Pyro-Unterbrechung: Dem 1. FC Köln drohen erneut saftige Strafen

Pyrotechnik im Spiel des 1. FC Köln gegen Bayern München
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Pyro-Unterbrechung: Dem 1. FC Köln drohen erneut saftige Strafen

Zu Beginn des Spiels der Geißböcke gegen den FC Bayern München sorgte eine Pyro-Choreo für eine Spielunterbrechung. Die Choreo war zwar beeindruckend, wird aber ein Nachspiel haben. Die Pyro-Show wird den 1. FC Köln sechsstellig kosten.

Nach wie vor sorgt Pyrotechnik unter den Fans für Diskussionen. Am Mittwoch setzten die Ultras ein emotionales Zeichen. Doch das wird mal wieder ein Nachspiel für den Verein haben. Die Pyro-Show wird den 1. FC Köln aufgrund der langen Spielunterbrechung vermutlich sechsstellig kosten.

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Für Sky-Experte Lothar Matthäus gab es eine ganz einfache Antwort: Windmaschinen hätte der Weltmeister von 1990 gerne gegen den Nebel im Kölner Stadion eingesetzt. Auch dem ein oder anderen FC-Fan dauerten die Rauchschwaden im Duell der Geißböcke gegen den FC Bayern München wohl ein wenig zu lange. Denn bis Schiedsrichter Patrick Ittrich die Partie unterbrach, schien der Rekordmeister noch nicht so richtig wach und der FC war am Drücker. Doch der Nebel ließ nun einmal ein Spiel unter regulären Bedingungen nicht zu, zumal durch den Rauch vor der Kamera wohl auch der VAR seine Probleme bei der Kontrolle der Szenen gehabt hätte. Fast zehn Minuten dauerte die Unterbrechung in Köln. Vorausgegangen war eine beeindruckende Pyro-Choreo, die bekanntlich aber heiß diskutiert ist.

Strafe im sechsstelligen Bereich droht

Und die Kritiker werden schon bald Wasser auf die Mühlen bekommen. Denn dem FC droht einmal mehr eine saftige Strafe. Für das Abbrennen eines Pyro-Artikels kassiert der DFB bekanntlich 1000 Euro. Tatsächlich werden die einzelnen Feuer gezählt. Es wurden Pyros im höheren zweistelligen Bereich abgebrannt. Kommt es aber zu einer Spielunterbrechung steigt die Strafe. Dauert diese beispielsweise länger als eine Minute kommen noch einmal 50 Prozent dazu, dauert diese länger als fünf Minuten sind es 100 Prozent. Der FC wird nach der Unterbrechung von zehn Minuten also das doppelte – einen Betrag im sechsstelligen Bereich berappen müssen.

Nebel im Kölner Stadion

In der vergangenen Spielzeit mussten die 56 Clubs aus den drei höchsten deutschen Spielklassen rund 12 Millionen Euro Strafe bezahlen, fast eine Millionen fiel dabei auf die Geißböcke – der Primus des Tableaus. Alleine für die Begegnung gegen Hertha BSC Berlin waren 300.000 Euro fällig. Und nun folgt also die nächste Strafe, die sich gewaschen hat. Damit dürften sich die Kölner auch in dieser Saison wieder an die Spitze der Strafentabelle setzen.

Medienbericht: DFL prüft offenbar Freigabe von Pyrotechnik

Pyrotechnik im Stadion des 1. FC Köln
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Medienbericht: DFL prüft offenbar Freigabe von Pyrotechnik

Den 1. FC Köln trafen die Strafen des DFB-Sportgerichts im vergangenen Jahr häufig und hart. Der Verein musste Sanktionen im hohen sechsstelligen Bereich für unsportliches Verhalten und das Zünden von Pyrotechnik bezahlen. Laut der „Bild“ prüft die DFL die Freigabe von Pyrotechnik in Stadien.

Eine Abänderung des Verbots von Pyrotechnik soll laut der „Bild“ auch für deutsche Stadien im Gespräch sein. Die Pyro-Teilöffnung würde auch dem FC zu Gute kommen, denn das DFB-Strafgericht verhängte im vergangenen Jahr immense Strafen für den 1. FC Köln: DFL prüft angeblich die Freigabe von Pyrotechnik in Stadien.

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Pyrothechnik, Rauchtöpfe, Böller und Raketen. Der 1. FC Köln wurde im vergangenen Jahr vom DFB-Sportgericht mit Strafen im hohen sechsstelligen Bereich belegt. Der Einsatz von Pyrotechnik wird von den Fans der Geißböcke kontrovers diskutiert. So sind die einen der Meinung, die Shows tragen zum Fußballgefühl bei, emotionalisieren und gehören im Stadion dazu. Die Gegenseite argumentiert mit der Gefahr, die vom Zünden ausgeht, den Spielunterbrechungen und den enormen Geldstrafen für den Verein. So musste der FC alleine 420.000 Euro Strafe für das Abbrennen von Pyrotechnik im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach bezahlen. Summen, die dem Verein finanziell schaden. Auch Geschäftsführer Christian Keller äußerte sich in der Vergangenheit zu dem Thema, räumte ein, dass seitens der Fans durchaus eine rote Linie überschritten worden sei.

Angemessener Umgang mit Fankultur

Der Sportdirektor kritisierte jedoch auch die Sanktionen des Verbandes, denn „die hohe Geldstrafe trifft den FC auf dem Weg schnellstmöglicher wirtschaftlicher Gesundung sehr hart“, so Keller damals. Nun berichtet die Bild, dass die DFL die Freigabe von Pyrotechnik prüfe. Dabei gäbe es bereits einen Austausch mit dem Liga-Verband aus Norwegen. Dort erteilten norwegische Behörden in Zuge eines zweijährigen Pilotprojekts eine Ausnahmegenehmigung zum Abbrennen von Pyrotechnik für Stadien der ersten und zweiten Liga. Gespräche, die einige Fans wohl freuen dürften. Das Thema solle nun bei einem Spitzentreffen von Politik mit DFL und DFB zum Thema Gewalttäter und Pyrotechnik im Fußball auf den Tisch kommen.

Auch Keller plädierte in der Vergangenheit bereits für einen anderen Umgang mit der Causa Pyrotechnik: „Die Vergabe von Verbandsstrafen in dieser Form liegt fernab der Realität der deutschen Fußball- und Fankultur. Deshalb werden wir uns weiterhin aktiv und mit Nachdruck für eine sinnvolle Anpassung des Strafzumessungsleitfaden sowie für einen angemessenen Umgang mit eben dieser Kultur einsetzen.“

Hohe Auflagen für kontrolliertes Abbrennen

Doch die Auflagen in Norwegen sind hoch und Verstöße gegen diese müssen gemäß eines Regelwerks vom Verein sanktioniert werden. Laut Bild müssen Personen, die Pyrotechnik zünden dürfen, mindestens 18 Jahre, nüchtern und identifizierbar sein. Erlaubt ist ausschließlich der Einsatz von zertifizierter Pyrotechnik, die nur in maximal zwei markierten Stadion-Bereichen in der Nähe der Ultras gezündet werden darf. Dabei muss ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Fans bei Bengalos eingehalten werden. Ausreichende Löschvorrichtungen müssen vorhanden sein. Voraussetzungen also, die für mehr Sicherheit sorgen sollen, die aber das Gefühl und die Emotionen im Stadion, die durch Pyrotechnik erzeugt wird, nicht mehr rechtswidrig macht. Die gefährlichen Raketen und Böller sollen jedoch weiterhin verboten bleiben.


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Martel als Kapitän

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