Nachbarschafts-Duell beim 1. FC Köln: So will René Wagner Bayer Leverkusen knacken

Köln und Leverkusen brauchen dringend Punkte
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Nachbarschafts-Duell beim 1. FC Köln: So will René Wagner Bayer Leverkusen knacken

Mit der Begegnung gegen Bayer Leverkusen geht es für den FC in die Crunch Time. Für beide Teams steht viel auf dem Spiel. Köln hofft auf den Klassenerhalt, Leverkusen bangt um die Champions League. René Wagner erwartet ein schweres Spiel, aber kein chancenloses. So will der 1. FC Köln Bayer Leverkusen knacken.

Den FC erwartet am Samstag – zumindest auf dem Papier – ein schweres Heimspiel. Bayer Leverkusen ist zu Gast in Köln. Die Werkself steht nach den zuletzt mäßigen Leistungen unter Druck, bangt um die Königsklasse. Doch auch der FC muss punkten. Und dazu legt sich René Wagner den Masterplan zurecht.

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Am Mittwochabend hatte das Trainerteam der Geißböcke noch eine besondere Analyse zwischengeschoben. René Wagner und Co. verfolgten die Begegnung von Bayer Leverkusen gegen den FC Bayern München. „Wir haben uns das Spiel angeschaut, inhaltlich, analytisch und gucken nun, wo wir den Leverkusenern wehtun können“, sagte der 37-Jährige. Der Rekordmeister hatte sich letztlich verdient 2:0 bei der Werkself durchgesetzt und zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder das Pokalfinale erreicht. „Eins kann ich ganz klar vorwegnehmen“, erklärte der Trainer weiter. „Wir sind nicht Bayern München.“ Soll heißen: Der Schlüssel, den der Rekordmeister zum Triumph über Bayer 04 eingesetzt hat, ist nicht der gleiche, den die Kölner nutzen sollten.

Druck lastet auf beiden Teams

Und das hängt vor allem mit der Qualität der jeweiligen Kader zusammen. „Wir müssen nicht darum herumreden, dass Leverkusen eine fußballerisch unfassbar starke Mannschaft ist, mit vielen, vielen Spielern, die gut am Ball sind“, so Wagner. „Sie haben aber auch gestern gezeigt, dass sie auch leidenschaftlich verteidigen können. Am Ende haben sie das Spiel lange offen gehalten und gezeigt, dass sie gegen den Ball aggressiv sein können, sie haben gezeigt, dass sie Herz haben.“ Die Leverkusener Spieler wissen, um was es gehe und würden das dann auch auf den Platz bringen. Für Leverkusen geht es um viel. Um sehr viel. Denn die Mannschaft von Kasper Hjulmand ist drauf und dran, den sicher geglaubten Champions-League-Platz zu verspielen. Nach der 1:2-Niederlage gegen Augsburg belegt Leverkusen aktuell Rang sechs, zwei Punkte hinter Hoffenheim, aber sichere neun vor Tabellenplatz sieben, Freiburg.

Wagner will die richtigen Mittel wählen

Dennoch weiß man in Köln natürlich um die Schwere der Aufgabe. Immerhin hat der FC seit 2019 kein Heimspiel mehr gegen Leverkusen gewonnen. Und dennoch hat Wagner natürlich einen Plan. „Ich glaube, dass die Leverkusener mit Intensität immer mal Probleme hatten. Da müssen wir mutig sein und im eigenen Stadion die richtigen Mittel wählen, um den Leverkusenern auch wehzutun“, sagte Wagner. „Wir wollen dafür sorgen, dass wir auch den Ball mal behalten, dass wir die Wege groß machen, dass wir die Laufwege für die Leverkusener weit machen, dass sie irgendwann vielleicht auch keine Lust mehr haben, den Ball hinterher zu laufen und dann müssen wir gefährlich werden. “ Allerdings hatten die Kölner auch gegen St. Pauli einen Plan. Der ging aber nicht auf. „Wir haben danach darüber gesprochen, dass er vielleicht nicht idealerweise umgesetzt wurde und jetzt haben wir wieder einen guten Plan auf Leverkusen, versuchen den umzusetzen und hoffentlich werden wir mit einem guten Ergebnis belohnt.“

Denn auch der FC braucht die Punkte, befindet sich mit fünf Zählern Vorsprung in einer trügerischen Situation. Sollte Köln verlieren, St. Pauli parallel gewinnen, betrüge der Vorsprung eben nur noch zwei Punkte, drei Spieltage vor Saisonende und dann würde auch wieder der Kopf eine Rolle spielen. Personell hat sich die Situation nicht verändert. Zwar ist kein weiterer Ausfall dazugekommen, der von Ragnar Ache wiegt aber schwer. „Raggy hat einfach eine unfassbare Qualität in der Luft“, sagte Wagner. „Das wissen wir alle und jetzt geht’s darum, die richtige Kombination an Spielern zu finden und das aufzufangen.“ Das dürfte nicht einfach werden, denn einen weiteren Stürmer wie Ache gibt es im Kader nicht. Was den Ersatz angeht, wollte sich der Trainer nicht in die Karten schauen lassen. Der 37-Jährige verriet nur, dass er in der Innenverteidigung keinen Grund für Wechsel sehe.


Das sagt Timo Schultz zu Davie Selke, zum Gegner und Florian Kainz

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Das sagt Timo Schultz zu Davie Selke, zum Gegner und Florian Kainz

Nach dem respektablen 1:1 gegen den VfB Stuttgart steht das nächste schwere Spiel auf dem Programm: Leverkusen kommt am Sonntag nach Köln. Am Freitag fand die obligatorische Pressekonferenz vor dem Spieltag statt.

Mit dem Duell gegen Leverkusen geht es für den FC weiter mit dem Hammer-Programm bis zur Länderspielpause. Der 1. FC Köln spielt in den kommenden Wochen noch gegen Leverkusen, Gladbach und Leipzig. Das sagt Timo Schultz vor dem Leverkusen-Spiel.

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Die Serie ist beeindruckend. Noch nie ist in der Bundesliga zuvor eine Mannschaft 33 Pflichtspiele in Serie ungeschlagen gewesen. Und Bayer will die Serie am Wochenende ausbauen, den Druck auf die Bayern weiter hochhalten. Dass es also eine schwere Aufgabe für die Geißböcke wird, ist allen Beteiligten klar: „Es wird eine Herausforderung gegen eine Mannschaft, die 33 Spiele lang ungeschlagen ist. Aber mit den Fans im Rücken zuhause bei uns, wird es ein spezielles Spiel. Wir werden unangenehm sein müssen“, sagte Timo Schultz am Freitagvormittag. Trotz der wahrscheinlichen Dominanz will der Trainer aber nicht den Bus parken. „Wir sollten das Selbstvertrauen haben, selbst aktiv zu sein und auch Leverkusen zu fordern. Gleichzeitig müssen wir den Gegner gegen den Ball immer wieder in Zweikämpfe verwickeln, bissig sein“, sagt Schultz.

Schultz: „Das Luxusproblem habe ich sehr gerne“

Dabei wird Davie Selke zunächst noch keine Rolle spielen. Der Stürmer trainiert nach seiner Fußverletzung wieder mit der Mannschaft, die Anfangsformation ist aber noch ein Stück weit entfernt. „Er wird noch nicht von Beginn an spielen. Aber er ist sehr wichtig für unsere Gruppe. Ich freue mich sehr, dass er wieder im Training ist“, sagte Schultz und betonte, dass auch Timo Hübers nach seiner Erkrankung wieder zurückkehrt. Die genaue Kaderplanung für das Spiel sei aber noch nicht abgeschlossen. Der Abwehrspieler wird möglicherweise auch wieder zurück in die Startelf rotieren. Luca Kilian dürfte dann wieder auf der Bank Platz nehmen. Aber: „Kilian hat drei richtig gute Spiele gemacht. Jetzt kommt Hübers zurück, der mit Chabot zuvor gut gespielt hat. Das fördert den Konkurrenzkampf“, sagt Schultz. „Das Luxusproblem in der Verteidigung habe ich sehr gerne.“ Das sieht der Trainer auch auf weiteren Positionen.

Kessler: „Jede Mannschaft verliert auch mal ein Spiel“

Ausgerechnet gegen die ungeschlagene Werkself geht es für den FC auch darum, den Abstand zu der Konkurrenz nicht gänzlich abreißen zu lassen. Dieser beträgt ohnehin schon acht Zähler. „Acht Punkte sind ein Brett, aber mit der Drei-Punkte-Regel ist man schnell wieder auf Schlagdistanz“, sagt Schultz. „Wir haben nach der Länderspielpause viele direkte Gegner. Wir brauchen richtig guten Saisonendspurt. Aber jetzt liegt der Fokus erst einmal auf Leverkusen. Da sollten wir nicht auf die Tabelle gucken.“ Denn der Blick könnte schmerzhaft werden Leverkusen hat mittlerweile 44 Punkte Vorsprung vor den Kölnern. So groß war der Abstand zwischen den Teams vor einem Duell noch nie. „Jede Mannschaft verliert auch mal ein Spiel“, betont Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung.

Dazu beitragen soll wohl auch Florian Kainz, der voraussichtlich eine weitere Chance von Beginn an erhalten wird. „Er investiert sehr viel gegen den Ball. Seine Qualitäten kommen natürlich noch mehr zur Geltung, wenn wir den Ball selbst haben. Das muss er sich und das müssen wir uns als Team erarbeiten“, sagt Schultz. Ob das bereits gegen Leverkusen der Fall sein wird, ist offen.


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