeckt, Argumente gibt es sowohl für einen Verkauf als auch für einen Verbleib am Rhein.

Neben seiner guten Quote ist Waldschmidt auf vielen offensiven Position einsetzbar, kann sowohl auf beiden Flügeln als auch hinter der Spitze oder in
vorderster Front auflaufen. Dazu ist er ein wichtiger Bestandteil der Kabine, kennt den Verein und das Umfeld mittlerweile sehr gut. Auch wenn er mit seinen Einsatzzeiten nicht zufrieden ist und eine Änderung dieser wohl nicht in Sicht ist, hat er sich stets in den Dienst der Mannschaft gestellt und zuletzt auch wichtige Tore erzielt wie beispielsweise den Ausgleichstreffer per Elfmeter gegen Konkurrent FC St. Pauli.

Marktgerechte Ablöse nur noch diesen Sommer

Dem gegenüber steht die Tatsache, dass man nur noch in diesem Sommer möglicherweise eine adäquate Ablöse für ihn generieren könnte. Sollte sich eine interessante Option für ihn und den 1. FC Köln ergeben, wird man sich sicher zusammensetzen. Denn unter dem Strich hat Waldschmidt es in
drei Jahren nicht geschafft, sich unter oder gerade trotz mehrerer Trainer in Köln durchzusetzen und als fester Stammspieler zu etablieren. Sollte der Spieler selbst seinen Vertrag erfüllen wollen und sich auch weiterhin unabhängig von seinen Einsatzzeiten zu 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft stellen, so hat der FC mit ihm auch in der kommenden Spielzeit einen ungemein flexiblen und effizienten Allrounder für die Offensive in seinen Reihen. Zudem kann Waldschmidt auch in engen Spielen aufgrund seiner Erfahrung und seiner Qualität als sicherer Elfmeterschütze sehr wertvoll sein.

Startelf beim 1. FC Köln: Was nun für Luca Waldschmidt spricht? „Ein bisschen mehr“ – Und für die Zukunft?

Luca Waldschmidt jubelt nach seinem Elfmetertor gegen St. Pauli
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Startelf beim 1. FC Köln: Was nun für Luca Waldschmidt spricht? „Ein bisschen mehr“ – Und für die Zukunft?

Luca Waldschmidt wirkt so, als sei er einer der Gewinner des Trainerwechsels. In die Startelf schaffte es der ehemalige Nationalspieler unter dem neuen Coach aber noch nicht. Möglicherweise ändert sich das nun beim 1. FC Köln: Das spricht für einen Startelf-Einsatz von Luca Waldschmidt.

Zwei Tore in zwei Spielen – Luca Waldschmidt scheint immer besser in Form zu kommen. Für einen Einsatz von Beginn an reichte es noch nicht. Das könnte sich aber gegen Union ändern. Oder?

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So richtig wusste Luca Waldschmidt auch nicht, wie er erklären sollte, dass er wieder nicht von Anfang an gespielt hatte. Der Offensivspieler suchte nach dem Duell gegen Leverkusen nach den passenden Worten: „Mir fällt es schwer, darüber zu sprechen. Ich habe schon alles irgendwann mal dazu gesagt. Für mich geht es ja nicht darum, mal wieder oder so… Am Ende ist es eine Sache von Vertrauen“, sagte der Edeljoker. Gegen Leverkusen hatte der ehemalige Nationalspieler wie schon gegen St. Pauli kurz nach seiner Einwechslung getroffen. Der 29-Jährige schraubte sein Torkonto damit auf fünf Treffer in die Höhe. Seit der Spielzeit 2019/20 hat Waldschmidt in der Bundesliga nicht öfter getroffen. Damals waren es für Freiburg sieben Tore. Und doch bleibt dem Offensivspieler meist nur die Rolle des Jokers. Gegen Leverkusen hatten viele Fans mit einem Einsatz von Beginn gerechnet, da Waldschmidt vom Trainer im Vorfeld über den grünen Klee gelobt worden war.

„Die Geduld habe ich einfach“

Doch der Coach hatte schon zwischen den Zeilen durchklingen lassen, dass der Offensivspieler vielleicht nicht der richtige Mann für die Begegnung gegen Leverkusen in der Anfangself sei. Aber, so betonte der Coach ebenfalls, habe sich Waldschmidt mit der Rolle gut arrangiert. Dabei hören sich die Worte des Spielers schon so an, als wolle er mehr. „Ich glaube, dass es Spiele gibt, die später aufgehen. Und es gibt Spiele, die laufen von Anfang an. Ich bin einfach ein Spielertyp, der manchmal weniger im Spiel ist, manchmal mehr und trotzdem aber über 90 Minuten – und die Geduld habe ich einfach – in Aktionen kommt“, sagte Waldschmidt. „Dieses Vertrauen habe ich für mich. Ich glaube, das habe ich auch schon häufiger gezeigt. Darum geht es am Ende. Mal wieder von Anfang an zu spielen ist nicht mein Ziel. Da gehört Vertrauen dazu und auch zu wissen, welche Qualität ist da und dass die auch da sein soll.“

Waldschmidt betonte allerdings auch, dass es ihm gar nicht so sehr darum gehe, von Anfang an zu spielen. Doch wird das nur ein Teil seiner Wahrheit sein. Immerhin betonte der ehrgeizige Siegener bereits im vergangenen Sommer, wie auch im Winter, dass er sich mehr Einsatzzeit erhoffe. Und die könnte es gegen Union Berlin geben. Auf die Frage, was dafür spreche, dass der 29-Jährige gegen Union beginnen würde, antwortete Wagner am Donnerstag auf der Pressekonferenz mit einem Lächeln im Gesicht: „Ein bisschen mehr als letzte Woche.“ Das ist wahrlich keine Einsatzgarantie, aber die Begegnung gegen Union könnte Waldschmidt deutlich mehr liegen als Leverkusen. Dort hatte der Trainer noch erklärt, dass man schon den Ball bräuchte um der Offensivspieler öfter in gefährliche Situationen zu bringen. Den verspricht sich Wagner im Spiel gegen Union, erklärte, dass man das Spielgerät wohl öfter als zuletzt haben werde.

Vier Tore als Joker

Das Spiel und die ansteigende Form sprechen also für einen Einsatz von Beginn an. Doch es gibt auch gute Argumente, die eben gegen die Startelf sprechen. Waldschmidt fehlt auch in dieser Saison die nötige Konstanz. Auch in den Spielen, in denen er von Beginn an ran durfte, gab es eben nicht immer den erhofften Waldschmidt-Moment, auf den er selbst wartet. Zudem ist das Kölner Spiel eigentlich nicht auf den technisch versierten Spieler hinter den Spitzen ausgelegt. Der FC erzeugt die meiste Gefahr durch die tiefen Vertikalpässe. Zudem erzielte der Offensivspieler vier seiner fünf Tore als Einwechselspieler – die Rolle des Jokers scheint Waldschmidt jedenfalls zu liegen. Ob der 29-Jährige von der Bank oder von Beginn an trifft, dürfte den Fans am Ende egal sein. Nicht egal ist Waldschmidt dagegen die Zukunft. Der Vertrag läuft noch bis 2027. Ob die Kölner an dem ehemaligen Nationalspieler festhalten, wird auch an den weiteren Leistungen hängen. Viel Zeit bleibt Waldschmidt nicht mehr.


Luca Waldschmidt sammelt die nächsten Pluspunkte – aber auch für mehr als die Joker-Rolle beim 1. FC Köln?

Luca Waldschmidt nach seinem Treffer zum 1:2
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Luca Waldschmidt sammelt die nächsten Pluspunkte – aber auch für mehr als die Joker-Rolle beim 1. FC Köln?

Wie schon in der Vorwoche gegen St. Pauli trifft der 29-Jährige auch gegen Leverkusen für den 1. FC Köln: Luca Waldschmidt glänzt erneut in der Joker-Rolle. Doch eine Garantie für mehr Einsatzzeit ist das nicht.

Kölns Ex-Trainer Lukas Kwasniok wurde lange nicht müde, die Nicht-Nominierung von Said El Mala mit den Joker-Qualitäten zu erklären. Gleiche Erklärung könnte aktuell auch für Luca Waldschmidt gelten. Der sammelt weiterhin seine Pluspunkte und doch könnte es bei der Joker-Rolle bleiben.

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Luca Waldschmidt konnte es nicht schnell genug gehen. Der Offensivspieler der Geißböcke rannte zum Leverkusener Tor und holte den Ball, den er erst wenige Augenblicke zuvor genau dort hereingeschossen hatte, wieder hervor. Winkend animierte er seine Mitspieler ihm zu folgen, nun ebenfalls noch einmal aufs Tempo zu drücken. Kein Wunder, das Tor von Waldschmidt war für die Kölner wieder einmal so etwas wie ein Türöffner zu einem Spiel, das bereits sicher verloren schien. Und da der FC schon mehrfach in dieser Spielzeit zurückgekommen ist, war den Antrieb des 29-Jährigen nach dem Anschlusstreffer durchaus verständlich. Gut 70 Minuten war das Tempo des gebürtigen Siegeners ein anderes. Waldschmidt saß einmal mehr auf der Bank. Noch unter der Woche hatten einige Fans auf einen Einsatz von Beginn an gehofft, auf einen Ersatz für Ragnar Ache. Schließlich wurde der Offensivspieler von René Wagner über den grünen Klee gelobt, die Form schien zu stimmen.

„Es gehört Vertrauen dazu“

Doch der Kölner Coach hatte zwischen den Zeilen schon auf der Pressekonferenz am Donnerstag durchblicken lassen, dass das Duell gegen Leverkusen kein Waldschmidt-Startelf-Spiel sein würde. Und das hat Gründe. Diese wollte Wagner am Samstag nach der 1:2-Niederlage nicht noch einmal benennen, erklärte, dass er das mit Waldschmidt selbst bespreche. Doch am Donnerstag hatte der Coach erklärt, dass „am Ende auch viel Ballbesitz von Nöten ist, um Luca immer wieder ins Spiel zu bekommen“, sagte Wagner. „Wir müssen mal gucken, ob wir gegen Leverkusen dann die Momente haben, wo wir den Ball dann so oft haben, dass Luca gefährlich werden kann.“ Möglicherweise hatte der Trainer nicht mit einer solchen Dominanz von Beginn an gerechnet. Warum auch, Köln spielte gegen einen Champions-League-Teilnehmer der aktuellen und tatsächlich auch noch -Anwärter für die kommende Saison.

Dass Waldschmidt kein Wandspieler ist, steht ohnehin außer Frage. Nun also saß der Offensivspieler 70 Minuten auf der Bank und feierte dann mit seinem Treffer einen perfekten Einstand. „Es gibt Spiele, die laufen von Anfang an, es gibt Spiele, die gehen später auf. Ich bin ein Spielertyp, der manchmal weniger im Spiel ist, manchmal mehr. Ich habe aber die Geduld, dann doch in Aktionen zu kommen“, sagte Waldschmidt. „Es geht nicht darum, mal wieder von Anfang an spielen. Es gehört Vertrauen dazu. Ich versuche auf dem Platz einfach alles zu geben und es fühlt sich einfach gut an, wenn du weißt, dass du der Mannschaft helfen konntest.“ Das konnte Waldschmidt in der jüngeren Vergangenheit mit seinen Toren zumindest zwei Mal in Folge. Zwangsläufig eine Bewerbung für mehr. „Es ist nicht meine Aufgabe, das zu entscheiden.“ Diese Entscheidung wird Wagner auch in den kommenden Spielen treffen.

Fakt ist, dass Waldschmidt derzeit wieder ein wenig aufblüht. Ausgerechnet jener Spieler, dem man noch im Winter eine gewisse Unzufriedenheit und damit verbunden einen kolportierten Wechselwunsch nachsagte. Wie zufrieden der Offensivspieler mit seinem Standing in Köln ist, ist nicht so wirklich bekannt. René Wagner betonte zuletzt, Waldschmidt habe seine Rolle gefunden und akzeptiert. Und gerade gegen die kommenden Gegner Union Berlin und Heidenheim stehen die Chancen nicht schlecht, dass der FC den Ballbesitz haben wird, um Waldschmidt in die Positionen zu bringen. Und doch ist die Frage durchaus berechtigt, ob der 29-Jährige nicht als Joker die bessere Variante ist.


1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

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1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

Luca Waldschmidt brilliert in der Jokerrolle. Auch gegen den FC St. Pauli wusste der 29-Jährige zu überzeugen und setzte die positive Entwicklung fort beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

Im Kellerduell gegen den FC St. Pauli gab es nur wenige Lichtblicke für den 1. FC Köln. Für Luca Waldschmidt allerdings lief das Aufeinandertreffen mit den Kiezkickern wie gemalt.

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Die mitgereisten FC-Fans hatten für die Auswärtspartie gegen den FC St. Pauli eine eindringliche Botschaft im Gepäck, die sie kurz vor Anpfiff in einem Tifo entrollten: Zu sehen war ein finster dreinblickender Geißbock im Muscle-Shirt mit dem Schriftzug „Niemals aufgeben – niemals zurückziehen”. Umwabert vom Rauch der zündelnden FC-Fans nichts geringer als eine außergewöhnliche Darbietung für den Showdown am Millerntor-Stadion. Und diese Worte treffen auf einen Akteur im FC-Dress nur zu genau zu. Denn dieser Appell ist auch Ausdruck der schwierigen Spielzeit von Luca Waldschmidt, der seit der Amtsübernahme durch René Wagner ein neues Gesicht auf dem Feld zeigt und sich pudelwohl zu fühlen scheint.

Bereits am vergangenen Mittwoch teilte Wagner im Pressegespräch mit, dass ihm die derzeitige Entwicklung des gebürtigen Siegeners mehr als zusagt: „Es ist einfach eine Phase, in der ich finde, dass man mit vielen Spielern sprechen muss, weil die Situation natürlich nicht einfach ist. Wir haben gewisse Rollen, die verteilt wurden und eingehalten werden müssen. Da muss jeder seinen Beitrag leisten. Ein großes Beispiel ist für mich Luca Waldschmidt. Er reißt sich in jedem Training den Allerwertesten auf, wird gefährlich, wenn er reinkommt, und hat im Training immer positive Energie. Das erwarte ich von den Jungs. Ohne jetzt Luca als einzigen herauszunehmen, machen das alle Spieler, die aktuell nicht von Anfang an spielen.”

Waldschmidt: „Ich spüre einfach Vertrauen“

Wagners Plan mit Waldschmidt scheint aufzugehen: Auch auf St. Pauli gelang es ihm, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken – mit etwas Mithilfe von außen. In der 79. Minute kam er für Isak Johannesson ins Spiel und übernahm die kreative Rolle in der FC-Offensive. Nachdem Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck mit Unterstützung des Videoassistenten ein Foul an Jakub Kaminski als elfmeterwürdig bewertet hatte, schnappte sich der 29-Jährige den Ball. Mit Blick auf die Auswärtskurve und gegen den Elfmeterkiller Nikola Vasilj im Tor der „Boys in Brown“ behielt Waldschmidt die Nerven und glich die Führung der Hamburger aus. Im Nachklapp des glücklichen Unentschiedens gegen die Kiezkicker erwiderte Waldschmidt das vorangegangene Lob seines Trainers: “ich glaube, ich bin mit René im guten und offenen Austausch. Ich spüre einfach auch Vertrauen. Auch wenn man vielleicht nicht von Beginn an auf dem Platz steht, glaube ich, kann man trotzdem ein gewisses Vertrauen dem Spieler entgegenbringen”.

Der Torschütze bestätigte noch einmal, dass er mit dem Wechsel auf der Trainerposition auch bei ihm Umdenken über seine Rolle innerhalb der Mannschaft stattgefunden habe: “Gerade in dieser Phase ist es wichtig, dass jeder seine Stärken ins Spiel bringt. Wenn die aktuell hinten raus sind, dann ist das eben so. Dass ich gerne lange auf dem Platz stehe, ist, glaube ich, kein Geheimnis. […] Wenn man sich das Spiel anschaut, dann sieht man, dass es an sich kein besonderes, schönes Fußballspiel war. Es ist selten schön, muss man sagen, sondern es ist viel Abarbeiten, viel Kampf. Vielleicht wird es hinten raus einfach ein bisschen mehr Fußball. Es geht dann einfach mehr darum, hinten raus nochmal Akzente zu setzen“.

Raus aus der Jokerrolle, rein in die Startelf

Mit Blick auf den Großteil der Partie abseits der Schlussphase inklusive des erlösenden Elfmeters muss allerdings klar werden: Auch ein herausragender Joker wird die größten Probleme des 1. FC Köln nicht lösen können, die im Duell mit Alexander Blessins St. Paulianern teils erschreckend deutlich wurden. So waren die Geißböcke gegen den Hamburger Defensivverbund lange Zeit ideenlos, es hakte im Umschaltspiel und bei den vielversprechenden Torchancen. So kam St. Pauli, das mit großem Abstand die harmloseste Offensive der Liga stellt, auf 2,26 xGoals, die Geißböcke nur auf 1,51, wobei der Elfmeter seinen Teil zur Bemessungsgrundlage für den Kölner Wert beiträgt. Zudem droht Ragnar Ache für die verbleibenden Saisonspiele auszufallen, was angesichts seiner zentralen Rolle im Offensivspiel des FC schwierig zu kompensieren sein wird. Vielleicht darf Waldschmidt am kommenden Spieltag gegen Bayer Leverkusen dann doch wieder von Beginn an ran.


Darum übernahm Luca Waldschmidt den Elfmeter beim 1. FC Köln

Luca Waldschmidt jubelt nach dem Ausgleich
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Darum übernahm Luca Waldschmidt den Elfmeter beim 1. FC Köln

Mit seinem verwandelten Elfmeter rettete Luca Waldschmidt dem FC einen Punkt. Auch Said El Mala hätte wie gegen Bremen gerne geschossen. Doch große Diskussion gab es deswegen nicht beim 1. FC Köln: Darum übernahm Luca Waldschmidt den Elfmeter.

Mit seinem späten Treffer besorgte ausgerechnet Luca Waldschmidt per Elfmeter dem FC einen wichtigen Zähler. Ausgerechnet, weil Trainer René Wagner den Spieler unter der Woche besonders gelobt hatte. Auch Said El Mala stand für den Strafstoß bereit.

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Es wirkte ein wenig wie ein Generationswechsel. Während Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck sich das eindeutige Foulspiel von Karol Mets an Jakub Kaminski noch auf dem Bildschirm anschaute, besprachen sich Said El Mala und Luca Waldschmidt, wer der Schütze des möglichen Elfmeters sein könnte. Viel deutete zunächst auf den Youngster, der schon gegen Werder Bremen am vergangenen Wochenende Verantwortung übernommen und getroffen hatte. „Said brennt für jedes Tor, für jedes Dribbling. Natürlich will er Tore schießen“, erklärte Thomas Kessler nach der Begegnung bei Sky. El Mala hat bekanntlich in dieser Spielzeit bereits elf Treffer erzielt und damit einen mehr als Lukas Podolski in seiner Premieren-Saison. Für den Youngster geht es natürlich auch darum, weiter Eigenwerbung zu betreiben. Zum einen für mögliche Sommer-Interessenten, aber auch für die Nationalmannschaft. Der 19-Jährige will noch mit zur WM.

„Luca ist enorm sicher“

Doch kurz vor dem Elfmeter übergab der Youngster die Kugel an Waldschmidt. Und der ehemalige Nationalspieler verwandelte sicher zum so wichtigen Ausgleich. „Ich bin ganz klar ran. Da habe ich gedacht, das ist meine Ecke, die nehme ich mir“, sagte der Torschütze. „Ich wollte keine großen Experimente bei der Wichtigkeit des Tores machen.“ Die Bedeutung war tatsächlich eine hohe. Hätten die Kölner verloren, betrüge der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch zwei Zähler, das vor dem Spiel gegen Leverkusen. Die Geißböcke hätten sich wieder mitten in der Verlosung befunden. „Vielleicht kommt es dann auch auf das bisschen Erfahrung an“, erklärte Marvin Schwäbe, der aber auch verriet, dass es keine große Absprache bei den Elfmetern gäbe. „Es kommt immer darauf an, wer sich gerade gut fühlt. Luca hat es in der Vergangenheit gut gemacht. Von daher ist es absolut in Ordnung. So lange derjenige trifft, der antritt, ist es mir scheißegal. Die Jungs legen sich im Training die Bälle für die Elfmeter hin und probieren es. Luca ist enorm sicher.“

Eine große Diskussion gab es zwischen den beiden Spielern ohnehin nicht. „Said hatte direkt im Mittelkreis gefragt, ob ich ihn nehmen will. Ich habe „Ja“ gesagt“, so Waldschmidt. „Er hat gesagt: ,Ist gut, mach ihn`. Im Sechzehner wollte er aber glaube ich nochmal ein bisschen Verwirrung stiften, so dass der Torwart denkt, er schießt. Smarter Move. Mich hatte er schon gefragt, als der Schiri noch draußen war.“ René Wagner bestätigte später, dass es bei den Spielern von ihm aus keine genaue Absprache gäbe, wer schießt. Die Jungs müssten sich auch danach fühlen. Dieses Mal fühlte sich Waldschmidt danach. „Großen Respekt an Said, in der Situation den Ball abzugeben. Ich freue mich für Luca, dass er ihn dann auch reingehauen hat“, sagte Wagner.


1. FC Köln: Warme Worte für Joker Luca Waldschmidt

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1. FC Köln: Warme Worte für Joker Luca Waldschmidt

Luca Waldschmidt hat sich als Joker bei den Geißböcken wieder ins Spiel gebracht. Statt zu hadern, nutzt er jede Einwechslung, um sich als ernsthafte Option für die Startelf zu empfehlen. Das bemerkt auch Trainer René Wagner beim 1. FC Köln: Warme Worte für Joker Luca Waldschmidt.

Luca Waldschmidt hat sein Rollen-Selbstverständnis beim 1. FC Köln unter der Leitung von Neu-Coach Wagner verinnerlicht. Dieser stellte der zweiten Garde um Waldschmidt nun auch wieder mehr Spielzeit in Aussicht – allerdings nur, wenn die Leistung stimmt.

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Auch FC-Chefcoach René Wagner blieb den Fragen der Journalisten zu Said El Mala nicht erspart, die seinen Vorgänger hin und wieder zur Weißglut getrieben hatten. Als man dem 37-Jährigen am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli die obligatorische El-Mala-Frage stellte, lieferte er eine Antwort, die für Augenbrauenzucken sorgte. Denn Wagner nutzte die Gelegenheit überraschenderweise, um Stürmer Luca Waldschmidt zu loben. “Wir haben gewisse Rollen, die verteilt wurden und eingehalten werden müssen. Da müssen alle ihren Beitrag leisten. Ein großes Beispiel ist für mich Luca Waldschmidt. Er reißt sich in jedem Training den Allerwertesten auf, wird gefährlich, wenn er reinkommt, und hat im Training immer positive Energie. Das erwarte ich von den Jungs”.

Waldschmidts wunderbarer Werder-Auftritt

Es sind Worte, die doch sehr an die Rede seines Vorgängers erinnern, die dieser unmittelbar vor dem Rhein-Derby ablieferte. Damals ließ Kwasniok verlauten: „Zu Beginn der Saison musste ich auf diese Dinge hinweisen, jetzt kann ich das eher laufen lassen, weil ich sehr wohl spüre, dass Ron-Robert Zieler, Bülti, Luca, Kainzi und Heinzi wissen: Wir wollen den Verein in dieser Liga halten, auch wenn ich gerade wenig spiele. Das ist denen sehr wohl bewusst“. Nicht schwer zu erkennen – Kwasnioks Botschaft von damals hallt in den Worten Wagners zur Personalie Waldschmidt wider. Anders als bei dem Ex-Coach der Geißböcke scheint Waldschmidt seine Rolle als Ergänzungsspieler aber heute tatsächlich akzeptiert zu haben, denn zuletzt blühte er in dieser Rolle auf.

So kam der Offensivspieler in der 76. Minute des Spiels gegen Werder Bremen für den gelb-rot-gefährdeten Ragnar Ache ins Spiel und hätte sich direkt nach seiner Einwechslung am Sonntag belohnen können. Isak Johannesson nahm den Joker mit, lief von außen nach innen und nahm aus 19 Metern Maß aufs linke obere Eck. Doch in dieser Situation erwischte nur die Querlatte. Tief in der Nachspielzeit war er dann erneut beteiligt. Seine scharfe Hereingabe von rechts auf Johannesson versenkte der Isländer mit tatkräftiger Unterstützung von Werders Torhüter Mio Backhaus unter der Latte im kurzen Eck. Auftritte wie diese gegen die Weserelf führen dazu, dass sich Waldschmidt wieder für die erste Elf in Stellung bringen kann.

Waldschmidt hat seine Rolle unter Wagner verinnerlicht

Hierin besteht vielleicht der entscheidende Unterschied der Aussagen Wagners zu jener Kwasnioks. Denn dem Interimscoach ist es wichtig, seinen Schützlingen das Gefühl zu geben, etwas an ihrer misslichen Ausgangssitation verändern zu können und den Platz auf der Bank hinter sich zu lassen. „Meiner Meinung nach bedeutet Rollenverständnis nicht, dass jemand von Anfang an genau diese eine Rolle ausfüllen kann, sondern dass man an Tag X seine Rolle versteht. In dieser Rolle muss man wachsen, sich weiterentwickeln und versuchen, immer wieder seine Leistung zu bringen, um sie gegebenenfalls zu verändern“, äußerte Wagner in diesem Zusammenhang auf dem Pressegesspräch am Mittwoch.

Enorm wichtig sei laut Wagner auch eine Begegnung auf Augenhöhe zwischen Spieler und Trainer, um die Rollenentwicklung immer auch mit dem Wohlbefinden des Spielers abzustimmen. „Ich habe auch heute mit Luca gesprochen. Dann bekomme ich ein klares Feedback von ihm, ob er die Rolle angenommen hat oder nicht. Bei ihm war es beispielsweise so, dass er die Rolle gut angenommen hat. Meiner Meinung nach muss jeder Spieler versuchen, in seiner Rolle aktuell sein Bestes zu geben. Diese kann sich aber immer verändern. Denn sonst hätten wir quasi immer die gleiche Kaderstruktur und jeder Spieler wäre in seiner Rolle gefangen. Und das ist ja nicht das Ziel“.

Ob Waldschmidt gegen die Kiezkicker als Joker brillieren oder vielleicht sogar von Beginn an spielen darf, wird sich erst am Freitagabend zeigen. Schon jetzt ist klar: Der Offensivmann ist für beides bereit.


Zurück in der Startelf beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt findet auch gegen Augsburg nicht zur Form

Luca Waldschmidt kam gegen Augsburg nicht so recht in Fahrt
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Zurück in der Startelf beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt findet auch gegen Augsburg nicht zur Form

Eigentlich sollte er für ein spielerisches Element in der Kölner Offensive sorgen. Doch so wirklich wollte das nicht gelingen beim Auswärtsspiel des 1. FC Köln: Luca Waldschmidt findet auch gegen den FC Augsburg nicht zur Form.

Seit Mitte Dezember stand Luca Waldschmidt gegen Augsburg mal wieder in der Anfangsformation. Allerdings wollte es bei dem Offensivspieler nicht rund laufen.

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Es war in etwa eine Stunde gespielt als Luca Waldschmidt sich ein Herz nahm und aus gut 20 Metern einfach mal abschloss. Der Schuss wurde nicht so wirklich gefährlich, Waldschmidt kam auf einen gesamten xGoals-Wert von 0,05, vor allem aber war es der erste Versuch des Siegeners. Der Offensiv-Arbeitsbeweis las sich mit einem Abschluss, einer Vorarbeit sowie neun Pässen und 25 Ballkontakten. Wäre der 29-Jährige wie in den vergangenen Wochen als Joker eingewechselt worden, die Bilanz wäre insgesamt eine ordentliche gewesen. Nur stand Waldschmidt erstmals seit Dezember wieder in der Anfangsformation. Zuletzt hatte es für den ehemaligen Nationalspieler nur noch zum Edeljoker gereicht. In diesem Jahr stand Waldschmidt nie länger als 25 Minuten auf dem Platz, meist deutlich weniger.

Erneut eine eher schwache Leistung

Noch vor der Saison hatte Waldschmidt den Wunsch auf mehr Spielzeit geäußert, ihn gewisser Weise mit seiner Zukunft in Köln verbunden. Doch die ganz starken Bewerbungsunterlagen für mehr hat der Offensivspieler nicht abgegeben. Waldschmidt erwischte wieder einmal ein eher schwaches Spiel. Dem ehemaligen Nationalspieler fehlt die Konstanz. Dabei war die Idee seiner Aufstellung vermutlich, ein spielerisches Element zu bringen. Denn Augsburg stand bekanntlich tief, der FC brauchte spielerische Mittel und fand diese nicht. Dabei spulte der 29-Jährige wieder ordentlich Kilometer ab. Bis zu seiner Auswechslung nach gut 65 Minuten war Waldschmidt wieder am meisten von allen Spielern unterwegs, nicht das erste Mal in dieser Spielzeit. Und doch war der Ertrag eher ein mäßiger.

“Wir wissen, dass wir nicht mit Fußball glänzen müssen, sondern mit anderen Tugenden. Da mache ich mir aber keine Sorgen bei uns. Es hapert nie am Einsatz oder der Mentalität“, sagte Waldschmidt. „Wir müssen eng zusammenhalten und hart arbeiten, um da gemeinsam wieder Siege zu haben, ein gutes Gefühl zu bekommen und zu wissen, dass wir auch wieder gewinnen können.“ Ob der 29-Jährige gegen Dortmund dabei von Beginn an mithelfen kann, wird sich zeigen müssen.


Überraschung beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok streicht Luca Waldschmidt aus dem Kader

Luca Waldschmidt musste das Training am Mittwoch abbrechen
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Überraschung beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok streicht Luca Waldschmidt aus dem Kader

Überraschung zum Auftakt beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok streicht offenbar Luca Waldschmidt aus dem Kader für die Begegnung gegen den 1. FC Heidenheim.

Zum Auftakt in den zweiten Teil der Saison gibt es direkt mal eine überraschende Nachricht rund um den 1. FC Köln: Lukas Kwasniok streicht Luca Waldschmidt aus dem Kader für die Partie am Samstag gegen den 1. FC Heidenheim.

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So richtig festlegen wollte sich Lukas Kwasniok am Donnerstag bei der Pressekonferenz zum Spiel gegen den 1. FC Heidenheim noch nicht. Der Trainer deutete an, dass Fynn Schenten und Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey in den Kader rücken könnten, wer dafür aber nicht mit nach Heidenheim reisen würde, schien offen. „Es werden nicht alle mitfliegen. Diejenigen, die nicht im Kader sind, werden nach Köln fliegen und dort arbeiten. Wir müssen schauen, wie die Flüge sind und wo noch Plätze sind.“ Nun aber ist eine überraschende Entscheidung gefallen. Luca Waldschmidt wurde vom Kölner Coach aus dem Kader genommen. Der Offensivspieler wird die Reise nach Köln antreten, während der Großteil des Trainingslager-Trosses mittlerweile in Memmingen gelandet ist.

Interview nicht Grund für die Ausbootung

Das berichtet Sky. Das deckt sich mit Informationen von come-on-fc.com. Der Offensivspieler wird gegen Heidenheim nicht mit von der Partie sein. Das wurde dem Spieler in einem Gespräch mit dem Sportdirektor Thomas Kessler sowie Kwasniok mitgeteilt. In einem Interview mit dem „Express“ hatte der ehemalige Nationalspieler zuletzt betont, dass manche Entscheidungen des Trainers für ihn „schwer zu begreifen“ seien. Unter anderem offenbar die aus seiner Sicht wenige Einsatzzeit. Die reine Spielzeit sei aus seiner Sicht „deutlich zu wenig. Er erklärt einem immer, wie seine Gedanken sind. Trotzdem ist das aus persönlicher Sicht natürlich nicht zufriedenstellend. Von daher ist es ganz normal, dass wir auch mal anderer Meinung sind.“

„Es war auch für mich manchmal schwer zu greifen. Vor allem in Wolfsburg hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Ich war gut im Spiel, habe ein Tor gemacht und musste dann trotzdem raus. Der Trainer wollte dort taktisch etwas verändern, das hat er mir auch so gesagt“, so Waldschmidt weiter. Nach Informationen von come-on-fc.com hat das Interview nicht zur Ausbootung geführt. Vielmehr soll es um ein Rollenverständnis zwischen den Parteien gegangen sein. Dennoch kommt die Nicht-Nominierung überraschend, immerhin hatte Kwasniok zuletzt mehrfach betont, dass es sich bei den Spielern Waldschmidt und Said El Mala um ein kongeniales Duo handle. Das ist für die Begegnung gegen Heidenheim nun gesprengt. Zudem hat Waldschmidt in dieser Spielzeit schon drei Tore erzielt und zwei weitere vorbereitet. Und auch in La Nucia hatte Waldschmidt einen guten Eindruck hinterlassen.

Auch Dominique Heintz und Florian Kainz traten die Reise nach Memmingen nicht an und reisten zurück nach Köln.


Kann Luca Waldschmidt zur Konstante beim 1. FC Köln werden? Ein unermüdliches Startelf-Comeback

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Kann Luca Waldschmidt zur Konstante beim 1. FC Köln werden? Ein unermüdliches Startelf-Comeback

Die Kritik verstummt, die Form steigt. Gegen St. Pauli zeigte Luca Waldschmidt eine seiner stärksten Leistungen im Trikot der Geißböcke. Bei dem Stürmer deutet vieles auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend hin beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidts unermüdliches Startelf-Comeback.

Ein Startelf-Comeback, die Vorlage zum zwischenzeitlichen Führungstreffer und unbändige Aufopferungsbereitschaft. Luca Waldschmidts Auftritt gegen den FC St. Pauli war überzeugend und untermauerte seine anhaltend hohe Form der vergangenen Wochen. Auch von Beginn an lieferte er eine Leistung ab, die insbesondere seinem Trainer gefiel beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidts unermüdliches Startelf-Comeback.

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Zwei Tage nach dem schmerzhaften Punktverlust sitzt der Stachel noch immer tief. Die späte Enttäuschung der Kölner vom vergangenen Wochenende durchzieht die Gespräche rund um den Club. Doch wer den Blick ausschließlich auf das unglückliche Gegentor richtet, übersieht schnell die die guten Seiten dieses Spiels. Denn bei der Rückschau auf den Samstag führt, fernab von allen berechtigten Diskussionen um den späten Ausgleich, kein Weg an einem Namen vorbei: Luca Waldschmidt. Der zuletzt oft kritisierte Angreifer zeigte gegen St. Pauli eine Leistung, die den Gästen permanent Kopfzerbrechen bereitete und die Offensive belebte.

Waldschmidt sah sich in der jüngeren Vergangenheit immer wieder mit überzogenen Erwartungen konfrontiert. Nicht selten blieb er hinter ihnen zurück. Gegen St. Pauli präsentierte er sich jedoch wie befreit und setzte genau jene Akzente, die ihn bereits als Joker gegen Eintracht Frankfurt oder Borussia Mönchengladbach besonderen Wert verliehen. Entsprechend deutlich stellte sich Trainer Lukas Kwasniok nach der Partie vor seinen Stürmer. Auf die wiederkehrende Kritik angesprochen, sagte er: „Weder ich noch das Trainerteam oder die Mannschaft kritisieren ihn. Wir sind alle froh, dass er bei uns ist. Und ansonsten bekomme ich das relativ selten mit. Was in der Vergangenheit war, interessiert mich nicht, ich bewerte Leistungen.“

Waldschmidts Schlüsselrolle im Kwasniok-System

Diese Leistung war nicht zuletzt das Ergebnis einer anspruchsvollen Rolle, die Kwasniok ihm gegen die tiefstehenden Boys in Brown zugedacht hatte. Waldschmidt fungierte als Verbindungsspieler zwischen letzter und vorderster Kette, ein Job, der unermüdliche Laufarbeit, ständige Anspielbarkeit im überladenen Zentrum und das geduldige Suchen nach Lücken im dichten Gefüge der Hamburger Fünferkette verlangte. Immer wieder fand er kleine Räume, bot sich klug an und war gemeinsam mit Said El Mala an nahezu allen gefährlichen Offensivaktionen beteiligt. Auch beim zwischenzeitlichen 1:0 hatte er seine Füße im Spiel. Nach einem misslungenen Freistoß der Gäste reagierte Waldschmidt hellwach und setzte El Mala mit einem kraftvollen Anspiel tief in die gegnerische Hälfte in Szene, woraufhin der pfeilschnelle Angreifer zu seinem sechsten Saisontor vollendete. Zur Wahrheit gehört wohl auch, dass der Assist auch viel von eine, Befreiungsschlag hatte.

Ein eigener Treffer blieb Waldschmidt hingegen verwehrt, auch wenn er diesem Mitte der ersten Hälfte so nah kam wie in keiner anderen Szene. Über die linke Seite leitete er zunächst einen Angriff über Marius Bülter ein, dessen Hereingabe El Mala aus kürzester Distanz eigentlich nur noch verwerten musste. Pauli-Keeper Nikola Vasilj rettete in größter Not. Im Anschluss kam Waldschmidt selbst zum Abschluss, sein Versuch wurde jedoch geblockt und sprang vom Pfosten zurück ins Feld, bevor Vasilj auch gegen Sebastian Sebulonsen zur Stelle war. Waldschmidt ordnete die Szene später selbstkritisch ein: “Ich glaube, am Ende muss ich ihn vielleicht einen Tick eher nehmen, weil der Torwart schon ein bisschen auf die lange Ecke spekuliert hat. Ist ja so der Klassiker irgendwie, entweder man schießt ihn von da oder in die kurze Ecke. Das war so mein erster Gedanke danach”.

Mehr als nur ein feiner Techniker

Insgesamt war es wohl keine hundertprozentige Chance, die Waldschmidt nachts den Schlaf rauben wird. Doch es blieb die klarste Möglichkeit, seinen Positivtrend fortzuschreiben, den er schon gegen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach angedeutet hatte. Gerade weil seine Formkurve zuletzt spürbar nach oben zeigte, wäre ein Treffer die logische Vollendung eines erneut starken Auftritts gewesen.

Geht es nach seinem Coach, lag es gegen St. Pauli jedoch weniger an Waldschmidt selbst als vielmehr an den Umständen, dass ihm der verdiente Torerfolg verwehrt blieb. „Luca hat sich das durch Trainingsarbeit und Spielleistung einfach verdient. Heute hätte er seine Leistung krönen können. Sein Problem ist eher, dass wir in den Zwischenräumen nicht ganz so sauber sind und nicht in die nächste Ebene kommen, in der seine Stärken zur Geltung kommen.“ Selbst der vergebenen Großchance zum möglichen 2:0 konnte Kwasniok noch etwas Positives abgewinnen. „Was mich freut, ist, dass er sich die Chance erarbeitet hat, ein Spiel auf den zweiten Ball zu machen. Das ist nicht seine Kernkompetenz, denn er ist ja auch ein sehr feiner Fußballer. Aber diese Bescheidenheit zu haben, den Ball zu erkennen und dann wirklich um den zweiten zu kämpfen, das steht ihm auch gut zu Gesicht.“

Kwasniok: „Hoffe, dass die Kritik verstummen wird“

Es war also ein Waldschmidt-Auftritt ganz nach dem Geschmack seines Trainers: aufopferungsvoll, präsent in den entscheidenden Räumen und mit voller Intensität in jedem Laufduell. Der gelernte Mittelstürmer gehörte gemeinsam mit Eric Martel und Sebastian Sebulonsen zu den laufstärksten Spielern im Team der Domstädter und lieferte damit eindrucksvoll den Beweis, dass er längst mehr ist als lediglich ein feiner Techniker.

Behält der Offensivakteur seine aktuelle Form bei, dürften weitere Einsätze von Beginn nicht zur Debatte stehen. Für das brisante Duell mit Bayer 04 Leverkusen deutete Kwasniok bereits am Samstag an, welche Rolle er seinem Stürmer zutraut. “Er ist jetzt ein Kandidat für die Startelf in Leverkusen und sein linker Fuß ist für uns Gold wert. Das steht außer Frage.” Und so bleibt am Ende eine Botschaft, die fast wie ein Wunsch klingt: “Ich hoffe, dass die Kritik, die es anscheinend gibt, in Zukunft verstummen wird.”


Hohe Erwartungshaltung an Luca Waldschmidt: Es braucht mehr als Momente

Luca Waldschmidt beim 1. FC Köln und als junger Spieler beim Hamburger SV
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Hohe Erwartungshaltung an Luca Waldschmidt: Es braucht mehr als Momente

Auch in dieser Saison ist Luca Waldschmidt beim FC kein Stammspieler. Dass er die qualitative Klasse dazu hat, steht aber außer Frage. Das hat er schon zu Karrierebeginn beim Hamburger SV bewiesen. Nun will der Angreifer ebenfalls punkten beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt will den nächsten Moment nutzen.

Wenn der FC am Sonntag auf den HSV trifft, dann kommt es nicht nur zum Duell der beiden Aufsteiger. Es gibt auch ein Wiedersehen für Luca Waldschmidt mit einem seiner Ex-Clubs. Für den Angreifer wird es sicher eine besondere Begegnung mit dem 1. FC Köln: Luca Waldschmidt will den nächsten Moment nutzen.

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Der Moment zeigte einmal mehr die große Klasse. Mit der Hacke legte Luca Waldschmidt Außenbahnspieler Linton Maina die Kugel auf. Der gebürtige Berliner legte den Ball an den Innenpfosten, der FC verkürzte gegen die Bayern nicht mehr, es blieb beim 1:4. Dass Waldschmidt über eine besonders feine Technik verfügt, steht außer Frage. Dass der ehemalige Nationalspieler diese aber zu selten abruft, wohl auch. Nicht umsonst kommt der 29-Jährige in dieser Spielzeit nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Ganze drei Mal schaffte es Waldschmidt in der Liga in die Anfangsformation, ganze drei Mal saß der Offensivspieler in der Liga aber auch 90 Minuten auf der Bank. Auch in seinem dritten Jahr bei den Geißböcken will es noch nicht so rund laufen.

„Mir ist es wichtig, auf dem Platz zu stehen“

Als der gebürtige Siegener im Frühling gefragt wurde, ob er beim FC bleiben würde, da knüpfte Waldschmidt seine Zukunft in Köln an eine Bedingung. „Ich habe schon mal gesagt: Mir ist extrem wichtig auf dem Platz zu stehen und der Mannschaft zu helfen“, sagte der 29-Jährige damals und betonte, dass er nun mal auf den Platz gehöre. Würde der FC so mit ihm planen, dann könne er sich einen Verbleib vorstellen. Ein halbes Jahr später scheint ein Stammplatz in der Offensive in weiter Ferne – zumindest wenn alle Spieler fit sind. „Am Ende steht der Erfolg des Teams über allem. Natürlich bin ich nicht zufrieden, wenn ich nicht spiele. Ich möchte jedes Spiel auf dem Platz stehen. Dafür arbeite ich im Training und am Wochenende im Spiel“, hatte Waldschmidt im September im Interview mit dem „Kicker“ gesagt.

Dabei tut der Offensivspieler auf dem Platz viel für den Erfolg. Seinen eigenen und den der Mannschaft. Waldschmidt gehört immer zu den laufstärksten Spielern der Mannschaft und das auf einer dafür eher untypischen Position. Die Arbeit im Dienst der Mannschaft fällt aber nicht immer und jedem auf. Möglicherweise, weil Fans und von dem ehemaligen Nationalspieler, der einst über eine 80-Millionen-Ausstiegsklausel verfügte, anderes erwarten. „Manchmal haben wir (Angreifer, Anm. d. Red.) einfach nicht so viele Aktionen im Spiel. Früher bin ich in solchen Phasen ungeduldig geworden und habe versucht, mich auf Krampf ins Spiel zu bringen. Viel wichtiger ist es, die Ruhe zu bewahren – für genau die eine Situation, die das Spiel entscheiden kann.“

Keine leichte Situation

Und die hat Waldschmidt bekanntlich schon geliefert. In dieser Saison beispielsweise nach seiner Einwechslung in Mainz, als er Marius Bülter die Entscheidung auflegte. Aber auch zu Beginn seiner Karriere. Unter anderem erzielte Waldschmidt für den Hamburger SV einen nicht ganz unwichtigen Treffer. Im Mai 2017 war Waldschmidt gerade erst eingewechselt worden, als er gegen den VfL Wolfsburg zum 2:1-Siegtreffer einnickte. Der HSV vermied dank des Offensivspielers die Relegation. Für Waldschmidt war die Zeit in Hamburg eine „wilde und emotionale“ wie er einst in einem Interview erzählte. Die sportliche Situation sei damals nicht leicht gewesen, die Erwartungshaltung hoch. Waldschmidt spielte nicht so oft wie von ihm selbst erhofft. Es folgte der Wechsel nach Freiburg und dort ein großer Karriereschritt.

Möglicherweise bekommt der Offensivspieler am Sonntag einmal mehr die Chance, seine große Klasse unter Beweis zu stellen – und wenn es „nur“ der Moment ist, der das Spiel zu Gunsten der Geißböcke entscheidet.