Und wieder Ärger mit den Unparteiischen beim 1. FC Köln – „Das geht mir alles auf den Sack“

Tobias Welz zeigt Said El Mala die Gelbe Karte
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Und wieder Ärger mit den Unparteiischen beim 1. FC Köln – „Das geht mir alles auf den Sack“

Das 1:1-Unentschieden gegen den HSV hat für die Geißböcke in der Tabelle recht wenig verändert. Immerhin haben die Kölner einen wichtigen Zähler eingefahren. Doch es gab auch Unmut beim 1. FC Köln: Wieder gerät der Schiedsrichter in die Kölner Kritik.

Hier ein Rempler, der nicht gepfiffen wurde, da eine Gelbe Karte, die nicht ansatzweise an das Foulspiel heranreichte, das noch nicht einmal einen Freistoß mit sich brachte. Schiedsrichter Tobias Welz geriet gerade bei den Kölnern in die Kritik.

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Lukas Kwasniok war schon nach einer guten Viertelstunde außer sich. Wild gestikulierend redete der Trainer im Duell beim HSV auf den vierten Offiziellen, Dr. Max Burda, ein – mal wieder. Denn schon in der vergangenen Woche war der Trainer gegenüber den Unparteiischen deutlich geworden. Kein Wunder, gegen den BVB gab es gleich mehrere diskutable Situationen und VAR-Eingriffe oder Nicht-Eingriffe. Wie berichtet hatte Jahmai Simpson-Pusey nach einem Tritt an Maximilian Beier die Rote Karte gesehen. Nach Ansicht der Videobilder eine vertretbare Entscheidung. Simpson-Pusey hatte Beier in der Achillessehne erwischt, war einen Schritt zu spät gekommen. Für Aufregung sorgte dann aber ein Handspiel von Yan Couto, für das es in der Nachspielzeit keinen Elfmeter gab, obwohl es ihn wohl hätte geben müssen.

„Das Problem ist die unterschiedliche Bewertung“

Tagelang war das Handspiel noch Thema. Wohl auch, weil der FC mit einem Elfmeter möglicherweise in der Nachspielzeit noch den Ausgleich erzielt hätte. Dieses Mal ging es nicht um einen Strafstoß. Eigentlich ging es gleich um mehrere Situationen. Hier wurde Rav van den Berg mit einem Bodycheck gestört, Schiedsrichter Tobias Welz sah kein Foul, entschied sogar auf Freistoß für den Gegner, auf der anderen Seite zog ein leichter Check der Kölner ebenfalls einen Hamburger Freistoß mit sich. Luka Vušković hatte schon in den ersten Minuten nach einem Pfiff noch den Ball weggespielt, eine Verwarnung gab es nicht. Auf der anderen Seite fing sich Sebastian Sebulonsen in der Nachspielzeit für eine ähnliche Situation die Gelbe Karte ein. Eine besonders bittere, denn der Norweger fällt nun mit der fünften Verwarnung für das Derby kommende Woche aus.

„Das Problem ist ja immer die unterschiedliche Bewertung. Ich bin ein totaler Freund davon, immer Gelb zu zeigen, wenn die Jungs einfach den Ball wegspielen. Lass den Ball liegen, sonst ist es Gelb“, sagte Lukas Kwasniok. „Das Problem ist, dass es inkonsequent gehandhabt wird. Beim Seb war es so, weil er den Ball außerhalb des Feldes ein bisschen bei Seite geschoben hat.“ Eine Konsequenz nehme er nicht wahr, sagte der Trainer weiter, eine Kultur wie im Handball könne sich so nicht entwickeln. „Inkonsequenz führt dazu, dass es Diskussionen gibt.“ Eine ganz offensichtlich unterschiedliche Bewertung gab es dann noch bei einer anderen Situation, die durchaus dem Spiel einen anderen Verlauf hätte bescheren können.

„Am Ende ist es müßig“

Denn Hamburgs William Mikelbrencis war beim Versuch Kristoffer Lund den Ball abzulaufen, in die Achillessehne des Kölners gestiegen. Das Trefferbild entsprach einem doch sehr ähnlichem wie in der Vorwoche bei dem Duell Simpson-Pusey gegen Beier. Auch hier erfolgte das Foulspiel ohne Absicht, aber auch hier von hinten, ohne die Chance auf den Ball, dafür aber die Verletzung in Kauf nehmend. Genauso wie in der Vorwoche die Kölner hätten sich die Rothosen wohl nicht über einen Platzverweis beschweren können. Es wurde aber noch nicht einmal auf Foulspiel entschieden. „Das geht mir alles auf den Sack. Ich will es genauso klar ausdrücken“, sagte Kölns Trainer. „Ich will weder bei Jahmai vergangene Woche, noch diese Woche, dass es eine Rote Karte ist. Aber ich verstehe nicht, dass es so unterschiedlich gehandhabt wird.“

Tatsächlich gab es „nur“ Ecke für die Kölner, die aber für keine große Gefahr sorgte. „Nach meinen Maßstäben ist es weder bei Jahmai noch bei Mikelbrencis eine Rote Karte. Aber nach den Maßstäben, die uns mitgeteilt werden, dann ist es vergangene Woche Rot, aber dann kann ich nicht verstehen, dass es diese Woche keine Rote Karte ist.“ Auch Kölns Geschäftsführer Thomas Kessler ordnete die Situation ähnlich ein. „Ich bin absolut kein Freund davon, Rote Karten zu fordern. Aber da liegt ein Spieler am Boden und bekommt den Fuß voll auf die Achillessehne“, so der ehemalige Keeper. „Ich bin mir sicher, dass es in diesem Jahr schon die ein oder andere Situation gegeben hat, wo der Schiedsrichter richtig hingeschaut hat, oder der VAR sich gemeldet hat. Am Ende ist es müßig darüber zu sprechen.“ 

Denn am Ergebnis wird das ohnehin nichts mehr ändern. Ein bitterer Beigeschmack bleibt nach dem Spiel dennoch.


Bittere Bilanz für den 1. FC Köln unter Tobias Welz und eine Strafanzeige

Tobias Welz leitet die Partie des 1. FC Köln gegen Schalke 04.
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Bittere Bilanz für den 1. FC Köln unter Tobias Welz und eine Strafanzeige

Am Freitagabend kommt es für den FC in Augsburg zum Flutlicht-Spiel. Der Schiedsrichter der Begegnung ist für die Kölner kein Unbekannter und die Erinnerungen sind nicht die besten. Tobias Welz leitet die Partie des 1. FC Köln in Augsburg.

Nach dem Remis gegen Hoffenheim steht nun das nächste schwere Spiel für den FC auf dem Programm. Geleitet wird die Begegnung von Tobias Welz und die Erinnerungen an den Schiedsrichter sind nicht nur gute.

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Am Freitagabend startet die Bundesliga mit der Begegnung des FC in Augsburg in den 24. Spieltag. Der Unparteiische ist für die Geißböcke wahrlich kein unbekannter. Eine gute Bilanz mit dem Schiedsrichter aus Wiesbaden hat der FC allerdings nicht. Insgesamt pfiff der 48-jährige Polizeibeamte seit 2012 20 Spiele der Geißböcke. Dabei weist Tobias Welz eine aus Kölner Sicht negative Bilanz bei den Begegnungen des 1. FC Köln auf. Nur fünf Spiele konnte der FC unter seiner Leitung gewinnen, zwölf haben die Geißböcke verloren. Statistisch gesehen also kein Glücksbringer für die Kölner.

Strafanzeige von FC-Fan gegen Schiedsrichter Welz

Besonders bei einem Bundesligaspiel ist Tobias Welz bei den Geißböcken nicht in guter Erinnerung geblieben: Beim Spiel des FC am 12. Spieltag der Abstiegssaison 2017/18 bei Mainz 05 war Welz als Video-Assistent tätig. Die spielentscheidende Szene passierte in der 42. Minute: Pablo de Blasis zog mit dem Ball im Strafraum nach innen zwischen Konstantin Rausch und Frederik Sörensen. De Blasis kam zu Fall, Schiedsrichter Dr. Felix Brych zeigte sofort auf den Punkt. Sörensen sollte den Mainzer gefoult haben, obwohl keinerlei Berührung in der Zeitlupe zu erkennen war. Eine klare Schwalbe des Argentiniers. Dennoch griff Welz als VAR nicht ein. Der folgende Elfmeter von Daniel Brosinski brachte den Mainzern die 1:0-Führung ein, die letztendlich auch das Endergebnis darstellte. Der FC verlor das Spiel aufgrund einer Schauspieleinlage, die der Videoassistent Welz durch die Fernsehbilder belegen konnte, es aber nicht tat.

Das brachte insbesondere einen FC-Fan so sehr auf die Palme, dass dieser nach dem Spiel Strafanzeige gegen Tobias Welz erstattete. „Das war eindeutig Betrug von Herrn Welz. Es geht um Millionen, es geht um Wetteinsätze, es geht um hunderttausende Fans“, sagte ein FC-Fan damals dem Kölner Stadt-Anzeiger. Eine kuriose Seltenheit im Fußball, die Welz bestimmt auch nicht kommen sehen hat. Zuletzt leitete der Unparteiische die Begegnung gegen die Bayern in der zweiten Runde des DFB-Pokals – und übersah die Abseitsstellung vor dem 1:1-Ausgleich.


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Und wieder einmal VAR-Frust beim 1. FC Köln – „Sonst sage ich hier Worte, die nicht gut sind…“

Frank Willenborg beim Duell des 1. FC Köln gegen RB Leipzig
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Und wieder einmal VAR-Frust beim 1. FC Köln – „Sonst sage ich hier Worte, die nicht gut sind…“

Wieder einmal gab es beim FC am Sonntag Ärger über eine VAR-Entscheidung. Schiedsrichter Frank Willenborg verwehrte dem FC einen Handelfmeter aufgrund einer Abseitsstellung. Die war aber nicht so eindeutig, wie es den Anschein hatte. Der 1. FC Köln schiebt wieder VAR-Frust.

Elfmeter oder nicht? Schiedsrichter Frank Willenborg wollte dem FC keinen Elfmeter zusprechen, obwohl Christopher Baumgartner den Ball eindeutig mit der Hand stoppte. Der Schiedsrichter entschied aber auf Abseits und sorgte damit für Ärger bei den Geißböcken.

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Lukas Kwasniok hatte sich schon im November vergangenen Jahres deutlich positioniert. „Ich hasse den VAR“, hatte der Kölner Coach nach der Derby-Niederlage gegen Mönchengladbach gesagt. Gleich zwei Elfmeter hatte damals Schiedsrichter Deniz Aytekin gegen die Kölner gegeben. Kwasniok erklärte damals, dass er den VAR durchaus für sinnvoll halte, allerdings nur bei Schwarz-Weiß-Entscheidungen wie beispielsweise Abseits. Dass es aber auch eben bei jenen Aktionen keine Schwarz-Weiß-Entscheidungen gibt, musste der Kölner Trainer dann gegen RB erfahren. Der FC lag 1:2 zurück als Doppeltorschütze Christopher Baumgartner zehn Minuten vor Spielende den Ball mit der Hand vor der Linie stoppte. Doch der von den 50.000 anwesenden Fans erhoffte Elfmeterpfiff blieb aus.

„Das ist eine Frechheit“

Schiedsrichter Frank Willenborg klopfte sich auf die Brust, als wollte er sagen, Baumgartner habe die Kugel mit dem Körper gespielt. Bei der nächsten Unterbrechung wurde die Szene dann doch überprüft. Auch für den Unparteiischen bestand wohl kein Zweifel, dass der Spieler den Ball mit der Hand vor dem Ausgleich stoppte. Die Konsequenz Elfmeter und auch die Rote Karte. Denn der Österreicher hatte wohl ein klares Tor verhindert. Doch Willenborg entschied anders. Abseits! „Das ist eine Frechheit“, war Jan Thielmann entrüstet. „Du kannst die Abseitslinie ziehen, wie du willst – ob du die dann zwei Zentimeter weiter links oder rechts ziehst. Im Endeffekt wurde sie gezogen, jetzt heißt es Abseits. Ich glaube, das ist, um den Schiedsrichtern das Leben ein bisschen zu erleichtern und zu sagen: Es war eine faktische Abseitsentscheidung.“

Tatsächlich wurde die Linie gezogen, tatsächlich war darauf zu erkennen, dass die Ferse von Sebastian Sebulonsen einen Hauch im Abseits stand – nach der gezogenen Linie. „Du kannst mir nicht erzählen, dass das Abseits ist. Die Linie wird da einfach hingezogen. Tut mir leid, da muss es irgendeine andere Regelung geben, das ist für mich kein Abseits“, sagte Eric Martel und Tom Krauß wollte lieber nichts sagen, bevor er etwas falsche von sich gebe. „Wenn man die Szene sieht, ist es einfach nur sehr, sehr bitter“, erklärte er dann doch. Die gezogene Linie war nun mal der technische Beweis für eine Abseitsstellung. Und doch musste Willenborg die Szene überprüfen. „Dann ging es darum, dass geklärt werden musste, ob David Raum den Ball kontrolliert oder unkontrolliert geklärt hat“, sagte Thomas Kessler.

Sollte der Nationalspieler den Ball kontrolliert geklärt haben, wäre es keine Abseitsstellung des Kölners gewesen. Das sah Willenborg offenbar nicht gegeben. „Ich sage es mal so: Jeder, der ab und zu mal am Kopfballpendel war, kann schon einordnen, dass ein Nationalspieler sehr wohl in der Lage ist, den Ball sehr kontrolliert wegzuköpfen“, sagte Lukas Kwasniok. „So kommt Sebulonsen, der minimal im Abseits stand, in diese Situation. Ich hatte eine andere Wahrnehmung, kann es aber nicht mehr ändern.“ Aber wie sagte Kwasniok im November nach der Niederlage gegen Mönchengladbach in Bezug auf den VAR: „Ich bleibe dran!“