Zwei Abgänge sind schon fix – doch es wird noch weitere Streichkandidaten geben beim 1. FC Köln

Thomas Kessler bei einem Spiel des 1. FC Köln
, ,
Startseite » Transfers 1. FC Köln

Zwei Abgänge sind schon fix – doch es wird noch weitere Streichkandidaten geben beim 1. FC Köln

Florian Kainz und Dominique Heintz stehen bereits als Abgänge für den kommenden Sommer fest. Auch der Verbleib von Luca Kilian gilt als unwahrscheinlich. Doch es wird noch weitere Veränderungen geben beim 1. FC Köln: Das sind mögliche Streichkandidaten.

Wenige Wochen vor dem Saisonende stehen die ersten Abgänge beim FC bereits fest. Es werden weitere folgen. Und das nicht nur bei den Leihspielern.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Nach dem Aufstieg in die Bundesliga im vergangenen Sommer veränderte FC-Sportdirektor Thomas Kessler das Gesicht der Geißböcke maßgeblich. Der 40-Jährige nahm ordentlich Geld in die Hand und fügte dem damaligen Kader frisches Blut hinzu. Der 1. FC Köln sollte für die Rückkehr ins Oberhaus konkurrenzfähig gemacht werden. Neben den längerfristigen Transfers tütete Kessler auch einige Leihen – teilweise mit Kaufpflicht oder -option – ein. Fünf Spieltage vor Ende der aktuellen Saison befindet sich das Team im Abstiegskampf, verbesserte die Situation allerdings am vergangenen Spieltag maßgeblich. Der Verbleib in der Bundesliga scheint – auch dank der Kaderqualität – durchaus machbar, das ausgegebene Saisonziel erreichbar.

Drei Abgänge stehen fest

Doch auch wenn der FC in der kommenden Saison in der ersten Liga zu finden sein wird, wird die Mannschaft erneut maßgeblich verändert werden. Zwei Abgänge bei den Geißböcken sind mit den langjährigen Akteuren Florian Kainz und Dominique Heintz bereits bekannt. Der Österreicher ist aktuell in seiner siebten Saison dienstältester FC-Spieler und hatte vor einigen Wochen angekündigt, seine aktive Karriere zu beenden. Heintz hingegen wird nach insgesamt sechs Jahren bei den Geißböcken keine Vertragsverlängerung mehr bekommen und sich wohl anderweitig umschauen. Auch für den Langzeitverletzten Luca Kilian, der sich weiterhin von seinem dritten Kreuzbandriss erholt, wird es wohl keine Verlängerung mehr geben. Somit stehen drei Abgänge im Sommer, auch wenn nicht alle offiziell kommuniziert sind, fest.

Unklare Leihsituationen

Doch es wird noch weitere Veränderungen geben oder geben müssen. Fragezeichen stehen im Grunde hinter allen Leihspielern. Das aber aus unterschiedlichen Gründen. Tom Krauß wird beim Klassenerhalt sicher in Köln bleiben, dann greift die Kaufpflicht. Für die anderen Leihspieler wurde eine Kaufoption in den Vertrag geschrieben. Dass diese bei Jakub Kaminski gezogen wird, gilt als sicher. Allerdings wird es dann eine Ausstiegsklausel geben. Auch Jahmai Simpson-Pusey soll gehalten werden, allerdings ist die Ablöse recht hoch und Manchester City hat mit einer Rückkaufoption die Hand auf dem Deal. Einfacher dürfte die Situation bei Cenk Özkacar und Kristoffer Lund mit einer festen Verpflichtung sein. Beide Spieler würden wohl gerne in Köln bleiben, müssen sich aber noch ein wenig in der Leistung strecken. Grade Özkacar blühte zuletzt auf.

Felipe Chávez könnte ebenfalls fest verpflichtet werden. Die Bayern haben für die Sommer 2027 und 2028 eine Rückkaufoption für den Youngster im Vertrag verankert. Bislang spielt der Peruaner überhaupt keine Rolle. Das nötige Kleingeld für die zahlreichen potenziellen Transfers wird wohl der Verkauf von Said El Mala einbringen. Zwar gibt es noch keine Einigung mit einem anderen Club, doch die Interessenten stehen bekanntlich Schlange und der FC ist bei einem lukrativen Angebot bereit, den Spieler abzugeben. Der Abschied im Sommer gilt als sehr wahrscheinlich. Unklar ist nach wie vor die Situation bei Eric Martel. Der Mittelfeldspieler hat seinen Vertrag bekanntlich noch nicht verlängert, befindet sich aber in Gesprächen mit dem FC. Aktuell scheint alles offen. Allerdings wird der FC sich nicht ewig hinhalten lassen.

Weitere Wackelkandidaten

Weitere Wackelkandidaten dürften Spieler sein, die sich mehr von dieser Saison und von denen sich der FC wohl mehr versprochen haben. Luca Waldschmidt hatte schon im vergangenen Sommer angedeutet, dass er sich einen Verbleib in Köln vorstellen könne, wenn er die erhoffte Spielzeit bekäme. Zwar stand der 29-Jährige 20 Mal auf dem Platz, sammelte aber nur 540 Minuten, in denen er drei Tore erzielte. Der ehemalige Nationalspieler fühlt sich in Köln sehr wohl, will aber auch wieder mehr Spielzeit sammeln. Immerhin betonte René Wagner am Mittwoch, dass der Offensivspieler seine Rolle gut angenommen habe und lobte den Akteur über den grünen Klee. Auch Denis Huseinbasic dürfte sich von der Spielzeit mehr erhofft haben. Unter René Wagner erhielt der Mittelfeldspieler zuletzt wieder eine Chance von Beginn an, konnte aber nicht überzeugen. Insgesamt kommt der 24-Jährige (auch verletzungsbedingt) auf 16 Einsätze, in diesem Jahr erst auf drei.


Hat sich die Personalsituation so verändert? – das sagt Thomas Kessler zu Transfers beim 1. FC Köln

Thomas Kessler beim Spiel des 1. FC Köln
,
Startseite » Transfers 1. FC Köln

Hat sich die Personalsituation so verändert? – das sagt Thomas Kessler zu Transfers beim 1. FC Köln

Jahmai Simpson-Pusey überzeugt bislang, gleich mehrere Spieler kehren in den kommenden Wochen zurück oder stehen jetzt wieder zur Verfügung. Die Personalsituation hat sich deutlich verbessert beim 1. FC Köln: Thomas Kessler spricht über mögliche Transfers.

Noch vor einigen Wochen schien es so, als müsste der FC gerade in der Defensive noch einmal dringend nachlegen. Die Situation hat sich aber grundlegend verändert beim 1. FC Köln: Thomas Kessler spricht nach dem 2:1-Erfolg gegen Mainz über mögliche Transfers.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Merklich zufrieden gab sich Thomas Kessler in den Katakomben des Kölner Stadions, kurz nach dem 2:1-Erfolg gegen Mainz, als er über seinen letzten Neuzugang sprach. Kein Wunder, Jahmai Simpson-Pusey stand gegen die Rheinhessen zum dritten Mal in Serie in der Startelf und brachte zum dritten Mal in Serie eine gute Leistung. Der 20-Jährige hat längst die Antwort gegeben, ob er eine Soforthilfe für die Geißböcke sein kann. Er ist sie. Und auch deswegen stellt sich die Frage, ob der FC tatsächlich noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden will. Lukas Kwasniok hatte unter der Woche schon angedeutet, dass aus seiner Sicht nun keine Not mehr am Mann sei. Auch, weil mit Dominique Heintz und Joel Schmied gleich zwei Abwehrspieler in den kommenden Wochen wieder zurückkehren.

„Wir haben ein paar Sachen angestoßen“

Nun äußerte sich auch der Sportdirektor, der unmittelbar vor seiner Beförderung steht, zu möglichen Transfers. „Ich habe ja schon gesagt, dass es im Winter nicht so einfach ist, etwas zu finden, bei dem du direkt eine Qualitätserhöhung siehst“, sagte Kessler. „Wir werden nicht irgendwas machen, nur damit jemand sagt: ,oh toll, der hat drei neue Spieler geholt‘. Wir haben Jahmai verpflichtet, der sicherlich eher ein Talent ist als ein gestandener Spieler, aber einfach Qualitäten hat, die jetzt in den letzten drei Spielen gezeigt hat.“ Und weiter: „Wir schauen uns auf dem Markt einfach um, aber das bedeutet nicht, dass wir was machen müssen oder machen werden, sondern das heißt wir haben jetzt noch ja knapp zwei Wochen Zeit.“

Dennoch gab es in den vergangenen Wochen zahlreiche Spekulationen. Mit Sebastiaan Bornauw wurden Gespräche geführt, man war sich im Grunde schon einig. „Wir haben schon ein paar Sachen angestoßen. Aber wie gesagt, da hängt natürlich immer ein Club mit drin, der sagt, ich möchte den Spieler vielleicht doch nicht gehen lassen“, sagte Kessler. „Auch da gibt es in den ersten Wochen im neuen Jahr eine Entwicklung, wo der ein oder andere vielleicht dann doch wieder auf dem Spielzeit kommt. Deswegen haben wir unsere Hausaufgaben gemacht, trotzdem schauen wir sehr genau hin und dann gucken wir, was in den nächsten zwei Wochen passiert.“


Lukas Kwasniok über mögliche Transfers und die Chancen von Nachwuchsspieler Cenny Neumann

Lukas Kwasniok bei der Pressekonferenz vor dem Duell gegen Union Berlin
, ,
Startseite » Transfers 1. FC Köln

Lukas Kwasniok über mögliche Transfers und die Chancen von Nachwuchsspieler Cenny Neumann

In knapp zwei Wochen öffnet das Winter-Transferfenster. Ob die Geißböcke dort noch einmal nachlegen werden, ist nicht sicher gesagt. Stellschrauben gibt es aber sicher beim 1. FC Köln: Das sagte Lukas Kwasniok über mögliche Transfers auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Zuletzt trainierte er bei den Profis mit, am vergangenen Wochenende stand er das erste Mal im Kader der Geißböcke: Cenny Neumann ist einer der Zukunftshoffnungen bei den Geißböcken. Und offenbar darf sich der Rechtsverteidiger Hoffnungen auf mehr machen beim 1. FC Köln: Das sagte Lukas Kwasniok über mögliche Transfers auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal


Dass die Kölner im Winter Handlungsbedarf haben, hat sich in den vergangenen Monaten vor allem in der Defensive gezeigt – notgedrungen. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass uns drei bis vier Spieler ausfallen. Das war – wenn man die Spiele jetzt Revue passieren lässt – der Gamechanger in negativer Hinsicht“, sagte Lukas Kwasniok am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Union Berlin. „Wir haben hinten reaktiv basteln müssen, was dazu geführt hat, dass wir in der Offensive nicht mehr so in den Abläufen drin gewesen sind.“ Immerhin kehren nun Dominique Heintz und möglicherweise in der Wintervorbereitung in Spanien Joel Schmied wieder zurück. Für den Kölner Coach eine wichtige Entlastung. Dann sei man wieder „breiter aufgestellt“. Unter der Woche hatte der Trainer bei „Sky“ noch angedeutet, dass man aber durchaus die Augen nach einer Verstärkung in der Innenverteidigung offen hält.

„Er macht einen sehr guten Eindruck“

Für eine erste Entspannung hatte bereits die Genesung von Rav van den Berg gesorgt. „Auch da ist es so, dass Rav jetzt wieder da ist. Er muss dann eben im Rhythmus bleiben. Ich glaube, dass sich mit der Rückkehr die absolute Not dann auch etwas erübrigt“, sagte Kwasniok. Aktuell sei es noch ein wenig dünn. Doch der Trainer erklärte, dass Heintz eine Option für Samstag sei. Nach dem Abgang von Jusuf Gazibegovic stellt sich zwangsläufig die Frage, ob der FC auch noch einmal auf der rechten Abwehrseite nachbessert. „Das wird die Vorbereitung zeigen. Ich finde, dass Cenny Neumann echt einen guten Eindruck macht“, sagte der Coach. „Wenn man sich so die Geschichten von jungen Spielern anschaut, dann funktionieren die nur dann, wenn man ihnen Raum zur Entfaltung geben wird. Ansonsten wäre es für einen Lennart Karl auch ein bisschen schwieriger geworden, wenn jetzt der Woltemade-Deal geklappt hätte.“

Neumann hatte in der vergangenen Woche erstmals im Kader der Profis gestanden. Der Rechtsverteidiger trainierte auch bereits bei den Profis mit und könnte auch mit ins Trainingslager nach Spanien reisen. „Er macht einen sehr sehr guten Eindruck. Das werden wir dann im Januar noch einmal unter die Lupe nehmen und dann entscheiden, in welche Richtung es dann geht“, erklärte der Coach. „Wir haben mit Seb einen auf der Position, der einfach nicht verletzungsanfällig ist. Das heißt, du musst jetzt nicht zwangsläufig einen holen, der auf jeden Fall zu 100 Prozent vom ersten Tag dann auch sofort da ist. Wir haben uns darüber noch nicht so viele Gedanken gemacht.“ Neumann könnte also durchaus in den Planungen eine Rolle spielen.

Die Kölner werden sich aber sicherlich dennoch den Markt genau anschauen. Das hatten die Kölner Verantwortlichen in den vergangenen Wochen bereits durchblicken lassen.

Historischer Transfersommer: Der 1. FC Köln geht in die Vollen – erst einmal investierte der FC mehr

Thomas Kessler soll Sportdirektor beim 1. FC Köln bleiben
,
Startseite » Transfers 1. FC Köln

Historischer Transfersommer: Der 1. FC Köln geht in die Vollen – erst einmal investierte der FC mehr

Mit der Verpflichtung von Rav van den Berg hat der FC zehn Spieler in diesem Sommer verpflichtet. Bislang haben die Geißböcke deutlich mehr als 20 Millionen Euro investiert, weitere könnten folgen. Nur einmal war es mehr. Kaderplanung: Der 1. FC Köln investiert wie selten zuvor.

Historisch war die Transfersperre, die den FC in der vergangenen Spielzeit umgeben hat. Keine Spieler dürften die Kölner im vergangenen Sommer registrieren. Nun sieht die Welt ganz offensichtlich anders aus. Der FC nimmt wieder ordentlich Geld in die Hand für die Kaderplanung: Der 1. FC Köln investiert wie selten zuvor.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Plötzlich ging alles ganz schnell. Rav van den Berg hat am Dienstag seinen Vertrag bei den Geißböcken unterschrieben und ist damit Neuverpflichtung Nummer zehn für diesen Transfersommer. Der Niederländer kommt vom FC Middlesbrough, soll beim FC eine tragende Rolle übernehmen und dann vermutlich auch eines Tages einen wirtschaftlichen Erfolg bringen. Aktuell belastet der Transfer das Kölner Konto dann doch schon erheblich. Wie tief die Kölner nun wirklich in die Tasche gegriffen haben, ist nicht ganz klar. Während in Deutschland eine Ablöse von acht bis zehn Millionen Euro genannt wird, berichten englische Medien sogar von elf Millionen Pfund, also rund zwölf Millionen Euro. Eine stolze Summe. Eine Summe, die den 21-Jährigen direkt in die Top-drei der teuersten Neuverpflichtungen der Kölner Vereinsgeschichte feuert.

2017 wurden fast 40 Millionen investiert

Den Rekord hält nach wie vor Jhon Cordoba, den die Kölner 2017 für rund 17 Millionen Euro aus Mainz verpflichteten. Für Lukas Podolski legten die Geißböcke 2009 zehn Millionen auf den Tisch, für Sebastiaan Bornauw 2019 um die acht. Van den Berg weiß zwar noch nicht die ganz große Erstliga-Erfahrung vorzuweisen, das Potenzial des U21-Nationalspielers der Niederlande wird als besonders hoch eingeschätzt. Hoch sind auch die Ausgaben, die der FC in diesem Sommer damit verzeichnet. Insgesamt hat Thomas Kessler (inklusive Trainer Lukas Kwasniok) knapp 25 Millionen Euro in die Hand genommen. Möglicherweise kommen fünf weitere für Derrick Köhn dazu, der ebenfalls noch eine Option auf eine Neuverpflichtung sein soll. Schon jetzt hat der FC in einer Transferperiode mehr ausgegeben als in den vergangenen vier Spielzeiten zusammen.

Zur Saison 2020 investierte Köln laut transfermarkt.de knapp 20 Millionen Euro in den Kader. Ein Jahr zuvor waren es sogar etwas mehr als 20 Millionen. Die Rekord-Investition gab es zur Europapokal-Saison 2017. Damals schmiss der FC rund 40 Millionen Euro in den Ring, alleine 17 für Cordoba. Der Ausgang der Spielzeit ist bekannt. Nach den Jahren des Sparens hat der FC nun offenbar einen neuen Ansatz gewählt. Auch, weil es durch die Verkäufe von Jonas Urbig, Max Finkgräfe und Damion Downs frisches Geld gegeben hat. Thomas Kessler nimmt wieder Geld in die Hand, um die Gefahr eines weiteren Abstiegs möglichst gering zu halten. Dass der Klassenerhalt trotz der Investitionen aber kein Selbstläufer wird, zeigt der Blick auf den Kaderwert-Vergleich der Liga. Da liegen die Kölner trotz der Neuverpflichtungen auf Rang 15. Der Abstand zu Union Berlin auf Platz 14 beträgt mehr als 40 Millionen Euro.

Schwäbe, Ljubicic, Soldo, Schmid – Transfer-Woche der Wahrheit

Was passiert noch mit Marvin Schwäbe, Dejan Ljubicic, Nikola Soldo und Maxi Schmid?
,
Startseite » Transfers 1. FC Köln

Schwäbe, Ljubicic, Soldo, Schmid – Transfer-Woche der Wahrheit

Am Freitagabend schließt das Transferfenster in Deutschland. Hinter einigen Personalien stehen aber noch Fragezeichen beim 1. FC Köln: Was passiert noch auf dem Transfermarkt?

Mit dem 5:0-Erfolg über Eintracht Braunschweig hat der FC bewiesen, dass er in der 2. Bundesliga angekommen ist. Ob aber alle Spieler dem FC nun auch treu bleiben, ist nach wie vor offen. Aktuell gibt es mindestens noch vier offene Personalien beim 1. FC Köln: Was passiert noch auf dem Transfermarkt?

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Noch vier Tage und auch die zweite Transferphase mit FIFA-Sanktion nimmt für den 1. FC Köln ein Ende. Beim nächste Transferfenster im kommenden Winter dürfen die Kölner bekanntlich nicht nur Spieler verpflichten, sondern auch umgehend registrieren, also wieder spielen lassen. So konnten es Christian Keller und Co. in Bezug auf Neuverpflichtungen ein wenig ruhiger angehen lassen. Dennoch gab es vier Spieler, die die Kölner unter Vertrag genommen haben, die allerdings umgehend weiterverliehen wurden. Ein weiterer Spieler könnte in den kommenden Tagen noch folgen. Auf der anderen Seite stehen da aber auch noch immer mindestens vier Spieler im Raum, die den FC noch verlassen könnten oder sogar sollen.

Wie geht es weiter mit Dejan Ljubicic?

Das größte Fragezeichen steht nach wie vor hinter Dejan Ljubicic. Die Ausgangslage ist auch nach dem Gala-Auftritt des Österreichers klar: Ljubicic hat noch Vertrag bis zum kommenden Sommer, ist also de facto an den FC gebunden, will diesen Kontrakt aber nicht verlängern und könnte den Verein dementsprechend 2025 ablösefrei verlassen. Will Köln bei Ljubicic Geld einnehmen, wäre ein Abgang im Sommer, spätestens aber im kommenden Winter – also wenn der FC wieder nachbessern kann – unabdingbar. Aktuell beteuern die Kölner Verantwortlichen aber, dass sie „Dejo“ unbedingt behalten, für ihn kämpfen wollen. Auf der anderen Seite hat Ljubicic seinen Wechselwunsch hinterlegt. „Entscheidend ist, was Spieler, Club und Berater besprechen. Ich glaube, dass von dem was wirklich besprochen wurde, nichts bis gar nichts nach Außen gedrungen ist“, sagte Christian Keller am Samstag am Rande des Braunschweig-Spiels.

Nach außen gedrungen war ein konkretes Interesse von Leeds United. Der englische Zweitligist soll dem FC je nach Quelle drei bis vier Millionen Euro geboten haben. Zu wenig für Christian Keller. Die „Bild“ vermeldete zuletzt, dass der Deal vom Tisch sei. In England war man dagegen davon ausgegangen, dass die „Whites“ noch einmal nachbessern würden. Der Club hat rund 170 Millionen Euro aus Transfers eingenommen und ist auf der Suche nach einem zentralen Mittelfeldspieler. Ljubicic soll lange auf einen Wechsel nach England gedrängt haben. Selbst wenn der Leeds-Deal wirklich geplatzt ist, ist ein Transfer nicht automatisch unwahrscheinlich. Struber sprach davon, für einen Verbleib zu kämpfen. Das ist wohl nur nötig, wenn es eine andere Sichtweise gibt. Auch Keller hat sich nicht zu einhundert Prozent festgelegt. Der Sportdirektor gehe „bis dato davon aus, dass Ljubicic bleibt“. Eine Sicherheit klingt anders.

Wie geht es weiter mit Marvin Schwäbe?

Eine ebenfalls komplizierte Personalie ist die von Marvin Schwäbe. Der Keeper hat bekanntlich frühzeitig – noch in der vergangenen Spielzeit – seinen Wechsel-Wunsch hinterlegt und ebenso frühzeitig mitbekommen, dass Jonas Urbig dadurch zur Nummer eins aufgestiegen ist. Eine logische Entscheidung. Nur hat Schwäbe bislang bekanntlich keinen neuen Verein gefunden. Zuletzt wurde der Keeper mit den Blackburn Rovers in Verbindung gebracht. Der englische Zweitligist hat sich offenbar aber andersweitig entschieden. So deutet sich dort die Verpflichtung von Mark Travers an. Der Ire soll von Bournemouth ausgeliehen werden, Schwäbe wäre dann keine Option mehr.

Christian Keller betonte am Samstagabend noch einmal, dass er lieber zwei erstklasssige Torhüter im Kader hätte als nur einen. Das klingt zwar sehr logisch, ist aber wohl nur die halbe Wahrheit. Denn Schwäbe kassiert natürlich auch das Gehalt eines erstklassigen Torhüters. Ein Wechsel würde auch eine, wenn auch geringe, Ablöse mit sich bringen. Zudem droht auch weiterhin die Gefahr einer Torwart-Diskussion. Und: Der FC hat sich frühzeitig für eine Vertragsverlängerung von Philipp Pentke entschieden, hat also eine etatmäßige Nummer zwei in den eigenen Reihen. „Wenn für Marvin ein attraktives Angebot kommen sollte, werden wir eine Lösung finden“, betonte Keller, erklärte aber auch, dass Konkurrenz das Geschäft belebe und es im Falle eines Verbleibs die Aufgabe von Jonas Urbig sei, sich dieser Konkurrenz zu stellen.

Was ist mit Nikola Soldo und Maxi Schmid?

Auch für Maxi Schmid und Nikola Soldo steht eine Veränderung weiterhin im Raum. Gerade Nikola Soldo wird bei den Profis keine Chance mehr erhalten. Der junge Kroate hält sich bei der U21 fit. Zum Einsatz kommt der Innenverteidiger in der Regionalliga West nicht. Sowohl Keller als auch Thomas Kessler betonten, dass man weiterhin versuche, eine Lösung zu finden. Das gilt auch für Maxi Schmid, der aber im Gegensatz zu Soldo seine Einsatzzeit in der U21 erhält. Dennoch ist auch bei Schmid ein Abgang angedacht. „Maxi hat eine gute Entwicklung genommen. Er ist aber ein Spieler, der einen weiteren Zwischenschritt sicher gebrauchen könnte“, sagte Keller, der großes Potenzial in dem Offensivspieler sieht. “Wir würden mit ihm einen Zwischenschritt gehen, aber da muss natürlich auch etwas Passendes dabei sein.“ Ein Leih-Konstrukt ist wohl die wahrscheinlichste Variante.

Gibt es noch Überraschungen?

Christian Keller hatte weitere Leihen vor einigen Tagen ausgeschlossen. Und doch stehen einige Spieler aktuell in der zweiten Reihe, die sich wohl mehr versprochen haben. Gerhard Struber betonte am Samstag, dass es Einsatzzeit für Trainingsleistung gäbe. Offenbar konnten ihn einige gerade junge Spieler dort nicht komplett überzeugen. Sie warten auf Einsatzzeit. „Außer den genannten sehe ich gerade keinen Spieler. Wir sehen ja gerade, wie sich ein quantitativ ausreichend besetzter Kader dann schnell verkleinern kann. Wir haben jetzt vier Langzeitverletzte“, sagte Keller vor knapp zwei Wochen. „Das kann schnell gehen. Wir sind quantitativ nun ausreichend, aber nicht so super gut besetzt. So dass ich jetzt von einer weiteren Leihe absehen würde, auch wenn ein Spieler, der hinten dran ist, sagen würde, ein wenig mehr Spielpraxis wäre gut. Dann muss er es halt hier schaffen.“ Mal sehen, was in den kommenden Tagen noch passiert.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Einzelkritik

Stimmen zum Spiel