Schiedsrichter Daniel Schlager pfeift am Samstag die Begegnung des 1. FC Köln bei Union Berlin. Die Bilanz unter dem Unparteiischen spricht für den FC. Die Erinnerungen an den 36-Jährigen sind aber nicht gerade die besten.
Am Samstagnachmittag ist der FC zu Gast beim 1. FC Union Berlin. Mit einem Erfolg würden die Kölner einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen, diesen mitunter sogar eintüten. Der Schiedsrichter ist kein Unbekannter: Daniel Schlager pfeift die Partie.

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Der 36-Jährige ist zum neunten Mal Schiedsrichter einer Begegnung des 1. FC Köln. Und die Bilanz spricht knapp für die Kölner. Der FC gewann vier Spieler, verlor zwei und spielte demnach auch zwei Remis. Besonders auffallend: In fünf Begegnungen fielen vier oder mehr Tore. So zum Beispiel beim Auswärtsspiel im April 2019 in Duisburg. Der MSV ging damals in der 2. Bundesliga im ersten Abschnitt gleich zwei Mal in Führung. Jhon Cordoba hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Nach dem Wechsel drehten Louis Schaub, erneut Cordoba und Simon Terodde innerhalb von sechs Minuten den Spielstand und stellten die Weichen auf Erfolgskurs. Eigentlich, denn Duisburg schlug ebenfalls mit zwei Toren in zehn Minuten zurück und glich spät aus.
Kainz trifft doppelt, nur zählt es nicht
Besonders in Erinnerung ist aber eine bittere Entscheidung von Daniel Schlager geblieben. Eine bittere, wenn auch richtige. Vor viereinhalb Jahren pfiff der Schiedsrichter das Pokal-Achtelfinale der Kölner gegen den Hamburger SV. Nach einer Nullnummer in der regulären Spielzeit sah der HSV bereits wie der sichere Sieger aus, nachdem Robert Glatzel zu Beginn der Verlängerung getroffen hatte. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff entschied Schlager dann auf Foulelfmeter für die Kölner. Anthony Modeste blieb eiskalt. Beim anschließenden Elfmeterschießen hatten nur Salih Özcan und Sonny Kittel verschossen. Florian Kainz trat zum letzten Elfmeter an und verwandelte. Nur ließ Schlager den Treffer nicht zählen.
Und das absolut zu recht. Kainz hatte sich den Ball beim Schuss an das Standbein geschossen, ihn demnach zwei Mal berührt. Schiedsrichter Schlager gab den Treffer dementsprechend nicht, der Traum vom Pokal-Viertelfinale war ausgeträumt. Beim Hinspiel gegen die Rothosen in dieser Saison war der 36-Jährige erneut Schiedsrichter. Dieses Mal verteilte Schlager gleich zwei Ampelkarten an den HSV und verwehrte den Nordlichtern ein Treffer. Bereits 20 Mal leitete der Schiedsrichter Partien von Union Berlin. Zuletzt im Dezember, als sich die Eisernen überraschend 3:1 gegen RB Leipzig durchsetzten.
