„Das haben wir uns definitiv anders vorgestellt“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den 1. FC Heidenheim

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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„Das haben wir uns definitiv anders vorgestellt“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den 1. FC Heidenheim

Mit der 1:3-Niederlage gegen die Heidenheimer hat der FC am Samstagnachmittag keinen weiteren Punkt eingefahren – der Klassenerhalt ist dennoch geschafft. Nach der Partie äußerten sich unter anderem die drei verabschiedeten FC-Profis und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Heidenheim.

Das Ziel, sich mit einem Sieg zu Hause aus der Saison zu verabschieden, haben die Kölner am Sonntagnachmittag nicht erreicht. Demnach fielen die Stimmen nach dem Duell auch eher kritisch aus.


come-on-fc.com berichtet live aus dem Stadion in Köln-Müngersdorf

„Das Spiel heute war jetzt nicht unbedingt Werbung für uns“

Marius Bülter fand deutliche Worte

Marius Bülter

„Ja, muss man schon sagen, dass am Ende zwei, drei gefehlt haben, um das Ding unbedingt gewinnen zu wollen. Man hat schon den Unterschied gesehen, dass eine Mannschaft hier uns Überleben gekämpft hat. Und ja, das waren nicht wir. Deswegen am Ende schon ein bisschen enttäuschend.“

„Im ersten Moment war der Gedanke, den Ball vielleicht quer zu legen. Dann weiß man, dass man aus spitzen Winkel hochschießen muss, dass er aber vielleicht reingeht.“

“Man muss natürlich jetzt aufpassen, dass wir uns nicht wegen des schlechten Spiels heute die kompletten letzte Woche oder die ganze Saison schlecht reden lassen. Am Ende haben wir in meinen Augen schon souverän zwei Spieltage vor Schluss die Klasse gehalten. Auch wenn es gerade schwer fällt, das in den Vordergrund zu stellen. Ich glaube schon, dass wir die letzten Wochen sehr stabil waren. Und ich fand auch, heute war jetzt nicht alles schlecht. Ich glaube, wir haben heute nicht gut verteidigt. Und das hat uns halt den Punkt oder den Sieg gekostet.“

„Ich glaube schon, dass er uns Stabilität ins Spiel gebracht hat. Ich fand schon, dass wir über die letzten Wochen die Punkte geholt haben, die wir zum Klassenerhalt brauchen. Da waren schwierige Spiele dabei – teilweise auch mit guten Leistung.“

„Ich habe schon den Eindruck, dass wir als Mannschaft uns wünschen, dass er Trainer bleibt. Das Spiel heute war jetzt nicht unbedingt Werbung für uns allgemein, aber ja, ich möchte jetzt nicht alles deswegen schlecht reden.“


„Da werden wir drüber reden“

René Wagner beim Spiel gegen Union Berlin

Rene Wagner

„Wir müssen das noch verarbeiten, ich selber auch. Jetzt haben wir erst mal drei Spieler verabschiedet. Das war uns wichtig, dass wir das getan haben, auch mit einer gewissen Freude, auch wenn es nicht einfach ist nach dem Spiel, aber darauf haben wir uns jetzt erst mal konzentriert.“

„Wir haben es nicht geschafft, in den entscheidenden Duellen da zu sein, da werden wir darüber reden. Und das müssen wir besser machen in Spielen, wo es um alles geht. Und für den Gegner müssen wir auch versuchen, voll dagegen zu halten. Und das ist uns in vielen Situationen nicht gelungen und da müssen wir uns verbessern.“

Es gibt immer Spiele, wo man mal vielleicht in einen Zweikampf nicht reinkommt. Aber das waren mir einfach in vielen Situationen dann ein oder zwei Zweikämpfe zu viel. Und da müssen die Jungs daran arbeiten, dass sie genau in den Spielen Vollgas geben.


„Es geht einfach darum, dass wir das ganz sachlich aufarbeiten“

Thomas Kessler vom 1. FC Köln

Thomas Kessler

„Also ich habe eben an meinen Terminplaner geguckt. Ich habe morgen keinen Termin mit René. Vielleicht war es vor dem Spiel auch ein bisschen so dieses letzte Heimspiel im Moment. Ich habe mich ja diese Woche sehr ausführlich zu dem Thema geäußert. Wir haben gesagt, wir wollen die Saison abschließen. Wir wollten heute hier noch drei Punkte holen. Das haben wir nicht geschafft. Jetzt haben wir auch noch ein Auswärtsspiel in München. Und auch wenn das nicht viele glauben, auch da kann man drei Punkte holen. Und deswegen fahren wir auch nach München, um eine Abschiedstour zu veranstalten.“

„Und dann habe ich ja auch gesagt, dann werden wir uns zusammensetzen und insgesamt die Saison analysieren. Das ist aber unabhängig davon, dass es jetzt nur um die Trainerthematik geht. Es geht einfach darum, dass wir ganz sachlich aufarbeiten werden, was in dieser Saison gut war.“

„Ich glaube, wir haben viele Dinge gesehen in dieser Saison, die haben mir gut gefallen. Mir haben aber auch viele Dinge gezeigt, dass wir an Themen arbeiten müssen. Und dass wir unsere Stellschrauben auch noch weiter drehen müssen, um es einfach zu verbessern. Das liegt aber in der Natur der Sache. Als Aufsteiger 1. FC Köln jetzt zwei Spieltage vor Schluss die Klasse gehalten zu haben, war für uns sehr positiv. Aber das werden wir in Ruhe analysieren. Und dann kommt logischerweise ja die Trainerthematik auf den Tisch.“


“Das ist kein ,Tschüss, sondern nur ein ,Bis bald`.“

Dominique Heintz vom 1. FC Köln

Dominique Heintz

„Ich möchte mich einfach bedanken. Es war mir eine Ehre, für euch spielen zu dürfen. Der FC ist meine Familie wird immer einen tiefen Platz im meinem Herzen haben. Über die knapp sechs Jahre und mit diesem Team in diesem Jahr hat es immer sehr viel Spaß gemacht. Das ist kein ,Tschüss´, sondern nur ein ,Bis bald´.“


„Es war schon schwierig“

Florian Kainz vom 1. FC Köln

Florian Kainz

„Sportlich muss ich sagen, war es schon schwierig. Man will sich natürlich nicht mit einer Niederlage in einem Heimspiel verabschieden. Ich war froh, dass ich gespielt habe, dass ich meine Minuten bekommen habe und habe versucht, nochmal Impulse zu setzen. Sportlich war es auf jeden Fall enttäuschend. Dann wurde es sehr emotional. Wenn man die Videos sieht, von den Jungs, mit denen man viel erlebt hat.“

„Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass der FC mir so einen Abschied bereitet hat, dass ich mich in dem Rahmen von den Fans verabschieden konnte. Es war sehr emotional in dem Moment.“

„Zu den Fans: Wir sind ja alle mit runter in die zweite und wir sind wieder rauf und ich finde auch, dass in den letzten Jahren eine enormer Zusammenhalt mit den Fans entstanden ist und jeder sehr dankbar ist, dass man in schwierigen Zeiten, gerade wie man in der zweiten Liga untergegangen ist oder für mich persönlich, weil ich ja als Kapitän abgestiegen bin, auch immer die Unterstützung von den Fans gehabt habe. Da ist man schon sehr dankbar, dass man in einem großen Traditionsverein auch mit den Fans einheitlich ist.“

„Ich bin sehr froh, dass wir die Klasse gehalten haben und ich als Nicht-Absteiger meine Karriere beende.“

„Ich kenne ihn schon sehr lange und habe viel mit ihm erlebt, auch damals als Co beim Baumi. Auf jeden Fall habe ich viel gelernt, da er ein taktisches Wissen hat. Er stellt uns sehr gut auf Spiele ein und sehr gut auf Situationen. Er hat einen guten Zugang zur Mannschaft.“


„Wir sehen und irgendwann wieder“

Luca Kilian

Luca Kilian

„Ich bedanke mich vor allem bei der aktiven Fanszene für die Unterstützung in den  schweren Zeiten, das war nicht leicht für mich. Ich verdanke dem Verein so viel. Wir sehen und irgendwann wieder.“


„Das haben wir uns definitiv anders vorgestellt“

Wieder ein sicherer Rückhalt: Marvin Schwäbe

Marvin Schwäbe

„Das haben wir uns definitiv anders vorgestellt. Wir hatten uns einiges vorgenommen. Das hatte gar nichts mit einem Spannungsabfall oder ähnlichem zu tun. Wir wollten zu Hause beim letzten Heimspiel eigentlich noch mal einen draufsetzen, wollten den Dreier natürlich hier behalten. Ich glaube, es waren hier und da einfach individuelle Fehler und ein unsauberes Spiel. Extrem bitter und absolut nicht zufriedenstellend.“

„Das liegt ja nicht in meiner Hand. Alles, was ich sagen kann, ist, dass er ein sehr kommunikativer, positiver Mensch ist, der versucht, die Mannschaft mitzureißen, der an den Stellschrauben gedreht hat, die wir in dem Moment gebraucht haben. Wir hätten jetzt mit der Leistung oder beziehungsweise mit Punkten noch mehr für ihn spielen können. Am Ende hat es leider irgendwie nicht funktioniert.“

„Mit Kainzi habe ich die meisten Spiele insgesamt auf dem Platz gestanden. Das sind dann natürlich Spieler, die gehen, die schon mit ihrer Erfahrung, mit ihrer Leidenschaft, mit dem, wie sie den Verein, den Club, die Stadt kennen, einfach ein Loch reißen.“

„Wir werden nicht nach München fahren, um irgendwie eine schöne Abschlussreise zu haben, um uns München anzugucken. Nein, wir werden auch da versuchen, alles rauszuhauen, die Münchner zu ärgern. Dass es schwer wird, wissen wir.“


„Wir müssen uns vorwerfen lassen…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Thomas Kessler lässt die Zukunft des Trainers offen
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„Wir müssen uns vorwerfen lassen…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Mit dem 2:2-Unentschieden gegen die Eisernen hat der FC am Samstagnachmittag einen Punkt eingefahren. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Torschütze Marius Bülter und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln bei Union Berlin.

Der 1. FC Köln hat sich die erarbeitete 2:0-Führung gegen Union Berlin noch nehmen lassen. Somit fährt der FC mit nur einem Punkt zurück nach Köln und muss im Kampf um den Klassenerhalt noch weiter zittern.


come-on-fc.com berichtet live aus dem Stadion in Berlin

„Es ist dann schon Fairplay, ihn zurückzuspielen“

Marius Bülter vom 1. FC Köln

Marius Bülter

„Man ist natürlich schon enttäuscht, weil man dem Sieg ziemlich nahe war. Die Enttäuschung müssen wir schnell verarbeiten. Am Ende war es ein Punkt, der uns weiterhilft. Jetzt gerade ärgert es mich natürlich ein bisschen.“


„Man muss schon anerkennen, dass Union da schon Qualitäten hat, dass sie viele hohe Bälle in den Sechzehner gespielt haben, die dann die Größe und die Körperlichkeit haben. Das ist dann nicht immer so leicht zu verteidigen. Wir hätten vielleicht für ein bisschen mehr Entlastung sorgen können. Aber es ist auch schwer. Das Stadion war schon da.“


„Union hat dann auch offensiver gewechselt und ist mehr ins Risiko gegangen. Ich glaube nicht, dass das am Dreier-Wechsel bei uns lag.“


Zum Weiterspielen der Unioner: „Ich denke schon, dass das ein bisschen schade ist. Es ist dann schon Fairplay, ihn zurückzuspielen. Er spielt ihn klar ins Aus. Wir können es nicht ändern.“


„Ja, scheiße“

Wieder ein sicherer Rückhalt: Marvin Schwäbe

Marvin Schwäbe

„Es ist extrem bitter. Ich glaube, wenn du hier 2:0 führst, dann ist das extrem niederschmetternd mit nur einem Punkt nach Hause zu fahren. Wir haben nicht mehr den nötigen Druck gefunden. Wir haben uns hinten reindrücken lassen. Das tut weh.“


„Natürlich haben sie dann den ein oder anderen Spieler reingebracht, die uns vor Herausforderungen gestellt haben. Wir hatten hier und da Entlastung nach vorne, aber nichts Zwingendes. Wir wissen, wie die Stimmung hier ist. Aber es war dennoch ein gutes Spiel. Wenn wir hier auswärts den Punkt mitnehmen, dann ist das trotzdem in Ordnung. Nach dem Spielverlauf ist es extrem bitter.
Wenn wir das dann zu Hause klarmachen, dann ist es genau das was wir brauchen.“


Zum zweiten Gegentor: „Ich weiß gar nicht, wer es war. Aber irgendein Unioner zieht da noch den Kopf ein. Deswegen sehe ich den Ball erst sehr spät – ja, scheiße.“


„Es ist wieder ein weiterer Schritt für die nächsten Spiele“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf

René Wagner

“Wir haben auswärts wieder einen Punkt gesammelt. Das muss uns Mut geben, dass wir auch in Spielen gefährlich sein können. Wir haben zwei Tore gemacht. Letzte Woche haben wir darüber gesprochen, dass wir die Tore nicht machen. Jetzt waren wir 2:0 vorne. Da müssen wir es schaffen, dass uns diese Führung Sicherheit gibt, dass wir dann ein bisschen mehr Ballkontrolle bekommen und den Gegner nicht mehr ins Spiel zurück kommen lassen. Es ist wieder ein weiterer Schritt für die nächsten Spiele.“


„Dann ist es am Ende ein sehr sehenswerter Treffer…“

Thomas Kessler vom 1. FC Köln

Thomas Kessler

„Wenn du hier 2:0 führst, dann willst du das Spiel natürlich gewinnen. Unter dem Strich, wenn wir rational drauf schauen, haben wir genau das gesehen, was wir vor dem Spiel erwartet haben: Viel Intensität, viele zweite Bälle, Zweikämpfe ohne Ende. Wir müssen uns vorwerfen lassen, dass wir es nicht geschafft haben, mit der 2:0-Führung souveräner umzugehen. Union Berlin ist bei Standards immer gefährlich. Wir haben vieles gut weg verteidigt. Einmal schaffen wir es heute nicht und dann ist es am Ende ein sehr sehenswerter Treffer, der dafür sorgt, dass wir leider nur mit einem Punkt nach Hause fahren.“

Zum Verbleib von Trainer Wagner als Trainer: „Wie wollen unsere Ziele erreichen. Danach setzen wir uns hin und dann werden wir die Saison ganz in Ruhe bewerten. Dann werden wir mit René natürlich auch über die Themen sprechen. Grundsätzlich sind wir jetzt wieder einen Schritt näher dran gekommen, unser Saisonziel zu erreichen. René hat mit Ausnahme von dem guten Spiel gegen Leverkusen, was wir leider verloren haben, immer gepunktet und das ist wohl sicherlich nicht schlecht für uns.“

Zu Said El Mala und der Planung mit ihm: „Die Diskussion wird in erster Linie in den Medien gespielt. Das ist völlig normal, wenn beim 1. FC Köln in so einer Stadt so ein talentierter Junge spielt, der heute auch wieder getroffen hat und Woche für Woche gute Leistungen für uns zeigt. Es gibt keine Zeitleiste, sondern wir beobachten das Ganze in Ruhe, sind froh, dass wir Said haben. Er arbeitet jeden Tag im Training extrem akribisch. Wir erhoffen uns noch viel von ihm. Und dann schauen wir mal, was er in den letzten beiden Spielen noch macht.“