Lukas Kwasniok will mit dem Derby-Sieg einen Boost auslösen und setzt auf das volle Haus

Kristoffer Lund war im Hinspiel der Unglücksrabe
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Lukas Kwasniok will mit dem Derby-Sieg einen Boost auslösen und setzt auf das volle Haus

Für viele Außenstehende ist die kommende Begegnung der Geißböcke ein Schicksalsspiel für den Trainer, für den Coach selbst eine Chance. So oder so wird das Duell gegen Borussia Mönchengladbach kein Selbstläufer: So will der 1. FC Köln im Derby punkten.

Nach sechs sieglosen Spielen in Serie will der FC am Samstag wieder einen Dreier einfahren. Und zweifelsohne würde ein Erfolg im Derby eine beflügelnde Wirkung haben. Doch einen Selbstläufer erwartet der angezählte Kölner Coach nicht.

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Selbst in den jüngsten kritischen Tagen ist Lukas Kwasniok der Spaß an der Arbeit beim 1. FC Köln in aller Regel anzusehen. Zwischen den Zeilen deutete der Trainer auch auf der vergangenen Pressekonferenz an, dass es für ihn ein Privileg sei, für einen Verein wie den FC tätig sein zu dürfen. Die Frage ist aber durchaus wie lange das noch der Fall sein wird. Auch wenn der 44-Jährige beteuert, die aktuelle Situation als Herausforderung, als Chance zu sehen, wird Kwasniok selbst wissen, dass es mit einer Niederlage im Derby eng werden dürfte. Zumindest nach außen vermittelte der Trainer aber, dass die Vorfreude auf das anstehende Duell eine große ist – und das ist Kwasniok auch durchaus abzunehmen. Mit einem Sieg am Samstagabend dürfte der Spaß an und vor allem bei der Arbeit aber wieder ein wenig größer werden.

Kwasniok setzt auf vordere „Waffen“

Denn der bislang letzte Sieg der Geißböcke liegt bereits einige Zeit zurück. Sechs Spiele in Serie gab es für den FC keinen Dreier mehr, elf Punkte aus 17 Spielen ist eine beängstigende Bilanz. Doch die Bilanz blendet der Coach bewusst aus. Der Fokus liegt wieder einmal nur auf der bevorstehenden Aufgabe. „Wir sehen diese Spiele gegen Gladbach komplett als Gelegenheit, um hier einen Boost wieder reinzubekommen“, sagte der Trainer. Doch Kwasniok weiß auch um die Schwere der Aufgabe, ahnt, dass der Gegner „sehr sehr schwer bespielbar“ ist. „Sie warten auf die Bälle, die dann eben auch reinkommen und dann sind sie sehr gut im Umschaltspiel. Sie haben zehn Mal die weiße Weste diese Saison gehabt, das spricht einfach schon auch für sie.“

Das tut es, allerdings ist die Defensive der Fohlen auch nicht die aller stabilste. 43 Tore kassierte die Mannschaft vom Niederrhein bereits und das, obwohl nach dem xGoals-Wert nur 36 Treffer erwartbar gewesen waren. „Wenn das Spiel dann offener wird, dann glaube ich, dass wir mit den Waffen, die wir vorne haben, auch den Gladbachern weh tun können“, sagte der Coach. Es gehe darum, die Abwehr des Gegners zu stressen, aber auch „eine extrem gute Konterabsicherung“ zu haben. Im Hinspiel sei man zu behäbig und zu fehlerhaft zu Werke gegangen. Das Resultat war die 1:3-Niederlage und eine gefühlte sportliche Wende. „Wir wollen das Spiel gewinnen und wenn das Wort „Revanche“ dafür herhalten muss, dann nenne ich das dann so“, sagte der Trainer.

„Wir brauchen den Support der Fans“

Spannend bleibt, welchen kreativen Plan der 44-Jährige entwickelt, um bei Ballbesitz für mehr Gefahr als zuletzt zu sorgen. Denn immer wenn der FC das Spiel machte, fehlte es an Torchancen. Wenn die Kölner auf Konter setzten, wurde es in der Regel auch gefährlich. Personell wird es wohl nicht die ganz großen Veränderungen zur Vorwoche geben. Der Trainer deutete bereits an, dass Tom Krauß wieder die rechte Seite übernimmt, damit Jakub Kaminski offensiver agieren könne. Mit Jan Thielmann und Denis Huseinbasic stehen zwei weitere Spieler zur Verfügung, die in der Vorwoche noch verletzt ausfielen. Allerdings wird den Kölnern mit Sebastian Sebulonsen ein Rückkehrer fehlen, der sich gegen den HSV die fünfte Gelbe Karte abholte.

Getragen werden soll die Mannschaft von den Fans. „Das sind die Momente, weshalb du beim FC unterschreibst. Ich weiß, welche Wucht dieses Stadion entfachen kann. In der ersten halben Stunde im Pokalspiel gegen die Bayern ist das Stadiondach weggeflogen“, so der 44-Jährige. „Genau das haben wir auch in der zweiten Hälfte gegen Mainz gespürt. Wir brauchen den Support der Fans, um unser Ziel erreichen zu können. Unsere Fans sind in der Lage dazu, uns so viel Energie zu geben, dass wir am Samstag als Sieger vom Feld gehen. Darauf freue ich mich sehr.“ Kwasniok ist eben mit Spaß bei der Sache. Noch. Obwohl, wenn es nach dem Coach geht, hält das auch noch lange an: „Ich bleibe dabei: Wir werden unser Ziel erreichen. Ich habe vor Augen, dass wir am 33. Spieltag den Klassenerhalt feiern.“ 


„Ohne Gejammer“ zum Klassenerhalt – Kwasniok kann auf Unterstützung von der Bank vertrauen

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„Ohne Gejammer“ zum Klassenerhalt – Kwasniok kann auf Unterstützung von der Bank vertrauen

Vor dem Rheinderby setzt Trainer Lukas Kwasniok auch auf den Rückhalt von der Ersatzbank. Der FC-Coach schwärmte am Donnerstag von Geschlossenheit und Professionalität, sprach von “besonderen Momenten”. Dabei war das nicht immer so beim 1. FC Köln: Bankdrücker-Lob von Lukas Kwasniok.

Vor dem Rheinderby richtet Lukas Kwasniok den Blick bewusst auf die zweite Reihe. Was vor wenigen Wochen noch für Diskussionen sorgte, hat sich beim 1. FC Köln gewandelt. Die Ersatzspieler stellen sich in den Dienst der Mannschaft und werden vom Trainer nun als wichtiger Rückhalt im Abstiegskampf hervorgehoben.

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Bevor die Geißböcke am Samstag im Rheinderby das nächste Schicksalsspiel antreten, arbeitet Trainer Lukas Kwasniok kräftig daran, nach außen Harmonie auszustrahlen. Hierfür lenkte er die Aufmerksamkeit vorab auch auf jene Spieler, die unter seiner Feder in letzter Zeit oder sogar bereits seit Saisonbeginn kürzer treten müssen: “Die Jungs waren sich auch der Situation vom ersten Spiel dran bewusst, dass es hier darum geht, den Klassenerhalt zu meistern. Und sie haben sich diesem Ziel von Beginn an untergeordnet”, führte der 44-Jährige aus. Das sei auch ein großes Lob an viele Spieler, die in der Vergangenheit in Köln durchaus etwas geleistet hätten und die auch viel Spielzeit hatten. “Die Situation hat sich dann für sie persönlich verändert. Oder auch Spieler, die zu Beginn der Saison gespielt haben bei mir und im Verlaufe der Saison vielleicht weniger agieren dürften”, so Kwasniok weiter.

Kwasniok: “Das Spiel ist das Tüpfelchen auf dem i”

Dass der Trainer die vermeintliche Ruhe auf der Ersatzbank so sehr zu schätzen weiß, hat Gründe. Es ist nämlich noch gar nicht so lange her, da rumorte es gewaltig am Geißbockheim. Mittelstürmer Luca Waldschmidt hatte zum Jahreswechsel offen über seine Probleme mit der geringen Einsatzzeit unter Kwasniok gesprochen. Die Ausbootung aus dem Kader für das wichtige Spiel gegen Heidenheim und die damit verbundene vorzeitige Abreise des Stürmers aus dem Wintertrainingslager in Spanien wurden damals als geeignete Maßnahmen angesehen, um Waldschmidt für die gestiftete Unruhe einen Denkzettel zu verpassen – so die externe Wahrnehmung. Mittlerweile ist Ruhe um den 29-Jährigen eingekehrt, obwohl sich die Lage im Vergleich zum Jahresbeginn nicht verbessert hat. Zuletzt saß er sogar gegen Dortmund und Hamburg über 90 Minuten auf der Bank. Diskussionen über Spieler, die wenige Einsatzminuten sammeln, seien nach Ansicht Kwasnioks indes allgemein irreführend.

“Du unterschreibst einen Vertrag und da steht drin, dass du ordentlich bezahlt wirst für Training, für Spiel. Und für mich ist immer dieses Spiel, das Tüpfelchen auf dem i, aber die Trainingseinheiten, dafür wirst du bezahlt. Dafür wirst du bezahlt, dass du jeden Tag Vollgas gibst. Und das haben die Jungs verinnerlicht, vom ersten Tag an.” Nach den Verstimmungen sei das Rollenselbstverständnis geklärt, der Trainer könne sich auf die Unterstützung aus der zweiten Reihe verlassen: “Es war eher zu Beginn der Saison so, dass ich auf diese Dinge hinweisen musste und das jetzt eher laufen lassen kann, weil ich sehr wohl spüre, wie ein Ron-Robert Zieler, von Bülti über Luca, Kainzi und Heinzi wissen, wir wollen den Verein in dieser Liga halten, auch wenn ich gerade jetzt wenig spiele. Das ist denen sehr wohl bewusst”.

„Ohne Gejammer“ zum Klassenerhalt

Ebenso klar ist, dass Florian Kainz nach Ende dieser Spielzeit seine Fußballschuhe an den Nagel hängen wird. Der Österreicher kam im ersten Saisondrittel noch als Ergänzungsspieler in der zweiten Hälfte zum Einsatz. In der zweiten Saisonhälfte saß er, wenn er überhaupt im Kader war, nur auf der Bank. Somit kommt Kainz in der Rückrunde bisher nur auf zwei Einsatzminuten. Das schmälert jedoch nicht im Geringsten seinen Beitrag im Kampf gegen den Abstieg. Seine abgebrühte und seelenruhige Art, die er mit seiner Erfahrung als dienstältester Geißbock in die Kabine einbringt, ist eine wichtige Stütze für seinen Cheftrainer.

Wenn nicht sogar die wichtigste, wie dieser am Donnerstag verlauten ließ: „Der Fußball gibt dir neben Siegen auch ganz viele tolle Momente. Und so einen tollen Moment sehe ich am 33. Spieltag vor Augen. Dafür musst du bereit sein, ein halbes Jahr, ein Jahr, ein Dreivierteljahr auch mal kürzer zu treten, ohne dass der Trainer dreimal die Woche mit dir spricht. Das sind ja Profis durch und durch, und ich muss sagen, das gibt mir extrem viel Kraft, vorneweg zu marschieren, weil ich hier kein Gejammer höre. Das ist der Geist, der uns zum Klassenerhalt tragen wird.“


Das Rheinische Derby: Immer wieder die Rivalität zwischen dem 1. FC Köln und Gladbach

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Das Rheinische Derby: Immer wieder die Rivalität zwischen dem 1. FC Köln und Gladbach

Seit mehr als einem halben Jahrhundert sorgt das Rheinische Derby für besonders viel Brisanz. Am Samstag treffen die Kontrahenten zum 100. Mal in der Bundesliga aufeinander. Doch woher kommt die Rivalität zwischen dem 1. FC Köln und Gladbach?

Fahnenklau, Polizeischutz für den Geißbock, ein gestohlener Mannschaftsbus – um das Rheinische Derby gibt es zahlreiche skurrile Geschichten. Mal abgesehen von dem Revierderby zeugt in der Bundesliga wohl kaum eine Begegnung von so viel Brisanz. Die Begegnungen zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach haben es in aller Regel in sich – leider nicht immer nur auf dem Platz. Woher kommt die Rivalität zwischen dem 1. FC Köln und Gladbach?

Die Ursache für die Brisanz liegt aber nicht nur an der örtlichen Nähe der beiden Bundesligisten, im Gegenteil: Gladbach war der erste Testgegner am neu gebauten Geißbockheim – sie trägt vielmehr einen prominenten Namen: Hennes Weisweiler. Diesen lotste der damalige Vorsitzende Franz Kremer 1948 zum neu gegründeten 1. FC Köln. Weisweiler lief als Spielertrainer 62 mal in der Oberliga für die Geißböcke auf. In dieser Zeit bekam der FC auch einen Ziegenbock mit dem Namen Hennes geschenkt. 1952 zerbrach das Bündnis von Kremer und Weisweiler – der Erftstädter wechselte als Trainer zum Rheydter SV, wurde 1954 Assistent von Bundestrainer Sepp Herberger, bevor er 1955 wieder zurück zu den Geißböcken ging. Nach einer Zwischenstation bei Viktoria Köln folgte 1964 der Wechsel zu Borussia Mönchengladbach.  

Weisweiler soll dem Vernehmen nach kein besonders guter Verlierer gewesen sein, ließ an seinen Ex-Clubs aber kein gutes Haar. So soll er in seiner Gladbacher Zeit besonders gerne gegen den FC gewonnen haben, obwohl er noch immer in Köln lebte. Und das gelang ihm verhältnismäßig oft. Überhaupt gewannen die Fohlen in den Siebzigerjahren oft. Das steckte offenbar an – die Rivalität war geboren. Neben dem legendären Bus-Klau kam es erstmals auch zu Gewalt der rivalisierenden Anhänger.

Weisweiler wurde mit beiden Klubs Meister

Mit den Fohlen gewann der Kölner Weisweiler gleich drei Meistertitel, holte den DFB-Pokal und erlangte auch Kultstatus am Niederrhein. Den erlangte er aber auch beim FC. Nach einem kurzen Intermezzo beim FC Barcelona wechselte Weisweiler 1976 zurück ans Geißbockheim. Er gewann 1977 erneut den DFB-Pokal, holte 1978 das Double. Die Tordifferenz war entscheidend. Der FC wurde Meister, Gladbach nur Zweiter. Wieder soll er gegen seinen Ex-Verein besonders motiviert gewesen sein.

In den 80er und 90er Jahren kühlte die Rivalität ein wenig ab. Vielleicht auch, weil die großen Erfolge – abgesehen vom Gladbacher Pokalsieg 1995 – weitestgehend ausblieben. Spätestens mit dem Fahnenklau einer Gladbacher-Ultragruppierung keimte die Rivalität Anfang der 2000er wieder auf. Zumal die Fahne im Derby im Kölner Fanblock zu sehen war. Es kam zu Auseinandersetzungen und zur Spielunterbrechung. Weisweiler hat das schon nicht mehr mitbekommen. Die Legende beider Vereine verstarb 1983 in der Schweiz. Auf Weisweiler folgte in Gladbach Udo Lattek, der ebenfalls mit der Borussia Meister wurde und später sportlicher Leiter beim FC war. Auch Jörg Schmadtke war im Dienst beider Klubs sowie zahlreiche Spieler, die auf beiden Seiten spielten. Topspieler wie Toni Polster, Thomas Broich oder Rainer Bonhof. Andrej Voronin schaffte es sogar für Gladbach, den FC, Bayer Leverkusen und Fortuna Düsseldorf tätig zu sein.

Das 90. Derby bedeutete im März 2020 eine Premiere. Es war das erste Geisterspiel der Bundesliga. Am Samstag empfängt der FC die Fohlen nun zum 100. Bundesliga-Duell und will die Niederlage des Hinspiels wettmachen. In der Bilanz hat Gladbach allerdings die Nase vorne.

Timo Schultz: „Die ersten Untersuchungen lassen nichts Gutes erahnen“

Das sagt Timo Schultz vor dem Gladbach-Spiel
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Timo Schultz: „Die ersten Untersuchungen lassen nichts Gutes erahnen“

Nach der Länderspielpause startet für den FC die Crunchtime in der Liga. Der FC ist zu Gast beim FC Augsburg. Am Freitag fand die obligatorische Pressekonferenz vor dem Spieltag statt.

Mit dem Duell beim FC Augsburg kehrt der FC aus der Länderspielpause zurück. Der 1. FC Köln biegt mit dem Duell gegen die Fuggerstädter auf die Zielgerade ein. Das sagt Timo Schultz vor dem Augsburg-Spiel.

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Schon vor der Pressekonferenz am Freitagnachmittag hatte sich angedeutet, dass der Kölner Trainer eine schlechte Nachricht im Gepäck haben würde. Luca Kilian war im Training mit Davie Selke zusammengerauscht und musste die Einheit verletzt abbrechen. „Die ersten Untersuchungen lassen nichts Gutes erahnen. Er hat große Probleme im Knie und das geht dann vielleicht Richtung Kreuzband. Aber es wird noch untersucht“, sagte der Trainer. Somit ist klar, dass der Innenverteidiger dem FC bis auf Weiteres fehlen wird. Am Sonntag stehen zudem Elias Bakatukanda, Mark Uth, Justin Diehl und Florian Dietz weiterhin nicht zur Verfügung. „Alle andere waren auf dem Trainingsplatz. Wir blicken optimistisch nach Augsburg.“

Schultz: „Luca ist ein Unterschiedsspieler“

Für Luca Waldschmidt sollte der Einsatz eigentlich ebenfalls zu früh kommen. Aber: „Er war über fast acht Wochen komplett raus. Er hat erst eine Woche mit uns bestritten. Normalerweise ist er also kein Kandidat für uns“, sagte Schultz. „Luca ist für uns ein Unterschiedsspieler, der mit einer Aktion sehr viel bewirken kann. Er hat einen extrem starken Abschluss. Da kommt man als Trainer schon mal ins Grübeln, ob man nicht doch noch einen Kaderplatz freischaufeln kann, der vielleicht in den letzten Minuten eine entscheidende Aktion haben kann.“

Gut möglich also, dass der Offensivspieler doch zum Einsatz kommt. Gerade weil auch Schultz weiß, dass die kommenden Wochen entscheidend sind. „Wir wussten, dass wir bis zur Länderspielpause dranbleiben mussten. Das haben wir geschafft. Wir wären gerne in Schlagdistanz zu den oberen Plätzen. Aber auch da ist der Zug noch nicht abgefahren“, sagte Schultz. „Wir wissen aber auch, dass wir Spiele gewinnen müssen. Damit fangen wir jetzt in Augsburg an. In der Crunchtime gibt es nur Dreier.“ Für Schultz geht es nicht mehr um die „Eichhörnchen“-Variante. Der Trainer erwartet in Augsburg einen physisch starken Gegner. „Es ist ein extrem unangenehmer Gegner. Eine Mannschaft, die gut drauf ist.“

Schultz: „Das wäre sicherlich die offensivste Variante“

Ob Eric Martel gegen den FCA im Aufgebot steht, ist noch offen. Der Mittelfeldspieler hatte sich bei der U21 des DFB eine Verletzung im Gesicht zugezogen und trainierte mit Spezialmaske. Schultz wollte noch die weitere Einheit abwarten, war aber sehr optimistisch, dass der Sechser zum Einsatz kommen kann. Ähnlich sieht es auch bei Max Finkgräfe aus. Auf ein Spielsystem wollte sich Schultz noch nicht festlegen. „Man kann sich einiges vorstellen. Ob wir mit einer oder zwei Spitzen spielen. Ob wir mit mehr Tempo über die Flügel spielen oder auf eine spielerische Komponente setzen, das wird die letzte Vorbereitungsphase sein“, sagte Schultz. „Ich schließe nicht aus, dass Davie und Sargis gemeinsam auf dem Platz stehen. Das wäre sicherlich die offensivste Variante.“


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Das sagt Timo Schultz zu Downs, Leipzig und den möglichen Ausfällen

Das sagt Timo Schultz vor dem Leipzig-Spiel.
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Das sagt Timo Schultz zu Downs, Leipzig und den möglichen Ausfällen

Nach dem 3:3 im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach steht nun das nächste schwere Spiel auf dem Programm: Der FC empfängt RB Leipzig. Am Mittwoch fand die obligatorische Pressekonferenz vor dem Spieltag statt.

Am Freitagabend steht das letzte Duell vor der Länderspielpause auf dem Programm. Der 1. FC Köln spielt zu Hause gegen Leipzig. Das sagt Timo Schultz vor dem Leipzig-Spiel.

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Trotz des Spektakels am vergangenen Samstag beim 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach hat sich die Situation beim 1. FC Köln nicht sonderlich verändert. Die Geißböcke belegen nach wie vor Rang 16, haben sieben Punkte Rückstand zum sicheren Ufer, zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Verfolger aus Mainz. Wenn es nach Timo Schultz geht soll der Vorsprung am Freitag noch einmal ausgebaut werden. Doch während die Konkurrenz auf Gegner auf vermeintlicher Augenhöhe trifft (Mainz gegen Bochum), spielen die Kölner zu Hause gegen RB Leipzig. „Leipzig ist eine Mannschaft mit einer enormen individuellen Qualität, die sich als Mannschaft enorm gefestigt zeigt“, sagte der 46-Jährige. „Es ist vom Ansatz her eine Truppe, die sehr zielstrebig nach vorne spielen kann. Gerade durch das Tempo und die individuelle Klasse in der letzten Linie.“

Schultz: „Damion hat gezeigt, was er für eine Qualität hat“

Der Kölner Trainer erwartet gegen RB „viel Wucht“, die der Gegner gerade in der letzten Kette entwickelt. „Dementsprechend wird es für uns darum gehen, gut zu stehen, tief zu stehen, ihnen möglichst wenig Räume und Tiefe anzubieten“, so Schultz weiter. „Darüber hinaus wollen wir wie gegen Gladbach auch Schritt für Schritt selbst mehr mit dem Ball aktiv werden. Den Gegner mehr fordern und uns Chancen herausspielen.“ Im Rheinderby erspielten sich die Geißböcke in der Tat eine Vielzahl von Chancen – zumindest für Kölner Verhältnisse. Und erzielten auch Treffer.

So wie das 3:3 durch Damion Downs, der sich für weitere Aufgaben empfahl. „Das liegt an ihm“, sagte Schultz lächelnd. „Damion hat gezeigt, was er für eine Qualität hat. Er ist fester Bestandteil, seitdem ich hier bin im Training. Das wichtigste für junge Spieler ist aber, dass sie regelmäßig Spielzeit sammeln. Und wenn das bei uns nicht der Fall sein sollte, dann wird er auch weiter in der U21 spielen. Aber das liegt an ihm, an seiner Trainingsleistung, an seiner Spielleistung und wie er sich präsentiert und entwickelt.“ Die Chancen auf eine weitere Kadernominierung sind nach dem Treffer am Samstag jedenfalls nicht gesunken. Zumal sich mit Dejan Ljubicic und Linton Maina am Mittwoch zwei Spieler krank meldeten, ein Einsatz ist ungewissen. „Wir müssen gucken, wie schwer die Krankheit ist und ob sie dabei sein können.“

Schultz: „Davie fehlen aber noch sechs Wochen Training“

So könnte Downs tatsächlich auch zu einer Option über die Außenbahn werden. „Er hat in der U21 viele verschiedene Positionen gespielt – auch im Jugendbereich. Mal vorne drin, mal über den Flügel. Ich sehe ihn schon perspektivisch klar im Zentrum, aber um jetzt reinzukommen, um in die Mannschaft zu rutschen und vielleicht in vorderster Front nicht sofort den maximalen Druck zu bekommen, ist so eine Flügelposition eine gute Einstiegsposition.“ Neben den beiden erkrankten Spielern fehlen weiterhin die Langzeitverletzten Luca Waldschmidt, Mark Uth sowie der gesperrte Jan Thielmann. Wieder dabei ist Davie Selke. „Davie ist definitiv voll in den Trainingsbetrieb integriert. Er macht alles ohne Probleme mit. Ihm fehlen aber noch sechs Wochen Training“, sagte Schultz. „Wir können wohl noch nicht von 90 Minuten sprechen, aber er ist auf jeden Fall weiter als noch letzte Woche. Inwiefern das von Anfang an Sinn macht , das werde ich persönlich mit ihm besprechen.“


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Das sagt Timo Schultz zu Selke, Alidou und Kainz sowie zum Derby

Das sagt Timo Schultz vor dem Gladbach-Spiel
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Das sagt Timo Schultz zu Selke, Alidou und Kainz sowie zum Derby

Nach der 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen steht nun das nächste schwere Spiel auf dem Programm: Der FC ist zu Gast bei Borussia Mönchengladbach. Am Donnerstag fand die obligatorische Pressekonferenz vor dem Spieltag statt.

Mit dem Duell gegen Borussia Mönchengladbach geht es zum Zwischenspurt vor der Länderspielpause. Der 1. FC Köln spielt in den kommenden Wochen noch gegen Gladbach und Leipzig. Das sagt Timo Schultz vor dem Gladbach-Spiel.

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Nur sechs Tage nach dem Nachbarschafts-Duell gegen Bayer Leverkusen steht für den 1. FC Köln am Samstag das Derby bei Mönchengladbach auf dem Programm. Für FC-Trainer Timo Schultz ist es das erste Rheinderby – die Marschroute aber dennoch eindeutig definiert, der Stellenwert bekannt. „Wir werden eine Kölner Mannschaft sehen, die bis in die Haarspitzen motiviert ist. Wir wollen den ersten Auswärtssieg des Jahres holen“, sagt der Trainer. „Der Fokus liegt dabei auf unserer Leistung.“ Im Hinspiel im vergangenen Jahr feierten die Kölner nach langer Durststrecke den ersten Saisonsieg, nun soll also der erste Dreier in der Fremde folgen.

Timo Schultz: „Wenn sie das abrufen, kann es schwierig werden“

Dabei weiß Schultz, dass es keine leichte Aufgabe werden wird. „Gladbach ist ähnlich wie wir punktemäßig nicht optimal in die Rückrunde gestartet. Es ist aber auch eine Mannschaft, die innerhalb eines Spiels enorme Schwankungen hat. Gegen Mainz haben sie zunächst Glück, dass sie nur 0:1 zurückliegen und müssen der Platz am Ende eigentlich als klarer Sieger verlassen“, erklärt der Trainer. „Es ist eine Truppe mit zwei Gesichert.“ Und eine Truppe, „die in der Offensive ein enormes Potenzial hat. Wenn sie das abrufen, kann es schwierig werden.“ So will der Coach den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen lassen, keine Räume anbieten. Das Motto heißt, das Spiel selbst machen. Dabei fehlen den Geißböcken gleich mehrere Stammkräfte.

Jan Thielmann sah am vergangenen Wochenende Rot, Dejan Ljubicic holte sich den fünften Gelben Karton ab. Eine gewisse Übermotivation lässt sich wohl kaum abstreiten. „Im Fußball gibt es nun mal die ein oder andere Situation, aus einer gewissen Dynamik oder Emotion heraus, die vielleicht grenzwertig sind“, sagt Schultz. „Ich fordere von meinen Jungs, dass sie laut sind oder mal ein wenig über die Grenzen hinaus gehen. Man soll schon sein Herz auf dem Platz lassen.“ Der Trainer betont aber, dass damit aber keine unfaire Spielweise gemeint sei. Für Samstag muss der Trainer nun auf diversen Positionen umbauen. Für Ljubicic gibt es auf der Doppelsechs gleich mehrere Optionen. „Denis Huseinbasic ist eine naheliegende Alternative genauso wie Jacob Christensen, der sich im Training sehr gut präsentiert“, sagt der Trainer.

Timo Schultz: „Florian Kainz wird starten“

Auch in der Offensive gibt es eine weitere Option, ob diese aber schon bereit für einen Startelf-Einsatz ist, ließ der Trainer offen. „Davie konnte die ganze Woche mittrainieren, nachdem er letzte Woche nur Teile mitgemacht hat und auch noch gesteuert wurde“, sagte Schultz. „Man muss sicher die kommenden beiden Tage abwarten, wie er die steigende Belastung verkraftet. Er ist aber ein Kandidat für den Kader.“ Für die Startelf könnte ein Einsatz zu früh kommen. Definitiv von Beginn an wird aber der Kapitän spielen. „Florian Kainz wird in der Startelf stehen“, sagte Schultz. Der Mittelfeldspieler hatte im Hinspiel zwei Tore erzielt, beide vom Punkt. „Ich hätte nichts dagegen, wenn er wieder zwei Tore schießt. Wegen mir auch per Elfmeter. Mir ist egal, wie die Tore fallen“, sagte der Coach. „Wir brauchen ihn. Wir brauchen ihn in einer guten Form. Und wir brauchen ihn im letzten Drittel, um da torgefährlicher zu werden.“  

Ein Fragezeichen steht dagegen noch hinter Faride Alidou. Der Offensivspieler hatte das Training am Mittwoch abgebrochen. „Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Ich habe heute noch nichts gehört, das ist eigentlich immer ein ganz gutes Zeichen. Wir werden das heute weiter im Auge behalten müssen“, so Schultz. Eine Option für den Kader bleibt Sargis Adamyan. „Sargis präsentiert sich im Training wirklich sehr sehr gut, sehr agil, auch sehr stabil gegen den Ball. Vor allem seine Torgefahr tut uns gut. Es war jetzt gegen Leverkusen an drei Toraktionen beteiligt und hat sich für seinen sehr engagierten Auftritt nicht belohnt“, sagte der Coach.


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