Fehler, Frust, Verwandlung: Ragnar Aches Wendepunkt beim 1. FC Köln

Ragnar Ache vom 1. FC Köln
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Fehler, Frust, Verwandlung: Ragnar Aches Wendepunkt beim 1. FC Köln

Vom Tiefpunkt zurück zur Topform: Ragnar Ache spricht über Selbstzweifel, Fehler und seinen Wendepunkt bei den Geißböcken. Eine ungewöhnliche Typveränderung brachte ihn zurück in die Spur und für den Klassenerhalt steht bereits die nächste bereit beim 1. FC Köln: Ragnar Aches besondere Wette für den Klassenerhalt.

Fehler entscheiden Spiele und prägen Karrieren. Ragnar Ache spricht offen über Druck, Kritik und seinen mentalen Tiefpunkt beim 1. FC Köln und darüber, wie ein ungewöhnlicher Neuanfang ihn zurück in die Spur brachte.

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“Fußball ist ein Fehlersport” so die Floskel, die einen festen Platz im Repertoire der Coaches hat, um nach 90 Minuten das Geschehene irgendwie in Worte zu fassen. In einem Podcast des 1. FC Köln haben sich daran nun Ragnar Ache und Denis Huseinbašić versucht.“ Fehler machen ist menschlich”, argumentierte Ache und zog Vergleiche mit den ganz großen seiner Zunft heran: “Ronaldo macht Fehler, Messi macht Fehler, Mbappé macht Fehler, Kvaratskhelia macht Fehler, Dembélé macht Fehler und der hat den Ballon d’Or gewonnen. Ich würde sagen, die besten Leute machen Fehler, ob es jetzt im Alltag ist oder auf dem Fußballplatz oder wo dann auch”.

Ache: „Da war ich kurz durch mit meinem Kopf“

Dass Fehler als professioneller Fußballer auf einem Rasen vor 50.000 Zuschauern eine andere Qualität haben als etwa beim Verwechseln von Salz- und Zuckerstreuer beim Frühstück, nehme er zwar wahr, gleichzeitig habe er hat aber einen gesunden Umgang damit entwickelt. “Von den ganzen Leuten drumherum, die kennen dich, aber die kennen dich gar nicht. Die wissen nicht, wie hart du daran arbeitest jeden Tag, die wissen nicht, was du zu Hause machst. Und die Leute haben dann meistens das meiste zu sagen über deine Fehler”. Priorität habe seiner Ansicht nach die Meinung seines direkten Umfeldes im Verein: “Am Ende des Tages musst du auf die Leute achten, die nah bei dir dran sind. Und wenn die sagen, okay, das ist ein Fehler und du kannst besser das und das machen, dann höre ich da eher drauf, als wenn jemand, der auf der Tribüne sitzt und noch nie in seinem Leben Fußball gespielt hat oder sowas.”

Ache, der in der zweiten Saisonhälfte in der Sturmspitze unangefochtene erste Wahl von Trainer Lukas Kwasniok ist, musste sich in der Hinrunde noch mit Startschwierigkeiten herumschlagen. Verletzungsprobleme bremsten ihn zunächst aus und er benötigte etwas Zeit, um sich in der Domstadt einzugewöhnen. So musste der Mittelstürmer bis zum neunten Spieltag warten, um sein erstes Tor im Trikot des FC zu erzielen. Doch auch der Treffer im Hinspiel gegen den Hamburger SV brachte nicht die Wende. Im Gegenteil, danach ereignete sich der Tiefpunkt seiner Zeit beim 1. FC Köln, ließ er verlauten: “Das lief ja gar nicht im Winter, oder kurz vor dem Winter. Da hat der Trainer mich ausgewechselt gegen Union. Da war ich kurz durch mit meinem Kopf.”

Kwasniok stand seinem Schützling stets zur Seite und betonte immer wieder, wie wertvoll Aches Fähigkeiten in der Luft und im Eins-gegen-Eins für die Domstädter sind. Dennoch zog er gegen die Köpenicker die Reißleine und nahm Ache nach nur 60 Minuten vom Feld. Auch in der folgenden Winterpause setzte sich dieser Trend fort, so Ache. “Im Trainingslager, genau das Gleiche. Da lief gar nichts. ich glaube, ich habe immer noch das von dem Union-Spiel einfach mitgenommen. Das saß die ganze Zeit in meinem Kopf. Ich war auch nicht ansprechbar, fast die ersten zwei Tage.“

Farbenfrohe Wette auf den Klassenerhalt

Nach der Winterpause ging es für die Kölner nach Heidenheim. Auch auf der Ostalb fehlte Ache die nötige Kaltschnäuzigkeit. Gleich zweimal bot sich ihm die Chance, seine Mannschaft in Führung zu bringen. Doch erst scheiterte der Mittelstürmer mit einem unplatzierten Volleyversuch aus sieben Metern an Heidenheims Schlussmann Diant Ramaj. In der ersten Minute der Nachspielzeit schoss er diesen erneut an, als er im Fünfmeterraum grätschend ungedeckt zum Abschluss kam. “Dann dachte ich nach dem Heidenheim-Spiel, ich muss irgendwas ändern. Und dann dachte ich, okay, neuer Start. Ich färbe meine Haare. Habe ich gemacht. Bis jetzt hat es geklappt.” Und wie: seitdem er die blondierten Haare trägt, war der 27-Jährige vier Mal erfolgreich vor dem gegnerischen Tor, netzte Doppelt gegen Mainz, traf auch in Stuttgart, dazu das Fallrückzieher-Tor gegen die TSG Hoffenheim.

Der Leistungsschub nach der Veränderung scheint demnach nicht an den Haaren herbeigezogen. Für die derzeit kriselnden Kölner hat sich der Stürmer deswegen den nächsten Coup zurechtgelegt. Sollte der FC den Klassenerhalt schaffen, will er sich die Haare rot färben.


„Der König der Lüfte“ entscheidet für Lukas Kwasniok schon jetzt die Wahl zum Tor des Jahres

Ragnar Ache erzielt das Tor des Spieltags.
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„Der König der Lüfte“ entscheidet für Lukas Kwasniok schon jetzt die Wahl zum Tor des Jahres

Mit seinem sagenhaften Fallrückzieher eröffnet Ragnar Ache das Spiel gegen Hoffenheim und ebnet dem FC den Weg zum Punktgewinn. Bei Fans, aber auch Mitspielern und Trainer sorgte der Stürmer für mächtiges Staunen für den 1. FC Köln: Ragnar Ache bewirbt sich für das Tor des Jahres.

Sein Tor sorgte bei den Fans des FC für Staunen – offenbar auch bei den Mitspielern. Ragnar Ache sorgte mit einem Fallrückzieher für die Kölner Führung.

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Cenk Özkacar riss fast schon entgeistert die Hände vors Gesicht, konnte die Szene ganz offensichtlich nicht glauben. Sie war aber auch einmalig. Eric Martel hatte den Treffer schon mit einem starken Abtropfer eingeleitet, Said El Mala schlug so etwas wie eine perfekte Flanke und Ragnar Ache stieg zum Fallrückzieher hoch. Perfekt senkte sich der Ball Richtung langer Giebel. „Ich habe da gar nicht groß nachgedacht. Irgendwie hat sich mein Körper gefühlt von selbst bewegt“, sagte der Torschütze. „Es sieht natürlich gut aus, wenn der rein geht. Geht er vorbei, lachen sich alle im Stadion kaputt.“ Das Risiko war Ache eingegangen und das Risiko hatte sich dann auch ausgezahlt. Mit seinem Traumtor brachte der Stürmer die Kölner in Führung.

„Unter der Woche kann er sich kaum bewegen“

Ein Tor, das in den kommenden Wochen sicherlich noch öfter gezeigt wird. Und ein Tor, das zu Staunen und auch zur „Sorge“ bei den eigenen Mitspielern führte. „Unter der Woche kann er sich kaum bewegen und dann haut er so ein Ding raus“, sagte Joel Schmied mit einem breiten Lächeln. „Das war der Wahnsinn.“ Das sah auch der Kölner Coach so und freute sich über die Äußerung seines Innenverteidigers. „Der Joel ist ein astreiner Zeitgenosse, der einen sehr guten Humor hat“, sagte der 44-Jährige. „Ich würde das unterstreichen in Bezug auf die erste Phase der Saison. Dass er so in der Luft lag, hängt einfach damit zusammen, dass er seit Wochen oder seit Monaten extrem hart arbeitet. Für mich ist es ein tolles Zeichen, wenn ein Spieler in der 80. zeigt, dass nichts mehr geht.“

Kwasniok gab zu, dass er dem Stürmer diese Art des Toreschießens nicht beibringen könne. „Aber sich aufopfern, physisch dahinzubringen, dafür sind wir da“, sagte Kwasniok. „Es freut mich für ihn, weil er einen ganz ganz harten Weg diese Saison genommen hat und er ist aus dieser Mannschaft zurzeit nicht wegzudenken.“ Für Tom Krauß tat sich noch eine ganz andere Überlegung auf: „Erst haben wir kurz gedacht, seine Schulter ist wieder draußen“, so der Mittelfeldspieler. Das war nicht der Fall. Ache schaute sich kurz um und der Jubelsturm begann. „Ich habe es jetzt auch ein, zweimal gesehen, aber ich kann es selber noch nicht so glauben, also momentan nicht“, sagte der Angreifer. Genauso wenig wie Cenk Özkacar offensichtlich. „Seine Reaktion habe ich auch schon gesehen“, erklärte Ache lachend. „Da muss ich mir unbedingt einen Sticker von machen“.

Dass es der Angreifer mit dem Treffer in die Auswahl des „Tor des Monats“ schaffen dürfte, steht wohl außer Frage. Für Lukas Kwasniok ist das nicht genug. Der Kölner Coach ist sich sicher, dass es bei der Wahl zum Tor des Jahres hinter seinem „König der Lüfte“ nur noch um Platz zwei gehe. „All Credits to You, Raggie“, sagte Kwasniok – zu recht.


Ragnar Ache fällt beim FC aus

Ragnar Ache im Testspiel gegen Atalanta Bergamo
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Ragnar Ache fällt beim FC aus

Es gibt den nächsten verletzungsbedingten Ausfall beim 1. FC Köln: Ragnar Ache fällt mit einer Gehirnerschütterung aus. Der Stürmer hatte sich am Mittwoch verletzt.

Bereits am Mittwoch deutete sich die nächste Hiobsbotschaft an, nun ist der Ausfall offiziell beim 1. FC Köln: Ragnar Ache fällt mit einer Gehirnerschütterung aus. Damit ist der Stürmer keine Option für das Spiel gegen Werder Bremen.

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Auf dem Weg zur sportlichen Wende muss der FC vorerst auf einen weiteren Angreifer verzichten. Ragnar Ache fällt bei den Geißböcken mit einer Gehirnerschütterung aus. Das gab der Verein am Donnerstagmittag bekannt. Ache hatte sich am Mittwoch im Training verletzt, als er einen Ellbogen ins Gesicht bekam. Der Stürmer war daraufhin vom Platz gegangen. Sichtbar benommen musste Ache gestützt werden. „Die Untersuchungen ergaben eine leichte Gehirnerschütterung“, heißt es von Seiten des FC.

Ragnar Ache keine Option für Bremen

Der 27-Jährige kam in der Liga in dieser Spielzeit für den FC elf Mal zum Einsatz, erzielte einen Treffer und bereitete vier weitere vor. Nur drei Mal stand der Mittelstürmer in dieser Saison in der Startelf. Auch, weil Trainer Lukas Kwasniok offenbar mit der körperlichen Verfassung nicht gänzlich zufrieden war. Zuletzt ging der Trend aber deutlich nach oben. Ache hatte immer wieder betont, dass er nun körperlich fit sei, auch die 90 Minuten durchzuspielen. Und gerade in den vergangenen Wochen war der Angreifer auch auf immer mehr Spielzeit gekommen. So stand der Sommerneuzugang gegen den HSV und Eintracht Frankfurt in der Startelf und wurde im Derby bereits zur Halbzeit eingewechselt. In allen drei Partien gelang ihm jeweils eine direkte Torbeteiligung.

Am Samstag in Bremen ist der Angreifer aber durch die Gehirnerschütterung keine Option. So muss Kwasniok seine Offensive durch den Ausfall des Mittelstürmers erneut umbauen. Eine Alternative im Sturm wäre Marius Bülter. Der 32-Jährige bringt mit 1,88 Meter eine ähnlich physische Komponente ins Spiel wie Ache und hatte sich am vergangenen Wochenende mit einem Treffer nach seiner Einwechslung für mehr empfohlen. Ob der Trainer dann aber auf den Neuzugang aus Hoffenheim setzt oder doch eine andere Lösung bevorzugt ist offen.