Thomas Kessler äußert sich zur Trainerfrage beim 1. FC Köln

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Thomas Kessler äußert sich zur Trainerfrage beim 1. FC Köln

Mit dem fast sicheren Klassenerhalt geht es nun auch um die personelle Zukunft bei den Geißböcken. Und die wichtigste Personalie ist wohl die des Trainers beim 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler zur Trainerfrage.

Die Tendenz war in den vergangenen Wochen schon klar erkennbar und nimmt nun weitere Konturen an. René Wagner wird wohl mit großer Wahrscheinlichkeit Trainer der Geißböcke bleiben. Doch entschieden ist das – wie von come-on-fc.com berichtet – noch nicht final. Das erklärte Thomas Kessler am Donnerstag am Geißbockheim.

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Zwei Spieltage vor Saisonende ist die Erleichterung rund um das Geißbockheim groß. Nach einer nervenaufreibenden Spielzeit ist der Klassenerhalt dann doch – zumindest so gut wie – in trockenen Tüchern. Wer in Zukunft die Geschicke leiten soll, hängt zwar auch von den kommenden Spielen ab. Doch die Tendenz ist längst klar. „Wir wollten kleine Stellschrauben verändern, das hat René im richtigen Moment getan. Ich erlebe ihn in der täglichen Arbeit mit seinem Staff und dem Trainerteam und mit der Mannschaft. Er macht da einen sehr guten Job. Es ist allerdings ehrenwert als Cheftrainer in einer so entscheidenden Situation das Heft des Handelns in die Hand zu bekommen und das so souverän umzusetzen. Stand heute ist ihm das sehr gut gelungen“, sagte Thomas Kessler am Donnerstag in einer Medienrunde. Der Geschäftsführer schränkte aber auch ein, dass man die kommenden beiden Spiele noch einmal abwarten wolle. „Wir haben jetzt noch zwei wichtige Spiele, das Spiel gegen Heidenheim ist für uns tabellarisch total interessant. Wir wollen da drei Punkte holen. Dann bewerten wir die gesamte Saison“, sagte Kessler.

Kessler hält große Stücke auf Wagner

Kessler gilt als großer Befürworter des Trainers. Kein Wunder, der Geschäftsführer hatte Wagner im vergangenen Sommer zurück ans Geißbockheim geholt, wollte den 37-Jährigen mittelfristig zum Cheftrainer „reifen“ lassen. Das ging nach dem Aus von Lukas Kwasniok schneller als gedacht. Vor allem die kommunikative Art, wie der Coach mit der Mannschaft spricht, kommt besonders gut an. Zudem hat Wagner den Klassenerhalt in trockene Tücher gebracht, wenn auch mit der Hilfe der Konkurrenz. Unter den Fans ist der Coach nicht überall gut angesehen. Vor allem die Wechsel in der Vorwoche wurden dem Coach zum Vorwurf gemacht. Dennoch gibt es durchaus noch die Option auch mit anderen Trainern zusammen zu arbeiten. „Es liegt in meinem Aufgabenbereich, mir in alle Richtungen Gedanken zu machen“, sagte Kessler. Doch bislang sei man sehr zufrieden mit der Arbeit von René Wagner.

Am Sonntag findet also das letzte Heimspiel der Saison statt. Und gleich drei Spieler werden verabschiedet. Luca Kilian, Florian Kainz und Dominique Heintz werden in der kommenden Saison nicht mehr für die Geißböcke auflaufen. Ob aber einer der beiden zuletzt genannten dann am Sonntag noch einmal auflaufen wird, steht derweil noch nicht fest.


Nach Ache-Schock: René Wagner steht beim 1. FC Köln vor einer besonders komplizierten Stürmer-Suche

Ragnar Ache wird dem FC fehlen
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Nach Ache-Schock: René Wagner steht beim 1. FC Köln vor einer besonders komplizierten Stürmer-Suche

Ausgerechnet zum Saisonfinale muss der FC auf seinen Mittelstürmer verzichten. Der Angreifer erzielte 2026 bereits sechs Tore. Und daraus ergibt sich eine Baustelle beim 1. FC Köln: René Wagner und die Suche nach dem Ache-Ersatz.

Sechs Tore erzielte Ragnar Ache im Jahr 2026. Der Ausfall schmerzt aber auch, weil aktuell das Spiel auf den Wandspieler zugeschnitten ist. Nun muss René Wagner eine Alternative finden.

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Die Szene ließ schon nichts Gutes verheißen. Ragnar Ache griff sich zunächst an den Oberschenkel, spielte noch einen Ball und als die Aktion gerade weiterlief, signalisierte der Stürmer bereits, dass die Begegnung für ihn beendet sei. Und keine 24 Stunden später folgte die bittere Bestätigung. Ragnar Ache wird den Geißböcken mehrere Wochen, vermutlich bis zum Saisonende fehlen. Ein herber Verlust – und das aus mehreren Gründen. Der 27-Jährige spielt eine starke Rückrunde. Sechs seiner sieben Saisontore erzielte der Angreifer in diesem Jahr. Gemeinsam mit Jakub Kaminski und Said El Mala ist Ache eine Art Lebensversicherung der Kölner. Insgesamt waren die drei Offensivakteure an 39 FC-Toren beteiligt – Ache mit einem besonders schönen. Der gebürtige Frankfurter legte mit seinem sensationellen Fallrückzieher gegen die TSG Hoffenheim im Februar die Latte zur Wahl zum Tor des Jahres schon einmal extrem hoch.

Bülter die Alternative?

Vor allem aber war in den vergangenen Wochen das Spiel auf Ache zugeschnitten. Die Kölner Defensive suchte den Mittelstürmer immer wieder als Wandspieler, als erste Anspielstation. Gegen St. Pauli wollte das nicht so recht gelingen, aber in der Regel verlängerte Ache die Kugel, machte sie fest oder legte ab. Dann ging es meist schnell mit einem Ball in die Tiefe ins Schlussdrittel. René Wagner muss nun also eine Alternative finden. Die naheliegendste Variante heißt Marius Bülter. Allerdings sucht der 33-Jährige seit Wochen seine Form, hat seit November vergangenen Jahres nicht mehr getroffen. Tatsächlich gehört der Routinier mit 28 Einsätzen zu den Spielern mit den meisten Begegnungen in dieser Saison, allerdings stand Bülter nur 14 Mal in der Startelf und das gerade zu Saisonbeginn. Vor allem aber ist der Offensivspieler eigentlich auf den Außen zu Hause. Bülter kann auch Mittelstürmer spielen, tat das auch für den FC meist, verkörpert aber eine andere Art Stürmer als Ache. Als großer Wandspieler ist der Angreifer zuletzt jedenfalls nicht aufgefallen.

Das gilt natürlich auch für Luca Waldschmidt. Der gebürtige Siegener wurde zuletzt von René Wagner über den grünen Klee gelobt. Am Wochenende zahlte der ehemalige Nationalspieler das Vertrauen mit dem wichtigen Ausgleich gegen St. Pauli zurück. Allerdings per Elfmeter, ansonsten hatte der Joker wenige auffällige Aktionen, spielte aber auch nur gute zehn Minuten. Doch auch Waldschmidt ist schon lange kein Mittelstürmer mehr. Als dieser wurde der 29-Jährige zu Beginn seiner Karriere eingesetzt – und das mit Erfolg. Mittlerweile ist der Offensivspieler aber – auch aufgrund seiner Körperlichkeit – eher eine Kette hinter der vordersten Spitze zu Hause. Mal als Außenspieler, mal als Zehner, sogar als hängende Spitze. Dem Ex-Nationalspieler fehlt zudem seit Jahren die nötige Konstanz, über einen längeren Zeitraum zu performen.

Eine Chance für den Nachwuchs?

Ein Wandspieler ist Waldschmidt nicht. Den sucht man im Kader der Kölner eigentlich vergebens. Weitere Optionen wären sicherlich Fynn Schenten und vor allem Youssoupha Niang, der sich zuletzt mit einer starken Leistung bei der U21 für mehr empfahl. Beide Angreifer haben in dieser Saison bekanntlich schon bei den Profis debütiert. Beide haben sicherlich in Sachen Robustheit noch einen Weg vor sich, spielen aber im Kölner Nachwuchs auch in der Spitze. Die Youngster wären aber auch Spieler, die über die Außen für Tempo sorgen können. Zwangsläufig stellt sich die Frage, ob der FC kurz vor Saison-Ende noch in der Lage ist, das Spielsystem noch einmal anzupassen. Dass die Kölner gegen Leverkusen aber das Spiel machen und auf lange Bälle verzichten werden, scheint eher sehr unwahrscheinlich.


Ein Sieg für den 1. FC Köln, ein Sieg für René Wagner

René Wagner jubelt über seinen ersten Sieg als Cheftrainer des 1. FC Köln
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Ein Sieg für den 1. FC Köln, ein Sieg für René Wagner

Mit dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen haben die Geißböcke einen ersten wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Der nächste könnte am Freitag folgen. Gleichzeitig sammelt der Trainer damit Argumente für seine Zukunft. Der Sieg des 1. FC Köln ist auch einer für René Wagner.

Den Kölnern ist am Sonntag im Duell gegen Werder Bremen der erhoffte Befreiungsschlag im direkten Duell gelungen. Der Sieg war wichtig für die Tabelle, aber auch für den Trainer. René Wagner betonte erneut, dass es nicht um seine Person gehe.

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Es war eine kurze, aber eine innige Umarmung von René Wagner und Geschäftsführer Thomas Kessler, die sich die beiden sportlich Verantwortlichen am Rande des Spielfelds unmittelbar nach dem Schlusspfiff gönnten. Der 3:1-Erfolg über Werder Bremen hat zweifelsfrei einige Lasten von den Kölner Schultern genommen. Seit dem knappen Erfolg über den VfL Wolfsburg Ende Januar haben die Geißböcke also wieder einen Dreier eingefahren. „Ich freue mich jetzt für den Staff, für die Mannschaft und für alle anderen. Ich habe es ja schon mal gesagt, wenn ich Erfolg haben möchte, dann müssen alle um mich herum auch Erfolg haben – das war heute der Fall“, sagte Wagner. „Es haben sich alle reingehauen. Ich bin überglücklich für die Spieler, die einfach nur eine gute Leistung gebracht haben. So geht es in meiner Welt, so möchte ich gerne arbeiten.“

Fällt bereits am Freitag die Vorentscheidung?

Der Trainer betonte einmal mehr, dass es dabei gar nicht um seine Person ginge, sondern nur um das Wohl des Vereins, in diesem Fall also um den Klassenerhalt. Aus rein sportlicher Sicht mag das stimmen. Doch geht es am Ende des Tages für Wagner dann eben doch auch um die eigene Zukunft. Der 37-Jährige war nach der Entlassung von Lukas Kwasniok vom Assistenten zum Cheftrainer befördert worden. Allerdings mit dem Zusatz „interimsmäßig“. „Wir haben jetzt erst mal volles Vertrauen in René“, erklärte Thomas Kessler kurz nach dem Personalwechsel. „Wir schauen uns jetzt die Spiele an und werden ihn maximal unterstützen.“ Und nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen ist eine neue Trainerdiskussion erst einmal in weitere Ferne gerückt. Der FC hat durch den Erfolg fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz (St. Pauli), neun auf den direkten Abstiegsplatz (Wolfsburg) und das bei noch 15 Zählern, die für die Teams noch zu vergeben sind.

Ein gesundes Polster also. Eins mit einem beeindruckenden Torverhältnis, das am Ende eigentlich einen weiteren Punkt wert sein sollte. Zudem treffen Wolfsburg und St. Pauli am letzten Spieltag auch noch im direkten Duell aufeinander, nehmen sich die Zähler also gegenseitig ab. Sollte Köln am Freitag am Millerntor gewinnen, dürfte die Vorentscheidung gefallen sein. Denn dann betrüge der Abstand acht Zähler zu Rang 16 – bei nur noch zwölf zu vergebenden – eben inklusive gutem Torverhältnis. Die Planungen werden ohnehin zweigleisig laufen, die für die erste Liga könnten eventuell ab Freitag intensiviert werden. Auch die mit René Wagner? Selbst im Falle des Klassenerhalts ist nicht gesagt, dass der gebürtige Dresdener auch in der kommenden Spielzeit noch Cheftrainer ist. Allerdings würden die Chancen für den 37-Jährigen deutlich steigen.

Am Ende sind die Zähler ein Faktor

Die vier Zähler aus den vergangenen beiden Spielen dürften zumindest Pluspunkte bei den Bewerbungsunterlagen des Trainers für mehr sein. Allerdings gehört zur Wahrheit natürlich auch, dass nicht gesagt ist, dass Lukas Kwasniok nicht die gleiche Anzahl an Zählern geholt hätte. Der 44-Jährige hatte immer wieder betont, dass das Spielglück nicht auf Seiten der Geißböcke sei, gerade die 50:50-Entscheidungen der Schiedsrichter und des VARs oft gegen die Kölner ausgefallen wären. Das hat sich am Sonntag sicher geändert. Sowohl der Elfmeter als auch die Rote Karte waren absolut berechtigt – genauso wie auf der anderen Seite der von Ragnar Ache verursachte Strafstoß. Doch blieb die Pfeife bei ähnlichen Aktionen auch gerne mal stumm. Zudem kann Wagner pünktlich zum Saisonendspurt nahezu aus dem Vollen schöpfen. Ausgerechnet auf der Zielgeraden stehen dem Coach so viele Spieler zur Verfügung wie seit Spieltag elf nicht mehr.

Und auch das nötige Quäntchen Glück spielte dem FC in die Karten. Spielerisch war der 3:1-Erfolg sicher kein Glanzstück. Gerade in der Offensive ließen die Kölner zahlreiche Chancen liegen, die sie sich aber immerhin erspielten. Fakt ist: Ähnlich wie bei Lukas Kwasniok sollte bei einer Bewertung auch für René Wagner am Ende des Tages die Punkteausbeute ein Faktor sein. Und da hat Wagner in den zwei bisherigen Spielen bereits einen mehr geholt als sein Vorgänger in den sieben Partien zuvor. Mit einem Erfolg am Freitag würde sich die Verhandlungsgrundlage sicherlich noch einmal verbessern.