Zwischen Rhein und Rio de la Plata: So stark ist Lukas Kwasniok von seinem Idol geprägt

Kwasniok und Bielsa
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Zwischen Rhein und Rio de la Plata: So stark ist Lukas Kwasniok von seinem Idol geprägt

Lukas Kwasniok galt vor allem zu Saisonbeginn bei vielen als Baumgart‑Nachfolger, tatsächlich aber steckt dann doch aber mehr Marcelo Bielsa in seinem 1. FC Köln: So stark ist Lukas Kwasniok von Marco Bielsa geprägt.

Trainer-Ikone Marcelo Bielsa beeinflusste auch den Cheftrainer des 1. FC Köln: So eifert Kwasniok seinem Idol nach.

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Kaum ein Trainerduell in der Bundesliga lädt auf den ersten Blick so sehr zum Vergleich ein wie das zwischen Steffen Baumgart und Lukas Kwasniok. Beim zweiten Hinschauen ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Zwar arbeiteten beide einst beim SC Paderborn, gaben sich dort 2021 gewissermaßen die Klinke in die Hand und tauchten später beide beim 1. FC Köln wieder auf. Doch darüber hinaus haben die Coachs nur wenig gemeinsam. „In Bezug auf den Umgang mit der Mannschaft und auf die fußballspezifische Annäherung gibt es schon Unterschiede“, befand Kwasniok bereits im Juni und führte weiter aus: „Es gab einen Baumi 1.0, und jetzt gibt es einen Luki 1.0. Wenn wir dann am Ende so erfolgreich sind wie unter Baumi, nehmen wir uns alle in die Arme und sagen: coole Zeit.“

Spätestens beim ersten direkten Aufeinandertreffen am vergangenen Samstag zeigte sich, was der FC‑Coach meinte. Während Baumgart mit Union aus einer auf Stabilität und Fünferkette geeichten Linie heraus agierte, stellte Kwasniok den FC mit einer auf den Gegner zugeschnittenen Viererkette mit Kristoffer Lund, Dominique Heintz, Rav van den Berg und Sebastian Sebulonsen auf, meldete Unions Angreifer Oliver Burke und Ilyas Ansah, die insgesamt nur 16 Ballaktionen vorzuweisen hatten, praktisch ab und trieb die Geißböcke phasenweise auf über 70 Prozent Ballbesitz. Während Baumgart, einst Verfechter eines bedingungslosen und risikoreichen Offensivspektakels, in der Hauptstadt inzwischen erfolgreich den Fokus auf defensive Stabilität legt, setzt Kwasniok auf proaktiven, vertikalen Attacke-Fußball.

Wer ist Kwasniok-Vorbild Marcelo Bielsa?

Wollte man Vergleiche mit dem FC‑Coach anstellen, müsste der Blick daher weniger nach Berlin als nach Montevideo gehen, wo mit Marcelo Bielsa jener Trainer arbeitet, dem Kwasniok seit Jahren zumindest in Teilen nacheifert. Marcelo Bielsa ist einer der einflussreichsten Fußballlehrer der Gegenwart und steht sinnbildlich für die radikale, proaktive Idee vom Spiel, an der sich Kwasniok im Idealfall orientiert. Der Argentinier trainierte unter anderem Athletic Bilbao, Lazio Rom, Olympique Marseille, Lille und Leeds United. Letztere führte er 2020 nach 16 Jahren Abstinenz aus der zweiten englischen Liga zurück in die Premier League, bevor der Argentinier 2023 als Nationaltrainer Uruguays anheuerte.

Der 70-Jährige gilt als Vordenker einer Schule, der auch Spitzentrainer wie Pep Guardiola folgen. Die Essenz seines Ansatzes beschrieb er einmal so: „Ich will, dass meine Mannschaft Protagonist ist, die Initiative übernimmt, das Spiel in der gegnerischen Hälfte stattfinden lässt, Ballbesitz hat und den Ball bei Verlust schnell zurückerobert.“ Das erklärt, weshalb Kwasniok mal über ihn sagte: „Über allen steht Marcelo Bielsa, weil ich ihn bewundere. Er ist unkonventionell, denn er hat gesagt: ‚Egal, was andere machen, ich ziehe meine Arbeit durch.‘ Ob diese aktuell modern ist oder nicht, sei dahingestellt. Deswegen hat es mich extrem gefreut, dass er mit Leeds United nach so langer Zeit den Aufstieg in die Premier League geschafft hat.“ Natürlich ist der Bielsa-Fußball mit dem aktuellen Kölner Kader nur schwer zu realisieren und offenbar auch nicht der Anspruch des Kölner Coachs.

Kein Platz für Kompromisse

Marcelo „El Loco“ Bielsa eilt aber der Ruf eines Trainers voraus, der seine Spieler bis an ihre Grenzen belastet. Genau dort erkennt sich Lukas Kwasniok wieder: Er erwartet stringent offensives Denken sowie ein ebenso rigoroses Verhalten gegen den Ball mit schnellem Zustellen, aggressivem Anlaufen, konsequentem Abfangen von Pässen und permanentem Druck auf den Gegner. Seine Mannschaft setzte dies zum Saisonstart beeindruckend um, trug die taktischen Ideen auf den Platz und legte sich mit Gegnern innerhalb und außerhalb der eigenen Gewichtsklasse an, übertölpelte Mainz, führte Freiburg phasenweise vor, ließ sich in Wolfsburg nicht unterkriegen und fertigte Mitaufsteiger HSV ab. Dadurch fraß sich das Team ein Punktepolster an, das die Geißböcke trotz Verletzungsmisere in der Innenverteidigung und anhaltender Anfälligkeit bei defensiven Standards relativ entspannt über den Winter bringt.

Ein weiterer Grundsatz, der Bielsa und Kwasniok verbindet, lautet: Der Mannschaftserfolg steht über allem, für Allüren bleibt kein Platz, es zählen ausschließlich Leistung und die Idee, die sich Trainerteam und Staff in den Kopf gesetzt haben. Besonders deutlich wird das am Umgang mit Spielern wie Linton Maina, dem vor dieser Saison viele eine zentrale Rolle im Offensivspiel zugetraut hatten, den Kwasniok aber phasenweise zugunsten von Konkurrenten außen vor ließ und im Auswärtsspiel in Wolfsburg Anfang September sogar komplett aus dem Aufgebot strich.

Erfolg ohne Kuschelkurs

Wo Marcelo Bielsa an der Seitenlinie steht, stellt er Abläufe, Trainingsinhalte und die Spielidee radikal um und nimmt bewusst in Kauf, dass schnelle Erfolge ausbleiben und Reibungen unvermeidlich sind. Zugleich hält er kompromisslos an seinen Prinzipien fest: Bei Lazio Rom kündigte er den gerade erst angetretenen Job nach zwei Tagen, weil zugesagte Transfers ausblieben, in Marseille verschliss er innerhalb einer Saison mehrere Übersetzer und packte nach nur einem Jahr wieder die Koffer, in Lille war nach wenigen Monaten und 14 Pflichtspielen Schluss.

Auch Kwasniok scheut nicht davor zurück, anzuecken und angreifbar zu sein. Beim FC etwa attestierte er vor Saisonbeginn öffentlich einigen Spielern des Kaders fehlende Bundesligatauglichkeit und sendete damit ein unmissverständliches Signal an die eigene Kabine. Noch in Paderborn hatte er obendrein seinem Unmut freien Lauf gelassen, als ihm die Führungsetage einen Wechsel zum HSV als potenzieller Nachfolger für Steffen Baumgart verwehrte.

Von Dogmatikern und Tüftlern

So sehr sich beide in Intensität und Anspruch ähneln, offenbaren sich in einem Punkt wesentlicher Unterschiede. Bielsa gilt als Dogmatiker, der seinen Matchplan nur in geringem Maße an den Gegner oder den Spielstand anpasst, setzt auf wiederkehrende Strukturen und eindeutigen Rollen. So setzt er fast ausnahmslos auf ein offensives 4-3-3 und fährt damit auf der Erfolgsspur mit Uruguay. „La Celeste“ qualifizierte sich letztes Jahr für die Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko und den USA.

Kwasniok hingegen wurde zunächst dafür gelobt, zuletzt aber dafür kritisiert, flexibel umzustellen, gegnerische Taktiken zu spiegeln oder zu konterkarieren und so Mannschaften zu formen, die für den Gegner „eklig” und schwer zu greifen sind. Sinnbildlich dafür steht, dass er in der laufenden Saison nur ein einziges Mal auf eine unveränderte Startelf setzte: Beim Duell mit Bayer Leverkusen vertraute er auf eine Dreierkette mit Martel, Van den Berg und Sebulonsen, auf den Außenbahnen spielten Thielmann und Kaminski, im Zentrum Huseinbasic und Krauss und in der vordersten Linie Waldschmidt, El Mala und Bülter. Während Bielsa seine starre Spielphilosophie nahezu unverrückbar durchzieht, sucht Kwasniok häufiger den Kompromiss zwischen eigener Idee und pragmatischer Anpassung an Liga, Kaderprofil und Tabellenlage.

Die Haltung wahren

Es sind wohl auch die Tugenden Bielsas, die Kwasniok auch in schwierigeren Phasen Zuversicht geben dürften. Der FC‑Coach erlebt in Köln zum ersten Mal eine Phase, in der seine Ideen auf deutlich mehr Widerstände treffen und die Ergebnisse längst nicht mehr so mitlaufen, wie es der couragierte Saisonstart versprochen hatte. Die 1:0-Niederlage gegen die Köpenicker am vergangenen Spieltag markierte einen unversöhnlichen Jahresabschluss für die Domstädter, die mit einem spürbaren Gefühl der Unzufriedenheit ins neue Jahr gehen.


Pragmatismus vor Attraktivität: Steffen Baumgart lässt bei Union völlig anders spielen als noch beim 1. FC Köln

OF Steffen Baumgart von Union Berlin (Foto: Maja Hitij/Getty Images)
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Pragmatismus vor Attraktivität: Steffen Baumgart lässt bei Union völlig anders spielen als noch beim 1. FC Köln

Mit attraktivem Offensivfußball hat Steffen Baumgart den FC vor einigen Jahren bis nach Europa geführt. In der Krise vor zwei Jahren wollte der Coach aber von diesem Fußball nicht abrücken und musste gehen. In Berlin sieht es jetzt ganz anders aus: Baumgarts Union spielt völlig anders als Baumgarts 1. FC Köln.

Zur Winterpause vor zwei Jahren ist Steffen Baumgart als Trainer der Geißböcke entlassen worden – auch, weil er nicht von seinem Spielstil abweichen wollte. Jetzt lässt der Coach jedoch deutlich defensiver spielen: Baumgarts Union spielt völlig anders als Baumgarts 1. FC Köln.

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Am Samstag ist Steffen Baumgarts letztes Spiel als Trainer des 1. FC Köln auf den Tag genau zwei Jahre her. Damals verlor der FC in einem Kellerduell mit 0:2 bei Union Berlin. Die Geißböcke standen mit nur zehn Punkten aus 16 Spielen zur Winterpause auf Platz 17 und der Glaube an die Wende mit Baumgart als Trainer war zumindest bei den Kölner Verantwortlichen verloren. Einen Tag nach der Partie gab der Verein die Trennung bekannt. Jetzt kehrt der Coach auf den Tag genau zwei Jahre später erneut an seine alte Wirkungsstätte zurück – passenderweise als Trainer von Union Berlin, also genau der Verein, durch den er zwei Jahre zuvor seinen Job in Köln verloren hatte. Aber neben dem Fakt, dass Steffen Baumgart nun bei den Köpenickern auf der Bank sitzt, hat sich seitdem noch eine weitere Sache grundlegend verändert.

Offensiver Fußball zu Kölner Zeiten

Denn als FC-Coach stand Baumgart für einen klaren Spielstil. Seine Mannschaft sollte früh pressen und hoch stehen, um dadurch frühe Ballgewinne zu erzielen und dem Gegner keinen Raum zu lassen. Dabei zeichnete sich seine Mannschaft durch eine hohe Intensität aus. Sobald der Ball gewonnen wurde, ging es schnell über die Flügel nach vorne. Insgesamt war Baumgarts Fußball ein offensiver Ansatz, der – wenn er funktionierte – viel Unterhaltung bot und den Kölner Fans viel Freude bereitete. So führte der Coach seine Mannschaft in der Saison 2021/22 bis in die Conference League.

Als der Spielstil 2023/24 aber nicht mehr so gut funktionierte, war Baumgart nicht bereit, von diesem abzurücken. Der Trainer wollte trotz des Abstiegskampfes weiter offensiven Fußball sehen. Das ging allerdings immer wieder schief. Das Pressing griff nicht mehr wie zuvor und seiner Mannschaft fehlte das Selbstvertrauen und die Qualität, um den intensiven Fußball durchzuziehen, den ihr Coach forderte. Baumgart war jedoch nicht bereits, sich anzupassen und defensiver spielen zu lassen. Das war einer der Gründe, warum der Trainer letztendlich entlassen wurde. Die Verantwortlichen trauten ihm mit seinem Spielstil die Wende nicht mehr zu. Bei Union Berlin wiederum sieht es heute ganz anders aus.

Neuer Fokus auf die Defensive

Denn Baumgart beharrt nicht mehr darauf, offensiven Fußball mit hohen Pressing spielen zu lassen. Im Gegenteil: Seine Mannschaft steht im Ligavergleich mit am Defensivsten. So agieren die Berliner aus einer kompakten Verteidigung und versuchen zu kontern. Ideen mit dem Ball gibt es eher nicht. So hat Union mit gerade mal im Durchschnitt 39 Prozent den geringsten Ballbesitz der gesamten Liga. Der 1. FC Heidenheim, in dieser Kategorie auf Rang 17, kommt bereits auf 44 Prozent. Außerdem haben die Köpenicker die schlechteste Passquote aller Teams. Gerade mal 74,2 Prozent der Zuspiele finden ihren Adressaten. Ein Beleg dafür, wie vertikal die Hauptstädter spielen.

Im Vergleich zu seiner Zeit in Köln ist es für Steffen Baumgart fast schon eine 180-Grad-Wendung. Defensive statt Offensive, Pragmatismus vor Attraktivität scheint das neue Motto des Trainers zu sein. Anscheinend hat der Coach aus seinen Stationen beim FC und in der zweiten Liga beim HSV, wo er vergangene Saison in der Hinrunde entlassen wurde, gelernt und ist nun bereit, sich für den Erfolg anzupassen. So passt der Stil viel besser zur Mannschaft von Union Berlin als seine frühere Spielidee. Ob sie aber auch reicht, um an alter Wirkungsstätte erfolgreich zu sein, genau zwei Jahre nach seiner Entlassung, wird sich erst am Samstagnachmittag zeigen. Dann wird Baumgart hoffen, dass sich der FC an der Berliner Defensive die Zähne ausbeißt.


Steffen Baumgart wird neuer Trainer bei Union Berlin – Prtajin-Wechsel damit geplatzt?

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Steffen Baumgart wird neuer Trainer bei Union Berlin – Prtajin-Wechsel damit geplatzt?

Es hatte sich nach dem Trainer-Aus von Bo Svensson in der vergangenen Woche bereits angedeutet. Am Montagmittag gaben die Eisernen nun ihren neuen Cheftrainer offiziell bekannt. Ex-Trainer des 1. FC Köln Steffen Baumgart wird neuer Coach bei Union Berlin. Ist der Prtajin-Wechsel für den FC geplatzt?

Der zuletzt beim HSV entlassene Trainer Steffen Baumgart kehrt nach 20 Jahren zurück zu dem Verein, bei dem er bereits als aktiver Spieler erfolgreich war. Ex-Trainer des 1. FC Köln Steffen Baumgart wird neuer Coach bei Union Berlin. Ist der Prtajin-Wechsel für den FC geplatzt?

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Nun ist es nach allen Spekulationen offiziell. Steffen Baumgart wird neuer Trainer bei Union Berlin. Das gab der Verein am Montagmittag bekannt. Baumgart kehrt nun nach 20 Jahren zum Hauptstadtclub zurück. Der 52-Jährige wechselte in seiner aktiven Zeit als Spieler zur Saison 2002/03 von Hansa Rostock zu den Eisernen und blieb bis 2004/05. Für Union bestritt der gebürtige Rostocker 68 Spiele, schoss 22 Tore und lieferte acht Vorlagen. Der Rostocker bezeichnete Union als Heimatclub. Und nicht nur die Vergangenheit verbindet Baumgart mit dem Verein. Auch die Beziehung zum aktuellen Geschäftsführers der 1. FC Union Berlin Horst Heldt begünstigte wohl den Wechsel. So war es Heldt, der bereits zu seiner Zeit beim 1. FC Köln dafür sorgte, dass Baumgart den Trainerposten bei den Geißböcken bekam, indem er die Verhandlungen vorangetrieben hatte. Den Amtsantritt des Cheftrainers erlebte Heldt nicht mehr – zuvor war er im Sommer 2021 entlassen worden.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

„Ich freue mich sehr auf die Rückkehr in die Bundesliga und zu Union“

Nun kreuzen sich die Wege von Heldt und Baumgart erneut. Nach der Trainerentlassung von Bo Svensson wurde der einstige Trainer des FC bereits früh als möglicher Nachfolger gehandelt. „Wir haben uns für Steffen Baumgart entschieden, weil wir überzeugt davon sind, dass er der richtige Trainertyp für uns ist. Seine Art, eine Mannschaft zu führen, Spieler zu fördern und zu fordern, war ein wichtiger Aspekt unserer Entscheidung. Hinzu kommt, dass er Bundesligaerfahrung mitbringt und Union bestens kennt“, erklärt Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball Männer des 1. FC Union Berlin, die Entscheidung auf der Vereinsseite. „Er ist ein Trainer, der keine lange Anlaufzeit braucht und einer Mannschaft schnell eine klare Ausrichtung geben kann. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm und unserem neu formierten Trainerteam und bin überzeugt, dass wir gemeinsam erfolgreich sein werden.“

Und auch Baumgart scheint glücklich mit seiner Rückkehr zu seinem Herzensverein. „Ich freue mich sehr auf die Rückkehr in die Bundesliga und zu Union. Es ist sicher ein Vorteil, den Verein und viele Menschen hier gut zu kennen. Wir haben keine lange Vorbereitungszeit und werden mit den Spielern intensiv arbeiten, um für die vor uns liegenden Aufgaben gewappnet zu sein. Union bietet sehr gute Voraussetzungen, um erfolgreich sein zu können. Diese möchte ich gemeinsam mit dem Trainerteam, den Betreuern und der Mannschaft bestmöglich nutzen“, so Steffen Baumgart zu seiner Rückkehr nach Köpenick. Zum Trainerteam werden auch die bereits beim FC an Baumgarts Seite stehenden Co-Trainer René Wagner und Kevin McKenna gehören, die auch beim HSV Assistenten des Coaches gewesen sind.

Wie geht es weiter mit Ivan Prtajin?

Vorbereitungszeit bleibt dem 52-Jährigen tatsächlich nicht viel. Bereits am Donnerstag, den 2. Januar, beginnt das Training an der Alten Försterei, bevor am Sonntag, den 5. Januar, das erste Testspiel ansteht. Aus Kölner Sicht ist aber eine ganz andere Personalie interessant: Stürmer Ivan Prtajin. Der Angreifer steht bekanntlich auf der Wunschliste der Kölner. Die Verhandlungen sollen angeblich fortgeschritteng gewesen sein. Prtajin wollte den Verein verlassen, soll den FC favorisieren. Doch schon mit dem Aus von Bo Svensson wurde über einen Verbleib des Angreifers in Berlin spekuliert. Sportchef Horst Heldt wollte sich dem Vernehmen nach die Meinung des neuen Trainers einholen. Und die dürfte bei Steffen Baumgart eine große sein. Zumindest soll sich der Trainer schon zu seiner Zeit beim FC für den wuchtigen Stürmer interessiert haben. Zumal Prtajin auch zu Baumgarts Vorstellung eines Zielstürmers passt.

Wie groß die Hoffnung der Kölner noch sein darf, ist offen. Allerdings werden sich die Chancen der Geißböcke nicht verbessert haben. Im Gegenteil: Es deutet viel darauf hin, dass Christian Keller nun einen Plan B aus der Tasche zaubern muss.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Veränderungen im Spiel des FC?

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Ex-Trainer des 1. FC Köln: Die besten Sprüche von Steffen Baumgart

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Ex-Trainer des 1. FC Köln: Die besten Sprüche von Steffen Baumgart

Innerhalb weniger Monate hatte es Steffen Baumgart beim 1. FC Köln zum Kulttrainer geschafft. Auch Dank seiner markigen Aussagen. In der vergangenen Woche nahm der Coach seinen Hut. Bleiben werden die besten Sprüche von Steffen Baumgart.

Dass der 1. FC Köln mit Steffen Baumgart einen besonders emotionalen Trainer verpflichten würde, hatte vor zweieinhalb Jahren nicht wirklich überrascht. Dass es der Trainer innerhalb weniger Monate aber zu einer Kultfigur rund um das Geißbockheim schaffen würde, damit hatten nach der schweren Saison zuvor wohl nur wenige gerechnet. Neben dem sportlichen Erfolg sorgte der Kölner Coach vor allem mit seinen launigen und markigen Aussagen immer wieder für Unterhaltung. Vergangene Woche trennten sich nach der anhaltenden Krisen die Wege des Trainers und vom 1. FC Köln. Nach zweieinhalb Jahren kehrte der Coach dem FC den Rücken. Ob kleiner Gemeinheiten gegen die Konkurrenz, Schlagfertigkeit gegenüber der Presse oder den Spielern – das sind die besten Sprüche von Steffen Baumgart.

Ich würde es nicht auf Glück oder Pech schieben, aber Glück haben wir aktuell auf keinen Fall, dafür aber eine ganze Menge Pech.“

Nach der sieg- und torlos-Serie im Spätsommer
Foto: Getty Images/Leon Kuegeler

Der hätte mich am liebsten im bayerischen Wald verbuddelt. “

Nach der Nichtberücksichtigung von Eric Martel

Man wechselt die Frau öfter als den Verein.“

Bei seiner Vorstellung in Hamburg

Ich komme nicht und erfinde den Fußball neu. Aber hier sind die Ränge immer voll, die Stimmung am besten. Da würde ich mich schwer tun, hinten den Bus vors Tor zu stellen.“

Zum Amtsantritt 2021

Ein Training ist ja nicht mit einem Spiel vergleichbar. Aber er läuft jetzt wieder normal und nicht mehr wie sein eigener Großvater.“

Über Anthony Modeste nach Verletzung

 Ein Spiel ist erst vorbei, wenn der Schiedsrichter pfeift und ich nicht mehr brülle.“

Fußball-Spruch des Jahres 2021

Wir sind auf einem sehr guten Weg, wir machen noch Fehler und die werden wir auch weiter machen – aber insgesamt sehen Sie mich lächeln….. innerlich.“

Mit ernster Miene

In Leverkusen hätten wir auch ein Heimspiel. Ich hatte auch am Sonntag nicht das Gefühl, dass Leverkusen gegen Bayern ein Heimspiel hatte.“

Vor dem Duell in Leverkusen

Wenn es jucktkratz.“

Auf die Frage, ob es ihn jucken würde, gegen die Bayern, erstmals zu gewinnen

Wenn sie Blumen mitbringen, sind hoffentlich nicht noch die Töpfe dran.“

Auf die Frage nach den Fans bei der Mitgliederversammlung

Wenn sie schönen Fußball sehen wollen, können sie nach Leverkusen gehen. Wenn man noch schöneren Fußball mit mehr Emotionen und auch in einem vollen Stadion sehen möchte, wofür sie die Fans nicht aufrufen müssen zu kommen, dann kommen sie zu uns. Es gibt einen großen Verein und es gibt einen nicht so großen Verein. Ich glaube, wir sind der Größere, auch wenn es sportlich vielleicht anders erscheint. Nochmal: Der FC steht in dieser Region über allem. Da kannst du 20-mal den UEFA-Cup holen oder Vizemeister werden, das ist scheißegal!“

Auf eine Social-Media-Spitze von Leverkusen

Im Sommer. Wir rechnen jedes Jahr damit. In Köln rechnen wir immer sehr hoch.“

Auf die Frage, wann der FC mal wieder Meister werden könne

Steffen Baumgart kam 2021 vom SC Paderborn zum 1. FC Köln. Der 52-Jährige wurde in Rostock geboren. Er spielte in seiner aktiven Karriere unter anderem für Hansa Rostock, den VfL Wolfsburg, Energie Cottbus und Union Berlin. Als Trainer war er vor allem beim SC Paderborn sehr erfolgreich. Nach zweieinhalb Jahren endete im Dezember 2023 die Zusammenarbeit zwischen Baumgart und dem 1. FC Köln. Nun ist der 52-Jährige Trainer des Hamburger SV.

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Kader-Analyse in Köln: So fällt die bisherige Transferbilanz des FC aus

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Kader-Analyse in Köln: So fällt die bisherige Transferbilanz des FC aus

Sechs Spieler hat der 1. FC Köln in diesem Sommer bislang verpflichtet und zumindest personell die bisherigen Abgänge kompensiert. Für einige Transfers ist die Kölner Führung jedoch kritisiert worden.

Unmittelbar nachdem der internationale Sportgerichtshof die Transfersperre gegen den 1. FC Köln ausgesetzt hat, haben die Geißböcke einen Schnellstart auf dem Transfermarkt hingelegt. Mit Leart Paqarada, Jonas Nickisch, Jacob Christensen und Luca Waldschmidt hatten die Kölner schon Mitte Juni vier Neuzugänge präsentiert. In der vergangenen Woche folgten dann Philipp Pentke und Rasmus Carstensen, um die letzten beiden vakanten Positionen ausfüllen. Doch gerade über die jüngsten Transfers wurde in den Sozialen Medien viel diskutiert. Zehn Spieler haben die Kölner mittlerweile abgegeben. So fällt die bisherige Transferbilanz des FC aus.

Die Ausgangslage hätte für die Kölner Verantwortlichen in Sachen Transfermarkt wohl kaum schlechter sein können. Mit Jonas Hector und Ellyes Skhiri kündigten noch in der vergangenen Spielzeit zwei Leistungsträger frühzeitig ihren Abschied von den Geißböcken an. Leistungsträger, die sowohl sportlich als auch vom Standing innerhalb der Mannschaft für einen Klub wie den FC einfach nicht zu ersetzen sind. Seit seinem Amtsantritt betonte Sportdirektor Christian Keller gleich mehrfach, dass der FC eben nicht ins höchste Regalfach des Transfer-Shops würde greifen könne. Zumindest für einen adäquaten Skhiri-eins-zu-eins-Ersatz ist das oberste Regalfach aber genau das richtige. Dennoch ist die Erwartungshaltung der Kölner Anhänger eine große, zumal die Kölner Verantwortlichen diese auch unterstützten, in dem sie einen routinierten Sechser in Aussicht stellten. Parallel zu den drohenden Abschieden verhängte die Fifa ihre Transfersperre gegen den FC. Ob berechtigt oder nicht, die Kölner, die zu diesem Zeitpunkt schon einige Gespräche geführt hatten, wurden mehr als unsanft ausgebremst. Ob neben dem Hollerbach-Deal weitere Transfers platzten, ist nicht bekannt.

Paqarada und Waldschmidt können kurzfristig helfen

Dennoch verpflichteten die Geißböcke vier Spieler noch im Juni, zwei weitere folgten sechs Wochen später im August. Der FC hat dadurch die Lücken geschlossen, die der Klub selbst ausgemacht hat und die die Abgänge von Timo Horn, Jonas Urbig, Kingsley Schindler, Ondrej Duda und eben Skhiri sowie Hector gerissen haben. Einzig auf der Position des Außenbahnspielers sehen die Kölner noch Bedarf, ein Transfer sei aber kein Muss, betonte Christian Keller zuletzt. Zumindest personell hat der FC die Abgänge also kompensiert. Ein sportlicher Aderlass ist jedoch nicht von der Hand zu weisen. Die Qualitäten eines Ellyes Skhiri hat Jacob Christensen nicht. Muss er aber vielleicht auch nicht. Der junge Däne ist ein anderer Spielertyp, soll laut den Kölner Verantwortlichen Skhiri gar nicht Eins-zu-eins ersetzen und dem 22-Jährigen wird ein hohes Potenzial nachgesagt. Vorerst werden wohl Dejan Ljubicic, Mathias Olesen oder Denis Huseinbasic, wie in der Generalprobe gegen Nantes, neben Eric Martel spielen. Mittelfristig soll der Neuzugang in eine ähnliche Rolle hineinwachsen.

Kurzfristige Hilfe versprechen Leart Paqarada und Luca Waldschmidt. Paqarada wird Jonas Hector ebenfalls nicht ersetzen können. Der Linksverteidiger spielte eine überragende Zweitliga-Saison, überzeugte in nahezu allen relevanten Statistiken. Auch er weiß, dass in der Bundesliga eine andere Luft weht. Und: Paqarada ist ein anderer Verteidiger-Typ als Hector, deutlich offensiver ausgerichtet und zuletzt in einer Dreierkette beheimatet. Der Offensivdrang dürfte dem Kölner Spiel entgegen kommen, allerdings birgt er Gefahren im Umschaltspiel. Mit Luca Waldschmidt ist den Kölnern ein Transfercoup gelungen – zumindest ist der Eindruck nach den Testspielen mehr als nur vielversprechend. Waldschmidt belebt die Offensive, harmoniert mit Davie Selke und Mark Uth und ist selbst torgefährlich. An dem Offensivspieler führt aktuell kein Weg vorbei. Alleine durch den ehemaligen Nationalspieler ist die Qualität in der Offensive um ein Vielfaches gestiegen.

Carstensen überzeugt bislang

Mit Jonas Nickisch und Philipp Pentke haben die Kölner zudem zwei Torhüter verpflichtet, die am Ende der Saison nach aller Regel kein Pflichtspiel bei den Profis absolviert haben. Das ist zumindest der Plan. Nickisch soll sich entwickeln, Pentke den Platz auf der Bank einnehmen. Gerade über Pentke wurde viel diskutiert. Tatsache ist: Der Keeper hat seine Sache im Testspiel gegen Ajax gut gemacht. Dennoch ist seine Rolle klar definiert. Auch über Rasmus Carstensen wurde vor dem Transfer viel diskutiert. Der Däne hatte bei Genk so gut wie gar nicht gespielt, allerdings auch starke Konkurrenz vor der Nase. Die Skepsis hat sich bereits nach den ersten Eindrücken gelegt. Nun wird dem 22-Jährigen sogar zugetraut, Benno Schmitz schon bald zu beerben. Carstensen agiert deutlich offensiver als Schmitz, ist extrem schnell und sorgt über die Außen in der Offensive für Gefahr. Das Potenzial zur Startelf hat auch er. Das zeigen auch die Zahlen der Datenscouts von Global Soccer Network, die Carstensen schon jetzt vor Schmitz einordnen und dem Dänen eine Entwicklung zur internationalen Klasse prognostizieren – genauso wie seinem Landsmann Christensen.

Wenige Ausgaben, aber der Kaderwert des FC ist deutlich gesunken

Abgesehen von den 2,5 Millionen Euro, die der FC für Jeff Chabot überwiesen hat, haben die Kölner Verantwortlichen keine Ablöse für die Neuverpflichtungen bezahlt. Die Leihen von Luca Waldschmidt und Rasmus Carstensen könnten einen Kauf mit sich ziehen. Die Kaufoption von Waldschmidt würde den FC vier Millionen Euro kosten, die von Carstensen dem Vernehmen nach 1,5 Millionen Euro. Etwa die gleiche Summe gaben die Kölner im vergangenen Sommer für die sieben damaligen Neuzugänge aus, exklusive der 2 Millionen Euro, die der FC für Luca Kilian als Kaufoption bezahlt hat. Mit Linton Maina und Eric Martel haben sich damals zwei Akteure zu Stammspielern entwickelt. Mit Waldschmidt und Paqarada wären es aktuell ebenfalls zwei. Wirtschaftlich ist der FC also kein großes Risiko eingegangen und scheint einen weiteren Schritt Richtung Entwicklungsklub zu gehen.

Das Online-Portal Gool.ai berechnet die Marktwerte der sechs Neuzugänge auf aktuell rund neun Millionen Euro (alleine durch den Wechsel zum FC dürften sie je nach Spieler noch steigen). Das Portal bewertet die Spieler einzig nach ihren Leistungsparametern und vergleicht sie mit rund 90.000 Fußballprofis. Der Marktwert ist also rein objektiv und wird nach jedem Spiel aktualisiert. Die KI hinter dem Portal berechnet auch eine mögliche Entwicklung. Bei den beiden Dänen sieht Gool.ai ein großes Entwicklungspotenzial. So liegt der Marktwert von Carstensen aktuell bei 1.25 Millionen Euro, laut Prognose wird er sich bis zum kommenden Sommer verdoppeln. Der von Christensen liegt bei rund einer Millionen, hier berechnet die KI den dreifachen Wert. Die Kaufoption für Carstensen würde demnach also Sinn machen. Insgesamt hat der Kader allerdings an Wert verloren. Aktuell liegt der Kaderwert der Kölner laut des Portals bei rund 70 Millionen, zum Ende der vergangenen Saison lag er noch bei nahezu 90 Millionen Euro.

Muss der FC noch einmal nachbessern?

Neben den festen Abgängen hat der FC mittlerweile vier Spieler verliehen. Spieler, von denen sich der FC mittelfristig viel verspricht. Die Spieler sollen sich in ihrem neuen Klub durchsetzen, viel spielen und definitiv weiterentwickeln – sportlich, aber auch wirtschaftlich. Möglicherweise wird der FC noch weitere Spieler verleihen. Ob die Kölner auf dem Transfermarkt noch einmal nachlegen, hängt auch von weiteren Abgängen ab. So deutet sich ein Abschied von Nikola Soldo an. Der Innenverteidiger kommt beim FC auf keinen grünen Zweig. Sollte der junge Kroate den FC wirklich verlassen, brauchen die Geißböcke einen weiteren Innenverteidiger. Denn auch Luca Kilian kommt bislang nicht so recht in Fahrt und Elia Bakatukanda ist noch nicht so weit. Ähnlich würde es sich aber auch bei einem Abgang von Kristian Pedersen verhalten. Die offensive Außenbahn ist als mögliche Stellschraube von den Verantwortlichen bereits benannt. Zudem werden die Kölner Verantwortlichen die Transfersperre weiter im Kopf haben. Je nach Ausgang der Verhandlung im Spätsommer, wird der FC seinen Kader im Winter nicht nachbessern können. Nun haben die Geißböcke noch drei Wochen bis zum Deadline Day Zeit.

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Das sagt Christian Keller zu Pentke, Carstensen und Pedersen

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Das sagt Christian Keller zu Pentke, Carstensen und Pedersen

Am Dienstagmorgen hat der FC die Verpflichtung von Philipp Pentke bekannt gegeben. Am Rande des Trainings äußerte sich der Sportdirektor Christian Keller zu der neuen Nummer zwei, aber auch zu Rasmus Carstensen und Kristian Pedersen.

Die Meldung von der Verpflichtung von Philipp Pentke als neue Nummer zwei kam nicht mehr überraschend. Lange hatten die Kölner vergeblich nach einem Ersatz für Timo Horn gesucht. Am Rande des Trainings am Dienstag sprach Keller über die Neuverpflichtung. Und noch mehr: Das sagt Christian Keller zu Pentke, Carstensen und Pedersen.

Bild: Herbert Bucco

Die Verpflichtung von Philipp Pentke kam für die Fans nicht mehr überraschend. Zu schwer hatten sich die Kölner Verantwortlichen die Suche nach einer neuen Nummer zwei gemacht. „Wir wussten, dass die Nummer zwei vakant ist, ab dem Moment, in dem uns Timo gesagt hat, dass er wieder spielen will und nach einer Einserposition strebt, die wir ihm nicht geben konnten. Dann hatten wir die Phase der Transfersperre, in der wir auch absehen mussten, wie es mit Jonas weitergeht“, erklärte Christian Keller am Dienstag. „Nachdem diese aufgehoben war, war uns klar, dass diese strategische Kaderplanung nochmal höher zu bewerten ist, wie eine kurzfristige Sicht. Wir wollten Jonas weiterfordern und fördern und haben ihn verliehen. Erst ab da konnten wir verbindliche Gespräche führen. Das haben wir getan“, so der Sportdirektor weiter. „Da waren Kandidaten dabei, von denen wir der Meinung waren, die seien nicht passfähig. Da waren aber auch Kandidaten dabei, die sich mit unserem Szenario nicht anfreunden wollten.“

So sagte unter anderem Tomas Vaclik den Kölnern ab, der vom Anforderungsprofil gepasst hätte. Der tschechische Nationalkeeper konnte sich aber offenbar nicht mit der Position der Nummer zwei anfreunden. Vielleicht auch, weil er noch mit der Teilnahme an der EM 2024 liebäugelt. So fiel die Wahl nun doch auf den Keeper, der zuletzt auch am Trainingslager teilgenommen hatte. „Wir haben am Anfang nicht zwingend an den Philipp Pentke gedacht. Da haben wir uns andere Spieler angeschaut“, so der Sportdirektor. „Wir waren aber nach den Trainingseindrücken, die der Philipp hinterlassen hat, der Meinung, dass wie keine weiteren Spieler mehr angucken müssen, weil er es einfach so gut gemacht hat. Es war schon ein Gedanke, ob ein 38-Jähriger diese Trainingsintensität gehen kann, die wir gehen möchte. Das kann er.“ Am Sonntag habe Keller dann das Gespräch mit Pentke gesucht.

Keller bestätigt Carstensen-Kontakt

Auch auf der Position des Rechtsverteidigers will der FC bekanntlich nochmal nachlegen. Der Sportdirektor bestätigte, dass es – wie berichtet – Gespräche mit Rasmus Carstensen gäbe. „Das ist ein Spieler, mit dem wir uns beschäftigen. Wir sind von einer Unterschrift aber noch ein stückweit entfernt“, so Keller. „Das ist aber nicht der einzige, mit dem wir uns beschäftigen. Zu so einer Unterschrift gehören, wenn der Spieler noch unter Vertrag steht, am Ende drei Parteien.“ Dennoch scheint es schon bald eine Lösung auf der vakanten Position zu geben. „Ich gehe davon aus, dass wir uns bei dem Rechtsverteidiger auf die Zielgerade bewegen können.“

Wird es weitere Transfers beim FC geben?

Ob der FC darüber hinaus einen weiteren Transfer tätigen will, ließ der Sportdirektor offen. „Ich will nicht ausschließen, dass jetzt gar nichts mehr passiert. Aber wir wissen ja, wie es läuft. Jetzt werden die Plätze vergeben werden und dann denkt der ein oder andere nochmal nach“, sagte Keller. „Vielleicht gibt es einen Spieler, der sich in der Pole Position sieht und merkt, er ist vielleicht doch nicht mehr in der Pole Position.“ Wie schon in der vergangenen Saison sind die Kölner Verantwortlichen in diesem Fall bereit zu Gesprächen. „Dann kann es vielleicht zu einem Abgang kommen, den wir momentan nicht sehen. Stand jetzt werden wir keinen Spieler abgeben.“ So waren zuletzt Gerüchte um Kristian Pedersen aufgetaucht. „Ich wunder mich, dass in Wales jemand erzählt, ein Spieler kommt zum Medizincheck, obwohl es noch nicht einmal einen Kontakt mit uns gegeben hat“, so Keller. „Ich kann aber auch nicht ausschließen, dass sich der betreffende Klub bei mir meldet. Vielleicht haben sie gedacht, die würden ihn verpflichten und haben es nicht geschafft, mich anzurufen.“

Pedersen kam in der vergangenen Saison nicht über die Rolle des Jokers hinter Jonas Hector hinaus. „Es war klar anmoderiert, dass er einen Spieler vor sich hat, der kaum zu verdrängen ist. Er wusste, dass die Spielzeit überschaubar ist. Er hat, wenn er reinkam, seine Aufgabe solide erfüllt und hat die Chance, sich in einem Dreikampf, den ich momentan sehe, durchzusetzen. Ob er das hinkriegt, wird er zeigen“, so Keller. Nach wie vor schaut sich der FC aber auch nach einem Offensivspieler um, allerdings nicht mit höchster Priorität. „Ich habe ja schon mal gesagt, dass ein Spieler für rechts oder links vorne mit viel Geschwindigkeit und viel Tiefgang keine schlechte Ergänzung für den Kader wäre, ohne dass wir ihn unbedingt bräuchten“, so Keller. „Man kann aber auch nicht ausschließen, dass dir eine Option vor die Füße fällt, von der du gedacht hast, dass sie eigentlich nicht realisierbar ist.“

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Ist Transfer-Kritik angebracht beim 1. FC Köln? Eine kommentierende Analyse

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Ist Transfer-Kritik angebracht beim 1. FC Köln? Eine kommentierende Analyse

Noch im Juni kündigte Christian Keller einige wichtige Transfers an. Nun schlägt der Sportdirektor in Teilen einen anderen Ton an. Zumindest in der Wahrnehmung gibt es eine gewisse Diskrepanz.

Im Anschluss an die Trainingseinheit am Montag erklärte FC-Sportdirektor Christian Keller, auf welchen Positionen der FC noch nachbessern möchte. Köln wird keinen gestandenen Sechser verpflichten und auch auf der offensiven Außenbahn nur eventuell noch einmal tätig werden. Diese Aussagen führten bei vielen Fans zu Irritationen. Eine kommentierende Analyse: Ist Transfer-Kritik angebracht?

Die Bilanz der Zugänge beim 1. FC Köln konnte sich Mitte Juni wahrlich sehen lassen. Mir Leart Paqarada haben die Kölner laut Trainer Steffen Baumgart den besten Linksverteidiger der 2. Bundesliga verpflichtet, mit Luca Waldschmidt einen ehemaligen Nationalspieler und mit Jacob Christensen einen vielversprechenden Youngster, dem ein großes Potenzial und das Interesse europäischer Topklubs nachgesagt werden. Dazu kommt mit Jonas Nickisch noch ein talentierter Torhüter, der den Kader erweitert. Christian Keller hatte zuvor die Suche nach den Transfers definiert. Unter anderem wolle man versuchen, für die Sechs „einen Spieler zu holen, der direkt gutes Bundesliga-Niveau spielen kann“, sagte der Sportdirektor damals dem „Express“. Daran arbeite man. Zudem suche der FC einen zweiten Torwart und einen Rechtsverteidiger. „Dazu in der Offensive sicherlich noch einen Spieler, der im Idealfall als zweite Spitze und Zehner spielen kann, sowie eine Alternative für die offensive Außenbahn.“

Vier Wochen später ist der Motor deutlich ins Stocken geraten und zwischen den damaligen Worten und den aktuellen liegt eine gewisse Diskrepanz. So betonte Keller am vergangenen Montag, man werde keinen weiteren Sechser verpflichten und auch auf der offensiven Außenbahn ist ein Neuzugang kein Muss mehr. Die Suche nach einem Rechtsverteidiger und einem zweiten Torhüter steht noch auf der Agenda, gestaltet sich aber schwierig. Beide Transfers sind für die Breite des Kaders, nicht zur Qualitäts-Steigerung der Stammelf gedacht. Ist diese trotz der Abgänge von Jonas Hector und Ellyes Skhiri also bundesligatauglich? Wie groß die Diskrepanz zwischen Kellers Aussagen wirklich ist, ist sicherlich Auslegungssache. Es ranken sich jedenfalls zahlreiche Spekulationen um den stotternden Transfermotor – irgendwo zwischen einem wilden Gepokere und enttäuschenden Absagen.

Christensen bringt bereits viel Erfahrung mit

Fakt ist: Der FC hat einen namhaften Spieler verpflichtet, „der zweite Spitze oder Zehn spielen kann“. Die Lücke auf der linken Verteidigerposition ist so gut es geht geschlossen, für die Sechs hat man auch einen Spieler verpflichtet. Ob Christensen direkt „gutes Bundesliga-Niveau“ spielen kann, ist offen, vielleicht sogar fraglich. Die Antwort wird es in der Vorbereitung, den Testspielen, möglicherweise auch erst während der Saison geben. Dennoch haben die Kölner zunächst einmal die Lücken geschlossen, die in einer vermeintlichen Startelf entstanden sind. Dass Christensen einen Ellyes Skhiri nicht eins-zu-eins ersetzen wird, steht außer Frage, ist aber auch nicht so vorgesehen und zumindest in der Bundesliga für einen Verein wie den FC nicht machbar. All diejenigen, die sich eine Rückkehr von Jens Castrop oder mehr Einsatzzeit für diverse Youngster wünschen, sollten sich auf der anderen Seite freuen, dass der FC den Schritt mit dem durchaus erfahrenen Christensen geht, ihn entwickeln will, anstatt nur auf Erfahrung ohne Potenzial zu setzen.

Christensen ist längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Der Mittelfeldspieler ist seit fünf Jahren Profi, bestritt in dieser Zeit schon mehr als 150 Pflichtspiele für Nordsjaelland. Sicherlich ist die dänische Liga nicht mit der Bundesliga zu vergleichen, dennoch weist Christensen schon jetzt eine beeindruckende Profi-Erfahrung auf. Die mögliche Doppelsechs mit Eric Martel würde gemeinsam auf rund 250 Profi-Pflichtspiele kommen. Martel hat sich neben Skhiri in der vergangenen Saison zu einem wahren Leistungsträger entwickelt. Das ist auch Christensen durchaus zuzutrauen.

Das große Potenzial sehen auch die Datenexperten von Global Soccer Network. Das Unternehmen analysiert anhand von bis zu 15.000 Daten pro Akteur sowie Algorithmen mehr als 500.000 Fußballspieler weltweit und berät mit dem GSN-Index europäische Spitzenclubs wie Paris St. Germain oder Chelsea bei Transfer-Entscheidungen und Spieler-Beurteilungen. Der Index von Christensen liegt aktuell bei 70.65. Er gehört damit jetzt schon der Kategorie „internationale Klasse“ an. GSN berechnet sogar noch Potenzial. Demnach kann Christensen sogar auf einen Wert von 78.56 kommen. Bei Skhiri liegt das Potenzial bei 73.24, also deutlich niedriger. Für die Doppelsechs zählt Keller mit eben Christensen und Martel sowie Denis Huseinbasic, Dejan Ljubicic und Mathias Olesen insgesamt fünf Akteure für zwei Positionen auf.

Viel Angebot für die Offensivpositionen

Trotz der Absage von Benedict Hollerbach, sieht der FC auch auf der Außenbahn aktuell keinen zwingenden Handlungsbedarf. Sollte sich die Chance bieten, werden die Geißböcke sicherlich zuschlagen. Dass das aber kein Muss ist und der FC ohne Kopfzerbrechen in die neue Saison starten kann, ist anhand der aktuellen Personalsituation nachvollziehbar. Bleibt Baumgart bei der Viererkette und der Doppelsechs, gibt es in der Offensive genau vier „freie“ Plätze. Keller sprach davon, dass er sich gut vorstellen könne, dass Florian Kainz und Luca Waldschmidt gemeinsam auf dem Platz stünden. Tatsächlich hat auch schon Waldschmidt schon auf der rechten Seite gespielt. Dazu kommen noch weitere potenzielle Stammplatz-Akteure wie Mark Uth (wenn er denn rechtzeitig fit wird), Linton Maina, Davie Selke und Dejan Ljubicic.

Auch Jan Thielmann dürfte nach seiner Genesung im Herbst wieder ein potenzieller Kandidat sein. Und Spieler wie Steffen Tigges, aber auch Dimitrios Limnios fehlen in dieser Aufzählung. Wenn man so will, hat der FC durch den zurückkehrenden Uth und die Neuverpflichtung Waldschmidt zwei Offensiv-Optionen dazu bekommen – wenn man Sebastian Andersson mit keiner und Tim Lemperle mit wenig Einsatzzeit ausklammert.

Die Transferphase ist noch sehr jung, es kann noch viel passieren. Natürlich würde ein weiterer schneller Offensivspieler wie Linton Maina dem Team gut tun, es variabler machen, genauso wie ein gestandener Sechser dem FC mehr Stabilität, sicherlich mehr Routine verleiht. Ein breiterer Kader würde vermutlich auch die Kölner Verantwortlichen ruhiger schlafen lassen. Denn Fakt ist, alle Rechnereien, all das Rumgeschiebe geht nur auf, wenn es keine weiteren langfristigen Ausfälle gibt. Das ganze Gebilde kann funktionieren, steht aber auf sehr wackeligen Beinen. Unterm Strich werden die Kölner Verantwortlichen schon genau sondieren, wo sie zuschlagen können, wo sie zuschlagen müssen. Sie haben auch noch sechs Wochen Zeit dazu – der Transfermarkt schließt am 1. September. Und wenn sie es nicht tun, wird das wiederum gute Gründe haben.

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Neuverpflichtungen im Sommer: Das sagt Christian Keller zu möglichen Transfers

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Neuverpflichtungen im Sommer: Das sagt Christian Keller zu möglichen Transfers

Mit der ersten Trainingseinheit vor rund 800 Fans ist der 1. FC Köln in die Saisonvorbereitung gestartet. Im Anschluss an die Einheit äußerte sich Christian Keller zu möglichen Transfers, aber auch zu Mark Uth und Justin Diehl.

Fast zwei Stunden dauerte die erste Einheit, mit der der FC in die Vorbereitung auf die kommende Saison gestartet ist. Zwar fehlten noch einige Spieler, doch die sollen im Laufe der kommenden beiden Wochen ins Training einsteigen. Im Anschluss an die Einheit gab der Sportdirektor Interviews. Das sagt Christian Keller zu möglichen Transfers.

Bild: Herbert Bucco

Nach zwei schweißtreibenden Stunden stand für die Kölner Spieler noch eine besonders lange Extra-Runde am Montagmittag auf dem Programm. Die Kölner Akteure gaben den wartenden Fans bereitwillig Autogramme. Viele Autogramme. Dabei war der Kader alles andere als komplett. Die Nationalspieler greifen erst später ins Training ein, dazu kommen einige verletzte Akteure, die ebenfalls noch nicht dabei sind. Und: die Kölner Verantwortlichen fahnden weiterhin nach Neuzugängen. „Wir suchen nach wie vor einen weiteren Rechtsverteidiger, wir suchen einen zweiten Torhüter um das Torwart-Quartett zu komplettieren und wir suchen noch nach einem Spieler links oder rechts vorne. Wobei das aber am wenigsten relevant ist“, sagte Christian Keller.

Am wenigsten relevant, weil der Sportdirektor sein Team auf der Position eigentlich gut aufgestellt sieht. Und das, obwohl bei den Verhandlungen mit Hollerbach schon früh ziemlich viel klar war. „Wir haben mit Benedict sehr, sehr früh gesprochen. Er hat uns auch sehr, sehr früh ein Commitment abgegeben, aber wir konnten nicht Ja sagen“, so Keller. Denn die – mittlerweile ausgesetzte – Fifa-Sperre machte dem FC einen Strich durch die Rechnung. „Zu dem Zeitpunkt, zu dem er es unbedingt machen wollte, konnten wir leider nicht seine ausgestreckte Hand annehmen.“ Zwar sucht der FC weiterhin nach einem Spieler für diese Position, wirklich dringend scheint der Bedarf aber nicht mehr zu sein. „Mir fallen jede Menge Spieler ein, die die Achterposition, wie wir die Flügelposition bezeichnen, spielen können. Wir haben Flo Kainz, der die Position in der vergangenen Spielzeit lange gespielt hat. Linton Maina kann es spielen, Luca Waldschmidt kann es spielen“, so Keller. „Ich gehe davon aus, dass beide (Kainz und Waldschmidt, Anm. d. Red) gute Chancen haben, gemeinsam auf dem Platz zu stehen.“

FC sucht keinen Sechser mehr

Panik oder Sorge sieht anders aus. „Das gute an der Offensive ist, dass wir mehrere Spieler haben, die auf mehreren Positionen spielen können“, so Keller, der auch klar machte, dass es keine weitere Verpflichtung für das defensive Mittelfeld geben wird. „Wir haben viele Spieler, die im Zentrum spielen können“, so Keller. Neben Eric Martel, Denis Huseinbasic, Dejan Ljubicic und Mathias Olesen, haben die Kölner mit Jacob Christensen einen weiteren vielversprechenden Akteur für das Zentrum verpflichtet. „Das sind fünf Spieler. Ich gehe davon aus, dass zwei von denen auch in der Lage sind, regelmäßig zu spielen.“

Ein gefühlter Neuzugang wird wohl Mark Uth werden. Der Offensivspieler trainierte zwar nach dem gemeinsamen Aufwärmen individuell, doch die Chancen stehen gut, dass Uth noch in der Vorbereitung wieder mit der Mannschaft trainieren wird. „Mark kann sich beschwerdefrei bewegen, kann wieder viel machen. Wir sind in der Aufbauphase. Wir gehen davon aus, dass er nächste Woche wieder das ein oder andere mit der Mannschaft machen kann und spätestens nach dem Trainingslager wieder voll einstiegen wird“, so Keller, vorausgesetzt Uth bleibe beschwerdefrei.

Keller äußerte sich auch noch einmal zu der Causa Justin Diehl, betonte, dass man dem Spieler kein Angebot unterbreitet habe. „Wir haben nach einem gemeinsamen sportlichen Weg gesucht. Justin hat uns leider mitgeteilt, dass er seinen Weg woanders sieht“, so Keller, der noch einmal das große Talent des Spielers hervorhob. „Wir haben aber noch mehr große Talente“, sagte Keller.   

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Pressekonferenz beim 1. FC Köln: Das sagt Steffen Baumgart zur Kadersituation

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Pressekonferenz beim 1. FC Köln: Das sagt Steffen Baumgart zur Kadersituation

Mit den Leistungstests an diesem Wochenende startet der FC in die neue Saison. Am Rande der Diagnostik äußerte sich Steffen Baumgart unter anderem zu seinen Neuzugängen Luca Waldschmidt und Jacob Christensen. Aber auch zur Personalie Kingsley Schindler.

Steffen Baumgart war sichtbar gut gelaunt, als er am Freitagvormittag am Geißbockheim aufschlug. „Meine Akkus sind schon lange wieder aufgeladen. Ich habe einen sehr schönen Urlaub gehabt“, sagte der Kölner Trainer. Während die ersten Spieler bei den Leistungstests schwitzten, äußerte sich der Coach auch zu seinen Neuzugängen. Das sagt Steffen Baumgart zur Kadersituation.

Bild: Herbert Bucco

Vor allem der Abgang von Ellyes Skhiri hat die Fans in den vergangenen Tagen bis Wochen beschäftigt. Für die Sechser-Position haben die Geißböcke Jacob Christensen verpflichtet. „Wir haben ihn ja nicht als Ersatz für Skhiri geholt, wir wollen ihn entwickeln“, sagte der Kölner Coach. „Wir haben Dejan, Denis und Mathias auf der Sechs. Die haben sich alle in der vergangenen Saison entwickelt. Wir sind davon überzeugt, dass die Jungs, die wir geholt haben, uns auf lange Sicht besser machen. Als vor vier Jahren Flaco gekommen ist, haben auch nicht alle ,Hurra‘ geschrien. Viele kannten ihn gar nicht.“ Jetzt ist Skhiri ablösefrei nach Frankfurt gewechselt, der Marktwert wird auf 15 Millionen Euro geschätzt. „Wir freuen uns, dass der Junge hier ist. Aber nicht als Ersatz für Flaco.“

Luca Waldschmidt wird indes keine große Entwicklung mehr durchmachen. Der Angreifer befand sich zuletzt eher auf Formsuche. „Im Fußball gehört es dazu, dass man mal Phasen hat, in denen mal mehr oder weniger spielt. Man muss sich den Kader in Wolfsburg ja nur mal ansehen. Da ist es nicht selbstverständlich, dass du da spielst“, sagt Baumgart, der dem neuen Angreifer aber auch keine Spielgarantie ausstellt. „Luca kommt aber auch nicht nach Köln und sagt, dass er hier automatisch spielt. Hier musst du dir den Platz auch erkämpfen. Mit ihm sind wir breiter aufgestellt und haben in Zukunft variablere Optionen.“ Zumal Baumgart auch mit Mark Uth schon zum Trainingsauftakt am Montag rechnet. „Wir hoffen, dass wir dadurch im zentralen Bereich noch mehr Lösungen haben, weil unser Spiel sehr auf Flanken ausgelegt ist und wir wissen, wo wir uns verbessern müssen, um mehr Torgefahr zu erzeugen.“

Bei den bisherigen Neuzugängen soll es aber nicht bleiben, der FC will noch einmal nachlegen. „Wir wissen auch, auf welchen Positionen wir noch etwas machen wollen. Wie das im Fußball so ist, gibt es da noch einige Dinge, die gelöst werden müssen. Da setzen wir uns aber zeitlich nicht unter Druck“, sagt der Trainer. „Wir sind gut vorbereitet und hoffen, dass uns das gelingt, was wir uns vornehmen. Eine der wichtigsten Personalien ist die Position des zweiten Torhüters, dazu suchen wir noch für die offensiven Außen und die rechte Außenbahn.“ Zumal Kingsley Schindler den FC wohl wie erwartet verlassen wird. „Wir machen keine Türen zu. Aber im Moment sieht es so aus, dass uns King verlassen wird“, so der Trainer. „Wir beschäftigen uns auf der Position aber auch mit anderen Spielern.“ 

So hatten sich die Kölner auch mit Benedict Hollerbach beschäftigt, waren sich dem Vernehmen nach mit dem Spieler so gut wie einig. „Wenn Du mit einem Mal die Chance hast, Champions League zu spielen, dann gehen Leute von heute auf morgen. Er hat sich anders entschieden“, so Baumgart. „Schauen wir mal, ob es für ihn persönlich die richte Entscheidung war.“

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Von der Regionalliga zur U21-EM: Der Aufstieg von Denis Huseinbasic

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Von der Regionalliga zur U21-EM: Der Aufstieg von Denis Huseinbasic

Im vergangenen Sommer spielte er noch das Endspiel im Hessenpokal, jetzt reist er mit der deutschen U21 zur EM: Der rasante Aufstieg von Denis Huseinbasic.

Mit einem verdienten 3:1-Erfolg über die Schweiz neigt sich das Trainingslager der U21 in Südtirol dem Ende zu. Genau drei Wochen nach dem Ende der Bundesliga-Spielzeit ist für Denis Huseinbasic noch keine Sommerpause in Sicht. Vor einem guten Jahr gewann der Mittelfeldspieler den Hessenpokal mit Kickers Offenbach, nun steht der Mittelfeldspieler vor seinem ersten großen Turner. Huseinbasic reist am Sonntag mit der deutschen U21 zur Europameisterschaft nach Rumänien und Georgien. Es ist es eine beeindruckende Entwicklung des Profis des 1. FC Köln: Der rasante Aufstieg von Denis Huseinbasic.

Bild: Herbert Bucco

Den 9. Oktober vergangenen Jahres wird Huseinbasic so schnell wohl nicht vergessen. Nach einer guten Stunde wurde der damals 20-Jährige gegen Borussia Mönchengladbach eingewechselt. Das fünfte Profi-Pflichtspiel, der dritte Bundesliga-Einsatz, das erste Derby. Zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung wohl schon entschieden. Gladbach führte 3:1, Florian Kainz hatte Gelb-Rot gesehen und Dejan Ljubicic war bereits verletzt ausgewechselt worden – und doch hatte das Spiel für Huseinbasic noch ein absolutes Highlight parat. Der Youngster erzielte sein erstes Pflichtspiel-Tor für die Geißböcke, das die Niederlage allerdings nicht verhindern konnte.

Es wäre doch schön, wenn wir nicht nur eine Sternschnuppe haben.

Steffen Baumgart

Für Huseinbasic war es das erste Profi-Tor, für Christian Keller die Bestätigung seiner Einschätzung: der bisherige Regionalliga-Spieler hat das Zeug zum Bundesliga-Profi. Keller hatte den Youngster noch zu seiner Zeit bei Jahn Regensburg gescoutet. Zur Überraschung des Sportdirektors stand er auch in den Notizbüchern der Kölner Scouts. Die Verpflichtung war also nur noch Formsache, eine günstige dazu. 50.000 Euro soll der FC für den Mittelfeldmann bezahlt haben. Wie sich in der vergangenen Saison herausgestellt hat: ein Schnäppchen. Huseinbasic kommt in 24 Bundesliga-Einsätzen und 777 Spielminuten auf vier Treffer. Ein Jahr zuvor erzielte Huseinbasic in der Regionalliga ebenfalls vier Tore, allerdings bei 33 Einsätzen und 2850 Einsatzminuten.

Huseinbasic

Denis

16

Torschüsse

4

Tore

FC-Spieler-Ranking

Internationale Klubs an Huseinbasic interessiert

Eine beeindruckende Leistung. Und doch kam der Youngster gerade im finalen Saisondrittel nur noch als Joker zum Einsatz – nicht ohne Grund: „Der Junge kommt aus der Regionalliga. Und da wäre es doch schön, wenn wir nicht nur eine Sternschnuppe haben, sondern wenn das etwas länger dauert und wir ihn kontinuierlich so aufbauen, dass er ständiges Mitglied der Startelf ist“, sagte Steffen Baumgart. Ein mittelfristiges Ziel, denn aktuell ist die Konkurrenz für Huseinbasic im Mittelfeld groß. Zwar gibt es durch den Abschied von Ellyes Skhiri eine Lücke auf der Sechs, doch die Rolle passt nicht perfekt auf den Youngster und Keller sagte bereits, dass man noch einen erfahrenen defensiven Mittelfeldspieler verpflichten werde. Auf der Acht und oder Zehn hat Huseinbasic mit Dejan Ljubicic und Florian Kainz sowie dann wohl wieder Mark Uth und Luca Waldschmidt ebenfalls Großkaliber vor der Brust.

Dennoch gehört die Zukunft dem Youngster, genauso wie dem verletzten Jan Thielmann oder Eric Martel, den weiteren U21-Nationalspielern. „Sie sind sicherlich noch keine fertigen Bundesligaspieler. Sie können weitere Schritte nach vorne machen“, sagte Keller in der vergangenen Woche dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Tatsächlich hat Huseinbasic seinen Marktwert vervielfacht, ist laut der Online-Plattform gool.ai rund 2,5 Millionen Euro wert. Und der gebürtige Südhesse hat schon Begehrlichkeiten geweckt. Die „Bild“ berichtete im Frühling, dass die Glasgow Rangers genau wie die Celtics Interesse an dem 21-Jährigen haben.

Sollte Huseinbasic bei der EM im Juni einen ähnlichen rasanten Aufstieg erleben wie beim FC, werden sich noch ganz andere Klubs um den Youngster reißen. Am kommenden Donnerstag steht das erste Gruppenspiel gegen Israel auf dem Spielplan (18 Uhr).

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