„11 Millionen“ als Kaufoption, ein anderes Gerücht wird wieder heiß – Das Transferkarussell nimmt Fahrt auf

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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„11 Millionen“ als Kaufoption, ein anderes Gerücht wird wieder heiß – Das Transferkarussell nimmt Fahrt auf

Lange hat sich auf dem Transfermarkt beim FC nicht viel getan – zumindest bei den Zugängen. Nun könnten gleich mehrere potenzielle Neuzugänge schon bald präsentiert werden beim 1. FC Köln: Der Transfermarkt nimmt Fahrt auf.

Thomas Kessler mahnte in der jüngeren Vergangenheit gerne zur Ruhe – zumindest sprach der Kölner Geschäftsführer davon, dass man ein wenig Geduld mit möglichen Neuverpflichtungen aufbringen müsse. Der Ex-Keeper war sich sicher, dass der Transfermarkt noch ordentlich in Bewegung kommen würde. Zumindest nimmt das Transferkarussell bei den Geißböcken nun an Fahrt auf. Gleich mehrere Transfers bahnen sich in den kommenden Tagen an.

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So hat sich in den vergangenen 24 Stunden die Personalie Thijs Dallinga aufgetan, die sich mittlerweile zu einem Wunschspieler gemausert hat. Transfer-Experte Gianluca di Marzio hatte den Namen mit dem FC in Verbindung gebracht, über ein Interesse berichtet. Und zahlreiche Medien sind auf den Zug aufgesprungen. Gefühlt stündlich hat di Marzio ein Update gegeben. Die aktuelle Erzählweise ist die, dass sich beide Vereine sowie der FC und die Spielerseite geeinigt haben. Angestrebt ist offenbar eine Leihe. Wohl auch, weil Dallinga zuletzt in Bologna nicht so recht funktionieren wollte. Doch in Köln will der 26-Jährige seine Karriere wieder ankurbeln. Genau das hatte Kessler noch vor wenigen Tagen als möglichen Pluspunkt für den potenziellen Arbeitgeber Köln ausgegeben. Der Geschäftsführer sprach davon, dass wohl der ein oder andere Spieler zum FC kommen könnte, weil die Karriere dort eine andere Kurve kriegen könne.

Kaufoption für Dallinga?

Neu ist nicht nur, dass sich die Seiten angeblich geeinigt haben. Vielmehr soll der Transfer kurz vor dem Abschluss stehen. Radio-Kommentator Leo Bosello will erfahren haben, dass die Ablöse der Kaufoption in der kommenden Spielzeit bei elf Millionen Euro läge. Eine Stange Geld. Aber der Stürmer ist dem Vernehmen nach nicht als Backup für Ragnar Ache vorgesehen, sondern soll in den Konkurrenzkampf mit dem FC-Stürmer gehen. Die Geißböcke scheinen gerade in der Offensive mächtig Gas geben zu wollen. Denn auch die Verpflichtung von Mikey Moore steht wohl unmittelbar bevor. Die grundsätzliche Einigung ist erzielt, nur das grüne Licht von Tottenham-Trainer Roberto de Zerbi stehe angeblich noch aus. Auch der kreative Offensivspieler steht unmittelbar vor dem Wechsel. Interessant: Moore sollte auch verpflichtet werden, wenn Said El Mala kein Thema mehr beim BVB gewesen wäre.

Nun aber zeichnet sich der Abgang von El Mala an. Laut Sky sind inklusive Boni rund 55 Millionen Euro möglich. Kessler wird wohl nicht viel länger den Poker vorantreiben. Durch einen Abschied könnte aber eine andere Personalie wieder größer werden. Marcel Regula war ein wenig aus dem Fokus geraten. Vielleicht, weil die Kölner mit Moore eben einen kreativen Offensivspieler verpflichten wollen. Regula könnte gerade dann ein Thema werden, wenn der Deal mit Said El Mala vollzogen ist. Laut der „Sport Bild“ (Ausgabe 12.8.) beschäftigt sich Thomas Kessler mit dem Spieler und habe bereits Kontakt zu Regulas polnischen Club aufgenommen. So richtig heiß wurde das Transfergerücht bislang noch nicht, weil der polnische Club eine hohe Ablöse fordert. Die könnte mit einem Erlös aus dem Verkauf der Kölner Shootingstars dann plötzlich stemmbar werden. Etwas mehr Geld könnte der Verein dann auch in die Verpflichtung eines Sechsers stecken, die aktuell größte FC-Baustelle.

Da scheint Rani Khedira nach aktuellem Stand das Rennen zu machen,. Der Mittelfeldspieler soll wohl die gesuchte Position ausfüllen. Allerdings könnte ein Transfer von El Mala auch an dieser Stelle noch einmal eine neue Sichtweise einbringen.


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Darum würde Marcel Regula zum 1. FC Köln passen

Marcel Regula steht angeblich auf dem Zettel der Geißböcke
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Darum würde Marcel Regula zum 1. FC Köln passen

Der 1. FC Köln soll an einer Verpflichtung des Offensivtalents Marcel Regula interessiert sein. Der 19-jährige Pole ist variabel einsetzbar und aktuell heiß begehrt. Das schlägt sich auch im geforderten Preis nieder: Acht Millionen Euro soll sein Verein Zaglebie Lubin für ihn verlangen. Lohnt sich das für den FC? Darum würde Marcel Regula zum 1. FC Köln passen.

Mit einer möglichen Verpflichtung von Marcel Regula würde der FC erneut in ein junges Talent und somit wohl in die Zukunft investieren. Der Preis ist allerdings durchaus hoch.

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Junge Spieler an den Rhein lotsen, weiterentwickeln und im besten Fall gewinnbringend weiterverkaufen. Dieses Konzept möchten die Geißböcke in Zukunft vermehrt verfolgen. Nun geht es um einen möglichen Transfer von Marcel Regula. Der 19-Jährige steht aktuell bei Zaglebie Lubin in der polnischen Ekstraklasa unter Vertrag. Dort kam er in der vergangenen Saison auf 31 Einsätze, in welchen er fünf Tore erzielte und fünf weitere auflegte. Der Pole ist offensiv variabel einsetzbar, kam in der vergangenen Spielzeit aber meistens auf der rechten Außenbahn zum Zug. In René Wagners System agierten auf der Offensiv-Position bislang meist Jan Thielmann oder Linton Maina. Könnte der Pole zu einer Option werden?

Feuern aus allen Rohren

Die fünf Tore von einem 19-Jährigen kommen aber nicht von ungefähr. Regula schießt viel und gerne auf das gegnerische Gehäuse, im Schnitt waren es in der vergangenen Spielzeit 1,88 Mal pro 90 Minuten. Dabei fällt auf, dass der Flügelspieler verhältnismäßig oft aus der Box den Abschluss sucht. In seiner Altersklasse sind nur zwei Youngster noch Abschlussfreudiger, darunter der mittlerweile bei Porto gelandete Oskar Pietuszewski. An dem Shootingstar waren die Kölner im vergangenen Winter auch interessiert. Jan Thielmann (1,32) und Linton Maina (1,5) fallen im Vergleich deutlich ab – allerdings ist die Ekstraklasa bekanntlich auch ein anderes Pflaster. Regulas Schüsse finden zu knapp 48 Prozent den Weg auf das Tor. Statistisch resultiert aus jedem zehnten Torschuss auch tatsächlich ein Treffer.

Zu den großen Stärken gehört aber zweifelsfrei das Dribbling und die enge Ballführung. So überbrückt der Spieler immer wieder viele Meter im Zentrum, scheint in diesen Situationen nur schwer vom Ball zu trennen zu sein. Regula sucht oft die Eins-gegen-eins-Situation, das direkte Duell. Im Passspiel hat er noch Luft nach oben, die ein 19-jähriges Talent aber auch sicher haben sollte. Regula spielt pro 90 Minuten 14,63 Pässe, von denen rund 65 Prozent ankommen. Allerdings bevorzugt der Youngster dabei den riskanten Pass. Während beispielsweise Thielmann viele lange Pässe mit einer hohen Genauigkeit spielt, fällt Regula in dieser Statistik ab.

Arbeitseifer

Physisch bringt der U21-Nationalspieler eigentlich schon viel mit, Regula lebt im Zweikampf aber eher von seinen Finten, schnellen Bewegungen, seiner Dynamik als vom harten direkten Duell. Die überragende Technik, auch im Tempo, ist auffallend und hilft ihm, dann doch auch als Sieger aus den Duellen hervorzugehen. Zudem ist der Pole hungrig auf Zweikämpfe. Pro 90 Minuten führt er 10,34 offensive Zweikämpfe durch, liegt damit deutlich über dem Schnitt der Spieler auf vergleichbaren Positionen. Er wirft sich in alles und jeden rein. Defensiv sieht man ihn im Vollsprint zurückarbeiten, teilweise bis tief in die eigene Hälfte hinein.

Mit dieser Arbeitsmoral schlägt er aber auch des Öfteren über die Strenge, so begeht er mit 1,92 Fouls pro 90 Minuten überdurchschnittlich viele. Außerdem sah er in der vergangenen Saison eine Rote Karte. Zweifelsohne besitzt der Youngster viel Temperament und spielt mit einer Menge Leidenschaft und Emotionen. Allerdings wirkt der Offensivspieler dabei nicht wie ein übermäßig fleißiger Kaminski, der 19-Jährige übernimmt lieber den kreativen Part, will Fußball spielen, nicht Fußball „leiden“.

Was bleibt, ist der Eindruck eines Spielers, der noch sehr roh ist, aber eben auch eine Menge Potenzial hat. Durch seinen Zug zum Tor wäre er außerdem eine spannende und offensivere Alternative zu den eher passfokussierten Akteuren Thielmann und Maina.

Fazit: Eine Ablöse von acht Millionen Euro ist enorm für einen Spieler, der erst eine volle Saison im Herrenbereich gespielt hat – noch dazu in der polnischen Liga. Seine Werte sind jedoch vielversprechende Indikatoren. Sicherlich wären die kolportierten sechs bis acht Millionen Euro ein riskantes Investment. Aber wie heißt es so treffend: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.