„Papier spielt am Samstag keinen Fußball“ – U21-Coach Hartmann über Lotte, die Reaktion auf Gütersloh und das Profi-Quartett

Manuel Hartmann von der U21 des 1. FC Köln
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„Papier spielt am Samstag keinen Fußball“ – U21-Coach Hartmann über Lotte, die Reaktion auf Gütersloh und das Profi-Quartett

Die U21 hat sich mit dem 2:1 in Oberhausen eindrucksvoll zurückgemeldet nach dem 0:3-Dämpfer davor gegen Gütersloh. Vor der Mannschaft des Trainers Manuel Hartmann liegt jetzt eine englische Woche, die am Samstag (14 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Lotte startet. Der Coach der Nachwuchstalente wirft im Gespräch mit come-on-fc.com einen Blick nach vorne auf den Gegner. Die U21 des 1. FC Köln empfängt Lotte.

Manuel Hartmann sprach mit come-on-fc.com über den kommenden Gegner Lotte, die Reaktion auf Gütersloh und das Profi-Quartett.

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Manuel Hartmann sprach mit come-on-fc.com

Herr Hartmann, wie wichtig war der Sieg gegen Oberhausen als direkte Reaktion auf das Gütersloh-Spiel für die Moral Ihrer Mannschaft?

Manuel Hartmann: Ich glaube, dass es sehr wichtig war – nicht nur wegen der drei Punkte, sondern vor allem wegen der Reaktion, die die Mannschaft gezeigt hat. Nach dem Spiel gegen Gütersloh war bei uns allen eine gewisse Enttäuschung da, weil wir uns mehr vorgenommen hatten und das Ergebnis auch nicht unbedingt den Spielverlauf widergespiegelt hat. Entscheidend ist aber, wie wir damit umgehen. In Oberhausen haben die Jungs Charakter gezeigt, sind mutig aufgetreten und haben sich für ihren Aufwand belohnt. Das gibt natürlich Selbstvertrauen und zeigt, dass wir auch nach Rückschlägen schnell wieder in die richtige Richtung kommen können. Das ist eine gute Entwicklung bei einer jungen Mannschaft.

„Ein Sieg verändert immer etwas“

Wie nehmen Sie die Stimmung im Unterschied zur Vorwoche wahr?

Manuel Hartmann: Die Stimmung ist natürlich gelöster. Ein Sieg verändert immer etwas, gerade innerhalb einer jungen Mannschaft. Gleichzeitig versuchen wir als Trainerteam und auch innerhalb der Mannschaft, das so zu kommunizieren, dass wir weder nach einer Niederlage alles schlecht reden, noch nach einem Sieg alles überbewerten. Wir wollen da eine gewisse Stabilität in unsere Emotionen bekommen. Die Jungs wirken im Training sehr fokussiert und haben natürlich Lust auf das Heimspiel, das den Beginn der englischen Woche markiert. In dieser Woche können wir als Mannschaft wieder einen sehr großen Sprung machen.

Lotte hat noch kein Spiel gewonnen. Gehen Sie als Favorit in das Heimspiel?

Manuel Hartmann: Auf dem Papier geht man vielleicht als Favorit ins Spiel. Aber so ein Papier spielt am Samstag keinen Fußball. Fußball funktioniert da einfach anders. Wir wissen, dass Lotte noch keinen Sieg hat, dürfen uns davon aber nicht in falsche Sicherheit wiegen und Prozentpunkte weniger investieren. Gerade Mannschaften, die auf ihren ersten Erfolg warten, bringen eine gewisse Unberechenbarkeit mit, aber auch eine enorme Energie und Entschlossenheit. Unser Anspruch muss es sein, unabhängig vom Tabellenstand in jedem Spiel unsere Leistung auf den Platz zu bringen. Wenn wir das schaffen, haben wir eine gute Voraussetzung für eine gute Leistung und vor allem dafür, die Punkte hier in Köln zu behalten.

Was für einen Gegner erwarten Sie und was für ein Spiel?

Manuel Hartmann: Ich erwarte mit Lotte eine sehr junge Mannschaft, die über sehr viel Talent verfügt und sehr unangenehm und unberechenbar spielen wird. Sie werden immer versuchen, uns das Leben schwer zu machen, die Räume eng zu halten und die Zweikämpfe sehr intensiv zu führen. Für uns geht es darum, geduldig zu bleiben, trotzdem mit voller Überzeugung und Volltempo unsere Angriffe zu spielen. Hinten müssen wir im Gegensatz zum Gütersloh-Spiel voll konzentriert sein und dürfen keine Situationen unterschätzen.

Wir wollen uns im Spiel durchsetzen und gleichzeitig die Bereitschaft zeigen, die ein Regionalliga-Spiel verlangt. Ich erwarte ein intensives Heimspiel, in dem einem nichts geschenkt wird und in dem wir von der ersten Minute an hoch präsent sein müssen.

“Wir wollen nichts erzwingen“

Sind Etienne Borie und Len Wörsdörfer zurück im Training und wann könnten beide wieder Alternativen für den Kader sein?

Manuel Hartmann: Bei den beiden gibt es eine positive Entwicklung. Sie sind jetzt Anfang der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und sind weiter auf dem Weg, sich wieder näher ans Team heranzuarbeiten und möglichst bald wieder vollständig ins Mannschaftstraining einzusteigen. Wichtig ist dabei für uns, dass beide vollständig gesund sind. Wir wollen nichts erzwingen.

Wird Ihr „Profi“-Quartett aus Gil Neves, Maik Akumu, Nilas Yacobi und David Fürst am Samstag wieder dabei sein und wie nehmen Sie die Jungs wahr?

Manuel Hartmann: Ob unser Profi-Quartett wieder dabei ist, entscheidet sich immer in der Abstimmung mit dem Profibereich. Da kann kurzfristig oben etwas passieren oder es kann noch einmal eine Verschiebung geben. Wir sind immer in einem sehr guten Austausch und wollen natürlich die beste Lösung für die Entwicklung der Jungs und gleichzeitig für den Mannschaftserfolg beider Mannschaften finden.

Wenn sie bei uns dabei sind, dann sind sie vollwertiger Teil der Gruppe und werden von uns genauso behandelt und verhalten sich auch genauso. Was ich bei allen Jungs sehr positiv wahrnehme, sind  die Energie und das Engagement, das sie einbringen.  Auch die Erfahrungen, die sie im Profibereich sammeln konnten, haben bei allen einen positiven Effekt für ihre Entwicklungen.

Gleichzeitig müssen die Spieler verstehen, dass es nicht darum geht, einfach nur der Spieler zu sein, der im Profi-Setting war. Sie müssen jeden Tag zeigen, dass sie unserer jungen Mannschaft helfen und dort auch den Unterschied machen können. Das ist dann auch der Step, den man braucht, um die nächsten Schritte Richtung Profi-Team zu machen. Aktuell gefällt mir diese Haltung bei den Jungs sehr gut.

„Wir schauen von Tag zu Tag“

Wie schaut es ansonsten personell für Samstag aus?

Manuel Hartmann: Wir schauen von Tag zu Tag. Wir müssen die Trainingswoche abwarten, dazu gibt es immer wieder Verschiebungen im Training. Einer bekommt mal eine Blessur, jetzt kommt wieder die Erkältungszeit, sodass vielleicht jemand krankheitsbedingt ausfällt. Das wollen wir natürlich alles so gut wie möglich minimieren.

Grundsätzlich haben wir eine sehr gute Konkurrenzsituation im Kader. Genau das wollen wir auch, weil es für die Entwicklung der Jungs extrem wichtig ist. Für mich ist wichtig, dass jeder Spieler das Gefühl hat, dass er gebraucht wird und seinen Beitrag leisten kann. Bisher hat sich auch schon gezeigt, dass das genauso ist.

Wer am Samstag final im Kader steht, entscheiden wir natürlich auch anhand der Trainingswoche, des Fitnessstatus und in Rücksprache mit dem athletischen Bereich. Wir besprechen, bei wem wir vielleicht im Hinblick auf die Belastungssteuerung etwas aufpassen müssen. Dazu kommt die englische Woche mit drei Spielen innerhalb weniger Tage. Ich glaube trotzdem, dass wir sehr, sehr gut aufgestellt sind.

Das Interview führte Daniel Mertens

U21-Coach Manuel Hartmann im Interview: „Ein paar Tränchen sind geflossen“

Manuel Hartmann vom 1. FC Köln
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U21-Coach Manuel Hartmann im Interview: „Ein paar Tränchen sind geflossen“

Nach der Beförderung von Evangelos Sbonias zum Co-Trainer der Profis übernahm Manuel Hartmann die Leitung der Kölner Reserve. Der Coach der Nachwuchstalente blickt im Gespräch mit come-on-fc.com auf den Trainerwechsel und wirft auch einen Blick nach vorne. Manuel Hartmann von der U21 des 1. FC Köln im Interview.

Am kommenden Wochenende ist es soweit. Die jungen Talente des 1. FC Köln starten in die neue Spielzeit. Manuel Hartmann sprach mit come-on-fc.com über seine neue Rolle und die sportlichen Ziele.

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Manuel Hartmann sprach mit come-on-fc.com

Herr Hartmann, Sie waren auf eine neue Saison mit der U17 vorbereitet. Wie groß waren die Herausforderung und Umstellung, plötzlich eine Vorbereitung für die U21 zu erstellen?

Manuel Hartmann: Das Schwierigste war es, mich von meiner Mannschaft zu verabschieden. Ich war darauf eingestellt, sie noch ein Jahr in der U17 zu begleiten. Das war schon sehr emotional und da sind bei den Spielern und auch bei mir ein paar Tränchen geflossen. Das war erst einmal hart, aber ich habe mich auch sehr auf die neue Aufgabe bei der U21 gefreut. Und viel nachdenken konnte ich auch nicht, weil ich am Samstag noch bei der U17 war und am Montag das Trainingslager mit der U21 in Hennef gestartet ist.

Was macht für Sie den Reiz an der neuen Aufgabe aus?

Manuel Hartmann: Ich bin überzeugt davon, dass ich im Übergangsbereich als Ex-Profi und Ex-Leader für die jüngeren Spieler meine Stärken am meisten ausspielen kann und der FC auch den größten Mehrwert bekommt. Ich habe in den letzten Jahren darauf hingearbeitet und mich für diese Rolle weiterentwickelt, um die bestmögliche Performance bringen zu können.

Gab es mit Ihrem Vorgänger Evangelos Sbonias, der als Co-Trainer zu den Profis aufrückte, eine formale Übergabe?

Manuel Hartmann: Das Tolle an der FC-Akademie ist, dass ich von der U10 bis zu den Profis jeden hier am Geißbockheim kenne. Die Kommunikation mit Laki ist seitjeher sehr eng, er saß im Büro immer neben uns. Als er vor drei Jahren U21-Trainer geworden ist, war ich auch in der Endausscheidung. Wir sind damit von Beginn an offen und kollegial umgegangen. Mit Laki habe ich seit den personellen Veränderungen fast jeden Tag telefoniert. Ich habe mich auch bei ihm erkundigt, wie der Kader aussieht, was seine Meinung zu verschiedenen Themen ist und wie er die Vorbereitung angegangen wäre. Von seiner Erfahrung kann ich natürlich profitieren.

Bisher ist es sehr intensiv

Wie fällt Ihr Eindruck nach den ersten Wochen mit der neuen Mannschaft aus und auf welchem Level sehen Sie das Team?

Manuel Hartmann: Zunächst mussten wir uns gegenseitig kennenlernen und ich musste einen Draht zu den Jungs aufbauen. Die ersten Wochen sind als sehr positiv zu bewerten. Wir konnten den Rahmen in den Bereichen Mentalität, Intensität und Professionalität legen. Das sind für mich die Schlagwörter, die für eine U21 essenziell sind. Bisher ist es sehr intensiv, was die Jungs auf dem Platz abliefern, sie sind sehr engagiert. Man merkt aber auch, dass es ein bisschen ruppiger wird, weil es um die Startplätze zum Auftakt gegen Wiedenbrück geht.

Wie viele Ihrer jetzigen Spieler durften Sie zuvor schon im U-Bereich trainieren?

Manuel Hartmann: Da sind einige Jungs dabei. Assad Kotya-Fofana habe ich damals zum FC geholt. Dann sind da Emin Kujovic, Kian Hekmat, Fayssal Harchaoui, Jonathan Friemel, Kristiyan Irmiev, Luis Hauer und so weiter. Da könnten wir ewig weitermachen. Ich habe damals mit dem 2002er Jahrgang hier angefangen und kenne dementsprechend seitdem alle Spieler hier.

Sie haben nominell einen großen Kader bei der U21, beim Trainingsauftakt standen 30 Spieler auf dem Feld. Wie hält man so ein großes Aufgebot bei Laune?

Manuel Hartmann: Zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung ist der Kader gar nicht mehr so groß. Zuletzt waren sieben Spieler im Training der Profis dabei und dazu kommen immer wieder auch kranke oder verletzte Spieler. Es gibt auch Tage da sind wir beispielsweise nur 18 Mann im Training.

Welche Art von Fußball wollen Sie mit der U21 spielen lassen?

Manuel Hartmann: Wir haben in der FC-Akademie seit ein paar Jahren eine klar definierte Spielidee.  Und so wollen wir auch ausbilden. Ich war bei der Erarbeitung dieser Spielidee und Ausbildungsphilosophie Teil des Teams und deswegen ist natürlich jetzt vieles deckungsgleich. Wir müssen die enge Verbindung zwischen der Akademie und den Profis beibehalten und ausbauen, um den Spielern den letzten Sprung zu ermöglichen. Wir wollen im Spiel pressen, aggressiv verteidigen, schnell den Ball wieder haben und variabel und flexibel mit dem Ball agieren – und hoffentlich dann auch attraktiven Fußball spielen. Denn deswegen gehen die Leute ins Stadion. Und natürlich wollen wir erfolgreich sein über die tägliche Arbeit.

Die Regionalliga ist als Trainer Neuland für Sie. Welches Gefühl überwiegt da zum Start: Anspannung, Nervosität oder Vorfreude?

Manuel Hartmann: Ich sehe es nicht viel anders als bei den Stationen davor. Mein Anspruch ist immer, dass man im Spiel sieht, was wir uns in der Trainingswoche erarbeitet haben. Ich verspüre dann diese Elektrizität im Körper und darauf freue ich mich einfach. Das werden viele neue Erfahrungen für mich. Vielleicht wird man mal irgendwo vor 2000 Zuschauern die ganze Zeit auf der Bank bepöbelt. Dann musst du klar bleiben, denn der Auftrag ist es, den Jungs zu helfen. Das wird eine Herausforderung, aber ich bin optimistisch, dass wir diese gemeinsam meistern werden. Ich freue mich riesig darauf.

Das sportliche Ziel muss es sein, die Jungs für René Wagner vorzubereiten

Mit welchem Ziel gehen Sie in die neue Saison? Ist der Aufstieg möglich?

Manuel Hartmann: Ich arbeite getreu dem Motto: Wenn ich zu weit in die Ferne schaue, sehe ich den Stock nicht, der vor mir liegt. Das sportliche Ziel muss es sein, die Jungs für René Wagner vorzubereiten. Je mehr Spieler wir an den Bundesliga-Kader heranführen oder sogar reinbringen, desto besser wird unsere Saison-Bilanz ausfallen. Natürlich wird sich keiner dagegen wehren, wenn wir am Ende oben mitspielen können. Es wird aber sicher auch mal Phasen geben, in denen man nach hinten schauen muss. Das gehört zur Entwicklung dazu. Am Ende wollen wir uns in gesicherten Regionen bewegen.

Haben Sie die Hierarchie innerhalb der Mannschaft verändert oder beibehalten?

Manuel Hartmann: Wir werden das in der letzten Woche vor dem ersten Spiel final entscheiden. Mein Ansatz ist aber ohnehin der einer geteilten Führung innerhalb der Mannschaft. Nicht jeder Spieler ist lautstark auf dem Platz, aber vielleicht ist er trotzdem extrem wichtig für die soziale Bindung in der Kabine. Dann hat er entsprechend auch einen Führungsauftrag. Es wird nicht der Fall sein, dass ich mit dem Mannschaftsrat oder Kapitän rede und der Rest ist mir egal. Jeder Spieler wird einen wichtigen Auftrag haben in dieser Mannschaft, sei es für das soziale Gefühl, die richtige Emotionalität, taktische Dinge oder andere Aufgaben. So wird auch jeder merken, wie wertvoll er ist und dass er gebraucht wird. Klar ist aber natürlich auch, dass die Ü-Spieler vorangehen sollen.

Sie sind seit 2018 beim FC. Was ist das Besondere an diesem Verein?

Manuel Hartmann: Ich komme aus Süddeutschland und bin mit dem VfB Stuttgart groß geworden. In meiner Jugend war ich Fan von Ajax Amsterdam und dem FC Barcelona, das hat auch meine Idee vom Fußball geprägt. Die Wucht des FC habe ich zum ersten Mal gespürt, als ich hier mit Koblenz in der zweiten Liga gespielt habe, in das Stadion gekommen bin und die Hymne gehört habe. Zur Pause stand es 0:0 und die Fans haben gegen die eigene Mannschaft gepfiffen. Das fand ich als Gegner zunächst toll. Aber dann haben sie in der zweiten Hälfte aufgedreht und wir sind völlig hinten reingedrückt worden. Und du hast dich gefragt: Was ist denn hier los, die sind wahnsinnig hier. Die Liebe zum Verein spürt man, wenn man durch die Stadt geht. Diese Verbindung ist schon bemerkenswert. Meine Kinder werden jetzt mit dem FC groß. Meine Tochter läuft im FC-Trikot herum und mein Sohn möchte ins Stadion und kennt jeden Spieler.

Sie haben aktuell die A+-Lizenz. Streben Sie die Pro-Lizenz an?

Manuel Hartmann: Ich habe mich immer als Ausbilder gesehen und dafür war die A+ ideal, weil ich nicht die Ambition gehegt habe, im Profi-Bereich an der Linie zu stehen. Aber natürlich ist es schon auch der Wunsch, die höchstmögliche Lizenz zu besitzen, weil man natürlich auch nie weiß, welche Neuerungen irgendwann kommen. Vielleicht braucht man für die Regionalliga vielleicht eines Tages auch die Pro-Lizenz. Die notwendigen Punkte für das Auswahlverfahren habe ich, aber mir fehlt noch die Zulassungsberechtigung. Die hätte ich nach der nächsten Saison. Dann werden wir sehen, ob ich es mache. Mein Ziel ist es mittlerweile aber schon.

Ich möchte so vielen Spielern wie möglich helfen

Was ist Ihr persönliches Ziel beim FC?

Manuel Hartmann: Ich möchte zeigen, dass ich wertvoll für den Verein bin. Der Fußball ist meine erste große Liebe nach meiner Mutter und es ist ein Privileg, dass ich mein Hobby zu meinem Beruf machen durfte. Ich möchte mich immer weiterentwickeln und möchte die Jungs auf ihrem Weg in den Profi-Bereich bestmöglich begleiten. Ich möchte so vielen Spielern wie möglich helfen, dass sie sich den Sprung selbst ermöglichen können.

Wie ist denn eigentlich die Zusammenarbeit beim FC mit Stefan Ruthenbeck aus der U19 und René Wagner aus dem Profi-Bereich?

Manuel Hartmann: Mit Stefan habe ich ein Verhältnis, das über das Berufliche hinausgeht. Er ist ein Mentor und enger Freund für mich. Wir tauschen uns oft aus und auch unsere Fußball-Ideen decken sich sehr. In der U17 war ich Zulieferer für ihn, jetzt ist er Zulieferer für mich und wir beide sind Zulieferer für René Wagner. Wir gehen hier alle Hand in Hand und das zeichnet unsere Akademie auch aus. Mit Laki ist die Schnittstelle nach oben jetzt natürlich noch einmal enger. Das ist ein toller Austausch mit allen Seiten. Laki kann ich auch nachts um drei anrufen und er hilft mir weiter. Das ist ein gutes Gefühl, dass vom Lizenz-Cheftrainer bis zur U10 alles Hand in Hand geht und keiner sein Ego wichtiger als den Verein nimmt. Es geht immer darum, das Bestmögliche für den FC abzuliefern. Das ist das Spezielle an diesem Verein.   

Das Interview führte Daniel Mertens