Said El Mala – So erklärt Julian Nagelsmann die erneute Nicht-Berücksichtigung „Uns bringt kein Spieler was…“

Said El Mala und Julian Nagelsmann
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Said El Mala – So erklärt Julian Nagelsmann die erneute Nicht-Berücksichtigung „Uns bringt kein Spieler was…“

Die Hoffnung war durchaus groß, dass Said El Mala möglicherweise doch noch mit zur WM fliegt. Doch nach der Verletzung von Lennart Karl wurde Assan Ouédraogo nachnominiert. Said El Mala wurde nicht nachnominiert: Das sagt Julian Nagelsmann.

Mit einem insgesamt verdienten 2:1-Erfolg setzte sich die DFB-Auswahl am Samstag gegen die USA durch. Der ganz große Fußball-Leckerbissen blieb aus. Am Rande des Spiels erklärte Bundestrainer Julian Nagelsmann, warum er nicht auf Said El Mala zurückgegriffen hat.

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Ausgerechnet Florian Wirtz gab im März ein erstes Zeichen in welche Richtung es für Said El Mala bei der WM gehen könnte. Denn während der aktuelle Profis des 1. FC Köln gar nicht im Kader stand, zeigte der Ex-Kölner gegen die Schweiz eine herausragende Leistung. Und das auf der Position, die sich Said El Mala wiederum erhofft hatte. Zwei Treffer bereitete Florian Wirtz beim 4:3 Erfolg vor, zwei weitere Tore erzielte der Spieler des FC Liverpool selbst. Spätestens da deutete sich an, dass Julian Nagelsmann für den Offensivspieler die linke Seite reserviert hat. „Wir haben ja den Kader so zusammengestellt, dass wir im Prinzip über links jetzt mit Flo (Florian Wirtz, Anm. d. Red.) und Maxi Beier und über rechts mit jetzt noch Leroy (Sané; Anm. d. Red) und dann Jamie Leveling vier Spieler haben“, sagte der Bundestrainer im Rahmen des Länderspiels gegen die USA.

Die deutsche Mannschaft hatte gegen den WM-Teilnehmer ihre Schwierigkeiten. Ausgerechnet Leroy Sané, der möglicherweise in der Entscheidungsphase dann die Nase minimal vor dem Kölner Shootingstar hatte, erzielte den entscheidenden Treffer zum 2:1-Endstand.

„Der beste Eindruck“

Die Hoffnung, El Mala doch noch bei der WM zu sehen, kam durch die Verletzung von Lennart Karl am Freitag auf. Sie wurde nur Stunden später vom Bundestrainer einkassiert. Assan Ouedraogo reiste für Karl nach, ist nun Teil der Nationalmannschaft, erlebt sein erstes großes Turnier. Im Gegensatz zu El Mala. „Wir wollten unbedingt einen Jungen mitnehmen und haben uns für den entschieden, der bei uns mit Lenny zusammen den besten Eindruck hinterlassen hat“, erklärte Nagelsmann. „Wir müssen natürlich immer bewerten, was im Verein passiert, aber auch, was bei uns passiert und welche Anerkennung ein Spieler vielleicht schon in der Mannschaft hat. Und Assan hat nach seinem Lehrgang von alle Spielern extrem positives Feedback gekriegt. Er ist ein super angenehmer Mensch, der große Fähigkeiten hat.“ Die Worte des Bundestrainers dürfen durchaus als Kompliment für den Leipziger Youngster verstanden werden, möglicherweise aber auch als kleine Kritik an dem Kölner Hoffnungsträger.

Irgendwie wollen El Mala und Nagelsmann nicht so richtig zusammenpassen. Zusammenfinden offenbar erst recht nicht. Einmal wurde der Topscorer der Kölner, der zweitbeste deutsche Scorer der Liga, in die DFB-Elf berufen. Zum Einsatz kam er nicht. Die WM wird El Mala ebenfalls nicht als Teil der Mannschaft erleben. Nagelsmann nannte „eine wichtige Komponente – und das darf man einfach nicht außer Acht lassen: Said El Mala hat zweieinhalb Wochen nicht trainiert, nur ein bisschen Läufe gemacht. Sein letztes Spiel war am 16. Mai. Und Assan hat am 29. Mai noch gespielt, weil er mit Leipzig in Südafrika war. Er ist total im Saft und im Rhythmus“, betonte der Bundestrainer. „Uns bringt kein Spieler was, den wir noch mal eine Woche heranführen müssen, sondern er muss sofort fit sein.“ Wie fit El Mala ist, weiß wohl nur der Spieler selbst. Doch die vergangenen Tage weilte der Shootingstar auf der griechischen Insel Zakynthos, das ganz große Training hat er wohl nicht abgerissen.


Kommentar: Said El Mala zur WM? Das hat er sich absolut verdient!

Said El Mala gehört zu den besten Teenagern Europas
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Kommentar: Said El Mala zur WM? Das hat er sich absolut verdient!

Nun also doch: Said El Mala fährt mit großer Wahrscheinlichkeit mit zur WM. Auch unser Autor war skeptisch, fand die Nominierung im vergangenen Herbst zu früh. Doch die Situation hat sich verändert, der Spieler hat sich verändert. Ein Kommentar zur DFB-Nominierung von Said El Mala.

Noch im März sah es nicht danach aus, als könne Said El Mala noch auf den WM-Zug aufspringen. Nun winkt dem Spieler die ganz große Bühne und dem FC der erste deutsche Nationalspieler seit Jonas Hector. Zur WM-Nominierung ein Kommentar – dieses Mal aus Gründen aus persönlicher Sicht.

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Es ist keine vier Wochen her, da sorgte Said El Mala nicht nur bei seinen Mitspielern für ordentlich Unmut. Der Offensivspieler hatte aus spitzem Winkel gegen Leverkusen den Pfosten getroffen, nicht etwa das leere Tor und hatte dabei im Rückraum auch noch mindestens Isak Johannesson übersehen. Der Isländer verschaffte seinem Frust genauso mit wilden Gesten Luft wie Jakub Kaminski nur wenige Minuten später aufgrund einer ähnlichen Situation und wie der ein oder andere Medienvertreter auf der Tribüne. Zugegeben, auch ich regte mich in der Situation auf und erklärte dem Team, dass ich als Amateur-Trainer (der ich dann irgendwann mal gewesen bin), den Stürmer alleine schon für das Übersehen der Mitspieler ausgewechselt hätte. Nun ging es in den Spielen meiner Mannschaft eher nicht um Geld und die Zuschauerzahl bewegte sich im ein- bis zweistelligen Bereich – soll heißen: Die Bedeutung war eine andere.

Viele Argument pro El Mala

Dennoch für mich ein weiteres Zeichen, dass dem FC-Torjäger zum ganz großen Spieler doch noch einiges fehlt. Nur damit das nicht falsch verstanden wird: Said El Mala ist zweifelsohne eins der größten Talente, die Köln in den vergangenen Jahren bis Jahrzehnten in seinen Reihen hatte. Das Tempo, die Dribblings, die Unbekümmertheit, dazu das große Potenzial, das zweifellos in dem Jungen schlummert – dem 19-Jährigen steht eine große Karriere bevor. Und dennoch hätte ich vor einigen Monaten noch mit absoluter Überzeugung gesagt, dass es mit der WM für El Mala einfach zu früh ist, der FC-Spieler nicht zu den 26 besten Spielern des Landes gehört. Damals befand sich der gebürtige Krefelder in einer kleinen Formdelle, schien die Leichtigkeit ein wenig verloren zu haben. Dass Bundestrainer Julian Nagelsmann im März deutliche Worte gegenüber dem Kölner Shootingstar fand, festigte meine Meinung, obwohl ich schon oft anderer war als der Coach der DFB-Elf.

Beeindruckende Tore

Am Dienstagabend sickerte durch, dass es sich der Trainer anders überlegt, seine Meinung geändert hat. Und das absolut zu recht. Auch ich muss meine Meinung revidieren. Said El Mala gehört in den WM-Kader und auch bei der WM auf den Platz, wenn auch ganz sicher nicht in einer Stammformation. Noch immer fehlt dem 19-Jährigen einiges, um jetzt schon ein ganz großer Spieler zu sein, der Eigensinn verursacht Puls, die Leistungen sind schwankend. Und doch braucht Nagelsmann, braucht die DFB-Elf einen wie El Mala. Der 60-Meter-Sprint mit anschließendem Torerfolg gegen die Bayern war nicht nur einzigartig, er war weltklasse. El Mala ließ Champions einfach stehen, schüttelte die Kimmichs, Upamecanos und Laimers locker ab und hatte die Ruhe, auch Manuel Neuer auszugucken. Wer einen solchen Spieler in seinen Reihen hat, schafft Überraschungsmomente, schafft eine Unberechenbarkeit, schafft Torgefahr.

Zudem hat sich der Youngster in den Wochen unter René Wagner durchaus weiterentwickelt. Und das nicht, weil er jetzt in vorderster Front aufläuft. Der Spieler wirkt ruhiger, abgeklärter und mitunter auch überlegter, fühlt sich auf verschiedenen Positionen wohl. Mit knapp 36 km/h dürfte der 19-Jährige der schnellste Spieler der DFB-Auswahl sein – vermutlich sogar mit Ball. Dazu der starke Abschluss und die Fähigkeit der präzisen Flanke. Mit seinen 13 Toren ist von der DFB-Elf nur Deniz Undav in der Bundesliga erfolgreicher. All diese Attribute unterscheiden mitunter die besten von guten Spielern. Der gebürtige Krefelder gehört vielleicht nicht in eine Startelf, ist eher der Joker, der die Spiele entscheiden kann. Gut möglich, dass ihm mit der Einschätzung unrecht getan wird. Es wäre nicht das erste Mal. Auch ich muss zugeben, dass ich mit meiner Einschätzung falsch gelegen habe. Said El Mala gehört in den WM-Kader. Die Nominierung hat sich der Youngster absolut verdient!


Said El Mala zeigt, warum „die WM doch eine Option“ ist

Said El Mala nach dem Anschlusstreffer gegen die Bayern
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Said El Mala zeigt, warum „die WM doch eine Option“ ist

Für ein paar Minuten sorgte Said El Mala für Hoffnung bei den Geißböcken. Die Niederlage konnte der Offensivspieler aber nicht anwenden, dafür aber mächtig Eigenbewerbung betreiben. Öffnet der Bayern-Treffer die WM-Tür für Said El Mala?

Einmal mehr hat Said El Mala sein Können unter Beweis gestellt. Nun muss sich entscheiden, ob das für die WM in vier Wochen reicht.

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Als Marius Bülter und Joel Schmied die Tür in der Kölner Mauer öffneten und damit Harry Kane die 2:0-Führung nach bereits 13 Minuten ermöglichten, schwante den FC-Fans bereits Böses. Eine bittere Klatsche beim FC Bayern München zeichnete sich früh ab, die Hoffnung auf Wiedergutmachung nach dem bitteren 1:3 gegen Heidenheim würde es sicher nicht geben. Zumindest für wenige Minuten flammte Hoffnung auf. Und natürlich Dank Said El Mala. Der Offensivspieler luchste Jamal Musiala wenige Meter vor der Mittellinie den Ball ab und nahm Tempo auf. Verfolgt von vier Bayern drang der 19-Jährige in die Box ein und überwand den wohl bald wieder Nationaltorhüter Manuel Neuer mit einem satten Flachschuss ins lange Eck. Die deftige Niederlage konnte der Kölner Shootingstar nicht abwenden, El Mala konnte aber ordentlich Eigenwerbung betreiben – und zwar für die Nationalmannschaft.

„Es war ein typisches Said-Tor“

Bekanntlich will Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag seinen vorläufigen WM-Kader bekannt gegeben. Und El Mala zeigte einmal mehr, warum er eigentlich ein Kandidat für das Endturnier in den USA, in Mexiko und Kanada sein könnte. „Es war ein typisches Said-Tor. Er hat sich gut durchgewurschtelt und dann die Ruhe vor dem Tor. Es spricht für ihn, er hat eine gute Qualität. Das hat uns in dem Moment nochmal Hoffnung gegeben“, sagte FC-Kapitän Marvin Schwäbe, der direkt eine Empfehlung für seinen Mannschaftskollegen aussprach. “Wenn man in so jungen Jahren diese Leistungen zeigt und die auch über die Saison halten konnte und die Scorer eingefahren hat, dann ist die WM doch auf jeden Fall eine Option.“ Tatsächlich zeigte El Mala mit seiner unbekümmerten Aktion, welchen Part er in der DFB-Elf – vielleicht dann in einer Jokerrolle – übernehmen könnte.

Zumal der Kölner Top-Torjäger bei seinem Treffer eine erstaunliche Abgeklärtheit vor dem Tor bewies, überlegt einschob. Überhaupt hat sich El Mala offenbar noch einmal weiterentwickelt. Auch René Wagner hatte zuletzt betont, dass der 19-Jährige nun durch weitere Rollen noch flexibler einsetzbar sei. “Ich weiß, dass Said das leisten kann und hätte mir gewünscht, dass er das drei, vier Mal mehr in dieser Saison schafft, die Dinger reinzumachen, weil er diese Situationen hatte. Er hat aber nie aufgegeben“, sagte René Wagner, bei dem der Shootingstar uneingeschränkter Stammspieler wurde. Das war bekanntlich eine Forderung des Bundestrainers. Nun also wieder die Hoffnung auf die WM. Mit 13 Toren ist der Stürmer ohnehin der zweitgefährlichste deutsche Torjäger der Bundesliga. Kein Wunder, dass es nach wie vor zahlreiche Interessenten für El Mala gibt.